Fraglich

Mit einer seiner entfernten Bekannten, die er lange nicht mehr gesehen hatte, hat er darüber gesprochen, ob die Dinge denn nun wirklich sind, wie sie uns scheinen oder ob sie uns so scheinen, weil wir sie so sehen (möchten) oder weil wir so handeln, wie und weil wir es nicht anders können. „Ein anderer Mensch, der auf mich zukommt“, sagt Herr Nipp, „wird immer einen bestimmten und nicht vorhersagbaren Eindruck hinterlassen. Ob er wirklich so ist oder wie erwartet handelt, das weiß ich nicht, ich habe da nur so meine Befürchtungen.“ „Hm.“ „Ob der mich wirklich ernst nimmt oder als ebenbürtig sieht, ob er mir gegenüber vielleicht sogar aggressiv auftreten wird und vielleicht sogar die Hand gegen mich erhebt, auch das kann ich nur vermuten. Ich weiß aber genau in diesem Moment nicht mehr, was denn nun etwas oder einen Gedanken in mir ausgelöst hat. Vielleicht handelt er ja auch nur an mir so, weil ich so und so geschaut oder gehandelt habe. Der Aggressor ist schließlich auch immer ein bestimmtes Feindbild.“ „Hm.“ „Was, Hm?“ „Dein Denken und Handeln ist einfach geprägt von deiner toxischen Männlichkeit.“ Sie sagt es und geht.

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