Akademie

Wie schon so oft, hat er auch dieses Jahr den Rundgang einer großen Akademie besucht. Wie jedes Mal so auch dieses Mal viele Menschen aus allen möglichen Ländern. Unglaubliche Typen und unglaublich Gestylte. Letztlich aber mit ihren Schnauzbärtlein, den Mützchen oder kurz geschnittenen Ponys und den Bollerhosen Uniformierte. NONKONFORMISTENUNIFORMEN. An jeder Ecke verkaufen Studenten Bier und Schnaps, Wein und Cocktails. Herr Nipp ist nach der vierten Flasche Bier ziemlich aufgeheitert. Nach all den Gemälden, den Plastiken, Installationen und Performances kann er sich köstlich über eine Assemblage amüsieren, kicherte vor sich hin. „Sieht aus wie ein Müllhaufen“, rutscht es ihm heraus. „Ja“, meint jemand, „ist auch einer.“

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Staubsauger

Da sitzt er nun wieder, unter sich der weiße Boden. Quadratkacheln seit eh und je. Er hat Langeweile und zählt die Krümel. Es werden immer mehr, immer mehr. Eigentlich müsste er Staub saugen. Aber dazu fehlt einfach die Energie. Nicht seine. Die Stadtwerke haben den Strom abgestellt.

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Du sagtest

Ich stand da oder vielleicht saß ich auch am Rande der Tanzfläche auf einer der Stufen. Der Abend war schon lang gewesen und die Rhythmen der Musik und die Bewegungen der Leute verbanden sich zu diesen Bildern, die beizeiten kommen und gehen. Synästhesien unserer Wahrnehmung. Eigentlich hätte ich auch heimfahren können, denn an diesem Abend war nichts mehr zu erwarten. Der Nebel, die Lichter, Rausch und Lärm waren eins. Der Körper zuckte bisweilen, ließ sich treiben. Zwei Welten. Zu müde und geschafft aufzustehen. Wo die anderen waren, zählte nicht mehr. Vielleicht noch da! Vielleicht schon lange gegangen. So ging es an solchen Tagen, in diesen Nächten, die keinen Anfang haben konnten und vor allem kein Ende. Da setztest du dich neben mich und du sagtest: „Kannst du mich bitte in den Arm nehmen?“

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Platte machen

Der größte Zorn und Ekel aber überkam ihm nicht beim Anblick jenes zweifelnden Haderns an der Welt, der erkannten eigenen Armut im Handeln, sondern letztlich beim Anblick jener verstumpft ignoranten Augen, die nichts, auch ihn nicht, sahen, die nicht einmal überhaupt sahen, der Leute dieser Stadt. Quälend war das Geld! Das Geld, welches sie ihm zu Füßen warfen im Vorbeigehen. Dabei hatte er sich nur kurz hier niedergelassen.

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Der Hässling (Märchen VIII)

Es waren einmal zwei arme Leute, die kriegten ein kleines Kind, das war so hässlich, dass jeder Spiegel aus Kummer blind wurde. Das wurde natürlich von den Mitschülern gemobbt. Es gründete einen Internetkonzern und wurde unermesslich reich. Jetzt ist der Mann immer noch klein und hässlich, kann sich aber alles leisten. Und die Mitschüler von damals – die gucken ziemlich dumm aus der Wäsche, das macht sie auch nicht schöner.

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