Gur Kirschen essen

In einer Papiertüte hatte er sich einige Hände voll mitgenommen. Nun sitzt er an einer der Waldschadensflächen, radikal freigeräumt vom Borkenkäfer, mit freier Sicht in die Landschaft. Hier hatte glücklicherweise jemand nicht genug Geld zum Aufforsten oder selbiger traut den selbstheilenden Kräften der Natur über den Weg. Mutig und schön. In aller Gemütsruhe hat Herr Nipp die üppige Portion Kirschen neben sich auf die Bank gelegt. Er schaut den Mitwanderer mit Aufforderung an und schon geht das Essen los. Bittersüße Geschmacksexplosionen wechseln mit herbsüßen Nuancen ab. Die Kerne flitschen sie mir Daumen und Zeigefinger den Hang hinunter. Wer weiß, vielleicht ist einer der Kirschenwildlinge demnächst ein Beitrag für die Vielfalt eines echten Waldes, der dann keine Plantage ist.

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