Ein Spiel

„Als er mit den anderen noch spricht, fängt der kleine Junge vor ihm schon an zu spielen. Da rastet Herr Nipp aus, weil er sowas scheinbar nicht gewohnt ist. Niemand konnte das vorhersehen, dass er wirklich so reagieren würde. Er gilt doch schließlich als eher ruhiger Vertreter, der jeden Schritt erst abwägt, bevor er ihn wirklich geht oder sich eben entscheidet, ihn nicht zu gehen. Alle sind sind so erstaunt, dass sie plötzlich schweigen. Sie verhalten sich ganz leise, damit sie nicht such noch angebrüllt werden. Doch er schaut nun alle zornig an, obwohl das völlig überflüssig ist. Sie fühlen sich sämtlich verunsichert, dadurch dass er seinen Blick ganz starr auf sie richtet. Dann lässt er ihn ganz langsam wandern. Die Gruppe ist wie gelähmt. Das bei Herrn Nipp? Ist der etwa gestört? Während aber alle noch bibbern vor Angst, spielt der Junge einfach weiter. Die ganz Gruppe das Gefühl, als ob es ihn nicht interessiert. Und dann fällt ihnen plötzlich wieder ein, wo sie sich gerade befinden. Im Theater.“

Herr Nipp ist richtig stolz auf seinen kleinen Textbeitrag, denn er hat tatsächlich alle Möglichkeiten von Adverbialsätzen untergebracht. Solche Spiele liebt er. Und sein Autor, der ihn erschaffen und seinen Erzähler mit ihm, schmunzelt.

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