Vor dem Ofen

Da sitzt der junge Mann, kaum dem Kindesalter entwachsen, hat er eine Stimme, mit der er Tonkrüge sprengen könnte. Er hat sich einen roten, mit Samt bezogenen Fußhocker vor dem Kaminofen platziert, hält seinen Kommunikator in der Hand und stiert darauf. Sichtbar genießt er die Wärme der verbrennenden Scheite. Bauholz, das übriggeblieben war, nun gut zerstückt im Brennraum geschichtet ist. Wenn es ihm zu heiß wird, steht er auf, stellt sich mit dem Rücken zur Wärmequelle. Für ein oder zwei Minuten, dann setzt er sich wieder. Die übliche Kopfhaltung bleibt. Immer dem Bildschirm zugewendet. Wer weiß, wann sich das rächen wird. Wer weiß, wann die obere Wirbelsäule mit Schmerzen antwortet.

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