Vor dem Ofen

Da sitzt der junge Mann, kaum dem Kindesalter entwachsen, hat er eine Stimme, mit der er Tonkrüge sprengen könnte. Er hat sich einen roten, mit Samt bezogenen Fußhocker vor dem Kaminofen platziert, hält seinen Kommunikator in der Hand und stiert darauf. Sichtbar genießt er die Wärme der verbrennenden Scheite. Bauholz, das übriggeblieben war, nun gut zerstückt im Brennraum geschichtet ist. Wenn es ihm zu heiß wird, steht er auf, stellt sich mit dem Rücken zur Wärmequelle. Für ein oder zwei Minuten, dann setzt er sich wieder. Die übliche Kopfhaltung bleibt. Immer dem Bildschirm zugewendet. Wer weiß, wann sich das rächen wird. Wer weiß, wann die obere Wirbelsäule mit Schmerzen antwortet.

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So läuft das nicht

Wieviele dieser Geschichten beginnen eigentlich mit diesen kleinen Wörtern ja und nein? Herr Nipp hätte sich auch dieses Mal vorstellen können, mit einem Ausruf der Verneinung zu beginnen. Dummerweise ist dem Erzähler dies allerdings zu einfach. Nein, so beginnt er dieses Mal eben die Erzählung nicht. Handelt es sich eigentlich um eine Erzählung, und vor allem, wann hört diese auf, wenn wir schon nicht wissen, wann sie beginnt? Darf dann eigentlich auch ein Gedicht Teil des Geschriebenen sein. Nein, schon wieder, so geht es das nicht, so kann doch niemand beginnen und vor allem; wer ist dieser niemand, wer der Leser, der so etwas erträgt, ohne jetzt, genau an dieser Stelle aufzuhören zu lesen. Natürlich kann der Erzähler dann einfacherweise sagen; naja, die Zeit ist einfach noch nicht reif dafür, aber er weiß selber, so läuft das nicht. Warum also die Figur erst fragen, die es wirklich betrifft, auf welche Weise sie denn nun herumgeschubst wird. Entschuldigung, liebe Leserin, netter Leser und vor allem all die impliziten und implizierten LeserInnen, aber manchmal fällt es dem Autoren tatsächlich schwer, sich selbst darüber klar zu werden, was er eigentlich will. Ja, ich muss zugeben (Ob dies die echten Worten des Autors sind, können wir nicht wissen, auf jeden Fall aber schreibt es der Erzähler.), dass eigentlich hier eine Geschichte stehen sollte, aber welche Perspektive soll ich denn einnehmen, soll ich aus Sicht von Herrn Nipp schreiben und wenn in welcher Zeit, soll er den neutralen Idioten mimen oder installieren oder den alten autistisch autoritären, äh totalitären oder war es doch der auktoriale Gott, der oben vom Olymp aus berichtet, kommentierend, suggestiv subjektiv und allwissend eingreift. Was denn nun, wollt ihr lieber die Vergangenheit oder die Gegenwart? Manches Mal stellt er sich vielleicht sogar vor, einmal einen Text in Futur zwei zu verfassen. Egal was er macht, er hat seine Geschichte sowieso schon vergessen. Also wird er sich jetzt auch keine Gedanken mehr machen müssen. So ein Glück.

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Kinderhand

Die Süße des Lebens kann schnell klebrig werden.

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Kaffeekanne

Immer noch ist ein Schluck in der Warmhaltekanne, nach dem Schütteln kann man es hören. Er blickt zu dem Künstler hinüber, wird sich eine Tasse eingießen, freut sich schon auf die Geschmacksexplosion, den überwältigenden Geruch. Der erste Schluck ist unglaublich, er kann ja auch nicht wissen, dass der Künstler seine Ätzflüssigkeit für Radierungen darin aufbewahrt.

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Man!

„Du kannst andere in den Strudel deiner Machenschaften ziehen und wirst doch niemals die Chance haben, die Oberfläche des Seins zu erreichen. Du kannst andere anstoßen und musst dafür noch nicht einmal selbst in Bewegung zu geraten. Die Auswirkungen deines Handelns können dir dabei sogar unbewusst bleiben. Nur dein DU Sein bringt alle anderen dazu, sich selbst zu vergessen.“ denkt Herr Nipp relativ zusammenhängend und weiß doch, würde es zur direkten Konfrontation kommen, zöge er es vor, zu schweigen.

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