Sprechen

Er muss sich nicht darüber streiten, wie nun ein Wort in dieser oder jener Sprache genau ausgesprochen wird, es reicht ihm zu wissen, es gibt immer wieder Verbindungen der Herkunft und Bedeutung über die Sprachgrenzen hinweg. Keine Kulter, keine Sprache ist so abgeschlossen, dass nichts von außen gekommen wäre. Vor allem aber in Europa. Die Diskussionen, was nun das typisch Deutsche ist, das originäre Französisch oder das echte Spanisch sind obsolet. Dass das Wort „Feige“ nicht ursprünglich aus dem Deutschen kommt, ist ihm wohl klar, denn selten hat man in Deutschland den Anbau, das heißt den wirtschaftlichen Anbau gesehen, nein, garnicht, denn die Bäume können dort die harten Winter (Zumindest die Winter, die dort vor dem Klimawandel herrschten.) kaum erfolgreich überstehen und die richtigen Fliegen, die nötig für die Befruchtung sind, haben sich immer noch nicht angesiedelt. Dass die Spanier „figo“ sagen oder die Franzosen „figue“ist ihm wirklich fast egal, er nimmt es eben hin, so wie man es hinnimmt, dass der Asphalt in jenem Landstrich diese helle Farbe hat und an anderen Orten ganz hell ist. Wer hinterfragt denn da schon, welche Steinsorten Verwendung finden, welche genaue Zusammensetzung es geben könnte. Genauso weiß er, dass Pflaumen und andere Früchte ursprünglich nicht auf deutschem Mist gewachsen sind, sondern die Kultur des Obstanbaus von dern römischen Invasoren mitgebracht wurde. Dass auch die Fachbegriffe des Hausbaus von diesen machthungrigen Eroberern mitgebracht wurden, sollte jedem klar sein, der die Sprachen vergleicht, außerdem gibt es keine germanischen Steingebäude, die zum Wohnen bestimmt waren, sie haben sich auf Holzkonstruktionen beschränkt, ob nun aus Unkenntnis, Interesselosigkkeit oder mystischen Gründen, ist völlig egal, immerhin haben sie das Wort „Wand“ erfunden. Manchmal aber genießt Herr Nipp es, sich mit anderen Leuten über Bedeutungen und die Wortherkunft zu streiten und noch mehr, absichtlich Falschinformationen einfließen zu lassen, welche von den anderen dann gerne übernommen und schließlich dann von ihm selbst auf fulminante Weise wiederlegt werden. Wer weiß, kann manipulieren; wer nicht weiß, sieht sich der ständigen Gefahr ausgesetzt, veräppelt zu werden. Da sind sie weider, die Früchte.

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