{"id":7511,"date":"2021-05-25T12:53:45","date_gmt":"2021-05-25T10:53:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?p=7511"},"modified":"2021-05-25T16:59:03","modified_gmt":"2021-05-25T14:59:03","slug":"strassenrandbegruenung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-nipp.de\/?p=7511","title":{"rendered":"Stra\u00dfenrandbegr\u00fcnung"},"content":{"rendered":"\n<p>(Vorsicht, dieser Text sollte nicht von Mitarbeitern des Rathauses oder sonstigen empfindlichen Gem\u00fctern gelesen werden, denen zwar sonst alles egal zu sein scheint, aber die es \u00fcberhaupt nicht haben k\u00f6nnen, in irgendeiner Weise auch nur ann\u00e4hernd kritisiert zu werden. Auch Steingartenbesitzer sollten ihre Augen sp\u00e4testens jetzt abwenden, da es sein kann, dass sie sich beleidigt f\u00fchlen werden. Dies ist wahrhaft ernst gemeint, auch wenn es satirisch erscheinen sollte.)<\/p>\n\n\n\n<p>Daf\u00fcr braucht es wohl keiner Begr\u00fcndung. Das sollte eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit sein, so etwa die Worte irgendeines Mitarbeiters des Rathauses, wahrscheinlich des Gr\u00fcnfl\u00e4chenamtes, das dann wohl eine Unterabteilung des Stra\u00dfenbauamtes ist. \u00dcbliche Floskeln an einem Schreibtisch, eines Mannes, der offenbar die Welt, von der er gerade redet, niemals mit eigenen Augen gesehen hat. Vielleicht ist er auch einer, der den Verstand abschaltet, sobald er das Rathaus verl\u00e4sst und mit einer rosagr\u00fcnen Brille durch die Statdt nach Hause radelt. Auf den Lippen &#8222;Ja, wir sind mit\u00b4m Radel da.&#8220; Herr Nipp wundert sich wirklich. Und genau an dieser Stelle beginnt die Glosse. Ja stimmt, da werden die Stra\u00dfen seiner kleinen Stadt neu gemacht. Ja stimmt, da werden neuerdings auch B\u00e4ume gesetzt. Ja stimmt, zumindest die Stra\u00dfen an sich werden demn\u00e4chst viel gr\u00fcner aussehen. Dass es sich bei den Stra\u00dfenrandbepflanzungen um sogenannte Architektenpetersilie handelt, davon muss hier nicht weiter gesprochen werden, B\u00e4umen also, die f\u00fcr die in der Stadt lebenden Tiere \u00fcberhaupt keinen Nutzen haben. Amberbaum, Gingko und Co. . Ganz nebenbei reduziert man die Parkpl\u00e4tze im \u00f6ffentlichen Raum, in der Absicht nat\u00fcrlich, dass die Menschen ein Einsehen haben und in dieser Gro\u00dfstadt von 20.000 Einwohnern vom Auto umsteigen auf die \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel, die sich vielleicht alle Jubeljahre an den Hauptstrecken mal zeigen lassen, also dort, wo man erstmal hinkommen muss. Folge davon ist, dass die H\u00e4uslebesitzer sich umstellen m\u00fcssen. Parkpl\u00e4tze auf dem eigenen Grundst\u00fcck werden notwendig, ja sie sind st\u00e4dtischerseits sogar gefordert. Pro Wohneinheit 1,25 Parkpl\u00e4tze. Also Vorgt\u00e4rten zerst\u00f6rt und mit Schotter oder Verbundsteinpflaster versehen. So geht das, lieber st\u00e4dtischer Mitarbeiter, genau, selbstverst\u00e4ndlich, das ist die Realit\u00e4t, Folge ist eine stete \u00dcberhitzung im Sommer. Neben den Schotterg\u00e4rtnern, die offenbar noch nichts davon mitbekommen haben, dass die gr\u00fcnen G\u00e4rten, und nur die, zu einem guten Klima beitragen, nicht aber mit Steinen vollgestopfte, m\u00fcssen also auch die anderen, die eigentlich lieber Gr\u00fcn um sich h\u00e4tten, solche Parkpl\u00e4tze anlegen, egal, wieviele Autos von den Bewohnern  tats\u00e4chlich genutzt werden. Und die Kr\u00f6nung des Ganzen ist dann der st\u00e4dtische Wettbewerb zu artenreichen Vorg\u00e4rten. Ja, stimmt, wenn die Parkpl\u00e4tze hinter das Haus verlagert werden, dann g\u00e4be es tats\u00e4chlich die M\u00f6glichkeit von artenreichen Vorg\u00e4rten. Hurrah. Und vielleicht, wenn man Gl\u00fcck hat, werden diese Kleinstoasen der Stra\u00dfenrandbegr\u00fcnung dann auch nicht von n\u00e4chtlich trunkenen Randalierern verw\u00fcstet, denkt Herr Nipp. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Vorsicht, dieser Text sollte nicht von Mitarbeitern des Rathauses oder sonstigen empfindlichen Gem\u00fctern gelesen werden, denen zwar sonst alles egal zu sein scheint, aber die es \u00fcberhaupt nicht haben k\u00f6nnen, in irgendeiner Weise auch nur ann\u00e4hernd kritisiert zu werden. 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