{"id":4026,"date":"2014-06-12T08:39:26","date_gmt":"2014-06-12T06:39:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?p=4026"},"modified":"2014-06-15T09:02:01","modified_gmt":"2014-06-15T07:02:01","slug":"iii-ii-gestaltung-von-kapiteln-auch-wenn-es-eigentlich-nichts-zu-sagen-gibt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-nipp.de\/?p=4026","title":{"rendered":"III.II Gestaltung von Kapiteln, auch wenn es eigentlich nichts zu sagen gibt."},"content":{"rendered":"<p>Stellen Sie sich, liebe Fanatikerin der Wahrheit, den Leser Ihres Buches als ebensolches Kind vor. Ein sehr wissbegieriges Wesen, das jede Einzelheit ausgelotet haben m\u00f6chte. Aber nicht zu tiefgehend und vor allem auf keinen Fall mit einer Sprache, die in irgendeiner Weise an Wissenschaftlichkeit erinnert. Der Leser m\u00f6chte eine nette Plauderstunde mit Mehrwert. Also beginnen wir einmal mit einer Vor\u00fcberlegung. Wer einen Gl\u00fccksratgeber kauft, der wird sich vom Gl\u00fcck wahrscheinlich ziemlich vernachl\u00e4ssigt f\u00fchlen oder er ist einfach ganz ausgesprochen ungl\u00fccklich. Er oder sie m\u00f6chte nun wissen, wie man zum Gl\u00fcck gelangt. Aber so einfach sollten und wollen wir es dem Leser eben auch nicht machen. Er oder noch wahrscheinlicher sie soll schlie\u00dflich das ganze Buch lesen und wenn m\u00f6glich auch noch ein zweites. Jede Seite soll ihm oder ihr ein pers\u00f6nlicher Gewinn sein. Also, ja, das haben Sie richtig erkannt, sollten die ersten Kapitel sich mit dem Gegenteil vom Gl\u00fcck, dem Ungl\u00fcck besch\u00e4ftigen und eine Ungl\u00e4cksanamnese darstellen.<\/p>\n<p>A: Warum die heutige Gesellschaft ungl\u00fccklich macht<\/p>\n<p>B: Warum ich alles schwarz und grau sehe<\/p>\n<p>C: Mein pers\u00f6nliches Ungl\u00fcck<\/p>\n<p>Daraus folgt ganz logisch ein zweiter Schritt. Sie m\u00fcssen den Wegweiser zu Ihrem Wege geben. Der Leser m\u00f6chte best\u00e4tigt haben, dass es gut ist, auf die Erfahrungen und im Zweifelsfall v\u00f6llig verpeilten Theorien anderer Menschen zu h\u00f6ren, selbst wenn diese noch nicht einmal in der Lage sind, sich selber ein Fr\u00fchst\u00fccksbrot zu schmieren und das immer noch von Mutti oder der eigenen Frau machen lassen. Sie vertrauen schlie\u00dflich auch nicht Ihrem eigenen Menschenverstand, da Sie alles durch eine gr\u00e4uliche Brille der abgestumpften Bitterkeit sehen. Bieten Sie also eine erste Perspektive:<\/p>\n<p>D: Ans\u00e4tze zur Selbstreflexion<\/p>\n<p>E: Warum es sinnvoll ist, Hilfe zu suchen<\/p>\n<p>Jetzt haben Sie ihn oder sie endg\u00fcltig im Sack, da muss eigentlich jeder Betroffene weiterlesen. Das Gute an dieser Form der Aufbereitung ist zudem noch, dass diese ersten Kapitel problemlos im Internet ver\u00f6ffentlicht werden k\u00f6nnen. Sie verraten ja hier auch noch keine Geheimnisse (Wahrscheinlich haben sie auch keine zu bieten, aber das muss der zuk\u00fcnftige K\u00e4ufer ja nicht wissen). Erst jetzt kommen wir n\u00e4mlich zur Grundaussage zur\u00fcck, die auseinandergenommen folgenderma\u00dfen professionalisiert wirkt:<\/p>\n<p>F: So kann man nach Gl\u00fcck suchen<\/p>\n<p>G: Erste Schritte auf dem Weg<\/p>\n<p>H: Vorurteile \u00fcber Bord werfen, eine neue Offenheit<\/p>\n<p>I: Sich selbst motivieren<\/p>\n<p>J: Potentiale entdecken<\/p>\n<p>K: Gl\u00fcck finden<\/p>\n<p>L: Gl\u00fcck teilen<\/p>\n<p>Sie sehen: Ein grundlegender Gedanke enth\u00e4lt mindestens zw\u00f6lf weitere Fragestellungen. Zw\u00f6lf Kapitel sind \u00fcbrigens ganz nebenbei auch sehr sch\u00f6n, denn hier handelt es sich um eine althergebrachte und vor allem wahnsinnig symbolische Zahl. Also nennen Sie doch einfach ihren Ratgeber: \u201e12 Wege zum Gl\u00fcck \u2013 wie man sucht und findet!\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stellen Sie sich, liebe Fanatikerin der Wahrheit, den Leser Ihres Buches als ebensolches Kind vor. Ein sehr wissbegieriges Wesen, das jede Einzelheit ausgelotet haben m\u00f6chte. 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