{"id":5449,"date":"2016-12-17T20:48:34","date_gmt":"2016-12-17T19:48:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?page_id=5449"},"modified":"2025-04-02T07:24:19","modified_gmt":"2025-04-02T05:24:19","slug":"2015-bis-heute","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.herr-nipp.de\/?page_id=5449","title":{"rendered":"2015 bis 2024"},"content":{"rendered":"<h1 class=\"entry-title\">2015 \u2013 2024<\/h1>\n<div class=\"entry-content\">\n<ul>\n<li>Ein ganzer Monat wie im Flug vorbei, schon l\u00e4uft die Zeit mal wieder gegen Ende des Jahres und eben sagte jemand im Radio, dass heute die Mitte der Adventszeit sei. Alles rauscht irgendwie, bevorstehende Ereignisse sind pl\u00f6tzlich vorbei, ohne richtig gew\u00fcrdigt worden zu sein. Ja, habe sch\u00f6ne Konzerte geh\u00f6rt, Ausstellungen gesehen. Ja, habe zum dritten Mal in freier Wildbahn einen Wolf gesehen, er stand drei\u00dfig Meter vor mir. Ja, wieder einmal sehr spannende Menschen kennen gelernt. Ja, eine Revolution in einem anderen Land beobachtet, ohne selbst dort zu sein, den Krieg \u00fcberall auf der Welt auch. Wieder einmal \u00fcber die unfassbaren Unterschiede nachgedacht zwischen \u00dcberreichen und Unterarmen, wobei hier nicht die K\u00f6rperglieder gemeint sind. Nat\u00fcrlich zu viele Stunden in asozialen Netzwerken verbracht, vor dem Bildschirm, statt selbst denken. Lecker und weniger gut gegessen, Holz geschnitten, gehackt und gepackt, der Arbeit nat\u00fcrlich nachgegangen. Krank gewesen eine Woche lang und auf der Couch gelegen. In wundersch\u00f6ne Augen geblickt und mich t\u00e4glich neu verliebt, das ist wirklich wichtig. Aber die anderen Eindr\u00fccke sind nicht mehr so tief wie fr\u00fcher. Wieder einmal die Erkenntnis und ich wei\u00df nicht, was sie genau bedeutet und wie sie einzuordnen ist, dass dieses Leben endlich ist.\u00a0<\/li>\n<li>07.11.2024<br \/>Aufwachen und zu wissen, der Rest des Jahres wird von einer Rumpfregierung regiert? &#8211; heute morgen Realit\u00e4t. Das offenbare Unverm\u00f6gen oder der egoistische Unwille zerst\u00f6rt Hoffnungen, die ich einmal hatte. Was soll es? Es wird schon weiter gewurschtelt.<\/li>\n<li>06.11.2024<br \/>Was ich bef\u00fcrchtet habe, ist Realit\u00e4t. Eine ganze Nation sitzt den L\u00fcgen eines Narzissten auf.<\/li>\n<li>05.11.2024<br \/>Irgendwie empfinde ich die Spannung, die in der Luft liegt als obsz\u00f6n.<\/li>\n<li>04.11.2024<br \/>Ein Kratzen im Hals ist noch keine Erk\u00e4ltung, klar, aber sie wird kommen.<\/li>\n<li>03.11.2014<br \/>Wenn der morgendliche Sonntagsspaziergang zu einer Er\u00f6rterung der derzeitigen politischen Situation wird, dann kann man davon ausgehen, dass wir vor unsicheren Zeiten stehen.<\/li>\n<li>02.11.2014<br \/>Den Tag und Abend genie\u00dfen. Tiere beobachten und doch ein flaues Gef\u00fchl in der Magengegend, als z\u00f6ge etwas am Horizont herauf. Und wer wei\u00df, vielleicht werden wiruns an diese Zeit noch mal wehm\u00fctig erinnern.<\/li>\n<li>01.11.2024<br \/>Ausschlafen bis sieben. Auch mal sch\u00f6n.<\/li>\n<li>31.10.2024<br \/>Manchmal wundere ich mich dar\u00fcber, dass viele Menschen die Welt aus einer dauernden Postion des Negativismus wahrnehmen.<\/li>\n<li>30.10.2024<br \/>Bestimmte Gesichter m\u00f6chte ich einfach nicht mehr sehen m\u00fcssen und werde doch nicht verschont. Andere Gesichter, die ich gerne mag, verschwinden ganz pl\u00f6tzlich aus der Welt. Leider sind das dann die, welche ich besonders lieb gewonnen habe. Aber ich will nicht verzweifeln, die meisten Menschen in meiner unmittelbaren Umgebung sch\u00e4tze ich sehr.<\/li>\n<li>29.10.2024<br \/>Gl\u00fccklicherweise ist unser Gehirn kein absoluter Speicher und die Erinnerungen werden mal dem, mal dem anderen Zusammenhang zugeordnet und pl\u00f6tzlich verschiebt sich die eigene Vergangenheit.<\/li>\n<li>28.10.2024<br \/>Das ist mal was, da kommt dir jemand aus der Vergangenheit entgegen, strahlt dich an und pl\u00f6tzlich steckst du mitten in einem freundlichen Gespr\u00e4ch. Dank daf\u00fcr.<\/li>\n<li>27.10.2024<br \/>Wenn ich auf Menschen offen zugehe, das zeigt der Tag heute, lassen sie mich in ihre Welt eintreten. Innerhalb von Minuten wirst du pl\u00f6tzlich geduzt und ein St\u00fcck weit ernst genommen. Die entscheidende Frage des Tages: Kanntest du den schon fr\u00fcher? mit : Nein! beantworten zu k\u00f6nnen. Aber wir waren uns nicht fremd.<\/li>\n<li>26.10.2024<br \/>So viele Dinge, die ich vergessen habe oder verdr\u00e4ngt. Das Alter r\u00fcckt mit m\u00e4chtigen Schritten heran und noch ist nicht deutlich, ob das gut ist oder schlecht. Manchmal das Erschrecken bei der Frage, wie lange noch. Wie lange kann das noch gut gehen?<\/li>\n<li>25.10.2024<br \/>Wieder mal ein Herbstspaziergang durch den wirklich auch jetzt noch sehr bunten Wald. Es ist unfassbar, schon fast November und viele Bl\u00e4tter wollen noch nicht fallen.<\/li>\n<li>24.10.2024<br \/>Es gibt vielleicht nicht viel \u00d6deres, als im Auto zu sitzen und von Dort nach hier zu fahren. Begreifst du es allerdings als Meditations\u00fcbung zum Thema Demut, kann die Betrachtung der vorbeiziehenden Landschaft dir Sch\u00f6nheit zeigen.<\/li>\n<li>23.10.2024<br \/>Manchmal ist es das Sch\u00f6nste, mit einem alten Freund abends essen zu gehen. Genuss jeder Minute. Den heraussprudelnden Ereignissen gelauscht und ganz nebenbei sehr viel \u00fcber mich selbst erfahren, was ich nicht (mehr) wusste.<\/li>\n<li>22.10.2024<br \/>Das einfache Essen gef\u00e4llt. Nicht die Extravaganz, sondern sich auf wenige Geschm\u00e4cker konzentrieren zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>21.10.2024<br \/>Es ist schon etwas albern, wenn jedes Wort auf die Goldwaage gelegt werden muss. Wurde hier und dort der hundert Prozent richtige Ton getroffen? Durfte ein platter Witz folgen oder muss alles kommentiert und hinterfragt werden? Die Kommunikation mit jungen Menschen, die sich als &#8222;woke&#8220; empfinden wird zunehmend schwieriger.<\/li>\n<li>20.10.2024<br \/>Schreiben h\u00e4lt die Welt fest f\u00fcr einen Moment, vielleicht f\u00fcr die Zukunft, aber das zu glauben, ist wahrscheinlich anma\u00dfend.<\/li>\n<li>19.10.2024<br \/>Die Zerst\u00f6rung der Welt nimmt an manchen Stellen unvorstellbare Ausma\u00dfe an. Nicht, dass vieles unbekannt gewesen w\u00e4re, aber die Wunden zu sehen, die in die Landschaft geschlagen wurden, ist gruselig und weitgehend verst\u00f6rend.<\/li>\n<li>18.10.2024<br \/>Seit jeher diese Faszination f\u00fcr Pflanzen und Tiere am Wegesrand. Leider ist das nie zur Profession geworden. Vielleicht w\u00e4re auch das ein Weg gewesen.<\/li>\n<li>17.10.2024<br \/>Im Alter kommt immer wieder mal die Situation, dass innegehalten wird, um anders \u00fcber die eigene Vergangenheit nachzudenken. Noch wichtiger aber scheint die Zukunft zu sein, die Jahre, die noch bleiben, sinnvoll zu gestalten. w\u00e4re es vielleicht auch sinnvoll, noch einmal neu anzufangen?<\/li>\n<li>16.10.2024<br \/>Oh, nein, schon wieder einmal zehn Jahre vorbei, wo sind sie geblieben?<\/li>\n<li>15.10,2024<br \/>Als Besucher alte St\u00e4tten aufzusuchen ist faszinierend und absto\u00dfend gleichzeitig. Du glaubst f\u00fcr einige Zeit in etwas einzutauchen, du wei\u00dft gleichzeitig, dass du Tourist bist. Jemand der nicht hinterl\u00e4sst als Geld und Abfall und wahrscheinlich geht dein Besuch mit tausenden anderen damit einher, dass du letztlich ein St\u00f6renfreid bist, der in die Privatsph\u00e4re von Menschen eindringt.<\/li>\n<li>14.10.2024<br \/>Diese Blumen, letzte Bl\u00fcten des vergangenen Sommers, zu betrachten. Wunderbar.<\/li>\n<li>13.10.2024<br \/>Ein Buch lesen, in die Gedankenwelt eines anderen Menschen abzutauchen. Es verschlingen und vereinnahmen, die Leerstellen zwischen den Zeilen f\u00fcllen.<\/li>\n<li>12.10.2024<br \/>Wie sch\u00f6n, mit einem Freund zu plaudern, sich die Seele frei zu reden. Ich m\u00fcsste mich immer wieder daf\u00fcr bedanken, solchen Freunde gefunden zu haben.<\/li>\n<li>11.10.2024<br \/>Entnahme von Haut am Kopf. Es wird eingeschickt werden und hoffentlich nicht schlimm sein.<\/li>\n<li>10.10.2024<br \/>Wir k\u00f6nnen unser Leben immer nur r\u00fcckw\u00e4rts denken und vorw\u00e4rts leben. Dieser Widerspruch macht es so spannend.<\/li>\n<li>09.10.2024<br \/>Gut Essen kochen, ist doch eine Freude. Nicht nur zu ahnen, wie es sp\u00e4ter schmecken mag, auch das Vern\u00fcgen der Komposition der Zutaten und bestenfalls zu wissen, wo sie denn her kommen.<\/li>\n<li>08.10.2024<br \/>Offenen Blicken begegnen, ohne jede Scheu. Ehrliche Worte sprechen, ohne das Gef\u00fchl sp\u00e4terer Reue, hei\u00dft einen echten Freund zu haben.<\/li>\n<li>07.10.2024<br \/>Wie schnell doch die Farben in der Natur wechseln, wenn man regelm\u00e4\u00dfig mit offenen Augen hinschaut, nicht glotzend, sondern sehend.<\/li>\n<li>06.10.2024<br \/>Eigentlich unfassbar dumm, aber zwischendurch \u00fcberraschen die Menschen, denen aus dem Weg zu gehen, unm\u00f6glich ist, mit ihren Reaktionen, dabei kann bei den meisten von ihnen eigentlich vorausgesagt werden, was kommen wird.<\/li>\n<li>05.10.2024<br \/>Warum begreifen einige Leute nicht, dass manchmal ein Blick in die Privatsph\u00e4re eines anderen \u00fcbergriffig sein kann?<\/li>\n<li>04.10.2024<br \/>Der frisch gepresste Saft aus verschiedenen Apfelsorten, angeblich an die vierzig, ist wirklich eine echte K\u00f6stlichkeit. Da lohnt der Preis und weiterhin, gleich mehrere Kartons zu erwerben und sie zu verschenken. Auch wenn die Fruchtfliegen, die angelockt werden, eine echte Plage sind.<\/li>\n<li>03.10.2024<br \/>J\u00e4hrlich werden grundlegende Ver\u00e4nderungen am Garten vorgenommen, deshalb ist die Entscheidung, auf Beton in jeglicher Form zu verzichten, \u00e4u\u00dferst sinnvoll.<\/li>\n<li>02.10.2024<br \/>Berlin ist immer eine Reise wert. Auch wenn schon vorher klar ist, dass nach sp\u00e4testens vier Tagen die Heimat ruft. Auch wenn sich alle \u00fcber dieses tiefe Heimweh lustig machen, es geh\u00f6rt dazu.<\/li>\n<li>01.10.2024<br \/>Manchmal sind es kleine Nachrichten, die einladend wirken, echte Gl\u00fccksgef\u00fchle zu erzeugen: &#8222;Ich mache gerade Ofengem\u00fcse.&#8220;<\/li>\n<li>30.09.2024<br \/>Die Katze, die t\u00e4glich zu Besuch kommt, hat sich inzwischen an den behaglichsten Orten des Hauses und im Herzen eingenistet. Dabei sollte es doch geradezu l\u00e4cherlich sein, ein echtes Gef\u00fchl an ein so eigensinniges Tier zu h\u00e4ngen.<\/li>\n<li>29.09.2024<br \/>Nur dieses &#8222;Hey Hey.&#8220; zugeschickt zu bekommen ist mir viel wert. &#8222;Sag sowas nicht, es macht mich ganz verlegen.&#8220;<\/li>\n<li>15.09.2024<br \/>Tr\u00f6delmarkt in Soest, eigentlich eine gute Idee, nicht allerdings, wenn eine der Mitfahrerinnen Kopfschmerzen und eine andere einfach gerade die ber\u00fchmte Laus auf der Leber hat.<\/li>\n<li>05.09.2024<br \/>Sich mit dem Bulli durch Landschaft treiben lassen. Nicht mit einander reden, das ist nicht n\u00f6tig. Und trotzdem wei\u00df jeder um die Gedanken des anderen.<\/li>\n<li>29.08.2024<br \/>Wenn in der Zeitung ein Artikel erscheint, muss das nichts bedeuten. Meistens werden die Texte heute nicht mehr von Redakteuren verfasst, sondern von denjenigen, von denen der Text handelt.<\/li>\n<li>28.08.2024<br \/>Da kommst du nach Hause und die Katze liegt auf dem Sofa, schaut mit einem Auge und g\u00e4hnt.<\/li>\n<li>20.08.2024<br \/>Keativit\u00e4t ist ja so wichtig, genauso wichtig ist allerdings das Durchhalteverm\u00f6gen, bei einer Sache zu bleiben und sie auszukosten. Zumindest f\u00fcr eine gewisse Zeit.<\/li>\n<li>16.08.2024<br \/>Wenn eine Leuchte ein Hingucker wird und nicht so sehr z\u00e4hlt, was sie beleuchtet, dann kann davon ausgegangen werden, dass es sich um gutes Design handelt, meistens also ein Klassiker.<\/li>\n<li>07.08.2024<br \/>Wenn eine Katze im Haus schl\u00e4ft und nicht einmal aufwacht, wenn jemand nach Hause kommt, dann ist das wohl ein Zeichen tiefsten Vertrauens.<\/li>\n<li>03.08.2024<br \/>Immer wieder erstaunlich, wie h\u00e4ufig schnell mal eben das Auto gebraucht wird. Dabei macht es viel mehr Freude, mit dem Rad zu fahren.<br \/>In der Hoffnung, Mitstreiter zu finden, Vorhalte aufgegeben, es hat nichts genutzt.<\/li>\n<li>02.08.2024<br \/>Manchmal ist weniger mehr, sagt so eine Binse, aber meist ist weniger weniger, das wird meist verschwiegen.<\/li>\n<li>01.08.2024<br \/>Nat\u00fcrlich bin ich mir bewusst, denke ich manchmal und muss dann doch feststellen, dass dem eben gerade dann nicht so ist. Vieleicht kommt das daher, dass dass Bewusstsein dar\u00fcber fahrl\u00e4ssig werden l\u00e4sst und die F\u00e4higkeit zum klaren Sehen verloren geht.<\/li>\n<li>31.07.2024<br \/>Noch wachsen die Dinge da drau\u00dfen und die hier drinnen, glaubt man. Dabei sind beide l\u00e4ngst zum Wuchern \u00fcbergegangen.<\/li>\n<li>29.07.2024<br \/>Festbeleuchtung ist sch\u00f6n, aber irgendwer muss am Ende daf\u00fcr zahlen.<\/li>\n<li>22.07.2024<br \/>Warum einige Menschen ihren Neid mit Geringsch\u00e4tzung ausdr\u00fccken, ist mir schleierhaft.<\/li>\n<li>08.07.2024<br \/>Die Hybris mancher Menschen kann ich schambewusst nur mit Schweigen kommentieren. Eigentlich, ja eigentlich m\u00fcsste ich etwas sagen, es kommt mir allerdings allein deshalb nicht \u00fcber die Lippen, weil es die eigene Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung offenbaren w\u00fcrde.<\/li>\n<li>05.07.2024<br \/>Dem Anderen zuweilen mal Mut zusprechen auch f\u00fcr sich selbst zu handeltn und ohne es zu wissen auch f\u00fcr alle anderen.<\/li>\n<li>03.07.2024<br \/>Wenn es wirklich Neues g\u00e4be, h\u00e4tte es das Zeug, die Welt zu ver\u00e4ndern.<\/li>\n<li>30.06.2024<br \/>Zu wissen, was man kann, aber auch zu wissen, was man auf keinen Fall kann. Dazwischen liegen dann Dinge, die eben passieren k\u00f6nnen, warum auch nicht.<\/li>\n<li>28.06.2024<br \/>Neidloses Anerkennen des K\u00f6nnens anderer Menschen ist befreiend.<\/li>\n<li>18.06.2024<br \/>Der Vorschlag von Verbindung von Kompetenzen kommt nicht immer und meist nicht gut an.<\/li>\n<li>16.06.2024<br \/>Ein gutm\u00fctioges Gespr\u00e4ch kann manchmal zu einer entscheidenden Entsch\u00e4rfung von Situationen f\u00fchren. Dem anderen in die Augen schauen und ihm zeigen, dass man ihn ernst nimmt, aber auch, dass er mich ernstzunehmen hat.<\/li>\n<li>08.06.2024<br \/>Entropie hei\u00dft letztlich die gleichm\u00e4\u00dfige Verteilung im Raum, vielleicht aber auch in der Zeit.<\/li>\n<li>05.06.2024<br \/>Nicht alles muss aufgehoben werden.<\/li>\n<li>22.05.2024<br \/>Dinge aufnehmen und dazu legen kann jeder, aber zu redduzieren, auch sich selbst ist ungemein schwierig.<\/li>\n<li>07.05.2024<\/li>\n<li>Im Jahre 2024 die ganze Nacht die Beleuchtung anzulassen und damit einen riesigen Raum aufzuheizen, das ist wahnssinnig? Ja und geschieht doch immer wieder.<\/li>\n<li>27.04.2023<br \/>Mit der ausstellung von Karl ist der n\u00e4chste Teil des Prozesses meiner Trauer abgeschlossen. gut nochmal zu sehen, was dieser unglaubliche Mensch geschaffen hat. Es w\u00e4re echt sch\u00f6n, wenn dieses Werk nicht verloren gehen w\u00fcrde. <br \/>So viele Freunde und Bekannte konnten sich noch einmal von ihm verabschieden.<\/li>\n<li>22.03.2023<br \/>Einen Menschen zu beerdigen ist einerseits schlimm, andererseits ist es auch gut, dass jetzt nach einem Monat ein Teil des Trauerprozesses hinter mir liegt. Du bist immer da, das ist dir hoffentlich klar.<\/li>\n<li>16.03.2024<br \/>Es soll Menschen geben, die schon im zarten Alter von zehn Jahren erkennen, dass ein Leben ohne blinde Mannschaftsverehrung nicht nur m\u00f6glich, sondern auch erstebenswert ist.<\/li>\n<li>15.03.2024<br \/>Jetzt mal ganz ehrlich, man kann doch nicht sein ganzes Leben nach irgendwelchen Terminen ausrichten, die von der Gesellschaft festgelegt wurden. Weihnachten, Ostern, Olympiaden und Meisterschaften. Irgendwann muss jeder f\u00fcr sich entscheiden, was pers\u00f6nlich wichtig ist.<\/li>\n<li>27.02.2024<br \/>Karl ist tot. Einer der wichtigen Menschen in meinem Leben ist gestorben. Ein Gef\u00fchl der Leere laufe heute als Hohlk\u00f6rper durch die Welt, nur nicht so leicht. Ein Gewicht, lastet auf mir und immer wieder flie\u00dfen die Tr\u00e4nen einfach so, ohne dass ich es bemerke. Das wird die n\u00e4chsten Wochen hart. Ich wei\u00df jetzt schon, dass die Albtr\u00e4ume wieder aufbrechen werden, wie Mohnbl\u00fcten im Sommer, pl\u00f6tzlich und brutal.<\/li>\n<li>01.02.2024<br \/>Plakate malen gegen rechts au\u00dfen. Ich kann die dummen Spr\u00fcche, dieser Leute nicht mehr ertragen.<\/li>\n<li>12.01.2024<br \/>Lustig wird es meist, wenn alle Lust haben mitzuhelfen, dann ergeben sich pl\u00f6tzlich Synergien, mit denen nicht zu rechnen war.<\/li>\n<li>01.01.2024<br \/>Wieder mal von allen Seiten Neujahrsgr\u00fc\u00dfe. Wieder mal all die guten Vors\u00e4tze, die gerne wie Seifenblasen platzen, schon nach Tagen. Wieder einmal die Erkenntnis, dass jedes Jahr einen Anfang hat und dann schnell zur routine werden wird.<\/li>\n<li>25.11.2023<br \/>Syn\u00e4sthetica, eine Ausstellung im Bogen, die mir wirklich viel Freude bereitet, weil sie mit Sinn alle Sinne bedient.<\/li>\n<li>10.11.2023<\/li>\n<li>Wenn mir ein Freund sagt, meine Schallplattensammlung sei aber ganz sch\u00f6n struppig aufegestellt, mit anderen Worten enthalte viele verschiedene Musikrichtungen, die er nicht zusammen bekommt, dann verstehe ich das durchaus als Kompliment. Sowohl was Kunst , als auch was Musik angeht, interessieren mich nicht hart abgegrenzte Richtungen, sondern die Sachen, die mir etwas geben. Manchmal ist das eben auch nur ein St\u00fcck von einem K\u00fcnstler. Leider gehen zur Zeit die Preise f\u00fcr Vinyl wieder so stark in die H\u00f6he, dass ich mir bestimmte Platten nicht leisten kann. Dann muss ich auf Tr\u00f6delm\u00e4rkte hoffen und H\u00e4ndler, die keine Ahnung haben.<\/li>\n<li>01.11.2023<br \/>Heute bei allem nebenher Nick Cave h\u00f6ren, irgendwie schon etwas morbide, aber auch genauso sch\u00f6n.<\/li>\n<li>21.10.2023<br \/>Da komme ich in eine Gruppe von Menschen, die gerade einmal f\u00fcnf Jahre \u00e4lter sind und ich f\u00fchle mich kulturell fremd, wie kann das sein?<\/li>\n<li>19.10.2023<br \/>Herausforderungen kann man f\u00fcr sich annehmen oder es sein lassen. In beiden F\u00e4llen hast du etwas gelernt. Entweder hast du Mut oder du bist ein Schisser.<\/li>\n<li>16.10.2023<br \/>Vorbereitungen f\u00fcr eine Lesung: St\u00fchle stellen, Wein und Wasser besorgen, Gl\u00e4ser sp\u00fclen, Kasse mit Wechselgeld best\u00fccken und viel dabei lachen.<\/li>\n<li>10.10.2023<br \/>Das Licht des S\u00fcdens auf Sizilien, ein Genuss fr\u00fch morgens und sp\u00e4t abends, st\u00f6rend sind die M\u00fccken, die zu jeder Tageszeit stechen.<\/li>\n<li>15.09.2023<br \/>Problematisch ist es, wenn der Ausstellungstitel nicht mit dem Inhalt in Korrespondenz tritt. Schlimm allerdings, wenn die Begleitband arrogant, femigym und medioker ist.<\/li>\n<li>07.09.2023<br \/>Wenn die Getr\u00e4nke nicht ausreichen, einfach weitere besorgen, wenn das nicht geht, ohne Getr\u00e4nke weiter feiern.<\/li>\n<li>27.08.2023<br \/>Glaube ja nicht, jemand hilft, wenn du einfach aufforderst. Du solltest besser freundlich darum bitten.<\/li>\n<li>26.07.2023<br \/>Zu den eigenen \u00dcberzeugungen stehen ist genauso wichtig, wie das Leben an sich. Das \u00dcberdenken eigener Denkweisen ist allerdings hilfreich f\u00fcr ein erfolgreiches Miteinander.<\/li>\n<li>11.07.2023<br \/>R\u00fccksicht nehmen, wof\u00fcr? Das scheint ein heute h\u00e4ufig gelkebtes Lebensmotto zu sein.<\/li>\n<li>10.07.2023<br \/>Realit\u00e4tsverweigerung ist eine wahre Kunst. Sich ins Schneckenhaus der eigenen Befindlichkeiten zur\u00fcckzuziehen und alles andere vergessen. Wenn ich so leben wollte, w\u00e4re das sicher m\u00f6glich, ich w\u00fcrde allerdings genauso ungl\u00fccklich, wie die meisten anderen.<\/li>\n<li>11.07.2023<br \/>Zuweilen hilft Dunkelheit bei gewissen Prozessen.<\/li>\n<li>28.06.2023<\/li>\n<li>Einige verstehen nicht, dass Werbung durchaus die wichtige funktion hat, andere zu informieren, zu interessieren, zu begeistern und zum Mitmachen anzuregen. Ohne Werbung l\u00e4uft nichts.<\/li>\n<li>04.06.2023<br \/>Wie jedes Mal viele Bekannte auf dem Dies getroffen und neue Menschen kennen gelernt. Schade ist dabeim dass man doch letztlich in der eigenen Blase bleibt und ich merke, dass ich Schwierigkeiten habe, Br\u00fccken zu schlagen.<\/li>\n<li>03.06.2023<br \/>Sich auf den Dies in Neheim freuen.<\/li>\n<li>01.06.2023<br \/>&#8222;Hirschk\u00e4fer sieht man an bestimmten Orten immer wieder und an anderen gar nicht.&#8220; &#8222;Meist liegt es wohl daran, dass dort dann keine Eichen stehen.&#8220;<\/li>\n<li>13.04.2023<br \/>Ich helfe gerne.<\/li>\n<li>09.04.2023<br \/>Die sonne scheint, Ostern.<\/li>\n<li>25.03.2023<br \/>Erkenne den anderen ihren Verdienst zu, lobe sie und vielleicht f\u00e4llt ein St\u00fcck auf dich zur\u00fcck. Wenn nicht, auch nicht schlimm.<\/li>\n<li>24.03.2023<br \/>Zuweilen muss du dich entscheiden, was wichtiger ist, die Pflicht oder die Gesundheit.<\/li>\n<li>20.03.2023<br \/>Wenn niemand antwortet, hei\u00dft das meistens &#8222;JA&#8220;, bei &#8222;NEIN&#8220; k\u00f6nnen pl\u00f6tzlich alle ganz laut schreien.<\/li>\n<li>02.12.2022<br \/>Ein wundervoller Tag mit wundervollen Menschen. Kunst und Musik und eine kleine Galerie in Nehim, die nicht lange bestehen wird.<\/li>\n<li>23.11.2022<br \/>Wenn niemand von den Zeritgenossen kommen will ,wird es wohl dieses Jahr nichts mit feiern. Na, geht auch anders.<\/li>\n<li>19.11.2022<br \/>Im Garten stehen und die Kraniche gen S\u00fcden fliegen sehen, das sehns\u00fcchtige Gekreische in den Ohren, dann wird mir schwer ums Herz. Aber nicht so schlimm, doch wissend, dass sie irgendwann wiederkommen und dann erwacht das Leben erneut.<\/li>\n<li>20.10.2022<br \/>Der Fluss des Geldes ist oft nicht ersichtlich und daher meist nicht zu stoppen. Der kleine Mann verzweifelt deswegen meist, denn er flie\u00dft an ihm vorbei.<\/li>\n<li>12.010.2022<br \/>Statt Staubsaugroboter Staubraubroboter zu schreiben, ist irgendwie daneben und doch lustig.<\/li>\n<li>06.10.2022<br \/>Wenn das Treffen mit anderen geplant werden muss, kannst du davon ausgehen, dass es sich um eine Gruppe von Interessengleichen ist, meist keine Freunde im engeren Sinn.<\/li>\n<li>05.10.2022<br \/>Die Erzeugung von Bodennebel kann durch Maschinen oder rauchkerzen stattfinden, das Ziel ist entweder eine besondere Atmosph\u00e4re oder Dinge zu vertuschen, die nicht so stimmig sind.<\/li>\n<li>04.10.2022<br \/>Wenn ich jeden Tag mit Fotos aus der Fremde bombadiert werde, in denen alles, aber auch der kleinste Rest wunderbar dargestellt wird, dann fange ich an, nicht mehr zu glauben.<\/li>\n<li>01.10.2022<br \/>Ich muss mir immer wieder ins Bewusstsein rufen, dass letztlich jeder Tag sch\u00f6n ist.<\/li>\n<li>27.09.2022<br \/>Sauerlandwetter und Schnupfnasenwetter haben eine eine gro\u00dfe Schnittmenge.<\/li>\n<li>26.09. 2022<\/li>\n<li>Da stellt man Dinge in den Raum und alle gehen einfach darum herum, ohne sie zu beachten. Ich meine nicht den realen Raum von H\u00f6he, Breite und Tiefe, sondern den Gedankenraum oder besser den geserllschaftlichen. Wenn Ideen ignoriert werden, m\u00fcssen sie einen anderen Weg finden.<\/li>\n<li>22.09.2022<br \/>Unddann treten Erscheinungen auf, mit denen man gar nicht gerechnet hatte und da steht ein Freund vor mir, den ich Wochen nicht gesehen hatte.<\/li>\n<li>19.09.2022<br \/>Nicht nur die Queen wird beerdigt, auch eine Hausschwalbe, die im Haus lag. Warum auch immer.<\/li>\n<li>10.09.2022<br \/>Wenn ein Haufen unstrukturiert denkender Leute zusammenkommt, um etwas strukturiertes zu planen und sei es nur der Titel f\u00fcr eine Ausstellung, dann kann davon ausgegangen werden, dass die Ideen ein nie versiegender Quell von augenzwinkerndem Bl\u00f6dsinn ist. Und trotzdem kommt am Ende etwas dabei heraus.<\/li>\n<li>09.09.2022<br \/>Die Sicht auf die Sicht anderer Menschen auf die Welt zu haben, ist ein gro\u00dfes Privileg, dessen sich die meisten, die ihre digitalen Endger\u00e4te benutzen, nicht mehr bewusst sind.<\/li>\n<li>07.08.2022<br \/>Gebrauchen und gebraucht werden stehen meist sehr nah beieinander.<\/li>\n<li>06.08.2022<br \/>Wer W\u00f6rter umdefiniert, besitzt eine gro\u00dfe Macht.<\/li>\n<li>19.07.2022<br \/>Einen Schl\u00fcssel zu verlieren hei\u00dft gleichzeitig, ein St\u00fcck Macht zu verlieren.<\/li>\n<li>07.07.2022<br \/>Wenn die Technik nicht funktioniert, geht es meist auch ohne; anstrengender ist es trotzdem.<\/li>\n<li>29.06.2022<br \/>Nick Cave live zu erleben, ein G\u00e4nsehauttag.<\/li>\n<li>19.06.2022<br \/>Geht das? Lustig, lauschig und lecker. Ja, wenn man sich hinterher ein St\u00fcck weit gem\u00e4stet f\u00fchlt.<\/li>\n<li>12.06.2022<br \/>Zur Not kann alles irgendwie umdisponiert werden.<\/li>\n<li>09.06.2022<br \/>Sch\u00f6n, eingeladen zu werden. Zusehen, dass der Andere dich sieht.<\/li>\n<li>27.05.2022<br \/>Schon lustig, wenn ich mich durch Dinge bel\u00e4stigt f\u00fchle.<\/li>\n<li>25.05.2022<br \/>Man muss auch k\u00f6nnen k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>21.05.2022<br \/>Schon erstaunlich, wie schnell die Menschen Geschehniss vergessen bzw. nicht wahrnehmen, was in ihrem direkten Umfeld passiert.<\/li>\n<li>22.04.2022<br \/>Gl\u00fcckw\u00fcnsche zu allem M\u00f6glichen, ob das nun Geburtstage oder Ausstellungen sind. Naja, meist vergesse ich da ja.<\/li>\n<li>04.04.2022<br \/>Wichtige Probleme m\u00fcssen direkt besprochen werden und manchmal auch gel\u00f6st. Ja, das f\u00e4llt mir besonders schwer, wenn es sich um alte Freunde handelt.<\/li>\n<li>27.03.2022<br \/>Wenn Dinge eine bestimmte Dynamik entwickelt haben, stell dich nicht in den Weg, du wirst wahrscheinlich \u00fcberrollt werden.<\/li>\n<li>23.03.2022<br \/>Miteinander zu arbeiten macht meistens recht viel Spa\u00df.<\/li>\n<li>22.03.2022<br \/>Warum andere Menschen ausschlie\u00dfen, wenn genug f\u00fcr alle da ist. Ausrufezeichen.<\/li>\n<li>15.03.2022<br \/>Das reale Treffen ist wichtig, trotz allem, ich kann virteulle MEETINGS nicht mehr sehen.<\/li>\n<li>04.03.2022<\/li>\n<li>Die Hoffnung auf Besserung stirbt zuletzt.<\/li>\n<li>28.02.2022<br \/>Ganz seltsam wird das Leben, wenn du nicht mehr hrerus kannst, weil dich eine Krankheit ans Haus fesselt. Zum zweiten Mal also Corona.<\/li>\n<li>24.02.2022<br \/>Ich bin immer wieder begeistert, dass andere Menschen die Realit\u00e4t so v\u00f6llig anders sehen als ich. Auch wenn mir ehrlich gesagt nicht alles gef\u00e4llt, versuche ich mich darauf einzustellen und weiterzudenken.<\/li>\n<li>17.01.2022<br \/>Gemeinsames Essen schafft viele Probleme aus der Welt.<\/li>\n<li>16.02.2022<br \/>Ja, ich kann. Manchmal sind solche Plattheiten schon witzig.<\/li>\n<li>26.01.2022<br \/>G\u00e4ste sollten erst einmal aufgenommen werden ohne Vorbehalte.<\/li>\n<li>05.01.2022<br \/>&#8230;und wieder einmal wird der Bulli gebraucht, wieder einmal geht es zu einem Umzug, wieder einmal geht es wohl auch auf die Bandscheiben. Was soll es, mache Dinge m\u00fcssen gemacht werden.<\/li>\n<li>01.01.2022<br \/>Neues Jahr, neues Gl\u00fcck. Vielleicht, denn offensichtlich erweist sich mein Leben immer wieder als Gl\u00fccksspiel.<\/li>\n<li>27.12.2021<br \/>Der Tod schl\u00e4gt immer an den schlimmsten Terminen zu. Warum nimmt er dem Vater seinen Sohn an dessen Geburtstag?<\/li>\n<li>15.12.2021<br \/>Termine sind manchmal l\u00e4stig, manchmal allerdings auch ein echter Grund zur Freude.<\/li>\n<li>29.11.2021<br \/>Wenn sich Menschen hinter Masken verstecken m\u00fcssen, mag das wohl einer Krankheit geschuldet sein. Es mag auch sein, dass der andere gesch\u00fctzt wird und jeder selbst auch, aber die Gesellschaft wird ein St\u00fcck weit desozialisiert.<\/li>\n<li>24.11.2021<br \/>Respekt kann sich nur aus dem R\u00fcckblick, wie das Wort eigentlich schon sagt, entwickeln. Wer vor anderen Menschen keinen Respekt hat, hat diesen R\u00fcckblick entweder vergessen oder v\u00f6llig verdr\u00e4ngt. Bei manchen geschieht dies durch Alkohol, bei anderen durch Demenz.<\/li>\n<li>11.11.2021<br \/>Und wieder mal die Erkenntnis, dass selbst kleinste Gruppen nicht unter einen Hutz zu bekommen sind, in Zeiten der Bedr\u00e4ngnis fatal, in denen eigentlich jeder gebraucht w\u00fcrde. Noch schlimmer aber, dass es an mir liegt.<\/li>\n<li>14.11.2021<br \/>Wir vergessen oft das Spielerische, aber das sollte unser Leben gerade ausmachen. Die gewollte oder aufgesetzte Ernsthaftigkeit erzeugt nur Langeweile. Manchmal geht es auch um den Mut zur spielrischen Peinlichkeit.<\/li>\n<li>Regel Nummer 2 der eristischen Dialektik Schopenhauers: Verwende die Argumente des Gegen\u00fcbers gegen ihn.<\/li>\n<li>13.11.2021<br \/>Erkenntnisse kommen pl\u00f6tzlich, auch wenn der Prozess dahin sehr lang ist.<\/li>\n<li>22.10.2021<br \/>Zitate aus ber\u00fchmten Filmen oder B\u00fcchern sollte man immer wieder einmal einstreuen. Es irritiert.<\/li>\n<li>20.10.2021<br \/>Wenn der Humor eskaliert, wird es wirklich lustig und manchmal zugegebenerweise auch richtig platt.<\/li>\n<li>12.10.2021 <br \/>Ideen werden gekalut, irgendwann immer.<\/li>\n<li>23.07.2021<br \/>\u00d6ffentlichkeit ist gut.<\/li>\n<li>15.07.2021<br \/>Einfach so wegzubleiben, kommt nicht infrage. Mit triftigem Grund sieht es nat\u00fcrlich anders aus.<\/li>\n<li>31.05.2021<br \/>Wie so oft, umdenken und umsteuern.<\/li>\n<li>06.05.2021<br \/>Schlusstriche zu ziehen, ist machmal schwierig, wenn das Gegen\u00fcber sich weigert, irgendetwas wahrzunehmen.<\/li>\n<li>08.02.2021<br \/>Gedanken neue denken und Grunds\u00e4tze verwerfen.<\/li>\n<li>21.01.2021<br \/>Raus aus dem Haus, rein in den Wald.<\/li>\n<li>20.01.2021<br \/>K\u00fcnstlern helfen, damit wird in Zukunft nicht Wohnungslosen helfen m\u00fcssen.<\/li>\n<li>16.01.2021<br \/>Galgenhumor hilft in allem.<\/li>\n<li>09.01.2021<br \/>Drau\u00dfen lassen sich nachts so viele Dinge realisieren.<\/li>\n<li>14.11.2020<br \/>Wenn nichts mehr geht, geht eben was anderes, da muss nur jeder kreativ werden.<\/li>\n<li>14.10.2020<br \/>Was vergessen wird bei vielen ist die Frage nach der Finazierung der Zukunft, wenn die Gegenwart so nahchaltig ersch\u00fcttert wird.<\/li>\n<li>01.09.2020<br \/>Es sollte grunds\u00e4tzlich niemand einfach so ausgeschlossen werden, nur weil er oder sie eine andere Meinung hat.<\/li>\n<li>01.08.2020<br \/>Immer noch machen Menschen sich \u00fcber Corona lustig oder glauben nicht daran. Verstehe ich nicht.<\/li>\n<li>20.07.2020<br \/>Schrecklich zu sehen, wenn recht junge Menschen pl\u00f6tzlich zusammenbrechen.<\/li>\n<li>29.05.2020<br \/>Wir m\u00fcssen neue Wege f\u00fcr die Kultur finden, wenn alles andere nicht mehr m\u00f6glich ist. Was ist das eigentlich f\u00fcr ein Wahn?<\/li>\n<li>06.04.2020<br \/>Gut ist es, bekannte Gesichterum sich zu haben, zum Sprechen und Fragen stellen, die nat\u00fcrlich niemand beantworten kann.<\/li>\n<li>30.03.2020<br \/>Alles ver\u00e4ndert sich. Seltsam.<\/li>\n<li>14.03.2020<br \/>Und pl\u00f6tzlich schlie\u00dfen \u00f6ffentliche Orte, das wird der Kultur und den Menschen nicht gut tun. Trotzdem, irgendwie habe ich durchaus Angst vor diesem Virus.<\/li>\n<li>12.03.2020<br \/>Jetzt hat also ein Virus uns erreicht und irgendwie kippt innerhalb weniger Stunden die hoffnungsvolle Stimmung.<\/li>\n<li>24.02.2020<br \/>Wenn inhaltlich nichts passiert, dann kann der Wein auch getrunken werden. Wenn ausgestellte Kunst schon von bedeutenden K\u00fcnstlern vorweggenommen wurde zu peinlich wird, dann muss eine Strategie des Vergessens gefunden werden.<\/li>\n<li>17.02.2020<br \/>Jeder Termin kann ins Wanken geraten, wenn eine Reparatur des Autos oder der Besuch eines Arztes dazwischenkommt.<\/li>\n<li>07.02.2020<br \/>Wir warten drau\u00dfen? Ach ja, ich bin verabredet und habe es vergessen oder die Zeit und das geht ja nun mal gar nicht.<\/li>\n<li>06.02.2020<br \/>Ganz unerwartet zum Essen eingeladen werden, und das auch noch, wenn man Hunger hat, richtig Hunger.<\/li>\n<li>05.02.2020<br \/>Ein Zeichnung im Staub ist ein wirklich sch\u00f6nes Geschenk.<\/li>\n<li>04.02.2020<br \/>Womit zu rechnen war: pl\u00f6tzlich ist das Haus voll, Familie und Freunde belagern jeden Sessel und jeden Stuhl und meine Schwester hat donauwellen gebacken. YEAH!<\/li>\n<li>03.02.2020<br \/>Vielleicht dies oder das, aber eigentlich ein v\u00f6llig unentschlossener Tag. Oder Kino?<\/li>\n<li>02.02.2020<br \/>Echte Arbeit ist die, welche mich selbst angeht und die , welche ich mag. Das andere wird eben abgearbeitet.<\/li>\n<li>01.02.2020<br \/>Ein ganzer Tag mit Kontaktaufnehmen und letztlich alles vergessen.<\/li>\n<li>31.01.2020<br \/>Wenn Freunde Dinge bei dir vergessen, ist das ein guter Anlass sie zu besuchen.<\/li>\n<li>30.01.2020<br \/>Und schon hat man sich verpasst. Und die Zeit? Die ist vergangen.<\/li>\n<li>29.01.2020<br \/>Gemeinsames Kochen tut der Freundschaft gut.<\/li>\n<li>28.01.2020<br \/>Zwei Uhus unterhalten sich hier mitten in der Kleinstadt. Eine Wahnsinnsatmosph\u00e4re. Kulturfl\u00fcchter, ganz klar.<\/li>\n<li>27.01.2020<br \/>Der Virus kommt und es entstehen \u00c4ngste. Mal sehen, wann er uns trifft.<\/li>\n<li>26.01.2020<br \/>An Tagen wie diesen bin ich satt an allem. An Menschen, Essen, Trinken, Kultur. Dann muss ich heraus. Muss in den Wald gehen. Und sp\u00e4ter kann ich mir helfen lassen.<\/li>\n<li>24.01.2020<br \/>Eine alte Schallplatte ist gut, drei sind besser.<\/li>\n<li>23.01.2020<br \/>Manchmal habe ich den Gedanken an einen v\u00f6lligen Ausstieg.\u00a0<\/li>\n<li>21.01.2020<br \/>Es f\u00e4llt mich immer wieder schwer, die Wut, die sich einmal angestaut hat, herunter zu kochen. Und dann neigt sie schon manchmal zu unbedachten Handlungen.<\/li>\n<li>20.01.2020<br \/>Ups. \u00dcber Geb\u00fchr zu feiern, hei\u00dft morgens zu leiden. Dabei wei\u00df ich das doch schon seit Jahren und trotzdem kommt es immer mal \u00fcber mich.<\/li>\n<li>19.01.2020<br \/>Die hohe Kunst des Antwortens besteht darin, es nicht zu tun oder die Frage gekonnt zu ignorieren.<\/li>\n<li>18.01.2020<br \/>Sogar ein Dauerlauf kann zu einer Orgaorgie werden, wenn nicht vorher schon die Zeiten feststehen.<\/li>\n<li>17.01.2020<br \/>Es gibt kein Verschlafen, die innere Uhr kann man trainieren.<\/li>\n<li>16.01.2020<br \/>Dinge f\u00fcr die Kneipe m\u00fcssen organisiert sein, ganz nebenbei, das geh\u00f6rt dazu. Entweder du willst es oder du l\u00e4sst es bleiben, aber dann ganz.<\/li>\n<li>14.01.2020<br \/>Irgendwann ist einfach keine Kraft mehr vorhanden, dann hei\u00dft es: Auftanken.<\/li>\n<li>13.01.2020<br \/>Sogar eine leckere Avocado kann Leben retten.<\/li>\n<li>12.01.2020<br \/>Offenbar d\u00fcrfen andere mich beleidigen, habe sich dar\u00fcber Gedanken machen zu m\u00fcssen. Offenbar habe ich auch keine Lust, mich zu wehren.<\/li>\n<li>11.01.2020<br \/>Kultur ist die Sache. Entweder man konsumiert oder schafft sie. Entweder man ignoriert sie oder wei\u00df nichts dar\u00fcber. Entweder du liebt oder du lebst sie.<\/li>\n<li>10.01.2020<br \/>Ein Kaffee morgens ruft doch so einige Geister wach, die im Bett geblieben waren. Manchmal habe ich das Gef\u00fchl, ohne sie durch die Welt zu taumeln.<\/li>\n<li>09.01.2020<br \/>Energie muss genutzt werden. Wenn aber keine mehr vorhanden ist, wird es schwierig.<\/li>\n<li>07.02.2020<br \/>Man sollte nicht unbedingt darauf vertrauen, dass die Versprechen von Politikern und K\u00fcnstlern eingehalten werden.<\/li>\n<li>06.02.2020<br \/>der alte Spruch hie\u00df, was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Heute muss es hei\u00dfen, was du jetzt kannst wegbringen, verschiebe nicht auf gleich, denn dann ist der Entsorger geschlossen.<\/li>\n<li>05.02.2020<br \/>Wie gut, dass ich einen Bulli habe, das erspart uns den Container und damit Geld.<\/li>\n<li>04.01.2020<br \/>Erste Bilder aufzuh\u00e4ngen und zu sehen, wie sehr sich die Wohnsituation \u00e4ndert. Andererseits bleibt nichts wie es ist. Und irgendwann kommt der \u00dcberdruss auch an den besten Bildern.<\/li>\n<li>03.01.2020<br \/>Umz\u00fcge sind echt spannend, man wei\u00df nie, was so alles gefunden wird. Auf jeden Fall ist es ein Ereignis, das beim Aussortieren hilft.<\/li>\n<li>02.01.2020<br \/>Manchmal bin ich selbst \u00fcberrascht, wie zickig ich sein kann, wenn ich das Gef\u00fchl habe, erst an vierter oder f\u00fcnfter Stelle zu stehen bei einem Menschen, der bei mir an erster steht.<\/li>\n<li>01.01.2020<br \/>Bin gespannt, was das neue Jahr so bringt. Eigentlich gehe ich sehr hoffnungsfroh hinein. Erste Missverst\u00e4ndnisse lassen dabei nicht lange auf sich warten.<\/li>\n<li>31.12.2019<br \/>Im Park, nicht weit von hier brennt ein alter hohler Apfelbaum, Schade. Der wird wohl gef\u00e4llt werden m\u00fcssen. Jetzt m\u00fcssen die K\u00e4uze woanders nisten.<\/li>\n<li>02.12.2019<br \/>Peinlich werden Dinge dann, wenn die Au\u00dfen- und die Innensicht der Dinge so weit auseinandergehen, dass eine gro\u00dfe Kluft entsteht.<\/li>\n<li>23.11.2019<br \/>Mal wieder ein Umzug mit allem, was dazu geh\u00f6rt. Ich habe es kommen sehen. Am schlimmsten ist es immer, wenn es der eigene ist.<\/li>\n<li>01.11.2019<br \/>Letztlich mache ich es dann trotzdem.<\/li>\n<li>31.10.2019<br \/>Dass ich etwas machen soll, hei\u00dft noch lange nicht, dass ich es auch will.<\/li>\n<li>27.10.2019<br \/>Pilze \u00fcber Bilder zu bestimmen, ist immer schwieirg, es gibt allerdings solche, bei denen es gar nicht schwer f\u00e4llt.<\/li>\n<li>22.10.2019<br \/>Der Bart ist ab. Auch das ist eine Aussage.<\/li>\n<li>04.10.2019<br \/>Nicht alle Veranstaltungen, die gro\u00df angek\u00fcndigt wurden, sind auch gut, nicht alle finden \u00fcberhaupt statt.<\/li>\n<li>28.09.2019<br \/>Wer Hilfe anbietet, die nicht angenommen wird, muss sich hinterher nicht vorwerfen lassen, er habe nichts getan.<\/li>\n<li>20.09.2019<br \/>Schwierig wird es immer dann, wenn gerade die Menschen, die die Fehler der anderen anklagen, gleiche begehen und es nicht zugeben k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>18.09.2029<br \/>Wenn alle Dinge zuende gedacht w\u00fcrden, w\u00e4re das Leben eicht sicher und wahrscheinlich genauso langweilig.<\/li>\n<li>26.08.2019<br \/>Zu den wichtigsten Terminen verhindert zu sein, nervt.<\/li>\n<li>28.04.2019<br \/>Manchmal f\u00fchle ich mich fremd an den vertrautesten Orten, auch weil die Menschen fehlen, die ich damit verbinde.<\/li>\n<li>13.04.2019<br \/>Manche T\u00e4tigkeit anderer kann dich zur Verzweiflung bringen oder zur absoluten Belustigung. Achja, irgendwann entsteht Neues.<\/li>\n<li>10.04.2019<br \/>Befehler verweigere ich gerne, Bitten allerdings werden meist schnell zu Motivationen f\u00fcr mein Handeln.<\/li>\n<li>09.04.2019<br \/>Wenn das Fehlen von Trockent\u00fcchern zu lustigen Kommentaren f\u00fchrt, freut es mich, wenn es allerdings zum Streit f\u00fchrt, lege ich besser neue dahin, damit auch davon hinterher wieder einige fehlen.<\/li>\n<li>16.03.2019<br \/>Jedes Missverstehen birgt ganz nebenbei auch die M\u00f6glichkeit zu einem Wortwitz in sich. Wenn der nicht boshaft ist, dann kann das ganz sch\u00f6n sein.<\/li>\n<li>15.03.2019<br \/>Anfragen sollten schnell und eindeutig beantwortet werden.<\/li>\n<li>14.03.2019<br \/>Wenn junge Menschen sich entscheiden, gegen die Taten der Alten zu protestieren, dann muss ich das unterst\u00fctzen, auch wenn ich wei\u00df, dass sich das auch gegen mich richtet.<\/li>\n<li>03.03.2019<br \/>Ich kann letztlich immer nur f\u00fcr mich sprechen.<\/li>\n<li>27.02.2019<br \/>Es ist ziemlich bl\u00f6d, etwas mitzunehmen, was allen geh\u00f6rt, noch schlimmer ist das Gef\u00fchl, da nimmt sich jemand alles heraus und sobald er oder sie kritisiert wird, beginnt das gro\u00dfe Umsichschlagen.<\/li>\n<li>01.02.2019<br \/>Die Ank\u00fcndigung eines unerwarteten Menschen kann dazu f\u00fchren, dass allen die Kinnlade herunterklappt.<\/li>\n<li>29.01.2019<br \/>Hilfsmittel, die auch funktionieren, werden gerne ausgeliehen, aber zu erwarten, dass sie auch zur\u00fcckgebracht werden, ist geradezu vermessen.<\/li>\n<li>17.01.2019<br \/>Ohne Kommunikation entstehen Kriege.<\/li>\n<li>07.01.2019<br \/>Sich am Freitag mit den anderen zu treffen ist ziemlich exklusiv, wenn man wei\u00df, dass zwei Leute oder eventuell mehr regelm\u00e4\u00dfig anders gebunden sind. Ich hoffe, dass der Termin noch umgestellt werden kann, sonst bin ich raus.<\/li>\n<li>31.12.2018<br \/>Die Jahre vergehen immer sehr schnell, daran muss ich mich wohl gew\u00f6hnen.<\/li>\n<li>27.12.2018<br \/>Am Einfachsten ist das Leben, wenn man von anderen die Arbeit erwarten kann.<\/li>\n<li>26.12.2018<br \/>Durchatmen, durch den Wald gehen, die Ger\u00fcche aufnehmen, die Witterung erkennen. Auch das ein Naturerlebnis.<\/li>\n<li>25.12.2018<br \/>Die Stille des Waldes zu suchen, immer, wenn es zu laut, zu gedr\u00e4ngt wird. Ja ich wei\u00df, das sollte gerade nicht passieren, geht es doch bei diesem Fest um die Kommunikation, um das Beisammensein. Aber zuweilen muss ich Ruhe finden, kann dies am besten beim Zeichnen oder drau\u00dfen im Wald.<\/li>\n<li>24.12.2018<br \/>Beides zusammen an diesem so lang von Kindern erwarteten Tag. Rummel und R\u00fcckzug. Wie immer, ohne mich rechtfertigen zu wollen und zu m\u00fcssen. Die Zeit ist endg\u00fcltig vorbei, dass ich mich gegen\u00fcber den anderen Menschen wegen meines Handelns oder Nichthandelns zu rechtfertigen h\u00e4tte. Es tut mir Leid, ich erkl\u00e4re es noch nicht einmal mehr.<\/li>\n<li>23.12.2018<br \/>Das ist also mein Tag. Einmal im Jahr diese Feier mit so vielen jungen Menschen. Auch wenn ich jedes Jahr ein St\u00fcck weiter weg von ihnen bin. Ich kann mich daran erfreuen, dass sie das Leben genie\u00dfen.<br \/>Andererseits muss ich zugeben, dass es wirklich schwierig wird, den \u00dcberblick zu behalten, wenn rund 400 Menschen pl\u00f6tzlich vor der T\u00fcre stehen.<\/li>\n<li>22.12.2018<br \/>Lange im Bett gelegen, nicht um zu schlafen oder anderen Unfug zu veranstalten, sondern um zu lesen. Den Rest des Buches, das ich gestern im Golem vorgestellt hatte.<br \/>Den M\u00fcll anderer wegzur\u00e4umen, macht nicht immer Freude, aber zu sp\u00fcren, dass der M\u00fcll dann irgendwann weg ist, hilft ein St\u00fcck gl\u00fccklicher zu werden.<br \/>Kurz vor Weihnachten liegen bei manchen Menschen die Nerven offenbar besonders gerne blank. Das f\u00fchrt durchaus zu \u00dcberreaktionen.<\/li>\n<li>21.12.2018<br \/>Es gibt Menschen, die planen ihre Geschenke und wollen alles perfektionieren. Ich lasse mich doch lieber von Zuf\u00e4llen leiten. Die Geschenke kommen auf mich zu, dann kann ich sie mit Freude verschenken, sozusagen weiterreichen.<\/li>\n<li>20.12.2018<br \/>Die zweite Lesung, die wir im Golem machen. Nicht dass ich in irgendeiner Weise auch nur ansatzweise nerv\u00f6s w\u00e4re, ich bin wie immer v\u00f6llig aufgeregt und aufgebracht. Das m\u00fcsste doch wirklich nicht sein, Habe so viele Lesungen schon gemacht und jetzt sitze ich zwanzig Leuten, vier Augen gegen\u00fcber, die mit ihren Blicken ihre Erwartungshaltung durch den Raum schleudern.<\/li>\n<li>19.12.2018<br \/>Seit langem mal wieder bei B\u00e4rbel, nicht viel los dort, aber das macht uns nichts, es tut gut, dass diese Leute um mich sind, die ich wirklich sch\u00e4tze.<\/li>\n<li>18.12.2018<br \/>Zuweilen funktionieren die selbst gesetzten Vorhaben nicht, dann muss man die Pl\u00e4ne eben \u00e4ndern. Das ist nicht schlimm, sondern zeigt unsere wahre Menschlichkeit, die F\u00e4higkeit zu ver\u00e4ndern.<\/li>\n<li>17.12.2018<br \/>Gibt es eine Widerwilligkeit beim Aufstehen, auch wenn ich schon seit Stunden wach im Bett liege und die Gedanken einander schneller abl\u00f6sen als ich sie zu halten im Stande bin.<\/li>\n<li>16.12.2018<br \/>Da kommt ein alter Freund zu Besuch und will helfen, dabei folgt hieraus Chaos, soll ich etwa sauer sein? Nein, dazu gibt es nun wirklich keinen Grund.<\/li>\n<li>15.12.2018<br \/>Das Virtuelle durch die Realit\u00e4t ersetzen. Auch ein Weg.<br \/>Es hilft nichts, ich kann zusehen, wie alles langsam verdreckt, nat\u00fcrlich w\u00e4re auch der Weg des Putzens m\u00f6glich, in allen Bereichen \u00fcbrigens.<br \/>Das Bedenken an einen Freund, Peter Meilchen, der inzwischen neun Jahre tot ist und immer noch fehlt.<\/li>\n<li>14.12.2018<br \/>Verstehen oder eben nicht. Beides heute ok.<\/li>\n<li>13.12.2018<br \/>Nein, nicht jeder Tag braucht Aktion, manchmal ist es besser, abzuwarten, manchmal ist es besser, sich v\u00f6llig zur\u00fcckzuziehen.<\/li>\n<li>12.12.2018<br \/>Dann habe ich die Sitzung verpasst, die augen der anderen nicht als Last empfunden, eher als Lust zum Widerspruch.<\/li>\n<li>11.12.2018<br \/>Kaum zu glauben, wie befriedigend es ist, etwas v\u00f6llig demoliertes wieder instand zu stezen, etwas v\u00f6llig \u00dcberfl\u00fcssiges wieder sch\u00f6n zu machen.<\/li>\n<li>10.12.2018<br \/>Weisheit ist auch nur so ein Wort.<\/li>\n<li>09.12.2018<br \/>Es ist eine Frage des Respekts, wenn man den Kollegen f\u00fcr seine Arbeit, die wirklich gelungen ist, auch lobt.<\/li>\n<li>08.12.2018<br \/>Fragen m\u00fcssen auch gefragt werden.<\/li>\n<li>07.12.2018<br \/>Wenn ich es nicht wei\u00df, muss ich mich infromieren, wenn ich es nicht finde, dann muss ich fragen, wenn es niemand anderer wei\u00df, dann erst kann ich davon ausgehen, dass ich es nicht wissen konnte.<\/li>\n<li>06.12.2018<br \/>Da sein.<\/li>\n<li>05.12.2018<br \/>Warum verzweifeln, wenn alles nicht funktiniert? Man kann das auch machen, wenn nur ein Teil nicht funktioniert.<\/li>\n<li>04.12.2018<br \/>\u00dcber einem Buch einschlafen ist einerseits sehr angenehm, andererseits \u00e4u\u00dferst unangenehm dann, wenn sich das Buch in Stirn und Wange eingepr\u00e4gt hat.<\/li>\n<li>03.12.2018<br \/>M\u00fcde ist das Gegenteil von Schlafen. nicht von wach.<\/li>\n<li>02.12.2018<br \/>Ankommen befriedigt .<\/li>\n<li>01.12.2018<br \/>Der letzte Monat des Jahres beginnt, eines sehr ereignisreichen Jahres, das ich vielleicht erst viel sp\u00e4ter verstehen werde.<\/li>\n<li>30.11.2018<br \/>Nicht Datens\u00e4tze verbinden uns, sondern der Augenblick, das Gespr\u00e4ch und ein Papier mit einigen Worten darauf.<\/li>\n<li>29.11.2018<br \/>Eine unglaubliche M\u00fcdigkeit hat von mir Besitz ergriffen. Das muss wohl daran liegen, dass mal wieder November ist und ich nicht wissen kann, wann denn nun der Tag anf\u00e4ngt.<\/li>\n<li>28.11.2018<br \/>Bei all dem Gerede, welches mal wieder die Runde macht, stelle ich mir beizeiten die Frage, ob ich wirklich reagieren sollte, vor allem da es mich, auf den ersten Blick zumindest, auch eigentlich gar nichts angeht. In sollten Situationen w\u00fcrde ich gerne wieder Gedichte lesen oder entsprechend dazu das Richtige erfassen.<\/li>\n<li>27.11.2018<br \/>Dass Serien doch so etwas wie die Funktion von Romanen \u00fcbernommen haben, muss ich immer wieder am eigenen Leib erfahren, es gibt einige davon, die mich \u00e4hnlich wie gute Literatur v\u00f6llig einnehmen&#8230;.bannen&#8230;.einfach begeistern&#8230;<br \/>Bilder aufh\u00e4ngen hei\u00dft ein St\u00fcck weit die Welt gestalten. Manchmal ist es ein gesetztes Fragezeichen, \u00f6fter aber ein Ausrufezeichen.<br \/>Missverst\u00e4ndnisse kommen nicht allein daher, dass die Dinge falsch verstanden werden, manchmal sind sie auch einfach falsch geschrieben.<\/li>\n<li>26.11.2018<br \/>Sich und den anderen muss man manchmal auch ein Lob aussprechen, auch wenn Au\u00dfenstehende das vielleicht f\u00fcr seltsam halten, es festigt den Gruppengedanken.<\/li>\n<li>25.11.2018<br \/>Immer wieder faszinierend, zu sehen, dass, wenn es darauf ankommt, doch viele Menschen eng und erfolgreich zusammenarbeiten k\u00f6nnen, die sich sonst im realen Leben durchaus spinnefeind sind.<\/li>\n<li>24.11.2018<br \/>Die M\u00fchen eines sogenannten Gegners anerkennen, auch wenn es schwer f\u00e4llt.<\/li>\n<li>23.11.2018<br \/>Ohne Licht geht gar nichts.<\/li>\n<li>18.11.2018<br \/>Rabulisten verstehen allerdings alles Gesagte bewusst falsch, klopfen es auf Unw\u00e4gbarkeiten und Uneindeutigkeiten ab und verdrehen das Gesagte dem Sprecher im Mund.<\/li>\n<li>17.11.2018<br \/>Belehrt worden zu sein, sollte man auch ausdr\u00fccken mit Worten. Allerdings sollte dies eindeutig geschehen. Mein Fehler ist oft, dass die Worte als Ironie oder Sarkasmus gerne ausgelegt werden.<\/li>\n<li>16.11.2018<br \/>Und wieder aufr\u00e4umen, das kann irgendwann vielleicht zur Routine werden, aber ganz ehrlich gesagt glaube ich nicht daran.<\/li>\n<li>15.11.2018<br \/>Wie schnell sich die M\u00fcllberge auft\u00fcrmen, wenn nicht aufgepasst wird. Solange niemand trennt und entsorgt, kann das kritische Ausma\u00dfe annehmen.<\/li>\n<li>14.11.2018<br \/>Wenn alle M\u00fcsste-mans und K\u00f6nnte-mans und Sollte-mans mal selbst anpacken w\u00fcrden, selbst Dinge realisieren oder zumindest organisieren, dann w\u00e4re manche Situation schnell gel\u00f6st, manches Problem schnell \u00fcberwunden und die Laune insgesamt besser. Leider k\u00f6nnen sie meisten von ihnen nur Vorschl\u00e4ge machen, die im vagen bleiben und es entsteht folglich eine angespannte Stimmung.<\/li>\n<li>13.11.2018<br \/>Wenn alles vorbereitet ist, sollte man doch eigentlich meinen, dass der Rest von allein geht. Das ist allerdings ein grunds\u00e4tzlicher Fehler. Letztlich ist jedes Entziehen einer Kleinigkeit der Verantwortung Grundlage f\u00fcr das Stocken oder Aussetzen.<\/li>\n<li>10.11.2018<br \/>Da kann alles getan sein, wenn eine Kleinigkeit jedoch fehlt, wird jeder Prozess erfolgreich zum Erliegen gebracht. Die Frage ist folglich nicht, ob es fehlt, sondern warum.<\/li>\n<li>09.11.2018<br \/>Die Tradition des Machens wird gerne f\u00fcr andere die Ausrede zur Ausrede.<\/li>\n<li>08.11.2018<br \/>Kritik muss den Kern treffen, nicht irgendwelche Kleinigkeiten.<br \/>In kritischen Situationen hilft \u00fcbrigens ein unbedingter Humor.<\/li>\n<li>27.10.2018<br \/>Gl\u00fccklicherweise muss ich nicht alles verstehen, um recht sicher durch das Leben zu gehen. Manchmal hilft es einfach, sich Menschen zu suchen, die in manchen Bereichen mehr k\u00f6nnen als ich.<\/li>\n<li>26.10.2018<br \/>Manchmal tut aufr\u00e4umen auch der Seele gut.<\/li>\n<li>03.07.2018<br \/>B\u00fccher braucht man und vielleicht noch ein paar Filme. Beides gestern erworben. Das hei\u00dft allerdings auch, dass einige B\u00fccher und Filme weg m\u00fcssen, denn alle Regale sind voll.<\/li>\n<li>30.06.2018<br \/>Alle sagen, dann m\u00fcsste man doch mal. Wir machen es einfach und haben Erfolg damit. Es bringt kein Geld ein, darum geht es nicht, macht daf\u00fcr aber gl\u00fccklich. Zum Beispiel so ein B\u00fccherflohmarkt in der Nacht.<\/li>\n<li>29.06.2018<br \/>Worauf man sich auf jeden Fall verlassen kann, ist der Zustand, dass immer dann, wenn es echt eng wird, irgendwer krank wird. Das ist nicht als Vorwurf zu verstehen, sondern reine Beobachtung.<\/li>\n<li>25.06.2018<br \/>Sommernachtstr\u00e4ume sind realer als man denkt.<\/li>\n<li>19.06.2018<br \/>Niemals sollte man die hoffnung f\u00fcr etwas aufgeben. Auch wenn es schwierig ist, die besten Freunde zu \u00fcberzeugen. Lange Reden mit langem Sinn.<\/li>\n<li>18.06.2018<br \/>Nur um mal wieder festzustellen, dass ein weiterer Traumort leider schon anderweitig besetzt ist. Und wer wei\u00df, wie die Menschen rundherum reagieren w\u00fcrden.<\/li>\n<li>17.06.2018<br \/>Erste Tr\u00e4ume von einer eigenen Kneipe suchen sich erste Traumorte.<\/li>\n<li>16.06.2018<br \/>Den Auftakt muss man schon feiern, also mit Konzert in der Schmiede, hoffentlich geht alles gut.<\/li>\n<li>14.06.2018<\/li>\n<li>Artikel in der Zeitung mit uns und dem Schmied M.B. Starker Auftakt.<\/li>\n<li>13.06.2018<br \/>Was haben wir es doch gut, dass B\u00e4rbel die Blutige Axt betreibt, im Zweifel finden wir bei ihr immer ein offenes Ohr und manchmal haut sie Dinger raus, die k\u00f6nnen den ganzen Abend retten.<\/li>\n<li>11.06.2018<br \/>Manchmal tut es auch ein Bratw\u00fcrstchen, hauptsache bio.<\/li>\n<li>07.06.2018<br \/>Und die zweite Version der Flyer ist noch besser.<\/li>\n<li>02.06.2018<br \/>An jeder Ecke sieht man jetzt Flyer h\u00e4ngen, m\u00fcssen nur noch die Leute reagieren.<\/li>\n<li>31.05.2018<br \/>2500 Flyer m\u00fcssen auch verteilt werden, was nutzt, wenn sie nur herumliegen, also durch die Stadt und an jedem noch so auff\u00e4lligen Punkt ablegen, damit die Menschen den letzten Sommergelee, den es geben wird, auch wahrnehmen.<\/li>\n<li>23.05.2018<br \/>Kleinigkeiten , wie Infobrosch\u00fcren, werden eben so nebenbei gemacht. Selbst nat\u00fcrlich, nicht von Grafikb\u00fcros.<\/li>\n<li>21.05.2018<br \/>In einer Zeit, die alles nach drau\u00dfen posaunt, muss auch jeder seine Botschaft am Leib tragen, als lebende Litfasss\u00e4ule.<\/li>\n<li>20.05.2018<\/li>\n<li>Ganz klare Sache: Wenn du F\u00f6rdergelder bekommt, musst du auch alles verbraten.<\/li>\n<li>18.05.2018<br \/>Warum nicht Fischst\u00e4bchen grillen und Kartoffelsalat essen, wenn es doch schmeckt.<\/li>\n<li>13.05.2018<br \/>Gl\u00fccklicherweise hilft in vielen Dingen eine freundlich gemeinte Ironie.<\/li>\n<li>30.04.2018<br \/>Und pl\u00f6tzlich eine Eingebung aus einem Gespr\u00e4ch gesch\u00f6pft wahrscheinlich. Nat\u00fcrlich muss die letzte Veranstaltung einer Reihe &#8222;zuguterletzt&#8220; hei\u00dfen.<\/li>\n<li>19.04.2018<br \/>Einige Tage lang meine Freunde nicht gesehen, weil so viel auf dem Feld zu tun war. Z\u00e4une setzen f\u00fcr die Zukunft.<\/li>\n<li>09.04.2018<br \/>Wenn einige Sachen einmal gut gelaufen sind, kann man meistens auch das n\u00e4chste Mal drauf vertrauen, dass sie wieder gut laufen werden. Und nat\u00fcrlich daruaf, dass alle Beteiligten mitspielen.<\/li>\n<li>01.-07.04.2018<br \/>Zum dritten Mal in meinem Leben die heilige Stadt besucht. Sie ist alles, aber nicht heilig, prunkvoll, voll, abzocktig und an jeder Ecke lauert Kultur. Es ist wie jedes Mal eine Faszinosum. Museen, Kirchen, Denkm\u00e4ler, Antike St\u00e4dten. Hinterher sortieren mal. Schlimm nur, dass der Cluster mal wieder zugeschlagen hatte und ich mich nicht wehren konnte.<\/li>\n<li>26.03.2018<br \/>Mit dem Apfelsortenz\u00fcchter unterwegs im Siegerland, es ist spannend zu sehen, in welcher Konzentration er in alten Apfelbaumbest\u00e4nden die richtigen Schnitte setzt und eine zun\u00e4chst offenbar vergreister Baum, sieht nach vollbrachter Tat wirklich wieder vital aus.<\/li>\n<li>23.03.2017<br \/>Um einen guten Titel f\u00fcr eine Ausstellung oder Veranstaltung zu finden, der einerseits alles zul\u00e4sst und andererseits sehr konkret erscheint, muss man manchmal mit den anderen Beteiligten ringen. Und nat\u00fcrlich den Mut haben, Vorschl\u00e4ge, auch eigene, zu verwerfen.<\/li>\n<li>22.03.2018<br \/>Ich bin manchmal verabredet und offenbar st\u00f6\u00dft das anderen vor den Kopf, ohne dass ich das m\u00f6chte, also muss irgendwie ein Ausgleich gefunden werden. <br \/>Also verirre ich mich in seltsamen Wortspielen, die hier keinen Eingang finden werden, ist besser.<\/li>\n<li>15.03.2018<br \/>Wer hat das schon; von den besten Freunden zum Eisessen abkommandiert werden. Es gibt einfach immer etwas Sch\u00f6nes, man muss es nur sehen und leben.<\/li>\n<li>11.03.2018<br \/>Ausstellung von Rebecca Horn in Essen. Faszinierende Kunst. Ich wunder mich immer, wie sehr die Kunst sich seit Anfang des letzten Jahrhunderts entwickeln konnte.<\/li>\n<li>08.03.2018<br \/>Wer glaubt, irgendwas w\u00fcrde uns die Sprache verschlagen, uns Freunden, der hat sich zutiefst geirrt. Schlimm ist es wohl, wenn S und J nicht da oder erreichbar sind, aber ein Zusammenkommen ist niemals sprachlos.<\/li>\n<li>22.02.2018<br \/>Wo man sich trifft, ist v\u00f6llig egal, mit wem allerdings wichtig.<\/li>\n<li>21.02.2018<br \/>Und gratulieren reicht normalerweise nicht, da muss gefeiert werden. Wie ist letztlich egal.<\/li>\n<li>20.02.2018<br \/>Ja, sie hat es geschafft. Es ist richtig sch\u00f6n zu sehen, dass und wenn Freunde die Stellen bekommen, auf welche sie sich beworben haben.<\/li>\n<li>19.02.2018<br \/>Statt Superheldenfilme zu konsumieren, konzentrieren wir uns Auf Pophelden der sehr nahen Vergangenheit, etwa David Bowie. Das hat was.<\/li>\n<li>05.02.2018<br \/>Gl\u00fccklicherweise haben wir die Eigenschaft entwickelt, uns bei gleicher Meinung zu streiten.<\/li>\n<li>31.01.2018<br \/>Alle weg, wo sind meine Freunde?<\/li>\n<li>06.01.2018<br \/>Anf\u00e4nge machen, sich auf neue Sachen einlassen und neue Leute, die vielleicht gar nicht so neu sind.<\/li>\n<li>03.10.2017<br \/>Die H\u00e4nde schmutzig, die Gedanken sauber, diese Zeit der Neuorientierung kann ich in vollen Z\u00fcgen genie\u00dfen.<br \/>Material muss bezahlt werden, die Arbeit nicht.<\/li>\n<li>02.10.2017<br \/>Jede freie Minute in etwas sinnvolles investieren. So geht die beste Lebensanlage.<\/li>\n<li>04.09.2017<br \/>Andere Menschen brauchen vielleicht auch etwas mehr Zeit,<\/li>\n<li>03.09.2017<br \/>Gl\u00fccklicherweise kann man sich auf bestimmte Menschen voll verlassen.<\/li>\n<li>01.09.2017<br \/>Ich kann nicht davon ausgehen, einfach so in den Tag hineinleben zu wollen, muss mir neue Strukturen schaffen, die tats\u00e4chlich au\u00dferdem noch eine Bedeutung besitzen.<\/li>\n<li>20.08.2017<br \/>Das pers\u00f6nliche Gespr\u00e4ch auch mit einem Menschen suchen und finden, dem ich doch eigentlich so entfernt sein m\u00fcsste und beim Streiten erkennen, dass ich ihn mehr mag, weil er eben so anders denkt.<\/li>\n<li>11.-19. 08.2017<br \/>All die Dinge, die zu Hause geregelt werden mussten. Wieder einmal das Gef\u00fchl, nicht alles zu schaffen, schaffen zu k\u00f6nnen. Aus welchem Grund auch immer. Immerhin wieder einige Steine im Hof verlegt. Immerhin aufger\u00e4umt, immerhin auch genossen. Gartenarbeit. Mit U. M\u00fcller dessen Skulpturen weggebracht und drei f\u00fcr eine gewisse Zeit selbst \u00fcbernommen. Und manchmal auch v\u00f6lliges Schr\u00e4gsein f\u00fcr einen Abend. Dann bin ich wohl unertr\u00e4glich.<\/li>\n<li>07.-10.08.2017<br \/>Arbeit bei den Schickermosern auf ihrem Hof, wenn man das Konstrukt so sehen mag. Relativ entspannt handwerklich und an frischer Luft, tolle Menschen, sehr verschiedene Charaktere. Und vor allem die Erkenntnis, es gibt so heftige Unterschiede zwischen konventioneller H\u00e4hnchenmasthaltung und der praktizierten Weidehaltung auf Grundlage von \u00f6kologischen Prinzipien. Dann kostet das Ei eben doppelt so viel und das Fleisch das dreifache.<\/li>\n<li>06.08.2017<br \/>Zu Hause, Ruhe, fertig.<\/li>\n<li>28.07.-05.08.2017<br \/>Noch einmal Frankreich. Dieses Mal in die Provence, wenn man etwas Abseits der Menschenmassen Orte sucht, dann ist dieser Landstrich wundersch\u00f6n. Selbst in dieser sommerlichen Hitze, selbst, wenn die Flora oben in den Bergen vertrocknet ist.<\/li>\n<li>24.-28.07.2017<br \/>Lernen, mit der Zeit zu wirtschaften. Lernen, mit dem Garten zu arbeiten. Lernen, auch mal nein zu sagen.<\/li>\n<li>14.-23.07.2017<br \/>Normandie, das erste Mal in meinem Leben. Eine sch\u00f6ne Landschaft. Die Gew\u00f6hnung an das t\u00e4gliche Meer. K\u00fcstenabschnitte, die einfach begeistern k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>10.-13.07.2017<br \/>Das Gef\u00fchl, dass dieses Jahr geschafft ist, macht durchaus gl\u00fccklich und im Wissen der zuk\u00fcnftigen Freiheit kann ich ganz entspannt l\u00e4cheln.<\/li>\n<li>09.07.2017<br \/>Wer \u00fcber Laik W\u00f6rtschel, den v\u00f6llig zur\u00fcckgezogen lebenden K\u00fcnstler aus der D\u00fcsseldorfer Ecke, ernsthaft nachdenkt, st\u00f6\u00dft immer wieder dann an die Grenzen, wenn es um die Bedeutung der Inhalte geht. Erst das Besuchen der wahren Orte seiner Kunst erschlie\u00dft dem Betrachter, was dieser intelligente Mensch denn eigentlich will. Klar, die Leerstellen m\u00fcssen erst erschlossen werden und sicherlich werden dabei manche Fehler gemacht, allerdings finden sich immer wieder Ankn\u00fcpfungspunkte, die etwas wie verstehen m\u00f6glich machen. Stephanie Neuhaus hat auf ihrer kunst\u00e4sthetischen Radtour rund um den M\u00f6hnesee auf Orte und Inhalte aufmerksam gemacht. Sie hat Zweifel gestreut und die Mitfahrer zu Mitdenkern gemacht. Eine solche Kleinreise ver\u00e4ndert sicher das Bewusstsein \u00fcber die als so selbstverst\u00e4ndlich empfundene Umwelt. Leider war es mir dann doch zu viel, zuviel Hitze und zu wenig Fl\u00fcssigkeit. Den Rest des Tages musste ich im Bett verbringen. Mit einem Sch\u00e4del, als h\u00e4tte ich drei Flaschen schlechten Vodkas gesoffen.<\/li>\n<li>08.07.2017<br \/>Nachts von neun bis zw\u00f6lf auf dem Marktplatz in B\u00fccherstapeln zu st\u00f6bern &#8211; das ist mal was anderes. Unters\u00fctzt mit guter Musik noch besser. Onetronic lieferte den Rhythmus zu erfolgreichen Kaufgespr\u00e4chen und freundlichen Verhandlungen. Und da sagen einige Menschen, das sei doch gar nicht durchf\u00fchrbar.<\/li>\n<li>07.07.2017<br \/>Was die Presse macht, gef\u00e4llt nicht immer, man muss solcherart Artikel allerdings hinnehmen. Aus dem Titel wird pl\u00f6tzlich ein ganz anderer, der Kurs wird zu einem Kreis, die achtziger werden mit dem 68ern verwechselt, aus Regisseuren werden &#8230; Naja, lassen wir das.<\/li>\n<li>06.07.2017<br \/>Die Generalproben morgen verliefen zun\u00e4chst etwas zaghaft, dann nach einer deftigen Ansage an die Schauspieler, haben sie schn etwas rausgehauen. Aber was sie dann abends geleistet haben, das zollt mir schon echten Respekt ab. Wenn man so will, haben sie sich die Seele aus dem dem Leib gespielt. Selten konnte ich bisher erleben, dass so junge Menschen in der Lage sind, ein Publikum vom lauten Lachen bis hin zu tiefer Betroffenheit zu f\u00fchren. Unglaublich eigentlich, wenn man gestandene M\u00e4nner mit ger\u00f6teten oder feuchten Augen nachher nach drau\u00dfen st\u00fcrzen sieht. Our Haus.<\/li>\n<li>05.07.2017<br \/>Alles ist soweit bereitet, die Requisiten organisiert und eigentlich kann dem Theaterst\u00fcck morgen nichts mehr im Wege stehen.<\/li>\n<li>04.07.2017<br \/>Ruhe vor dem Sturm. In jeglicher Hinsicht, in Hamburg ist es noch ruhig, halbwegs, hier auch, aber ich wei\u00df schon, was auf uns zukommt.<\/li>\n<li>03.07.2017<br \/>Kaum sind zwei Tage vergangen, das ranken sich die ersten Legenden um die Party. So soll es sein.<\/li>\n<li>02.07.2017<br \/>Tats\u00e4chlich kommen alle ungebeten und ungefragt. Sie helfen, r\u00e4umen auf und haben auch noch Spa\u00df dabei. Lediglich die Toilette sorgte f\u00fcr etwas gauen, denn eines der Abflussrohre war abgesprungen. Solche Toilettenwagen haben bei aller Praktikabilit\u00e4t auch ihre Nachteile. Aber mit Schlauch konnte das Ungemach gerichtet werden. Und hinterher? Zusammensitzen und gemeinsam die Reste vom vorigen Tag essen. Gut das.<\/li>\n<li>01.07.2017<br \/>Was f\u00fcr ein Erlebnis, da kommen hunderte Menschen in v\u00f6lliger Friedlichkeit zusammen, feiern sich, das Leben und die Musik. Ich war v\u00f6llig gepl\u00e4ttet, dass so eine Party hier m\u00f6glich ist, sozusagen fast nebenbei. Nein, das war vielleicht die beste, welche ich bisher besucht habe. Tolle Bands:\u00a0 entspannte Sirius Est, druckvoll-harmonische Darjeeling, technoid-menschhliche Machine Minds und die grandios verspielten Yenga. Der faszinierende DJ Dwarf &#8211; ich war einfach v\u00f6llig geblitzt. Dazu ein Gastgeber, der sich nicht scheute, den Hammer zu schwingen und eine Axt zu schmieden, der auf dem Ambos tanzte, und letzlich auch noch seine Runden mit einer alten Triumph durch das Publikum zog. Ein Streetfoodwagen mit wirklich leckerem Essen, H\u00fchnchen vom Schickermooser Biohof und einer Gem\u00fcsepfanne, die es in sich hatte. Gut, der Bierlieferant hatte die situation etwas untersch\u00e4tzt, aber sonst war alles gut.<\/li>\n<li>30.06.2017<br \/>Es beginnt bald und dieses Bewusstsein l\u00e4sst mich vielleicht manchmal zu viel grinsen.<\/li>\n<li>29.06.2017<br \/>Ein Wiese, eine Wiese, bald wird sie ein Garten sein.<\/li>\n<li>28.06.2017<br \/>Den Gro\u00dfen da vorne zu sehen, der inzwischen ein junger Mann geworden ist, das tut gut.<\/li>\n<li>27.06.2017<br \/>Ooops, ein Versehen und schon wird es \u00c4rger geben.<\/li>\n<li>26.06.2017<br \/>In die Woche starten und nicht zu wissen, wie sie enden wird oder k\u00f6nnte.<\/li>\n<li>25.06.2017<br \/>Immerhin, die festen Grenzen schwanken oder weichen langsam auf.<\/li>\n<li>18.06.2017<br \/>Es ist manchmal schon sehr r\u00fchrselig.<\/li>\n<li>11.06.2017<br \/>Regeneration nach einem anstrengend sch\u00f6nen Wochenende. Spazieren gehen, den Duft der bl\u00fchenden B\u00fcsche lesen. Holunder, Liguster und Hundsrose. Den lahmen Gang der windr\u00e4der beobachten, vielleicht eher aus den augenwinkeln.<\/li>\n<li>10.06.2017<br \/>Eigentlich ist es schon seltsam, wenn so verschiedene Menschen aufeinander treffen und sich quasi auf den ersten Blick verstehen. Aber selten gebiert das Leben so gute Gespr\u00e4che \u00fcber solche Zeit hinweg.<\/li>\n<li>09.06.2017<br \/>Ankommen und sich gut aufgenommen f\u00fchlen, was will man in solchen Sitationen mehr, in denen du erstmal auf dich allein gestellt bist.<\/li>\n<li>08.06.2017<br \/>Und pl\u00f6tzlich steht das Gespenst der Erinnerung vor dir. Erinnerung an Freunde, die gegangen sind, f\u00fcr immer gegangen sind, und pl\u00f6tzlich kannst du dieses gro\u00dfe Loch in dir wahrnehmen, das sie gerissen haben. Und um nicht in den Schwindel und Taumel zu geraten, hast du dich der guten Dinge zu erinnern und am Heute festzuhalten.<\/li>\n<li>o7.06.2017<br \/>Freie man nicht auf \u00c4mtern verbringen, das f\u00fchrt auf Dauer zur Depression, davon bin ich mir sicher. Besser ist es immer, durch die Natur zu gehen, leider war das heute nicht m\u00f6glich.<\/li>\n<li>06.06.2017<br \/>Zumindest jetzt schon f\u00fcr einige Tage wahre Freiheit gesp\u00fcrt zu haben.<\/li>\n<li>05.06.2017<br \/>Eine gro\u00dfe M\u00fcdigkeit schien diesen Tag zu verkleistern, nur die nette Gespr\u00e4che und das freundschaftliche Schweigen im Wechsel haben ihn aushalten lassen.<\/li>\n<li>04.06.2017<br \/>Und du wei\u00dft, deine Zeit r\u00fcckt n\u00e4her und du siehst, dass die anderen weiterhin ihr Leben f\u00fchren.<\/li>\n<li>03.06.2017<br \/>Erwartungen kann ich zur Zeit nur schwerlich erf\u00fcllen und will es auch nicht.<\/li>\n<li>02.06.2017<br \/>Ja, ab ins lange Wocheende, noch ohne Planung. Das Leben leben eben.<\/li>\n<li>01.06.2017<br \/>Br\u00fcchiger Tag, br\u00fcchige Gedanken.<\/li>\n<li>30.05.2017<br \/>Manchmal schwitze ich so viel, dass ich Angst habe, auszulaufen. Heute besonders, aber das zu vermerken, hat wohl keinen Wert. Alle Temperaturen unter 25 Grad sind annehmbar.<\/li>\n<li>29.05.2017<br \/>Immer wieder diese Strecken querfeldein, ganz spontan, ohne vorbereitung, aber immer wieder zeigt sich, dass der Weg zur\u00fcck gefunden wird.<\/li>\n<li>28.05.2017<br \/>Entt\u00e4uschung ist ein gro\u00dfes Wort. Manchmal sollte man l\u00e4cheln.<\/li>\n<li>27.05.2017<br \/>Jeder kann seine Ergebnisse erbringen, schlimm wird es lediglich, wenn bestimmte Kollegen aus Gr\u00fcnden der eigenen Unsicherheit und des Machtgef\u00fchls anderen einen Erfolg nicht zubilligen. Sich gegen jemanden entscheiden sollten diese Menschen mit sich selbst ausmachen.<\/li>\n<li>26.05.2017<br \/>Ohne Falten w\u00e4ren unsere H\u00e4nde fast unbeweglich, mit steigender Faltenzahl sollten auch unsere Gedanken beweglich werden.<\/li>\n<li>25.05.2017<br \/>Die Sonne scheint, es muss wohl gutes Wetter sein, doch ich sitze hier am Rechner und will noch keine au\u00dferh\u00e4usliche Aktivit\u00e4t zeigen. Gl\u00fccklicherweise meldet sich auch niemand, also leb ich dieses partielle Alleinsein ohne M\u00fcssen.<\/li>\n<li>24.05.2017<br \/>Und pl\u00f6tzlich findest du dich in der Situation, dass alles zu kippen droht. Nicht bedenklich, aber auch nicht unbedingt willentlich. Starfighter ist wahrscheinlich eines der \u00fcbelsten Getr\u00e4nke, die die Welt je erfunden hat.<\/li>\n<li>23.05.2017<br \/>Nur bestimmte Dinge anzumerken, so ganz nebenan, so ganz nebenbei, feststellen, dass dies eine durchaus starke Wirkung haben kann.<\/li>\n<li>22.05.2017<br \/>Nicht alles ist so wie es scheint, alter Spruch mit viel Wahrheit. Da hebeln nachts einige Leute einen runden Gullideckel heraus, lassen das Sieb \u00fcber dem Loch liegen. Gro\u00dfer Spa\u00df f\u00fcr den moment, ohne zu ahnen, dass ein Kind am n\u00e4chsten Tag in das tiefe Loch st\u00fcrzen wird. Gl\u00fccklicherweise au\u00dfer Sch\u00fcrfwunden nichts gewesen.<\/li>\n<li>21.05.2017<br \/>Es geht nicht um Zufriedenheit, sondern um Gl\u00fcck.<\/li>\n<li>20.05.2017<br \/>Jeden Tag mit halbwegs offenem Wetter genie\u00dfen. Raus in den Wald.<\/li>\n<li>19.05.2017<br \/>Fragen beantworten und Missverst\u00e4ndnisse verst\u00e4ndlich machen.<\/li>\n<li>18.05.2017<br \/>Die Zeit flutscht mal wieder durch.<\/li>\n<li>17.05.2017<br \/>Immerhin macht es immer wieder einen riesigen Spa\u00df zusammen den Ball \u00fcber das Netz zu schlagen. Baggern, pritschen und Schmettern. Na ja, letzteres ist nicht so meins. Dann doch lieber gezielt direkt hinter das Netz legen.<\/li>\n<li>16.05.2017<br \/>Kommunikation hat ihre Hindernisse, damit zu spielen, ist eine Freude.<\/li>\n<li>15.05.2017<br \/>Montagsern\u00fcchterung und mit dieser N\u00fcchternheit und klaren Strukturen in die Woche starten.<\/li>\n<li>14.05.2017<br \/>Ich liebe diese Sonntage, die einfach mal so verbummelt werden.<\/li>\n<li>13.05.2017<br \/>Es gibt Menschen, die mit einer wunderbaren Ehrlichkeit \u00fcberall einfach so mitmischen und die man einfach m\u00f6gen muss.<\/li>\n<li>12.05.2017<br \/>Kurz vor dem Wochenende schon wieder, wie immer ein Woge der Freude. Warum, kann ich gar nicht sagen. Aber immerhin wei\u00df ich, dass diese beiden Tage der Freiheit sch\u00f6n werden werden.<\/li>\n<li>11.05.2017<br \/>Da steht der junge Biobauer in meinem Garten und aus der Pfefferminze, die er sich eigentlich mitnehmen wollte, werden weiterhin Telekie (Scheinalant), Fetthenne, Mutterblume und was man eben noch so findet. Bei Angebot nicht nein sagen, sondern annehmen, das ist einfach ehrlich. Ein super Typ, den ich gut leiden mag. Erdverbunden und realistisch, jenseits aller Romantik.<\/li>\n<li>10.05.2017<br \/>Da stehen wir auf unseren Pl\u00e4tzen und wissen, egal was passieren wird, ob wir gewinnen oder verlieren, wir k\u00f6nnen uns auch in Zukunft geradeaus in die Augen schauen.<\/li>\n<li>09.05.2017<br \/>Vor dem Leben ist was, was also soll nach dem Leben sein? Welche Tr\u00e4ume und Vorstellungen die Menschen haben, ist manchmal ganz lustig. Ich denke dann, wenn wirklich so viele Seelen wandern sollten, sind wahrscheinlich dreiviertel der jetzt lebenden Menschen noch im letzten Stadium W\u00fcrmer gewesen&#8230;<\/li>\n<li>08.05.2017<br \/>Eigentlich hatte ich das Gef\u00fchl, alles sei noch so, wie eben und muss pl\u00f6tzlich feststellen, dass es nicht eben war, sondern vorgestern, oh je, was wird dann wohl gleich sein und vor allem wann?<\/li>\n<li>07.05.2017<br \/>Ein guter Tag gegen die Rechten heute, ob es ein guter Tag f\u00fcr die Menschen ist, wird sich noch zeigen.<\/li>\n<li>06.05.2017<br \/>So eine Hochzeit erlebt zu haben, solch eine Familie. Die Eltern m\u00fcssen verdammt stolz auf ihre f\u00fcnf Kinder sein und vor allem: Wie haben die es geschafft sie allesamt so zu erziehen. Respekt auf jeder Ebene.<\/li>\n<li>05.05.2017<br \/>Egal was ist, ich finde irgendeine T\u00e4tigkeit, um mich vor den wirklich wichtigen Dingen zu dr\u00fccken. Das aber sehr erfolgreich.<\/li>\n<li>04.05.2017<br \/>Als w\u00e4re ich mit H\u00f6chstgeschwindigkeit auf eine Wand zugefahren und folglich auch kollidiert, so f\u00fchle ich mich. Irgendetwas in mir rebelliert gegen mich.<\/li>\n<li>03.05.2017<br \/>Es ist gut, den Menschen mit Freundlichkeit zu begegnen, noch besser ist es allerdings, sie offen anzul\u00e4cheln, wenn sie einem einen Wunsch zu verweigern in Betracht ziehen. Ein solches Machtspiel gewinnt derjenige, der die guten Argumente ohne jegliche Aggression, aber mit gewisser S\u00fcffisanz vorbringt und sich nicht reizen l\u00e4sst. Ich mag solche Spiele. Ich mag auch das Gegen\u00fcber, welches um solche Spiele wei\u00df. Gewinnen hei\u00dft nicht unbedingt, den Wunsch erf\u00fcllt zu bekommen, sondern die Haltung zu bewahren.<\/li>\n<li>02.05.2017<br \/>Gespr\u00e4che, sehr gute Gespr\u00e4che mit diesen Menschen, die viel lesen, h\u00f6ren, sehen und das auch noch artikulieren wollen.<\/li>\n<li>01.05.2017<br \/>Oben am Fenster sitzt eine gestreifte Springspinne und ich glaube, sie beobachtet mich. Immer wieder scheint sie ihre Position zu justieren, an meine anzupassen. Jedes Mal, wenn ich mich bewege. Ich habe mich an sie gew\u00f6hnt, sie wird ihre Arbeit machen, das ist gut.<\/li>\n<li>30.04.2017<br \/>Nicht jede Erwartung kann erf\u00fcllt werden, nicht jeder Wunsch wird auch wahr, aber diejenigen, welche erf\u00fcllt werden, haben einen gro\u00dfen Wert.<\/li>\n<li>29.04.2017<br \/>Jede freie Minute in den letzten Wochen genutzt, um durch den Wald zu streifen, immer querfeldein, immer mit wachem Blick. Bisher jedes Mal etwas gesehen oder Tiere und Pflanzen entdeckt, von denen ich nicht dachte, es g\u00e4be sie hier.<\/li>\n<li>28.04.2017<br \/>Erinnerungen sind in manchen F\u00e4llen keine Beweise, weil die Erinnerungen sich mit den Jahren ver\u00e4ndern. Aber es gibt Erinnerungen, die r\u00fcckblickend gesehen, das Leben ver\u00e4ndert haben.<\/li>\n<li>27.04.2017<br \/>Es gibt momente, in denen ich nicht genau wei\u00df, was jetzt zu tun w\u00e4re, meistens kann es dann hilfreich sein, Pause zu machen, nachzudenken und erst versp\u00e4tet zu handeln.<\/li>\n<li>26.04.2017<br \/>Einige Ger\u00e4usche in diesem Haus kann ich nicht zuordnen, immer etwa, wenn es \u00fcber mir etwas poltert. Ich wei\u00df doch, dass dort niemand wohnt und folglich auch niemand Ger\u00e4usche machen kann und trotzdem poltert dort oben manchmal etwas. Aber vielleicht habe ich ja gl\u00fcck und der Marder f\u00fchlt sich nicht nur in meinem Motorraum zuhause.<\/li>\n<li>25.04.2017<br \/>Eigentlich bin ich ganz zufrieden.<\/li>\n<li>24.04.2017<br \/>Einen Gro\u00dfteil von Fortbildungen kann ich nicht ernst nehmen, dieses Mal jedoch ergaben sich einige Aspekte, die durchaus bedenkenswert sind. Immer dann, wenn es um Bewusstmachung geht.<\/li>\n<li>23.04.2017<br \/>Wer die Rheintrasse entlang bis ins Ruhrgebiet f\u00e4hrt kann mancherorts sogar von der Autobahn aus sch\u00f6ne Landschaften entdecken. Sch\u00f6ner ist es aber, zwischendurch anzuhalten, einige Meter zu gehen.<\/li>\n<li>22.04.2017<br \/>Linz am Rhein. Du bist eine h\u00fcbsche kleine und offenbar auch sterbende Stadt. Aber du bist eine Stadt mit wundervollen Menschen, die ein offenes Herz haben und vor allem ein Hotel Ockenfels, in dem man sich in eine Zeit zur\u00fcckversetzt f\u00fchlt, die man selber gar nicht gelebt hat.<\/li>\n<li>21.04.2017<br \/>Bis sp\u00e4t abends dar\u00fcber nachgesonnen, was denn wohl f\u00fcr die Fahrt an den Rhein noch vorzubereiten w\u00e4re. Schlie\u00dflich habe ich eine zweite Garnitur mitgenommen. Und nat\u00fcrlich das Schminkset nicht zu vergessen.<\/li>\n<li>20.04.2017<br \/>Nicht alles sollte zu ernst genommen werden, aber diese Tage, in denen die Zeit auch schon mal einfach so an einem vorbeizieht, tun einfach gut. Das ist wie eine Sonne von innen.<\/li>\n<li>19.04.2017<br \/>\u00dcberall h\u00e4ufen sich die sinnentleerten Wahlplakate. Bitte, liebe Parteien, habt endlich den Mut, ehrliche und umsetzbare Forderungen zu stellen, ehrlich Inhalte zu liefern, anstatt mit d\u00e4mlichen oder gar d\u00fcmmlichen Wortspielchen die W\u00e4hler auf eure Seite zu bringen. Das n\u00e4mlich NRviert. Zeigt endlich mal klare Kante gegen\u00fcber den Nichtdemokraten und zeigt auf, welche Folgen eine sogenannte Protestwahl hat.<\/li>\n<li>18.04.2017<br \/>Umzug Nummer eins, von viertel vor acht bis viertel acht unterwegs. Treppauf, treppab, rein in den Wagen, raus aus dem Wagen. Aber die Stimmung unglaublich gut. Hat doch mal Spa\u00df gemacht. Abends zeichnen bei angenehmen Gespr\u00e4chen. Wer hat ein besseres Leben?<\/li>\n<li>17.04.2017<br \/>\u00dcber all die Wetterkapriolen im April haben die Leute sich seit Jahrhunderten Gedanken gemacht. Fr\u00fchjahr ist eben kein Sommer.<\/li>\n<li>16.04.2017<br \/>Ein ruhiges Osterfest.<\/li>\n<li>15.04.2017<br \/>Solche Abende kann ich geneie\u00dfen, ein guter Gespr\u00e4chspartner, gutes Essen und guter Wein. An Themen mangelt es nicht und an Pl\u00e4nen sowieso noch nie.<\/li>\n<li>14.04.2017<br \/>So, Gartenarbeiten erstmal einstellen nach Feierabend. Vielleicht geht es n\u00e4chste Woche weiter, vielleicht aber auch erst sp\u00e4ter. Die Reststeine sind inzwischen auch verteilt, m\u00fcssen nur noch abgeholt werden.<\/li>\n<li>13.04.2017<br \/>Obwohl der Himmel sich heute vor allem grau zeigt. Obwohl die Luft vor allem k\u00fchl ist. Obwohl sicherlich schwerm\u00fctige Menschen sicherlich schwerm\u00fctig werden w\u00fcrden. Es war sch\u00f6n. Arbeiten mit Steinen, die ger\u00fcckt wurden.<\/li>\n<li>12.04.2017<br \/>Auch das ist mal wichtig, Pause machen. Durch die Landschaften streifen. Pl\u00f6tzlich merkst du, du bist da, ganz da.<\/li>\n<li>11.04.2017<br \/>Das Meiste ist geschafft, der Hof sieht doch schon ganz sch\u00f6n aus. Nur die R\u00e4nder bed\u00fcrfen der intensiven Nacharbeit.<\/li>\n<li>10.04.2017<br \/>Alte Betonplatten entfernen, alte Natursteinplatten auf den Boden legen, festklopfen. Der K\u00f6rper f\u00fchlt sich bei solcher Arbeit.<\/li>\n<li>09.04.2017<br \/>Wir wollen den Tag genie\u00dfen und tun es, immerhin ein Gef\u00fchl von Familie mit den dreien. Der Symbiose und dem Kleinen. Das nenne ich Liebe. Abends dann vor dem offenen Kaminofen im Garten zu sitzen, nicht in meinem, sondern irgendwo drau\u00dfen in der Natur. Da tut gut.<\/li>\n<li>08.04.2017<br \/>Da sind vielleicht weniger Menschen als gedacht gekommen, das macht nichts. Es waren die richtigen Leute, die Guten und es hat Sap\u00df gemacht, was willst du mehr?<\/li>\n<li>07.04.2017<br \/>Man kann St\u00e4dte manchmal ganz anders sehen. So hier die Altstadt von Arnsberg, wunderbare Winkel dort, man f\u00fchlt sich in andere Zeiten, vor allem in andere Lande zur\u00fcckversetzt. An einigen Ecken wie ein Winzerst\u00e4dtchen am Rhein oder an der Mosel. Dank an den Nachtw\u00e4chter.<\/li>\n<li>06.04.2017<br \/>Da sitzt also eine Haufe Menschlein zwischen 24 und 74 zusammen und man fragt sich, was die zusammenh\u00e4lt. Wahrscheinlich ist es einfach nur das seltsame Gef\u00fchl, wir geh\u00f6ren zusammen, sind die Familie neben der Familie.<\/li>\n<li>05.04.2017<br \/>Sage niemals nein, dann wird wohl auch niemals zu dir nein gesagt werden; das als Pr\u00e4misse zu nehmen, kann nur ein Fehler sein.<\/li>\n<li>04.04.2017<br \/>Die Erkenntnis des Tages: Du wirst niemals irgendetwas \u00e4ndern, schon alleine deshalb, weil du es gar nicht willst.<\/li>\n<li>03.04.2017<br \/>Spiele spielen ist ein spielerisches Unterfangen, solange es so bleibt, geht das Spielerische allerdings verloren, muss man sich entweder auf den Ernst einlassen oder gewusst auf das Spiel verweisen.<\/li>\n<li>02.04.2017<br \/>Ja, die Disziplin l\u00e4sst manchmal nach, das gebe ich zu. Entschuldigen kann man das wahrscheinlich gar nicht. Letztlich ist das aber auch egal. So schwankt das Handeln tats\u00e4chlich zwischen Langeweile und absoluter Euphorie.<\/li>\n<li>01.04.2017<br \/>Ja, im Garten ein wenig gebuddelt, ja, hier und dort eine Kleinigkeit gemacht. Aber das kann die abendliche M\u00fcdigkeit wohl kaum erkl\u00e4ren. Vielleicht ist es dieses \u00dcberma\u00df an Licht, an Leben, an allem. Zumindest eine filmische Entdeckung gemacht, die es wirklich in sich hat. Imitation Games. Unbedingt ansehen!<\/li>\n<li>31.03.2017<br \/>Missverst\u00e4ndnisse machen einen wichtigen Teil unseres Lebens aus, aber manchmal geht es auch darum, einen Vertrag nicht gelesen oder verstanden zu haben, dann wird es wirklich \u00e4rgerlich.<\/li>\n<li>30.03.2017<br \/>Was mich st\u00f6rt? Ein schmutziges Treppenhaus, drei Stunden nachdem ich dort gesaugt habe. Aber was soll es schon, bald hat das zumindest ein Ende.<\/li>\n<li>29.03.2017<br \/>Ein einfacher Gru\u00df ist manchem Menschen schon zu viel, wenn er auf hohem Ross an mir vorbei in seine Werkstatt reitet.\u00a0 Mein Motto dann: Jetzt erst recht freundlichst gr\u00fc\u00dfen. Derweil dringe denn diese Durchsage dann durch dickste Dekorateursb\u00e4rte. Und f\u00fcr alle die es noch wissen: selektiver Mutismus ist heilbar!<\/li>\n<li>28.03.2017<br \/>Das Einfache erleben und zur Kunst erheben k\u00f6nnen, geh\u00f6rt auf jeden Fall zu den wichtigsten Dingen.<\/li>\n<li>27.03.2017<br \/>Einen Tag voller M\u00fcdigkeit verbracht, das ist die Rache der letzten Nacht, die den Schlaf nicht zulassen wollte.<\/li>\n<li>26.03.2017<br \/>Wo ist der Kaffee?<\/li>\n<li>25.03.2017<br \/>Mit der S\u00e4ge durch die Stapel Holz zu fegen, als w\u00e4re alles leicht, als h\u00e4tte das Holz keine Gegenwehr zu bieten. Und zwischendurch, beim Aufladen nat\u00fcrlich, die Stille fast k\u00f6rperlich zu sp\u00fcren, den Kl\u00e4ngen der Fr\u00fchlingsv\u00f6gel nachzuheischen.<\/li>\n<li>24.03.2017<br \/>Die Konzepte gewisser Gesch\u00e4fte muss man nicht nachvollziehen k\u00f6nnen, aber ich muss dann herzhaft lachen.<\/li>\n<li>23.03.2017<br \/>Manchmal gibt eben Zuf\u00e4lle und dann muss ich ganz \u00fcberraschend Dinge tun, die ich eine Minute vorher nicht erwarten konnte.<\/li>\n<li>22.03.2017<br \/>Wir k\u00f6nnen uns nat\u00fcrlich auch dar\u00fcber aufregen, was andere machen, mehr jedoch sollten wir und dar\u00fcber aufregen, was wir selber nicht machen.Und das bezeiht sich nicht auf den inzwischen allt\u00e4glichen Terror.<\/li>\n<li>21.03.2017<br \/>Ein Kaffeetrinken muss nicht immer ein Kaffeetrinken sein.<\/li>\n<li>20.03.2017<br \/>Es ist ja sch\u00f6n, wenn wir tolerant sind, aber meist betrifft das nur jene Dinge des Alltags, die uns nicht sonderlich betreffen.<\/li>\n<li>19.03.2017<br \/>Das Spontane ist nicht kalkulierbar.<\/li>\n<li>18.03.2017<br \/>Der Versuch ist nur dies, nicht mehr.<\/li>\n<li>17.03.2017<br \/>Und dann erreicht dich die Nachricht, dass einige Menschen so und so gehandelt haben. Du hast die Entscheidung, dich entweder aufzuregen, deren Entscheidung an dich heran zu lassen oder aber ganz ruhig zur\u00fcckgelehnt dar\u00fcber nachzudenken und zu warten. Letztere Position ist diejenige der St\u00e4rke.<\/li>\n<li>16.03.2017<br \/>Und wieder rennt diese Maus an der Mauer entlang und hat schon lange vegessen, dass sie graben k\u00f6nnte, um der Katze zu entgehen. Anderen sind Fl\u00fcgel gewachsen.<\/li>\n<li>15.03.2017<br \/>Es gibt gute Taten und schlechte Absichten und schlechte Taten und gute Absichten und schlechte&#8230;.<\/li>\n<li>14.03.2017<br \/>Ein sogenannter Post, das schlimmste Vergehen, welches passieren k\u00f6nnte. Ein Kind, das sich zu weit in eine fremde Welt, vor allem jedoch in eine fremde Sprache begeben hat.<\/li>\n<li>13.03.2017<br \/>Lachend vor dem Rechner die Zeit verbringen, nicht weil wir konsumieren, sondern, weil wir schreiben, weil der Wortwitz in diesem Moment so wahnsinnig erscheint.<\/li>\n<li>12.03.2017<br \/>\u00dcberall regt es sich, durchbricht den Boden und zeigt sein lichtes Gr\u00fcn. \u00dcberall die leuchtenden Farben der Fr\u00fchbl\u00fcher.<\/li>\n<li>11.03.2017<br \/>Es geht Hand in Hand, es entsteht etwas und ich freue mich f\u00fcr die vier, die es betrifft.<\/li>\n<li>10.03.2017<br \/>Wieder einmal Verdr\u00e4ngungsstrategien, muss ich das denn jetzt wirklich machen oder g\u00e4be es die M\u00f6glichkeit zu verschieben, ja, die gab es.<\/li>\n<li>09.03.2017<br \/>Die anderen sprechen immer vom kleinen Wochenende, weil es kurz vor dem echten ist, da kann man in aller Ruhe den Tag genie\u00dfen.<\/li>\n<li>08.03.2017<br \/>Wie schnell muss ich bemerken, wenn ein Text nicht funktioniert, nicht zu Ende gedacht ist, wenn der Text nicht spielbar ist, weil die Rhythmisierung spielt, weil Grundlagen des Dialogs fehlen. Und wie schnell dies Konsequenzen nach sich zieht.<\/li>\n<li>07.03.2017<br \/>Auch ein Verbot kann ein Zeichen von Freiheit sein.<\/li>\n<li>06.03.2017<br \/>Den Abend dort im Kloster zu verbringen, ein angemessener Abschluss, der mich schnell herunterholt und folgende Gespr\u00e4che nach der Komplet.<\/li>\n<li>05.03.2017<br \/>Sich Ruhe antun, die Zeit in aller Konsequenz verstreichen lassen, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Zuweilen auch drau\u00dfen die frische Luft genie\u00dfen. Im Gro\u00dfen und Ganzen sich den Wind um die Nase wehen lassen und diesen steten Wetterwechsel zwischen Sonnenschein, Wind und Spr\u00fchregen zu genie\u00dfen.<\/li>\n<li>04.03.2017<br \/>Einen fast ganzen Tag drau\u00dfen stehen d\u00fcrfen, Gartenarbeit, einen Baum f\u00e4llen, den herrlichen Duft des Harzes einatmen, w\u00e4hrend man die Zweige im H\u00e4cksler zerkleinert.<br \/>Zuweilen kann es schon einmal passieren, dass du dich in einer anderen Welt f\u00fchlt, wenn andere fast hysterisch feiern und man selbst nur als passiver Beobachter daneben steht. Und irgendwann kommt dieser Punkt, da l\u00e4sst du dich mitziehen, weil da wunderbare Menschen sind, deren Worte gut tun.<\/li>\n<li>03.03.2017<br \/>Wie sang Distelmeyer damals: Die Tage sind gez\u00e4hlt, die Augenblicke sind es nicht f\u00fcr alle Zeit.<br \/>Dieser wunderbare Satz kann durchaus Mut machen.<\/li>\n<li>02.03.2017<br \/>\u00c4rger dich nicht, reflektiere und \u00fcberleg, welche L\u00f6sungen anstehen k\u00f6nnten.<\/li>\n<li>01.03.2017<br \/>Da gibt es Situationen, die k\u00f6nnten dich zur\u00fcckwerfen, andere aber, die bringen dich weiter, hatte ich gedacht und pl\u00f6tzlich wurde \u00fcberdeutlich, dass das allgemeiner Schwachsinn ist.<\/li>\n<li>28.02.2017<br \/>Dieses Essen mit den jungen Menschen, selbst gemacht und mit viel Geplapper und guter Laune verzehrt. Das sind so lohnende Tage.<\/li>\n<li>27.02.2017<br \/>Du triffst einen Menschen, den du ein dutzend Jahre nicht gesehen hattest und erkennst ihn nicht mehr, vielleicht weil er sich so sehr ver\u00e4ndert hat, vielleicht aber auch, weil du ihn nie richtig gekannt hast, am wahrscheinlichsten ist aber, dass du dich selber so sehr ver\u00e4ndert hast.<\/li>\n<li>26.02.2017<br \/>Manchmal wird es mir einfach zu bunt, dann ist der Ort gesucht, an dem Ruhe tankbar ist und sei es nur f\u00fcr ein paar Minuten.<\/li>\n<li>25.02.2017<br \/>Egal was kommt, \u00fcber irgendetwas kann man immer lachen.<\/li>\n<li>24.02.2017<br \/>Und pl\u00f6tzlich, quasi j\u00e4hlings tut sich eine Spalte auf und du entdeckst unter dir, die welt ist nicht zuende.<\/li>\n<li>23.02.2017<br \/>Das ist doch mal eine Erfahrung seit Wochen wieder. Es regnet und zwar dicht und Heftig, der Sturm treibt die Tropfen teilweise fast waagerecht durch die Landschaft. Dann mit dem Hund spazieren zu gehen, alles wird nass. Der Boden gibt seinen Glotter frei. Beim anschlie\u00dfenden Kaffee wird bewusst, dass das Leben war. Ein gutes St\u00fcck.<\/li>\n<li>22.02.2017<br \/>Wir m\u00fcssen wohl bestimmte Dinge, bestimmte Menschen aushalten und dabei trotzdem den Kopf hochhalten.<\/li>\n<li>21.02.2017<br \/>Seit Tagen ein t\u00e4gliches Einerlei. Die Kleinigkeiten, die Freude bereiten, die Kleinigkeiten, die \u00e4rgern. Die Pl\u00e4nkeleien. Die Gespr\u00e4che und Steitereien. Wirklich wichtig aber war nur eines. Er ist wieder gesund geworden.<\/li>\n<li>20.02.2017<br \/>M\u00f6glichkeitsgedanken zu vergessen ist ein Ding der Unm\u00f6glichkeit.<\/li>\n<li>19.02.2017<br \/>M\u00f6glichkeitsgedanken aufgeben ist eine Form von Kultur.<\/li>\n<li>18.02.2017<br \/>M\u00f6glichkeitsgedanken wegschieben ist auch ein olympische Disziplin.<\/li>\n<li>17.02.2017<br \/>Wieder ein sch\u00f6ner, ein kurzer und trotzdem erf\u00fcllter Abend. Dann kann man danken.<\/li>\n<li>16.02.2017<br \/>Es soll ja Menschen geben, die ein Gespr\u00e4ch einfordern und dann demonstrativ gehen, wenn es f\u00fcr sie schwierig wird.<\/li>\n<li>15.02.2017<br \/>Das hat richtig Freude bereitet, das war ein gutes Spiel, mit diesen und gegen diese Leute, die ich mag.<\/li>\n<li>14.02.2017<br \/>Und zuweilen muss man machen, was anliegt, nicht mehr, nicht weniger.<\/li>\n<li>13.02.2017<br \/>Und pl\u00f6tzlich leuchtet alles wieder und du hast trotz der K\u00e4lte den Eindruck, alles geht voran.<\/li>\n<li>12.02.2017<br \/>Man kann auch bei Frost Eis essen gehen.<\/li>\n<li>11.02.2017<br \/>Holz ist in mehrfacher Hinsicht sch\u00f6n. Die Farbe, das Zusammensein, die W\u00e4rme, wenn es verbrennt.<\/li>\n<li>10.02.2017<br \/>Gl\u00fcck ist manchmal nur ein Blick.<\/li>\n<li>09.02.2017<br \/>Strecken strecken sich zuweilen.<\/li>\n<li>08.02.2017<br \/>Da denkst du, du hast Zeit und musst pl\u00f6tzlich feststellen, dass die Zeit dich hatte.<\/li>\n<li>07.02.2017<br \/>Wenn dieses Gesicht dir gegen\u00fcber noch nicht einmal zu einem L\u00e4cheln f\u00e4hig ist, dann wei\u00dft du, dass etwas nicht, nein gar nichts stimmt.<\/li>\n<li>06.02.2017<br \/>Hektik und ein St\u00fcckchen weit auch Schock.<\/li>\n<li>05.02.2017<br \/>ein ruhiger Tag irgendwie treibend.<\/li>\n<li>04.02.2017<br \/>Da stehen pl\u00f6tzlich einige Jungs vor der T\u00fcr und haben eine Kiste Bier mitgebracht. Na gut, umdisponieren.<\/li>\n<li>03.02.2017<br \/>Diese Freunde zu besitzen freudet.<\/li>\n<li>02.02.2017<br \/>Diese Gespr\u00e4che, mit viel Selbstironie gef\u00fchrt, immer wieder die eigene Hybris bel\u00e4chelnd, sind wichtig. &#8222;Nein, meine Texte sind nicht einfach gut, sie sind brilliant!&#8220; Wenn dann herzhaft gelacht werden kann, ohne verletzt zu sein, wei\u00df ich, dass es mir gut geht.<\/li>\n<li>01.02.2017<br \/>Ein fiebergl\u00fchendes Kind liegt da vor mir und ich f\u00fchle mich irgendwie ziemlich hilflos in meiner Sorge. Da schaut dieser Jaust mich frech an und erz\u00e4hlt mit fast teilnahmsloser Stimme einen so guten Witz, dass wir uns beide die n\u00e4chsten Minuten mit verzerrten Gesichtern in dem Armen liegen. Dieses wunderbare Gef\u00fchl, dass alles gel\u00f6st ist.<\/li>\n<li>31.01.2017<br \/>Jedes Mal, wenn ein Mensch in den Ruhestand geht, wenn er nicht mehr in allen Belangen zur Verf\u00fcgung steht, entsteht eine L\u00fccke. Letztlich aber muss diese irgendwie geschlossen werden, dann muss auch neu justiert werden. Beide Prozesse sind oft schmerzhaft.<\/li>\n<li>30.01.2017<br \/>Und dann trifft dich die Erkenntnis pl\u00f6tzlich wie ein Pferdetritt. Da wei\u00dft du dann, alles ist sinnvoll, dort wo es anderen lediglich Sinn macht. Und pl\u00f6tzlich musst du ganz unverhohlen lachen, nicht l\u00e4cheln. Du darfst dann \u00fcber jene lachen, die verbittert mit ihren Grunds\u00e4tzen letztlich nur zeigen, dass sie nicht in der Lage sind, die Menschen zu begeistern. Aber gl\u00fccklicherweise gibt es ja keinen, \u00fcberhaupt keinen, wirklich \u00fcberhaupt keinen Zusammenhang zwischen dem Gebrauch von Worten und Machtstrukturen, so wie es auch keinen zwischen der Sicht auf alle Menschen und der Bevorzugung weniger gibt. Und vor allem nicht zwischen einer grundlegenden Menschenliebe und innerer Vertrocknung. Warum wird dies eigentlich niemals in irgendwelchen Feldstudien ber\u00fccksichtigt?<\/li>\n<li>29.01.2017<br \/>Durch die Schneelandschaft, das glitschige Eis, welches \u00fcbrig blieb, wenn die Temperaturen pl\u00f6tzlich den Keller verlassen und alles zum Tropfen bringen. Ein Hund, der sich wie Bolle freut und in die noch tiefen Schneeh\u00fcgel und -wehen springt. Ein Mann, der den R\u00fcckweg wohl oder \u00fcbel durch das verlassende Tageslicht gezwungen im Laufschritt zur\u00fccklegen muss, v\u00f6llig durchgeschwitzt, aber um so gl\u00fccklicher, als er nicht ausrutscht.<\/li>\n<li>28.01.2017<br \/>Eine Zeitung von vergangener Woche zu lesen, kann eine besondere Form der Medienarch\u00e4ologie sein.<\/li>\n<li>27.01.2017<br \/>Heizk\u00f6rper, die entfernt werden wollen, entfernt. Immerhin das eine Leistung. Leider auch eine Leitung zers\u00f6rt, so doof kann man sein.<\/li>\n<li>26.01.2017<br \/>Mit \u00fcber 70 anderen dem Jochen Rausch zugeh\u00f6rt. Keine Literatur, aber gute Geschichten. Er bringt Dinge auf den Punkt, die andere erz\u00e4hlen und pointiert erz\u00e4hlen ist doch letztlich eine besondere Gabe.<\/li>\n<li>25.01.2017<br \/>Zuweilen beschleicht mich das Gef\u00fchl, dass die B\u00fccher, die ich lese, mir zu sehr nahe r\u00fccken. Aber andererseits gut zu wissen, dass ich sie nicht lesen muss, sie k\u00f6nnen beiseite gelegt werden und beschweren sich nicht. Nur das Innerste will das Ende wissen. So geschehen jetzt mit einem Roman, der sicherlich von niemandem als Literatur angesehen wird, der es vielleicht auch gerade deshalb in sich hat. Science Fiction vom Besten: &#8222;Hyperion &#8211; Ges\u00e4nge&#8220; von Simmons. Intelligent und durchaus nachhaltige Gedanken.<\/li>\n<li>24.01.2017<br \/>Vielleicht interessiert es gar nicht so sehr, was gemacht wird, sondern eher wie.<\/li>\n<li>23.01.2017<br \/>H\u00e4tte ich die Gabe, schnell zu arbeiten, w\u00e4re aus mir etwas anderes geworden. Leider gelingt es mir aber nicht, eine Arbeit einfach so hinzunehmen, ich muss hinterfragen.<\/li>\n<li>22.01.2017<br \/>Einerseits das Wissen um den ruhigen Tag, andererseits das Wissen um das Morgen.<br \/>Einerseits eine Ausstellungser\u00f6ffnung, andererseits die Bilder.<\/li>\n<li>21.01.2017<br \/>Zuweilen darf der Mensch auch mal zufrieden sein. Mit all den wunderbaren Menschen in M\u00fclheim eine Ausstellungser\u00f6ffnung zu erleben.<\/li>\n<li>20.01.2017<br \/>&#8222;Und manchmal kriecht die K\u00e4lte von au\u00dfen herein und ich habe trotzdem mein Vertrauen und deinen Schal.&#8220; So steht es in einem der Notizb\u00fccher geschrieben, die gestern durch Zufall wieder entdeckt wurden. Aus dem Februar 2011.<\/li>\n<li>19.01.2017<br \/>Bei den intellektuellen Schwaflern in M\u00fclheim gewesen, die ich so lieb gewonnen habe. Und dann entdeckst du immer wieder, wie wundervoll diese Masken der Literazilit\u00e4t oder literarischen Verschleierungsmodule doch funktionieren und wie schnell sie au\u00dfer Kraft gesetzt werden k\u00f6nnen, wenn der Hunger kommt.<\/li>\n<li>18.01.2017<br \/>Der Glaube an die Zahlen ist wohl um so gr\u00f6\u00dfer, als das Rechnen nicht bekannt ist. Die Wirkung der Worte aber geht auch am Analphabeten nicht vorbei.<\/li>\n<li>17.01.2017<br \/>Das Gift der Ger\u00fcchte wirkt, langsam, schleichend und doch voller Heimt\u00fccke.<\/li>\n<li>16.01.2017<br \/>Es gibt immer die M\u00f6glichkeit zum strahlenden Licht, zu jenem L\u00e4cheln, das uns umhaut, nur allein im Vor\u00fcbergehen, noch mehr aber, wenn man sich ihm aussetzt.<\/li>\n<li>15.01.2017<br \/>Der eint\u00f6nige Rhythmus der D\u00e4cher, ihrer Dachpfannen. Zuweilen w\u00fcnsche ich mir eine St\u00f6rung, dann w\u00fcrde das Z\u00e4hlen leichter fallen.<\/li>\n<li>14.01.2017<br \/>Eine Party, ok. Sogar richtig nett. Gute Gespr\u00e4che. Aber der Nachmittag im tiefen Schnee, Wege, die kaum gegangen waren. Den Schnee auf der Haut zu sp\u00fcren, seinen weiteren Weg, wenn er schmilzt. Zu f\u00fchlen, wie langsam die Kleidung von innen feucht wird, weil es so herrlich anstrengend wird. Dieses innere Gl\u00fchen, weil jeder Blick ins Land eine Kur ist.<\/li>\n<li>13.01.2017<br \/>Gewisse Dinge f\u00fcgen sich ineinander und du wunderst dich, warum das so ist. Aber es ist gut, wenn dabei diese grunds\u00e4tzliche Sorge nicht w\u00e4re.<\/li>\n<li>12.01.2017<br \/>Da geben sich zwei Menschen echte M\u00fche und stellen ein Programm auf die Beine, das sich sehen lassen kann und dann kommt kaum jemand, weil die Menschen von einer Unwetterwarnung geh\u00f6rt haben. Im neuen Zeitalter ist auch ein Regenschauer ein Unwetter. Ein Unwetter ist nicht daraus geworden, es stellt sich sp\u00e4t in der Nacht als st\u00fcrmisches Schneegest\u00f6berchen heraus. Na, was soll es, Hauptsache, man kommt auch ohne Winterreifen wieder nach Hause.<\/li>\n<li>11.01.2017<br \/>Wie weit kannst du andere Menschen bringen, inwieweit ist diese Form der Manipulation sinnvoll? Wenn es um das Erreichen von guten Zielen geht, sicher sehr weit; aber wer kann dir sagen, was gut ist.<\/li>\n<li>10.01.2017<br \/>Eine Nachricht, lakonisch, da ist einer gegangen, der mich bewegt hatte. Damals. Der fr\u00fchzeitig erkannt hatte, dass die Gesellschaft auseinander driftet, wenn sie nicht die Gemeinsamkeiten erkennt. Roman Herzog.<\/li>\n<li>Irritationen \u00fcber eigenes Verhalten, soweit dass diesmal eine Art von Sprachlosigkeit entsteht.<\/li>\n<li>09.01.2017<br \/>Es zeigt sich immer wieder, dass bestimmte Menschen ihre Fassade nicht aufrecht erhalten k\u00f6nnen, wenn sie mit der Realit\u00e4t konfrontiert werden, wenn einfach Fragen gestellt werden, f\u00fcr welche sie sich keine Ausreden ausgedacht hatten.<\/li>\n<li>08.01.2017<br \/>Diese Inneren Monologe auf meinen Wanderungen, wenn ich beide Seiten abw\u00e4ge und mir selbst nicht einig bin, was ich denn eigentlich will.<\/li>\n<li>07.01.2017<br \/>Man kann nicht erwarten, dass der Andere so handelt und denkt wie es das eigene Denken eigentlich als selbstverst\u00e4ndlich sehen w\u00fcrde. Aber der andere muss nicht denken, dass immer der Kl\u00fcgere nachgibt. Manchmal ist es wichtig, auf dem erkannten Recht zu beharren. Manchmal ist es wichtig, Kante zu zeigen. Auch an Stellen, die doch eigentlich recht weich sind. Das Zeigen reicht meistens aus.<\/li>\n<li>06.01.2017<br \/>Einfach tief einatmen &#8211; kurz bevor alles wieder startet. Aber mit der Gewissheit, einige gute Freunde als Fundament zu haben.<\/li>\n<li>05.01.2017<br \/>Ein Tag des Durchh\u00e4ngens, Abh\u00e4ngens und neudeutschen Chillens. Immerhin ein sch\u00f6ner Spaziergang mit sch\u00f6nen visuellen Eindr\u00fccken durch die umgew\u00fchlte Steinbruchlandschaft des Sauerlandes.<\/li>\n<li>04.01.2017<br \/>Hey, den Braten eines Hirsches? Lass ich mir gefallen. Selbst braten auch. Ein Abend des Schmausens mit sch\u00f6nen Gespr\u00e4chen und leckerem Wein. Was will ich mehr?<\/li>\n<li>03.01.2017<br \/>Schleifen. Nein, nicht diese aus Textilstreifen r\u00fcschig zusammengebundenen Schleifen. Ich meinte das Schleifen von Holz. Packen. Nicht das Packen eines Koffers, sondern die Packen an Steinen, die aufzuschichten sind.<\/li>\n<li>02.01.2017<br \/>Das gute Streiten ist einfach beizeiten wichtig, da gibt es nichts dran zu meckern.<\/li>\n<li>01.01.2017<br \/>Nein, wir hatten den letzten Kalenderumlauf nicht m\u00f6gen m\u00f6gen, hatten uns \u00fcberlegt, es w\u00e4re besser, diesen abzuhaken, abzulegen und abzuwerten. Ist hiermit geschehen, auch wenn ich nach all den Kommentaren, die den Tag \u00fcber kamen, sagen muss, nein, ist es eigentlich nicht. Aber eigentlich ist eigentlich eigentlich. Also gleichzeitig auch uneigentlich. Hm, sich auseinandersetzen hat damit zu tun, dass man nicht so eng zusammen sitzt hinterher. &#8230;wir werden wohl wahrscheinlich das letzte Jahr analysieren m\u00fcssen, um zu verstehen, was dieses Jahr passiert. Das Sichaufschaukeln kann man vielleicht erst dann ann\u00e4hernd verstehen, wenn die fatale Folge erkennbar wird.<br \/>Das Jahr hat wunderbar begonnen, mit Gin, um genau zu sein mit Gragi, das ist Granatapfelgin. Dann das klare Wetter, blauer Himmel und K\u00e4lte, die den Fingern schmerzte. Hoffen wir mal, dass es so bleibt, aber das ist unwahrscheinlich.<\/li>\n<li>31.12.2016<br \/>Meine Vorhaben f\u00fcr das n\u00e4chste Jahr: 1. leben, 2. weniger von so manchem, 3. mehr von anderem, 4. s\u00e4mtliche Menschen vergr\u00e4tzen, 5. sie wieder gewinnen, 6. freundlicher werden, aber ehrlich bleiben und vielleicht sollte ich auch noch f\u00fcr irgendetwas kandidieren. B\u00fcrgermeister oder so, na mal sehen. Was wird wohl eintreffen? Wetten werden noch angenommen bis 24 Uhr.<\/li>\n<li>30.12.2016<br \/>Gl\u00fccklicherweise sind wir Menschen, keine Maschinen, wir d\u00fcrfen Fehler machen und vielleicht ist es sogar gut, welche zu machen, nicht nur weil man daran lernen kann, wie mein innerer Oberlehrer jetzt sagen w\u00fcrde. Manche Fehler m\u00f6gen gerade deshalb gut sein, weil sie stehen bleiben, weil sie uns an irgendetwas erinnern oder weil aus ihnen etwas Neues erw\u00e4chst. Auch wenn ich zugeben muss, dass es sicher leichter w\u00e4re, w\u00fcrde ich keine machen.Dann m\u00fcsste ich sie auch nicht st\u00e4ndig erkl\u00e4ren. &#8222;Aber&#8220; ist dann was bleibt. Immerhin dies.<\/li>\n<li>29.12.2016<br \/>Was denn, wenn wir Bilanz ziehen w\u00fcrden? Bilanz dieses Jahres 2016. Die pers\u00f6nliche Bilanz ist einfach und erschreckend. Du kannst dich noch so anstrengen, Dinge zu tun, von denen du glaubst, sie seien gut, es wird immer Menschen geben, die daran zu mosern haben. Wenn du dich aufreibst, wirst du krank und die Schnittstelle zum Abgang kann schneller als gedacht kommen. Schlimm wird es aber erst, wenn dir das von einem jungen Menschen, den du in dein Herz geschlossen hast, so brutal gezeigt wird. Die Folgen sind lebensl\u00e4nglich. Das Denken und die Medikamente. Die Bilanz des Jahres ist gar nicht erschreckend, denn es gibt eben auch die andere Seite. Jene Menschen, denen du dich nahe f\u00fchlst, die dir den R\u00fccken st\u00e4rken, dann wenn es darauf ankommt. Auf die du dich verlassen kannst, die dir dabei allerdings deine Eigenheiten, deine Freiheit nicht verwehren. Die wissen, dass du ein Spinner bist, und dich daf\u00fcr auch noch m\u00f6gen. Daf\u00fcr kannst du dankbar sein. Ich bin es.<br \/>\u00dcber politische Bilanzen werde ich nicht gro\u00df reden, das machen andere besser und fundierter. Mir graut allerdings nachhaltig vor den Folgen dieses Jahres, der inzwischen aufgekeimte Nationalismus in f\u00fchrenden Demokratien (in Deutschland, Polen, Frankreich, Ungarn, T\u00fcrkei, \u00d6sterreich, Niederlande, GB, USA&#8230;), die Verweigerung der Freiheit, die Wahlen in den USA, dem Referendum in GB. Und und und k\u00f6nnte man jetzt sagen, aber es gibt eigentlich nur zwei Themen, die die Grundlage bilden: Ja, die Nazis werden wieder st\u00e4rker in Europa und viele von ihnen scheinen noch nicht einmal zu verstehen, was sie da machen. Das sollte uns zu denken geben. Wenn Menschen Parolen nachplappern, die sie nicht nachvollziehen k\u00f6nnen, dann l\u00e4uft etwas geh\u00f6rig schief. Die Hetzer sitzen zwischen uns und tun so, als seien sie ehrbare Leute. Mit ihren Stichen und Schnitten schw\u00e4chen sie uns und untergraben die Demokratie. Was bin ich froh, zumindest von einem dieser Menschen befreit worden zu sein.<br \/>Der dritte Weltkrieg, der so ganz anders ist, als wir es immer erwartet hatten, der nun langsam nach Europa w\u00e4chst, zu den urspr\u00fcnglichen, den hochn\u00e4sigen Verursachern.<br \/>Man mag die Augen nach oben richten und hilfesuchend rufen, aber es kommt leider keine Antwort. Freiheit hei\u00dft eben auch, es selber richten zu m\u00fcssen. Und darin liegt immerhin Hoffnung.<\/li>\n<li>28.12.2016<br \/>Einer dieser Tage, in denen die bleigraue Luft dir die Farben wegschluckt. Immerhin haben an solchen Tagen die Provence und das Sauerland eines gemeinsam, absolute Helligkeit und Grauheit haben den gleichen Effekt. Immerhin konnten die Gr\u00e4ser punkten, die sich gelb an den Wegr\u00e4ndern im seichten Wind bogen. Immerhin hat der Himmel nur seine Wolkenseite gezeigt, nicht aber die nasse Komponente. Immerhin war diese Luft doch kalt und klar und der Spaziergang tat gut. Immerhin ist das Wasser gleich hei\u00df und in der Wanne kann man Ruhe finden.<\/li>\n<li>27.12.2016<br \/>Hin und her fahren. Den Wagen wieder und wieder beladen und fahren, wegbringen. Steine, Holz, den Garten leer r\u00e4umen, zwischendurch eine Portion Pommes mit Majonaise. Sp\u00e4ter am Tag noch mal eine Portion Steine vom Friedhof holen, schlammig dort, eigentlich nichts zum Arbeiten, aber irgendwie auch sch\u00f6n. Verdreckt nach Hause, baden, hei\u00df und ausgiebig. Auch so kann ein vollkommener Tag aussehen.<\/li>\n<li>26.12.2016<br \/>Besuche, Gespr\u00e4che und Spazierengehen. Ruhe, gut so. Vor allem eines nicht: irgendwelche Erwartungen oder gar Forderungen.<\/li>\n<li>25.12.2016<br \/>Das sind diese Verwandtschaftstage jetzt. Nicht unangenehm, nein, eher im Gegenteil, wenn man es sich nur ehrlich eingesteht. Und spazieren gehen mit dem Hund und Gespr\u00e4che und Spazieren gehen mit dem Hund und Gespr\u00e4che, die allerdings wie auch beim ersten Mal mit Menschen.<\/li>\n<li>24.12.2016<br \/>Nach so einer Nacht, gef\u00fcllt mit vielen Gl\u00fcckshormonen, muss man erst mal wieder etwas herunterkommen. Den Tag normal verbringen, die kleinen Dinge tun, die zu tun sind. Aufr\u00e4umen etwa. Ordnung wiederherstellen. Zwischendurch Zeit nehmen, sich hinsetzen. Den Gedanken freien Lauf lassen. Schade eigentlich, das S\u00e4tzebilden funktioniert noch nicht wieder richtig. Meist kommen nur Fragmente dabei heraus. Eher dadaistische Gedichte.<br \/>Der H\u00f6hepunkt war allerdings diese Weihnachtsvesper im Kloster Christk\u00f6nigm\u00fcnster in Meschede. Die gregoreanischen Ges\u00e4nge der M\u00f6nche, diese Predigt, die mit jedem Wort \u00fcberzeugen konnte. Diese Inniglichkeit, die Kraft.<\/li>\n<li>23.12.2016<br \/>Worauf ich mich freue heute? Darauf vielleicht, dass viele Menschen zu Besuch kommen und gemeinsam feiern. Dass hoffentlich wenige Leute Bl\u00f6dsinn machen, dass irgendwie alles und vor allem immer klappt &#8211; hoffentlich. Ich freu mich darauf, die letzten Zigaretten vor Ostern zu rauchen.<\/li>\n<li>Wor\u00fcber ich mich freuen kann jetzt. Alles ist so wie erhofft und vieles besser. Ich h\u00e4tte jeden in den Arm nehmen k\u00f6nnen und habe es wahrscheinlich auch getan.<\/li>\n<li>22.12.2016<br \/>..ist das Leben nicht eigentlich eine Folge halluzinatorischer Animationen oder zumindest Installationen? Jenseits einer endg\u00fcltigen Erfahrbarkeit? &#8211; Und &#8211; Hat irgendjemand eine Idee, was man heute noch verschenken kann?<\/li>\n<li>21.12.2016<br \/>Wie schnell eine Gruppe von 20 Leuten arbeiten kann. Es ist wirklich sehr sch\u00f6n zu sehen, dass innerhalb weniger Augenblicke etwas entstehen kann, f\u00fcr das man selber einige Stunden braucht.<\/li>\n<li>20.12.2016<br \/>Wie k\u00f6nnen wir, stellt sich mir die Frage, unsere Freiheit verteidigen? Eine Antwort habe ich nicht. Sicherlich aber geh\u00f6rt dazu, die Menschen auch weiterhin aufzunehmen, wie sie sind. Die Wahnsinnigen unter ihnen werden sich durch keine Ma\u00dfnahme einsch\u00fcchtern lassen, sie sind verblendet. Also das Leben wieder aufnehmen oder weiterf\u00fchren, welches uns zu Menschen macht, mit allen St\u00e4rken und Schw\u00e4chen.<\/li>\n<li>19.12.2016<br \/>Ein Tag, der so sch\u00f6n begann, mit guten Gespr\u00e4chen, mit einem guten Freund, sollte so schrecklich enden. Nur weil irgendwelche religi\u00f6sen Fanatiker anderen Menschen das Recht auf Leben absprechen. Meine Gedanken sind in Berlin.<\/li>\n<li>18.12.2016<br \/>Sie sind gekommen, endlich mal wieder beide. Hatte mich wirklich gefreut. Ein Abend mit guten Streitgespr\u00e4chen, mit einer Streitkultur, die den anderen sch\u00e4tzt. So sollte es \u00fcberall sein. Streiten und sich trotzdem m\u00f6gen. Wenn ich da an die Situation an anderer Stelle denke, wo ein Abziehbild von einem M\u00e4nnchen noch nicht einmal in der Lage ist, zu gr\u00fc\u00dfen (Diagnose: selektiver Mutismus) und das schon seit Monaten&#8230; mit Sicherheit kann der ja nichts f\u00fcr seine Kommunikationsst\u00f6rung. Ganz nach dem Motto, Wie viele Sozialarbeiter braucht es, um eine kaputte Gl\u00fchbirne zu wechseln? Gar keinen, die ist nicht kaputt, die ist nur anders. So ,jetzt aber genug davon. Ich werde auch weiter laut behaupten, dass Mutismus heilbar ist.<\/li>\n<li>17.12.2016<br \/>Der Monat ist schneller vorbei gegangen, als ich es erwartet hatte. Sicherlich ist viel passiert, aber so viel? Ein richtig gutes Konzert, an welches ich mich gern erinnere. Die Pixies. Wollte ich schon lange direkt vor mir haben. Sie haben ihre Kraft in diese Zeit hin\u00fcbergerettet. Mit Dank denke ich daran, dass ich so einfach mitgenommen worden bin. Da waren auch mehrere Feiern, die sch\u00f6n waren, aber so pl\u00f6tzlich vorbei, wie sie angefangen hatten. Habe mal wieder das Gef\u00fchl, die Zeit h\u00e4tte einen Zahn zugelegt, einen Tacken drauf, jedes Jahr immer schneller. Die Freizeit mit Umbauarbeiten verbracht, nicht nur hier zu Hause, auch bei anderen. Alles rauscht mal wieder, ein Wasserfall, diese Zeit, scheint stetig gleich und doch tun sich zuweilen L\u00fccken auf, als w\u00e4re da ein Baumstamm hereingeraten, der dann die Sicht auf die dahinterliegende Wand freigibt. Die Arbeit am Buch ruht. Habe nicht die Energie. Die H\u00e4nde taub, das ist nicht sch\u00f6n. Das H\u00f6ren l\u00e4uft manchmal anders, das F\u00fchlen sowieso, das Sehen auch. Vielleicht ist so ein Gedankenstrom auch gar nichts, um ihn zu verschriftlichen, vor allem, wenn einem die Zeit im Nacken sitzt. Sie bei\u00dft.<\/li>\n<li>17.11.2016<br \/>Wie gehabt in den letzten Tagen schon ist mir aufgefallen, es scheint nicht wesentlich heller zu werden, als es zu Beginn des Tages schon war. Vielleicht sollte man an solchen Tagen wirklich auf die Mechanismen unserer Vorg\u00e4nger verfallen und in Winterschlaf fallen.<\/li>\n<li>16.11.2016<br \/>Durch den Wald gelaufen mit Hund und zumindest einige Stunden Freiheit geatmet.<\/li>\n<li>15.11.2016<br \/>Dann Schlag auf Schlag solche Farbenfolgen, die das Auge auf den ersten Blick zu beleidigen scheinen und pl\u00f6tzlich merkst du, im Bild, welches entsteht, unterzugehen, ohne zu ertrinken, sondern im Gegenteil vielleicht zum ersten Mal seit Tagen wirklich zu leben.<\/li>\n<li>14.11.2016<br \/>Trotz all der angesammelten M\u00fcdigkeit des Wochenendes den Tag gestemmt, wieder einmal das Programm bew\u00e4ltigt und zuweilen kann ich dann sogar etwas stolz sein. Nicht aufgegeben zu haben, nicht zum Telefon gegriffen zu haben, zur Flasche sowieso nicht, sondern nach dem Tagesplan fr\u00fchzeitig ins Bett gegangen zu sein.<\/li>\n<li>13.11.2016<br \/>Ja, das Aufr\u00e4umen geh\u00f6rt immer dazu, am n\u00e4chsten Tag, die Abrechnung zu machen und wieder einmal festzustellen, es hat nicht ganz gereicht. Aber wichtig ist nicht der finanzielle Erfolg, sondern dass man es durchgezogen hat.<\/li>\n<li>12.11.2016<br \/>Whale vs Elephant geben zusammen mit den Schweden Hunt ein Konzert. Unglaublich schon, dass es geklappt hat, diese Leute in die l\u00e4ndliche Provinz zu holen. Wir haben es geschafft, sie unterzubringen und zu versorgen, aber sie scheinen auch noch zufrieden zu sein. Gut, die ersten hatten einige technische Problemchen, aber trotzdem waren sie sehr h\u00f6renswert. V\u00f6llig verfrickelte Sounds zwischen Elektro und Chillout und irgendwie finden zwischendurch immer neue Kl\u00e4nge einen Weg zum Ohr. Woher kommt das, woher denn jetzt jenes. Aber einen Schlag auf die Ohren gab es von Hunt. Unglaublicher Druck, unglaubliche Stimme der S\u00e4ngerin.<\/li>\n<li>11.11.2016<br \/>Ich glaube, man kann von einem professionellen Autor erwarten, dass er f\u00fcr sein Geld eine professionelle Arbeit abliefert. Schade Bov. Im Vergleich zum Vorabend eine sehr schwache Leistung.<\/li>\n<li>10.11.2016<br \/>Da glauben so einige Heinis, irgendjemand w\u00fcrde ihren Statistiken glauben. Nein, leider nicht mehr die Damen und Herren.<br \/>Die Lesung dann abends von Bov Bjerg ein Erlebnis. Dank daf\u00fcr!<\/li>\n<li>24. 10 \u2013 09.11. Leider habe ich meine Aufzeichnungen irgendwo liegen lassen. So wei\u00df ich nicht mehr, was passiert ist. Zweieinhalb Wochen digitaler Amnesie. Aber daf\u00fcr kann ich mir nun ausdenken, was h\u00e4tte passiert sein k\u00f6nnen, traumhafte Bekanntschaften und Abenteuer, die erlebt wurden, wahrscheinlich werde ich in dieser Zeit gearbeitet haben oder gelesen oder das, was meine besten Kenntnisse erm\u00f6glichen. Ich habe gro\u00dfe L\u00f6cher in die Luft geschaut, so intensiv, dass es Auswirkungen auf die Ozonschicht hatte.<\/li>\n<li>23.10.2016<br \/>Ein ganzes Rudel, nein eine Herde von Sikahirschen im Wald zu beobachten, ist doch ein ganz eigenes Abenteuer. Die Luft bleibt dir weg.<\/li>\n<li>22.10.2016<br \/>Lammessen und tiefgreifende, aufw\u00fchlende Gespr\u00e4che immer entlang der Abbruchkante. So stellt man sich eine gutes Wochenende doch vor oder nicht.<\/li>\n<li>21.10.2016<br \/>Nicht alles, was man sich vornimmt, kann gelingen oder gar wirklich auch nur in Betrag gezogen werden, dass es realisiert w\u00fcrde, aber es ist gut, wenn die Idee zumindest im Raum steht. Und Fahrten, die 13 Stunden dauern, k\u00f6nnte man auch als Performance bezeichnen.<\/li>\n<li>16. bis 20. 10. 2016<br \/>Urlaub in Ligurien. Es gibt Orte der Sehnsucht und andere, die wissen nicht warum sie aufgegeben wurden. Beides findet man dort und manchmal sind sie deckungsgleich. Sehr sch\u00f6n dort, anders als im Norden eben und doch bin ich irgendwann froh, nach Hause zu kommen. Alles wird irgendwann anstrengend.<\/li>\n<li>15.10.2016<br \/>Gewissensbisse lasse ich mir nicht einreden, es geht nicht um Vergangenheit oder Zukunft oder eine Zeitkonstante, sondern letztlich immer um diese Messersschneide, die wir jetzt nennen.<\/li>\n<li>14.10.2016<br \/>So kann alles mal eben umschlagen und auch Segelboote sind mit Anker nicht v\u00f6llig sicher.<\/li>\n<li>13.10.2016<br \/>Das meiste ist gepackt, so fr\u00fch war ich noch nie dran. Aber ganz kurz vor Schluss wird wohl wieder alles umger\u00e4umt.<\/li>\n<li>12.10.2016<br \/>Immerhin, wenn du bei handwerklichen Arbeiten pl\u00f6tzlich auf dich selbst gestellt bist, wenn du T\u00e4tigkeiten auszuf\u00fchren hast, die dir eben noch unvorstellbar waren, dann merkst du pl\u00f6tzlich ganz schnell, du kannst es nicht perfekt, aber irgendwie geht es eben doch.<\/li>\n<li>11.10.2016<br \/>Morgen k\u00f6nnte die Fassade fertig werden. Alles aus Holz, Stulpschalung aus Douglasie, mal sehen wie lange die h\u00e4lt, obwohl die nicht gestrichen wird. Wenn meine Rechnung aufgeht, sollten es so f\u00fcnfzehn bis zwanzig Jahre sein, und dann ist es auch egal.<\/li>\n<li>10.10.2016<br \/>Letztlich ist alles eine gro\u00dfe Fiktion, die darauf beruht, dass die Realit\u00e4t durchdrungen ist von Gef\u00fchlen, Gedanken und vor allem Erwartungen; wenn dann auch noch religi\u00f6se, politische oder moralische Ansichten darauf gesattelt werden, wird es wirklich schlimm. Das Schlimmste allerdings sind die pers\u00f6nlichen Sozialisationen, die aufgepfropft werden wollen.<\/li>\n<li>09.10.2016<br \/>Die letzten Tage mit Bl\u00e4ttern an den B\u00e4umen genie\u00dfen, diesen goldenen Oktober. \u2026und die Reste aus dem Garten schneiden, die an den Sommer erinnern.<\/li>\n<li>08.10.2016<br \/>Ja, auch das mache ich, ist der Gedanke, wenn ich wieder einmal auf meine Unzul\u00e4nglichkeiten hingewiesen werde.<\/li>\n<li>07.10.2016<br \/>Perfektion obliegt den anderen. Ich erfreue mich an meiner Normalit\u00e4t.<\/li>\n<li>06.10.2016<br \/>So also sieht dieses Grau aus, das uns verstummen l\u00e4sst in der Sekunde, wenn wir gerade einen Gedankenblitz haben. Das uns zur Passivit\u00e4t zwingt. So jedenfalls hatte er es mir erkl\u00e4rt und ich hatte es nicht verstanden.<\/li>\n<li>05.10.2016<br \/>Ja, das hat tats\u00e4chlich Spa\u00df gemacht. Sich sportlich messen, sich gehen lassen und zu vergessen, dass dies und jenes doch eigentlich noch zu erledigen sei.<\/li>\n<li>04.10.2016<br \/>Da hatte ich mir meine Sachen gepackt und doch am Ziel angekommen bemerken m\u00fcssen, dass das entscheidende Teil fehlte und so die Unternehmung zum Scheitern verurteilt war.<\/li>\n<li>03.10.2016<br \/>Jaja, Tag der deutschen Einheit. Vor allem aber die M\u00f6glichkeit, sich zu treffen, sich auszutauschen.<\/li>\n<li>02.10.2016<br \/>Der ber\u00fchmte Tag danach.<\/li>\n<li>01.10.2016<br \/>Zwei Freunde zu Besuch. Alles \u00fcber Gott und die Welt, \u00fcber Politik, Musik und Kunst, Literatur darf niemals fehlen und immer etwas inkorrekt und Paul Mas und gutes Essen. Dank daf\u00fcr.<\/li>\n<li>30.09.2016<br \/>Da kommt eine Kleinigkeit dazwischen und schon ist die gesamte Tagesplanung dahin. Na super.<\/li>\n<li>26.09.2016<br \/>Aus dem Fenster schauen und den blauen Himmel sehen, da f\u00e4llt mir nur noch Zynisches ein: Was haben ein sonniger Herbsttag und die AFD gemeinsam? Sie geben sich strahlend blau und f\u00e4rben alles braun.<\/li>\n<li>25.09.2016<br \/>Grillen bei besten Gespr\u00e4chen, was g\u00e4be es Besseres. Und vor allem: Der Kopf ist wieder klar.<\/li>\n<li>24.09.2016<br \/>Gewisse Begegnungen verlaufen doch sehr seltsam. Blicke sagen dann mehr als jedes Wort. Dabei dachte ich immer, doch sehr vertraut zu sein. Jetzt hei\u00dft es erstmal, weiteren Abstand zu nehmen und die Entwicklung zu akzeptieren.<\/li>\n<li>23.09.2016<br \/>Von Donnerstag bis Freitag Mittag eigentlich nur Bett. Das Schlimme ist, dass man noch nicht einmal das Gef\u00fchl hat, es w\u00fcrde etwas bringen. Und der Kopf scheint immer wieder zu explodieren.<\/li>\n<li>20.09.2016<br \/>Da braut sich etwas zusammen, kann es noch nicht benennen. Aber es kommt.<\/li>\n<li>19.09.2016<br \/>Propaganda hei\u00dft Werbung ohne jeglichen Realit\u00e4tsbezug.<\/li>\n<li>18.09.2016<br \/>Tja, mit Herbst hat das immer noch sehr wenig zu tun.<\/li>\n<li>17.09.2016<br \/>Sich zuweilen dem Rausch ergeben, dem Rausch eines langen Bildschirmglotzens, dem Rausch der \u00dcberanstrengung bis zur v\u00f6lligen k\u00f6rperlichen Ersch\u00f6pfung und all den anderen R\u00e4uschen auch, dachte ich und habe es doch nicht gemacht.<\/li>\n<li>16.09.2016<br \/>Wenn jemand glaubt, alles m\u00fcsse irgendwie geregelt sein, dann t\u00e4uscht er oder sie sich, wenn er jedoch wider aller Erwarten feststellen sollte, dass es auch ohne diese steten Festlegungen geht, dann wird er sich vielleicht frei f\u00fchlen oder frei zu f\u00fchlen lernen.<\/li>\n<li>15.09.2016<br \/>Diese Hitze l\u00e4hmt mich, saugt alles heraus und fast ist es mir, als w\u00fcrde die Welt langsam still gelegt. Ich freue mich wirklich, wenn diese Situation bald endlich beendet ist.<\/li>\n<li>14.09.2016<br \/>So nicht, immerhin, meine liebe Sonne, gibt es Wasser, in welchem man baden kann.<\/li>\n<li>13.09.2016<br \/>Wer glaubt da noch, dieser Sommer, der so lahm gestartet war, w\u00fcrde noch einmal aufh\u00f6ren.<\/li>\n<li>12.09.2016<br \/>Wenn ich schon nicht ausschlafen kann, dann steh ich wenigstens auch fr\u00fch auf. Eine Tasse Kaffee, die neuesten Nachrichten und prompt stehst du in der Welt.<\/li>\n<li>11.09.2016<br \/>Noch einmal in Erinnerungen schwelgen. Jedesmal wenn ein Fragment zutage gef\u00f6rdert wird, jedesmal, wenn ein Gedanke zu fassen ist. Mein Vater hat irgendwann einmal gesagt, dass man sich fr\u00fchzeitig Erinnerungen schaffen muss, damit man sp\u00e4ter davon zehren kann. OK.<\/li>\n<li>10.09.2016<br \/>Erholung hei\u00dft auch, nicht st\u00e4ndig Menschen um mich herum zu haben, zumindest mal f\u00fcr ein zwei Stunden, dann aber kann ich dieses Allein Sein nicht ertragen, vor allem, wenn ich jemanden in der N\u00e4he wei\u00df, der wirklich Freund ist.<\/li>\n<li>09.09.2016<br \/>Die Erkenntnis, dass das Sauerland doch wundersch\u00f6n ist, kommt mir immer dann, wenn ich mehr als drei\u00dfig Kilometer entfernt die Landschaft erkunde, mit dem Rad, die Berge fahre und sp\u00e4ter kilometerweit rollen kann. Wow.<\/li>\n<li>08.09.2016<br \/>So soll es sein, wegfahren und alles und alle hinter sich lassen, zumindest f\u00fcr einige Tage, genau gesagt zwei. Radfahren mit netten Leuten. Auch gut und dann bis in die sp\u00e4te Nacht gute oder weniger gute Gespr\u00e4che f\u00fchren. Immerhin habe ich es geschafft dabei ehrlich zu bleiben.<\/li>\n<li>07.09.2016<br \/>Die Blumen leuchten heute, scheinen mir zuzunicken und ich wei\u00df, das ist auch so.<\/li>\n<li>06.09.2016<br \/>Sich den Geistern stellen, die Stelle aufzusuchen, die ich so lange gemieden hatte, ist letztlich die heutige Tat. Immerhin.<\/li>\n<li>05.09.2016<br \/>Dort mit ihm zu sitzen, ganz stumm, nebeneinander. Aber zu wissen, wissen, er ist da. Ich warte ab, warte auf ein Wort, das mag vielleicht kommen oder ein Ger\u00e4usch, auch das nur vielleicht. Dann schaut er mich mit seinem verbrummelten Gesicht an und kann es nicht halten, ein Lachen bricht sich Bahn, bricht heraus und \u00fcberflutet die Wohnung.<\/li>\n<li>04.09.2016<br \/>Eine Wanderung vielleicht mit Hund, ein langes Gespr\u00e4ch. Dann kommen die beiden zu Besuch und der Hof wird hell. Vor und aus lauter Freude. Sie fangen an zu erz\u00e4hlen und schildern ihre neuen Erlebnisse und pl\u00f6tzlich bin ich mittendrin. Auch in der eigenen Vergangenheit, in jenem Zustand, der jetzt als Erinnerung meist streng geh\u00fctet innen liegt.<\/li>\n<li>03.09.2016<br \/>Eigentlich ist eigentlich nur eigentlich. Ja, das ist wohl wahr, hatte aber trotzdem gedacht, dieses Wort habe keine G\u00fcltigkeit f\u00fcr bestimmte Situationen, f\u00fcr gewisse Stationen. Und dann kommt etwas, in diesem Fall eine Serie daher, die \u00fcber mich hinwegrollt mit all ihren Charakteren und kleinen wie gro\u00dfen Ereignissen, eine Geschichte, die nicht banal scheint und mich immer tiefer in einen Sog zieht. Genau an dieser Stelle die eine richtige Entscheidung. Nein, Pause, an dieser Stelle muss f\u00fcr gewisse Zeit erst einmal Schluss sein. Eigentlich.<\/li>\n<li>02.09.2016<br \/>Stopp, stehen bleiben und zur\u00fcckblicken. Auch das ist zuweilen wichtig, und das geht entweder mit mir allein oder noch besser mit meinen Geschwistern. Ich bin so dankbar, dass es die gibt.<\/li>\n<li>01.09.2016<br \/>Die von der kurzen Sommerhitze verbrannten Buchen am M\u00f6hnesee haben ihr Laub abgeworfen, nur wenige Bl\u00e4tter sind verblieben, lassen die Erinnerung daran erwachen, dass\u00a0 vor kurzem erst die frischen Bl\u00e4tter zu sehen waren, aber wahrscheinlich ist das schon wieder Monate her,\u00a0bewundert, gegessen und mit ihrer Sauerkeit freuten, die Eckern k\u00f6nnen schon gesammelt werden und sie schmecken \u00fcberaus gut. Und darunter finden sich erste Pilze, die ich nicht kenne.\u00a0Die Wulstlinge zeigen sich und laden zum\u00a0Suchen ein, allerdings finden sie sich zur Zeit nur dort, wo Fichten stehen. Auch wenn es noch Sommer ist, die ersten Anzeichen des Herbstes zeigen sich allzu deutlich und teilweise meint man einen gewissen \u00dcberdruss in der Natur zu versp\u00fcren. \u00dcberall krabbeln Mistk\u00e4fer \u00fcber die Wege, der Eindruck entsteht, als habe es noch niemals so viele davon gegeben. Aber das kann man wohl jedes Jahr im Herbst denken.<\/li>\n<li>31.08.2016<br \/>Wo wir hin wollen, wissen wir oftmals gar nicht so genau, aber letztlich kommen wir an, das zumindest sollte uns gewiss sein. Ob wir dort ankommen, wo wir es geplant haben, in jenem gro\u00dfen Lebensentwurf, der sich auftat, damals als die Welt offen vor uns zu liegen schien, ist fast schon egal. Welche Ziele wir hatten, welche erreicht werden \u2013 darum wird es endlich eben gerade nicht gehen. Wohin ein Text f\u00fchrt oder ein Bild, ich wei\u00df es nicht, aber ich sehe, es ist an sich ein Weg und irgendwann wird es fertig sein, ob das geplant ist oder nicht.<\/li>\n<li>30.08.2016<br \/>Zuweilen ist es einfach gut, ein Lob zu bekommen. Zuweilen auch, dass sch\u00f6ne Gespr\u00e4che gef\u00fchrt werden, aber manchmal auch, ein Vorhaben zu haben. Es ist wirklich gut, Freunde zu haben, die ihr Netz da unten gespannt haben, wenn man vielleicht f\u00e4llt, immer.<\/li>\n<li>29.08.2016<br \/>Und pl\u00f6tzlich ist alles voller Leute, die besuchen wollen. Nachdem ich den ganzen Tag nicht genau das gefunden hatte, was ich wollte, nachdem alles irgendwie ganz knapp an mir vorbei ging, stehen da nun pl\u00f6tzlich diese jungen und wirklich netten Menschen voller Humor und es wird ein sch\u00f6ner Abend.<\/li>\n<li>28.08.2016<br \/>Immerhin geht es k\u00f6rperlich aufw\u00e4rts.<\/li>\n<li>27.08.2016<br \/>Eigentlich war ich eingeladen. Eine Party, auf die ich mich gefreut hatte. Ein Jubil\u00e4um und dann liege ich geschw\u00e4cht auf der Couch und wei\u00df nicht, wohin mit mir. So sollte es wirklich nicht sein.<\/li>\n<li>26.08.2016<br \/>Diese Schwere an Leib und in den Gedanken.<\/li>\n<li>25.08.2016<br \/>Einfach dort sitzen und in die werdende Nacht zu starren, nichts erwartend, nichts zu wissen und manchmal mit dem Gef\u00fchl, jetzt k\u00f6nnte ich noch mal ganz von vorn beginnen. Dazwischen immer wieder dieser brennende Faden, den ich vor Jahrzehnten verschluckt habe, der nicht aufh\u00f6rt und inzwischen Narben getrieben hat. Aber wie alles, wird auch diesmal wieder die Haut eine Kruste bilden und sich zu sch\u00fctzen wissen.<\/li>\n<li>20.08.2016<br \/>Das Nachdenken \u00fcber den\u00a0Tod und die Endlichkeit h\u00f6rt nicht auf, auch wenn ich zwischenzeitlich wirklich Freude habe, am Garten, an der Natur, an den Freunden.<\/li>\n<li>17.08.2016<br \/>Ich kann jetzt nicht jeden Tag beschreiben und werde es dieses Mal auch nicht, aber diese mehrt\u00e4gige Wanderung rund um den Watzmann ist ein wirkliches Erlebnis. Abschalten von allem, was die letzte Woche so schmerzte. Abseits eines Verlustes, der wirklich schwer wiegt.<\/li>\n<li>13.08.2016<br \/>Die letzte Woche wie ein Loch, dabei h\u00e4tte ich so viel zu tun gehabt. Kann nicht schreiben oder malen, auch das Lesen ist keine Ablenkung. Wieder dieses Gr\u00fcbeln \u00fcber den Sinn an sich, dabei sollte ich doch wirklich aus dieser Phase l\u00e4ngst heraus gewachsen sein. Pubert\u00e4rer Kram. Aber offenbar holen mich gewisse Fragestellungen immer wieder mal ein. So war das nicht gedacht. Ja, es schmerzt.<\/li>\n<li>07.08.2016<br \/>Fassungslos sitze ich da, h\u00f6re den jungen Leuten zu und es ergibt sich ein Bild. Glauben kann ich das alles nicht und hoffe immer noch, dass sich alles als sehr schlechter Scherz herausstellt, auch wenn klar ist, dass es so nicht sein kann. Erinnerungen kommen hoch, die sehr schmerzhaft sind, Erinnerungen, die das gesamte Leben bleiben, die sich tief eingebrannt haben, die ein St\u00fcck weit das weitere Leben gepr\u00e4gt haben.<\/li>\n<li>06.08.2016<br \/>Von einem Moment auf den anderen wird dir an solchen Tagen klar, wie sinnlos alles sein kann. All die Gespr\u00e4che, die man gef\u00fchrt hat und langsam macht sich eine Mischung aus Leere und Trauer breit.<\/li>\n<li>05.08.2016<br \/>Zugeben muss ich, dass die handwerklichen F\u00e4higkeiten nicht das erreichen k\u00f6nnen, was eigentlich gefordert w\u00e4re. Ich versuche ja und gebe mir M\u00fche, aber es reicht einfach nicht.<\/li>\n<li>04.08.2016<br \/>Gl\u00fccklicherweise gibt es Geschwister. Eigentlich sollte man denen jeden Tag danken, allein daf\u00fcr, dass sie da sind. Aber das k\u00e4me ihnen sicherlich ziemlich l\u00e4cherlich vor.<\/li>\n<li>03.08.2016<br \/>Wie ein Kleinfuhrunternehmer \u00fcber die Autobahn in Richtung holl\u00e4ndischer Grenze, um Holz zu holen. Es gibt eigentlich kaum Langweiligeres, aber man kann dabei gute Gedanken entwickeln.<\/li>\n<li>02.08.2016<br \/>In der Vorstellung schon ein Jahr weiter zu sein, das w\u00e4re jetzt genau das richtige Gef\u00fchl. Ja, Freiheit.<\/li>\n<li>01.08.2016<br \/>So langsam bekommt man zumindest eine Ahnung davon, wie das Haus demn\u00e4chst aussehen k\u00f6nnte, wenn es denn tats\u00e4chlich mit Holz verkleidet ist.<\/li>\n<li>31.07.2016<br \/>Wieder einmal einfach zur Ruhe kommen, jeden Tag als Neuausrichtung des Lebens zu sehen.<\/li>\n<li>30.07.2016<br \/>Egal was jemand macht, man kann es auch aus einer Perspektive betrachten, die uns sagen w\u00fcrde, oh, das ist aber ein ziemlich schlimmer Finger. Auch das Gute kann so gesehen zum \u00dcblen werden. Auch wenn die ethische Form der Philosophie behauptet, es g\u00e4be bestimmte Werte mit Universalcharakter.<\/li>\n<li>29.07.2016<br \/>Gut, Sommer ist wohl anders, aber es ginge wohl auch schlimmer. Zum Beispiel zu warm.<\/li>\n<li>28.07.2016<br \/>Manchmal ist es einfach sch\u00f6n, am falschen Tag zu leben, dachte, es w\u00e4re schon Freitag und zwar am 27.07.<br \/>Da der ganze Tag verregnet war, kein Handwerkeln drau\u00dfen. Daf\u00fcr wieder angefangen zu zeichnen, das war auch nicht ganz schlecht.<\/li>\n<li>27.07.2016<br \/>Alles soweit aufgebaut, das Ger\u00fcst, von \u00fcberall her die Werkzeuge gesucht und dann an einfachsten Aufgaben kl\u00e4glich gescheitert. Ich komme mir elendig nichtsnutzig manchmal vor. Aber auch das sollte man nicht zu tragisch sehen.<\/li>\n<li>26.07.2016<br \/>In die dritte Woche starten, v\u00f6llig motiviert und sofort eine verbale Klatsche, na, was soll es schon, bin Schlimmeres gew\u00f6hnt.<\/li>\n<li>25.07.2016<br \/>Nein, ich kann es nicht gut und gebe mir trotzdem viel M\u00fche. Immerhin bleibt der Putz an der Wand kleben.<\/li>\n<li>24.07.2016<br \/>Ein Tag nach meinem Geschmack, einzig die vielen Stechfliegen (Stechflegel) haben gest\u00f6rt.<\/li>\n<li>23.07.2016<br \/>Eigentlich hatte ich beginnen wollen, aber dieser feine Nieselregen \u2013 da bleibe ich lieber sitzen und lese und male.<\/li>\n<li>22.07.2016<br \/>R\u00fcckblickend betrachtet, sind die republikanischen Amerikaner am IQ- Test, der sich als Wahl eines Pr\u00e4sidentschaftskandidaten getarnt hatte, un\u00fcbersehbar gescheitert.<\/li>\n<li>21.07.2016<br \/>Einfach radfahren, durch eine Landschaft, die erdet.<\/li>\n<li>20.07.2016<br \/>Diese Natur, wenn keine Menschen dort w\u00e4ren, w\u00e4re sie wirklich sch\u00f6n, dann aber d\u00fcrfte ich auch nicht da sein und sie k\u00f6nnte nicht sch\u00f6n sein, weil niemand sie bewertet. Schon wieder so ein Paradoxon.<\/li>\n<li>19.07.2016<br \/>Bis an die Grenzen gehen und gehen wollen. Alles schmerzt hinterher und ich bin wirklich gl\u00fccklich dabei. Sehen, sehen, Seen.<\/li>\n<li>18.07.2016<br \/>Das Losfahren ist immer so ein Akt. Aber einmal auf der Piste, geht es.<\/li>\n<li>17.07.2016<br \/>Ich hatte mir eine Netzpause verordnet, den Rechner einfach mal stehen lassen und nicht weiter daran denken. Mehr Zeit hatte ich auf jeden Fall.<\/li>\n<li>16.07.2016<br \/>Eine Electro \u2013 Musik \u2013 Veranstaltung in einer alten Apotheke zu veranstalten, das kann nur Enthusiasten einfallen und es hatte wirklich gute Atmosph\u00e4re. Tonblock in Arnsberg ist wirklich cool. Gut gefallen hat mir das DJ-Team von BEAT-ON.<\/li>\n<li>15.07.2016<br \/>Sobald diese nervige Sache mit der Hand Geschichte ist, wieder in Richtung Friedhof unterwegs, dort finden sich doch tats\u00e4chlich mal wieder ganze Wagenladungen ausgemusterter Steine f\u00fcr die Mauern im Garten. Somit ist das Material f\u00fcr den zweiten Steinkomposter gesichtert. Echt nobel.<\/li>\n<li>14.07.2016<br \/>Nichts zu machen, wenn die Hand nicht funktioniert. Also einen Tag Ruhe, auch nicht schlecht im eigentlichen Sinne.<\/li>\n<li>13.07.2016<br \/>Weiter Putz an die Wand geschmissen und die Entscheidung, dass der Rest mit Holz verkleidet wird.<\/li>\n<li>12.07.2016<br \/>Baustellen finde ich \u00fcberall und wei\u00df auch schon, was damit anzufangen ist.<\/li>\n<li>11.07.2016<br \/>Bis G\u00fcterloh noch mitgefahren. Immerhin bin ich inzwischen so vern\u00fcnftig zu wissen, wann Schluss sein muss. Und irgendwie funktioniert der K\u00f6rper noch nicht wieder ganz richtig.<\/li>\n<li>10.07.2016<br \/>Also mit dem Rad in Richtung Lippstadt, das ist wirklich sch\u00f6n, die Landschaft sehenswert und schon ist der alte Eindruck wieder da, dass Deutschland ein gro\u00dfer Park ist.<\/li>\n<li>09.07.2016<br \/>Ein nette Party, eine weitere Party danach, uff, das Leben kann schwer sein. Immerhin wird auf die Schnelle eine Idee geboren, der ich nur zusprechen kann. Mit dem Rad losfahren und mal sehen, ob man in Bremen ankommt.<\/li>\n<li>08.07.2016<br \/>Verabschiedung. So sollte es sein, herzlich und deutlich. Deutlich auch darin, wo die Sympathien lagen.<\/li>\n<li>07.07.2016<br \/>Hunderte von Kindern, die auf der Marktplatte zusammen kommen, mit Lehrern und Erziehern. Nein, eigentlich nur mit Lehrerinnen und Erzieherinnen. M\u00e4nnliche Wesen wurden sonst nur in der Kinderschar entdeckt. Genau darin liegt vielleicht ein Problem unseres Systems. Die Kinder werden von Frauen erzogen, erst ihren M\u00fcttern, dann Erzieherinnen, dann Lehrerinnen und zuletzt?<\/li>\n<li>06.07.2016<br \/>Was mich wirklich st\u00f6rt, sind Kollegen, die gegen andere moppern und diese bei der Obrigkeit verpfeifen, um selber in gutem Licht dazustehen. Ich kannte einmal den Ausdruck daf\u00fcr, er ist mir wohl entglitten.<\/li>\n<li>05.07.2016<br \/>Die schwierigen Tage sind verrauscht. Die Bissigkeiten h\u00e4ngen immer noch wie Rauchschwaden in der Luft. Ich hoffe nur, dieser Ruch nach verbranntem Fleisch l\u00e4sst sich wieder entfernen. Aber daf\u00fcr haben wir ja die M\u00f6glichkeit des Gehens.<\/li>\n<li>04.07.2016<br \/>Sch\u00e4fchenwolken und Sonnenschein zum Aufwachen nach dem rauschhaften Tag gestern. Wahrhaftig, fast scheint es irreal.<\/li>\n<li>03.07.2016<br \/>Eines muss man den Winzern aus Rheinhessen wirklich lassen, ihre Wei\u00dfweine, sch\u00f6n kalt kredenzt, sind wirklich k\u00f6stlich. Trocken, spritzig und voller Geschmacksnoten, deren Namen ich noch nicht einmal kenne.<\/li>\n<li>02.07.2016<br \/>Dieser grandiose Film \u201eDas brandneue Testament\u201c. Selten habe ich erlebt, dass Kom\u00f6die, \u00c4sthetik und Poesie eine so perfekte Vereinigung eingehen. Und dabei verweigert sich dieser Streifen jeglicher Flachheit.<\/li>\n<li>01.07.2016<br \/>Es gibt Tage und es gibt N\u00e4chte. Heute vergesse ich einfach mal den Tag, er hat sich wirklich nicht gelohnt.<\/li>\n<li>30.06.2016<br \/>So, mal wieder die H\u00e4lfte des Jahres erreicht und niemals schien sie mir so schnell zu vergehen wie dieses Mal. Was aber soll es. Immerhin ein Halbjahresvorhaben, das ich beherzigen werde.\u00a0 Mehr Ruhe zulassen.<\/li>\n<li>29.06.2016<br \/>Was wir w\u00e4hlen oder was wir nicht w\u00e4hlen h\u00e4ngt nicht nur allein von den Tageslaunen ab, das ist wohl richtig, aber durchaus von tagespolitischen Ereignissen und den \u00fcblichen Verf\u00fchrbarkeiten. Was das Ergebnis sein mag, wird sich erst im Laufe einiger Jahre herausstellen. Die sogenannten Prognostiker oder Propheten k\u00f6nnen richtig liegen oder falsch, das \u00e4ndert nichts. Wenn sie richtig liegen, werden sie sich feiern (lassen). Wenn sie falsch liegen, dann werden wir die Prognose eben schnell vergessen, denn was soll es schon. Haben wir hundertfach getan. Was die Wirtschaftsweisen sagen, wird jedes Jahr von der Realit\u00e4t \u00fcberholt und in einem Rahmen von wenigen zehntel Prozenten oder auch schon mal Prozenten, in welchen sich wirtschaftliche Ver\u00e4nderungen heute ergeben ist das doch sowieso gleich. Da wird behauptet, dass nullkommaeins Prozent so und so viele Arbeitspl\u00e4tze schaffen und die Realit\u00e4t zeigt: Das stimmt ja gar nicht. Wirtschaftswissenschaften sind, es tut mir leid, dies sagen zu m\u00fcssen, Wahrscheinlichkeitswissenschaften, mehr nicht.<\/li>\n<li>28.06.2016<br \/>Eine Horrornachricht reiht sich nahtlos an die n\u00e4chste und das nicht nur auf politischer Ebene. Da schreiben zum Beipsiel Menschen pl\u00f6tzlich oder besser schleichend sublim neofaschistische oder besser neonazistische Texte, die man zwar als durchaus konfus, aber nicht als dumm eingesch\u00e4tzt hatte. Und wenn sich solche Menschen auch noch in demokratischen Parteien eingenistet haben, dann muss man sich schon die Frage stellen, ob dies denn wohl noch vertretbar f\u00fcr die Zukunft ist.<\/li>\n<li>27.06.2016<br \/>Neben hektischem Aktionismus, der nun allerorten verk\u00fcndet wird, kann man vor allem eine L\u00e4hmung und Fassungslosigkeit beobachten. Ich pers\u00f6nlich bin immer noch schockiert \u00fcber soviel Ignoranz, nicht nur von den britschen Landbewohnern und ihren politischen F\u00fchrern, die ihre Meinung mit dem Gang zur Urne kundgetan haben, sondern vor allem von all jenen, die ihre demokratischen M\u00f6glichkeiten vernachl\u00e4ssigt haben. Und da muss ich leider von der Jugend reden, die zwar jetzt jammert, die Alten h\u00e4tten ihre Zukunft verbaut, die allerdings gerade zu 34 % zur Wahl gegangen ist. Selbst wenn von den aktiven jungen W\u00e4hlern 70% gegen den Brexit gestimmt haben, so machen sie gerade einmal etwas mehr als 20% der Gesamtjugend zwischen 18 und 24 Jahren aus. Das ist nicht nur peinlich, sondern offenbar auch f\u00fcr die Zukunft peinvoll. Demokratie muss ernst genommen werden, das ist gerade bei Referenden so zu sehen, denn dann kann niemand sagen, die anderen seien schuldig. Es gibt folglich sehr vern\u00fcftige Gr\u00fcnde, nicht jede Entscheidung \u00fcber solche Volksentscheide herbeizuf\u00fchren. Welche Folgen werden sich jetzt ergeben? Massenexodus aus GB, Herunterstufung der Staatsbonit\u00e4t? Oder sollte es tats\u00e4chlich, wie von Herrn Johnson vor einigen Tagen noch behauptet, die St\u00e4rkung und Stabilisierung der Wirtschaft sein? Brexit ist wahrscheinlich das Ende von GB und wird zu einem LB (Little Britain) ohne Nordirland und Schottland f\u00fchren, dar\u00fcber mag man ja noch schmunzeln, aber es ist vor allem das Ende der europ\u00e4ischen Sicherheit \u2013 und das ist das wirklich Schlimme.<\/li>\n<li>26.06.2016<br \/>Wenn ich durch das Fenster schaue, die Nachrichten \u00fcber das Wetter h\u00f6re und dann selber einen Fu\u00df vor die T\u00fcre setze, muss ich in allen drei Bereichen eines wahrnehmen, die N\u00e4sse kommt st\u00fcrmisch daher und manchmal habe ich das Gef\u00fchl, das noch nie erlebt zu haben. Wahrscheinlich wird jetzt wieder jemand sagen, das seien Wetterph\u00e4nomene, die eben mal so passieren k\u00f6nnen, das sei nicht au\u00dfergew\u00f6hnlich.<\/li>\n<li>25.06.2016<br \/>Immer noch fassungslos und hoffnungslos. Haben die Europ\u00e4er denn so gar nichts aus ihrer Geschichte gelernt?<\/li>\n<li>24.06.2016<br \/>Jetzt ist es also geschehen. Die Briten wollen ihre Freiheit. Man mag dar\u00fcber denken, was man will, es ist ein schlechter Tag f\u00fcr die Welt.<\/li>\n<li>23.06.2016<br \/>Die haben sich alles aus dem Leib gespielt, gezeigt, was in ihnen steckt und es war sch\u00f6n zu sehen, dass es mehr gibt, als ein redliches Bem\u00fcht.<\/li>\n<li>22.06.2016<br \/>Einige Stunden flie\u00dfen so an mir vorbei, als sei alles anders, als ginge es mich nichts an. Wenn ich wenigstens zur Ruhe kommen k\u00f6nnte, dann\u2026, es w\u00e4re sicherlich gut.<\/li>\n<li>21.06.2016<br \/>Stell die Frage einfach nicht, ich kann sie nicht beantworten und wei\u00df um die Erwartungshaltungen. Und wenn ich sie beantworten m\u00fcsste, fiele das Gesagte nicht im Sinne des Fragers aus.<\/li>\n<li>20.06.2016<br \/>Wenn die Sonne jetzt so weiter scheinen w\u00fcrde, bek\u00e4me ich bestimmt eine Sonnendepression. Gl\u00fccklicherweise wird es wieder regnerisch.<\/li>\n<li>19.06.2016<br \/>Ein typischer Sonntag, fr\u00fch aufstehen, Bilder wegbringen, Br\u00f6tchen holen und den Glauben an ein gemeinsames Fr\u00fchst\u00fcck immer noch nicht verloren, der sich allerdings nur zum Teil bewahrheitet. Fest der Handballmannschaften und einige Spiele, die durchweg mit einem Remis endeten. Nur die E-Jugend der M\u00e4dchen f\u00e4hrt einen Kantersieg gegen ihre eigenen Eltern ein. Das hat richtig Spa\u00df gemacht. Ein Torwart, der eigentlich mehr auf dem Boden sitzt, als sich zu bewegen, Spieler, die nur noch Kunstw\u00fcrfe zaubern. Allein vor dem Tor stehend auch schon mal ganz selbstverst\u00e4ndlich an die Hallendecke, h\u00f6chstens jedoch gegen den Pfosten. Schiedsrichter, die abpfeifen, bevor die \u00c4lteren ein Tor werfen k\u00f6nnen\u2026Gelungener Tag und gl\u00fchende Gesichter bei den Kindern, die sich echt gefreut haben.<\/li>\n<li>18.06.2016<br \/>Ein Ausstellung mit K\u00fcnzert des K\u00fcnstlers \u2013 selten erlebt. Der Alexander Loup kann es einfach. Mit weiteren 20 Leuten ein echter Kulturgenuss.<\/li>\n<li>17.06.2016<br \/>Sechshundert feiernde Menschen. Jungen in feinen Zwirnen, M\u00e4dchen in teuren Roben, ein Rausch des \u00dcberflusses. So muss das sein, wenn junge Leute ihren Schulabschluss begehen.<\/li>\n<li>16.06.2016<br \/>Es soll schon andere gegeben haben, die sich dar\u00fcber Gedanken machten, wie es sich denn wohl mit der Zeit verhielte, ob sie linear sei oder nicht. Tats\u00e4chlich fanden einige ihre Gleichf\u00f6rmigkeit heraus, andere beschrieben die M\u00f6glichkeit der Erlebnisse in ihr, wieder andere sehen sie lediglich im Bezug auf einen definierten Raum gegeben. Wenn wir davon vielleicht einmal absehen, dann ist Zeit oder sie ist nicht, manchmal kann es so einfach sein.<\/li>\n<li>15.06.2016<br \/>Ich verstehe ja, dass man gewinnen will und m\u00f6glichst immer, aber wozu soll das gut sein? \u2013 Ich meine ja nur so \u2013 unter Freunden.<\/li>\n<li>14.06.2016<br \/>Welch eine \u00dcberreizung, dieses Konzert in M\u00fcnster, zuerst Beethoven mit einem Cellisten, der mich begeistern konnte, die Tr\u00e4nen in die Augen trieb, dann der Feuervogel von Strawinsky, viel mehr braucht es nicht, um richtig satt und unglaublich hungrig zu werden.<\/li>\n<li>13.06.2016<br \/>Wenn ich ein Auto h\u00e4tte, k\u00f6nnte ich es auch gebrauchen, solange dieses aber nicht vorhanden ist, muss ich andere L\u00f6sungen finden. Wohl oder \u00fcbel.<\/li>\n<li>12.06.2016<br \/>Wer gibt, muss keine Sorge haben, zu viel zu nehmen, es sei denn, er gibt zu wenig.<\/li>\n<li>11.06.2016<br \/>Dieses Mal ging es zu schnell und nicht wissend, wo dies hinf\u00fchrt, kann nur gesagt werden, dass alles nichtig ist, sozusagen mal wieder ganz barocke Gef\u00fchle.<\/li>\n<li>10.06.2016<br \/>Wenn das Bett leer ist, dann ist es zu leer, wenn es aber besetzt ist, dann ist es zu voll. Dilemma.<\/li>\n<li>09.06.2016<br \/>Steuern kann ich nur, wenn ich ein Steuer habe, das aber ist seit Jahren zerborsten, so lasse ich mich denn treiben.<\/li>\n<li>08.06.2016<br \/>Manchmal morgens gibt es diesen Kick. Dann leuchtet der Raum und alles scheint eine Friedlichkeit zu besitzen, die fast unnat\u00fcrlich wirkt. Dann zieht sich der Raum zur\u00fcck und ich sehe alles so nah bei mir, dass es keine Distanz mehr zu geben scheint. Dann scheint sich die Atmosph\u00e4re mit Gl\u00fcck geladen zu haben, als sei das eine reale Substanz.<\/li>\n<li>07.06.2016<br \/>Wenn man schon \u00fcber das Wetter spricht: Es ist mir zu hei\u00df und zu schw\u00fcl und panta rei.<\/li>\n<li>06.06.2016<br \/>Der Garten hat ein neues Detail bekommen, ein erster Komposter aus Natursteinplatten. Die verrottenden Holzkomposter sind abgerissen und werden demn\u00e4chst verfeuert. So erhalten sie zumindest noch einmal einen Sinn, nachts werden sie den Garten erhellen, wenn dort ein kalter Wei\u00dfwein getrunken wird.<\/li>\n<li>05.06.2017<br \/>Der letzte Tag mit Hund. Danach werde ich\u00a0sie wieder abgeben m\u00fcssen,\u00a0sie wird fehlen. Eigentlich sollte sie gar nicht mehr herausger\u00fcckt werden, aber das geht ja nicht.<\/li>\n<li>04.06.2016<br \/>Dies Internationalis in der Stadt. Ein echtes Fest des Friedens, unterst\u00fctzt von unglaublich vielen Ess- und Trinkst\u00e4nden sowie guter oder sehr fremder Musik.<\/li>\n<li>03.06.2016<br \/>Freitagsfreiheit genie\u00dfen, auch wichtig.<\/li>\n<li>02.06.2016<br \/>Im Fluss der Dinge zwischendurch einhalten, nachdenken und sich genau davon eben nicht ablenken lassen.<\/li>\n<li>01.06.2016<br \/>Nullsummentag.<\/li>\n<li>31.05.2016<br \/>Die Aufregungen, von denen ich umsp\u00fclt werde, k\u00f6nnen nicht angreifen, stehe ausnahmsweise mal wie ein Fels in der Brandung, ein Granitfels und es w\u00fcrde Jahrhunderte dauern, etwas zu ver\u00e4ndern. Das k\u00f6nnte irgendjemand\u00a0nun Haltung nennen, dabei ist es nur ein Gef\u00fchl aktiver Gleichg\u00fcltigkeit.<\/li>\n<li>30.05.2016<br \/>Nicht alles kann gelingen, was soll es denn?<\/li>\n<li>29.05.2016<br \/>An mir fahren Kolonnen an Autos vorbei, die unglaublich laut die Kleinschw\u00e4\u2026geistigkeit ihrer Besitzer in die Welt r\u00f6hren. Jetzt w\u00e4re es wundervoll, wenn es einen Fern-Z\u00fcndungsunterbrecher g\u00e4be, mit dem ich solche Autos stilllegen k\u00f6nnte.<\/li>\n<li>28.05.2016<br \/>Wenn du hinf\u00e4llst, dann steh gef\u00e4lligst wieder auf \u2013 und sei nur, um die Wunden an den Knien zu reinigen\u2026 oder besser noch reinigen zu lassen. Wenn du aber danach weitergehst, dann beweist du nicht nur Haltung, sondern Mut.<\/li>\n<li>27.05.2016<br \/>Eine gewisse Mattheit hat sich \u00fcber die letzten Wochen ergeben. Und ich wei\u00df noch nicht so ganz, wie das zu \u00e4ndern ist. Auf jeden Fall ist viel frische Luft wohl ein Mittel dagegen.<\/li>\n<li>26.05.2016<br \/>Immerhin seit langem wieder das erste Mal, dass mit v\u00f6lliger Energie eine solche Strecke in kurzer Zeit \u00fcberwunden wurde. Und dabei die Natur zu sehen, jenes wunderbare und kaum erkl\u00e4rbare Licht, das die W\u00e4lder durchflutet und alles scheint von den Stimmen der V\u00f6gel durchdrungen. Nein, das sollte man nicht als verdreht romantischen Kitsch abtun.<\/li>\n<li>25.05.2016<br \/>Wenn schon schlechte Nachrichten kommen, dann sind es immer mehrere auf einen Schlag, so etwas nennt sich wohl das Gesetz der Serie. Aber nicht verzweifeln, das geht dann wohl auch noch vorbei.<\/li>\n<li>24.05.2016<br \/>Man sollte die Feste feiern, wie sie fallen, sagt ein altes Sprichwort und wenn etwas nicht so gut l\u00e4uft, dann erst recht, das hat nichts mit Fatalismus zu tun, sondern damit, dass das die einzige M\u00f6glichkeit ist, Mensch zu bleiben.<\/li>\n<li>23.05.2016<br \/>Wenn dir einmal etwas nicht passt, dann solltest du die richtigen Schl\u00fcsse daraus ziehen. Mach nichts, ohne vorher die Konsequenzen abzukl\u00e4ren und vor allem mach nichts umsonst.<\/li>\n<li>22.05.2016<br \/>So ein 24 Stunden Ger\u00e4t um den Arm gebunden kann einen echt zur Verzweiflung treiben, aber tats\u00e4chlich gew\u00f6hnt man sich schneller daran, als ich dachte. Also, alles gar nicht so schlimm. Selbst wenn ich abends mit lieben Freunden zusammen sitze und mal wieder das Vergehen der Zeit in Form eines Geburtstags gefeiert wird.<\/li>\n<li>21.05.2016<br \/>Wenn jemand Hilfe braucht, dann soll geholfen werden und diesmal ging es auch nicht drei Stockwerke hinab und wieder f\u00fcnf hoch, sondern nur zwei hoch, das ist dann doch wirklich ein Klacks.<\/li>\n<li>20.05.2016<br \/>Na klar kommen wir gerne nach K\u00f6ln und helfen dir umzuziehen, das war sogar ernst gemeint und ich hatte mich sogar etwas darauf gefreut, alldieweil es sich um einen guten Menschen handelt. Aber \u00fcber Stunden eingezw\u00e4ngt auf der R\u00fcckbank eines Autos im Stau festzusitzen im wahrsten Sinne, das war doch etwas viel. Immerhin dauerte die Fahrt ja nur knapp f\u00fcnf Stunden, das ist doch fast nichts. Dann die Sachen runtertragen, drei Stockwerke, wobei eine der Helfenden, n\u00e4mlich ausgerechnet die, die vorne auf dem Beifahrersitz sa\u00df und ihren Sitz nicht vorstellen wollte, um den hinten Sitzenden Beinfreiheit zu gew\u00e4hren, doch vor allem dadurch gl\u00e4nzte, dass sie unten am Anh\u00e4nger stand und sich mit demjenigen unterhielt, der alles ordentlich einger\u00e4umt hat. Da steigen schon mal bestimmte Begriffe in mir auf, die hier nicht benannt sein sollen. Aber was soll es schon, die anderen machen das schlie\u00dflich schon. Ebenso, als es f\u00fcnf Stockwerke nach oben ging. \u00a0Ich denke, dass ich sie so schnell nicht mehr sehen werde.<\/li>\n<li>19.05.2016<br \/>Ein Abend voller Texte. Poetry-Slam im Bogen, junge Leute mit ihren Befindlichkeiten, manchmal etwas zu p\u00e4dagogisch, aber auch richtig provokativ oder experimentell, immerhin das. Auf jeden Fall ein Abend, der mich richtig \u00fcberzeugt hat, vor allem die Texte von Cordula Keller, Yola Brauer, Konstantin Kretzer und Hendrik Wilke. So kann es gerne weitergehen.<\/li>\n<li>18.05.2016<br \/>Was war denn da los? Irgendwas fehlte, da war eine Leerstelle und ich kann beim besten Willen nicht sagen, was es ist.<\/li>\n<li>17.05.2016<br \/>Einfach gehen, die Landschaft genie\u00dfen und das Leben einatmen und f\u00fcr einige Momente nicht daran denken, dass das Alter schon begonnen hat.<\/li>\n<li>16.05.2016<br \/>Solche Tage intensiver Freiheit sollten nie vor\u00fcber gehen, aber vielleicht stellte sich dann auch eine gewisse Langeweile ein.<\/li>\n<li>15.05.2016<br \/>Die K\u00e4lte ist jetzt eingezogen und trotzdem bl\u00fchen die wunderbar rosafarbenen Bl\u00fcten der Klematis und nehmen mein Denken in Beschlag, w\u00e4hrend ich im Garten stehe. So verharre ich im Wissen, dass ich determiniert bin, nicht frei entscheiden kann, jetzt zumindest nicht mehr, vielleicht noch nie.<\/li>\n<li>14.05.2016<br \/>Diese Wanderungen mit dem Hund sind mir eine wichtige Sache geworden, wie ein Ruhepunkt.<\/li>\n<li>08.05.2016<br \/>Was soll man schon tun an solchen Tagen, die schon in aller Fr\u00fch versprechen, der hei\u00dfeste des bisherigen Jahres zu werden und das ist ernst gemeint, so gegen f\u00fcnf Grad \u00fcber meiner Wohlf\u00fchltemperatur? Kein Problem, sehr fr\u00fch aufstehen und die ersten Stunden in einem Ansitz verbringen, die Natur genie\u00dfen, das Wandern der Sonne, das Konzert der V\u00f6gel. Auch wenn sich au\u00dfer einem lahmen Hasen nichts zeigt. Solche Momente m\u00f6chte ich nicht missen. Wenn dann irgendwann doch ein Reh auf der Wiese \u00e4st, kann man sich einfach dar\u00fcber freuen.<\/li>\n<li>07.05.2016<br \/>Die Reste des Tageslichts auf einem st\u00e4hlernen Turm genie\u00dfen, die Atmosph\u00e4re in sich aufsaugen. Alles im Wissen der Endlichkeit, der des Augenblicks, der des Selbst. Auf dem Heimweg laufen Wildschweine wenige Meter weiter durchs Unterholz.<\/li>\n<li>06.05.2016<br \/>\u00dcberall im Wald ist Pollenstaub, wenn ich nach Hause komme, sind die Schuhe gelb und die Hose bis zu den Knien. Die armen Allergiker.<\/li>\n<li>05.05.2016<br \/>Lange genug drauf gewartet, dass diese Tage dazwischen beginnen, doch nicht einmal aus Freude, sondern eher aus v\u00f6lliger Ersch\u00f6pfung. Diese Umstellung des K\u00f6rperbefindens ist noch nicht abgeschlossen. Immerhin besteht eine gesunde Chance, wenn das nichts hei\u00dfen will.<\/li>\n<li>04.05.2016<br \/>Einserseits das Gl\u00fccksgef\u00fchl, etwas Gutes geschafft zu haben. Andererseits, das Wissen der Unab\u00e4nderbarkeit. Erst v\u00f6llige Nervosit\u00e4t, weil ich das Gef\u00fchl nicht ablegen kann, ebenso zu scheitern wie diejenigen, die vor mir sitzen. Tr\u00e4ume, ein ganzes Leben lang. V\u00f6llige Ersch\u00f6pfung, wei\u00df nicht, wo ich anfangen, wo ich aufh\u00f6ren soll. Ja, jetzt bin ich wirklich alt.<\/li>\n<li>03.05.2016<br \/>So eine bl\u00f6de Kuh, bevor sie anf\u00e4ngt zu kritisieren, sollte sie erst einmal dar\u00fcber nachdenken, in welcher Weise sie manipuliert wird. Aber offensichtlich k\u00f6nnen Menschen, die unf\u00e4hig sind, echte Gef\u00fchle zu haben, echtes Gl\u00fcck zu empfinden, nicht reflektieren. Was soll es, der \u00c4rger wird nur kurz sein, das Vergessen oder aber die s\u00fc\u00dfe Rache um so l\u00e4nger.<\/li>\n<li>02.05.2016<br \/>Nur schlapp, und trotzdem halte ich die Ohren steif, das wird vielleicht helfen.<\/li>\n<li>01.05.2016<br \/>Umstellung und Ersch\u00f6pfung, aber immerhin ein sch\u00f6ner kleiner Spaziergang am Sorpesee, unterbrochen von marodierenden Gruppen mit Bollerwagen und Pausen zum Atemholen. Sp\u00e4ter Kuchen essen. Ja, zugegeben, manchmal ist das Einfache sch\u00f6n.<\/li>\n<li>30.04.2016<br \/>So, huchi, huchu, das Wochen endet.<\/li>\n<li>29.04.2016<br \/>So, die letzten anderthalb Wochen waren gr\u00e4sslich sch\u00f6n und sollten ansonsten vielleicht doch vergessen werden. Erlebnisse: Wisente, Tarpane, Wildschweine, unsichtbare wei\u00dfe Hirsche, Feuersalamander, H\u00fctten Bauen im Wald, Land-Art, Tabletten, neue Tabletten und Blutdruckmessger\u00e4te, Untersuchungen, Entt\u00e4uschungen und neue Einsichten, Molche, bl\u00fchende Blumen und nette Begegnungen und vor allem dieses Telefonat, das mich umgehauen hat. Lange Wanderungen, nette Gespr\u00e4che unter Kollegen. Eine neue alte Lampe f\u00fcr die K\u00fcche und die Erkenntnis, dass es doch jede Menge schlechte Weine geben muss, auch wenn man selber nur einen davon getrunken hat. Aber nicht nur das Aush\u00e4usige, auch daheim kann man leben. Garten und Arbeitszimmer, K\u00fcche und Schlafzimmer, soweit sollte man den allgemeinen Lebensraum beschr\u00e4nken.<\/li>\n<li>20.04.2016<br \/>Immer wieder ein denkw\u00fcrdiger Termin. Warum? Nun, da gab es einmal einen Unfall und einen noch gr\u00f6\u00dferen, au\u00dferdem eignet sich dieses Datum auch, um sich mit echten Arschl\u00f6chern zu streiten. Jenen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, ihre Umgebung mit L\u00fcgen zu vergiften.<\/li>\n<li>19.04.2016<br \/>W\u00e4hrend drau\u00dfen gefeiert wird, ziehe ich mich fr\u00fch zur\u00fcck. Schlafen soll ja die beste Medizin sein.<\/li>\n<li>18.04.2016<br \/>Bei bestem Wetter, sonnig eisigkalt durch die Landschaft. St\u00f6cke werfen und f\u00fcr Momente gl\u00fccklich sein. Die Finger fallen fast ab, der Dreck wird am Pullover abgeschmiert.<\/li>\n<li>17.04.2016<br \/>Familienmittagessen am Rheinufer, so kann es gehen. Wenn man nur nicht w\u00fcsste, dass der Nachmittagskuchen so lecker wird.<\/li>\n<li>16.04.2016<br \/>Wie die ganze Woche schon so schlapp, man m\u00f6chte gar nichts mehr machen, m\u00f6chte einfach nur noch Ruhe.<\/li>\n<li>15.04.2016<br \/>Dumm ist es, wenn Menschen noch nicht einmal mehr merken, wie sehr sie durch das mutwillige\u00a0Zur\u00fcckhalten von Teilinformationen manipuliert werden. Die Analyse ist richtig: Ein Wendehals wird dem hinterherlaufen, der zuerst manipuliert.<\/li>\n<li>14.04.2016<br \/>Immerhin soweit genesen, dass die Arbeit wieder m\u00f6glich ist.<\/li>\n<li>13.04.2016<br \/>Wenn gar nichts geht, dann geht auch wirklich gar nichts. Oder wie ein intelligenter Fu\u00dfballer es einmal so richtig ausdr\u00fcckte: Hast du Schei\u00dfe am Fu\u00df, hast du Schei\u00dfe am Fu\u00df.<\/li>\n<li>12.04.2016<br \/>Einfach ausruhen, mehr nicht, einfach ausruhen, mehr nicht, darauf muss man erstmal kommen, vor allem muss man das schaffen, den Schalter umlegen und vom Workoholicmodus auf Ruhe umschalten.<\/li>\n<li>11.04.2014<br \/>Heute morgen den sch\u00f6nen Song geh\u00f6rt, in dem der S\u00e4nger ruft: Hurrah, die Welt geht unter! Hurrah, die Welt geht unter! Genau so f\u00fchle ich mich. Egal wo man hinschaut, egal in welchem Zustand, man wird etwas finden, was zur derzeitigen Situation passt. Ja, wir sind darauf gepolt, das zu lesen, zu h\u00f6ren, zu sehen, was uns gerade betrifft. Das nennt sich dann wohl allgemein gesprochen Sensibilisierung.<\/li>\n<li>10.04.2016<br \/>Schlappes Wochenende, keine Ideen, kein Mumm, etwas zu tun.<\/li>\n<li>09.04.2016<br \/>Manchmal reicht es, ein Bild zu sehen, dar\u00fcber nachzudenken und auch, ja, auch dar\u00fcber klare Worte zu finden.<\/li>\n<li>08.04.2016<br \/>Ohne Namen zu nennen, werden sie wissen, dass sie gemeint sind. Nur damit es klar ist, von einigen Menschen distanziere ich mich auf das Allerdeutlichste. Weder ihre wirklich \u00fcblen politischen Ansichten noch ihre Lebensgewohnheiten kann ich akzeptieren. Vor allem dann nicht, wenn sie aufhetzerisch sind oder bewusst andere sch\u00e4digen.<\/li>\n<li>07.04.2016<br \/>Warten kann zur Falle werden, immer dann, wenn man sich nur noch auf das Warten konzentriert und die Zeit nicht sinnvoll zu nutzen wei\u00df. Ich zum Beispiel schreibe lieber Tagebuch oder eine andere Geschichte. Letztlich ist alles Geschriebene doch schlie\u00dflich fiktional.<\/li>\n<li>06.04.2016<br \/>Nein, nicht alles l\u00e4uft so rund, wie man es gerne h\u00e4tte. Aber das ist auch nicht schlimm, immer wenn man einen falschen Schritt macht, wei\u00df man dann zumindest, dass man geht.<\/li>\n<li>05.04.2016<br \/>Und zwischendurch gibt es dann Aufgaben, die eben gemacht werden m\u00fcssen und sei es nur, einen eingebildeten Einbrecher zu vertreiben. Also nicht jemand, der vor Einbildung strotzt, sondern jener, der imaginiert wurde.<\/li>\n<li>04.04.2016<br \/>Und dann gibt es nat\u00fcrlich noch jene Tage, da flie\u00dfen die W\u00f6rter nur so aus dir heraus, auf das Papier, als Gedicht oder Geschichte.<\/li>\n<li>03.04.2016<br \/>Lernen, das Positive zu sehen. Immer dann, wenn man durch die Landschaft f\u00e4hrt und diese in sich aufnimmt. Bestimmte Faktoren vielleicht auch grunds\u00e4tzlich vergessen \u2013 k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>02.04.2016<br \/>Konsequenzen m\u00fcssen irgendwann gezogen werden. Als Schutz \u2013 wie auch immer. Abends ein gutes Gespr\u00e4ch, nein ein Gespr\u00e4chsmarathon, mit den beiden M\u00e4nnern, die wirklich etwas zu sagen haben.<\/li>\n<li>01.04.2016<br \/>Vielleicht das erste Mal im Leben, dass ich die Scherze vergessen habe, niemanden hereingelegt, von niemandem worden.<\/li>\n<li>31.03.2016<br \/>Diese Zeit mit einem Hund, einfach laufen, laufen lassen, am Ende auch mal fertig sein, k\u00f6rperlich.<\/li>\n<li>30.03. 2016<br \/>Schweigen ist manchmal Gold, ja, aber nicht immer.<\/li>\n<li>29.03.2016<br \/>Wenn sich die Ereignisse \u00fcberschlagen, dann ist das f\u00fcr den Moment vielleicht nicht so toll. Letztlich aber wird man sp\u00e4ter dar\u00fcber lachen k\u00f6nnen. So wie damals als Jugendlicher, als ich mir die Haare radikal entfernt hatte. Glatze als Versprechen. Die Mutter konnte nicht lachen, hat mich entsetzt angesehen, sp\u00e4ter erst war es ein Running Gag.<\/li>\n<li>28.03.2016<br \/>Grunds\u00e4tzlich sollte man sich immer eines vor Augen f\u00fchren: Du siehst den Menschen nicht hinter ihre Maske. F\u00fcr die Zukunft immerhin: Schau dir die Reaktionen an, die nicht bedacht sind.<\/li>\n<li>27.03.2016<br \/>Das Aufstehen vollzieht sich \u00fcber mehrere Phasen. Aufwachen, das D\u00e4mmern sehen, sich aus der Decke sch\u00e4len und anziehen. Durch die Landschaft laufen, die Stadt auch. Den herrlichen fr\u00fchmorgendlichen Osterhimmel bestaunen, der eine Welle mit sich f\u00fchrt, die den Regen bringen wird. Das herrliche Wetter ist vorbei. Wieder daheim ankommen, wieder hinlegen und auf den Regen wartend lesen.<\/li>\n<li>26.03.2016<br \/>Es gibt Worte und Blicke, die gehen durch uns durch, es gibt auch solche, die gehen durch und durch. Letztere sind mir lieber.<\/li>\n<li>25.03.2016<br \/>Man sollte nicht erwarten, dass alles so passieren wird, wie man es selbst geplant hat. Vor allem dann nicht, wenn irgendwelche kreativen K\u00fcnstler mit beteiligt sind.<\/li>\n<li>24.03.2016<br \/>Die Beobachtung des Tages: Zwei Jugendliche sitzen sich gegen\u00fcber, kommunizieren via Telepathie, schweigen, glotzen auf die bl\u00e4ulich schimmernden Bildschirme.<\/li>\n<li>23.03.2016<br \/>Morgens in die K\u00fcche kommen und das gro\u00dfe Messer auf einem dicken Buch liegen sehen. Ein Buch \u00fcber Zeichen und Symbole. Da ist der Tag gelaufen.<\/li>\n<li>22.03.2016<br \/>Und sei es nur, dass jemand dich besuchen kommt; und sei es nur, dass du spazieren gehst, dass du endlich wieder auf Touren kommst. Ja, manchmal mache ich mir Sorgen um dich, eigentlich immer.<\/li>\n<li>21.03.2016<br \/>Daran kann ich mich erfreuen; die Blumen auf der Fensterbank, die mit ihren gelben Bl\u00fcten den Fu\u00dfg\u00e4ngern, die vor dem Haus hergehen, mit ihren K\u00f6pfen Gr\u00fc\u00dfe zunicken, Narzissengr\u00fc\u00dfe.<\/li>\n<li>20.03.2016<br \/>Nichts Besonderes gedacht zu haben, nicht Besonderes gemacht zu haben. Immerhin strukturiert sich so der Jahreslauf.<\/li>\n<li>Auch das geh\u00f6rt zum Tagebuch, hat mir jemand gesagt. Ich soll unbedingt festhalten, wann die letzte Clusterattacke war. Auch wenn dies jetzt aus dem R\u00fcckblick geschieht. Heute, glaube ich. Das hei\u00dft also hoffentlich, dass ich bis Herbst frei habe.<\/li>\n<li>19.03.2016<br \/>Mit gewisser Traurigkeit verabschiedet sich eine gemeinsam verbrachte Zeit. Es ist gut, sie in die Freiheit, in ihr Leben zu entlassen. Und trotzdem, irgendwie bin ich immer traurig, wenn sie gehen.<\/li>\n<li>18.03.2016<br \/>Die Tauben auf den D\u00e4chern scheinen mit dem Himmel zu verschmelzen, gegen das Grau gesehen, heben sie sich auf.<\/li>\n<li>17.03.2016<br \/>Da sagt mir ein lieber Mensch, das sei alles so pers\u00f6nlich, das grenze fast schon an selbstverletzendes Verhalten. Dazu kann ich wenig sagen. Ich schreibe einfach das, was mir in den Kopf kommt, mal sind das eben Beobachtungen, mal eben auch Anwandlungen von Gef\u00fchlen. Meistens aber sehe ich darin eher einfach Reflexionen, die man auch als Pulp Fiction bezeichnen w\u00fcrde, w\u00e4ren sie gedruckt. Hier also Data Fiction.<\/li>\n<li>16.03.2016<br \/>Es gibt Tage, an denen k\u00f6nnen Ber\u00fchrungen nur als \u00e4u\u00dferst unangenehm empfunden werden, vor allem dann, wenn sie mit irgendeiner W\u00e4rme verbunden sind. Dann f\u00fchlt es sich an, als ob jemand in mich hinein fasse und es sch\u00fcttelt mich. Auch wenn das gut gemeint sein sollte. An anderen Tagen ist es anders. Da entstehen Bilder auf der Haut und die Realit\u00e4t wird in diese Bilder geschoben. Jede Bewegung ist dann zu sehen. Sogar der Unterschied im Druck oder in der Geschwindigkeit kann eine eigene Farbe auspr\u00e4gen, eine eigene Form entwickeln.<\/li>\n<li>15.03.2016<br \/>Einfach gehen, lange Strecken gehen, alles an sich vorbeiziehen lassen und genie\u00dfen.<\/li>\n<li>14.03.2016<br \/>Einfach reden, lange reden, die Vergangenheit begreifen.<\/li>\n<li>13.03.2016<br \/>Im Hintergrund l\u00e4uft seit langem mal wieder die Musik von Nick Cave. War aufgewacht mit einem Lied von ihm in den Ohren und auf der Zunge \u201eFrom her to eternity\u201c, musste mal wieder in den CDs kramen und feststellen, dass nur noch H\u00fcllen im Schrank stehen, die Silberlinge liegen im Auto. Also an den Plattenschrank und alte Vinyls auf dem Teller gelegt. Ein Baden in Sch\u00f6nheit und gepflegtem Pessimismus.<\/li>\n<li>12.03.2016<br \/>Morgens B\u00e4ume f\u00e4llen, Holz f\u00fcr das \u00fcbern\u00e4chste Jahr eingeschlagen. Platz gemacht f\u00fcr die B\u00fcsche der Zukunft, vor allem aber diese einverst\u00e4ndige Art zu arbeiten. Nachmittags dann weit weg. Am Wisentgehege bei Hardehausen gewandert, wunderbar kalte Luft, gute Gespr\u00e4che. So kann man sich die Tage im Alter vorstellen.<\/li>\n<li>11.03.2016<br \/>Wenn es verhuschte Menschen gbit, warum dann nicht auch solche Tage.<\/li>\n<li>10.03.2016<br \/>Im Wissen darum, sie bald in die Freiheit zu entlassen, sie ihre eigenen Wege gehen zu lassen. Das ist wirklich zwiesp\u00e4ltig. Und dabei schwingt immer dieses Gef\u00fchl. Ja, ich hatte die Chance, ihnen was mitzugeben, hoffentlich hat es geklappt.<\/li>\n<li>09.03.2016<br \/>Eine Serie von Niederlagen zu kassieren, ohne sauer zu sein, nein, sondern am\u00fcsiert \u00fcber die uneingeschr\u00e4nkte Unf\u00e4higkeit zum guten Willen der Gegner, das macht jede Niederlage zu einem inneren Laubh\u00fcttenfest. Wenn Arroganz sich mit Hybris paart, kommt meist ein Deutscher dabei heraus.<\/li>\n<li>08.03.2016<br \/>Es ist unfassbar sch\u00f6n, wenn Menschen vor Gl\u00fcck nicht mehr wissen, wohin mit sich und ihren Gef\u00fchlen, wenn es \u00dcbersprungshandlungen gibt. Feuchte Augen und Sektglas an den Lippen. Es ist um so sch\u00f6ner, als zu sehen ist, wie die Unverdienten, die mitleidlosen Wohlstrukturierer dies beneiden, weil sie kein Empathiegef\u00fchl entwickeln k\u00f6nnen, sich auch nicht \u00fcber sich selbst freuen. Ja, sicher, sie werden Karriere machen oder bornouten, niemals aber gl\u00fccklich auf Dauer. Und das, diese lieblos Leidenden, ist traurig f\u00fcr sie.<\/li>\n<li>07.03.2016<br \/>Nach v\u00f6llig schlafloser Nacht dem Morgengrauen entgegengeschaut. Der Tag verlief noch halbwegs tragbar.<\/li>\n<li>06.03.2016<br \/>Mit diesem Tag beginnt f\u00fcr einen anderen Menschen und auch f\u00fcr mich ein neuer Abschnitt. Ich w\u00fcnsche mir wenig mehr, als dass er dabei gl\u00fccklich wird.<\/li>\n<li>05.03.2016<br \/>Die meisten Leute haben l\u00e4ngst vergessen, dass der M\u00e4rz nicht nur den Beginn des Fr\u00fchlings darstellt, sondern zu zwei Dritteln ein Wintermonat ist. Genau diese Menschen blicken verwundert, wenn nicht gar emp\u00f6rt in den Himmel, wenn es pl\u00f6tzlich einmal einige Minuten schneit. Dann hei\u00dft es wieder, sie seien diese graue Zeit leid, w\u00fcnschten sich den Sommer herbei, nur damit sie dann \u00fcber die n\u00e4chste gro\u00dfe Hitzewelle klagen k\u00f6nnen. Wahrscheinlich ist diese grundlegende Unzufriedenheit einer der gro\u00dfen Ansporne, sich in die Arbeit so sehr zu vertiefen, dass nichts von au\u00dfen mehr an diese Leute herankommen kann.<\/li>\n<li>04.03.2016<br \/>Einen richtig netten Menschen kennen gelernt, Nassos Chalkidis, den ich gerne verstehen w\u00fcrde, ich glaube ja schon, dass er was zu sagen hat. So muss ich mit den Aussagen seiner Arbeiten vorliebnehmen.<\/li>\n<li>03.03.2016<br \/>Manchmal trifft dich ein Wort, manchmal noch mehr, wenn das Wort an dir vorbei geht. Ein Paradoxon f\u00e4llt mir dabei ein: Infantil ist es, wenn man die gute Kinderstube vergisst.<\/li>\n<li>02.03.2016<br \/>Nach N\u00e4chten ohne Schlaf wirkt das Gesicht noch etwas zerknitterter als sonst. So zeigt sich, dass das Alter seine Wunder wirkt.<\/li>\n<li>01.03.2016<br \/>In dieser Zeit scheinen \u00fcber Jahre aufgebaute pers\u00f6nliche Netzwerke nicht mehr zu z\u00e4hlen. Das ist dann ziemlich traurig.<\/li>\n<li>29.03.2016<br \/>Von den T\u00f6nen \u00fcberw\u00e4ltigt, von den Formen fortgesp\u00fclt.<\/li>\n<li>28.02.2016<br \/>Nach dieser denkw\u00fcrdigen Nacht, der Wachsamkeit also, mit vierbeiniger Begleitung an der Ruhr entlang. Die K\u00e4lte auf der Haut sp\u00fcren, das blasse Blau des Himmels erleben und das goldene Leuchten der Landschaft sowieso. Dann frage ich mich tats\u00e4chlich, wozu diese Gr\u00fcbelei denn gut sein kann. Genie\u00dfe das Leben, werfe St\u00f6ckchen und auf dem R\u00fcckweg l\u00e4sst der entstandene Appetit dazu anregen, einige Br\u00f6tchen mitzunehmen. Dass das Zuhause noch im Schlaf d\u00e4mmert, ist fast schon egal. Ein guter Tag mit ebensolchen und innigen Gespr\u00e4chen.<\/li>\n<li>27.02.2016<br \/>Der Himmel lacht und es ist frisch drau\u00dfen, also die Jacke anziehen und durch die Landschaft gehen, einige Schritte Freiheit im Kopf.<\/li>\n<li>26.02.2016<br \/>Wie sch\u00f6n es ist, aus dem gesch\u00fctzten und v\u00f6llig \u00fcberhitzten Raum einer Sauna heraus das abendliche Singen eines Amselh\u00e4hnchens zu h\u00f6ren. Zu wissen, dass dieses Jahr der Fr\u00fchling im Anmarsch ist, die Kraniche sind ja zum gr\u00f6\u00dften Teil schon gen Norden geflogen. Er verteidigt jetzt schon sein kleines Revier, auch wenn er vielleicht noch kein Weibchen hat, aber jeder soll wissen; ich habe so viel Kraft, dass ich schon jetzt mit dem Gesang beginnen kann.<\/li>\n<li>25.02.2016<br \/>Mein alter Bekannter ist wieder da, bei mir, jener verhasste Lebensbegleiter, den abzusch\u00fctteln ich dieses Jahr gedacht hatte. Aber nix damit, werde wohl weiter damit leben m\u00fcssen. Aber eine Bitte, Herr Mc Luster, verschon mich zumindest in den N\u00e4chten mit deiner perfiden Infiltration.<\/li>\n<li>24.02.2016<br \/>Wenn die Farben tanzen und die Formen ihren Tango beginnen, jenes scheinbar allzu steife Treiben, das nichts als stilisiertes Liebesritual.<\/li>\n<li>23.02.2016<br \/>Da lacht der Pfeifenraucher mit dem Messer in der Tasche mich doch glatt aus und bescheinigt mir, was ich schon lange f\u00fchle: Wie sitzt du denn da? Du siehst aus wie ein alter Mann.<\/li>\n<li>22.02.2016<br \/>Das Entsetzen setzt ein, wenn ich von jenen Bildern h\u00f6re, jene Szenen vor dem inneren Auge sehe, die sich in Deutschland abspielen, wenn die johlenden Menschenmassen ohne R\u00fccksicht andere zu Tode erschrecken. So kommen sie von einem Kriegsgebiet ins n\u00e4chste. Dieser Krieg scheint begonnen zu haben. Durch Hasse befeuerte Gewalt, offensichtliche Verrohung brauner Horden, radikale Unverr\u00fcckbarkeit, widerw\u00e4rtig, militanter Stumpfsinn, wenn die Probleme kaschiert sind in der Gesellschaft. Eine Gesinnug wurde zu lange totgeschwiegen, die keine R\u00fccksicht kennt, nur Egoismus. Und mit Scheinheiligkeit verweisen die Hassprediger auf die Schwierigkeiten, die entstehen. Das ist schamlos, das ist pervers.<\/li>\n<li>21.02.2016<br \/>Ein ruhig vertr\u00f6delter Tag, der mit gro\u00dfer Lust begann.<\/li>\n<li>20.02.2016<br \/>Dieses ruhige Arbeiten, ohne viel reden zu m\u00fcssen, auch wollen nicht. Gesten reichen, die T\u00e4tigkeiten haben ihre ihnen eigene Routine gefunden.<\/li>\n<li>19.02.2016<br \/>Wie ein Beruhigungsmittel schiebt sich dieser Tag vom Morgen in den Abend.<\/li>\n<li>18.02.2016<br \/>Kaum vorstellbar, wie weich man fallen kann, wenn dort ein Sessel steht. Auch die Reglosigkeit kann dann hilfreich sein.<\/li>\n<li>17.02.2016<br \/>Bei allem M\u00fchn, konnte den richtigen Zugang nicht finden, musste verwerfen und neu ordnen. Immerhin scheint dies zu funktionieren. Jetzt.<\/li>\n<li>16.02.2016<br \/>Wenn der Ofen gut gestochert ist, die W\u00e4rme sich im ganzen Raum ausbreitet, dann vor dem schwarzen Feuerkasten stehen, in einiger Entfernung, des es wird schnell hei\u00df an den Beinen, ein Buch in der Hand. In aller Ruhe einen Text lesen und gar nicht ehr darauf achten, was sonst passiert. Mich versenken und wenigstens f\u00fcr Momente Kraft sch\u00f6pfen.<\/li>\n<li>15.02.2016<br \/>Was gut, was schlecht ist, kann ich nicht immer genau zuordnen. Liegt es letztlich nicht daran, welche Position ich einzunehmen bereit bin?<\/li>\n<li>14.02.2016<br \/>Wenn die K\u00e4lte kommt, wieder sp\u00fcrbar, die Selbsterstarkung sp\u00fcren. Ein gegenseitiges Erkennen.<\/li>\n<li>13.02.2016<br \/>Auch wenn es nur langsam geht, der K\u00f6rper gesundet. Der Geist hat schon l\u00e4ngst wieder zu H\u00f6henfl\u00fcgen angesetzt. Nur der Sonne nicht zu nahe kommen.<\/li>\n<li>12.02.2016<br \/>Scheitern ist scheinbar. Scheitern als Schein.<\/li>\n<li>11.02.2016<br \/>Ich muss nicht jeden zweiten Tag kommentieren, der Zeit nachgieren, nur um anderen zu zeigen, wo ich stehe. Sie wissen das und werden es wohl irgendwann nachtragen. Aber in dem Bewusstsein zu leben, genau an der Stelle zu sein, wo ein Ver\u00e4ndern des Denkens m\u00f6glich ist, wenn auch nur bei wenigen.<\/li>\n<li>10.02.2016<br \/>Konstruktion ist Struktur f\u00fcr das Gemeinsame.<\/li>\n<li>09.02.2016<br \/>Schiebe das Aufstehen immer weiter nach hinten, aber ab neun geht auch das nicht mehr. In der Wohnung herumschleppen, Holz heraufholen und wieder ein Gro\u00dfteil des Tages vor dem Kamin. Texte schreiben, Gedanken ordnen und warten.<\/li>\n<li>Zu bewundern, wie einige Menschen es kultivieren, auf dem Boden zu hocken und trotzdem mit ganzer Sohle aufzuliegen. So l\u00e4sst es sich offenbar stundenlang aushalten. Jenseits romantischer Meditationsfantasie. Die Knie werden dabei von den Ellb\u00f6gen zusammengedr\u00fcckt, wenn gerade nicht geraucht wird.<\/li>\n<li>Eigentlich sollte es doch m\u00f6glich sein, all die Gedankenschnipsel zu einem zusammenh\u00e4ngenden Text zu fassen. Ein tausendteiliges Puzzle. Das Leben ist allerdings tats\u00e4chlich kein Roman, genausowenig wie die Notizen.<\/li>\n<li>08.02.2016<br \/>Immerhin wird es gegen Abend besser, nicht mehr jeder Knochen schmerzt. Nicht mehr alle zehn Minuten muss ich ein neues Taschentuch verbrauchen.<\/li>\n<li>Die Nachbarn scheinen unzufrieden zu sein, dabei sind sie doch nicht allein, stecken sich alle paar Minuten eine neue Zigarette an und schauen auf den kleinen Bildschirm, der vor ihnen auf dem Esstisch steht. Das ist wahrscheinlich tats\u00e4chlich das Schwierigste; Zufriedenheit lernen.<\/li>\n<li>07.02.2016<br \/>Der Tag verstreicht und das ist gut, die Zeit wird heilen. Hoffentlich.<\/li>\n<li>Wenn nachts zwei M\u00e4nner mit Gei\u00dffu\u00df, Akkuschrauber, Sack und Hammer durch die Gegend schleichen, so muss man davon ausgehen, dass es sich um Einbrecher handelt, geschieht dies allerdings am hellichten Tag mit einem gro\u00dfen Eimer, dann sind es wohl Handwerker.<\/li>\n<li>06.02.2016<br \/>Alle Verpflichtungen abgesagt, auf welche ich mich gefreut hatte. Muss Ruhe haben, mit Tee vor dem Kaminofen in Decken geh\u00fcllt. Gliederschmerzen und der Kopf ist zu. Gegen Abend wird es langsam besser, aber noch nicht gut.<\/li>\n<li>Der Nahverkehr ist \u00fcbrigens, das f\u00e4llt mir gerade ein, ein durchaus spannendes Studiengebiet f\u00fcr Sozialpsychologen. Dort treffen Menschen aufeinander, die sonst, also in der gesellschaftlichen Realit\u00e4t, niemals auch nur auf einige Meter Ann\u00e4herung h\u00e4tten. Gerade in den Gro\u00dfst\u00e4dten haben die Menschen erkannt, dass Autos, der angebliche H\u00f6hepunkt individueller Mobilit\u00e4t, letztlich durch Stau und Parkplatzsuche zu Zeitverzug, hohen Kosten und sogar absoluter Immobilit\u00e4t f\u00fchren. Auch in Kleinst\u00e4dten ist der Fu\u00dfg\u00e4nger, der Radfahrer allemal im Vorteil. Also steigen sie aus dem alten Statussymbolklischee aus, stellen es als Oldtimer in die bewachte Garage und fahren mit Bus und U-Bahn. Der Status wird manifestiert durch ein Kleineres: Welches Smartphone hast du. Nur an Wochenenden zeigt man bei gutem Wetter stolz das fahrbare Anlageobjekt am n\u00e4chsten Stausee.<\/li>\n<li>05.02.2016<br \/>Die Stirn ist hei\u00df, trotzdem machen wir einige Exemplare des neuen Buches fertig. Abends dann der erste Zusammenbruch.<\/li>\n<li>04.02.2016<br \/>Ein Erlebnis, Menschen wiederzusehen, die jahrelang wie verschollen waren. Der Hals beginnt zu kratzen.<\/li>\n<li>03.02.2016<br \/>Die erste Zeit des Wartens ist nerv\u00f6s, voller Spannung, dann gibt es einige Tage, an denen man sauer guckt und wei\u00df, dass das Erwartete nicht mehr p\u00fcnktlich kommen wird und zum Schluss tritt eine Ruhe der Gewissheit ein.<\/li>\n<li>02.02.2016<br \/>Diese sp\u00e4tabendlichen Gespr\u00e4che mag ich, wenn bei einem Glas Wein die Ereignisse der letzten Wochen abgehandelt werden.<\/li>\n<li>01.02.2016<br \/>Von den Meinungen und politischen Ansichten mancher Menschen muss man sich zwangsl\u00e4ufig sp\u00e4testens dann distanzieren, wenn das Abdriften in extremistische Denkstrukturen nicht mehr aufzuhalten ist. Trotzdem sollte der Kontakt gehalten werden, um diesen klarzumachen, es gibt viele Menschen, die anders denken. Manchmal ist es jedoch n\u00f6tig, auch in der \u00d6ffentlichkeit Stellung zu beziehen, nicht nur im privaten Kreis. Denn: Jegliches Eintreten f\u00fcr menschenverachtende Positionen muss immer abgelehnt werden. Wer Abstand von den demokratischen Prinzipien unserer Gesellschaft nimmt, ist nicht tolerierbar. Niemand hat das Recht, die Aufgaben von Justiz und Polizei selbst in die Hand zu nehmen. Niemand hat das Recht, eigene Gesetze zu erfinden und diese durchzuf\u00fchren, ohne dass sie durch die Instanzen gegangen sind.<\/li>\n<li>31.01.2016<br \/>Es h\u00f6rt sich sicher bl\u00f6de an, und jeder halbwegs offene Geist wei\u00df und denkt dasselbe:<br \/>Erstens ist der erste Monat viel zu schnell verstrichen und niemand wei\u00df, was eigentlich passiert ist, alle scheinen den Ereignissen nur hinterher zu hecheln und niemand scheint so ganz zu erfassen, was passiert, da h\u00f6rt man Stimmen, die hinter vorgehaltener Hand letztlich zu Gewalt aufrufen, jene Hasshetzer, die ihre zurechtgezimmerten Ideologien immer im Hinterkopf haben und in aller \u00d6ffentlichket so tun, als seien sie Liberale. Einfach nur zum Kotzen. Diese Menschen verstecken sich hinter historischen Ereignissen und scheinbaren Erkenntnissen. Alles wird so zurecht gest\u00fcmpert, dass die Dinge passend werden. Alle Anderen stempeln sie zu B\u00f6sen ab, zu Feindbildern. Hatten wir das nicht schon einmal? Die Extremsten brauchen immer Feindbilder.<br \/>Zweitens wird auch der Sport missbraucht, auch um eine nationale Stimmung zu erzeugen. Ja, Handball ist spannend, ja, Tennis kann spannend sein, aber eine Nation ist keine Tennisspielerin, auch keine Handballmannschaft. Bitte fangt endlich einmal an nachzudenken.<\/li>\n<li>30.01.2016<br \/>Heimkommen ist immer noch das Sch\u00f6nste. Der Ofen taucht die Wohnung in dieses spezielle Licht, das irgendwie auch nach innen leuchtet. Leider wei\u00df ich es nicht anders zu beschreiben.<\/li>\n<li>29.01.2016<br \/>So viele Helfer, ich habe manchmal das Gef\u00fchl, nur durch solche Leute getragen zu werden. Leute die einfach tun, ohne dass sie darum gebeten werden, gebeten werden m\u00fcssen. Sei es nun die Dinge zu ordnen, zu korrigieren, in die richtige Reihenfolge zu bringen oder was auch immer. Ich sollte eigentlich zufrieden sein, aber dann wei\u00df ich jedesmal nicht, wie eigentlich zu danken w\u00e4re.<\/li>\n<li>28.01.2016<br \/>Wir sollten eigentlich zufriedener sein, alle, auch wenn sich das seltsam anh\u00f6ren mag. W\u00e4ren wir zufriedener, ginge es allen etwas besser.<\/li>\n<li>27.01.2016<br \/>Die Narzissen auf der Fensterbank, manchmal kann ich den Blick nicht losrei\u00dfen, verliere mich in der gelbgr\u00fcnen Pracht, wei\u00df andererseits auch, dass Samstag alles vorbei ist, dann m\u00fcssen neue her. Die alten werden eingepflanzt, keine Sorge, sie werden n\u00e4chstes Jahr im Garten bl\u00fchen.<\/li>\n<li>26.01.2016<br \/>Manches Mal, wenn ich auf die H\u00e4nde schaue und deren Falten sehe, frage ich mich, wie schnell die Zeit doch an mir vorbeigerauscht ist. Dabei hatte ich das schon vor 25 Jahren bemerkt, als die Jugend noch unbesiegbar machte und fand kein Mittel, dieses Rauschen zu verlangsamen und die einzelnen Stimmen zu h\u00f6ren.<\/li>\n<li>25.01.2016<br \/>Alles kann man schnell organisieren, daran glaube ich noch immer. Und alles kann funktionieren, auch das sieht mir nach allen Dingen realisistisch aus.<\/li>\n<li>24.01.2016<br \/>Der Blick eines Tieres, so traurig, dass es mir fast das Herz brechen k\u00f6nnte, dann schreibt man auch Tieren pl\u00f6tzlich eine Seele zu.<\/li>\n<li>23.01.2016<br \/>Der Schnee ist \u00fcber Nacht geschmolzen, also wird es wieder nichts mit Holzmachen, der Wald ist zu schl\u00fcpfrig f\u00fcr meinen Wagen.<\/li>\n<li>22.01.2016<br \/>\u00dcber vier Stunden nachts in der K\u00e4lte sitzen, auf dieses eine St\u00fcck Schnee starren und schweigend darauf warten, dass irgendwann vielleicht eine Rotte Schweine ihres Weges zieht und eines daraus genommen werden kann. Dieses Einverstehen, dass der Geist geleert scheint.<\/li>\n<li>21.01.2016<br \/>Alles kann seinen Weg gehen, aber manche Dinge muss man auf den Weg bringen.<\/li>\n<li>20.01.2016<br \/>Gl\u00fccklicherweise ist nichts so sicher, als (wie) die Tatsache, dass fast jede Theorie irgendwann endlich widerlegt ist.<\/li>\n<li>19.01.2016<br \/>Manchmal habe ich das Gef\u00fchl, ich w\u00fcrde besser h\u00f6ren, als ich sehen kann, doch dann sehe ich etwas Neues, das mir die Sinne raubt und schon ist es mit dem H\u00f6ren vorbei.<\/li>\n<li>18.01.2016<br \/>Nicht jede Bewertung ist gerechtfertigt, das wird mir hier an dieser Stelle bewusst, vor allem dann nat\u00fcrlich, wenn andere diese vornehmen.<\/li>\n<li>17.01.2016<br \/>Das ist so ein Tag, an dem wieder die K\u00e4lte im Raum steht, jene, die monatelang nicht kommen wollte und nun einfach ist. Schnee in der Landschaft, die F\u00fc\u00dfe wollen sich bewegen und du wei\u00dft, jetzt hei\u00dft es hinaus.<\/li>\n<li>16.01.2016<br \/>Tja, hatte ich monatelang gewartet, ist es nun vergangen, immerhin einen guten Abend gehabt gestern, mit intensiven Gespr\u00e4chen, auch wenn alles mal wieder nur fl\u00fcchtig war. Und dann steht man in der Realit\u00e4t und hat mit alten Freunden einen richtig guten Abend mit Anekdoten und manchmal grundlosem Gel\u00e4chter, auch das mag ich.<\/li>\n<li>15.01.2016<br \/>Endlich den Mann kennenlernen d\u00fcrfen, der mich im vergangenen Jahr mit seinen Gedichten so bewegt hat. Jan Wagner. Er hat seine Gedichte gelesen, so wie immer gedacht und vorgestellt, mit dieser Rhythmisierung und Phrasierung, mit dem Anschwellen von Lautst\u00e4rke, dem Leisen, der pl\u00f6tzlichen Geschwindigkeit und dem Verharren auf einem Konsonantenklang, kurzen Kommentaren zur Form manchmal und vor allem viel Humor. Wer solche Gedichte schreibt, muss Humor besitzen, das war vorher schon klar, hinzu kommt seine Tiefe in den Gedanken. Stechm\u00fccken zu Buchstaben einer Zeitung umzudeuten, die nun frei in der Luft stehen. So einer muss Welten in sich tragen. Hinterher stellte sich beim gemeinsamen Mahl dann allerdings heraus, dass er vor allem eines ist: ein sympathischer Mensch.<\/li>\n<li>14.01.2016<br \/>Dann pl\u00f6tzlich erfasst eine Spannung das Denken und Erleben. Dann pl\u00f6tzlich sehe ich, dass die N\u00e4chte doch nicht das sind, was sie scheinen. Dann kommt manchmal auch der Schlaf, \u00fcberf\u00e4llt mich wie ein Raubtier und frisst alles \u2013 mit Haut und Haaren, zumindest denen, die noch geblieben sind.<\/li>\n<li>13.01.2016<br \/>Auch das ist gut. Einfach nur nebeneinander zu sitzen und ein wenig in einer gemeinsamen Erinnerung zu schwelgen. Mit einem Mal merkst du dann, dass nicht alles so arg ist wie einmal gedacht, dass es eben immer verschiedene Perspektiven gibt.<\/li>\n<li>12.01.2016<br \/>In Siegen gewesen, seit Monaten wieder das erste Mal, zuletzt, glaube ich, im Sommer. Sehr offenes Gespr\u00e4ch mit Thomas Kellner. \u2026und einen Tag sp\u00e4ter steht ein Artikel in der Frankfurter Allgemeinen \u00fcber ihn, eine ganze Seite Lob. Das freut mich f\u00fcr ihn, er hat es verdient.<\/li>\n<li>11.01.2016<br \/>Die ersten Narzissen beginnen auf der Fensterbank mit ihrem Bl\u00fchgesch\u00e4ft und ich kann mich hemmungslos daran erfreuen, auch wenn die Pracht nur einige Tage dauert.<\/li>\n<li>10.01.2016<br \/>Manchmal ist das Weiterkommen im Leben von Zuf\u00e4llen abh\u00e4ngig. Da trifft man jemanden und kommt ins Gespr\u00e4ch. Und pl\u00f6tzlich stellt sich heraus, dass hier zwei Seiten eines Interesses vorliegen und dann nimmt die Geschichte ihren Lauf, ganz unerwartet und vielleicht gerade deshalb gut.<\/li>\n<li>09.01.2016<br \/>Nein, ich wei\u00df nicht, wann die Grenzen mit W\u00f6rtern oder Gedanken \u00fcberschritten worden sind, wann die stillen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten und vielleicht auch nie ausgesprochenen Vereinbarungen, jene Tabus verletzt werden. Hatte immerhin gelernt, meine Gedanken nicht mehr hinter einer dieser albernen Mauern versteckt zu halten, nur weil dieses oder jenes vielleicht dagegen sprechen k\u00f6nnte. Weil irgendwer das oder dies, unfreundlich und fies, oder selbstbezogen, was auch immer denken k\u00f6nnte. Nein, ich werde auch in Zukunft dieses Es vermeiden, die Klappe zu halten. Das hatte ich lange genug getan und es war nicht richtig, das kannst du glauben. Und wenn jemand das falsch oder gerade richtig versteht, wenn die ausgesprochenen Dinge vielleicht nicht behagen\u2026 Ach, ich wei\u00df es doch auch nicht. Wei\u00df wirklich nicht, was hier zu denken sei. Auf jeden Fall gibt es kein Richtig oder Falsch. Der Mensch hat nicht gelernt zu sprechen, um letztlich nur noch verlegen zu schweigen.<\/li>\n<li>08.01.2016<br \/>Die K\u00e4lte beginnt manchmal an den F\u00fc\u00dfen, vor allem dann, wenn man im Schlamm steht und die Schuhe langsam aber sicher volllaufen, w\u00e4hrend man versucht, den Wagen aus dem Dreck zu schieben und dieser sich immer weiter hineinfr\u00e4st. Du siehst zu und wei\u00dft, dass gerade alles schief l\u00e4uft, was nur schief laufen kann und du musst trotzdem l\u00e4cheln, weil vielleicht jemand mit diesem Tag ganz nebenbei gelernt hat, dass er doch nicht, noch nicht zumindest, der perfekte Autofahrer ist, dass man nicht alles beim ersten Mal schaffen kann.<\/li>\n<li>07.01.2016<br \/>Alte Fotos gebl\u00e4ttert, in alten Zeiten schwelgen, die vergangene, verronnene Zeit, die sich eingepr\u00e4gt hat. Viele Bilder standen mir anders vor Augen. Nicht geronnen.<\/li>\n<li>06.01.2016<br \/>Was soll ich suchen zwischen Distanz und N\u00e4he, was soll mir dies Abstrakte sagen, wo stehe ich selbst? In allen Bereichen muss ich nat\u00fcrlich die Gedanken, die richtigen Thesen finden. Wo f\u00fchlt der andere sich wohl. Halte ich mich ferne oder lieber nicht, aber andererseits wie steht es mit den Ideen und Ideologien? Was ist richtig oder eben nicht, kann es kaum fassen. Die Regeln sind nicht gemeing\u00fcltig.<\/li>\n<li>05.01.2016<br \/>Es gibt Hysterien, die darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren sind, dass eine Gesellschaft offenbar nicht in der Lage ist, die eigene Freiheit als Verpflichtung wahrzunehmen. Einige Menschen k\u00f6nnen ihr Leben in Frieden und Demokratie offensichtlich nicht ertragen und setzen alles daran, diese wieder zu zertr\u00fcmmern. Es sind immer Einzelne, die zum Ausl\u00f6ser von Hysterien werden. Es ist das pers\u00f6nliche Versagen Einzelner, die viele andere in Misskredit ziehen. Also ruft ein Volk nach einem starken Besch\u00fctzer, nach Reinigung und absoluter Sicherheit unter Aufgabe der eigenen Freiheit. Ich muss dabei an das Alte Testament denken, dort fordern einige, sich doch wieder zur\u00fcck in die Sklaverei zu begeben, weil dort die Fleischt\u00f6pfe gef\u00fcllt gewesen seien.<\/li>\n<li>04.01.2016<br \/>Alle reden vom \u201eEntweihnachten\u201c der eigenen Wohnung, der Schaufenster, der Innenst\u00e4dte. Ich habe damit nicht solche Eile, da es bei mir nichts Weihnachtliches gab. Doch, die drei Nikol\u00e4use, die geschenkt wurden. Jetzt aber beginnt bei mir die Wartezeit. Wann wird das Paket denn endlich geliefert?<\/li>\n<li>03.01.2016<br \/>In Einigkeit versackt vor dem Bildschirm, im Wissen, man h\u00e4tte doch so viel zu tun, im Wissen, dies hier raubt unendlich viel Zeit und eigentlich bringt es nur wenig. Aber auch in der Gewissheit, dass es gerade diese Momente sind, die wir f\u00fcr uns haben k\u00f6nnen, in denen ich die beiden kenne, ganz entspannt. Da wachsen dann auch schon eimal die Verpackungen zu Haufen zwischen den Sesseln an und ich frage mich, wer das wohl aufr\u00e4umen wird. Jaja, ich wei\u00df schon\u2026 Nicht jedes Verhalten sollte man hinterfragen, nicht jede Unt\u00e4tigkeit ist schlecht, vielleicht geht es einfach darum, die eigenen Kr\u00e4fte, zu sammeln, sich ihner bewusst zu werden und vor allem sie zu aktieren \u2013 irgendwann wieder.<\/li>\n<li>02.01.2016<br \/>Von wegen, die Zeit renne nur so dahin, es gibt zuweilen wohl auch Momente, in denen steht alles still. Das muss ich genie\u00dfen, so lange, wie es geht. So ein Abend mit Freunden, an dem man sich nicht so ernst nehmen muss, es geht um nichts und niemand muss sich beweisen. Aber die schlechte Musik von der Hammondorgel, die Wirtinnen und die ganze Atmosph\u00e4re zeigen immerhin an, es k\u00f6nnte auch viel schlechter beginnen. Gute Mischung \u2013 alles.<\/li>\n<li>01.01.2016<br \/>Wahrscheinlich ist es ja wirklich so, dass im Zwischendrin-Sein, dem Interim, derzeit alles verharrt, weil wir nicht wissen, was passieren wird, nur hoffen k\u00f6nnen, dass alles eine Gutes findet. Nicht gutes Ende, das w\u00e4re fatal, sondern am Anfang des Jahres ein gutes Sein und Zukunft. Also am ersten Tag erstmal eine Pause nehmen und machen, von sich selbst sowieso und ganz nebenbei ein gutes Gespr\u00e4ch, das auf ganz eigene Art Mut zu geben vermag. Nicht alles kann man erkl\u00e4ren, vielleicht noch nicht einmal kl\u00e4ren.<\/li>\n<li>31.12.2015<br \/>Wieder einmal ein letzter Tag in einem Jahr, wieder einmal die Frage, was wird denn in Zukunft passieren und nat\u00fcrlich jene der Vors\u00e4tze, die sich auch wieder einmal nicht lange halten, also lasse ich es lieber.<\/li>\n<li>30.12.2015<br \/>Und wieder zur\u00fcck in die Heimat, wieder auf der Autobahn an all den St\u00e4dten vorbei, die im Sommer noch besucht wurden. Einige Erinnerungen tauchen auf, andere verwischen. Auch wenn es hier keine Craftbiere gibt, es ist sch\u00f6n, mit der Familie abends noch einige Zeit vor dem Kamin zu sitzen und da st\u00f6rt es auch nur teilweise, dass nebenbei eine Science-Fiction-Serie l\u00e4uft. Letztlich auch hier die Sehnsucht nach Idylle.<\/li>\n<li>29.12.2015<br \/>Einige Stunden auf der Stra\u00dfe zu verbringen, ist nicht unbedingt angenehm, besser wird es, wenn zumindest die Unterhaltungen dann gut sind. Sehr sch\u00f6n fand ich die durchaus kritische Beschreibung bestimmter idyllisierender Sendungen \u00fcber Landfranzosen oder wahlweise auch Landbelgier, die immer Aussteiger sind, mit ihrem als was auch immer, meistens waren es mit ihrem Leben unzufriedene Manager, erwirtschafteten Verm\u00f6gen eine wie auch immer geartete Landwirtschaft erworben haben und damit einen gewissen Erfolg vorzeigen k\u00f6nnen. Die sitzen dann abends immer mit all ihren Freunden auf der Terrasse, kochen gemeinsam und sind durchweg gl\u00fccklich, nat\u00fcrlich werden auch die vielen Kinder und einige alte Menschen mit eingebunden. F\u00fcnfzigj\u00e4hrige M\u00e4nner mit zwanzig Jahre j\u00fcngeren Frauen und Nachwuchs um die f\u00fcnf Jahre. Alles ist gut und gl\u00fccklich. Jedes Essen gelingt, alles wird herrlich drapiert gedeckt und jede Zutat ist erlesen. Dazu bringen die einen Freunde, die nat\u00fcrlich ein biologischdramatisches Weingut besitzen, ihre feinsten und gerade auch noch mit den h\u00f6chsten Preisen ausgezeichneten Weine mit, die anderen, welche vor einigen Jahren eine kleine, daf\u00fcr aber sehr feine Chocolaterie aufgemacht haben, bringen frische Schokoladen und Pralinen mit, die nicht nur den Gaumen kitzeln. Zuf\u00e4llig hat der alte Nachbar am gleichen Tag mit seinen Hunden einige Tr\u00fcffel gefunden, die er nat\u00fcrlich sofort stolz zur Verf\u00fcgung stellt. Und das zubereitete Tier kennen die Menschen nat\u00fcrlich noch pers\u00f6nlich. Die Bilder sind nat\u00fcrlich in gelbgolden leuchtendes Licht getaucht, alles wirkt zeitlos und alle Menschen haben eine ganz besondere von innen scheinende Sch\u00f6nheit durch Zufriedenheit. Hier wirkt die Welt in all ihren Teilen noch perfekt und man m\u00f6chte sofort mit diesen Menschen tauschen. Gl\u00fccklicherweise l\u00e4sst unsere Menschen- und Medienerfahrung uns allerdings an dieser Idylle zweifeln, sonst w\u00e4re die Welt hiernach kaum noch zu ertragen. Ich muss allerdings zugeben, dass es tats\u00e4chlich solcherart Situationen gibt, so zum Beispiel abends, als wir in einer kleinen Wirtschaft in Bad Cannstadt sa\u00dfen, die den wunderbaren Namen \u201eMon petit Caf\u00e9\u201c tr\u00e4gt und in welcher man ein solches anheimelndes Gef\u00fchl entwickeln konnte. Zu trinken gab es dann eines der \u00fcber hundert angebotenen Craftbiere aus der ganzen Welt. Dem Besitzer dieses kleinen Ladens, der nat\u00fcrlich einen dunklen Rauschebart tr\u00e4gt und in seinem ganzen Auftreten sehr entspannt wirkt, selber Bier braut und \u00fcberaus nett Frage und Antwort steht, m\u00f6chte man wirklich Erfolg w\u00fcnschen\u2026 und einen Landsitz, auf dem er sich mit seiner Familie und den Freunden im Sommer treffen kann und dort in die untergehende Sonne schaut.<\/li>\n<li>28.12.2015<br \/>Holz aus dem Anh\u00e4nger laden und im Schuppen aufstapeln, das ist eine T\u00e4tigkeit, die ich heute leisten kann und will, alles andere muss nicht sein. Doch eines noch: In den neuen B\u00fcchern lesen, jenes \u00fcber den Wald, wohl ein Bestseller dieses Jahr, so viele haben sich schon lobend ge\u00e4u\u00dfert, ob sie es auch tats\u00e4chlich gelesen haben, wage ich zumindest teilweise zu bezweifeln. Die Beobachtungen dieses F\u00f6rsters sind f\u00fcr jeden eing\u00e4ngig geschrieben. Der Satzbau ist einfach und die Fachbegriffe werden sofort erkl\u00e4rt, wenn \u00fcberhaupt einmal welche vorkommen. Eines muss man dem Mann wirklich zugute halten. Er macht den geliebten Wald etwas durchschaubarer, gibt Kritikpunkte all jenen, die auch ein Unwohlsein beim Abholzen versp\u00fcren. Und dann ist da dieses herrliche Buch \u00fcber die Beziehung zwischen Vogeler und Rilke in Worpswede. Beide B\u00fccher haben sich ganz schnell in mir breit gemacht.<\/li>\n<li>27.12.2015<br \/>Auf den Abend hatte ich mich Tage schon gefreut, mal wieder bei den jungen Musikern feiern, ihre neue Musik h\u00f6ren und dabei ordentlich was auf die Ohren zu kriegen. Wenn dabei dann auch noch in aller Ruhe Paella gekocht wird, die ganz nebenbei k\u00f6stlich schmeckt. Wie immer einer der angenehmsten Termine im Jahr.<\/li>\n<li>26.12.2015<br \/>Und dann kommt es, wie es kommen muss, zu viele Termine. Aber immerhin erscheinen mir die Anderen entspannt, das hilft. Aber bei all der Aufgeregtheit, die ich in mir f\u00fchle, kommen wieder einige zu kurz und das \u00e4rgert mich. Das darf nicht sein.<\/li>\n<li>25.12.2015<br \/>In aller Ruhe angekommen, den Tag angenommen und voller Freude auf die anderen. Denn Raum und Zeit haben sich ihren eigenen Korridor gebaut, den Weg gefunden.<\/li>\n<li>24.12.2015<br \/>Den Tag beginnen mit einem Freund, was will ich mehr. Dieses tiefe Einverst\u00e4ndnis im Denken und Tun, bei aller Unterschiedlichkeit, auch im Sein. Mit ihm den Fluss aufw\u00e4rts gehen. Uns kommt ein unglaublich sch\u00f6ner Mensch entgegen, im Laufschritt, mit strahlendem Gesicht, mit r\u00f6tlichen Haaren. Wie eine Erscheinung, ein Weihnachtsengel ist es aber wohl nicht. Sonst ist der Weg erstaunlich leer. Zwischen Klatsch und Filmrezension diese Augenblicke genie\u00dfen. Die wieder erstehende Natur bewundern, trotz des Autbahnl\u00e4rms. Nilg\u00e4nse, Kormoran und Silberreiher (gab es die fr\u00fcher schon?), ihn zum Zug bringen, noch einen miserablen Abschiedskaffee trinken, den schlechtesten, welchen ich je getrunken habe, sich allein nach Hause begeben, die Stra\u00dfe entlang. Andere Menschen auf eben dieser treffen. Pl\u00f6tzlich in Spannungsfelder zu geraten, die man kaum selbst \u00fcberblicken kann; vor allem, die man nicht versteht. Dann ist es gut, sich zu l\u00f6sen, noch einmal an die frische Luft gehen und vergessen. Tief einatmen und wissen, ja, ich bin hier. Abends eine nette Plauderei, ein gutes Essen, auch hier Unterschwelliges. Aber das wusste ich ja. Und sp\u00e4t in der Nacht wieder auf der h\u00f6lzernen Br\u00fccke stehen, dem Rauschen lauschen und sich in Sicherheit wiegen. Du Nacht, meine Freundin, du bist eine Schutzdecke. Zumindest jetzt kann mir niemand etwas anhaben, f\u00fcr einige Momente.<\/li>\n<li>23.12.2015<br \/>Sie waren wieder da, so viele liebe Menschen, die ich im diesem und in jedem anderen Leben (Sofern es so etwas geben sollte, was nat\u00fcrlich nicht auszuschlie\u00dfen ist und doch so unwahrscheinlich scheint.) nicht missen m\u00f6chte. Um keinen Preis. Auch unerwartete G\u00e4ste, und ich h\u00e4tte mit so vielen noch gern gesprochen. Ein Fest ohne Eitelkeit, mit guter Musik und hunderten von strahlenden Gesichtern. Ja, ich hatte mich schon Wochen zuvor darauf gefreut.<\/li>\n<li>22.12.2015<br \/>In aller Ruhe St\u00fchle stellen und Vorh\u00e4nge h\u00e4ngen, in aller Ruhe gute Gespr\u00e4che f\u00fchren. Alles bereit machen, sich bereit f\u00fchlen.<\/li>\n<li>21.12.2015<br \/>Alles Beliebige, alles oft Kopierbare fasziniert uns, weil sich die Kopie wandelt, verwandelt und damit gleichzeitig wieder zum Original wird, mit einer neuen Wertigkeit, die wir auf den ersten Blick nicht erfassen k\u00f6nnen und schon gar nicht fassen.<\/li>\n<li>20.12.2015<br \/>Wenn die Fl\u00fcchtigkeit der Sch\u00f6nheit traurig stimmt, so muss die jeden Tag zu sehende Endlosigkeit des Grauens zur Depression f\u00fchren.<\/li>\n<li>19.12.2015<br \/>Unsere Erwartungen an andere sind hoch, stellt sich nur die Frage, ob wir genug Druck haben und aus\u00fcben k\u00f6nnen, auch selbst zu handeln.<\/li>\n<li>18.12.2015<br \/>Die Tiefe einer Entwicklung entscheidet sich oft im \u201eMit wem?\u201c. Es ist einfacher zu konsumieren als zu schaffen. Habe ich jedoch dieses Gegenpol, der ein Contra gibt, die richtige Frage zu stellen vermag oder eine Entscheidung anzweifelt, kann etwas Neues entstehen.<\/li>\n<li>17.12.2015<br \/>Wenn ich dort sitze, an nichts zu denken versuche. Wenn es \u00fcber mich kommt, dass der Kopf sich leeren m\u00f6chte, so verdichten sich Erleben und Reflexion und das Gegenteil des Gew\u00fcnschten tritt ein.<\/li>\n<li>16.12.2015<br \/>Die Behauptung, ich habe etwas nicht gewollt, entspringt dem Wunsch, sich selbst zu sch\u00fctzen. Der Vorwurf aber, das Getane sei eine Schuld, entspricht der fatalen Einsch\u00e4tzung, der Mensch sei vorbestimmt.<\/li>\n<li>15.12.2015<br \/>An einen Freund: Die Strahlkraft eines Wortes entscheidet der Moment. Die Strahlkraft eines Wortes entspringt der Zuarbeit des Textes. Aber dieser wird ohne jenes immer ein trockenes Flussbett bleiben.<\/li>\n<li>14.12.2015<br \/>Besser ist es wahrscheinlich, einen Menschen v\u00f6llig zu verlieren, aus innerer Haltung, als ihm ein Leben lang nachzutrauern. So gesehen w\u00e4re es dann sogar noch besser, erst gar niemanden zu kennen. Vor allem nicht diesen einen, der Narben geschlagen hat, eine verbrannte Landschaft.<\/li>\n<li>13.12.2015<br \/>Manchmal ist es besser, sich eine gewisse Verweigerungshaltung zu bewahren. Sie richtet sich gegen niemanden, sie hilft aber, sich selbst zu finden oder besser: bei sich zu bleiben, ohne ein verbiegen M\u00fcssen. Um die Unertr\u00e4glichkeit des St\u00e4ndigen wissen. Um die Verlogenheit im Verzicht. Aus innerer Notwendigkeit w\u00e4re es in Ordnung. Wozu um alles in der Welt soll es gut sein, sich zu binden? An Gedanken oder Ideologien, an Konventionen, jene aufgezwungenen? Noch einmal? Wieder in die M\u00fchlen zu geraten? Die gef\u00fchlte Freiheit aufgeben?<\/li>\n<li>12.12.2015<br \/>Unglaublich, wie schnell die Zeit mal wieder rennt, kaum hat man aufgeschaut und irgendetwas Interessantes entdeckt oder erlebt, sind wieder Tage vergangen. Dabei bekomme ich vom sogenannten Weihnachtsrummel, vielleicht abgesehen von gestern Abend, kaum etwas mit. Verweigere mich bisher standhaft den vielen M\u00e4rkten und Gl\u00fchweinst\u00e4nden. Und das nicht aus Miesepetrigkeit oder Lustlosigkeit. Manchmal sollte das Jahr einfach einige Monate mehr haben, dass auch wirklich Gelegenheit besteht, Abschiede vom Alten zu nehmen.<\/li>\n<li>11.12.2015<br \/>Unglaublich viele Gespr\u00e4che gef\u00fchrt heute. Unglaublich viele Informationen.<\/li>\n<li>10.12.2015<br \/>Und pl\u00f6tzlich wirst du von einem Kompliment \u00fcberrumpelt, das wirklich nicht zu erwarten war. Ja, ich mache das, was zu tun ist und ich mache es gerne. Fertig.<\/li>\n<li>09.12.2015<br \/>Menschen wollen informiert werden und ich muss in jene Rolle schl\u00fcpfen, die mir jahrelang Angst gemacht hat, die mir\u00a0heute immer noch ein St\u00fcck daneben geht. Vor anderen, vor fremden Menschen stehen und sich darum k\u00fcmmern, dass sie ihre Inhalte vermittelt bekommen. Wahrscheinlich gl\u00fcht das Gesicht auch nach au\u00dfen hin, weil ich mich wegen meiner langweiligen Stimme sch\u00e4me. Ich hoffe, die Menschen legen es mir als Erregung aus. Eigentlich sollten das andere machen, die es besser k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>08.12.2015<br \/>Gl\u00fcck ist es, wenn ich sehe, dass eine Gruppe junger Menschen so ein Ding zusammen macht, vielleicht aus dem Wissen, es ist die einzige Chance, dies zu tun. Vielleicht auch, weil sie so etwas in die Welt setzen, an dem man sich sp\u00e4ter in bestimmten Situationen festhalten kann.<\/li>\n<li>07.12.2015<br \/>Vielleicht reicht es ja wirklich, dass ich es schaffe, dankbar zu sein.<\/li>\n<li>06.12.2015<br \/>Einer jener Abschiedstage, die nicht spurlos an mir vor\u00fcberziehen.<\/li>\n<li>05.12.2015<br \/>Trotz allem pl\u00f6tzlich alleine auf weiter Flur. Zumindest gef\u00fchlt. Aber das sind nur Momente. Meistens schaffe ich es, den Haufen zusammenzuhalten.<\/li>\n<li>04.12.2015<br \/>Was gemacht werden kann, das kann gemacht werden.<\/li>\n<li>03.12.2015<br \/>Nat\u00fcrlich ist es m\u00f6glich und sicherlich auch sinnvoll, sich \u00fcber jede noch so kleine Kleinigkeit Gedanken zu machen oder noch besser, sich zu sorgen. Man kann die Dinge aber auch aus einer gewissen Gewissens-Distanz zu betrachten lernen, dann folgt daraus gewisslich eine ebenso gewisse Entspanntheit und sicherlich wird die gewisse Zigarette als Trostersatz, welche sonst zur gewissen Entspannung gebraucht w\u00fcrde, dann eben gewiss nicht geraucht werden. Negativ daran ist lediglich, dass nach sp\u00e4testens zwei drei Tagen der volle Geruchssinn wieder einsetzt. Und stellen Sie sich doch einmal vor, was dies in den adventlichen Massenveranstaltungen, welchen man sich unweigerlich auszusetzen hat, f\u00fcr Folgen haben k\u00f6nnte. Das Wahrnehmen ist immer m\u00f6glichst einzugrenzen, aus Vorsorge auch, das sollte klar werden. Also auch rauchen ohne Aufregung. Gewiss.<\/li>\n<li>02.12.2015<br \/>\u00dcber das Jahr betrachtet ist alle vergangene Zeit nat\u00fcrlich schnell zu \u00fcberblicken, auch wenn das direkte Gleich oder gar Morgen so weit entfernt scheint. Und jedes Vorhaben zeigt, dass von hier aus noch nichts zu steuern ist.<\/li>\n<li>01.12.2015<br \/>Und pl\u00f6tzlich doch in der Weihnachtszeit angekommen, von der ich eigentlich so gar nicht viel halte, h\u00e4lt sie doch selten ihre Versprechungen und f\u00fchrt uns in die Konsumfalle, auff\u00e4llig oft zumindest. Immerhin einige Freunde beim Gl\u00fchwein getroffen.<\/li>\n<li>30.11.2015<br \/>Das Warten auf den Abend, darauf, dass etwas geschehen m\u00f6ge und geschieht es dann, kann man sicher davon ausgehen, dass es anders wird als gedacht.<\/li>\n<li>29.11.2015<br \/>Was, wenn die B\u00fccher alle fertig gedruckt sind und vor mir liegen, in aller Ruhe auszutrocknen? Ich bin gl\u00fccklich, dieses Bild sehen zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>28.11.2015<br \/>Diese Innigkeit mit einem Freund genie\u00dfen zu k\u00f6nnen, wer hat schon solcherart Luxus?<\/li>\n<li>27.11.2015<br \/>Beim Bl\u00e4ttern durch die Fotos eine Vergangenheit sehen, die mir die Kehle verschn\u00fcrt, nicht aus schlimmen Gedanken, sondern aus Gl\u00fcck mit einem Menschen.<\/li>\n<li>26.11.2015<br \/>Da steht ein Mensch vor dir, den du eigentlich aus deinem Ged\u00e4chtnis, aus deinem Leben gestrichen hattest, nicht so bewusst, sondern aus dem Gef\u00fchl heraus, dass jeglicher weiterer Gedanke nur die Wunden tiefer rei\u00dft, dann braucht es das Flickzeug des Vergessens, um mit vernarbter, aber halbwegs heiler Haut davonzukommen. Solltest du dich allerdings jetzt nicht sch\u00fctzen, mit Vaseline oder Talg, du tr\u00fcgest tiefe Wunden davon.<\/li>\n<li>25.11.2015<br \/>Man kann alles so sehen: Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, dann muss es schwimmen lernen. Oder so. Bau einen Deckel \u00fcber jenes Loch.<\/li>\n<li>24.11.2015<br \/>Was willst du? Karriere?\u00a0 \u2013 Da hast du! ein altes Lied wieder geh\u00f6rt und wieder l\u00e4sst es mich verst\u00f6rt zur\u00fcck. Da schl\u00fcpft man doch lieber in den warmen Mantel einschmeichelnder Melodien \u2013 oder nicht?<\/li>\n<li>23.11.2015<br \/>Warum, kann ICH gar nicht sagen, aber offensICHtlich wirken wICHtige Fragen derzeit so absICHtlich oder angeblICH verletzlICH, dass ICH wieder einmal angegangen werde. Ich \u00e4rmlICHer WICHt im LICHt. Damit muss ICH wohl leben. ZugeblICH, das mit den vielen ICHs, muss ICH nICHt unbedingt vermeidlICH finden, aber nICHts\u00a0 dagegen zu machen, geht doch auch nICHt. Immer nur ICH ICH ICH, das kann doch nICHt sein, ICH sollte mICH m\u00e4\u00dfigen. Und dann hei\u00dft es irgendwann wieder mal, wir sollen ICH- Botschaften versenden. NICHt ICH \u00e4rger mICH \u00fcber dICH, sondern ICH \u00e4rgere dICH\u2026nICHt?<\/li>\n<li>22.11.2015<br \/>Viele Menschen und ebenso viele Eindr\u00fccke. Ausstellung im Bogen. Junge Leute mit Begeisterung, alte Abgekl\u00e4rte, die K\u00fcnstler dazwischen, zwischen Erwartung, Anspannung und Selbstironie. Etabliert im Establishment. Neben all den Unwichtigkeiten vor allem einmal wieder die Erkenntnis, das meiste ist Oberfl\u00e4che. Das meiste ist ein Verstecken und nicht offenlegen. Au\u00dferdem ist es hart, diesen Tag anzugehen, nach dem langen Abend gestern.<\/li>\n<li>21.11.2015<br \/>Die Vorbereitungen verschlingen mehr Zeit, als eigentlich vorhanden ist. Aber vielleicht ist dies wichtig.<br \/>Ein abendliches Beisammensein vor dem Kamin, drau\u00dfen vor dem Kamin, von vorne hei\u00df, von innen warm und von hinten kalt, artet zu einem langen, sehr langen Abend aus. Bis in die sp\u00e4te Nacht, ganz klassisch \u00fcbrigens, Geschichten aus alter Zeit. Von harten M\u00e4nnern und Gewalt sicherlich, vor allem aber von Freundschaft, Vertrauen und unbedingter Kameradschaft.<\/li>\n<li>20.11.2015<br \/>Wieder mal ins Kino. Der Klassiker sozusagen. Ein wievielter Teil der James Bond Reihe. Starker Mann, sch\u00f6ne Frauen, viel Aktion, selbstironisch nat\u00fcrlich, beste Popcornunterhaltung eben.<\/li>\n<li>19.11.2015<br \/>Da sitzen viele Hochgelehrte zusammen und machen im Club die Arbeit die von ihnen erwartet wird. Wenn ich mir ausmale, was das eigentlich kostet. Letztlich geht es aber wohl darum, die Inhalte auf ein zuk\u00fcnftiges Minimum zur\u00fcckzudrehen, damit auch die weniger Begabten eine Chance haben. In Zukunft entscheidet also nicht mehr das Potential der K\u00f6pfe, sondern die Sicherung von Stellen. Angst aber war schon immer ein schlechter Berater.<\/li>\n<li>18.11.2015<br \/>Ja, mit den Worten kann ich Wirkungen erzielen, da hast du recht. Mit den Taten auch. Es gilt weiterhin, um einen neuen Weg zu finden, muss ich kleine Schritte gehen.<\/li>\n<li>17.11.2015<br \/>Wenn die Dinge, die so offenkundig sind, nicht mehr benannt werden d\u00fcrfen, dann stellt sich f\u00fcr mich die Frage, ob ich hier am rechten Ort bin, stellt sich die Frage, wie dies zu ver\u00e4ndern ist.<\/li>\n<li>16.11.2015<br \/>Da sitzen f\u00fcnfzig Kollegen im Kreis und machen Spielchen\u2014statt effektiv zu arbeiten. Das zumindest soll gesagt werden d\u00fcrfen.<\/li>\n<li>15.11.2015<br \/>Wir k\u00f6nnen sehen, was uns umgibt, aber dies ist nur eine m\u00f6gliche Welt, eine m\u00f6gliche Folie, Oberfl\u00e4che unserer Projektionen. Wir d\u00fcrfen niemals vergessen, dass unsere Vorstellung von Leben durch Menschlichkeit gepr\u00e4gt sein muss, entgegen aller Vorverurteilungen. Nur mit friedlichen Mitteln ist der Gewalt zu begegnen.<\/li>\n<li>14.11.2015<br \/>Welch fahler Geschmack bleibt von gestern \u00fcbrig. Wieder einmal schaffen es wenige Wahnsinnige die Gesellschaft zu l\u00e4hmen. Gl\u00fccklicherweise habe ich keinen Fernseher, um das Grauen zu sehen. Schon die Nachrichten im Radio verursachen, dass sich Herz und Magen verkrampfen. Religi\u00f6ser Wahnsinn gegen das Lebensgef\u00fchl dieser Herzstadt Europas. Das ist ein Grund dorthin zu fahren, endlich. Wir m\u00fcssen Zeichen setzen.<\/li>\n<li>Auch wenn es seltsam erscheint, ein Zeichen ist f\u00fcr mich auch, dass wir weiter leben; unsere Kultur verteidigen im gemeinsamen Kochen? Ja, auch das. Es tat gut, mit diesen Menschen das Leben an sich zu feiern.<\/li>\n<li>13.11.2015<br \/>Ein wunderbarer Abend mit guten Freunden und freundlichen Gesichtern. Arbeit bei Wein und netten Gespr\u00e4chen, was will ich mehr. Es gibt Zeiten der absoluten Geborgenheit.<\/li>\n<li>12.11.2015<br \/>Eine so gute Lesung hatte ich nicht erwartet, die Novellen schon vorher gelesen, hatten ebenso begeistert. Dieser Mann ist ein echtes Ph\u00e4nomen. Rainer Wieczorek sollte eigentlich mit Preisen \u00fcberh\u00e4uft werden.<\/li>\n<li>11.11.2015<br \/>Ein L\u00e4cheln an der richtigen Stelle kann Zeichen setzen.<\/li>\n<li>10.11.2015<br \/>Die Dinge flie\u00dfen aus mir und das ist richtig gut. Der Korken ist raus. Es geht offensichtlich wieder weiter.<\/li>\n<li>09.11.2015<br \/>Nat\u00fcrlich sollten wir uns Sorgen machen, aber nicht, um darin zu versinken, sondern um L\u00f6sungen zu suchen.<\/li>\n<li>08.11.2015<br \/>Wann kann man anfangen ganz ehrlich zu lachen? Zu jeder Sekunde.<\/li>\n<li>07.11.2015<br \/>Genuss pur, das reicht zuweilen.<\/li>\n<li>06.11.2015<br \/>Ein ehrlicher Blick von der Seite und ein verst\u00e4ndnisvolles Nicken, ohne etwas zu sagen, wir wissen beide. Bescheid. Bescheiden. Mein freundlich weiser Kollege, klangvoll. So l\u00e4uft der Hase \u00fcber das Feld und hoffentlich wird dieser endlich geschossen, der Gedanke nach\u00a0Vereinheitlichung. \u00a0Nat\u00fcrlich w\u00fcnsche ich solches nur ganz virtuell und niemand anderem als diesem Gedanken. Der Hase ist eine Idee, die sich mit ihren Haken langsam aber sicher in diese Landschaft pfl\u00fcgt und hinter sich totes Land zur\u00fcckl\u00e4sst. Verbrannte Erde, jenseits kreativer Prozesse.\u00a0Ja, dieser ehrliche Blick von der Seite und dieses vor dem gro\u00dfen Fenster Stehen und die W\u00f6rter fl\u00fcstern ihre eigene Realit\u00e4t, die niemand h\u00f6ren sollte, denn das k\u00f6nnte ja ernste Konsequenzen haben. Solange dieser H\u00fchnerstall von einem Alpha-Huhn regiert wird, werden die H\u00fchner h\u00f6rig gackern. Einer wirklich kritischen Reflexion nicht f\u00e4hig, eine Jede scharrt schon mit den Krallen, einige finden sogar K\u00f6rner im Dreck, jede wartet auf den richtigen Moment, endlich diese Alpha-Position einnehmen zu k\u00f6nnen oder eine andere, die dann zwangsl\u00e4ufig frei werden wird. Gack gack. Sieh, da war die Witwe Bolte, die das auch nicht gerne wollte\u2026<\/li>\n<li>05.11.2015<br \/>Der ganze Tag von Gespr\u00e4chen besiedelt, zu gewissen Zeiten sollte man sich auch mal Auszeiten von den Worten nehmen und vor allem die anderen nicht so ernst, die nur darauf erpicht erscheinen, alle anderen zu normieren, weil dann alles so wunderbar einfach wird. Wir machen uns und unsere Gesellschaft zu einem grauen Brei. Alles ist Regel und Evaluation.<\/li>\n<li>04.11.2015<br \/>In Gedanken kann ich \u00fcber die Lande fliegen, kann \u00fcbersehen und \u00fcbergehen und f\u00fchle doch eine ganz klare N\u00e4he zum Boden. Er wandert also durch die Landschaft, der Kopf und der K\u00f6rper liegt oder steht oder sitzt irgendwo anders. Und all die anderen sagen und erz\u00e4hlen, wie sch\u00f6n es doch ist, von zu Hause wegzugehen.<\/li>\n<li>03.11.2015<br \/>Da lese ich ein Gedicht von Weigoni und erkenne ganz unerwartet, wie sehr es beginnt zu drehen. Und so erschlie\u00dft sich in diesem Tanz der Dinge auch die Unueberwindliche Naehe.<\/li>\n<li>02.11.2015<br \/>Nachtr\u00e4glich l\u00e4sst sich einiges besser \u00fcberblicken, einfach weil der Abstand sich von allein herstellt, so wechselt also die Perspektive und manchmal muss man auch nach anderthalb Jahren nur froh sein, dass nicht alles so geklappt hat, wie man sich dies denn vorstellte.<\/li>\n<li>01.11.2015<br \/>Ganz pl\u00f6tzlich, wie ein Faustschlag in die untere Magengegend, wird bewusst, dass sich das Jahr schon wieder seinem Ende n\u00e4hert und wieder habe ich das Gef\u00fchl, nicht \/ nichts\u00a0geschafft zu haben. Da ist vielleicht nur eine Sache; versuche ehrlich zu bleiben und zu sagen, was ich denke.<\/li>\n<li>31.10.2015<br \/>Bei herrlichem Wetter in aller Ruhe im Garten die Reste des Wachsens\u00a0 dieses Sommers beseitigt, den Hof aufger\u00e4umt, der mir schon lange auf den Geist ging in diesem Zustand. Will hier nicht von Seele sprechen, denn wer wei\u00df schon.\u00a0Der Komposter hat sich gef\u00fcllt bis oben hin, die frei liegenden Erdfl\u00e4chen zwischen den Stauden wurden abgedeckt mit neuer Pflanzerde. Schneidarbeiten. Auch die Fall\u00e4pfel sind nun beseitigt, die teilweise in F\u00e4ulnis- und G\u00e4rprozesse \u00fcbergegangen waren. Schutz vor dem Frost ist wirklich wichtig, das darf niemals untersch\u00e4tzt werden.\u00a0Wundere mich immer wieder, wie stark doch das Mikroklima der Mauern, welche in den letzten Jahren entstanden sind, das Wachstum beeinflusst. Kaum zu glauben, dass dieses winzige St\u00fcck Erde soviel hervorzubringen vermag. Dann schaue ich in den Himmel und sehe die vorbeiziehenden Einsen der Kraniche. Alt-\u00a0 und Jungv\u00f6gel, das j\u00e4hrliche Schauspiel und irgendwie wecken sie mit ihren Sehnsuchtsschreien ein Gef\u00fchl im Herzen, das besser eingeschlossen bliebe. Die Mispelpflanzen m\u00fcssen noch unter Dach gestellt werden, damit sie diesen Winter nicht erfrieren.<\/li>\n<li>30.10.2015<br \/>Da f\u00e4llt mir pl\u00f6tzlich auf, was alles zu erledigen ist und ich muss zugeben, viel zu viel, aber zumindest kann ich ja mal anfangen. Leider k\u00f6nnen nicht alle Erwartungshaltungen erf\u00fcllt werden oder vielleicht auch gl\u00fccklicherweise.<\/li>\n<li>29.10.2015<br \/>Er fragt mich, wie ich ihn sehe und will eine ehrliche Antwort. Lange schaue ich ihm in die Augen und kann mir den wirklich dummen Spruch nicht verkneifen: mit den Augen.<\/li>\n<li>28.10.2015<br \/>Nein, ich kann nicht alles wissen und will es auch nicht, aber einen bestimmten Grundstock sollte man doch aufbauen, den wir gebrauchen k\u00f6nnen, um die Welt zumindest teilweise schl\u00fcssig zu erkl\u00e4ren.<\/li>\n<li>27.10.2015<br \/>\u201eWie gut es ist\u201c, h\u00f6re ich bei einer Predigt im Radio, immer wieder wiederholt die wohl sehr gl\u00e4ubige Dame diese Floskel, reiht ein um die andere Bedingung oder Erwartung daran, erl\u00e4utert ihre Gl\u00e4ubigkeit und Verwurzelung im Glauben. Seltsam, dieses alte Wort: fromm. Eigentlich hat es in unserer Gesellschaft wenig zu suchen. Modernes Leben und Fr\u00f6mmigkeit stehen als Opponenten da. Dabei aber muss ich dieser Tage an jemanden pl\u00f6tzlich immer wieder denken, Schlagwortwolken l\u00f6sen diese Gedanken aus. Eigentlich fremd, da nur selten einmal einige Worte gewechselt wurden. Und trotzdem. Irgendwie \u00fcber das hinaus ans Herz gewachsen. So stellen sich Fragen, die kaum Antworten nach sich ziehen. Hoffen. Immerhin das kann ich.<\/li>\n<li>26.10.2015<br \/>Da werden an jeder Stelle, \u00fcberall in den St\u00e4dten Wohnungen f\u00fcr die Fl\u00fcchtlinge gesucht und niemanden scheint es zu interessieren, dass gegen\u00fcber jene schon seit Monaten leer ist. Stellt sich mir die Frage, warum dies wohl so ist. Man k\u00f6nnte Mutma\u00dfungen anstellen, es n\u00fctzt aber wenig.<\/li>\n<li>25.10.2015<br \/>Nat\u00fcrlich k\u00f6nnte man auch diesen Tag nutzen, um wieder raus in die Landschaft zu marschieren, vielleicht sogar obwohl es nieselregnet mancherorten. Sinnvoller erscheint aber heute doch, einem jungen Mann zu helfen, seine K\u00fcche in Ordnung zu bringen, Dinge anzubringen und einige Teile zu bringen. Und mit einer gewissen Launenhaftigkeit und launig in den Abend zu gehen, so ganz anders wahrscheinlich als erwartet. Sp\u00e4t dann noch ein ebenso unerwarteter Besuch. Ebenjener junge Mann sucht noch einige vergessene Dinge, r\u00e4umt zusammen und verschwindet mit s\u00fcffisantem L\u00e4cheln.<\/li>\n<li>24.10.2015<br \/>Das graue Wetter nutzen, nein, eben nicht zum Putzen, sondern in aller Ruhe durch die Natur zu gehen, vom H\u00f6henweg herab auf die bunten W\u00e4lder zu sehen und die Gedanken schweifen lassen. Treiben lassen ohne Hintergedanken. So sollte es \u00f6fter sein. Die frische Luft einatmen und ein Sauerstoffkribbeln in den Fingerspitzen.<\/li>\n<li>23.10.2015<br \/>Hungertuchverleihung in Dortmund. Gute Gespr\u00e4che, bekannte und unbekannte Gesichter. Wiedererkennen, Wiedersehen. Wieder ein performatives Herangehen. Die Salonis haben ihrem Namen alle Ehre gemacht. Keine Massenveranstaltung, ein gepflegter Salon, garniert mit Wein, Bier, Lakritz und Zigaretten (die letzteren nat\u00fcrlich drau\u00dfen auf der Stra\u00dfe, also Galerie leer, alles tummelt sich dort). Ein gl\u00fccklicher Preistr\u00e4ger, der durchaus ironisch ernsthaft mit der W\u00fcrde \/ B\u00fcrde umzugehen vermag. Und auf der R\u00fcckfahrt blinkt die Tankanzeige. Gerade noch den Heimweg schaffen, gut gelaunt trotz Stau, dank eines Menschen, der immer f\u00fcr Lachen sorgt, mal unfreiwillig, mal nicht. So k\u00f6nnen auch ernsthafte Kommunikationssituationen ganz unerwartet gebrochen werden, in absolute Albernheiten kippen. Daf\u00fcr muss man dankbar sein. Gemeinsam zu Hause Pizza essen, allgemeine Unruhe, weil die kleinen Spielchen nicht verstanden werden. Also mal wieder freit\u00e4glicher R\u00fcck- und Umzug in die \u201eBlutige Axt\u201c. Auf dem R\u00fcckweg wundere ich mich, dass so viele B\u00e4ume immer noch gr\u00fcnes Laub tragen. W\u00e4hrend\u00a0einige Linden fast schon kahl sind, zumindest aber sehr gelb, scheinen die \u00c4pfel noch nicht loslassen zu wollen, im Sommer verharren, als h\u00e4tten sie keine Ruhe n\u00f6tig. Auch die Spieren vor dem Haus bl\u00fchen noch und die Stockrose. Solcher Kleinigkeiten gewiss kann ich gerne schlafen gehen, noch ein wenig lesen \u2013 Buch mit Sogeffekt, eine Robincrusoenade mit dem Titel \u201eDie Wand\u201c. Neue Suchtlekt\u00fcre auf Empfehlung.<\/li>\n<li>22.10.2015<br \/>Sich zur\u00fccknehmen ist auch eine Tugend, leider beherrsche ich sie nicht.<\/li>\n<li>21.10.2015<br \/>Mit dem Gedanken aufgewacht, dass das Gedenken\u00a0der Vergangenheit\u00a0oftmals die Menschen und Namen, die Orte und genauen Zusammenh\u00e4nge vernachl\u00e4ssigt. Auch werden die genauen Zeitpunkte in den meisten F\u00e4llen nicht weiter von Bedeutung gewesen sein, das ist wohl auch nicht so schlimm, schlie\u00dflich kann sich das Gehirn nicht jede Sache merken oder\u00a0merken wollen, die \u00dcberlastung sollte dann irgendwann so immens sein, dass es zu einem Kollaps kommen k\u00f6nnte. Sehr genau aber kann ich mich daran erinnern, welchen Geschmack die Farben hatten oder welche Ber\u00fchrung wie aussah. Die Erinnerung an die Sinneseindr\u00fccke und was sie ausl\u00f6sten ist so wach und pr\u00e4sent, dass immer wieder ein komplettes Bild entsteht und erst mit diesem kann dann die Situation ganz erfasst und abgerufen werden. Eine Hand, die \u00fcber den R\u00fccken streicht, ein spitzer Stein im Schuh, das unglaubliche Blau des Himmels \u00fcber den Bergen, der Geschmack dieser Konfit\u00fcre oder der Klang einer bestimmten Melodie, wenn sie im geschlossenen Raum langsam verhallt.<\/li>\n<li>20.10.2015<br \/>Huch, jetzt ist mir schon wieder ein Tag durch die Lappen gegangen und einfach so vorbeigezogen. Dabei h\u00e4tte doch Weltbewegendes passieren sollen. Ist es aber nicht, na, Pech gehabt. Klar wird derzeit auf jeden Fall, in welcher Weise bestimmte Dinge f\u00fcr die Zukunft zu strukturieren sind.<\/li>\n<li>19.10.2015<br \/>Kinder sind ja so eine Sache, M\u00e4dchen allerdings zeigen ihre Eigenheiten. Von Bockigkeit zur Zickigkeit ist manchmal nur ein kleiner Sprung, aber die einsetzende Einsicht wird immerhin sofort umgesetzt, ohne jedoch zuzugeben, selber irgendwann vor f\u00fcnf Minuten einen Fehler gemacht zu haben. Versuch und Irrtum. Lustige Beobachtungen in der Realit\u00e4t. Abstand nehmen und sich mit anderen Sachen besch\u00e4ftigen, zum Beispiel gutem Essen oder den Tag mit einem guten Gespr\u00e4ch abschlie\u00dfen. Eine bestimmte Zeit zusammensitzen, ja, auch mal l\u00e4cheln oder lachen.<\/li>\n<li>18.10.2015<br \/>Wie ist denn eigentlich das Verh\u00e4ltnis zwischen leben und bewusst erleben, zwischen der verrinnenden Zeit und dem Moment? Es gibt tats\u00e4chlich Tage, da br\u00e4uchte es einen Sensor f\u00fcr bewusst gelebtes Leben oder gelebtes Bewusstsein. Andererseits ist es doch recht tr\u00f6stlich, wie schnell und effektiv wir verdr\u00e4ngen k\u00f6nnen. Wer m\u00f6chte sich schon an jene Sekundenbruchteile des Zusammensto\u00dfes mit einem Auto erinnern, an die wirklich schlimmen Situationen in der Pubert\u00e4t, all jene Peinlichkeiten\u2026<\/li>\n<li>17.10.2015<br \/>Ein Monat verstreicht mal eben so, als sei nichts gewesen, die Tage sowieso. Sie scheint kaum Substanz zu haben, die Zeit. Gerne w\u00e4re ich f\u00e4hig, sie zu greifen und zumindest bis ins Letzte auszukosten. Dabei oder nicht.<\/li>\n<li>16.10.2015<br \/>An manchen Tagen ist es sehr erholsam, mal keine Nachrichten zu h\u00f6ren oder diese zumindest zu ignorieren. Ja, ich wei\u00df, dass Eskapismus nicht hilft.<\/li>\n<li>15.10.2015<br \/>Besuch auf der Frankfurter Buchmesse. Ein unglaublicher Eindruck, die sogenannte Promidichte fast erschreckend. Am schlimmsten erschien es allerdings, dass die Sicherheitsleute tats\u00e4chlich st\u00e4ndig die Hand an der Schusswaffe haben, auch wenn diese durch einen Beutel kaschiert wird.<\/li>\n<li>14.10.2015<br \/>Da kommt jemand nach Jahren zu Besuch und ich freue mich, ja, \u00e4lter geworden, aber auch belesener und vor allem inzwischen mit einem durchaus gew\u00e4hlten Wortschatz, der das sofort einsetzende Gespr\u00e4ch zu einem Genuss macht. Das alles ist jedoch mehr oder weniger egal. Wichtig nur, dass die Trennung jetzt keinen Sinn mehr hat.<\/li>\n<li>13.10.2015<br \/>Endlich kann ich eine Sache beenden und wohl mit ein wenig Stolz auch vollenden, die mir lange als Ger\u00fcmpelhaufen auf der Seele lag. Zuweilen braucht es einfach Zeit, den \u00dcberblick zu schaffen.<\/li>\n<li>12.10.2015<br \/>Ein guter Spaziergang mit ebensolchem Gespr\u00e4ch, eine Sonne, die die Landschaft wunderbar herbstlich leuchten lie\u00df, man m\u00f6chte kaum glauben, dass es jetzt auf die K\u00fcrze Winter werden soll.<\/li>\n<li>11.10.2015<br \/>Den Kopf kann man am besten frei bekommen, wenn der K\u00f6rper bis an den Rand der Ersch\u00f6pfung gefordert wird, also Extremwandern durch das Sauerland. An jedem Punkt entscheiden, ob man weitergeht oder kehrt macht und zwischenzeitlich neue Wege ausprobieren.<\/li>\n<li>10.10.2015<br \/>Die Frage, ob man so sehr im Genussluxus leben kann wie an diesen Tagen, stellt sich eben nicht, wenn diese beiden Herren zu Besuch kommen. Genuss an sehr gutem Wein, an leckerem Essen (den kleinen Schweinereien) und vor allem an spannenden Gespr\u00e4chen.<\/li>\n<li>09.10.2015<br \/>Stuttgart ist immer mal wieder einen Besuch wert, aber dauerhaft k\u00f6nnte ich mich dort nicht etablieren, ich brauche das Kleine, das \u00dcberschaubare und die Provinz.<\/li>\n<li>08.10.2015<br \/>Leider vergessen die meisten Menschen immer wieder, \u00fcber das Gesehene zu reflektieren. Merkt denn niemand, dass jedes Bild, jedes wohlgemerkt, immer eine Manipulation der Realit\u00e4t darstellt. Was will ich abbilden?\u00a0Was will ich bewirken und wie dramatisiere ich. Schon durch die Perspektive, den Ausschnitt und die Bild-Ton-Verbindung kann ich manipulieren. Bilder reduzieren die wahre Welt.<\/li>\n<li>07.10.2015<br \/>Kaum zu glauben, da blicke ich mich um und schon ist die halbe Woche verstrichen.<\/li>\n<li>06.10.2015<br \/>\u201eHach du, du hast es doch gut und immer gut gehabt.\u201c Ja, wahrscheinlich ist das sogar so, ich habe daf\u00fcr auch nichts gemacht und alles ist einfach so in den Scho\u00df gefallen. Immer schon, von fr\u00fchester Kindheit an. Der Segen der Sandwichkinder.\u00a0Was kann ich denn daf\u00fcr, dass ich zu langsam daf\u00fcr bin, dass das Gl\u00fcck mir hinterherlaufen kann, es holt mich einfach immer ein? \u00dcbrigens ist es daf\u00fcr wohl wichtig, eine talentlose Zone zu sein. Wie man es immer gut haben kann? \u2013 Denke ja nicht dar\u00fcber nach, was in der Welt passiert. Versuche ja nicht, auf irgendetwas Einfluss zu nehmen oder es zu ver\u00e4ndern. Bitte unternimm nichts, gar nichts Soziales oder Kulturelles und beschr\u00e4nke dich darauf zu konsumieren, denn Konsum ist Gl\u00fcck! Organisation und Engagement sind Ungl\u00fcck. Genau deswegen geht es auch allen anderen Leuten so schlecht, sie organisieren zu viel, statt zu konsumieren. Setzt euch vor den Bildschirm, welchen auch immer, und lasst euch berieseln. Geht zum Fu\u00dfball und br\u00fcllt euch die Seele aus dem Leib oder fahrt doch einfach mal wieder nach Malle oder an den Strand von Sylt. Geht in die Kneipe und lasst euch volllaufen. Und bitte: Niemals selbst denken, lieber neidisch sein. Auf alle! (F\u00fcr alle, die es nicht verstehen: Dies ist Satire.)<\/li>\n<li>05.10.2015<br \/>Wenn es nicht so klappt, wie man m\u00f6chte, dann sollte man es einfach in einen anderen Kontext stellen und schon bist du ein strahlender Sieger.<\/li>\n<li>04.10.2015<br \/>Unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit entspricht immer unserer Sozialisierung. Die Bilder, welche wir sehen, entsprechen immer unseren Wahrnehmungsm\u00f6glichkeiten, nicht aber der eigentlichen Abbildung. Da steht etwa ein kleiner Junge vor einer Lithographie von Kwang Sung Park und wei\u00df nichts damit anzufangen, stellt Vermutungen an, was hier denn abgebildet sein k\u00f6nnte, erst als er darauf hingewiesen wird, dass dort eine Nase zu finden ist, kann er die Unterh\u00e4lfte eines Gesichts entdecken.<\/li>\n<li>03.10.2015<br \/>Wer Waffen in alle Welt verkauft, muss damit rechnen, dass die Welt ver\u00e4ndert wird. Der muss auch damit rechnen, dass die Menschen vor diesen Waffen zu ihm fliehen und der hat einfach die Verantwortung, diese Menschen aufzunehmen.<\/li>\n<li>02.10.2015<br \/>Stimmungen werden von Medien erzeugt, denn die Menschen glauben daran. Ein ewig gleicher Aufschaukelungsprozess. Von der Aufmerksamkeit zur Zuneigung zur Liebe und Verehrung zum Befragen, Ekel und schlussendlich Hass. Soweit auch dieses mal wieder die Choreographie.<\/li>\n<li>01.10.2015<br \/>Wer Augen hat zu sehen, der schau einfach mal ganz unverhohlen hin und begreife, was hier passiert, da versucht ein gro\u00dfer Teil des Volkes eine Schuld abzutragen, die eine Minderheit ihm eingebrockt hat. Das Gute ist die \u00dcbernahme von Verantwortung.<\/li>\n<li>30.09.2015<br \/>Dieses St\u00fcck, die \u201eDie Show\u201c in Dortmund hat alles zu bieten und vor allem kommt in drei Stunden nicht eine Minute Langeweile auf. Ein wundervoller satirischer Blick auf die Selbstverst\u00e4ndlichkeit der Manipulation der Medienlandschaft. gnadenlos politisch unkorrekt.<\/li>\n<li>29.09.2015<br \/>Hast du schon einmal bemerkt, wo die Bruchstellen unserer Existenzf\u00e4higkeit liegen, hast du jemals hinterfragt? Dann genau sagst du, das sei pubert\u00e4r. Ja, der Jugendliche kann so offen durch die Welt gehen oder diese zumindest so sehen, dass die Fragen noch sinnvoll erscheinen. Aber d\u00fcrfen wir das in unserer erwachsenen Arroganz etwa nicht?<\/li>\n<li>28.09.2015<br \/>Auf ins Wochenende st\u00fcrzen und sich hingebungsvoll in Leidenschaften fallen lassen, die andere nicht vermuten und wahrscheinlich auch nicht verstehen w\u00fcrden.<\/li>\n<li>27.09.2015<br \/>Die Gespr\u00e4che drehen sich letztlich doch immer wieder um die Erwartungshaltungen der anderen. Was sie wollen z\u00e4hlt, was sie erwarten z\u00e4hlt, doch entziehe mich mehr und mehr, habe kein Vertrauen mehr in die Konventionen ihrer Weltsicht.<\/li>\n<li>26.09.2015<br \/>Die Verbindungsstellen fehlen zuweilen und hier muss erfunden werden. Ein Nachmittag aber muss nun doch der eigentlichen Arbeit geopfert werden, der f\u00fcr andere.<\/li>\n<li>25.09.2015<br \/>Wie gut es ist, dass die meisten Gedanken nicht festgehalten sind, sondern immer wieder auch Leerstellen entstehen k\u00f6nnen, Stellen, an denen der andere weiterdenken kann. \u201eUnd wir folgen euren Spuren, wenn wir euch kriegen, seid ihr tot\u2026\u201c singt Sven Regener mir gerade zuf\u00e4llig ins Ohr.<\/li>\n<li>24.09.2015<br \/>Die ersten Schritte auf dem Weg sind gemacht, getragen von einer Euphorie, die wundert.<\/li>\n<li>23.09.2015<br \/>Der Beschluss steht. Alle Geschichten, die sich in den letzten Jahren angesammelt haben, all die Ideen, die sich h\u00e4uften bis unter die Decke, werden zu einem Roman zusammengefasst, und dann wird eine Figur ihr Ende finden.<\/li>\n<li>22.09.2015<br \/>Okay, bin auf das Brett geklettert und versuche mich oben zu halten. Gehe also wieder mit dem Rhythmus durch die Tiefen und genie\u00dfe jede H\u00f6he, die mich tr\u00e4gt.<\/li>\n<li>21.09.2015<br \/>Die Welle schwappt, nicht \u00fcber mir zu, das kann und will sie nicht, aber sie tr\u00e4gt mich auf das weite Meer, das ist schlie\u00dflich be\u00e4ngstigend genug.<\/li>\n<li>20.09.2015<br \/>Einrichten in der Realit\u00e4t.<\/li>\n<li>13.-19.09.2015<br \/>Ein Trip durch die Toskana, mit den klassischen St\u00e4dten und St\u00e4tten, als Touri durch und durch. Ein bisschen Siena, etwas Pisa, auch Lucca und San Gimignano, Florenz nicht zu vergessen. Mittelalter-Lust, Renaissance-Faszination, Barock-Overkill, trotzdem beizeiten mal wieder gut, alles ohne die Brille eines Buches zu sehen. Ich mag diese Landschaft, auch die f\u00fcnf L\u00e4nder in Ligurien. \u00a0Wer wei\u00df, wann ich alles wiedersehe.<\/li>\n<li>12.09.2015<br \/>Wie schnell der Sommer doch jetzt in den Herbst \u00fcbergeht. Die Buchen beginnen seit Tagen r\u00f6tlich \u2013 orange Spitzen zu bekommen. Auch diese Zeit mag ich.<\/li>\n<li>11.09.2015<br \/>Auch wenn andere vielleicht nur die negativen Dinge herauslesen, auch wenn ich oft nur diese Erlebnisse notiere, eben, weil ein Tagebuch daf\u00fcr gemacht wird, all das zu verarbeiten, ich liebe dieses Leben. Die Begegnungen mit anderen Menschen. Und manchmal habe ich etwas Angst, n\u00e4mlich nicht genug davon mitbekommen zu haben. Vielleicht ist es aber viel wichtiger das Leben einfach und bewusst zu leben. Nicht der Vollrausch ist wahrer Genuss, sondern das Zusichkommen.<\/li>\n<li>10.09.2015<br \/>Ersch\u00fcttert von den Schicksalen der Menschen und wie erstarrt. Ein St\u00fcck weit auch dem\u00fctig und besch\u00e4mt. Ich wei\u00df nicht, wie damit umzugehen ist.<\/li>\n<li>09.09.2015<br \/>Die Naivit\u00e4t der Fragen mancher Menschen r\u00fchrt mich und dann wei\u00df ich, dass es gut ist zu lehren. Die gro\u00dfe Hoffnung, die mir stetig ist, dass diese jungen Menschen zu guten Menschen werden und einen Teil von dem mitnehmen. Auch wenn mir hier Hybris vorgeworfen werden kann.<\/li>\n<li>08.09.2015<br \/>Mal meckern sie \u00fcber den Regen, dann \u00fcber die Sonne. Warum, das frage ich mich schon immer, k\u00f6nnen sie keine Zufriedenheit entwickeln.<\/li>\n<li>07.09.2015<br \/>Mit frischer Energie in die Woche starten. Der gestrige Abend war einfach gut. Clockwork orange.<\/li>\n<li>06.09.2015<br \/>Einen Tag im Freilichtmuseum Hagen verbracht. Am besten hat mir die Papierproduktion gefallen. Auch die Seilerei hatte ihre Reize.<\/li>\n<li>05.09.2015<br \/>Es wird sich ergeben, was passiert, auf jeden Fall ist es an der Zeit mal wieder, mich von Dingen zu trennen. Das Anh\u00e4ufen von Dingen bringt nicht weiter, wenn man den \u00dcberblick verliert. Gut allerdings ist es, wenn mich mein Freund besucht, auch, und das war heute so, wenn ich eigentlich viel zu m\u00fcde bin. Wenn die Erk\u00e4ltung an den Reserven zehrt.<\/li>\n<li>04.09.2015<br \/>Ein Nachhall immer dann, wenn ich Zeilen von Adalbert Stifter lese. Diese Ruhe und das erz\u00e4hlerische Schwelgen im Detail.<\/li>\n<li>03.09.2015<br \/>Ganz beschwingt durch den Tag, kann nicht sagen warum, vielleicht aber, weil die Lesung gestern viel Freude gemacht hat.<\/li>\n<li>02.09.2015<br \/>H\u00e4tte niemals gedacht, dass dieser B. Wells so unkompliziert ist. Netter Typ, der gut erz\u00e4hlen kann.<\/li>\n<li>01.09.2015<br \/>Nicht immer kann alles so laufen, wie es uns gef\u00e4llt, aber im Gro\u00dfen und\u00a0Ganzen k\u00f6nnen wir uns genau dann nicht beschweren, wenn wir das Leid der Menschen sehen, die in diesen Tagen zu uns kommen.<\/li>\n<li>31.08.2015<br \/>Gut ist es Freunde zu haben, die Ehrlichkeit geben und vertragen. All diejenigen, die beides nicht ertragen oder denen der Mut fehlt, brauche ich nicht.<\/li>\n<li>30.08.2015<br \/>Alles muss schnell gemacht werden. Ich h\u00e4tte manchmal leider gerne mehr Zeit, die Dinge in Ruhe zu tun.<\/li>\n<li>27.08.2015<br \/>Was ist billig? Meint es noch wie fr\u00fcher mal, dass etwas genau im richtigen Verh\u00e4ltnis steht? Oder verstehen wir nur noch etwas Schwaches, Unterprivilegiertes darunter. Also preisw\u00fcrdig oder preisg\u00fcnstig? Wie dem auch sei. Ich behaupte einfach mal, dass es ziemlich billig ist, wenn man das eigene Kind zum Alibi des eigenen Versagens im Bereich Kommunikation macht. Nat\u00fcrlich im Wissen, dass diese Behauptung wieder Unmutsbewegungen in einigen Gem\u00fctern erzeugen wird.<\/li>\n<li>26.08.2015<br \/>Pl\u00f6tzlich entdecken sich \u00fcberall bestimmte Muster, die entschl\u00fcsselt werden wollen und die eine Abgrenzung fordern.<\/li>\n<li>24.08.2015<br \/>Manchmal entsteht Buntheit durch das Flimmern bei bestimmten Mustern zwischen Schwarz und Wei\u00df.<\/li>\n<li>22.08.2015<br \/>Beobachte Muster und deren Stauchungen und Dehnungen im Raum. Was passiert bei Faltungen, wie k\u00f6nnen sie sich selbst aufheben?<\/li>\n<li>21.08.2015<br \/>Nicht alles muss thematisiert werden, das ist klar. Nicht \u00fcber alles muss geredet werden. Einige Tage darf man auch mal ausblenden.<\/li>\n<li>20.08.2015<br \/>K\u00f6nnte kotzen, wenn ich sehe, welche Feindseligkeit den Menschen entgegen schl\u00e4gt, welche unserer Hilfe bed\u00fcrfen. Gerade jene sind es offenbar, die meckern und provozieren, welchen Bildung fehlt, auch wenn sie vielleicht\u00a0Schulabschl\u00fcsse haben. Bildung zeigt sich in solchen Situationen, welches Wissen angeh\u00e4uft wurde, hat damit nur teilweise zu tun.<\/li>\n<li>18.08.2015<br \/>Dann trifft dich pl\u00f6tzlich dein eigenes Spiegelbild wie ein Faustschlag in die Magengegend oder tiefer.<\/li>\n<li>16.08.2015<br \/>Und wieder kreisen die Gedanken jetzt also um dieses Erlebnis. Das Herz pulst, der Blutdruck bis zum Bersten. Sich an all die sch\u00f6nen Jahre zu erinnern, Jugend und unbedarft, drei Freunde, auch die schlechten. Und wieder und wieder. Also rufe ich den\u00a0einen Freund an, den einzigen, der es wissen kann. Das immerhin tut gut. Beruhigung kehrt ein. Zum Schluss k\u00f6nnen wir wie sonst immer etwas l\u00e4cheln. Die Vergangenheit hat immer mehrere Seiten, nichts ist eindimensional.<\/li>\n<li>15.08.2015<br \/>Eine wundervolle Party mit netten Menschen und dann trifft dich ein Satz wie ein Fausthieb in den Magen, l\u00e4sst ein Magendr\u00fccken zur\u00fcck, das nicht so schnell vergehen wird. Da habe ich Jahre lang daran gearbeitet, aufzuarbeiten, zu verstehen und ein St\u00fcck weit zu verdr\u00e4ngen auch. Und dann sagt dir jemand quasi aus dem Nichts und mal eben so nebenbei, es sei ja doch offensichtlich gewesen, dass\u00a0du\u00a0die Schuld tr\u00e4gst.\u00a0Mit den meisten Spr\u00fcchen und Ger\u00fcchten kann ich\u00a0sonst gut umgehen. All die Dinge, die zum Vorwurf gemacht werden (k\u00f6nnen). Direkt gegangen und nach Hause. Schlechte Nacht, schlechte Tr\u00e4ume, fr\u00fch aufgewacht.<\/li>\n<li>14.08.2015<br \/>Neben all den kleinen Verpflichtungen die Freude an der Natur bewahren, beim Gehen durch den Wald, am Fluss entlang all die Dinge sehen.<\/li>\n<li>13.08.2015<br \/>Ja, ich kann es genie\u00dfen, hier und so zu leben. Auch die Arbeit kann ich weiterhin m\u00f6gen. Sie macht sogar wieder richtig Freude. Das Spiel mit den Dingen, mit Gedanken und das Befragen, Abw\u00e4gen. Manchmal habe ich wirklich das Gef\u00fchl, etwas bewirken zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>12.08.2015<br \/>In all diese kleinen Gesichter zu schauen. Voller Hoffnung und ein wenig \u00c4ngstlichkeit.<\/li>\n<li>11.08.2015<br \/>Wiedersehen mit den Kollegen, \u00fcberraschend gut gelaunt alle.\u00a0 Auch das ist gut.<\/li>\n<li>10.08.2015<br \/>Ein wenig rotieren die Gedanken darum, dass die Zeit der Freiheit mit jedem Tag jetzt schnell heranr\u00fcckt. In zwei Jahren also mache ich ein Jahr Pause.<\/li>\n<li>09.08.2015<br \/>Eine gute Ausstellung: Super Speed Art. Nette Menschen dort bei bestem Wetter.<\/li>\n<li>08.08.2015<br \/>Eine sch\u00f6ne Feier in Wermelskirchen, drau\u00dfen, beim Feuer, \u00a0bei einem Paar, das eine wundervolle Menschlichkeit ausstrahlt. Gut, diese Freunde zu haben, auch wenn ich sie nur selten sehe.<\/li>\n<li>07.08.2015<br \/>Die eigenen vier W\u00e4nde, die mich umgeben und der Garten wieder. Ja, hier kann ich mich zu Hause f\u00fchlen. Freunde besuchen und mit Herzlichkeit empfangen werden. Eine Lesung mit zwei anderen, die einfach nur Freude gemacht hat. Bei gutem Essen, leider auch mit Kopfschmerzen, dem steten Druck hinter den Augen.<\/li>\n<li>27.07. bis 06.08.2015<br \/>Eine Reise durch die deutschen Lande, viele St\u00e4dte aufgesucht, viele St\u00e4tten gesehen und deren Sch\u00f6nheit genossen. Daneben\u00a0auch die st\u00e4dtebaulichen Verbrechen, die bis heute andauern. Aber. \u00a0Das unglaubliche Gef\u00fchl etwa, von einer Landstra\u00dfe Richtung Worms oder Speyer zu fahren, der Dom jeweils \u00fcber der Landschaft thronend. Die Mentalit\u00e4t der Menschen kennen zu lernen. Die St\u00e4rken und Schw\u00e4chen. Die Gespr\u00e4che mit den Menschen, ganz normalen B\u00fcrgern, auch mit K\u00fcnstlern und Ausstellungsmachern, mit einer wundervollen Antiquarin in Bad Nauheim, die sich direkt tief mit ihren Gedanken\u00a0in mir verwurzelt hat, durch ihre Offenheit und Herzlichkeit, ihre Weisheit. Einfach zu beobachten ohne beachtet zu werden, manchmal schnell in eine Diskussion hineingezogen, die man nicht erwartet hatte. Da war dieser Mann, der Jahrzehnte lang an seinem Glauben gezweifelt hatte und nun durch einen Zufall endlich zu einem zufriedenen Glauben gefunden hatte, jenseits einer Konfession, derjenige aber auch, der mir erz\u00e4hlen wollte, wie schlimm es ist, dass Deutschland Fl\u00fcchtlinge aufnimmt. Er trug eine Angst mit sich herum, die ein Au\u00dfenstehender wie ich nicht oder nur schwer nachvollziehen kann. Er muss eine schlimme Kindheit gehabt haben. Aber immerhin, die meisten Begegnungen waren wirklich gut. Ein Mann kam mit einer Gruppe von Fl\u00fcchtlingsjugendlichen. Sie hatten Freude, schienen gl\u00fccklich, nicht mehr dem Tod ausgesetzt zu sein. Wer durch Deutschland geht oder f\u00e4hrt und erlebt, wie sch\u00f6n dieses Land ist, wie verschieden die Menschen sind, mal gut, mal schlecht, mal einfach nur verunsichert, weil sie zu wenig wissen, der kann nicht anders. Der muss sehen, was dieses so oft gescholtene Land ausmacht und vielleicht singt er dann jenes alte Liedchen \u201eKein sch\u00f6ner Land\u201c und zwar ohne Nationalismus, einfach an der Freude um die Sch\u00f6nheit und die M\u00f6glichkeiten, die wir hier haben. Das habe ich zwar nicht getan, aber ich habe dran gedacht. So ein Ausruf sollte mir eigentlich h\u00e4ufiger kommen, nicht nur hier in Deutschland. Vielleicht wird mir dann bewusster jeden Tag, in welch privilegierter Situation ich leben darf. Auch, ja das wird meist vergessen, um die unglaubliche Offenheit und Freiheit, die wir gesp\u00fcrt haben.<\/li>\n<li>27.07.2015<br \/>Ja, jetzt ist es geschafft, alle Probleme l\u00f6sen sich auf einen Schlag.<\/li>\n<li>26.07.2015<br \/>Wieder ein Tag mit Warten verplempert. Ich will einfach nur fort.<\/li>\n<li>25.07.2015<br \/>Heute auf dem Markt gelben Fingerhut gefunden und sofort f\u00fcr den Garten gekauft. Endlich kriegt man diese sch\u00f6nen Pflanzen auch hier. Hoffe, dass sie aussamen, dann habe ich in zwei Jahren auch wieder Bl\u00fcten. Au\u00dferdem zwei Skabiosen und einen Sonnenhut erworben, traf auf dem R\u00fcckweg den Kinderarzt hier um die Ecke. Er meinte, ich h\u00e4tte wohl ein Faible f\u00fcr Giftpflanzen. Habe ihm gekontert, in der richtigen Dosierung seien es doch wohl eher Heilpflanzen. Alles ist eben eine Frage der Definition oder der Perspektive.<\/li>\n<li>Das Warten geht langsam auf die Nerven. Warum sind hier keine M\u00f6glichkeiten einzugreifen? Man muss nicht alles verstehen, auch die st\u00e4ndige Verz\u00f6gerungstaktik nicht.<\/li>\n<li>Der Sturm heute konnte schon ansatzweise \u00e4ngstigen, gl\u00fccklicherweise lief alles glimpflich ab.<\/li>\n<li>Wenn man jemanden aus Sorge anruft, dann kann es durchaus kontraproduktiv sein, wenn derjenige sich dann auch noch vor anderen \u00fcber einen lustig macht.<\/li>\n<li>24.07. 2015<br \/>Ich habe es verstanden und kann es verstehen, wenn jemand noch nicht liefern kann, aber der Termin war gestern. Hof also aus lauter Frust aufger\u00e4umt, neues Hochbeet gestaltet \u2013 mit Steinen, die da noch herumlagen.<\/li>\n<li>23.07.2015<br \/>Es gibt Momente, da kann ich tats\u00e4chlich durch und durch gl\u00fccklich sein, muss es nur vor mir selbst verstecken.<\/li>\n<li>22.07.2015<br \/>Bei guten Freunden umgeben von Natur sitzen, alte Geschichten anh\u00f6ren, bei denen es schon beim H\u00f6ren schmerzt. So zum Beispiel von den beiden Jungs, die auf dem Moped vor den H\u00fctern des Gesetzes geflohen waren, wobei der Sozius zwischen zwei Poldern mit den Knien h\u00e4ngen blieb\u2026 Zum Abschluss des Abends steht ein Reh mit Kitz auf der Wiese, sehr sch\u00f6ner Anblick.<\/li>\n<li>21.07.2015<br \/>Die Galerie gestrichen, ein sch\u00f6ner kleiner White-Cube.<\/li>\n<li>20.07.2015<br \/>LKW gekauft \u2013 mit allen Risiken und Sorgen, die sich damit verbinden.<\/li>\n<li>19.07.2015<br \/>Erst mal alles M\u00f6gliche aufger\u00e4umt, muss nach dem Urlaub auch wirklich sein.<\/li>\n<li>18.07.2015<br \/>Nach Hause, nur zwei Staus, alles l\u00e4uft in aller Ruhe gut.<\/li>\n<li>17.07.2015<br \/>Die Schlaflosigkeit nachts und das fr\u00fche Aufstehen sorgen f\u00fcr extreme Faltungen unter den Augen, egal. Wichtiger ist es, morgens die ersten wenigen V\u00f6gel zwitschern zu h\u00f6ren, aufzustehen und das bereits beleuchtete Bergmassiv zu sehen, das ganz aus der Welt gefallen zu sein scheint. Wie aus einer anderen Realit\u00e4t steht es leicht r\u00f6tlich schimmernd \u00fcber dem Campingplatz. Mit dem Auge die Strukturen nachzuwandern ist ein morgendliches Vergn\u00fcgen. Langsam erwachen dann nach und nach in den umliegenden Zelten die Bewohner. Ein Aufziehen eines Rei\u00dfverschlusses hier, ein H\u00fcsteln dort. Die Ersten gehen mit den Hunden Gassi, der erste Geruch nach Kaffee steigt in die Nase, meiner. Diejenigen, die schon auf sind, genie\u00dfen trotz der fr\u00fchmorgendlichen K\u00fchle gerade diese Zeit der Ruhe. Manchmal f\u00e4hrt ein Auto vorbei oder ein Trecker. Jeden Morgen kommt ein Lastwagen des Weges und bringt frische Verpflegung zu den Hotels, ein zweiter, ein dritter. Das alles w\u00e4re Idylle pur, wenn nicht die Stiche an den F\u00fc\u00dfen w\u00e4ren. Selten habe ich solche Probleme damit gehabt. Angeschwollen zwei Tage lang. Kaltes Wasser brachte Linderung. Die Einstichstellen aber sehen aus wie Vulkane auf der Haut und reagieren empfindlich auf jede Ber\u00fchrung.<\/li>\n<li>16.07.2016<br \/>Gestern Pragser Wildsse \u2013 wandern. Heute Sextner Wildbach \u2013 Rad. Morgen in die Stra\u00dfenwildnis.<\/li>\n<li>Freu mich auf zu Hase, das eigene Bett. Auf die Wohnung und frische B\u00fccher. Eben das letzte vorgenommene beendet. Nach \u201eDie Wende\u00a0 \u2013 Renaissance\u201c und \u201eBaba Dunjas letzte Liebe\u201c und \u201eDie Religion der Diebe\u201c. So unterschiedlich die Werke sind, eines unterst\u00fctzen sie letztlich doch alle und untermauern damit einen meiner \u00e4lteren Gedanken: Es l\u00e4sst sich am besten mit Angst regieren. Wer Angst oder Furcht vor etwas bekommt, l\u00e4sst sich besser manipulieren und formen. , da ist es egal, ob es die Angst vor Gottesstrafe, vor Strahlung oder vor wirtschaftsflaute ist. Als guter und vor allem erfolgreicher Mensch solltest du die Einsch\u00fcchterung immer als probates Mittel zur Durchsetzung deiner Interessen in petto haben. Ja, das ist wahrer Zynismus, weil die Aussage so nah an der Realit\u00e4t steht. Ja, ich wei\u00df wohl, dass meine Sicht der Welt sehr eingeschr\u00e4nkt erscheinen muss. Aber die Angstszenarien sehe ich \u00fcberall, nur dass sie heute mit der L\u00fcge der Alternativlosigkeit kaschiert werden.<\/li>\n<li>\u2026und ich bin froh, wenn ich mir zu Hause guten Kaffe in der Bialetti auf dem Herd machen kann. Mit Geschmack, Duft und der grandiosen Eigenschaft, aus mir innerhalb von Sekunden einen funktionierenden Menschen zu machen. Einfach gesagt wirkt dieser Kaffee ungef\u00e4hr so gut, als wenn ich morgens in eine kalte Badewanne steigen w\u00fcrde. Die gesamte Haut wird so gestrafft, dass man im Spiegel ein halbes Jahr j\u00fcnger auss\u00e4he, h\u00e4tte ich noch Haare auf dem Kopf.<\/li>\n<li>15.07.2015<br \/>Langsam neigen sich die Tage hier ihrem Ende zu und ich wei\u00df, wieviel Kraft sie gebracht haben, endlich wieder einmal den fl\u00fcchtigen Dingen die Zeit lassen, die ihnen zukommen sollte, vergessen auch und neu starten, zumindest in Teilen.<\/li>\n<li>Unglaublich wieviel Zeit sich jenes junge italienische Paar dort nimmt, mit dem schwarzen 500er, der klassisch ein wei\u00dfes Dach hat, damit zubringt, alle Sachen auszur\u00e4umen, neu zu sortieren und bed\u00e4chtig wieder einzur\u00e4umen. Zwischendurch sitzt mal sie, mal er hinten in der Klappe und nutzt die mobile Kommunikationseinheit. Sie reden nicht, sie schreiben. Auch miteinander reden die zumindest in der \u00d6ffentlichkeit nicht miteinander. Nicht viel. Aber sie herzen sich oder nehmen sich in den Arm. Ob aus Verliebtheit oder Hilflosigkeit vermag wohl niemand zu sagen.<\/li>\n<li>\u00a0<\/li>\n<li>12.07.2015<br \/>Die Tage ziehen schneller vorbei, als ich Hoffnung zu haben glaubte, kaum sind wir aufgestanden, scheint es auch schon wieder Abend zu werden. So nutze ich die Stunden morgens, wenn die Sonne gerade \u00fcber den Berg steigt und sich noch schwach zwischen den Zweigen der umgebenden Fichten verliert und schreibe. Tats\u00e4chlich habe ich heute am fr\u00fchen Morgen erst einmal ein Kapitel \u00fcber Poggio und die Wende zur Renaissance gelesen, in dem \u00fcber die Machenschaften der r\u00f6mischen Kurie zu dieser Zeit berichtet wird.<br \/>Beim Nachlesen der in den letzten Tagen verfassten Texte f\u00e4llt stark ins Auge, dass unglaublich viele Rechtschreibfehler entstanden sind. Aber es w\u00e4re zu m\u00fchsam, diese erst noch zu korrigieren, das geschieht beim Digitalisieren. Was also soll ich mich aufregen.<br \/>Bei den Gedanken \u00fcber die letzten Jahre fallen vor allem all die kleinen und gro\u00dfen Fehler auf, die gemacht wurden. Doch h\u00e4tte es ernsthaft etwas ge\u00e4ndert, wenn anders gehandelt worden w\u00e4re? Alle Fragerei nutzt nichts. Leben ist Zeichnen ohne Radiergummi. Alle Versuche, etwas nachtr\u00e4glich auszubessern machen das Getane in keiner Weise besser.<br \/>Beim Umblicken hier auf dem Platz schaue ich etwas versonnen auf die vielen gl\u00fccklichen Paare. Die verliebten Blicke, die offenbar auch nach Jahren noch gewechselt werden k\u00f6nnen. Sie haben sich vielleicht dieses Urvertrauen erhalten, welches mir leider inzwischen abhanden kam. Wer wei\u00df, vielleicht verheilt auch dies eines Tages wieder, h\u00e4tte aber nie gedacht, dass es so lange dauern w\u00fcrde.<\/li>\n<li>11.07.2015<br \/>Langsam wachsen die Zeltpl\u00e4tze um uns herum zu. Bewundernswert, wie schnell einige Leute ihre kleinen Schlafunterk\u00fcnfte aufzubauen verm\u00f6gen. In unglaublicher Routine, mal zu zweit, einige auch allein. Fast alle haben sie R\u00e4der dabei. Wollen ausprobieren, wo ihre Grenzen liegen oder einfach die Landschaft genie\u00dfen. Gestern einen Trupp Radfahrer gesehen, der so teure R\u00e4der sein Eigen nannte, dass es schon fast einsch\u00fcchternd wirkte. Die M\u00e4nner waren durchtrainiert, hatten durchaus chicke Sportkleidung an und wirkten so doch irgendwie professionell. Nur ihre Gesichter wirkten wie die von B\u00fcroangestellten, die gelangweilt auf irgendwelchen \u00c4mtern ihre Zeit absitzen.<br \/>Lese gerade ein Buch \u00fcber die Entstehung der Renaissance. Kaum zu glauben, dass einige wenige Texte in der Lage waren, das Denk- und Handlungssystem ganz Mitteleuropas innerhalb weniger Jahre komplett umzudrehen, so nachhaltig aus den Angeln zu heben. Auch die Frage, was denn der Epikureismus nun wirklich ist, sehe ich endlich f\u00fcr mich\u00a0 einfach verst\u00e4ndlich beantwortet. Genuss ist nicht nur im Rauschhaften zu finden, sondern auch im einfachen Leben im Bewusstsein dessen, dass man keine Angst vor dem Tod haben muss, weil es nur dieses Leben gibt und nichts danach. Es gibt kein Leben nach dem Tod. Die G\u00f6tter oder Gott haben kein Interesse an den Menschen. B\u00f6se gesagt, sind die Gottlosen damit genussvoll gl\u00fccklich. Seltsam und doch irgendwie schl\u00fcssig.<br \/>Den Tag damit verbracht, Fahrrad zu fahren, einzukaufen und den Weinpreis zu sondieren. Landschaft in ihren sch\u00f6nsten Formen genossen, Blumen fotografiert. Wage es kaum, in dieser Umgebung den Stift auf das Blatt Papier zu setzen und zu zeichnen. Alles k\u00e4me mir leer vor. Muss die Gedanken vertiefen, alles zu fassen. Die Grundlagen des Jetzt zu kalibrieren und mich vielleicht wieder einmal neu ausrichten. Glaube auch weiterhin nicht, dass alles beliebig ist. Aber wo liegen die Grundwerte und Eckpfeiler des derzeitigen Seins.<br \/>Lustige Beobachtung oder Entdeckung unter der Bodenfolie des Vorzeltes \u2013 Dort sa\u00df ein Frosch und k\u00fchlte sich an den Gasflaschen. Habe ihn wieder zugedeckt, irgendwann ist er wohl weitergeh\u00fcpft.<\/li>\n<li>10.07.2015<br \/>Der Tag beginnt sonnig und sehr frisch. Kann den Atem sehen. Die Leute hier gehen in aller Ruhe ihren Urlaubstagewerken nach. Sch\u00fctteln Decken aus. Spannen Schn\u00fcre f\u00fcr die W\u00e4sche. Ein Paar ist dabei, das Zelt abzubauen. Das Kind spielt gelangweilt mit einer Schnur. Die hier k\u00fcnstlich aber liebevoll detailverliebt geschaffene Bergidylle aus Holzh\u00fctten und Abrisselementen alter Bauernh\u00e4user schafft eine entspannte Atmosph\u00e4re. Erste Erkenntnis des Tages: Ein L\u00f6ffel l\u00f6slicher Mocca reicht in jedem Fall f\u00fcr eine Tasse, alles weitere schmeckt wie bitterer Lakritz.<br \/>Unten nach Sexten gewandert \u2013 zur Rotwandbahn. Hochgefahren und dann Richtung Kreuzbergpass gewandert. Sch\u00f6ne erste Tour, in aller Ruhe. Genuss durch eigene Anstrengung. Noch nicht akklimatisiert. Merke immer noch, dass ich die letzten Wochen zu viel geraucht habe.<\/li>\n<li>09.07.2015<br \/>Ankunft am Zeltplatz. Tats\u00e4chlich haben wir die gleiche Parzelle bekommen wie vor zwei Jahren. Bin echt zufrieden. Zum ersten Mal eine Radtour in den Dolomiten. Sehr reizvoll und gleichzeitig anstrengend. Die Sonne scheint, nur wenige Wolken abends zu sehen. Wir gehen fr\u00fch zu Bett oder zu Lager. Bin v\u00f6llig k.o. und gl\u00fccklich, endlich wieder in den Bergen, diese ungeheure Natur. Pflanzen und Insekten in ebenso ungeheurer Vielfalt. K\u00e4se und Kaminwurz. Das l\u00e4sst sich aushalten.<\/li>\n<li>08.07.2015<br \/>Abfahrt morgens fr\u00fch um halb sechs. Gutes Wetter, ebensolche Stimmung, Mitfahrer verschl\u00e4ft fast die gesamte Fahrt von immerhin elf Stunden. Auch das erste Auftauchen der Berge interessiert ihn offenbar nicht sonderlich. Er hat die bemerkenswerte Eigenschaft, seine Erk\u00e4ltungen wegzuschlafen. In S\u00fcdtirol heftiges Gewitter. Das Wasser schie\u00dft aus allen Ritzen, nicht daran zu denken, ein Zelt aufzubauen, wir beschlie\u00dfen, uns f\u00fcr eine Nacht ein Zimmer zu suchen.<\/li>\n<li>05.07.2015<br \/>So lange habe ich lange nicht ausgesetzt. Nichts geschrieben, denke ich und finde doch immer wieder kleine Zettelchen irgendwo kleben. Notizen \u00fcber alles M\u00f6gliche. \u00dcber wichtige Sachverhalte genauso, wie \u00fcber die albernen Belanglosigkeiten des Alltags, die wahrscheinlich schnell wieder vergessen sind. Immerhin sind sie jetzt abgetippt und eingef\u00fcgt.<\/li>\n<li>04.07.2015<br \/>Zettelchen: Heute drei Mal geduscht und umgezogen, lange geradelt und mich v\u00f6llig verausgabt und wieder einmal einen Termin fast vergessen.<\/li>\n<li>03.07.2015<br \/>Zettelchen: Nach all den kleinen Zankigkeiten doch gemeinsam am Tisch zu sitzen. Drau\u00dfen im Garten, das macht Familie aus.<\/li>\n<li>02.07.2015<br \/>Zettelchen: Ein Auto gefunden und netten Menschen kennen gelernt, der den Wagen g\u00fcnstig verkaufen will.<\/li>\n<li>01.07.2015<br \/>Zettelchen: Die erste H\u00e4lfte ist vorbei, so schnell geht das. Im realen Leben ist das schon lange her. Damals f\u00fchlte ich mich in der Familie geborgen. Wie tr\u00fcgerisch das doch war.<\/li>\n<li>30.06.2015<br \/>Zettelchen: Weit \u00fcber drei\u00dfig Grad, ist das die viel ger\u00fchmte gem\u00e4\u00dfigte Zone oder schon der Klimawandel?<\/li>\n<li>29.06.2015<br \/>Zettelchen: St\u00fctze ersch\u00f6pft den Kopf in die H\u00e4nde und muss pl\u00f6tzlich an eine Kunstklausur denken, die ich in der 12. Klasse schreiben musste. Damals sollten wir das Indieh\u00e4ndest\u00fctzen des Kopfes als Ausgangspunkt f\u00fcr eine Visualisierung nutzen. Das fiel mir wirklich schwer, kann mich aber genau an meine L\u00f6sung erinnern. Nicht sch\u00f6n, aber ehrlich.<\/li>\n<li>28.06.2015<br \/>Zettelchen 1: Erwartungshaltungen und Tats\u00e4chlichkeiten.<br \/>Zettelchen 2: Seit einer Woche ist ein Spatz in meinen Garten eingezogen und kreischt vor sich hin, mal sehen, ob er andere anlockt.<\/li>\n<li>27.06.2015<br \/>Zettelchen: So schnell kann pl\u00f6tzlich alles auf der Kippe stehen. Mal sehen, ob es gut geht.<\/li>\n<li>26.06.2015<br \/>Zettelchen: Abschlussessen, die Luft ist raus, brauche Zeit f\u00fcr mich.<\/li>\n<li>25.06.2015<br \/>Alles zu einem guten Abschluss gebracht. Jedes Jahr eine gute Erfahrung, dieses Sommergelee.<\/li>\n<li>24.06.2015<br \/>So viele Menschen stehen hier pl\u00f6tzlich, gute Musik, viel Blues, auch Rock`n Roll und etwas Reggae, gl\u00fcckliche Gesichter auf allen Ebenen. Musik kann immer noch am besten begeistern. Und auf schmutzigen Tastaturen schreiben, das nur anbei bemerkt, ist ekelhaft.<\/li>\n<li>23.06.2015<br \/>Das Schleifenlassen als Lebensziel. Mal einen Tag lang die Seele baumeln lassen, anderen Menschen das Feld \u00fcberlassen.<\/li>\n<li>22.06.2015<br \/>Es darf wohl nicht erwartet werden, dass immer dann, wenn die Menschen eingeladen werden, auch immer welche kommen. Was zun\u00e4chst entt\u00e4uschend erscheint, ist im Nachgang betrachtet allerdings als Erfahrung zu werten: Literaur ist ok, allerdings wollen wohl nur wenige Menschen Lyrik h\u00f6ren, Geschichten sind einfach besser zu vermitteln.<\/li>\n<li>21.06.2015<br \/>Da bauen einige Menschen einen ganzen Tag an einer Ausstellung, schrauben, rahmen und pr\u00e4sentieren, gruppieren um und strukturieren neu, sie h\u00e4mmern und schrauben, bauen auf und ab und letztlich kurz vor Er\u00f6ffnung ist alles gerichtet, fast perfekt, fast alles stimmt zu hundert Prozent, wie der Wirtschaftler sagen w\u00fcrde. Gute Leistung. Alles in gro\u00dfer Erwartung der Besucher\u2026und die? Bleiben einfach aus? Was ist denn hier passiert! Einsam stehen K\u00fcnstlerin und Mitstreiter in den R\u00e4umlichkeiten der Galerie. Dabei wirkt die Szenerie wie eine traute Familienzusammenkunft mit intimen Momenten. Tolle Ausstellung von Angelika Janz.<\/li>\n<li>20.06.2015<br \/>Es schmerzt, ihn zu sehen, wie er sich \u00fcber den Boden qu\u00e4lt, sein theatral gezeigtes Unbehagen an der Gesellschaft. An den inneren Zust\u00e4nden jedes Einzelnen. Sein Verzweifeln und doch diese Erl\u00f6sung im Erkennen.\u00a0 Er hat eine Ausdruckskraft in seinen Bewegungen , in den zur Maske erstarrten lautlosen Schreien. Zu Musik von Tom T\u00e4ger und Texten von A. J. Weigoni. Und fast erl\u00f6st konnte ich sein, als er das St\u00fcck zu Ende brachte. Manuel Quero auf der B\u00fchne ist ein Riese, so klein er auch ist. Diese Performance hat alles gefordert, vom K\u00fcnstler, vom Publikum. Und keiner will wohl dieses Erlebnis missen.<\/li>\n<li>19.06.2015<br \/>Fantastisches Konzert mit Christine Ihle und Yevgeniya Schott geh\u00f6rt, hatte Tr\u00e4nen in den Augen. Kann nur dankbar sein, solche Momente erleben zu d\u00fcrfen.<\/li>\n<li>18.06.2015<br \/>Vorbereitungen laufen und die Gespr\u00e4che mit allen im Umfeld und manchmal das \u00fcble Gef\u00fchl im Bauch, alles h\u00e4nge nur an mir. Dabei helfen die anderen, wo sie k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>17.06.2015<br \/>Abschiede k\u00f6nnen sehr r\u00fchrselig sein, es passiert andererseits auch, dass man sich voller Hoffnung auf die Zukunft ziehen l\u00e4sst.<\/li>\n<li>16.06.2015<br \/>Was immer wieder zu h\u00f6ren ist, was immer wieder einfach passiert. Da suchen sich Leute, weil sie in entsprechenden Postionen sind, sich in diesen vermuten ihre Gruppen zusammen. Alles ein Wunschkonzert und die anderen, die Hoffnung in das System haben, fallen hinten herunter. Wir verzweifeln nicht an der Situation, sondern am System.<\/li>\n<li>15.06.2015<br \/>Ja, wieder schlimm. Der Kontrast zur Kulturstadt, die Unkultur in Buchenwald. Das Unvorstellbare, die gro\u00dfe Sprachlosigkeit. Kann keine Worte finden. Jedesmal, wenn ich dar\u00fcber nachdenke: ein gro\u00dfe Leere.<\/li>\n<li>14.06.2015<br \/>Dann kocht mal wieder eine Stimmung herauf. Ich kann mich schwer z\u00fcgeln, dabei die Ruhe zu bewahren, schon weil ich wei\u00df, was passieren wird. Also ganz ruhig bleiben, in den Bus setzen und die Ankunft in Weimar erwarten. Einige Gespr\u00e4che, ja klar, vor allem auf dem Rasthof, einige Seiten lesen. Seethaler. Die alte Kulturstadt wie jedes Mal ein Gewinn, sich fallen lassen. Schade, dass durch die Renovierungen auch ein Teils des Charmes verloren geht. Dar\u00fcber hinweg tr\u00f6stet zumindest der Mineralienladen.<\/li>\n<li>13.06.2015<br \/>Die Bl\u00fcten im Garten betrachten, das Wachstum jeden Tages, die Spinnentiere, die Insekten, welche sich auf den Mauern angesiedelt haben. Ganze Ameisenkolonien, Einsiedlerbienen und Schlupfwespen, immer auf der Suche nach Nahrung und Beute.<\/li>\n<li>12.06.2015<br \/>Eindeutige Erkenntnisse des Abends: Die L\u00fccken\u00a0zwischen den Terminen\u00a0k\u00f6nnen nicht nur, sie m\u00fcssen genutzt werden. Der Abend wird zu einem gro\u00dfen Teil durch die Anwesenden und die gespielte Musik bestimmt.<\/li>\n<li>11.06.2015<br \/>Bei zu hohen Erwartungshaltungen gegen\u00fcber sich und anderen vergisst man allzu h\u00e4ufig, dass das Leben ganz andere Werte zu bieten hat. Mal einfach zu entspannen und auch mal nichts zu tun.<\/li>\n<li>10.06.2015<br \/>Die Wut kommt immer dann, wenn die Entt\u00e4uschung keinen Ankerplatz mehr findet.<\/li>\n<li>09.06.2015<br \/>Das ewige Streben, endlich etwas zu beenden und doch zu wissen, dass man es allein nicht schaffen kann.<\/li>\n<li>08.06.2015<br \/>Das Bl\u00fchen der Blumen im Garten ist dann das Sch\u00f6nste, wenn nichts anderes wahrgenommen werden kann, relativ aber ist es in der Rangfolge sch\u00f6ner Dinge in jedem Fall bei den obersten Pl\u00e4tzen anzusiedeln.<\/li>\n<li>07.06.2015<br \/>Der Tag danach ist der Tag danach, da hilft auch kein noch so langer Schlaf.<\/li>\n<li>06.06.2015<br \/>Ein angenehmes Gespr\u00e4ch mit einer Frau, die ich gerne irgendwann mal kennengelernt h\u00e4tte. All die Dinge kommen zusammen, die ich mir f\u00fcr solch ein Gespr\u00e4ch w\u00fcnsche, vor allem Pers\u00f6nlichkeit. Schon richtig von einer Freundin als Erdung beschrieben.<\/li>\n<li>05.06.2015<br \/>Ich bin kein Mensch des Sommers, das wird mir an solchen Tagen immer klar gemacht, wenn die Sonne ihre Macht zeigt und die Poren Str\u00f6me flie\u00dfen l\u00e4sst; da ich nicht gerne ruhe, bekommen die folgenden Tage einen Nachgeschmack von zu wenig Fl\u00fcssigkeit.<\/li>\n<li>04.06.2015<br \/>Du bist lustig, wirfst mir Dinge vor dem Kopf, die du selber kaum beherrschst. Ja, ein Machtwort sprechen, sei mal Mann. Haha, dass ich nicht lache. Ich habe keine Lust auf Macho-All\u00fcren.<\/li>\n<li>03.06.2015<br \/>Immer wieder schier unglaublich, wie viele Menschen im Haus gegen\u00fcber ein und aus gehen. Sie schellen, warten manchmal zehn Minuten oder\u00a0\u00a0eine halbe Stunde, bis ihnen Einlass gew\u00e4hrt wird, sitzen dann geduldig auf der Treppe herum, rauchen manchmal eine Zigarette oder spielen mit ihren mobilen Kommunikationseinheiten. Manchmal verschwinden sie auch unverrichteter Dinge einfach wieder, um abends noch einmal zu kommen. Wenn die T\u00fcr jedoch ge\u00f6ffnet wird, sich im Dunkel ein Flur pr\u00e4sentiert, der sie verschlucken wird, dann l\u00e4cheln sie fast beseelt.<\/li>\n<li>02.06.2015<br \/>Staub in der Nase und im Mund, aber auch gl\u00fccklich, dass die Baustelle, die seit Monaten das Haus belastet, nun langsam, aber sicher dem Ende zugeht. Das einzige Problem sehe ich im schwindenden Geld.<\/li>\n<li>01.06.2015<br \/>Der Klematisbaum im Garten l\u00e4sst nun sicher immer schneller seine rosa Bl\u00fctenpracht fallen, zur\u00fcck bleibt r\u00f6tliches Gr\u00fcn. Daf\u00fcr beginnen die Fingerh\u00fcte, die ich so sch\u00e4tze, zu bl\u00fchen, kaum angefallen dieses Jahr von L\u00e4usen oder sagt man befallen, der \u00dcbergang von den Fr\u00fchlingsbl\u00fchern zu den Sommerbl\u00fchern ist l\u00e4ngst vollzogen, nur die Pfingstrose l\u00e4sst auf sich warten, als ziere sie sich, ihre Sch\u00f6nheit zu zeigen.<\/li>\n<li>31.05.2015<br \/>Die Tage rasen und immer wieder bemerke ich\u00a0erst im Innehalten und Reflektieren, dass schon wieder so viel Zeit verstrichen ist, dass die Jugend nur noch vage Erinnerung bleibt, beim Beobachten der Kinder, die kaum merklich, aber doch inzwischen vielleicht ebenfalls erwachsen werden.<\/li>\n<li>30.05.2015<br \/>Dieses Fest der Nationen, ohne sp\u00fcrbaren Nationalismus, liebe ich. Nicht nur wegen der Speisen und Getr\u00e4nke, aber auch.<\/li>\n<li>Ein Anruf kommt dann recht seltsam an, wenn seit Monaten keine Meldung mehr kam, aber jetzt pl\u00f6tzlich etwas gebraucht wird. Dann kann ich auch mal k\u00fchl und sachlich reagieren, ohne rechte Freude.<\/li>\n<li>29.05.2015<br \/>Die besten Gespr\u00e4che kann man wohl dann f\u00fchren, wenn die H\u00e4nde etwas Gemeinsames schaffen.<\/li>\n<li>28.05.2015<br \/>Sich auf gedacht perfekte Zust\u00e4nde einfach zu verlassen, ist durchaus als fahrl\u00e4ssig zu bezeichnen, vor allem, wenn man vor der Inbetriebnahme eines Ger\u00e4tes keine Kontrolle durchf\u00fchrt. Wenn es dann doch funktionieren sollte, hat man Gl\u00fcck gehabt, wenn nicht, sollte man nicht so kochen, dass man den Ort zu fliehen hat. Wenn mein Puls auf \u00fcber hundertachtzig schnellt, sollte mir niemand in die Quere kommen. Also weiche ich lieber aus.<\/li>\n<li>27.05.2015<br \/>Nie wieder z\u00e4hlt nur bis zum n\u00e4chsten Mal. Also lasse ich mich doch benutzen wieder einmal. Mache mit bei dem etwas b\u00f6sen Spiel, diesmal wieder als der Dumme. Streiche die W\u00e4nde, w\u00e4hrend neben mir jemand sitzt und Joghurt l\u00f6ffelnd, Brot verspeisend lustig vor sich hin brabbelt.<\/li>\n<li>26.05.2015<br \/>Ja, es ist sch\u00f6n, wenn der Boden die Struktur echten Holzes hat, bekommt, mit\u00a0seiner W\u00e4rme, den eigenen Ausdruck und es macht Freude, wenn man selbst gemacht hat.<\/li>\n<li>25.05.2015<br \/>In die Betrachtung von Zahlen und Fakten versunken, kann ich schon mal die \u00e4u\u00dfere Realit\u00e4t vergessen, im Rechnen eine abstrakte Welt erleben, die doch ihre Wahrheiten offeriert.<\/li>\n<li>24.05.2015<br \/>Pl\u00f6tzlich geht alles wieder seinen guten Gang. Nach einem entspannten Tag, den andere wohl als Wellnesserfahrung bezeichnen w\u00fcrden, heruntergekommen auf den Boden meiner selbst. Und dann wieder eine Woche lang nicht allein hier, die vertrauten Augen, die Spr\u00fcche und ernsthaften Gespr\u00e4che im gegenseitigen Einvernehmen.<\/li>\n<li>23.05.2015<br \/>Man muss es lernen zu genie\u00dfen, dass man mit Freunden und Kollegen bei leichtem Nieselregen, unterbrochen von blauem Himmel in einem riesigen Naturgarten steht und kalten Wein trinkt, gute oder flapsige Gespr\u00e4che f\u00fchrt, ein paar neue Menschen kennen lernt. Dank f\u00fcr diesen sch\u00f6nen Tag.<\/li>\n<li>22.05.2015<br \/>Sehr lustig ist es, mit jungen Menschen gemeinsam zu kochen.<\/li>\n<li>21.05.2015<br \/>Solange sich beide Seiten ernst nehmen, ist es in Ordnung.<\/li>\n<li>20.05.2015<br \/>Solche Gespr\u00e4che machen Spa\u00df. Da werden die B\u00e4lle hin und her geworfen und ein Bonmot l\u00f6st einen Kalauer ab. Sehr dankbar.<\/li>\n<li>19.05.2015<br \/>Die Dinge kommen lassen, auf mich zu, nat\u00fcrlich. Nicht alles gelingt, aber die Hoffnung lebt.<\/li>\n<li>18.05.2015<br \/>Die Aufregungen, welche sich durch durchaus kafkaeske Situationen in den Beh\u00f6rden und Verwaltungen ergeben, lassen sich ganz einfach dadurch herunterstufen, dass man sich einer Postion nicht nur verweigert, sondern eben diese Strukuren gegen die Verursacher zu nutzen wei\u00df.<\/li>\n<li>17.05.2015<br \/>Die Befragung und anschlie\u00dfende Diskussion \u00fcber Semantik und Herkunft eines Wortes kann zu durchaus unterhaltsamen Abenden mit durchaus abstrusen Beitr\u00e4ge f\u00fchren. Der grundlegende Glaube daran, dass alles gegen einen spricht, versucht den Einzelnen dabei oftmals dazu, zu glauben, dass man sich besonders produzieren muss.<\/li>\n<li>16.05.2015<br \/>Manchmal ist ein Lob fr\u00fch morgens auf dem Markt von g\u00e4nzlich unerwarteter Stelle schon sehr sch\u00f6n, es macht sogar gl\u00fccklich.<\/li>\n<li>15.06.2015<br \/>Die Landschaft, dieses Fr\u00fchjahrslicht muss genossen werden, auch wenn vielleicht die Nase verstopft. Ja, das sehe ich auch so, denn wer wei\u00df, wie das Wetter morgen schon sein wird, auch wenn die Eisheiligen dann endlich vorbei sind.<\/li>\n<li>14.05.2015<br \/>Beim Nachschlagen in den alten Unterlagen, den Aufzeichnungen und Tagebucheintr\u00e4gen habe ich entdeckt, dass ich fr\u00fcher einmal den Tagen nachtr\u00e4glich ein Motto gegeben habe, eine verk\u00fcrzende \u00dcberschrift, das ist irgendwann wohl abhanden gekommen.<\/li>\n<li>13.05.2015<br \/>Mit gewisser Zufriedenheit auf die Dinge zu blicken und doch sehen, dass man noch nicht fertig geworden ist. Jeder kleine Handgriff bringt mich zumindest ein St\u00fcck weiter dahin, demn\u00e4chst wieder die Dinge zu machen, die mir wirklich nahe liegen.<\/li>\n<li>12.05.2015<br \/>Da muss er wider Willen lachen, das h\u00e4tte ich ihm nicht zugetraut, als er aus einem tiefen Grummeln von sich gibt, der Draht sei nun zum dritten Mal beschnitten und immer noch zu kurz. Egal, denke ich, Hauptsache das Kabel wird endlich angeschlossen!<\/li>\n<li>11.05.2015<br \/>Ver\u00e4rgert kann man schon mal reagieren, wenn keine Seite in der Lage scheint, ihr Handeln zu \u00fcberdenken und auch noch zu \u00e4ndern. Traurig.<\/li>\n<li>10.05.2015<br \/>Dieses Tanztheater von Eun-Sik Park mit dem sch\u00f6nen Namen \u201eMorpheus\u201c hat in genau jene somnambule Welt verf\u00fchrt, die Tr\u00e4ume, das Schlafwandeln und teilweise, vor allem im ersten Teil, das Gef\u00fchl, gelenkt und nicht eigenst\u00e4ndig agieren zu k\u00f6nnen, bis zur Unertr\u00e4glichkeit. T\u00e4nzer mit unglaublichem Potential. Eine Chorerografin mit einem riesigen Formenspektrum an k\u00f6rperlichen Aussagem\u00f6glichkeiten geht hier weit \u00fcber das hinaus, was bisher von ihr zu sehen war. Sie entwickelt ihre eigene Sprache, die trotzdem auch ohne Simultan\u00fcbersetzer jedem offenbar wird.<\/li>\n<li>09.05.2015<br \/>Einer Preisverleihung beizuwohnen, ist immer ein besonderes Erlebnis. Zu sehen, wie sehr sich die Jugendlichen freuen, auch ich selber. Auch \u00fcber die anderen. Leuchtende Gesichter gepaart mit Euphorie. Und ein gewisser Stolz zeigt sich bei den Verantwortlichen, dass sie etwas Besonderes geschaffen haben.<br \/>Einem alten Film beizuwohnen, Stummfilm auf gro\u00dfer Leinwand, ist inzwischen selten geworden. Metropolis hat mich gebannt.<\/li>\n<li>08.05.2015<br \/>Zugegeben, manchmal, nein eher h\u00e4ufig, passiert es, dass bestimmte F\u00fcllw\u00f6rter (Ist es nicht sch\u00f6n, ein Wort mit zwei Umlauten zu besitzen?) auftauchen, ja gesetzt werden, die auf Dauer eher langweilen. So zum Beispiel das W\u00f6rtchen \u201ezuweilen\u201c oder \u201emanchmal\u201c. Im Nachhinein graust es, wenn der Text ein zweites Mal gelesen wird. Dann muss das Tagebuch Federn lassen und wird effektiv geschrumpft. Es gibt aber auch Tage, an denen reicht die gewohnte Sprache einfach nicht aus, es werden Neologismen gebraucht, die einen Sachverhalt ohne Geschwurbel auf den Grund verfolgen, den Punkt zu bringen suchen. So eines war in den letzten Tagen \u201eBaumrumpf\u201c, welches verbildlichen sollte, dass der urspr\u00fcngliche Baum Bl\u00e4tter gelassen hat, aber als festes Gerippe den Garten ziert, ohne jemals wieder Hoffnung auf Genesung zu haben. Das Leben ausgehauchter Rest eines ehemals \u00fcppigen Lebewesens. Problematisch aber wird es sogleich, wenn der Schreiber nur eben ohne hinzusehen tippt und ihm einige grundlegende Tastenfehler unterlaufen. So wurde also aus dem eben genannten Wort, welches durchaus das Zeug zum Zentralbegriff der deutschen Essayistik hat, ein \u201eRaumpfrumpf\u201c (Inzwischen nat\u00fcrlich sauber von bew\u00e4hrter Stelle korrigiert.). Genau kann ich zwar immer noch nicht sagen, was diese Neusch\u00f6pfung denn bezeichnen soll, aber sie ist auf jeden Fall voller versteckter Andeutungen und k\u00f6nnte als quasiexpressionistische Chiffre in die Nippsche Tagebuchgeschichte eingehen.<\/li>\n<li>07.05.2015<br \/>Zum dritten Mal seit dem Umzug in dieses Haus bl\u00fcht nun die Klematis in ihrem ged\u00e4mpften Rosa, \u00fcberzieht den alten Baumrumpf mit einem Schleier aus Bl\u00fcten. Und wieder taucht diese Sehnsucht auf, die ich nicht zuordnen kann, sie hat aber etwas mit innerer Ruhe zu tun, die ich nicht finden kann. So gesehen ist die Klematis vielleicht sogar wie ein Spiegelbild des Seins zu sehen. Noch einige Tage und der h\u00f6chste Punkt der vollen Bl\u00fcte ist erreicht.<\/li>\n<li>06.05.2015<br \/>Es sind die Routinen, die das Unerwartete zum Sch\u00f6nen machen \u2013 als Kontrast.<\/li>\n<li>05.05.2015<br \/>Nicht das Handeln ist Problem, sondern das Denken und Zusehen, wie andere nicht handeln.<\/li>\n<li>04.05.2015<br \/>Zuweilen muss ich auch im Nachhinein erkennen und zugeben, dass meine Argumente einfacher, aber schlechter sind.<\/li>\n<li>03.05.2015<br \/>Tr\u00fcmmerfelder meines Denkens kann ich normalerweise z\u00fcgig erkennen, Tr\u00fcmmerfelder der ANDEREN aber sofort.<\/li>\n<li>02.05.2015<br \/>Was erdet, immer wieder, ist die Familie. Auch scheinbar belanglose Gespr\u00e4che, die doch tiefe Weisheiten in sich tragen. Erfahrungen weitergeben, die Dinge beurteilen und St\u00fctzen setzen f\u00fcr das eigene Tun.<\/li>\n<li>01.05.2015<br \/>Sehr spannende Beobachtungen bei gutem Wetter. Unterwegs sein, die jungen Menschen beim allm\u00e4hlichen Absturz sehen, wortw\u00f6rtlich. Das macht den Tag nicht schlechter.<\/li>\n<li>30.04.2015<br \/>Die innere Leere zu erkennen und wissen, sie ist Chance, das Leben mit Sinn zu f\u00fcllen. So geht es mir, wenn ich im Garten stehe, das Wachsen sehe und die Energie zu sp\u00fcren glaube. All dies sind wahrscheinlich nur Illusionen, aber k\u00f6rperlich fassbare.<\/li>\n<li>29.04.2015<br \/>K\u00f6nnen wir nicht unsere Ideen leben?<\/li>\n<li>28.04.2015<br \/>Leerstellenbehebung \u2013 eine Lebensstrategie<\/li>\n<li>27.04.2015<br \/>Zuweilen schl\u00e4gt tags\u00fcber dann die M\u00fcdigkeit mit eiserner Faust zu, auch auf dem Sofa der Tante, weil die halbe Nacht, nein f\u00fcnf sechstel, die Gedanken kreisten und nicht aufh\u00f6ren konnten. Aus Sorge, ja, aus Scham und wieder aus Sorge, aus Ungewissheit und dem Wissen, so fehlbar zu sein. Dann wei\u00df man kaum, was zu tun ist. Morgens ger\u00e4dert herausgesprungen und den Tag halbwegs \u00fcberstanden, nur um irgendwann vor dem Ofenfeuer wegzuratzen.<\/li>\n<li>26.04.2015<br \/>Nein, eben kein Kater, aber zwei richtig gute Gespr\u00e4chspartner am Fr\u00fchst\u00fcckstisch, mit denen ernsthaft gefachsimpelt werden konnte, \u00fcber Garten, Natur und Klettern, Landschaften und Weine. Habe die beiden genossen und f\u00fcr jeden gew\u00fcnschten Termin wieder eingeladen.<\/li>\n<li>25.04.2015<br \/>PARTY. Muss man da noch was sagen? Guter DJ, der merkte, was angenehm erschien und die Leute auf die Fl\u00e4che lotste, eine nette Band mit Nico und Philip und richtig guter Laune, denen man die Freude am Spiel anmerkte.<\/li>\n<li>24.04.2015<br \/>Eine gute Atmo und geile Location, so h\u00e4tte es wahrscheinlich irgendein Musiker gesagt. Titus M\u00fcller meinte einfach: \u201eBei euch lese ich einfach gerne.\u201c<\/li>\n<li>23.04.2015<br \/>Nachl\u00e4ssigkeit mag man mir vorwerfen, vor allem jedoch, dass die Zeit mehr und mehr aus den H\u00e4nden gleitet, die Erkenntnis, dass f\u00fcr nichts und niemanden mehr gen\u00fcgend vorhanden ist. Man mag mir vorwerfen, dass ich mich nicht mehr melde, vor allem aber, dass es eigentlich schon immer so war.<\/li>\n<li>22.04.2015<br \/>Selten hat das Verlieren so viel Spa\u00df gemacht. Hier allerdings muss ich den Gegnern danken. Man kann bei dieser gegenseitig gespielten, ja offensichtlich geheuchelten Hybris wirklich Lachsalven erzeugen, mit Versagen am Ball, mit Versagen am Netz und der eigenen Bewegungslosigkeit.<\/li>\n<li>21.04.2015<br \/>Und die Frage, ob man abends noch was macht oder ausgeht, weckt Erinnerungen aus der Jugendzeit. Kommst du noch mit in die Disco. Irgendwie hat das seit Jahren seinen Reiz verloren, abzappeln bei schlechter Luft. Heute geht es auf das Rad, St\u00f6psel in die Ohren, auch das rhythmische Bewegen zu guter Musik. Und wenn das gerade nicht geht, eben anders.<\/li>\n<li>10. \u2013 20.04.2015<br \/>Man mag sich wundern, man kann es auch sein lassen. Man kann es so machen, man kann es aber auch anders machen. Immerhin gab es in diesen Tagen diverse Entscheidungen: Umstrukturieren \u2013 wieder einmal, wegwerfen und verbrennen \u2013 gerne, sichten \u2013 n\u00f6tig, aufr\u00e4umen \u2013 st\u00e4ndig, Wetter ignorieren \u2013 immer, bauen \u2013 \u00fcberall, sich keine Pause g\u00f6nnen \u2013 und es nicht wollen. Und wenn ich Pause mache, dann \u00fcberkommt mich die gro\u00dfe M\u00fcdigkeit, egal wann und wo, also lieber in Bewegung bleiben, wenn die eine T\u00e4tigkeit beendet oder noch nicht ganz vollzogen wurde, m\u00f6glichst einige neue Baustellen aufmachen und diese auch zeitlich irgendwie managen (wie es neudeutsch so sch\u00f6n hei\u00dft). Dann gibt es noch die Entwicklungen, die nicht gesteuert werden \u2013 bewusst, sondern sich selbst regeln, Schmerz, Verletzungen (gl\u00fccklicherweise gutes Heilfleisch) und Entscheidungen von anderen Menschen, die einem gefallen m\u00f6gen oder nicht. Ach ja, und wie immer das gro\u00dfe Warten auf diejenigen, die n\u00f6tig gebraucht werden, damit es weitergehen kann.<\/li>\n<li>09.04.2015<br \/>\u00dcber die Lande zu schauen, auf einem Weg zwischen den Welten und sich bewusst zu sein, wie sch\u00f6n die Landschaft ist, in welcher man lebt. Jede Kleinigkeit genie\u00dfend, die sich zeigt, die Veilchen am Wegesrand und nat\u00fcrlich klare Gespr\u00e4che. Die Dinge zu vergessen versuchen, die den Tag ins Negative ziehen k\u00f6nnten. Anders gesagt, die Sonne scheint, die andere Seite des Fr\u00fchlings ist da.<\/li>\n<li>08.04.2015<br \/>Ja, es geht voran, die W\u00e4nde sehen inzwischen aus, als seien sie bewohnbar.<\/li>\n<li>07.04.2015<br \/>Einfach mal so in den Tag leben, ihn als Ferien genie\u00dfen.<\/li>\n<li>06.04.2015<br \/>Zuweilen tut es auch mal gut, allein zu sein.<\/li>\n<li>05.03.2015<br \/>Der Osterfeiertag ist traditionell der Familie vorbehalten, dementsprechend muss er auch an dieser Stelle nicht gro\u00dfartig kommentiert werden, wenn man man davon absieht, dass der Tag recht harmonisch verlief.<\/li>\n<li>Wieder vor dem Anruf gedr\u00fcckt, erfolgreich den Gef\u00fchlen keinen Lauf gelassen.<\/li>\n<li>04.04.2015<br \/>Es genie\u00dfen zu k\u00f6nnen, dass \u00fcberall die Knospen dicker werden, ohne daran zu denken, dass irgendwann auch wieder der Herbst kommen wird, was hiermit geschehen ist.<\/li>\n<li>03.04.2015<br \/>Eigentlich ist es schon peinlich, dass diverse Aprilscherze erst ein oder zwei Tage zu sp\u00e4t kommen, aber was soll es, die digitalen Medien machen es demn\u00e4chst wahrscheinlich m\u00f6glich, dass nicht nur Fernsehsendungen zu jeder beliebigen Zeit abrufbar sind, sondern auch grunds\u00e4tzlich die Zeit zu jeder Zeit genutzt werden kann, also wieso nicht auch den 1. April am 3. April feiern?<\/li>\n<li>02.04.2015<br \/>Eigentlich ist es schon fast unglaublich, wie schnell man grundlegende T\u00e4tigkeiten lernt, wenn es denn sein muss, so den Schwung einer Kelle mit anschlie\u00dfendem Aufklatschen der Putzmasse auf einer rohen gemauerten Wand oder das Geradeziehen des Ergebnisses.<\/li>\n<li>01.04.2015<br \/>Fr\u00fch morgens den Schlafraum der liebsten Angeh\u00f6rigen zu st\u00fcrmen und laut zu rufen, dass es schon halb zw\u00f6lf ist, wo sie doch einen Termin um halb elf in der Stadt hatten, immerhin ein guter Anfang f\u00fcr einen 1. April.<\/li>\n<li>31.03.2015<br \/>Schon der dritte Monat dieses Jahres nimmt Abschied \u2013 und das mit einem Wetter, welches dem Folgemonat alle Ehre machen w\u00fcrde. Eben aus dem Fenster schauend h\u00e4tte ich mir vorstellen k\u00f6nnen, dass endlich wieder mal eine Sintflut kommen k\u00f6nnte, wegzusp\u00fclen all das, was wir aufgebaut haben.<\/li>\n<li>Dieser Tage einen Film gesehen, \u201eMaze Runner\u201c, der so viele Sachen miteinander verbunden hat \u2013 den Garten Eden aus der Bibel, das grunds\u00e4tzlich B\u00f6se und das Neugierige, das Erwachsenwerden, vielleicht auch so etwas wie grundlegende Machtstrukturen und nat\u00fcrlich ein bisschen H\u00f6hlengleichnis, das muss ja sein. Wahrscheinlich geh\u00f6rt er nicht gerade zu den wichtigsten Filmen, welche die Welt bisher gesehen hat, immerhin hat er einige Tage immer wieder meinen Kopf besch\u00e4ftigt. Den gestrigen Film habe ich dagegen schon wieder vergessen.<\/li>\n<li>30.03.2015<br \/>Nach dem Sturm in den Garten schauen und feststellen, dass ein Stuhl sich im Zaun verfangen hat. Immerhin sind sonst alle Sachen an ihrem Ort, was nicht unbedingt zu erwarten war.<\/li>\n<li>29.03.2015<br \/>Verfahrene Situation, da will man was f\u00fcr die Gesundheit machen und beim Ankleiden nach dem Sport verklemmt sich im R\u00fccken ein Nerv. Hexenschuss. Muss f\u00fcr die anderen ganz lustig ausgesehen haben.<\/li>\n<li>28.03.2015<br \/>Zuweilen muss man auch mal einen Tag f\u00fcr einen Anderen opfern, der mir sehr am Herzen liegt. Dann ist alles Andere eben nicht so wichtig. Daf\u00fcr Studien \u00fcber das Kommunikationsverhalten junger Menschen gemacht.<\/li>\n<li>27.03.2015<br \/>Solche Menschen wie Andreas Roseneder sollte man kennen lernen.<\/li>\n<li>26.03.2015<br \/>Er hat es schnell erkannt, dieses Zitat der Einst\u00fcrzenden Neubauten, welches ich mir vor mehr als einem Jahrzehnt glaube ich zu eigen gemacht habe: Was ist ist, was nicht ist ist m\u00f6glich. Nur was nicht ist ist m\u00f6glich.<\/li>\n<li>25.03.2015<br \/>Mag die Sonne heute die Bl\u00fcten erbl\u00fchen lassen, als Trotzzeichen gegen die Widrigkeiten. Lass der Tag den Gast kommen, als Zeichen einer kommenden Freundschaft und guten Zusammenarbeit.<\/li>\n<li>24.03.2015<br \/>Der Morgen l\u00e4chelt, der Tag mag kommen.<\/li>\n<li>Wieder zeigt sich, dass nicht jeder Tag so sein wird, wie er zun\u00e4chst erscheint. Diese Katastrophe ersch\u00fcttert, zieht sich in Gedanken durch den ganzen Tag, immer eine Bef\u00fcrchtung im Hinterkopf \u2013 die gl\u00fccklicherweise nicht best\u00e4tigt wurde.<\/li>\n<li>23.03.2015<br \/>Immer wieder spannend zu erleben, wie die Erdschichten im Garten aufgebaut sind, was im Boden gefunden werden kann, welche Geschichte erz\u00e4hlt wird. Was m\u00f6gen die Menschen gedacht haben, die dort an der Ecke ihre Orden versteckten, Kleingeld verloren oder kaputtes Geschirr verscharrten. Und sp\u00e4ter? War es ihnen zu peinlich, alles wieder auszugraben?<\/li>\n<li>22.03.2015<br \/>Das Warten im Ungewissen ist es, welches an den Nerven zehrt. Die Abschiede sind es, die der Ablenkung bed\u00fcrfen.<\/li>\n<li>21.03.2015<br \/>Selten so eine langweilige Ausstellung gesehen. Werde den Namen nicht nennen. Peinlich jedoch f\u00fcr die Galerie. Abgegriffene Themen, deren sich schon die Kunst Anfang des 20. Jahrhunderts entledigt hatte und ein nichtssagender, daf\u00fcr aber umso selbstverliebterer inhaltsleerer Vortrag des K\u00fcnstlers selber. \u201eIn jedem Stillleben kann man etwas entdecken.\u201c oder \u201eMan muss meine Arbeiten einfach \u00f6fter sehen.\u201c Wenn das alles w\u00e4re: Man sollte K\u00fcnstlern grunds\u00e4tzlich verbieten, zu ihrer Ausstellungser\u00f6ffnung selbst zu reden. Narzissmus ist wohl notwendig, das ist klar, in schrullige Altk\u00fcnstlermanieren verkleideter allerdings unertr\u00e4glich (Wobei dieses Verhalten bei einigen \u00e4hnlichen Leuten dieser Generation zu beobachten ist.) Das Publikum hat hier aus Freude geklatscht, dass er geendet hatte. Hier h\u00e4tte man wirklich sagen k\u00f6nnen: \u201eDie Bildideen wurden von bedeutenden K\u00fcnstlern des 19. Jahrhunderts vorweggenommen, wobei diese damals durchaus originell waren.\u201c Alles zugedeckt mit irdenen T\u00f6nen.<\/li>\n<li>20.03.2015<br \/>Sonnenfinsternis: angeknabberte Sonne eben.<\/li>\n<li>19.03.2015<br \/>\u00dcber 200 jungen Menschen dabei zuschauen zu d\u00fcrfen, wie sie ihre Instrumente beherrschen, ist ein Genuss, auch wenn ihre Stimmen, mal mehr, mal weniger, den Ton halten k\u00f6nnen, den sie anstreben. Wenn zuweilen ein Klarinettenquietschen den harmonischen Fluss der Musik st\u00f6rt. Ich kann das Meckern und Gest\u00f6hne der Meckerer, der Unkenrufer nicht mehr h\u00f6ren. Erkennen sie denn nicht, was diese Menschen repr\u00e4sentieren? Unsere Kultur, dargebracht von jungen Menschen, jenseits aller Perfektion, aber mit all den M\u00fchen und Herzblut.<\/li>\n<li>18.03.2015<br \/>Man k\u00f6nnte ja vermuten, dass der Gedanke erst beim Schreiben oder Sprechen entsteht, ich glaube nicht immer daran. Zuweilen scheint es sich zu ereignen, dass der Gedanke schon da war, man es selber aber nicht bemerkt hat. Dann kommt ein Ereignis und pl\u00f6tzlich legt sich die gesamte zurechtgelegte Theorie offen. Offenbart den Stumpfsinn unserer Horizonte.<\/li>\n<li>17.03.2015<br \/>An diesem Tag, da die Sonne scheint, die Luft erste Fr\u00fchlingsw\u00e4rme versp\u00fcren l\u00e4sst, an solchen Tagen, wenn alles mit einer gewissen Leichtigkeit gef\u00fcllt ist, wenn die Menschen an mir vorbeistr\u00f6men und mit einem L\u00e4cheln auf den Lippen den geraden Blick in die Augen wagen, wenn in jedem Augenblick ein Flirt mit dem Leben liegt, wenn wieder mal der Kranichflug die Sinne bewegt und Sehnsucht nach dem Unfassbaren erzeugt, wenn die Fr\u00fchbl\u00fcher ihre bunten Gesichter v\u00f6llig \u00f6ffnen, die B\u00fcsche ihre Pollen wolkenweise freisetzen, wenn sogar die ersten Fliegen und andere Insekten durch die Landschaft schwirren und manche von den Autoscheiben im wahrsten Sinne gepl\u00e4ttet werden, wenn ich zwischen den Ritzen der geschichteten Steine das Gr\u00fcn bewusst wahrnehme und mich freue, dass es wieder gr\u00fcner geworden ist, die Winterbr\u00e4une langsam ablegt, wenn die Knospen fett und tr\u00e4chtig erscheinen, als wollten sie bald endlich aufbrechen, wenn die ersten M\u00e4nner mit kurzen Shirts durch die Stadt schlendern, ein Eis l\u00e4ssig leckend, wenn die ersten Frauen ihre dicken M\u00e4ntel gegen d\u00fcnne Joppen eingetauscht haben, die Schals an der Garderobe h\u00e4ngen bleiben, wenn die T\u00f6ne eines fernen Klaviers den Asphalt vibrieren lassen, die Stimmen, die vorbeifliegen, eine unerwartete Leichtigkeit und Beschwingtheit haben, ach, ich k\u00f6nnte ewig so weitermachen, die Augen, die luftigen Haare der M\u00e4dchen, die wehenden Papiere auf den Stra\u00dfen, die Zigarettenstummel und die kurzen B\u00e4che mit Hundepisse beschreiben und als Beispiele heranziehen, aber das alles vielleicht auch in jenem W\u00f6rtchen namens Fr\u00fchling fassen, an solchen Tagen m\u00f6chte ich die Erde umarmen in manchen Augenblicken, wenn die Augen nicht mit Wasser gef\u00fcllt sind, der Kopf nicht zum Bersten neigt, die Kl\u00e4nge nicht kreischend bildhaft erscheinen \u2013 w\u00e4ren, neigten, erschienen.<\/li>\n<li>16.03.2015<br \/>Vor drei\u00dfig Jahren sangen sie: \u201eWas willst du, Karriere? \u2013 Da hast du.\u201c Nein, ich will nicht. Die Entscheidung geht in eine andere Richtung. Der Tag zum Bersten gef\u00fcllt mit all den Kleinigkeiten, die zu tun sind, den Erfordernissen der anderen Leute um mich herum und dann stehe ich bei meinem alten Freund und kann in aller Ruhe die Gedanken fassen, wei\u00df um seine Kraft.<\/li>\n<li>15.03.2015<br \/>Das Sch\u00f6nste an solchen Tagen ist wohl das Wissen darum, dass sie bald kommen werden.<\/li>\n<li>14.03.2015<br \/>Nieselwetterf\u00fchligkeit. Der alte Fr\u00fchlingsfreund ist wieder da, hat sich seit ein paar Tagen fest eingenistet und was kann man schon dagegen tun? Abwarten, einen leckeren Kaffe beim Geburtstag der Tante schl\u00fcrfen. Mit den Anwesenden sprechen oder es auch sein lassen, sich sp\u00e4ter vielleicht in die Badewanne oder besser noch ins Kino setzen. Und irgendwie habe ich das Gef\u00fchl, einen ganzen Tag vers\u00e4umt zu haben.<\/li>\n<li>Der Boden wurde nun immerhin zu zwei Dritteln abgeklebt, das ist doch mal ein sichtbarer Fortschritt. Ich bin guter Hoffnung, dass dieses Hausbauprojekt doch einmal ein gutes Ende findet.<\/li>\n<li>13.03.2015<br \/>Den ganzen Tag unterwegs von einem Termin zum n\u00e4chsten, ohne einmal innezuhalten, immer im Wissen, so viel ist noch zu tun, immer immer immer Irrenhaus. Erst sp\u00e4t komme ich zur Ruhe, sehr sp\u00e4t und vor der T\u00fcr stehen die Schuhe, wie Herr Storm schreiben w\u00fcrde.<\/li>\n<li>Der Boden ist grundiert.<\/li>\n<li>12.03.2015<br \/>Mit drei weiteren Herrndorf -Begeisterten aus dessen Texten lesen, vorlesen, als h\u00e4tten wir sie selber geschrieben, als g\u00e4be es kein Gestern und Morgen mehr, dabei schmunzeln, ernst blicken und von Zeit zu Zeit auch mal laut loslachen. Alles heute, alles jetzt. Bei vielen Zeilen diesen Mann vor Augen. Schade, dass er weg ist. Warum rennt die Zeit so schnell, hatte ich mich gestern noch auf diesen Abend gefreut, ist er jetzt zerronnen \u2013 aber mit Lustgewinn.<\/li>\n<li>Der Boden ist zur H\u00e4lfte grundiert, da entdecke ich, dass noch immer zu viele H\u00fcgel, auch Putzbr\u00f6ckchen zu finden sind.<\/li>\n<li>11.03.2015<br \/>Wieder einmal erkennen m\u00fcssen, dass die Zeit den jungen Menschen geh\u00f6rt, dass sie es, dieses in-der-Zeit-Stehen, aber noch gar nicht so zu sch\u00e4tzen wissen.<\/li>\n<li>Der Boden im Anbau ist gereinigt, von Hubbeln befreit, jetzt k\u00f6nnte grundiert werden.<\/li>\n<li>10.03.2015<br \/>Versprechungen gemacht und nicht gehalten. Fragt nicht, warum dies so ist, ich k\u00f6nnte keine Antwort geben, wollte es auch nicht. Gut, es waren unwichtige Versprechen, lediglich gedacht, um hinzuhalten.<\/li>\n<li>09.03.2015<br \/>Auf den Baum gestiegen, war dem Himmel kein St\u00fcck n\u00e4her, habe nach unten geguckt, war dem Boden weit entfernt. Ohne Angst wie immer, wenn ich oben bin, ob Fels oder Baum, was macht es schon. Habe mich wohl gef\u00fchlt, an fr\u00fcher gedacht. Als Kind bei den Nachbarn geklettert. Die B\u00e4ume sind nicht mehr, waren alt und morsch, mussten fallen.<\/li>\n<li>08.03.2015<br \/>Der Himmel war blau wie sonst selten, Fr\u00fchjahrsblau. Eine milde Luft strich das Gesicht. Fr\u00fchlingsluft. Die Blicke der Menschen, die uns entgegenkamen. Fr\u00fchjahrsblicke. Alles schien Fr\u00fchjahr, alles schien Neuanfang. Sogar die Krokusse und Schneegl\u00f6ckchen schienen etwas anders als sonst im Wind zu wackeln.<\/li>\n<li>07.03.2015<br \/>Nach dem gro\u00dfen Feiern kommt das gro\u00dfe Aufr\u00e4umen, daran hat sich noch nie etwas ge\u00e4ndert. Nur sieht man es heute vielleicht mit etwas gr\u00f6\u00dferer Gelassenheit.<\/li>\n<li>06.03.2015<br \/>Die Beats knattern und zertr\u00fcmmern sich selber an den roh verputzten W\u00e4nden. Der Alkohol flie\u00dft offensichtlich in Str\u00f6men und ich stehe ganz locker daneben, mit nichts so richtig zu tun, neidlos. Was was sp\u00e4ter sein wird.<\/li>\n<li>05.03.2015<br \/>Alles muss weiter gehen, egal, was in den Filmen der Radikalen zu sehen ist. Sie zerst\u00f6ren unsere gemeinsame Geschichte, vernichten die Reste ihrer eigenen Kultur. So verblendet k\u00f6nnen Menschen sein, immer dann, wenn ihnen die Bildung fehlt. Radikalismus jeglicher Natur, sei es religi\u00f6s oder politisch oder was auch immer, kann nur zu Krieg, Verderben, Vernichtung und Selbstausl\u00f6schung f\u00fchren.<\/li>\n<li>04.03.2015<br \/>Zwischen den Stunden ist nichts, kein Loch an Zeit, keine Erinnerung.<\/li>\n<li>03.03.2015<br \/>Die Erkenntnis haben, dass da nur noch Freundschaft ist, aber nicht mehr, trifft dann doch wie eine Faust zwischen die Augen. Aber das ist wohl gut so.<\/li>\n<li>02.03.2015<br \/>Alles auf den ersten Blick Schlechte muss einen irgendwie gearteten guten Kern haben, dachte ich einmal. Und tats\u00e4chlich beweist sich dies auch dieses Mal. Eine Terminverschiebung, die mir eigentlich so gar nicht passte, w\u00fcrde sie doch einigen Stress und noch mehr \u00dcberschneidungen ausl\u00f6sen, erweist sich nun eventuell als Segen f\u00fcr ein ganzes Projekt. Auch ich wei\u00df nat\u00fcrlich, dass nicht in allem Schlechten ein guter Kern steckt, aber vielleicht lebt es sich zumindest ein St\u00fcck gl\u00fccklicher oder zumindest zufriedener mit dieser Grundeinstellung.<\/li>\n<li>Die Glieder schmerzen noch immer, h\u00e4tte besser zu Hause bleiben sollen, wird noch einige Zeit so bleiben. Aber ich Depp kann ja nicht ruhig halten, wei\u00df nicht, was zu viel ist. So aber immerhin wieder mal ein St\u00fcck weiter gekommen. Hurraahh.<\/li>\n<li>01.03.2015<br \/>Es geht mir heute k\u00f6rperlich nicht gut, versuche trotzdem aufrecht zu bleiben, schlie\u00dflich ist Besuch von weit weg in der N\u00e4he, nur f\u00fcr ein paar Tage. Sch\u00f6n, sie wiederzusehen, ihr Lachen, ihre Stimme zu h\u00f6ren und ihren Erlebnissen in Afrika zu lauschen, die Fotos, Filme und viel Gequassel. Die Nacht war voller Fiebertr\u00e4ume und Sch\u00fcttelfrost. Jedes Mal, wenn ein St\u00fcck Haut unter der Decke hervorkam, Schaudern, die Fahrt nach Hause war schon schrecklich gewesen, bei voller Heizung und trotzdem Zitterattacken. Braucht niemand.<\/li>\n<li>28.02.2015<br \/>Ja, ein Geburtstag wurde gefeiert, eine Firmung auch. Das Wichtige aber war ein Gespr\u00e4ch, das mir unter die Haut ging. Ehrlich und kompromisslos. Das mich auch die n\u00e4chsten Tage nicht loslassen wird, ich sehe es kommen. Danke f\u00fcr die Offenheit.<\/li>\n<li>Die Heimfahrt war schrecklich, wurde immer schlimmer, die Schmerz- und Fiebersenker versagten ihren Dienst, Schwei\u00df und Zittern.<\/li>\n<li>27.02.2015<br \/>Kochen mit Freunden und schlemmen und genie\u00dfen und insgesamt ein gl\u00fccklicher Abend!<\/li>\n<li>26.02.2015<br \/>Die Erwartungshaltungen treiben mich wieder einmal um. Dabei hatte ich mir geschworen, nichts mehr darauf zu geben oder sie besser noch zu ignorieren, aber bei manchen Dingen kann ich nicht anders, muss reagieren und das wahrscheinlich zu heftig, zu ehrlich und nat\u00fcrlich wieder einmal zu undiplomatisch.<\/li>\n<li>25.02.2015<br \/>Was ist es eigentlich, das unsere allgemeine Gefasstheit ausmacht? Vielleicht sollte man sich dieser Frage mehr zuwenden, um zu verstehen, dass in unserer sogenannten Wohlstandsgesellschaft die Zufriedenheit offen sichtbar abnimmt (mit jedem weiteren Schritt in Richtung Luxusleben und Reichtum). Ein Mehr ist dann vielleicht doch ein Weniger, ohne dass wir es zun\u00e4chst bemerken. Die Reduktion in Freiwilligkeit \u00f6ffnet da eventuell zuweilen den Blick in die Tatsachen (nicht in die Realit\u00e4t, denn die ist subjektiv). Und damit w\u00e4ren wir am Anfang angekommen. Die Wortfamilie um den Begriff \u201eZufriedenheit\u201c einmal zu sehen, g\u00e4be sicherlich viele semantische Hinweise zum Leben eben dieser Gefasstheit.<br \/>Vielleicht ist die Fastenzeit auch hierzu zu nutzen.<\/li>\n<li>24.02.2015<br \/>Die Vermeidungsstrategien sind absolut raumgreifend. Immer wieder finde ich M\u00f6glichkeiten, die eigentlich wichtige Arbeit zu verschieben, ganz nach dem Motto: Egal wie dringend etwas ist, es gibt keinen Grund, dass es morgen nicht noch dringender w\u00e4re.<\/li>\n<li>23.02.2015<br \/>Es gibt auf jeden Fall Filme, die nicht ins Kino geh\u00f6ren. Eigentlich sind sie f\u00fcr das Fernsehen gemacht, allenfalls vielleicht als Videoproduktion, aber im Kino sind sie eigentlich v\u00f6llig fehl am Platz. Und doch geraten immer wieder solche wohl eher aus Versehen in die cinematografische Landschaft und werden auch noch erfolgreich und man fragt sich, warum? Gl\u00fccklicherweise habe ich diesen zumindest hier jetzt auf dieser Silberscheibe und werde ihn in Ruhe ansehen \u2013 ohne Pop-Corn.<\/li>\n<li>22.02.2015<br \/>Mit dem Rad durch die Natur zu fahren, die ersten zwitschernden V\u00f6gel, allenthalben eine Ahnung von wiedererwachender Natr und doch wissen, dies ist nur ein Zwischenvorfr\u00fchling. Wichtig aber waren die Gespr\u00e4che, auf seltsame Weise tief vertraut.<\/li>\n<li>21.02.2015<br \/>Ja, es geht weiter, das ist jetzt mit jedem Tag zu sp\u00fcren. Nicht nur, dass die Tage heller werden. Auch auf der Baustelle scheint sich langsam anzudeuten, dass irgendwann dieser Raum zu bewohnen sein wird. Irgendwann.<\/li>\n<li>20.02.2015<br \/>Eigentlich kann ich die Erwartungshaltungen so mancher Person in keiner Weise erf\u00fcllen. Noch wahrscheinlicher ist allerdings, dass ich das gar nicht will. Es stellt sich in solchen Situationen die grunds\u00e4tzliche Frage, was ich denn \u00fcberhaupt will. Gibt es irgendwelche Lebensziele oder \u2013 und jetzt muss ich fast pubert\u00e4r fragen \u2013 gibt es einen Sinn hinter all dem, was wir nicht verstehen?<\/li>\n<li>19.02.2015<br \/>Gl\u00fccklicherweise gehen die B\u00fccher niemals aus, hat man das eine aus der Hand gelegt, nicht weil es so schlecht war, sondern weil es ausgelesen ist und auch niemals wieder gelesen werden wird, lacht schon das n\u00e4chste auf dem Regal der noch zu lesenden Druckwerke. Flirtet mit mir, hey, S\u00fc\u00dfer, ich will dich und du willst mich doch auch \u2013 oder etwa nicht?<\/li>\n<li>18.02.2015<br \/>Der Weg geht mal wieder so seinen Tag, macht nicht einmal an irgendeiner Ecke halt, schade eigentlich.<\/li>\n<li>17.02.2015<br \/>Mit der Frage, \u201eWas hatte ich noch gesagt?\u201c die Zuh\u00f6rer v\u00f6llig aus dem Takt zu bringen, was f\u00e4llt mir nur ein. Naja, vergeben vergessen.\u00a0 Dabei h\u00e4tte ich die ganze Sache so einfach nach Hause schaukeln k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>16.02.2015<br \/>Und pl\u00f6tzlich sitzt da jemand bei dir, der einfach so viel mehr Ahnung hat von den Dingen, wie sie zu organisieren seien und wer anzusprechen ist. Daf\u00fcr alleine Dank.<\/li>\n<li>15.02.2015<br \/>Die Frage ist, ob man die Ver\u00e4nderung, welche sich in den letzten Wochen zu ergeben scheint, tats\u00e4chlich so hinnehmen will oder ob daraus letztlich doch wieder jene Gefahr erwachsen k\u00f6nnte, welche schon einmal im Chaos geendet ist. Die Anzeichen sind so, dass letzteres durchaus vorstellbar w\u00e4re.<\/li>\n<li>14.02.2015<br \/>Tats\u00e4chlich bleibt immer etwas liegen, eine Kleinigkeit nur, und schon sind es mehrere Dinge, die sich irgendwann stauen und alles verstopfen \u2013 soweit dass kaum noch eine M\u00f6glichkeit besteht, den Zustand schnell und effektiv zu \u00e4ndern, dabei w\u00e4re es wirklich notwendig.<\/li>\n<li>13.02.2015<br \/>Das Gute sollte gesehen werden: Die wilden Krokusse bl\u00fchen wieder, die Schneegl\u00f6ckchen auch, das ist Augenmassage pur, die Kraniche fliegen gen Norden, immerhin die ersten Pfeile mit hunderten von V\u00f6geln, lassen ihr Sehnsuchtsschreien \u00fcber die Lande hallen und wecken in mir einen meist gut versteckten Impuls. Du musst jetzt aufbrechen \u2013 bevor es zu sp\u00e4t ist.<\/li>\n<li>12.02.2015<br \/>Solcherart Gespr\u00e4che liebe ich, in gegenseitiger echter Freundschaft \u00fcber Ernsthaftes so leicht zu sprechen, als w\u00fcrden die Themen wie Federn die Landschaft streicheln. Sich trotzdem der Brisanz der Lage vollends bewusst sein. Die Einschl\u00e4ge kommen f\u00fcr jeden sichtbar n\u00e4her. Fragt sich nur, wann der Weltbrand beginnt.<\/li>\n<li>11.02.2015<br \/>Ja, Versprechen muss man halten, auch wenn es manchmal schwer f\u00e4llt. Also niemals sollte ich in Zukunft unbedachte Kommentare abgeben.<\/li>\n<li>Eine \u00c4u\u00dferung hatte zu einer Ersch\u00fctterung gef\u00fchrt, vielleicht auch zur Erkenntnis, wie die Wahrnehmung funktioniert. Und den Zustand hinterfragt zu haben, wie die Welt wahrgenommen und gespeichert wird, welche Unterschiede es darin gibt, macht mich dann doch sicher. Zuweilen gibt es in Ausnahmef\u00e4llen die M\u00f6glichkeit, ein Ganzes zu erinnern. Ganz schnell aber arbeiten die Verdr\u00e4ngungsstrategien, ob bewusst oder nicht, das mag ich nicht ergr\u00fcnden. Immerhin erzeugen die Bilder, welche ich heraufrufen kann, ein gesamtk\u00f6rperliches Empfinden, welches mich in Situationen stellt, die nicht w\u00fcnschenswert sind. Also m\u00fcssen Abstumpfungsstrategien verwendet werden, die das Leben lebensw\u00fcrdig halten. Sich immer und immer wieder k\u00f6rperlich in die Vergangenheit zu stellen, erscheint in keinem Fall erstrebenswert.<\/li>\n<li>10.02.2015\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ach \u2013 so ist das also. Da warten einige Menschen darauf, dass man in einem Halbsatz irgendwelches Zeug von sich gibt, das dann geradezu erspresserisch gegen den \u00c4u\u00dferer verwendet werden kann. Es sei hier gesagt, dass nicht jedes Wort auf die Goldwaage gelegt werden sollte, vor allem dann, wenn es ironisch oder gar zu Sarkasmus neigend in die Welt gesto\u00dfen wurde, andere aufzur\u00fctteln oder am\u00fcsiert zu ersch\u00fcttern.<\/li>\n<li>09.02.2015<br \/>Schlag auf Schlag ereignen sich die Dinge. Aber das macht eigentlich gar nicht so viel, denn jedesmal wenn ich nach drau\u00dfen gehe, umspielt mich der feinste Fisselregen, weht sogar von unten in die Kleidung herein, jedesmal wenn ein Fahrzeug mit Licht entgegenkommt, k\u00f6nnen die Turbulenzen gesehen werden, welchen der Niederschlag ausgesetzt ist. Als habe er keine Gewicht. \u201eIch vermute, dass Wasser irgendwann, wenn es zu winzigen Tr\u00f6pchen geteilt wurde, tats\u00e4chlich fast schwerelos in der Atmosph\u00e4re gleiten kann, nicht nur oben am Himmel, als Wolke, sondern auch hier unten\u2026\u201c So oder so \u00e4hnlich hatte es mal in einem Roman gestanden und \u00fcber diese unglaubliche Wahrheit hatte sich der Protagonist gewundert. Banal, denkt der normale Mensch jetzt wahrscheinlich, aber wer es bewusst erlebt, die Einzelteile vor sich sieht, der wundert sich ebenso. Da lese ich in einem Geo-Heft, dass viele Wolken mehrere tausend Tonnen wiegen. (Ist ja auch klar, wenn man bedenkt, dass eine geschlossene Wolkenschicht bei Dauerregen \u00dcberflutungen erzeugen kann.) Auf jeden Fall k\u00fchlt dieser feine Schleier die wie so oft \u00fcberhitzte Haut.<\/li>\n<li>08.01.2015<br \/>Gewisse Folgen des abendlichen Handelns sind zwar durchaus bekannt, trotzdem setzen sich vor allem die Jungen, manchmal aber auch die Alten, immer wieder mal dar\u00fcber hinweg. \u00dcber dieses Wissen wohlgemerkt. Je nach Ausf\u00fchrung, je nach Heftigkeit kann es auch schon mal vorkommen, dass ein Leiden den gesamten folgenden Tag folgt. Dies ist besonders lustig, wenn der Au\u00dfenstehende es beobachten darf und selbst nicht unmittelbar betroffen ist, nur mittelbar, n\u00e4mlich mit der Versorgung des \u201eKranken\u201c.<\/li>\n<li>07.02.2015<br \/>Es gibt Tage, da passen Kopf und K\u00f6rper einfach nicht zusammen, da hilft nichts. Eine Einheit kann einfach nicht gefunden werden und ein Gef\u00fchl des Fremdseins l\u00e4sst sich nicht umgehen. Egal wo und was gemacht wird, schon gar wie, es kommt nicht zu diesem Gef\u00fchl von Einheit mit sich selbst. Und dann kann wohl niemand etwas mit der betreffenden Person so richtig anfangen, sogar sie selbst nicht.<\/li>\n<li>06.02.2015<br \/>Einfache Fragen k\u00f6nnen das Potential in sich tragen, ganze Zusammenh\u00e4nge, welche bisher als gegeben wahr- und angenommen wurden auf das Tiefste zu ersch\u00fcttern. Dann gehen pl\u00f6tzlich Risse durch das doch angeblich so starke Fundament des gedachten Wissens. Wirklich schlimm allerdings wird es, wenn Verdr\u00e4ngungsstrategien entwickelt werden, die nichts anderes machen, als langsam S\u00e4ure in diese Risse einrieseln zu lassen und folglich dazu beitragen, das System unrettbar erodieren zu lassen.<\/li>\n<li>05.02.2015<br \/>Im Nachgang betrachtet war es einer der sch\u00f6nsten Tage gestern , aber das Jahr ist noch jung. Im abendlichen Nachgang betrachtet, hat es heute schwer gefallen oder hei\u00dft es ist es?<\/li>\n<li>04.02.2015<br \/>Zuweilen \u2013 auch so ein Wort, das etwas anderes verstecken will. Trotzdem gebrauche ich es zuweilen sehr gerne. Zuweilen aber, das hei\u00dft nicht immer, vielleicht noch weniger, viel weniger. Zuweilen habe ich jedenfalls das Gef\u00fchl, es ist schlimm, dass man altert. Meistens allerdings bin ich damit ganz zufrieden.<\/li>\n<li>03.02.2015<br \/>Bestimmte Auseinandersetzungen m\u00fcssen gef\u00fchrt werden. Bis zum Ende, bis \u00fcberhaupt keine Lust mehr daran besteht, dann eine Weile ruhen lassen, die ausgetauschten Argumente sacken lassen und sp\u00e4ter noch einmal dar\u00fcber reden. Zum Schluss haben beide Seiten meistens einen klareren Blick auf die Sachverhalte.<\/li>\n<li>02.02.2015<br \/>Die \u00e4sthetischen Vorstellungen wieder einmal bis auf das Letzte befragt. Festgestellt, dass alles ver\u00e4nderbar erscheint, dass zuweilen Zugest\u00e4ndnisse gemacht werden m\u00fcssen, die vor kurzer Zeit fast unm\u00f6glich erschienen.<\/li>\n<li>01.02.2015<br \/>Schneespaziergang, nein, eine ausgewachsene Wanderung mit allen Dingen, die dazu geh\u00f6ren. Schneest\u00fcrmchen und kalte oder klamme Finger. Viele gute Gespr\u00e4che und zum Schluss hin, als die Ersch\u00f6pfung sich breitzumachen drohte, auch einige Auseinandersetzungen. Abschlie\u00dfend etwas sp\u00e4ter gemeinsam eine mittelm\u00e4\u00dfiges Mahl genommen, das aber trotzdem schmeckte. Bei Hunger schmeckt alles k\u00f6stlich.<\/li>\n<li>31.01.2015<br \/>Wenn es in Worte zu fassen w\u00e4re, dann wohl in diese: Die Notwendigkeit zur Odyssee, zu sehen, die R\u00fcckschl\u00fcsse zu ziehen. Das Erz\u00e4hlen und gleichzeitige Erfinden der Realit\u00e4t als Bezugssystem verschiedener Sichtweisen auf diese.<\/li>\n<li>30.01.2015<br \/>Und pl\u00f6tzlich tauchen Fragen auf, vielleicht eher Wahrheiten, die wir nicht h\u00f6ren m\u00f6chten. Und pl\u00f6tzlich ist sie wieder da, steht neben der allgemeinen Sorge, die Angst. Angst um die Zukunft der Kinder, der n\u00e4chsten Generationen. Und pl\u00f6tzlich muss ich feststellen, dass ich so viel zu sagen h\u00e4tte und die W\u00f6rter daf\u00fcr nicht finden kann, weil es sie wohl wahrscheinlich gibt, aber die Zusammenh\u00e4nge nicht erschlossen werden k\u00f6nnen. Weil die Unzul\u00e4nglichkeit der eigenen Sprache erkannt wird. Dann die Resignation erleben. Das Sigmun zur\u00fccklegen.<\/li>\n<li>29.01.2015<br \/>Manchmal klappt aber auch alles und wenn die Seite blockiert, dann macht sie das eben, was soll es. Dann funktionieren eben andere Dinge.<\/li>\n<li>28.01.2015<br \/>Die meisten Wetten gewinne ich gerne, aber wenn ich manche verliere, habe ich meistens viel mehr gewonnen.<\/li>\n<li>27.01.2015<br \/>Gerechtigkeit ist so eine Frage, die manche Menschen wohl nur auf eine Seite beziehen. Sie verlangen von Jungen, dass sie sich wie M\u00e4dchen verhalten. Brav, nett und was auch immer. Was dabei grunds\u00e4tzlich \u00fcbersehen wird? Jungen setzen ihre K\u00f6rperlichkeit ganz anders ein, sie bringen sich auch in die Kommunikation anders ein, setzen bei den Schnittstellen ein, nicht bei Offensichtlichkeiten.<\/li>\n<li>26.01.2015<br \/>Das Grau des Himmels h\u00e4lt nicht von\u00a0bunten Gedanken ab.<\/li>\n<li>25.01.2015<br \/>\u00dcber tausend Menschen kommen zusammen, gehen zusammen spazieren in einer kleinen Stadt. Verschiedene Gesichter aus verschiedenen Kulturen, Vereinen, Institutionen, Privatmenschen und amtliche. Trotz Regen. Ohne Reden, denen niemand zuh\u00f6rt. Zwischen den Menschen\u00a0aber ein freundliches L\u00e4cheln, beizeiten auch ein Gespr\u00e4ch, das \u00fcber Smalltalk hinausgeht. Zumindest aber ein gutes Gef\u00fchl.<\/li>\n<li>24.01.2015<br \/>Womit ich nicht gerechnet h\u00e4tte, ist seine v\u00f6llige Immunit\u00e4t gegen Blicke.<\/li>\n<li>23.01.2015<br \/>Einige Fragen stellt man nicht. So gesehen schaffe ich mir eigene Tabus.<\/li>\n<li>22.01.2015<br \/>Wo sind denn gerade die Bilder, die ich eben noch im Kopf hatte, die mich aufwachen lie\u00dfen mit einem Brennen innen? Die Realit\u00e4t des Alltags zeigt mal wieder, dass nicht jeder Gedanke, den man auf den ersten Blick als so genial wahrnimmt, tats\u00e4chlich auch weitertr\u00e4gt.<\/li>\n<li>21.01.2015<br \/>Gewisse Gespr\u00e4che kommen nicht in Gang, ganz unerwartet, dann behalte ich einen ganz faden Nachgeschmack. Andererseits gab es eine Siutation, da konnte ich nicht mehr, wusste nicht mehr weiter und habe einfach nur noch zugeh\u00f6rt. Das passiert nicht so oft, liegt wohl meist an mir.<\/li>\n<li>20.01.2014\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Es wird sich auch in Zukunft nichts daran \u00e4ndern, dass ich mir den Mund nicht verbieten lasse. Zur Not muss der Gegenpart eben mit Fakten \u00fcberflutet werden.<\/li>\n<li>19.01.2015<br \/>Gro\u00dfer Respekt \u00fcberf\u00e4llt mich immer wieder, wenn Menschen f\u00fcr ihre Sache brennen, die mit Leidenschaft ihr Ding machen, aber auch mit R\u00fccksicht auf andere. Das mag zwar paradox klingen, ist es aber gar nicht so sehr.<\/li>\n<li>18.01.2015<br \/>Wenn die richtige Einstellung vorhanden ist, kann auch die v\u00f6llige Entspannung kommen, auch wenn diese vielleicht mehr ersch\u00f6pft, als wenn man den ganzen Tag arbeitet.<\/li>\n<li>17.01.2015<br \/>Ja, es stimmt durchaus, dass bestimmte Dinge zuweilen verbotener aussehen, als sie es in Wirklichkeit sind. Umgekehrt ist eine auf den ersten Blick einfache Darstellung zuweilen tiefgr\u00fcndiger und gemeiner, als vorgestellt. Stellt sich nur die Frage, was verboten ist oder sein wird, wenn zu Ende gedacht werden will. Wer auch nur ansatzweise Denkverbote in Erw\u00e4gung zieht, der hat automatisch bereits jetzt verloren. Denn wo beginnt unsere Selbstzensur und warum \u00fcben wir sie aus? Geht es nur darum, andere zu sch\u00fctzen, so ist sie durchaus legitim, Kinder sollten immer gesch\u00fctzt werden. Geht es allerdings darum, dass wir aus Angst handeln, sei es vor Staaten, Beh\u00f6rden, Einrichtungen, Religionen oder einzelnen Menschen, dann machen wir unser gesamtes kulturelles System selbst nieder und l\u00e4cherlich. Fast jeder Erwachsene (Mensch), es sei denn, er ist nicht in Lage eigenst\u00e4ndig zu handeln,\u00a0 steht in der Verantwortung des eigenen Handelns gegen\u00fcber anderen im Rahmen der gesellschaftlichen \u00dcbereink\u00fcnfte zu Rahmenbedingungen, dazu geh\u00f6rt in jedem Fall die k\u00f6rperliche Unversehrtheit. Keine Gruppe unserer Gesellschaft sollte damit rechnen d\u00fcrfen, dass sie nicht zum Ziel eingehender, ironischer Gedanken und Abbildungen wird. Wer keinen Humor, keine Selbstironie besitzt, der sollte zumindest ignorieren. Wer nicht ignorieren kann, der soll eben auf gleiche Weise reagieren und ebenfalls mit Wort und Witz entgegnen. Wem der Intellekt dazu fehlt, der sollte sich am besten jeglichem Medium entziehen. Wer heute so handelt, als habe es die Aufkl\u00e4rung nicht gegeben, als lebten wir im Mittelalter oder in der fr\u00fchen Neuzeit, als noch im Auftrag der Religionen und Staaten Menschen um ihrer vorhandenen wie gedachten Einstellungen oder Werte vernichtet wurden, der muss eindeutig\u00a0 und zwangsl\u00e4ufig blo\u00dfgestellt werden.<\/li>\n<li>16.05.2015<br \/>\u201cEgal, was passiert, egal, was passiert ist oder wird. Wir sollten immer\u2026\u201d So oder \u00e4hnlich h\u00f6rt es sich dieser Tage an, bevor die verschiedenen Gruppen ihre oft kruden Theorien in die Welt tragen. Der perfide Absolutheitsanspruch, das v\u00f6llig gr\u00f6\u00dfenwahnsinnige Gelaber erinnert an eine andere Zeit, die ich gl\u00fccklicherweise nur teilweise erleben musste. Das h\u00e4ngt mir zum Halse heraus.<\/li>\n<li>Unruhige Nacht, oft aufgewacht, Tr\u00e4ume, Gedanken und wie so oft gef\u00fchlte Stunden lang wach gelegen und kein langweiliges Buch zur Hand, das mich schl\u00e4frig h\u00e4tte machen k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>15.01.2015<br \/>Wohl wissend, dass die Forderungen nach Wertung und Bewertung bevorstehen, sollte ich mich daran begeben, mich aus solchen verr\u00fcckten Zust\u00e4nden erfolgreich zur\u00fcckzuziehen, ohne jedoch die Augen zu verschlie\u00dfen, sondern indem ich den Forderungen m\u00f6glichst schneller nachkomme, als dies erwartet worden ist.<\/li>\n<li>14.01.2015<br \/>Neben den kleinen t\u00e4glichen Niederlagen, die wohl jeder hat, sollte man aber auch die vielen kleinen Erfolge des Alltags nicht vergessen. Neben einer Ger\u00fchrung sollte man auch den Augenblick und das Herumdrucksen in verschiedenen Situationen durchaus genie\u00dfen.<\/li>\n<li>13.01.2015<br \/>Zuweilen ergibt es sich, dass der Untergrund eines Farbauftrags reizvoller ist, als die Farbe an sich.<\/li>\n<li>12.01.2015<br \/>Die so oft als schicksalhaft gedacht auftretenden Zuf\u00e4lle ergeben sich wohl eher aus Notwendigkeit.<\/li>\n<li>11.01.2015<br \/>Das gemeinsame Essen und w\u00e4hrenddessen Reden schafft mehr Gemeinschaftsgef\u00fchl f\u00fcr einen Teil der Gruppe als alle Versprechungen, die sich ein anderer Teil irgendwann gegeben hatte.<\/li>\n<li>10.01.2015<br \/>Ein st\u00fcrmischer Tag, drau\u00dfen und drinnen.<\/li>\n<li>09.01.2015<br \/>Es gibt immer irgendwo etwas Gr\u00fcnes, dem nicht auszuweichen ist. Vor allem aber gibt es immer einen Menschen mit guten W\u00f6rtern. Und Freunde, die sich um ein Feuer versammeln zum Reden.<\/li>\n<li>08.01.2015<br \/>Man muss nicht unbedingt gewinnen, um gl\u00fccklich zu sein, aber manchmal hilft es doch. Beim Geld soll es sich ja \u00e4hnlich verhalten.<\/li>\n<li>07.01.2015<br \/>Wir haben nat\u00fcrlich nicht gewonnen, aber das war auch nicht wichtig in diesem Fall.<\/li>\n<li>06.01.29015<br \/>Nein, der \u00c4rger ist nicht verflogen, daf\u00fcr sind seine Fl\u00fcgel zu kurz.<\/li>\n<li>05.01.2015<br \/>Wenn man eine wirklich gute Idee hat und diese wird von einer gelangweilten bis neidischen \u00dcberstolzen als Sache mit keinem Mehrwert abgetan, dann ist das in gewisser Weise schon kr\u00e4nkend.<\/li>\n<li>04.01.2015<br \/>Jeden schwachen Sonnenstrahl genie\u00dfen, in der Gewissheit, die Tage werden hoffnungsfroher.<\/li>\n<li>03.01.2015<br \/>Manche Tage ziehen einfach so vorbei, im Nachgang denkend, was ist eigentlich passiert? Andere Tage hinterlassen ihre Spuren. Heute ist wohl einer der entscheidenden Tage. Eine neue Idee k\u00f6nnte um sich greifen und vielleicht, besser hoffentlich, eine Umstrukturierung in Gang setzen. Wer abgibt, gewinnt dazu. Wer nicht dazu bereit ist, wird auf Dauer verlieren, soviel ist klar. Es muss nur der richtige Modus gefunden werden, dies in den K\u00f6pfen der Menschen zu etablieren. Hier geht es um gesellschaftliche Werte \u2013 grunds\u00e4tzlich.<\/li>\n<li>02.01.2015<br \/>Nach verregnetem Morgen immerhin tolle kalte Sonne zum Nachmittag, die Wolkendecke riss auf, auch die Stimmungsdecke, anbei. Zu den Hirschen gefahren, Restbrot erf\u00fcttern und den imposanten stieren Tieren eine Weile zugeschaut. Brauche nichts Spektakul\u00e4res im herk\u00f6mmlichen Sinne, diese Ruhe tat gut und dann, ganz unerwartet, fingen zwei kapitale Rothirsche, ein F\u00fcnfzehnender, ein Dreizehnender, ein langes Kr\u00e4ftemessen an. Auch das imposant und doch in gewaltiger Ruhe.<\/li>\n<li>01.01.2015<br \/>Der n\u00e4chtliche Dichtnebel hat sich verzogen, die Hand ist vor den Augen wieder leicht erkennbar. Alle scheinen auch heil nach Hause gekommen zu sein, viele haben bis in den Tag gegammelt oder gar geschlafen. Aber den Tag musste ich nutzen, durch die Landschaft gelaufen, Kleinigkeiten sehen, die sonst meist untergehen, der Kopf frisch genug daf\u00fcr.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2015 \u2013 2024 Ein ganzer Monat wie im Flug vorbei, schon l\u00e4uft die Zeit mal wieder gegen Ende des Jahres und eben sagte jemand im Radio, dass heute die Mitte der Adventszeit sei. 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