{"id":5020,"date":"2016-02-22T22:18:03","date_gmt":"2016-02-22T21:18:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?page_id=5020"},"modified":"2016-07-27T20:20:27","modified_gmt":"2016-07-27T18:20:27","slug":"gedichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.herr-nipp.de\/?page_id=5020","title":{"rendered":"Gedichte"},"content":{"rendered":"<p><strong>Sein<\/strong><\/p>\n<p>Wo du eben hingesunken<br \/>\nda liegst du wie ein Stein<br \/>\ndenn heute bist du zu betrunken<br \/>\nvon Bier und Schnaps und trocknem Wein<\/p>\n<p>Du wirst keiner Bett mehr teilen<br \/>\ndas ist den sch\u00f6nen Frauen klar<br \/>\ndu wirst vor Ort, ja, hier verweilen<br \/>\ndenn du schl\u00e4fst auf der harten Bar<\/p>\n<p>wo alles tanzt und schmerzt dich<br \/>\ndu kannst es kaum verstehn<br \/>\nund wenn der neue Tag dich weckt<\/p>\n<p>die schweren Worte dieser Nachrich-<br \/>\nten werden dir nicht mehr vergehn<br \/>\nsie haben deinen Geist geschreckt<\/p>\n<p><strong>morgens<\/strong><\/p>\n<p>Blicke \u00fcber den Brillenrand<br \/>\nund Fragen \u00fcber die Zukunft<br \/>\nL\u00f6ffel f\u00fcr L\u00f6ffel verschwindet M\u00fcsli<br \/>\nzwischen den Zeilen des Gespr\u00e4chs<\/p>\n<p>Organisation des Tages<br \/>\njeder Sache eine Struktur<br \/>\nund nicht zu vergessen<br \/>\nein Pausenbrot<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00dcberwachung<\/strong><\/p>\n<p>Kernbereich privater Lebensgestaltung<br \/>\nwie wird er angegangen<br \/>\nwie aber gesch\u00fctzt<br \/>\nan welcher Stelle Grenzen<br \/>\nzu ziehen sind<br \/>\nund<br \/>\nwo sich jemand<br \/>\nin die \u00d6ffentlichkeit stellt<\/p>\n<p>es darf nicht alles nutzbar sein<br \/>\nsonst geht Vertrauen verloren<br \/>\nauch das ist Respekt<br \/>\nvor dem Einzelnen<br \/>\nvor dem Ganzen<br \/>\nwenn es anders wird<br \/>\nbeginnt Diktatur<\/p>\n<p><strong>T\u00e4ter<\/strong><\/p>\n<p>Durch Hass befeuerte Gewalt<br \/>\noffensichtliche Verrohung von Horden<br \/>\nradikale Unverr\u00fcckbarkeit<br \/>\nVerr\u00fccktheit<br \/>\nBilder voll Widerw\u00e4rtigkeit<br \/>\nmilitanter Stumpfsinn<\/p>\n<p>kaschierte Problemzonen<br \/>\ndieser Republik<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kissen<\/strong><\/p>\n<p>Die weichen Kissen<br \/>\ndie gestern noch haufenweise<br \/>\naus Spa\u00df geschmissen<br \/>\nLiegen nun ganz leise<\/p>\n<p>in diesem Bett<br \/>\nlassen sich verdrehen<br \/>\nzu Ballen ganz nett<br \/>\nwerden mit Schlaf versehen<\/p>\n<p>Weiche Decke \u00fcber den Beinen<br \/>\nw\u00e4rmt einen tr\u00e4gen Traum<br \/>\nverh\u00fcllt die tr\u00e4umenden Kleinen<br \/>\nsie sp\u00fcren es doch kaum<\/p>\n<p><strong>Alleinsam<\/strong><\/p>\n<p>und wieder eine Woche vergangen<br \/>\nder hoffnungsvollen Einsamkeit<br \/>\ndie das Recht beansprucht<br \/>\njenen Keim zu finden<br \/>\nder erwachen kann<br \/>\nund wachsen<br \/>\nund wieder war die Woche<br \/>\nvoll der Leere<br \/>\ndes Besinnens<br \/>\ndie sich wie Gummi zog<br \/>\nvor\u00fcber<br \/>\nungenutzt<\/p>\n<p><strong>Buch<\/strong><\/p>\n<p>Sie hatte gehofft<br \/>\ndas werde ein Gedichtbuch<br \/>\nmit einfachen Versen<br \/>\ndie eingedampft widerspr\u00e4chen<br \/>\ndem wortgewaltigen Pl\u00e4tschern<br \/>\ndem wei\u00dfen Rauschen der Floskeln<br \/>\nund wusste mit einer Geste<br \/>\nMut zu machen<br \/>\nzu diesen Worten<\/p>\n<p><strong>Smalltalk<\/strong><\/p>\n<p>Alle haben geredet<br \/>\nmeist nutzloses Zeug<br \/>\ndabei ein Augenblick<br \/>\nein Zwinkern<br \/>\ndie ausgestreckte Hand<br \/>\nauf dem Arm<br \/>\neine Geste oder Mimik<br \/>\nsoviel mehr zu sagen hatte<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Spiel<\/strong><\/p>\n<p>Die W\u00f6rter sind Zeugen<br \/>\nder Freude<br \/>\ndes Spiels<br \/>\ndass ich treibe mit ihnen<br \/>\nweniger Ergebnisse der Reflexion<br \/>\nals ein Flie\u00dfen<br \/>\ndas mehr beherrscht<br \/>\nals beherrscht zu werden<br \/>\nwo ich nichts wei\u00df<br \/>\nkann ich finden<br \/>\nwo sie nichts wissen<br \/>\nk\u00f6nnen sie beginnen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Chiffren<\/strong><\/p>\n<p>Dem Wort an sich<br \/>\neine Huldigung bringenob Hymne oder Elegie<br \/>\negal<br \/>\nes aber sehen<br \/>\nals Verbindung<br \/>\nals Schl\u00fcssel<br \/>\nzu jener Welt<\/p>\n<p><strong>Systematik<\/strong><\/p>\n<p>wo die Ewigkeit beginnt<br \/>\nund wie sie endet<br \/>\nunser Begreifen<br \/>\nohne aus der Gef\u00e4ngniszelle<br \/>\nohne aus dem System<br \/>\nausbrechen zu k\u00f6nnen<\/p>\n<p>w\u00fcrde das gelingn<br \/>\nk\u00f6nnten wie vielleicht<br \/>\nerkennen<br \/>\nalles ist ein kleiner Ausschnittein vage M\u00f6glichkeit<br \/>\nin einem perfektem System<\/p>\n<p><strong>Zwischenwelt<\/strong><\/p>\n<p>Im Bett liegen<br \/>\nden eigenen Wandschatten<br \/>\nsich selbst erschrecken<br \/>\nlassen<br \/>\njetzt abtauchen k\u00f6nnen<br \/>\nin Schlaf<br \/>\nund<br \/>\nUnendlichkeit<\/p>\n<p><strong>War es<\/strong><\/p>\n<p>der Gewissheit sicher<br \/>\neinst die M\u00f6glichkeit<br \/>\ngehabt zu haben<br \/>\nnoch einmal ihre Augen<br \/>\nnoch einmal ihren K\u00f6rper<br \/>\nzumindest das<br \/>\nf\u00fcr mich gehabt zu haben<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Transzendenz<\/strong><\/p>\n<p>das Gegen\u00fcber ablenken<br \/>\nvon seinem Sein<br \/>\nZustand l\u00f6sen<br \/>\ngegen die Realit\u00e4t<br \/>\naufleben lassen<br \/>\nRealit\u00e4t umlenken<br \/>\n\u00fcber ihre Wahrnehmung<br \/>\nals Versprechen<br \/>\nan das Gegen\u00fcber<\/p>\n<p><strong>Altes Haus<\/strong><\/p>\n<p>ganz bewusst provozieren<br \/>\nLicht ins Dunkel bringen<br \/>\nin jenes Dunkel<br \/>\ndas kein Licht will<br \/>\nin jene Menschen die einfach<br \/>\nso leben<br \/>\nohne einen Gedanken<br \/>\nan die Heilkraft der Sonne<br \/>\nin ihrem Moderschatten<br \/>\nder Vergangenheitskeller<\/p>\n<p><strong>Krankheit<\/strong><\/p>\n<p>s\u00fcchtig nach W\u00f6rtern<br \/>\nkrank werden an ihren Wendungen<br \/>\naufmerksam das Innere erkennen<br \/>\nan ihnen weiden<br \/>\neine Fl\u00e4che finden<br \/>\neine Verankerung in der Zeit<br \/>\nund letztlich<br \/>\nunabsichtlich<br \/>\nmehr als suchtmittel<br \/>\neine Form der Nahrung<br \/>\ndie l\u00e4nger h\u00e4lt<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sein Wo du eben hingesunken da liegst du wie ein Stein denn heute bist du zu betrunken von Bier und Schnaps und trocknem Wein Du wirst keiner Bett mehr teilen das ist den sch\u00f6nen Frauen klar du wirst vor Ort, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.herr-nipp.de\/?page_id=5020\">Weiterlesen <span 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