{"id":4196,"date":"2014-09-22T07:20:47","date_gmt":"2014-09-22T05:20:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?page_id=4196"},"modified":"2015-01-29T13:15:19","modified_gmt":"2015-01-29T12:15:19","slug":"2011-bis-heuteb","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.herr-nipp.de\/?page_id=4196","title":{"rendered":"2011 bis 2014"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">28.01.2015<br \/>\nDie meisten Wetten gewinne ich gerne, aber wenn ich manche verliere, habe ich meistens viel mehr gewonnen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">27.01.2015<br \/>\nGerechtigkeit ist so eine Frage, die manche Menschen wohl nur auf eine Seite beziehen. Sie verlangen von Jungen, dass sie sich wie M\u00e4dchen verhalten. Brav, nett und was auch immer. Was dabei grunds\u00e4tzlich \u00fcbersehen wird? Jungen setzen ihre K\u00f6rperlichkeit ganz anders ein, sie bringen sich auch in die Kommunikation anders ein, setzen bei den Schnittstellen ein, nicht bei Offensichtlichkeiten.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">26.01.2015<br \/>\nDas Grau des Himmels h\u00e4lt nicht von\u00a0bunten Gedanken ab.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">25.01.2015<br \/>\n\u00dcber tausend Menschen kommen zusammen, gehen zusammen spazieren in einer kleinen Stadt. Verschiedene Gesichter aus verschiedenen Kulturen, Vereinen, Institutionen, Privatmenschen und amtliche. Trotz Regen. Ohne Reden, denen niemand zuh\u00f6rt. Zwischen den Menschen\u00a0aber ein freundliches L\u00e4cheln, beizeiten auch ein Gespr\u00e4ch, das \u00fcber Smalltalk hinausgeht. Zumindest aber ein gutes Gef\u00fchl.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">24.01.2015<br \/>\nWomit ich nicht gerechnet h\u00e4tte, ist seine v\u00f6llige Immunit\u00e4t gegen Blicke.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">23.01.2015<br \/>\nEinige Fragen stellt man nicht. So gesehen schaffe ich mir eigene Tabus.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.01.2015<br \/>\nWo sind denn gerade die Bilder, die ich eben noch im Kopf hatte, die mich aufwachen lie\u00dfen mit einem Brennen innen? Die Realit\u00e4t des Alltags zeigt mal wieder, dass nicht jeder Gedanke, den man auf den ersten Blick als so genial wahrnimmt, tats\u00e4chlich auch weitertr\u00e4gt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">21.01.2015<br \/>\nGewisse Gespr\u00e4che kommen nicht in Gang, ganz unerwartet, dann behalte ich einen ganz faden Nachgeschmack. Andererseits gab es eine Siutation, da konnte ich nicht mehr, wusste nicht mehr weiter und habe einfach nur noch zugeh\u00f6rt. Das passiert nicht so oft, liegt wohl meist an mir.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.01.2014\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Es wird sich auch in Zukunft nichts daran \u00e4ndern, dass ich mir den Mund nicht verbieten lasse. Zur Not muss der Gegenpart eben mit Fakten \u00fcberflutet werden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">19.01.2015<br \/>\nGro\u00dfer Respekt \u00fcberf\u00e4llt mich immer wieder, wenn Menschen f\u00fcr ihre Sache brennen, die mit Leidenschaft ihr Ding machen, aber auch mit R\u00fccksicht auf andere. Das mag zwar paradox klingen, ist es aber gar nicht so sehr.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.01.2015<br \/>\nWenn die richtige Einstellung vorhanden ist, kann auch die v\u00f6llige Entspannung kommen, auch wenn diese vielleicht mehr ersch\u00f6pft, als wenn man den ganzen Tag arbeitet.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">17.01.2015<br \/>\nJa, es stimmt durchaus, dass bestimmte Dinge zuweilen verbotener aussehen, als sie es in Wirklichkeit sind. Umgekehrt ist eine auf den ersten Blick einfache Darstellung zuweilen tiefgr\u00fcndiger und gemeiner, als vorgestellt. Stellt sich nur die Frage, was verboten ist oder sein wird, wenn zu Ende gedacht werden will. Wer auch nur ansatzweise Denkverbote in Erw\u00e4gung zieht, der hat automatisch bereits jetzt verloren. Denn wo beginnt unsere Selbstzensur und warum \u00fcben wir sie aus? Geht es nur darum, andere zu sch\u00fctzen, so ist sie durchaus legitim, Kinder sollten immer gesch\u00fctzt werden. Geht es allerdings darum, dass wir aus Angst handeln, sei es vor Staaten, Beh\u00f6rden, Einrichtungen, Religionen oder einzelnen Menschen, dann machen wir unser gesamtes kulturelles System selbst nieder und l\u00e4cherlich. Fast jeder Erwachsene (Mensch), es sei denn, er ist nicht in Lage eigenst\u00e4ndig zu handeln,\u00a0 steht in der Verantwortung des eigenen Handelns gegen\u00fcber anderen im Rahmen der gesellschaftlichen \u00dcbereink\u00fcnfte zu Rahmenbedingungen, dazu geh\u00f6rt in jedem Fall die k\u00f6rperliche Unversehrtheit. Keine Gruppe unserer Gesellschaft sollte damit rechnen d\u00fcrfen, dass sie nicht zum Ziel eingehender, ironischer Gedanken und Abbildungen wird. Wer keinen Humor, keine Selbstironie besitzt, der sollte zumindest ignorieren. Wer nicht ignorieren kann, der soll eben auf gleiche Weise reagieren und ebenfalls mit Wort und Witz entgegnen. Wem der Intellekt dazu fehlt, der sollte sich am besten jeglichem Medium entziehen. Wer heute so handelt, als habe es die Aufkl\u00e4rung nicht gegeben, als lebten wir im Mittelalter oder in der fr\u00fchen Neuzeit, als noch im Auftrag der Religionen und Staaten Menschen um ihrer vorhandenen wie gedachten Einstellungen oder Werte vernichtet wurden, der muss eindeutig\u00a0 und zwangsl\u00e4ufig blo\u00dfgestellt werden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">16.05.2015<br \/>\n&#8222;Egal, was passiert, egal, was passiert ist oder wird. Wir sollten immer&#8230;&#8220; So oder \u00e4hnlich h\u00f6rt es sich dieser Tage an, bevor die verschiedenen Gruppen ihre oft kruden Theorien in die Welt tragen. Der perfide Absolutheitsanspruch, das v\u00f6llig gr\u00f6\u00dfenwahnsinnige Gelaber erinnert an eine andere Zeit, die ich gl\u00fccklicherweise nur teilweise erleben musste. Das h\u00e4ngt mir zum Halse heraus.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Unruhige Nacht, oft aufgewacht, Tr\u00e4ume, Gedanken und wie so oft gef\u00fchlte Stunden lang wach gelegen und kein langweiliges Buch zur Hand, das mich schl\u00e4frig h\u00e4tte machen k\u00f6nnen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.01.2015<br \/>\nWohl wissend, dass die Forderungen nach Wertung und Bewertung bevorstehen, sollte ich mich daran begeben, mich aus solchen verr\u00fcckten Zust\u00e4nden erfolgreich zur\u00fcckzuziehen, ohne jedoch die Augen zu verschlie\u00dfen, sondern indem ich den Forderungen m\u00f6glichst schneller nachkomme, als dies erwartet worden ist.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">14.01.2015<br \/>\nNeben den kleinen t\u00e4glichen Niederlagen, die wohl jeder hat, sollte man aber auch die vielen kleinen Erfolge des Alltags nicht vergessen. Neben einer Ger\u00fchrung sollte man auch den Augenblick und das Herumdrucksen in verschiedenen Situationen durchaus genie\u00dfen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.01.2015<br \/>\nZuweilen ergibt es sich, dass der Untergrund eines Farbauftrags reizvoller ist, als die Farbe an sich.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">12.01.2015<br \/>\nDie so oft als schicksalhaft gedacht auftretenden Zuf\u00e4lle ergeben sich wohl eher aus Notwendigkeit.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">11.01.2015<br \/>\nDas gemeinsame Essen und w\u00e4hrenddessen Reden schafft mehr Gemeinschaftsgef\u00fchl f\u00fcr einen Teil der Gruppe als alle Versprechungen, die sich ein anderer Teil irgendwann gegeben hatte.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.01.2015<br \/>\nEin st\u00fcrmischer Tag, drau\u00dfen und drinnen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">09.01.2015<br \/>\nEs gibt immer irgendwo etwas Gr\u00fcnes, dem nicht auszuweichen ist. Vor allem aber gibt es immer einen Menschen mit guten W\u00f6rtern. Und Freunde, die sich um ein Feuer versammeln zum Reden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">08.01.2015<br \/>\nMan muss nicht unbedingt gewinnen, um gl\u00fccklich zu sein, aber manchmal hilft es doch. Beim Geld soll es sich ja \u00e4hnlich verhalten.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">07.01.2015<br \/>\nWir haben nat\u00fcrlich nicht gewonnen, aber das war auch nicht wichtig in diesem Fall.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">06.01.29015<br \/>\nNein, der \u00c4rger ist nicht verflogen, daf\u00fcr sind seine Fl\u00fcgel zu kurz.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.01.2015<br \/>\nWenn man eine wirklich gute Idee hat und diese wird von einer gelangweilten bis neidischen \u00dcberstolzen als Sache mit keinem Mehrwert abgetan, dann ist das in gewisser Weise schon kr\u00e4nkend.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">04.01.2015<br \/>\nJeden schwachen Sonnenstrahl genie\u00dfen, in der Gewissheit, die Tage werden hoffnungsfroher.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">03.01.2015<br \/>\nManche Tage ziehen einfach so vorbei, im Nachgang denkend, was ist eigentlich passiert? Andere Tage hinterlassen ihre Spuren. Heute ist wohl einer der entscheidenden Tage. Eine neue Idee k\u00f6nnte um sich greifen und vielleicht, besser hoffentlich, eine Umstrukturierung in Gang setzen. Wer abgibt, gewinnt dazu. Wer nicht dazu bereit ist, wird auf Dauer verlieren, soviel ist klar. Es muss nur der richtige Modus gefunden werden, dies in den K\u00f6pfen der Menschen zu etablieren. Hier geht es um gesellschaftliche Werte &#8211; grunds\u00e4tzlich.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">02.01.2015<br \/>\nNach verregnetem Morgen immerhin tolle kalte Sonne zum Nachmittag, die Wolkendecke riss auf, auch die Stimmungsdecke, anbei. Zu den Hirschen gefahren, Restbrot erf\u00fcttern und den imposanten stieren Tieren eine Weile zugeschaut. Brauche nichts Spektakul\u00e4res im herk\u00f6mmlichen Sinne, diese Ruhe tat gut und dann, ganz unerwartet, fingen zwei kapitale Rothirsche, ein F\u00fcnfzehnender, ein Dreizehnender, ein langes Kr\u00e4ftemessen an. Auch das imposant und doch in gewaltiger Ruhe.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.01.2015<br \/>\nDer n\u00e4chtliche Dichtnebel hat sich verzogen, die Hand ist vor den Augen wieder leicht erkennbar. Alle scheinen auch heil nach Hause gekommen zu sein, viele haben bis in den Tag gegammelt oder gar geschlafen. Aber den Tag musste ich nutzen, durch die Landschaft gelaufen, Kleinigkeiten sehen, die sonst meist untergehen, der Kopf frisch genug daf\u00fcr.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">31.12.2014<br \/>\nDer Kunst und Kultur fehlt das richtige Selbstbewusstsein, die angemessenen Forderungen zu stellen. Angesichts der Herausforderungen unserer Zeit in Politik und den Tendenzen zur Selbstgef\u00e4lligkeit einer gro\u00dfen Dummmehrheit in unserer Gesellschaft, man muss sich nur die schwachk\u00f6pfigen Schafe anschauen, welche v\u00f6llig ignorant und blind den \u00e4tzenden Parolen der Rechten auf scheinbar harmlosen Demonstrationen zustimmen, kann uns wohl nur die Kultur einen Spiegel vorhalten. Diese f\u00fcnfte S\u00e4ule unserer Gesellschaft war und ist die letzte Barrikade gegen die gro\u00dfe rechte Schwarmdummheit.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">30.12.2014<br \/>\nDas Jahr neigt sich dem Ende, das ist nun offensichtlich, aber so?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">29.12.2014<br \/>\nDer Schnee liegt im Garten und das Geschmolzene gefriert, so dass die Nacht glatt wird. Vorsichtig \u00fcber die \u00fcblichen Nachtwege, vorsichtig auf der Holzbr\u00fccke, die mir zumindest zeitweise wei\u00dfes Rauschen verschafft, bis sich die K\u00e4lte langsam unter die Kleider schiebt und zur Bewegung ruft.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">28.12.2014<br \/>\nZuweilen scheinen Spannungen in der Luft zu liegen, die vielleicht mit der Erkenntnis einhergehen, dass ein Jahr verloren geht, das h\u00e4tte gelebt werden k\u00f6nnen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">27.12.2014<br \/>\nMan h\u00e4tte es nicht glauben wollen, aber langsam \u00fcberzieht sich der Garten, bedecken sich die D\u00e4cher der Nachbarh\u00e4user mit einer zuckrigen Schicht Schnee. Tats\u00e4chlich fallen unaufh\u00f6rlich Flocken vom Himmel. Fr\u00fcher habe ich gerne, wenn Muttern W\u00e4sche faltete oder Wolle zum Stricken aufribbelte, winters auf dem Boden vor der Terrassenglast\u00fcr gelegen. Damals hatte die Terrasse noch kein Dach und man konnte die dicken Flocken wie Bienenschw\u00e4rme fallen sehen. Jetzt sind sie sehr klein und wirken eher wie M\u00fcckenschw\u00e4rme.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">26.12.2014<br \/>\nMan sagen sagen, was man will, hei\u00dft es immer in den Gespr\u00e4chen, wenn die Menschen einen finalen Bewertungsschluss finden m\u00f6chten. Dann folgt das ber\u00fchmte ABER. Ich habe heute in plaudernder Runde erfahren, dass es auch anders geht. Da wurden eben keine Abschlussbewertungen gegeben, sondern herzhaft gelacht.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">25.12.2014<br \/>\nMehr und mehr merke ich, dass diese Kultur nicht gar so viel mit dem eigentlichen Leben zu tun hat. Aber immerhin komme ich durchaus zu dem Eigentlichen hinunter und finde in diesen sp\u00f6ttisch blickenden Augen Halt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">24.12.2014<br \/>\nIn der Schwebe stehen und immer mit der Angst, ich werde es nicht aushalten. Ja, immerhin habe ich exzessiv in diesen Tag hineingefeiert mit Freunden und Bekannten und vielen neuen Menschen. Mit kleinen Auseinandersetzungen und vor allem wunderbarer Musik. Das verschafft ein Gef\u00fchl der Dankbarkeit.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">23.12.2014<br \/>\nZu lesen ist ja eigentlich nicht weiter schwierig, sollte man denken, aber vorzulesen eben schon. Den richtigen Ton zu finden und die Zuh\u00f6rer in die eigene Denkwelt mitzunehmen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.12.2014<br \/>\nGl\u00fccklicherweise ist in den richtigen Situationen immer jemand da, der dir unter die Arme greift oder mit freundschaftlichem Blick sagt, ich bin da.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">21.12.2014<br \/>\nUnd zu wissen, sie kommen heute abends zu mir, das gibt Kraft.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.12.2014<br \/>\nIn den Spiegel zu gucken &#8211; da ist dieses alte Gesicht, wo ist deine Jugend geblieben?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">19.12.2014<br \/>\nZuweilen bringen dich eben die kleinen Dinge zum Schmunzeln, ein Strich vielleicht, der verrutscht ist und pl\u00f6tzlich ganz neue Bedeutungen verleiht.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.12.2014<br \/>\nEs soll ja Tage geben, an denen man lieber im Bett liegen bleibt. Meistens jedoch ist das eben gerade nicht der Fall und bei einer Zeit, die hier nicht weiter zu definieren ist, h\u00e4lt das warme, das kuschelige Etwas einfach nicht mehr vom Tagesgeschehen ab.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">17.12.2014<br \/>\nDa stehen ganz weihnachtlich mitten in der Stadt wildfremde Menschen an einem Stehbiertisch zusammen, auf dem sich ebenso weihnachtlicher Dekorkrams irgendwann wohl eingefunden hat. Sie trinken alle ihren Gl\u00fchwein oder wahlweise Schokolade mit Schuss und haben ger\u00f6tete Wangen. Irgendwann liegen sie\u00a0sich selig in den Armen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">16.12.2014<br \/>\nNichts ahnend sind die kleinen Feiern am Rande des Geschehens doch immer die sch\u00f6nsten. Da melden sich liebe Menschen und setzen sich dazu, es wird geredet und Musik geh\u00f6rt. Das macht das Leben lebenswert, unter anderem.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.12.2014<br \/>\nDie Zeit ist verstrichen und ich hatte noch keine Geschenke auf dem Turm geh\u00e4uft. Macht aber letztlich wenig, denn ein Besuch in der Verwandtschaft ist manchmal das gr\u00f6\u00dfte Geschenk.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">14.12.2014<br \/>\nMan kann nicht immer sagen, dass auch tats\u00e4chlich alles gelingt. Man kann auch nicht behaupten, das alles schief geht. Aber je nach Einstellung oder Stimmung, wird wohl eher die eine oder andere Seite wahrgenommen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.12.2014<br \/>\nSo sollte niemandes Tag beginnen, halte es kaum aus, als dieser Beserker im Kopf mal wieder aufschrecken l\u00e4sst aus viel zu kurzem Schlaf. Immerhin verl\u00e4uft der Tag ganz ruhig. Trinke viel Wasser und Kaffee. Am sp\u00e4ten Nachmittag ruft die Sauna, das hilft, schlummer da tats\u00e4chlich ein, in v\u00f6lliger Ruhe, kein Mensch anwesend.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">12.12.2014<br \/>\nDiese gemeine M\u00fcdigkeit ist es, die so anstrengt. Jedes Mal danach nur noch gepl\u00e4ttet.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">11.12.2014<br \/>\nZu meiner Tante w\u00e4re ich gerne gegangen, aber das macht der Kopf wieder einmal nicht mit, verkrieche mich schmerzgeplagt in eine Ecke.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.12.2014<br \/>\nVon morgens bis abends eingebunden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">09.12.2014<br \/>\nDer gro\u00dfe Tag steht bevor, das gro\u00dfe Aufr\u00e4umen l\u00e4sst die M\u00fcllcontainer fast bersten, endlich wieder einmal atmen k\u00f6nnen, wahrscheinlich nur f\u00fcr wenige Tage.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">08.12.2014<br \/>\nEs geht weiter im Text, alles soll gerichtet werden, damit es auch gelingen kann und dann entdecken, dass nicht alles wie geplant l\u00e4uft. Aber was soll es, da l\u00e4sst sich improvisieren.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">07.12.2014<br \/>\nNach dem Glanz der letzten Nacht zu sehen, dass alles so ist, wie es immer war. Die Zauberlichter sind ausgeschaltet, der Alltag kehrt schon Sonntagmorgen zur\u00fcck, als die Reste zusammengekehrt werden. Der M\u00fcll einget\u00fctet.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">06.12.2014<br \/>\nUnglaublich viele Mesnchen und ihre Gedanken, die die eigenen kreuzen. Wortfetzen und Musik fliegt um die Ohren, ganz berauscht, so muss die Ahnung von Gl\u00fcck wohl sein. Wandel durch die Hallen, als s\u00e4he ich sie zum ersten Mal.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.12.2014<br \/>\nVorbereitung ist das halbe Bestehen in der Realit\u00e4t. Das wei\u00df man irgendwann und trotzdem versucht sich immer wieder einer mit der anderen H\u00e4lfte zufrieden zu geben.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">04.12.2014<br \/>\nImmer diese Auseinandersetzungen, man k\u00f6nnte denken, das w\u00fcrde keine Freude bereiten. Aber gerade dann, wenn diese Widerworte kommen, gerade dann, wenn es zur ernsthaften verbalen Schlacht kommt, hei\u00dft das: Gewinn. Es geht nicht um die pers\u00f6nliche \u00dcberlegenheit, die Situation ist der Gewinn.\u00a0Auch wenn sich das nach Hybris anh\u00f6rt. In den letzten Jahren gab es doch nur wenige Extremf\u00e4lle, in denen das Gef\u00fchl entstand, hier entsteht eine grundlegend unangenehme Situation.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Zuweilen ist es so befreiend, mit anderen Menschen gemeinsam sch\u00f6ne oder lustige, besinnliche oder traurige Texte laut zu lesen. Die Augen schlie\u00dfen oder den anderen dabei zu sehen, wie er die Gef\u00fchle im Inneren h\u00e4lt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Nein, nachtr\u00e4glich werden nur noch Textbausteine korrigiert, aber nicht inhaltlich ver\u00e4ndert.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">03.12.2014<br \/>\nWarum ich das \u00f6ffentlich mache? &#8222;Sie lassen doch viel zu sehr zu, dass andere alles \u00fcber Sie wissen.&#8220; Das \u00f6ffentliche Tagebuch ist letztlich ein guter Grund zur Reflexion der Situation. Die Geschehnisse, Verh\u00e4ltnisse und Augenblicke reflexiv zu betrachten und daraus eine wie auch immer geartete Schlussfolgerung zu ziehen. Hier trete ich mir als dritte Person gegen\u00fcber und versuche einen Versuch. So gesehen auch Selbstbespiegelung, nat\u00fcrlich wie immer viel zu egozentriert.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">02.12.2014<br \/>\nEs scheint meist den Au\u00dfenstehenden klar, was schief l\u00e4uft. Der direkt davon Betroffene kann und wird es nicht sehen, weil er wahrscheinlich emotional betroffen ist. Hier bedarf es schon einer gewaltigen Kraft, sich auf die Ratschl\u00e4ge einzulassen, sogar, nur zuzuh\u00f6ren, was andere dazu zu sagen haben. Dann ist es schlimm zu beobachten, wie sich der Andere unter den Selbsterkennungszweifeln windet wie ein W\u00fcrmchen, auf dessen Ende ein schwerer Gartenstiefel steht &#8211; mit Bauer drin.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.12.2014<br \/>\nWie macht man den Leuten klar, dass auch in dieser Zeit die Wohnung nicht zwangsweise geschm\u00fcckt werden muss, auch wenn der Konsumrausch allerorten uns dies weismachen will? Welche Begr\u00fcndung k\u00f6nnen sie \u00fcberhaupt akzeptieren, wenn sich ein Einzelner dem allgemein festiven Trubel entzieht. Eigentlich sollte ich besser nur noch Fragen stellen. Als Aussagen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Es gibt sie also doch noch, d\u00fcstere Filme im Gangstermilieu, meistens nachts gedreht, mit harten Kerlen, die eine zersplitterte Vergangenheit mit sich tragen, mit vielen Toten, die meist nur st\u00fcckchenweise zu sehen sind, dreckigen und kellerigen Sets und viel Blut, die den Charme einer B-Produktion haben und sp\u00e4testens im folgenden Jahr im Nachtprogramm im Fernsehen laufen. &#8222;Ruhet in Frieden&#8220; geh\u00f6rt definitiv zu dieser Sorte Kino. Packend, vorhersehbar und unterhaltend (auch wenn dies paradox klingen mag). Aber dieser Film braucht keine gro\u00dfe Leinwand, wahrscheinlich w\u00fcrde er besser in einem schmuddeligen Kleinkino wirken.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">30.11.2014<br \/>\nSolche Abende zeigen ihre beiden Janusgesichter. Zum einen die Gemeinsamkeit und das Kommunizieren in v\u00f6lliger Harmonie und nur Minuten sp\u00e4ter die Erkenntnis, dass alles nur Illusion ist.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">29.11.2014<br \/>\nDa war bisher das sichere Gef\u00fchl, dass man alles irgendwie doch im Griff hat und dann muss man pl\u00f6tzlich feststellen, dass sogar die sichersten oder am sichersten geglaubten Dinge lediglich eine Illusion sind. So gesehen sitzen wir immer noch in jener H\u00f6hle und sehen nichts als das Flackern an der Wand, und die undeutlichen Schatten der Realit\u00e4t.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Abgesehen davon sind diverse Dinge festzuhalten: Franz\u00f6sische Esskastanien, auf dem Kaminofen erhitzt, sind lecker, ebenso acht Jahre alter Gran Reserva aus Rioja, sowie \u00e4lterer, inzwischen laufender Schimmelk\u00e4se aus Belgien. Ist es nicht sch\u00f6n, wie international wir leben, ohne uns vom Fleck zu bewegen?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">28.11.2014<br \/>\nIm Hintergrund aufhalten und beobachten, was die Menscheit so treibt. Und sehen, wie sie sich von Jahr zu Jahr ver\u00e4ndern. &#8230;\u00e4lter werden. Die einen reifer, die anderen \u00fcberreif.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">27.11.2014<br \/>\nDa sitze ich und schaue den Menschen zu, bin begeistert dar\u00fcber, dass so viele organische Denk- und Recheneinheiten gleichzeitig funktionieren, ohne den Raum v\u00f6llig zu \u00fcberhitzen. Ja, Menschen sind schon was Tolles, wenn nur nicht immer nach ein, zwei Tagen so ein \u00fcbler Geruch auftreten w\u00fcrde.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">26.11.2014<br \/>\nSicherlich k\u00f6nnte man mutma\u00dfen, dass auch andere Realit\u00e4ten m\u00f6glich w\u00e4ren, sicherlich ist es sogar unabdingbar, dass die Dinge auch v\u00f6llig ver\u00e4nderbar sind. Aber. Ja, dieses Wort schleicht sich immer so fantastisch und wohlgeordnet in jede Argumentation. Aber die Dinge sind eben so, wie sie jetzt sind. Ob wir das gut finden oder nicht, h\u00e4ngt letztlich davon ab, welchen Standpunkt wir einzunehmen imstande sind.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">25.11.2014<br \/>\nInnen die Flammen flackern und geben zu denken, sie m\u00fcssen immer einged\u00e4mmt sein. Und dann nach drau\u00dfen schauen und die kalte Klarheit des Tages zu sehen, das ist gut.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8851.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-4328\" alt=\"_MG_8851\" src=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8851-682x1024.jpg\" width=\"640\" height=\"960\" srcset=\"https:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8851-682x1024.jpg 682w, https:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8851-266x400.jpg 266w, https:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8851-98x148.jpg 98w, https:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8851-20x31.jpg 20w, https:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8851-25x38.jpg 25w, https:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8851-143x215.jpg 143w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">24.11.2014<br \/>\nWie es am Tag danach ist? Eigentlich findet man sich schnell wieder in das Einerlei t\u00e4glicher Arbeit, wohl wissend, dass etwas Besonderes geschehen ist.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">23.11.2014<br \/>\nUnd pl\u00f6tzlich Teil einer Sache sein, die von au\u00dfen betrachtet eigentlich niemals h\u00e4tte funktionieren k\u00f6nnen. Und sich auch ein wenig im Erfolg baden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.11.2014<br \/>\nIm Beobachten genie\u00dfen, im Sprechen erleben. Freundschaft ist von Ruhe und Verstehen, vom Akzeptieren des Anderssein gepr\u00e4gt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">21.11.2014<br \/>\nStress, so habe ich es wieder einmal erfahren, entsteht gr\u00f6\u00dftenteils nicht durch die tats\u00e4chlichen Belastungen oder Bedingungen, sondern durch die eigene Erwartungshaltung an Situationen. Ja, selbst die schwierigsten Gespr\u00e4che k\u00f6nnen mit einem freundlichen Lachen beendet werden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.11.2014<br \/>\nEigentlich h\u00e4tte ja nichts bem\u00e4ngelt werden k\u00f6nnen, aber eigentlich ist jeder doch zu sehr von seiner Kultur gepr\u00e4gt. Der Deutsche mosert gerne, ohne sich zu wehren. Er ist gerne unzufrieden und das mit absoluter, mit zufriedener Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Ihm reichen Fu\u00dfball, Fernsehen und der kleine Rechner, seine Medien, mit denen er sich aus der Realit\u00e4t zappen kann. Und die Probleme, die echten, die er wohl sieht, aber nicht an sich heran l\u00e4sst, sollen gef\u00e4lligt die anderen l\u00f6sen. Immerhin sind sie gute Unterhaltung und zuweilen wird daf\u00fcr eine Spende aus dem Geldbeutel gezogen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Die Gezeitengespr\u00e4chlesung.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">19.11.2014<br \/>\nAuch wenn noch die absolute Schlappheit nach allen paar Schritten vorherrscht, ist eines wohl ziemlich klar, die Krankheit hat sich wieder verzogen und wahrscheinlich bei jemand anderem einen Wirt gefunden. Ziemlich deutlich ist auch, dass ich wieder Hunger habe.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.11.2014<br \/>\nWenn ich h\u00f6re, dass ein Bundesland wie NRW 300 neue Stellen schaffen will, dann vergesse ich nicht, dass meist die altersbedingte Entlassung der f\u00fcnffachen Summe dagegen steht. Durch G8 haben viele junge Lehrer keine Chance auf Einstellung, die nehmen jetzt unterbezahlte Jobs an, auch das wird normalerweise gern vergessen. Es h\u00f6rt sich aber immer gut an, wenn gesagt wird, man schaffe Stellen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">17.11.2014<br \/>\nAufwachen in diesem Zustand der L\u00e4hmung ist nicht meine Sache. Ich mummel mich in die warme Decke ein, schaue den Flammen im Kamin zu und f\u00fchle mich wie ein alter Mann.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">16.11.2014<br \/>\nBestimmte Begebenheiten f\u00fchren besondere Begegnungen nach sich. Solche, die einfach wichtig sind, Haltpunkte im Leben.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.11.2014<br \/>\nHabe einen guten Freund, nein drei Freunde besucht, auf dem Land, alle drei gl\u00fccklich in dieser Einfacheit, im Wissen um die Zukunft und die Vergangenheit. Abends dann seit f\u00fcnf Jahren das erste Mal gemeinsames Kochen mit Freunden von damals. Manchmal gelingt es, an eine Grundstimmung nahtlos anzukn\u00fcpfen, das hat gut getan.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">14.11.2014 Die wahren Lebenserkenntnisse wird man in der Beobachtung der Kleinigkeiten machen, h\u00f6rte ich heute.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.11.2014<br \/>\nAlles ist wie erwartet, alles wird anders, als man es h\u00e4tte erwarten k\u00f6nnen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">12.11.2014<br \/>\nUnd pl\u00f6tzlich diese R\u00f6te, die nur gedacht ist, die aber unumg\u00e4nglich scheint, weil sie folgerichtig ist.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">11.11.2014<br \/>\nSobald du keine Papiere mehr hast, f\u00fchlst du dich zumindest f\u00fcr kurze Zeit ein wenig hilflos, und dann beginnst du, eine neue Normalit\u00e4t aufzubauen und pl\u00f6tzlich ist alles Norm.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.11.2014<br \/>\nDieser Film ist einfach nur ein opulentes Werk, wahnsinnige Bilder, sch\u00f6ne lange Weile in den Einstellungen, am sch\u00f6nsten erschien mir die Raumkapsel, die an den Ringen des Saturn entlang fliegt. V\u00f6llig unbedeutend. Ein abstraktes Werk. Der Film nicht unbedingt tiefgr\u00fcndig, aber optisch ein Meisterwerk.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">09.11.2014<br \/>\nImmer wieder diese Erkenntnis: die meisten Staus auf den Autobahnen entstehen durch Dummheit, fehlenden Weitblick und absolute Ignoranz. Abends auf der Ausstellung &#8222;Zierkies&#8220; von Tristan Meinsch\u00e4fer. Ja, gelungen in der zur\u00fcckhaltenden Pr\u00e4sentation seiner Werke, in den Arbeiten selbst sowieso.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">08.11.2014<br \/>\nEigentlich unglaublich, im November durch eine &#8222;Goldener Oktober&#8220; Landschaft fahren, durch diesen riesigen Landschaftspark, der sich Deutschland nennt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">07.11.2014<br \/>\nEigentlich ist das ja so gar nicht meine Welt. Kirmes oder Jahrmarkt. Aber es ist wirklich sch\u00f6n mit 10 anderen Menschen, die man mag, durch die Soester Innenstadt zu ziehen. Andere treffen, sehen, manchmal anhalten und essen wie trinken, zuweilen ein nettes Gespr\u00e4ch. Vor allem aber einfach zusammen sein.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">06.11.2014<br \/>\nDie W\u00e4nde wachsen wieder. Der linke Arm wird immer dicker (das stimmt aber gar nicht, es ist nur das Gelenk). Und nachts scheint ein Mond, den man umarmen m\u00f6chte.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.11.2014<br \/>\nEin gro\u00dfes Vielleicht steht \u00fcber den Dingen. Die einzige Sicherheit, welche wir haben, ist, dass durch unser Betrachten die Welt entsteht, nicht als absolutes Sein, sondern eher als subjektive M\u00f6glichkeit einer Erscheinung. Die Beobachtung ver\u00e4ndert mit der Beobachterperspektive die Realit\u00e4t. Alles Nebens\u00e4chliche kann Bedeutung laden oder damit aufgeladen zu werden. Unser Wissen ist ein Konstrukt, an jeder Stelle befragbar, meist sogar fraglich. Wir k\u00f6nnen uns folglich nicht ausruhen auf Erkenntnissen, sondern m\u00fcssen bezweifeln, dass erkennen m\u00f6glich ist.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">04.11.2014<br \/>\nIn einem Gespr\u00e4ch wurde die Angst angetragen, vergessen zu werden. Habe diese Bef\u00fcrchtung nicht, es ist normal.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">03.11.2014<br \/>\nDie letzten zehn Himbeeren heute geerntet, die unreifen, welche jetzt noch h\u00e4ngen, werden es wahrscheinlich nicht mehr zur R\u00f6te bringen. Den letzten Rasenschnitt gemacht und die Komposter weich gepolstert damit abgedeckt, sollte es diesen Winter mal so richtig frieren, kann davon ausgegangen werden, dass alle drei n\u00e4chstes Jahr nur noch halb so voll sind. Dann werden sie umgeschichtet und wieder Hokaidos gepflanzt, die mir dieses Jahr soviel Freude und Ernte gebracht haben.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">02.11.2014<br \/>\nMit einem guten Freund, und das ist ehrlich empfunden, eine lange Gutwetter &#8211; Radtour gemacht und wieder einmal festgestellt, wieviele Orte in der N\u00e4he von 30 Kilometern noch nie gesehen wurden, wie sch\u00f6n die Landschaft um uns herum doch eigentlich ist. Da finden sich pl\u00f6tzliche Wegesteinbr\u00fcche, halb zugewachsen und inzwischen wieder naturnah m\u00e4andernde Bachl\u00e4ufe, in welchen sich Fische tummeln, die bei jeder Bewegung vorsichtig und vor allem flink unter die Uferb\u00f6schungen fl\u00fcchten. Sie wissen aus eigener Erfahrung, dass die romantische Idylle tr\u00fcgerisch ist. Jede Sekunde fordert Aufmerksamkeit zum \u00dcberleben.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.11.2014<br \/>\nDas Wetter leuchtet einen wunderbaren Tag &#8211; dieses Licht in der Atmosph\u00e4re, die frische Luft, so kann jeder Monat beginnen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">31.10.2014<br \/>\nEin zweiter spanischer Abend? Dieses Mal leider nicht m\u00f6glich, aber hinterher mit ihnen allen zu feiern, das schon.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">30.10.2014<br \/>\nEin Spanischer Abend? Mit Manuel Quero und den Eiflers schon ein wunderbares Erlebnis.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">29.10.2014<br \/>\nFreunde zu besuchen ist gut, gleich bei dreien nacheinander zu Besuch zu sein, ist schon seltsam, weil mit jedem Freund eine andere Kommunikationsstruktur und Tradition verbunden ist, je nachdem, wann man ihn oder sie kennen gelernt hat, je nachdem, ob m\u00e4nnlich oder weiblich, je nachdem, welche gemeinsamen Erlebnisse oder inhaltlichen Standpunkte, je nachdem, wer noch so anwesend ist. Besonders schwierig wird es allerdings dann, wenn zwischendurch solche Kommunikation via Netz gef\u00fchrt wird, dann k\u00f6nnen schon einmal innere Konflikte entstehen. Auf jeden Fall wurde mir sehr deutlich bewusst gemacht, dass Flexibilit\u00e4t gefordert ist. Tats\u00e4chlich bin ich dann wohl immer nur eine Facette meines Ichs. Auch wenn sich das ziemlich egozentrisch anh\u00f6rt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">28.10.2014<br \/>\nHatte eigentlich gar keine Lust zu jenem Vortrag \u00fcber chinesische Literatur der Jetztzeit am Beispiel des Romans &#8222;Fr\u00f6sche&#8220; von Mo Yan zu gehen. Dann diese faszinierende Innensicht auf ein mir fast unbekanntes Land. Ich bin begeistert, h\u00e4tte allerdings gerne noch mehr vorgelesen bekommen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">27.10.2014<br \/>\nNiemals h\u00e4tte ich geglaubt, dass irgendjemand eines der mir zugesandten Pakete \u00f6ffnen w\u00fcrde, jetzt war es soweit, und ich fand es richtig.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">26.10.2014<br \/>\nNebel ist eine tolle Sache, solange man nur Bilder sieht, wehe aber, man steckt selber mitten drin.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8764.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-4241\" alt=\"_MG_8764\" src=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8764-1024x682.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8764-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8764-400x266.jpg 400w, https:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8764-148x98.jpg 148w, https:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8764-31x20.jpg 31w, https:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8764-38x25.jpg 38w, https:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8764-322x215.jpg 322w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">25.10.2014<br \/>\nJa, da kamen tats\u00e4chlich einige Leute und haben geguckt, nicht zu mir, aber immerhin mit viel gutem Willen zumindest in eine Ahnung meiner Richtung, was will ich denn mehr? Ja, ist schon ok, ganz in meiner N\u00e4he stand eine wirklich sch\u00f6ne Frau, so zirka drei Meter entfernt, ich kannte sie nicht.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">24.10.2014<br \/>\nNichts ist so langweilig wie unergiebige Langsamkeit im Denken, Reden und Handeln, nichts ist so entspannend wie konzentrierte Langsamkeit im Denken, Reden und Handeln.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">23.10.2014<br \/>\nVor dem flackernden Kaminofen sitzen, ein Glas kalter Cola in der Hand, in die Flammen starren, obwohl sicher auch Wichtigeres zu tun w\u00e4re, und mit stillem Vergn\u00fcgen ein herrlich albernes H\u00f6rspiel genie\u00dfen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.10.2014<br \/>\nWenn sich Dinge, die zu tun sind, so endlos in die L\u00e4nge ziehen, dann ist es eigentlich klar, dass ab einem gewissen Punkt jegliche Diskussion unterbunden wird. Demokratie geht anders. Wenn allerdings bei der Diskussion und folgenden Abstimmung v\u00f6llig kurzsichtige Beschl\u00fcsse der Mehrheit entstehen, dann kann man sich zuweilen fragen, ob es nicht besser w\u00e4re, wenn die Dinge zentral beschlossen w\u00fcrden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8647.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-4229\" alt=\"_MG_8647\" src=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8647-1024x682.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8647-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8647-400x266.jpg 400w, https:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8647-148x98.jpg 148w, https:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8647-31x20.jpg 31w, https:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8647-38x25.jpg 38w, https:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8647-322x215.jpg 322w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">21.10.2014<br \/>\nDer Schlaf ist ein kostbares Gut, manchmal so kostbar, dass ich ihn mir nicht leisten kann, die Folgen sind allerdings durchaus bekannt &#8211; da meine ich nicht nur die M\u00fcdigkeitsfalten am n\u00e4chsten Tag.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.10.2014<br \/>\nEinmal angefangen, einmal darauf eingelassen, kann ich kaum mit der weltverschw\u00f6rerischen Gr\u00fcbelei aufh\u00f6ren, wohl wissend, dass es keine absolute Wahrheit geben kann.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">19.10.2014<br \/>\nEin Gef\u00fchl, fast wie Familie.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.10.2014<br \/>\nDer Verantwortung bin ich mir durchaus bewusst, allein ich kann sie kaum erf\u00fcllen, vielleicht gibt es Menschen, die das besser k\u00f6nnen. Trotz allem entsteht immer wieder ein Gef\u00fchl des Mangels.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8645.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-4231\" alt=\"_MG_8645\" src=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8645-1024x682.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8645-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8645-400x266.jpg 400w, https:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8645-148x98.jpg 148w, https:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8645-31x20.jpg 31w, https:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8645-38x25.jpg 38w, https:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/MG_8645-322x215.jpg 322w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">17.10.2014<br \/>\nEs ging wieder weiter und mit jedem Stein hatte ich das Gef\u00fchl: Gl\u00fcck.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">16.10.2014<br \/>\nZwischen Verzweiflung und Totalaufgabe. Da ist es gut, wenn man mal tr\u00f6stende Worte erh\u00e4lt und vor allem handfeste Tipps.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.10.2014<br \/>\nEigentlich unglaublich, aber zuweilen habe ich das Gef\u00fchl, dass ich sogar handwerken kann. Wahrscheinlich wird jeder Unbeteiligte sagen: Da musste aber noch mal \u00fcben. Das macht aber nix.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">14.10.2014<br \/>\nUnd so schnell steht da pl\u00f6tzlich eine Wand und das ist umso erstaunlicher, als ich diese gesetzt habe, Stein auf Stein.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.10.2014\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Und pl\u00f6tzlich ist das Haus wieder mit Leben gef\u00fcllt und Gl\u00fcck ist eingezogen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">12.10.2014<br \/>\nEin Tag dem Sport zu widmen, die Bewegungen zu genie\u00dfen, die folgende Ersch\u00f6pfung und das Essen. Ein Tag Genuss pur, in allen Belangen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">11.10.2014<br \/>\nZuweilen muss der K\u00f6rper dem Tribut zollen, was er nicht leisten kann, oder zuviel geleistet hat. Ja, und dann darf man auch schon einmal so richtig schlecht aussehen, ohne sich sch\u00e4men zu m\u00fcssen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.10.2014<br \/>\nWie hart gewachsene Grauwacke sein kann, erf\u00e4hrt man vor allem dann, wenn ein Mauerwerk lediglich mit Hammer und Mei\u00dfel gel\u00f6chert werden soll. Wie sehr abplatzende Splitter schneiden, dann wenn man sie zwischen den Augen in der Haut sp\u00fcrt und wenn alles so l\u00e4uft, wie gedacht, kommen am folgenden Tag die Muskelschmerzen dazu. Wie hei\u00dft es dann so sch\u00f6n und vor allem direkt: Man, siehst du aber schlecht aus.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">09.10.2014<br \/>\nZwischen Zusage und Ewigkeit auf der einen und Absage und Ende auf der anderen Seite k\u00f6nnen zuweilen wenige Minuten liegen. Was ist dann so falsch daran, die Zeit von vorneherein zu begrenzen? Oder aber zumindest einzugestehen, dass es keine Ewigkeit gibt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">08.10.2014<br \/>\nAlles fertig soweit, nein, nat\u00fcrlich nicht, es gibt schlie\u00dflich auch noch die M\u00f6glichkeit alles doppelt so breit und doppelt so tief zu machen, was sich zwar ganz in Ordnung anh\u00f6rt, aber zur Folge hat, dass nochmal die dreifache der bisher erreichten Menge entfernt werden muss. Das hei\u00dft ein weiterer Tag des verbl\u00f6denden Buddelns, immerhin wird schon mal am Ende ein Teil der W\u00e4nde verkleidet. Hurra. Alles ist relativ, das ist mir heute mal wieder bewusst gemacht worden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">07.10.2014<br \/>\nWie immer ist alles viel schwieriger und viel zu einfach gleichzeitig. Da kannst du von mir aus auch mal einen Graben ausheben und stolz auf deine Arbeit sein und abends kommt ein Wissender und sagt, ja, das ist ja sch\u00f6n, was dort entstanden ist, aber erstens muss es doppelt so breit sein, zweitens doppelt so tief und drittens sollten die Seiten mit Beton ausgekleidet sein. Super Sache das.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">06.10.2014<br \/>\nMal wieder neue Wege ausprobiert und erkannt, dass es nicht \u00fcberall weitergeht, dass zuweilen das Umkehren die wahre Herausforderung ist.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.10.2014<br \/>\nDa stellen also dann zehn junge K\u00fcnstler aus, lassen sich mit ihren frischen Werken feiern, Werken, bei denen meist zu erkennen ist, dass es mehr um die Suche an sich geht, als um das Finden. Alles bleibt eigenartig in einem Schwebezustand.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Das Hermetische des Handelns hat sich sp\u00e4ter aufgel\u00f6st, es war nichts als Unsicherheit auf beiden Seiten.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Morgens eine lange Radfahrt trotz gemischter Wetterlage durch die Soester B\u00f6rde. Nicht schwierig, aber sehr idyllisch und gem\u00fctlich. Wie ein Morgenspaziergang.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">04.10.2014<br \/>\nEin hermetische Gruppe sitzt da zusammen, mit einer eigenen Sprache, einem eigenen Subsystem der Kommunikation. Wieder einmal die Feststellung, dass man nicht immer integraler Bestandteil sein kann.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">03.10.2014<br \/>\nEin Tag als leuchtender Ruhepol, Herbstgold im wahrsten Sinne des Wortes. Dass es sich dabei zuf\u00e4lligerweise um einen Nationalfeiertag handelt, kann man fast schon als Ironie sehen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">02.10.2014<br \/>\nWenn schon ein freier Tag ansteht, sollte man ihn mit einer w\u00fcrdigen Feier in Empfang nehmen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.10.2014<br \/>\nJetzt reden alle davon, dass das Ende n\u00e4her komme, sie meinen nat\u00fcrlich das Jahr, ich sehe das Ende jeden Morgen im Spiegel sich n\u00e4hern, ich meine das Leben.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">30.09.2014<br \/>\nAber manchmal kann das Warten zur Last werden, vor allem, wenn letztlich mal wieder alles auf den letzten Dr\u00fccker funktioniert. So aber, sp\u00e4ter, kann dann alles ganz entspannt gesehen werden. Und sei es nur, dass die Schl\u00fcssel auf dem Tisch liegen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">29.09.2014<br \/>\nWenn die Dinge kein Ende nehmen und der Geist irgendwann anf\u00e4ngt, kleine Fehler einzubauen und sei es nur aus Trotz.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">28.09.2014<br \/>\nJa, ich wei\u00df, zuweilen gerate ich ins Lamentieren, aber manchmal muss das einfach sein, nicht aus Langeweile, sondern aus dem Umstand, dass die Zeit einfach so verfliegt und man das Gef\u00fchl bekommt, dass mal wieder ein falscher Zeitpunkt gew\u00e4hlt wurde, weil keine Unzul\u00e4nglichkeiten eingeplant waren. Im \u00fcbrigen mag ich kurze S\u00e4tze. Noch mehr mag ich es allerdings, im vollen Herbstsonnenlicht Ausz\u00fcge aus dem Nachsommer von Stifter zu lesen und mit Menschen genau dar\u00fcber zu sprechen. &#8230;und sp\u00e4ter im Biergarten ein leckeres alkoholfreies Weizen zu vernaschen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">&#8230;und viel sp\u00e4ter findet sich eine Sch\u00fcssel wieder ein, gef\u00fcllt mit Sch\u00e4tzen, die ich auf Anhieb mag. Dank daf\u00fcr!<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">27.09.2014<br \/>\nImmer wieder bin ich ich erstaunt, mit welcher Gelassenheit die Dinge zu stemmen sind und sei es, dass ein Schloss aufgeknackt werden muss, weil jemand den Schl\u00fcssel nicht wiedergebracht hat.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">26.09.2014<br \/>\nDie Strecken fliegen, die Gesichter auch und irgendwie laufen die Menschen aneinander vorbei.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">25.09.2014<br \/>\nDa f\u00e4llt ein alter Spruch ein, den die Neubauten einst gesungen hatten, der sich eingebrannt hatte und nun zum Besten kommt: Was ist ist, was nicht ist, ist m\u00f6glich. Nur was nicht ist, ist m\u00f6glich.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">24.09.2014<br \/>\nWo brennt es? In der Seele wahrscheinlich.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">23.09.2014<br \/>\nIm Bett liegen, an die Decke starren und dort die vielen Strukturen zu Bildern zusammenf\u00fcgen, nicht wie es fr\u00fcher einmal war. Nicht die Fraktale zu finden, sondern assoziativ zu arbeiten. Dieser st\u00e4ndige Wechsel zwischen (vor)wissenschaftlichem Interesse und ansatzweise \u00e4sthetischem Denken macht uns zu Menschen. Wir wollen einerseits untersuchen, andererseits mit Erleben, Erfahren und Gef\u00fchl abgleichen. Nur wird uns manchmal\u00a0 dieses Menschsein abget\u00f6tet durch Ideologien.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.09.2014<br \/>\nUnd dann und dann und dann. So werden die Dinge gelistet und aufgez\u00e4hlt und irgendwann kann ich nicht mehr zuh\u00f6ren und verpasse fast schon, dass so ganz nebenbei, quasi eingebettet ins flauschige Nichts, eine grundlegende Ver\u00e4nderung anliegt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">21.09.2014<br \/>\nDrau\u00dfen steht eine Regenwand und h\u00e4lt davon ab, nach ebendort zu gehen, eigentlich schade. Es ist Herbst geworden. Und der Kopf wird seine Freiheit schon finden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/IMG_0406.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"IMG_0406\" src=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/IMG_0406-1024x768.jpg\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a>Der Tag verstreicht, l\u00e4sst sich gehen und pl\u00f6tzlich entdecke ich wieder jede Kleinigkeit im Zwischen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.09.2014<br \/>\nHatte eben einen Gedanken, der immer mehr Raum einnahm und fast be\u00e4ngstigende Gr\u00f6\u00dfe annahm: Heute ist es so still, als st\u00fcnde etwas Gro\u00dfes bevor. Vielleicht ist das der Herbst, vielleicht aber auch etwas ganz anderes, das ich bisher noch nicht voraussehen kann. Die Luft ist still dunstig und das Land fast ger\u00e4uschfrei.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">19.09.2014<br \/>\nEin kurzer Blick reicht manchmal. Man l\u00e4sst es besser dabei.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.09.2014<br \/>\nErfahrung und Erinnerung sind nicht unbedingt gleichzusetzen. Dann nicht, wenn man aus der Erinnerung kein Lernen entnimmt. Eines aber wei\u00df ich inzwischen: Das Gl\u00fcck und gl\u00fccklich F\u00fchlen mache nie von anderen abh\u00e4ngig, sondern es liegt bei jedem selbst.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">17.09.2014<br \/>\nAus der Ordnung der Selbstdisziplinierung ins Chaos des allgemeinen eigenen Lebens zu st\u00fcrzen mag einigen Menschen verheerend erscheinen, viel schlimmer ist es aber, von der Ordnung des \u00f6ffentlich reglementierten Lebens ins Chaos der Gef\u00fchle zu st\u00fcrzen. Jetzt kann man sagen, das alles ist doch noch ganz in Ordnung, vor allem dann, wenn man nach Hause kommt und dort hat eine Familie unbeschreiblicher Wesen gew\u00fctet. Das ist dann mal echte Unordnung.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">16.09.2014<br \/>\nIns Chaos kommen und mit dem \u00e4u\u00dferen den inneren Zustand aufr\u00e4umen. Das ist wohl eine ewige Arbeit. Irgenwann muss wohl endlich der gro\u00dfe Container kommen und den Rest davontragen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.09.2014<br \/>\nEs geht also weiter, der Boden wird bereitet, damit irgendwann auch der Rest stehen kann.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">14.09.2014<br \/>\nLetztlich ist diese Erwartung, dass die Beiden kommen, doch immer sch\u00f6n, daf\u00fcr ordnet sich die Wohnung fast wie von selbst.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.09.2014<br \/>\nViele Filme gesehen \u2013 Kurzfilme. Und einige haben ein Nachdenken ausgel\u00f6st, trotz anderer Meinungen zum Ergebnis.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">12.09.2014<br \/>\nWas ist schon real? F\u00fcnf oder zehn Jahre oder das Warten?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">11.09.2014<br \/>\nImmer ein Tag des R\u00fcckblicks, das vorne Schauen gelingt dann nur selten.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.09.2014<br \/>\nManchmal ist es ein Hauch, ein Duft, der die Gedanken Purzelb\u00e4ume schlagen l\u00e4sst. Ja, es gibt sicherlich Gewissheiten, an die man glaubt, glauben m\u00f6chte.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">09.09.2014<br \/>\nDu lachst mir frech ins Gesicht und deckst gen\u00fcsslich all die Schw\u00e4chen auf, die zu verstecken ich mir viel M\u00fche gebe. Auch das mag ich an dir.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">08.09.2014<br \/>\nKaum umgedreht hat sie ihre Runden gedreht. Die Uhr, die Zeit rennt, mir vielleicht auch weg, aber was ist daran schon so anders als sonst? Dieses Erleben, welches schon seit der fr\u00fchen Kindheit da ist, dass zu wenig Zeit vorhanden scheint, dass der Tag zu kurz ist, all das zu realisieren, was ich machen m\u00f6chte.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">07.09.2014<br \/>\nSo ist das also. Wenn die Gedanken und Handlungen irgendwann klar werden, geht es in eine bestimmte Richtung? Ich glaube, dass es grunds\u00e4tzliche Festlegungen gibt, die von vorneherein schl\u00fcssig sind, die einfach ihre Jahre abwarten m\u00fcssen, egal, was dazwischen kommt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">06.09.2014<br \/>\nErwartungshaltungen k\u00f6nnen meist nicht ihre Entsprechung im t\u00e4glichen Erleben finden. Zuweilen muss man sich den Verh\u00e4ltnissen anpassen. Und frag nicht schon wieder, wer \u201cman\u201d ist.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.09.2014<br \/>\nPurer Genuss entsteht auch dann, wenn unerwartete Geschm\u00e4cker im Munde explodieren: So fr\u00fch schon reife Kornelkirschen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">04.09.2014<br \/>\nZuweilen muss die Frage nach Verantwortlichkeiten auch einmal verbalisiert werden, nicht um anderen, sondern sich selbst etwas klarzustellen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">03.09.2014<br \/>\nEine Auseinandersetzung mit einer Frau gibt mir zu denken. Warum mache ich hier einen R\u00fcckzieher? Sie ist v\u00f6llig unbekannt und schreit mich pl\u00f6tzlich an, als habe ich sie auf irgendeine Weise kontaktiert. Es stellt sich die Frage, wie zu helfen w\u00e4re, aber ein Schl\u00fcssel hierzu wird nicht zu finden sein. Auf dem R\u00fcckweg lege ich eine beschriebene Karte auf ihren Tisch, w\u00fcnsche ihr Zufriedenheit. Sie tut mir wirklich Leid.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">02.09.2014<br \/>\nDie Dinge nehmen ihren Lauf. Leichte Infekte beginnen pl\u00f6tzlich zu grassieren. Gepaart mit heftigen Anf\u00e4llen von Heimweh, kann man sich das Szenario wahrscheinlich vorstellen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.09.2014<br \/>\nDie Aufregung ist gro\u00df, aber nicht bei mir. Ich stehe daneben, koordiniere und versuche die Situation im Griff zu halten. Die Beobachtungen sind wichtig, wie geht wer mit wem um.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Die nachmitt\u00e4gliche Wanderung \u00fcber vier Stunden bringt so einige an ihre physischen Grenzen, dabei denke ich bei jedem Schritt, wie sch\u00f6n es hier doch ist. Eine geradezu romantische Idylle liegt \u00fcber der Landschaft, wenn nicht immer im Hinterkopf dieses Bewusstsein w\u00e4re, dass hier ein b\u00f6ser Teil unserer Geschichte gestaltet wurde.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">31.08.2014<br \/>\nDie Vorbereitungen f\u00fcr die kommende Woche werden bis in den Abend geschoben, bis in die Nacht, ich will mich noch nicht von diesem Alltagsleben verabschieden. Diesen langen Sonntagen mit ihren Langatmigkeiten. Aber es geht wie immer, die Zeit str\u00f6mt so vorbei. Irgendwann ist der Koffer gepackt, keine Ausfl\u00fcchte mehr.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">30.08.2014<br \/>\nEin kleiner Bach, der sich durch die Landschaft m\u00e4andert, ein Weg, der diesen zuweilen kreuzt, ein Gang zwischen alter Kultur, sch\u00f6ner wie schlimmer Geschichte und neuer Unsitte, \u00fcberall seine Fressverpackungen liegen zu lassen. Das Dr\u00f6hnen der Autobahn, welches die Landschaft flutet. Burgruine neben Neubaugebiet. Das Bewusstsein, dass direkt neben dem Erhabenen das Banale steht. Abschlie\u00dfend dort zu speisen, wo annodazumal das Verbrechen tobte.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Und der Abend sollte v\u00f6llig anders werden, als dies gedacht war. Pl\u00f6tzlich als Gast auf einer Hochzeit stehen, unverhofft kommt oft. Pl\u00f6tzlich mit jemandem zusammenstehen, der so \u00e4hnliche Erfahrungen gemacht hat. Wenn es nicht so kitschig kl\u00e4nge: es gibt auch gebrochene M\u00e4nnerherzen. \u201cEgal wie alt du bist, das Gef\u00fchl ist jedesmal das Selbe.\u201d Gl\u00fccklicherweise heilen die Wunden irgendwann, ich wei\u00df das.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">29.08.2014<br \/>\nZuweilen fliegt alles wie im Fluge, nicht nur vorbei, sondern auch hin und weg und in und auswendig. Und das Bewusstsein f\u00fcr die vergehende Zeit, die verpassten M\u00f6glichkeiten und jene, die noch kommen werden. Dann auf einem H\u00fcgel stehend \u00fcber die Landschaft blicken, das erhabene Gef\u00fchl, ganz klein zu sein und gleichzeitig Herr der eigenen Zeit. In diesen Momenten wei\u00df ich, dass ich lebe.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">28.08.2014<br \/>\nUnd letztlich doch herzhaftes Gel\u00e4chter \u00fcber die kaum kaschierten L\u00fcgen oder besser albernen Falschaussagen. Alles zeitigt dann zeitliche Befristung, wenn erkannt wird, wie sehr die Manipulation doch voranschreitet.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">27.08.2014<br \/>\nWei\u00df nicht, was soll es bedeuten. All die ach so verbindlichen Aussagen, all die Handlungen, sie hatten wohl keine Grundlage. Ja, es ist wohl das richtige Prinzip gew\u00e4hlt: Nutze das, was f\u00fcr den Moment den gr\u00f6\u00dften Vorteil bringt. Damit kann man alles Andere schnell unter den Teppich kehren. Letztlich geht es wohl immer nur um eines: Das Geld z\u00e4hlt, nicht die menschlichen Werte. Welch ein Handel. Mal sehen, welche Maske der Spiegel hinterfragen wird. Mal sehen, wann die Welt das n\u00e4chste Mal kippt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">\u201cWie ein Narr, der eine Auster sch\u00e4lt\u201d (Michaux)<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/IMG_0283.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"IMG_0283\" src=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/IMG_0283-1024x768.jpg\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">26.08.2014<br \/>\nDas Wetter ist lausig, das mag ich, es regnet ohne Unterlass, das mag ich auch, es sch\u00fcttet manch ein Eimer eisiges Wasser und mal wieder steh ich da, als begossener Pudel. Alles soweit real, aber dann sp\u00e4ter diese wunderbare Verfilmung von Saramagos \u201cStadt der Blinden\u201d mit Freunden zu sehen, das rundet den Tag wirklich ab. Wer die Blindheit abzusch\u00fctteln vermag, der wird auf immer die Wahrheit sehen k\u00f6nnen. \u2013 Und ja, warten kann ich wirklich. Zumindest das wurde gelernt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">25.08.2014<br \/>\nNicht alle Planungen, die mittags beim Essen noch so sicher erscheinen, werden auch tats\u00e4chlich realisiert werden, das muss einfach mal klar gesagt werden. Nicht alle Lebensplanungen werden \u00fcberhaupt ernsthaft unternommen. Aber einige Kleinigkeiten werden doch realisiert. Und das ist gut.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">24.08.2014<br \/>\nWieder einmal die finale Pilzmahlzeit \u00fcberlebt, hatte ja auch wirklich gut geschmeckt. Essen ist doch immer wieder eine Wonne, vor allem dann, wenn wieder alles geschmeckt werden kann, alles gerochen. Erste Woche der Rauchpause ohne R\u00fcckf\u00e4lle \u00fcberstanden, ja, es geht wieder besser.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Beim Museumsfest in Arnsberg gewesen, naja. Aber die Radfahrt dahin und zur\u00fcck kann als durchaus spritziges Vergn\u00fcgen bezeichnet werden. Durchnass bis auf die Haut und trotzdem gl\u00fccklich.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Kraiken geerntet und zu Mirabellenmarmelade weiterverarbeitet. Muss jetzt einige Tage ruhen, um den richtigen Geschmack zu entwickeln. Richtig lecker wird sie wohl erst im Herbst sein. Dann auf einem frischen Graubrot oder in den Joghurt ger\u00fchrt, da l\u00e4uft mir schon beim Gedanken das Wasser im Mund zusammen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Es ist mir immer wieder ein inneres Laubh\u00fcttenfest, durch das entschiedene Zugreifen auf Situationen, das Nutzen von Menschenpotential, andere zum Kopfsch\u00fctteln zu bringen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">23.08.2014<br \/>\nDer Wald ruft. Wandern zwischen Sonnenschein und kleinen Regeng\u00fcssen, leichtem Prickeln der Tr\u00f6pfchen auf der Haut. Die gedachten Wanderungen, die gro\u00dfen Herbstank\u00fcndigungen haben wohl nicht sollen sein. Naja, auch das ist Leben, immer mit Ver\u00e4nderungen zu leben und nie auf das zu vertrauen, was vielleicht mal geplant gewesen sein k\u00f6nnte. Jetzt nicht mehr. Aber so, mit ihnen war es auch sch\u00f6n, vielleicht gerade sch\u00f6n. Die Pilze finden sich wieder ein, zeigen ihre K\u00f6pfchen und teilweise m\u00e4chtigen Kappen, Steinpilze nat\u00fcrlich, Perlpilze, R\u00f6hrlinge, Maronen, Goldr\u00f6hrlinge und R\u00f6tlinge, Birkenpilze und T\u00e4ublinge nicht zu vergessen, einige Sorten, die ich nicht einzuordnen wage, zu \u00e4hnlich erscheinen sie auf den unge\u00fcbten Blick. Auch einige der ber\u00fchmten Giftpilze haben wir gefunden und nat\u00fcrlich respektvoll stehen lassen. Viel ungenie\u00dfbares Zeug. Dieses Suchen, Blicke durch die Landschaft streifen lassen, Unebenheiten, Zusammenh\u00e4nge, die Merkmale erkennen und dann mit Gl\u00fcck Erfolg haben. Da lacht das Sammler- und J\u00e4gerherz, Relikt unserer pr\u00e4historischen Vergangenheit. Und mittags die Pilzpfanne mit Schalotten, Knoblauch, frischen Gartenkr\u00e4utern und gutem Salz, einfachstes Essen aus der schmiedeeisernen Pfanne. Ein Fest f\u00fcr die Sinne. Jaja, ich wei\u00df, manchmal gerate ich ins Schwelgen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/MG_8268.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"_MG_8268\" src=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/MG_8268-1024x682.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.08.2014<br \/>\nIm Vergleich zwischen mir und meinem Spiegelbild habe ich mich doch besser gehalten. Das innere Eigenbild ist eben anders. Guck ich in den Spiegel, ist mit jeder Falte, die sich auftut, mit jeder Runzel, die sich bildet, die Perfektion des Faltenwurf-Stilllebens offensichtlich gegeben. All das, wor\u00fcber wir als Jugendliche lachten, ist jetzt eingetreten und ich bin nicht b\u00f6se dr\u00fcber. Jede Alterung der Haut zeigt, dass ich gelebt habe. Dass ich geliebt, gegessen, getrunken, gelacht, geraucht, gelitten, genossen habe, ohne irgendetwas zu bereuen.<br \/>\nDie Leute qu\u00e4len sich, ihren k\u00f6rperlichen Stauts Quo aufrecht zu erhalten, laufen Runde um Runde um die Seen und Teiche \u2013 selten sah ich dabei welche, die l\u00e4cheln konnten. Rolle ich mit dem Rad, ja, es ist anstrengend und manchmal sehr m\u00fchsam, doch zwischendurch, wenn es bergab geht, habe ich jede Menge zu lachen.<a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/IMG_5782.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"IMG_5782\" src=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/IMG_5782-1024x682.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">21.08.2014<br \/>\nBeizeiten, wenn vereinzelte Bl\u00fcten der Clematis Rubens, die Nachz\u00fcgler, ins Fenster leuchten, wenn die Rose ihre Rosapracht noch einmal in den Regen schiebt, wenn da unten im Garten die Raupen ihre Fresst\u00e4tigkeit eingestellt haben und sich verpuppen, kommt mir zu Bewusstsein, ja, der Herbst hat schon lange eingesetzt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.08.2014<br \/>\nUnd pl\u00f6tzlich macht es wieder Spa\u00df. Wieso sich weiter mit den M\u00f6glichkeiten des Gewesenw\u00e4re auseinandersetzen? Ja, die Wochen waren durchaus schwierig, aber eben nicht nur. Alles geht weiter.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">19.08.2014<br \/>\nDie Gesichter wiedersehen, die Gespr\u00e4che verfolgen und jene Floskeln, die tausendfach geh\u00f6rt. Und zwischendurch die kleinen Stiche setzen und Wahrheiten aussprechen, die andere nur denken.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.08.2014<br \/>\nWenn der Urlaub, die Erlaubnis, sich frei zu bewegen und zu tun, was man mag, sich dem Ende n\u00e4hert, dann kann durchaus schon mal die Sorge aufkommen, was danach geschehen mag, aber das ist nicht meins, ich freue mich im Gegenteil.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">17.08.2014<br \/>\nSerienerinnerungen. Augen-Blicke und sehen und verwoben und verstehen und leisten und machen und reflektieren und reduzieren und wiederholen und verwerfen und \u00fcberarbeiten und besprechen und hinweisen und alles infrage stellen und dies und das und wie und warum und hier und dort und weil wir es so wollen und das so notwendig ist und wir machen das einfach und \u00fcberlegen nicht und das geht doch nicht und vielleicht sollte man das doch infrage stellen, auch wenn du es nicht willst und wieweit wirst du gehen und \u00fcberhaupt, gibt es da Gemeinsamkeiten und und Schnittmengen und was soll das Ganze letztlich auch und Sekt oder Selters und guck dir diesen K\u00f6rper an und und das kann doch mal wieder nicht funktionieren, weil ich nicht daran glauben kann und du musst endlich tanzen lernen und dich an meinen K\u00f6rper schmiegen und alles und alles ist doch nicht so, wie wir es gedacht haben und was z\u00e4hlt da, dass ich dich liebe und \u00fcberhaupt hast du dich doch so verhalten und immer wieder die Wiederholungen sogar im Fernsehen und \u00fcberall und immer wieder, was soll das eigentlich? Fertig geworden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">16.08.2014<br \/>\nEiniges braucht intensives Gespr\u00e4ch, anderes intensives Gef\u00fchl, schade, wenn es auf K\u00f6rperlichkeit reduziert wird.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.08.2014<br \/>\nDiese Klangteppiche, diese geerdete Musik, im n\u00e4chsten Moment v\u00f6llig sph\u00e4risch, jedes Mal genie\u00dfe ich Oelingstock. Zwischen Sprachfetzen und manchmal zusammenh\u00e4ngenden Texten, Bl\u00f6dsinn und intelligenter Weltbeobachtung, wummernden Rhythmen aus den verschiedenen Schalterpulten, den verzerrten Gitarren und B\u00e4ssen, den harten Beats des Schlagzeugs kann ich mir Denkr\u00e4ume erschlie\u00dfen und neben guten Menschen schweigen, ganz dem\u00fctig. Dann reichen die kurzen, die fl\u00fcchtigen Ber\u00fchrungen, die Umarmungen und erkennenden Blicke aus. Kurz am Ellebogen gedr\u00fcckt zu werden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">14.08.2014<br \/>\nEinen Tag weg, raus aus dem Geschehen und ganz herunter kommen, im Wissen, bald wird es wieder rummelig. Es mag vielleicht manchmal dann nach Unzufriedenheit aussehen, aber ich bin es einfach nicht gewohnt, nichts zu tun.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.08.2014<br \/>\nErkenntnis des Abends: \u00dcbermenschen und Irrlichter haben eines gemeinsam: sie blenden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">12.08.2014<br \/>\nN\u00e4chte k\u00f6nnen zuweilen ja recht lang werden, immer dann, wenn der wohlverdiente Schlaf nicht kommen mag. Es gibt aber auch solche, da f\u00fchlst du eine wohlige Bettschwere und l\u00e4sst dich fallen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Das ist sch\u00f6n, wenn abends pl\u00f6tzlich von \u00fcberallher junge Menschen kommen und einfach zusammensitzen und Musik h\u00f6ren. Eine alte Schallplatte aus den 80er Jahren \u2013 Atmosphere von Joy Division.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">11.08.2014<br \/>\nZum ersten Mal im Leben die Wurzeln von gro\u00dfen Kletten gesammelt und gegessen: So lecker, werde n\u00e4chstes Jahr mal welche anbauen im Garten.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.08.2014<br \/>\nEs reicht einfach nicht, einfach nur einen Traum zu haben, du musst immer wieder den Hebel finden, die Chance nutzen, die Ideen umzusetzen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">09.08.2014<br \/>\nIn die Gesch\u00e4fte, Klamotten und Materialien besorgen, es geht daran, die Tr\u00e4ume in die Tat umzusetzen. Und meine sind nicht hochtrabend, sondern orientieren sich am Machbaren.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">08.08.2014<br \/>\nEin freier Freitag, jetzt sind Ferien.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">07.08.2014<br \/>\nJA, fertig. Das Dach kann sich sehen lassen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">06.08.2014<br \/>\nSo also, einen Tag verloren, aber was soll es, der Tage sind viele und wir haben nicht, sondern sind Zeit.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.08.2014<br \/>\nPaket f\u00fcr Paket, Pfanne f\u00fcr Pfanne mit der Leiter auf das Dach. Immer vier St\u00fcck auf den Haufen gelegt, sch\u00f6ne einer neben dem anderen. Das Dach f\u00fcllt sich.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">04.08.2014<br \/>\nNicht h\u00e4ngen lassen, sondern umr\u00e4umen und aufbauen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">03.08.2014<br \/>\nGut, das hat richtig weh getan, dar\u00fcber mal wieder nachzudenken: Was l\u00e4uft hier eigentlich falsch? Manchmal denke ich, dass die Treppenwitze doch was f\u00fcr sich haben. Immer wieder hat man die wunderbare Gelegenheit gl\u00fccklich zu lachen, nur um im n\u00e4chsten Moment auf den Boden der erfundenen Realit\u00e4t geholt zu werden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">02.08.2014<br \/>\nKaltschwei\u00dferwachen und Hinf\u00e4lligkeit gepaart mit einem ungeahnten verbalen Tiefschlag, den ich erst sp\u00e4t verstanden habe, das ist kaum umzusetzen. Den Tagesstart kann ich mir besser vorstellen. Aber freundliche Augen. Nach Abbrechen eines Gep\u00e4cktr\u00e4gers die Erkenntnis, dass mit einem Rad nicht alles in gro\u00dfen Mengen zu transportieren ist. Der Nippsche Reparaturdienst richtet das Notwendigste. Und tsch\u00fcss.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Die folgende, die nachmitt\u00e4gliche Fahrradtour durch das idyllische Ruhrtal bis zur Sitzunf\u00e4higkeit zeigt, dass man alles \u00fcbertreiben kann, aber vielleicht nicht immer sollte. Das erinnert mich an einen Spruch, den ich in einer Tiefgarage in Tiers am Rosengarten gelesen habe: Man muss wissen, wie weit man zu weit gehen kann.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.08.2014<br \/>\nUnd manchmal verlaufen die Tage so v\u00f6llig anders als gedacht. Aber immerhin war der Abend am Lagerfeuer mit allen denen sehr sehr sch\u00f6n, die gekommen sind, abgesehen vielleicht von einigen verbalen Entgleisungen hinsichtlich von albernen Fu\u00dfballvorlieben, Lieblingsspielern und Vereinen. Muss denn jede Ballsportgruppe mit irgendwelchen Schimpfw\u00f6rtern versehen werden? Diese Radikalit\u00e4t der sogenannten Fans st\u00f6\u00dft bitter auf. Zwischen Freunden oder Bekannten sollten drei Themen grunds\u00e4tzlich ausgeklammert werden: Fu\u00dfball, Politik und Religion, sie sind, seit ich denken kann, immer mit gewisser Aggression verbunden. Das mag daran liegen, dass sie immer auf Abgrenzung angelegt sind.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">31.07.2014<br \/>\nUnd dann passiert es, dass ein kleiner Fehler dich um einen Tag in der Arbeit zur\u00fcckwirft.<br \/>\nEine Idee am Rande: Wenn die Schiffe zwischen den Ozeanen nicht fahren wollen, die Br\u00fccken nicht gebaut sind, dann warte man doch einfach auf die Kontinentalverschiebungen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">30.07.2014<br \/>\nAlso mal wieder trotzen, dem Wetter, der Schlaflosigkeit, dem Kreislauf und abends doch noch eine Runde um den n\u00e4chsten Stausee gefahren.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">29.07.2014<br \/>\nJa, wahrscheinlich ist es wirklich so: Mein Leben ist eines der verpassten Augenblicke und vor allem des falschen Timings. Aber das mag damit zusammenh\u00e4ngen, dass meine Handlungen und Worte nicht strategisch sind.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">28.07.2014<br \/>\nGl\u00fcck ist, wenn man gerade die Plane auf dem Dach hat und es dann anf\u00e4ngt wie aus Eimern zu sch\u00fctten. Ein Prasseln und Klatschen und Schlagen und zum ersten Mal seit Monaten l\u00e4uft das Geb\u00e4ude nicht voll.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">27.07.2014<br \/>\nDie Abschiede, diese inneren Barrieren.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">26.07.2014<br \/>\nDieser Faden, dieser Docht in mir, der glimmt und gl\u00fcht, nur an manchen Stellen droht er immer wieder zu rei\u00dfen oder vielleicht zu verbrennen. Vielleicht, wer wei\u00df, gibt es ihn auch gar nicht.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">25.07.2014<br \/>\nManche Tage tragen in sich so viel Sch\u00f6nheit, dass es kaum zum Aushalten ist. Wunderbares Wetter, Menschen, bis sp\u00e4t in die Nacht lagerfeuern.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">24.07.2014<br \/>\nEs gibt M\u00f6glichkeiten zur Perfektion, ja, aber das kann ich nicht.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">23.07.2014<br \/>\nWeiter \u2013 immer weiter \u2013 machen und wachsen sehen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.07.2014<br \/>\nEndlich wieder einmal, endlich wieder einmal durch die Stadt laufen, nachts und kaum Menschen auf den Beinen und wir kleben die Papiere mit bunten Bildern an die Fensterscheiben. Insgesamt f\u00fcnf. Freuen uns \u00fcber die Vorstellung des Ausdrucks der Gesichter, wenn sie etwas entdecken. Wir hatten unsere Freude daran und vor allem Zeit, gute Gespr\u00e4che zu f\u00fchren. Daf\u00fcr sollte eine Dankbarkeit entstehen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">21.07.2014<br \/>\nEigentlich wollte ich mich ja nie \u00fcber das Wetter beklagen und eigentlich habe ich auch gar keinen Grund dazu, aber wenn der Bau mal wieder volll\u00e4uft und zum Aquarium wird, dann kann das schon mal \u00e4rgern. Immerhin laue Nacht dann drau\u00dfen, lange im Garten gesessen und den Ger\u00e4uschen die Aufmerksamkeit gewidmet.<br \/>\nUnd irgendwas stimmt wohl mit der mobilen Kontaktstation nicht richtig, es gehen keine Nachrichten ein, habe wohl was falsch gemacht.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.07.2014<br \/>\nNat\u00fcrlich kann man aus der Vernunft heraus entscheiden, kann den Kopf das Handeln bestimmen lassen, kann s\u00e4mtlich alle Dinge hinterfragen, auf ihren Sinn und ihren Modus. Sicher sollte man das Leben soweit absichern, dass es gut lebbar wird. Auf keinen Fall sollten Unw\u00e4gbarkeiten zugelassen werden. Die Ger\u00fcchte einer Kleinstadt sollten immer ernst genommen werden. Aber zwischendurch kann durchaus auch gelebt werden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">19.07.2014<br \/>\nAn solchen Tagen sollte man am besten die Rolladen herunterlassen und sich mit guten B\u00fcchern an k\u00fchle Pl\u00e4tze verziehen, darauf hoffend, dass es bald wieder k\u00fchler, ertr\u00e4glicher wird.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.07.2013<br \/>\nZuviel Sonne wirft mich immer aus der Bahn. Zuviel Reden auch, manchmal ist das Tun einfacher und besser.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">17.07.2014<br \/>\nZuweilen m\u00fcssen Kompromisse gefunden werden, Anpassungen vorgenommen. Beizeiten sollten auch Pausen genommen werden, damit die Dinge aus anderer Perspektive wahrnehmbar sind. Wunderbar, wie sich frisches Holz mit dem blauen Himmel kontrastiert.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">16.07.2014<br \/>\nWieder einmal die Erkentnis, dass alle mitmachen, wenn sie Lust haben und wenn alle anpacken, es auch machbar ist. Eine Woche noch, dann k\u00f6nnte ein wichtiger Bauabschnitt geschafft sein: das Dach.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.07.2014<br \/>\nUnd da kann er pl\u00f6tzlich wieder lachen und es ist zu merken, das war schwer. Wer lange knabbert, hat das dickste Seil irgendwann durchgenagt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">14.07.2014<br \/>\nZuweilen ist das Leben von Verwirrungen und Missverst\u00e4ndnissen gepr\u00e4gt. Immer mehr habe ich das Gef\u00fchl, unsere gemeinsame Sprache trennt uns mehr, als dass sie Verst\u00e4ndigung schafft. Jeder hat seine Form der semantischen F\u00fcllung.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.07.2014<br \/>\n\u201cVielgestaltig ist das Ungeheure und nichts ist ungeheurer als der Mensch.\u201d, sagte der alte Sophokles und wir m\u00fcssen dieser Tage erleben, dass er immer noch recht hat. Die laufen br\u00fcllend, fahren hupend durch die Nacht. Menschen, die sich sonst aufregen, wenn kleine Kinder in der Nachbarschaft schreien.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">12.07.2014<br \/>\nDurch die Ruhrwiesen, Nebel stieg noch, ein unbeschreibliches Licht. Wenn man es nur fangen, fassen k\u00f6nnte, aber das haben schon andere vergeblich versucht. Und zuf\u00e4llig trifft es sich, dass mir innerhalb zweier Stunden zwei alte Bekannte \u00fcber den Weg laufen. Der eine beobachtet V\u00f6gel, der andere schleppt Pakete. Mit beiden kurze Gespr\u00e4che, immer etwas ironisch, vielleicht auch melancholisch. Die Vergangenheit ist einfach nicht heraufzubeschw\u00f6ren. Der R\u00fcckweg \u00fcber die Haar, kleine Ortschaften mit einigen netten Ecken. Die Sonne gewinnt an Kraft. So eine Tour musste sein, musste eine Erdung finden, der inneren Entwurzelung entgegen. Verwerfungen ver\u00e4ndern die Landschaft. Wenn es eine Erkentnis gibt: Letztlich bist du auf dich selbst gestellt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Abends sch\u00f6ne Stunden bei den f\u00fcr heute selbst so ernannten Hippies, nette Menschen, die mich einfach so annehmen. Fertig. Keine \u00c4u\u00dferlichkeiten, keine Fragen, aber ein offenes Lachen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">11.07.2014<br \/>\nSo nicht! So also nicht.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.07.2014<br \/>\nWegen Krankheit eines Mitwanderers verfr\u00fchte Abreise, lange Fahrt nach Hause, die Mitfahrer schlafen fast die gesamte Zeit.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">09.07.2014<br \/>\nMorgens war noch dieser sehr seltsame Sieg der deutschen Fu\u00dfballnationalmannschaft \u00fcber Brasilien Thema. Sogar Norweger kamen an unseren Tisch, um zu gratulieren. Aber warum mir, ich habe nichts dazu beigetragen. Die Fu\u00dfballfans unter uns waren jedenfalls aus dem H\u00e4uschen. Ist wohl etwas Besonderes \u2013 kann ich nur vermuten. Gut. Aber dann die Tour zur Padova-H\u00fctte, landschaftlich wieder sehr reizvoll, einfach sch\u00f6n. Wieder und wieder. Stiegen, zwei P\u00e4sse, ein riesiges Schneefeld. Alle schaffen es, trotz Krankheitszwischenfall mit Panikattacke. Wieder hin und weg, aber platt. Bei Ankunft trinken vier von uns einen Enzian. Leicht bes\u00e4uselt der letzte H\u00fcttenabend. Die Wirte, sehr nett, werde ich allerdings nicht zeichnen, wie die letzten. Irgendwie alles sehr gem\u00fctlich und doch befremdlich. Heute zerstreuen sich alle elf. Jeder scheint seinen Freiraum zu brauchen. Auch das ist manchmal wichtig.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">08.07.2014<br \/>\nWanderung im str\u00f6menden Regen. Bis zum letzten Fetzen alles durchgen\u00e4sst, aber bester Stimmung auf Rifugio Pordenone. Spr\u00fcche des Tages: Alles macht Spa\u00df, wenn man Bock drauf hat. \/\/In zwanzig H\u00f6henmetern sind wir da.\/\/Alles was nass ist, kann auch wieder trocknen.\/\/Irgendwann ist jeder Regen vorbei.\/\/ Heute schon ausgelaufen?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Die Wirte nehmen mich mit ihrem Charme, ihrer herzlichen Freundlichkeit v\u00f6llig ein. Die sind echt!<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">07.07.2014<br \/>\nZweiter Tag der Tour. Steiler Aufstieg, mit fantastischem Panorama, unglaubliche Vielfalt, Flora und Fauna, Landschaft, der Himmel. Eindr\u00fccke. Ganz pl\u00f6tzlich tauchen ganz in der N\u00e4he vier junge Steinb\u00f6ck auf, neugierig, Gl\u00fcck. So nah habe ich noch nie in freier Natur diese wundersch\u00f6nen Tiere gesehen. Sie posieren auch noch in aller Ruhe, als m\u00f6chten sie sich fotografieren lassen. Die Kameras tun ihre Arbeit. Alle elf begeistert, leuchtende Augen und l\u00e4cheln. Wir lassen die Tiere zur\u00fcck, m\u00fcssen \u00fcber den n\u00e4chsten Kamm, ihn \u00fcberwinden und pl\u00f6tzlich taucht vor der f\u00fchrenden Wanderin ein kapitaler Bock auf, vielleicht drei vier Meter entfernt. Riesiges Geh\u00f6rn, sie stehen sich Aug in Aug gegen\u00fcber. Auch er posiert in aller Ruhe, bleibt in unserer N\u00e4he. Jetzt fahre ich seit vierzig Jahren in die Alpen, aber so etwas durfte ich bisher nicht erleben. Tr\u00e4nen in den Augen vor Gl\u00fcck. Irgendwann nach luftigem Abstieg an der Rifugio Flaiban Pacherini und \u00fcber den Weg schl\u00e4ngelt sich eine junge, fein gezeichnete Kreuzotter. Diese Wanderung war wohl die sch\u00f6nste, die ich bisher erleben durfte, kurz vor der H\u00fctte ein Puck mit rund 40 Frauenschuhen, leider noch nicht aufgebl\u00fcht, muss in wenigen Tagen eine tolle Pracht sein. Das Essen duftet vorz\u00fcglich, wenn es nur halb so gut schmeckt, wird es ein Festmahl. Die Jungs haben sich die Karten gesichert und spielen Doppelkopf. Runde um Runde. Irgendwie scheinen alle gl\u00fccklich zu sein. Wir haben alle viel geleistet, zugegeben zu unserem eigenen Erg\u00f6tzen. H\u00e4tte nicht gedacht, dass es so sch\u00f6n werden w\u00fcrde, zu elft zu wandern. Jeder hat wechselnde Gespr\u00e4chspartner, jeder kann sich zwischendurch in seine Gedanken zur\u00fcckziehen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">06.07.2014<br \/>\nFr\u00fch geweckt vom Kuckuck, aufstehen, fr\u00fchst\u00fccken mit den 11 und dann Zelte abgebrochen, auf zur ersten H\u00fctte. Rifugio Giaf. Sp\u00e4ter noch eine weitere Wanderung mit kleiner Gruppe \u00fcber zwei heftige Scharten. Insgesamt 1300 H\u00f6henmeter hoch, 800 hinunter. An die Grenzen meiner Leistungsf\u00e4higkeit gekommen. Unglaublich viele Blumen auf dem Weg, viele Lilien und Orchideen, auch seltsam geformte Farne. Bin v\u00f6llig hin und weg. Abends mit den elf gemeinsames Essen,Wein, Wasser, Pasta und dann fr\u00fch ins Bett. Der Tag war sch\u00f6n und ersch\u00f6pfend.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.07.2014<br \/>\nDen ganzen Tag gefahren, tausend Kilometer und am Ende nach Verfahren doch noch angekommen. Gl\u00fccklicherweise haben die drei Mitfahrer meine zwischenzeitig schlechte Laune erfolgreich aufgefangen. Zum Schluss konnten wir alle herzlich lachen. Forni di Sopra \u2013 Zeltplatz \u2013 mit den elf zusammen gekocht und auf die Wanderung vorbereitet. Die Stimmung ist gut. Der K\u00e4se und die Wurst, welche wir in Sexten gekauft hatten, haben dazu beigetragen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">04.07.2014<br \/>\nGespr\u00e4chsschnipsel, die ich nicht ordnen konnte, deren Inhalt ich aber gerne verstehen w\u00fcrde \u2013 m\u00f6chte nach hinten legen \u2013 folgende Sub \u2013 weisen Defizite auf \u2013 hat l\u00e4ngere Gespr\u00e4che mit uns gef\u00fchrt \u2013 gibt daf\u00fcr keinen Ansatzpunkt her \u2013 und k\u00fcmmern uns derzeit intensiv um \u2013 der hat auch \u2013 ein Minimalist \u2013 habe gestern noch lange telefoniert \u2013 wird uns verlassen \u2013 kann sie punktuell \u2013 und auch da ist wieder nichts passiert<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">03.07.2014<br \/>\nDie Dinge laufen wie sie sollten, zumindest scheint es so, mal sehen, was noch alles falsch laufen k\u00f6nnte.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">02.07.2014<br \/>\nManches w\u00fcrde ich gerne nach hinten verlegen, aber die meisten Sachen h\u00e4tte ich lieber hinter mir.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.07.2014<br \/>\nUnd die Frage, ob es irgendwie zu schaffen ist, bleibt wie immer unbeantwortet. Wandern und viel sprechen und hoffen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">30.06.2014<br \/>\nEs gibt immer wieder mal Momente mit Gl\u00fcck, aber letztlich bleiben sie Momente.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">29.06.2014<br \/>\nWenn aus dem Bl\u00e4tterdach der Nebel aufsteigt, die Landschaft in einen mystischen Raum verwandelt, dann muss ich die Gelegenheit ergreifen und anfangen zu leben. In aller Ruhe, ohne zu wissen, was werden wird, trotz aller \u00c4ngste, die aufkommen k\u00f6nnen. Manchmal hei\u00dft Zukunftsforschung, den n\u00e4chsten Schritt zu tun.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">28.09.2014<br \/>\nHatte die Nacht \u00fcber kr\u00e4ftige Basskl\u00e4nge auf die Ohren bekommen. Diese jungen Musiker bringen jeden dazu, die Beine nicht mehr ruhig halten zu k\u00f6nnen. Gegen f\u00fcnf Uhr stehe ich vor dem Haus, die Amseln zwitschern, der Tag dr\u00e4ut und alles kommt mir so irreal vor.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">27.06.2014<br \/>\nUnd pl\u00f6tzlich gelingen mir Dinge, die ich niemals f\u00fcr m\u00f6glich gehalten hatte. Da bekommt man auch schon mal ein Kamel durch das Nadel\u00f6hr.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">26.06.2014<br \/>\nSpekulationen sollten einfach eingestellt werden, vor allem dann, wenn zwischenzeitlich\u00a0 die Grundlagen verschwimmen oder verschwinden. Lustig wird es, wenn es solche niemals gegeben hat.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">25.06.2014<br \/>\nDer Mensch sei nur dann wirklich Mensch, wenn er spiele, so hatte es wohl Schiller in seinen Schriften zur \u00c4sthetik formluiert. Auch wenn dies wohl eher k\u00fcnstlerisch gemeint ist, kann ich es auf mein Leben \u00fcbertragen. Wenn vier von sechs Spielen gegen Freunde, die ich als besser einsch\u00e4tze, gewonnen werden, dann macht dies rein menschlich gl\u00fccklich.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">24.06.2014<br \/>\nAuf dem Rasen ein neues Hochbeet errichtet. Alles hat eine Idee, ein Vorspiel und seine Gr\u00fcnde. Eigentlich wollte ich ja nur den Splitt vom Anh\u00e4nger laden, aber ich wusste nicht wohin damit. Also eine M\u00f6glichkeit suchen, was zu tun w\u00e4re. Graben um den Anbau ausheben, damit dieser besser trocknen kann. Aber wohin mit dem Aushub? Also habe ich aus den Bruchsteinen, die hinter dem Schuppen lagen, ein Hochbeet gebaut und den Aushub dorthin, dann vielleicht in den n\u00e4chsten Tagen doch den Anh\u00e4nger freischaufeln. Den Graben zumindest unten mit einer Schicht Kies als Drainage anf\u00fcllen und schon fertig. Endlich kann ich meine Kr\u00e4uter stehend ernten.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">23.06.2014<br \/>\nNach unruhigen Tr\u00e4umen, nach unsteter Nacht einsehen m\u00fcssen, dass Schlafen doch gesund sein muss.<br \/>\nMan muss nicht unbedingt erwarten, dass die Gedanken, die man hat, bei allen Menschen auf Gegenliebe sto\u00dfen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.06.2014<br \/>\nEin unerwarteter Anruf, der die Dinge in Bewegung bringt. Sch\u00f6n dabei die kleinen Missverstandenheiten, die Kommunikation ausmachen. So sollte es sein.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">21.06.2014<br \/>\nDas passende Wetter zum Sommeranfang. Nein, schallt es durch die Nacht. Ein Stammeln von Silben und Kl\u00e4ngen, Hip-Hop mit seinen Redundanzen und gebrochenen Loops. Taktverschiebungen im n\u00e4chsten Lied, als Anprangern der Umst\u00e4nde, aus denen niemand fliehen zu k\u00f6nnen meint. Letztlich aber nur v\u00f6llig alberne Floskel in ihrer tr\u00e4gen Wiederholung.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.06.2014<br \/>\nWachstum ist ein Prozess und kein Ding der ruckhaften Pl\u00f6tzlichkeit. Vertrauen geh\u00f6rt dabei wohl zu den Dingen, die sehr langsam wachsen. Aber es hat sich ja letztlich gezeigt, dass gerade diese Dauer Stabilit\u00e4t schafft.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">19.06.2014<br \/>\nIst eigentlich ziemlich verrr\u00fcckt, immer dann, wenn man die Unwahrscheinlichkeit als Wahrheit akzeptiert, schl\u00e4gt sie mit ihrem Eintreffen dem Denken ein Schnippchen. Geht man allerdings davon aus, dass dieses immer dahin f\u00fchrt, dass das Gegenteil eintreten m\u00fcsste, so wird die Unwahrscheinlichkeit ihrem Namen alle Ehre machen. Genau dann muss ich an Douglas Adams denken und schmunzeln.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.06.2014<br \/>\nW\u00e4hrend die einen sich unglaublich steigern, brechen die anderen ein. Aber ein \u00f6ffentliches Scheitern zu erleben, ist durchaus lustig. Ja, Fu\u00dfball ist das wahre Theater.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Bis sp\u00e4t in der Nacht immer wieder einschlafend am Lagerfeuer gesessen. Erste Gl\u00fchw\u00fcrmchen flogen und ich war gl\u00fccklich.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">17.06.2014<br \/>\nZuweilen schl\u00e4ft es sich fr\u00fcher ein, als man geplant hatte.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">16.06.2014<br \/>\nLeichte Schl\u00e4ge auf den Hinterkopf f\u00f6rdern das Denkverm\u00f6gen, hatte mein Mathelehrer jedesmal gesagt, wenn er die Sch\u00fcler mal mehr, mal weniger heftig get\u00e4tschelt hat. Ein kr\u00e4ftiger Schlag in den Nacken h\u00e4tte diesem Mann vielleicht auch geholfen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.06.2014<br \/>\nUnsere Baustellen in jeder Lebenslage. Immerhin, es geht voran.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">14.06.2014<br \/>\nDen ganzen Tag gearbeitet und dann beim wohlverdienten Saunieren pl\u00f6tzlich feststellen, dass eigentlich gar kein Grund besteht, die Welt nur grau zu sehen. Das Jetzt genie\u00dfen, egal was auch kommen mag oder wie die jetzigen Wirren sich entwickeln.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.06.2014<br \/>\nGibt es eigentlich Sch\u00f6neres als mit dem Rad durch die Lande zu radeln, alle im Weg liegenden vorhandenen St\u00f6cke und Steine mitnehmen, zerbrechend zerfahren und dreckig nach Hause kommen, als sei man das Kind von fr\u00fcher, welches unerlaubt drau\u00dfen im Dreck gespielt hat.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Der Film \u201cMelancholia\u201d hat mich v\u00f6llig umgehauen, die Nacht wurde zu einem verwirrenden Alpdruck. Konnte die Bilder riechen und f\u00fchlen. Habe den Streifen tr\u00e4umend erschlossen und bin immer wieder aufgewacht.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">12.06.2014<br \/>\nImmer wieder erstaunlich, in welcher Weise eine ordentliche Dopaminaussch\u00fcttung einen Tag lang das Leben ver\u00e4ndern kann.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">11.06.2014<br \/>\nEinen alten Studienfreund wieder gesehen, nach zwei Jahren ins Lachen dieses Mannes zu schauen, ist wie eine Frischzellenkur. Ja, die Ausstellung war auch ganz gut. Mutiger als noch vor zwanzig Jahren dort.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.06.2014<br \/>\nUnd dann gibt es Tage, an denen wei\u00df\u00a0ich gar nicht, was man mit sich anfangen soll, sondern sich am liebsten irgendwo verkriecht. Aber dann geht die T\u00fcr auf und ich blicke ganz unverhofft\u00a0in diese jugendlichen Augen, die Zukunft leuchten und ich wei\u00df wieder, was zu machen ist.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">09.06.2014<br \/>\nAlle Gespr\u00e4che k\u00f6nnen in Ruhe gef\u00fchrt werden, solange sie keine historische Dimension haben. Einfach die Vergangenheit ausblenden und \u00fcber das Jetzt sprechen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Gewitter in einem Auto zu sitzen, das ist sch\u00f6n, leider fehlte die Kamera. So muss ich es mir selber merken. Himmelszeichnungen \u00fcber hunderte von Kilometern.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">08.06.2014<br \/>\nDas b\u00f6se an Tagtraumwolken ist, dass sie sich meist wieder aufl\u00f6sen und dich\u00a0 fallen lassen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">07.06.2014<br \/>\nGanz fr\u00fch morgens durch den Wald gerast und zwischendurch angehalten, die Frische, welche mich fr\u00f6stelnd angeweht hat in einigen T\u00e4lern, und die Hitze, die mich traf wie ein Fausthieb. Bis hin zur Ersch\u00f6pfung. Alles flirrt, die ersten Pilze ziehen vor\u00fcber, sogar schon ein Steinpilz. Zu entdecken: Leben ist sch\u00f6n.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">06.06.2014<br \/>\nUnd pl\u00f6tzlich ist alles ganz anders.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.06.2014<br \/>\nDas Gl\u00fcck in den Kleinigkeiten erkennen k\u00f6nnen, erst dann, wenn es verloren wurde.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">04.06.2014<br \/>\nNicht alle \u00dcberraschungen sind freundlich, das muss man erkennen, wenn das Vorderrad \u00fcberraschend zwischen den Geleisen sich verkantet.<br \/>\nZuweilen ist es ein Blick und auffordernde Geste, die dich weiter bringt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">03.06.2014<br \/>\nEinen ganzen Tag Holz geschnitten, alte Balken, altes Zeug, das in den Ecken herumstand. Soviel ist zusammengekommen, dass im Winter ganze Wochen vor dem Kamin verbracht werden k\u00f6nnen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/B%C3%A4sser-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"B\u00e4sser 1\" src=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/B%C3%A4sser-1.jpg\" width=\"648\" height=\"432\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">02.06.2014<br \/>\nDu kannst immer etwas machen, das ist vielleicht die beste Lehre dieser Tage. Die zweite ist, dass Wartenk\u00f6nnen mehr als eine Tugend ist, sondern sinnvoll.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.06.2014<br \/>\nIst es Wahnsinn oder Spa\u00df, sich so bedingungslos den physikalischen Kr\u00e4ften auszusetzen? Auf jeden Fall spielen dann Physik und Chemie der Biologie einen Streich.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Ich\u00a0sollte die Vergangenheit genau das sein lassen, was sie ist, alles andere f\u00fchrt zu schmerzendem Missverstehen. Zur Bewertung gibt es andere Menschen, die sowieso alles kommentieren.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">31.05.2014<br \/>\nZuweilen lebt es sich gut in den Tag hinein, dann vergesse ich, dass einige Fragen durchaus virulent sind.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">30.05.2014<br \/>\nManchmal gibt es zwei M\u00f6glichkeiten, die das Nichthandeln erkl\u00e4ren. Angst oder Unwichtigkeit.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">29.05.2014<br \/>\nWenn dir die Frage nach dem Zufall oder der etwaigen Planung gestellt wird, dann bleibt wohl nichts anderes \u00fcbrig, als alles in Frage zu stellen. Dir bleibt nichts \u00fcbrig, als nichts infrage zu stellen, weil du erkennst, dass es keinen Unterschied macht, solange du dabei gl\u00fccklich bist.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Manche Kritik trifft mich mehr als andere, weil sie von einer bestimmten Person kommt, oder vielleicht auch, weil sie die Wahrheit auf den Punkt beschreibt. Aber tr\u00f6stlich dann, dass das Vorhandene in der Kunst noch lange keine Wahrheit ist. Die Wahrheit aber nicht auch \u00fcberhaupt vorhanden sein muss. Er blickt mich an und sagt ganz trocken hinter seinem Nutellabrot: \u00a0\u201dErst wenn es belastbare Beweise gebe.\u201d<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">So knallt das blendende Gelb ins Orange und Fische entwickeln ihre eigene Perspektive.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">28.05.2014<br \/>\nWir sehen viele Dinge vielleicht nicht oder noch wahrscheinlicher, zu sp\u00e4t. Die Kinder aber sind so feinf\u00fchlig, dass sie zum Erkennen kommen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">27.05.2014<br \/>\nManchmal l\u00e4sst sich die innere Ruhe nur im Untertauchen in der Masse finden, meistens aber woanders, im Gespr\u00e4ch.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Bei allem schmerzt vielleicht am meisten das Erkennen der Fl\u00fcchtigkeit von Zeit, der Endlichkeit der M\u00f6glichkeiten.<br \/>\nDie meisten Menschen erleben wir als Schemen, als l\u00f6sliche Interventionen im Raum-Zeit-Gef\u00fcge oder einfach als Schatten, die kurz unsere Sicht versperren. Die wenigen Menschen, welche uns ber\u00fchren aber, sie begleiten uns trotz allem lange Jahre, vielleicht ein Leben.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">26.05.2014<br \/>\nGanz ohne Erwartungshaltung an das Tun heranzutreten und hierdurch gerade vielleicht einen Erfolg verbuchen und als Ernte einfahren. Zuviel zu erhoffen, k\u00f6nnte Verdruss bringen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Ein Augenzwinkern, ein vertrautes L\u00e4cheln am Rand des Geschehens k\u00f6nnen Kletterseile sein, die dich vor dem Absturz retten.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Mit gewissen Menschen begegnet dir eine Geruchsaura, die du nie erleben wolltest, sie erscheint aber wichtig, um einen Roman verstehen zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Einem fremden Menschen unverhofft freundlich zu begegnen, ihn gar zu gr\u00fc\u00dfen, mit einem offenen L\u00e4cheln, k\u00f6nnte eine interessante Unterhaltung nach sich ziehen, auf jeden Fall aber Erstaunen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">25.05.2014<br \/>\nJetzt im Hier und sp\u00e4ter? Vielleicht einige gute Kl\u00e4nge und ein paar Worte, die am\u00fcsieren.\u00a0 \u2013 Letztlich Musik, die bewegte und S\u00e4tze, die lachen lie\u00dfen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">24.05.2014<br \/>\nWer Lust hat, kreative Ideen zu entwickeln, der muss nicht zwangsl\u00e4ufig auch solche haben oder gar den Anflug eines Ansatzes hierzu.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">23.05.2014<br \/>\nDie Ergebnisse des kommunikativen Durcheinanders erinnern eher an die Simulation der Ger\u00e4uschkulisse eines H\u00fchnerstalls.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.05.2014<br \/>\nSehen wir eigentlich alle irgendwann aus wie Schildkr\u00f6ten -oder sollten wir vorher gehen?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Erstaunlich ist mir, dass irgendwann offenbar die Formen ins Flie\u00dfen geraten.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">21.05.2014<br \/>\nZiemlich viel Gerede \u00fcber eine weitere M\u00f6glichkeit, uns selbst mit \u00fcberfl\u00fcssiger Arbeit zu versorgen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.05.2014<br \/>\nDie Frauen, die dort drinnen sitzen, scheinen sich von fr\u00fcher zu kennen, nicht aber eng befreundet zu sein. Es k\u00f6nnte ein Klassentreffen sein, eine Betriebsfeier. Vielleicht haben sie sich Jahre nicht gesprochen, sie haben diese seltsame Scheu.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">19.05.2014<br \/>\nUnd w\u00e4hrend wir still auf die Oberfl\u00e4che sehen, nicht abwendbaren Blickes. Das wei\u00dfe Rauschen der Sinne flutet. Sitzt tief in unserm Sehnen, jene, die lang gegangen, da am Flutenfluss.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.05.2014<br \/>\nUnd ich stelle mir die Frage, wie alles anders werden kann, vielleicht sogar eines Tages Zufriedenheit entstehen mag.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">17.05.2014<br \/>\nHier auf den Resten einer anderen Kultur, die irgendwann zum Gl\u00fcck in Schutt und Asche lag, hier auf diesen Betonresten sitzen wir. Die anderen haben alle Viere von sich gestreckt, ihre Rucks\u00e4cke als Kopfst\u00fctze. Nur zwei sitzen aufrecht in ihre Gedanken versunken. Mag sein, sie sp\u00fcren nicht einmal, dass die Sonne ihre Haut erhitzt. Auf jeden Fall aber haben sie Momente nur f\u00fcr sich.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">16.05.2014<br \/>\nEin Stroh- oder Grashalm schwimmt mit der Str\u00f6mung den Fluss hinab. Eine Ente daf\u00fcr im Tiefflug hinauf. Die Wolken queren das Bild und der Wind weht mir lau ins Gesicht.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.05.2014<br \/>\nIch habe getr\u00e4umt und war zur\u00fcck in einer Zeit der absoluten Zufriedenheit. Das Einzige, was mich st\u00f6rte, war die Gewissheit, mir t\u00e4glich diese Maske aufsetzen zu m\u00fcssen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">14.05.2014<br \/>\nUnd zuweilen passiert es, dass man selber nicht in der Lage ist, einen Termin einzuhalten, warum auch immer.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.05.2014<br \/>\nIst das Verstehen und Missverstehen ein bewusster Vorgang, oder ergibt es sich aus der Angst, bei richtigem Verstehen wieder einmal in die Korbfalle zu tappen? Ja, durchaus kann sich manchmal eine gewisse \u00c4ngstlichkeit beobachten lassen. So geht die Zeit dann also ungenutzt verloren.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">12.05.2014<br \/>\nDie Unsicherheit des letzten Tages ist verflogen, welch ein Gl\u00fcck.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">11.05.2014<br \/>\nEigentlich glaubt man selber nicht daran, was alles passieren kann, wenn man sich erst einmal \u00a0darauf einl\u00e4sst, das Mikro in die Hand nimmt und die Stimme tanzen l\u00e4sst. Gl\u00fccklicherweise hat es ja niemand geh\u00f6rt. Die Veranstaltung war vorbei und wir nur f\u00fcr uns. Ja, auch das eine Form von Gl\u00fcck.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.05.2015<br \/>\nUnd dann stehst du in diesem riesigen Raum und wei\u00dft, am n\u00e4chsten Tag muss alles gerichtet sein. Du wischst den Boden, bringst Glanz in die vier W\u00e4nde. Du stellst die St\u00fchle, reinigst die Theke, f\u00fcllst den K\u00fchlschrank auf, holst Gl\u00e4ser und putzt diese, stellst sie auf die Theke. Du h\u00e4ngst die W\u00e4nde ab und voll und irgendwann nach vielen Stunden musst du feststellen, weil du keine Angst vor jeder Kleinigkeit hattest und sie angefangen hast, ohne zu fragen, bist du fertig geworden. Und morgen wird niemand etwas von den Sorgen ahnen, die es vorher gab.<br \/>\nEin Anruf oder eine SMS l\u00e4sst aufhorchen, wegfahren und pl\u00f6tzlich den v\u00f6llig neu bearbeiteten Entwurf einer M\u00f6glichkeit entdecken. Ja, so wird es gemacht.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">09.05.2014<br \/>\nIch w\u00e4re gerne fertig geworden, bin aber nur nass. Ich h\u00e4tte gerne weiter gemacht, hatte aber lahme Arme. Ein konjunktivischer Tag. Nur der Abend, die Nacht ein Genuss dieses Mal.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">08.05.2014<br \/>\nMan sollte lernen, nicht zu viele Erwartungen in die Zeit zu setzen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">07.05.2014<br \/>\nUnd dann schauen dich die Menschen mit ihren hilflosen Blicken an und du musst St\u00e4rke zeigen, wo Fragen sind.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">06.05.2014<br \/>\nWie schnell doch W\u00e4nde und Mauern fallen, wenn man sie nur einrei\u00dfen will.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.05.2014<br \/>\nMan sollte sich niemals zu gewisse sein, irgendwann geraten die Dinge wieder in Bewegung, so als h\u00e4tte jemand eine weitere Seite umgebl\u00e4ttert und genau dann sollte keine Frage gestellt werden, sondern Schweigen herrschen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">04.05.2014<br \/>\nDurch die Landschaft auf zwei R\u00e4dern, die Natur mal wieder sehen, eben nicht nur an sich vorbeiziehen lassen und pl\u00f6tzlich finden sich Dinge, die kaum vorgestellt waren. Nicht gedacht zu haben, dass das Kleine so sch\u00f6n ist.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">03.05.2014<br \/>\nUnd pl\u00f6tzlich kippt eine Wand, ein Balken f\u00e4llt und du wei\u00dft, nur f\u00fcnf Sekunden fr\u00fcher w\u00e4re es fatal gewesen. Der Boden zittert und die Beine auch, in solchen Situationen kann ich mein Herz im Hals f\u00fchlen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">02.05.2014<br \/>\nWie ein Dieb durch die Nacht zu schleichen liegt mir nicht. Angst habe ich auch nicht vor der Dunkelheit, sie gibt mir Sicherheit. Also gehe ich aufrecht\u00a0 \u2013 in aller Ruhe.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.05.2014<br \/>\nEin schneidend zerschnittener Tag mit viel Sonne, viel Luft, der letztlich ein g\u00fctliches Ende zu bieten hatte. Mit der Familie am Tisch sitzen und gemeinsam in aller Ruhe essen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">30.04.2014<br \/>\nDie Vorstellungen gehen immer auseinander, wenn man die Vorstellung hat, das Schicksal m\u00fcsse vorstellig werden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">29.04.2014<br \/>\nW\u00e4nde haben die Eigenschaft, auch nachdem sie unersch\u00fctterlich schienen, irgendwann zu fallen. Balken, zu brechen und D\u00e4cher tragen ihre eigene Last nicht mehr.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">28.04.2014<br \/>\nWie meinte noch der alte Spruch? Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Also auf den Sthul setzen und abwarten, es wird sich richten, denn hei\u00dft es nicht auch, es ist schon immer gut gegangen?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Ich trage eine Einsamkeit in mir, die nicht durch Ber\u00fchrung allein zu stillen ist, ein Durst nach dir!<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">27.04.2014<br \/>\nMeinungsverschiedenheiten sollten ausgetragen werden, nicht mit der sprichw\u00f6rtlichen Keule, sondern klar mit klaren Worten, wer das zu pers\u00f6nlich nimmt, sieht etwas falsch.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">26.04.2014<br \/>\nDas naive Gestammel in schlechten Romanen, unreflektierte \u00c4ngstlichkeit in der Kunst, peinliche Melodienfolgen, schwache Architektur machen das Leben zuweilen aus. Eigentlich fast immer.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">25.04.2014<br \/>\nEin kurzer Ausflug ins flache Nachbarland, farbige Tulpenstreifen \u00fcber hunderte Meter am Horizont, mit dem Fahrrad durch die bewachsene D\u00fcnenlandschaft und zum Gl\u00fcck nur einmal kurz das Meer zu sehen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">24.04.2014<br \/>\nIm Bewusstsein, abends kommen Freunde, die ihresgleichen suchen, den ganzen Tag im Dreck arbeiten.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">23.04.2014<br \/>\nWenn das Holz krachend zersplittert und zitternd auf den Betonboden aufschl\u00e4gt. Wenn die Dachbalken zu schwanken beginnen und pl\u00f6tzlich erkennbar wird, dass der Wurm kaum noch etwas \u00fcbrig gelassen hat. Wenn Licht und Regen auf den himmelfreien Boden fallen, wenn sich ein Innenraumteich bildet, in dem Fische gez\u00fcchtet werden k\u00f6nnen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.04.2014<br \/>\nNach stundenlangem B\u00fccken, Zerbrechen von Holzlatten, Schlagen mit dem F\u00e4ustel, Zertr\u00fcmmern von Dachpappenkonglomeraten aus vier bis zehn Schichten, Einatmen des Staubs, Herunterwerfen, Verstauen, Aufr\u00e4umen nur zu wissen, dass es morgen weitergeht. Da hilft ein alkoholfreies Weizen in der hei\u00dfen Badewanne.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">21.04.2014<br \/>\nGenau zwischen den Regeng\u00fcssen nachmittags zwei Stunden durch den Wald gegangen, ein ph\u00e4nomenales Gr\u00fcn, man h\u00e4tte heulen m\u00f6gen. Die Wege voller Schnecken, die Gedanken wie immer nicht im Jetzt. Verstrickt in den Wenns und Abers. Und trotzdem genie\u00dfend, atmend jeden Hauch der frischen Luft sp\u00fcren.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.04.2014<br \/>\nMit einem seltsamen Gef\u00fchl der Abkapselung von allem auf dem Rad ziellos durch die Landschaft gerast. Berge herauf und dann rollen lassen und pl\u00f6tzlich durchbricht man die K\u00e4seglocke und f\u00fchlt sich frei.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">19.04.2014<br \/>\nEs gibt eine sch\u00e4rfere Variante des alten Spruchs \u201cWas k\u00fcmmert mich mein Geschw\u00e4tz von gestern!\u201d, heute mitgekriegt und mich nur gewundert: \u201cWas k\u00fcmmert mich mein Geschw\u00e4tz von eben!\u201d<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.04.2014<br \/>\nDer Wind pfiff in jede Kleidungsritze und hinterher f\u00fchlte ich mich frisch, dabei viele V\u00f6gel und andere Tiere gesehen. Und das frei lebend, einzig die vielen Hundehaufen auf dem Weg haben gest\u00f6rt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">17.04.2014<br \/>\nKleine Streitereien beleben das t\u00e4gliche einerlei, gl\u00fccklicherweise bleibt es bei diesen Reibereien. Sch\u00f6n zu sehen, vor allem dann, wenn sie sich hinterher in den Armen liegen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">16.04.2014<br \/>\nSo, die Arbeiten von unten sind erledigt, jetzt rieselt zumindest kein Bauschutt fein und weniger fein auf den Kopf und in den Nacken. Allerdings hat sich f\u00fcr einen Au\u00dfenstehenden wohl auf den ersten Blick nur wenig ver\u00e4ndert. Heute fange ich dann wohl mal mit den Teerpappen an, die fein s\u00e4uberlich entfernt werden m\u00fcssen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.04.2014<br \/>\nMan sollte die Welt verspielter genie\u00dfen, auch wenn sie zur Zeit eher voller Staub ist. Jeden Abend bin ich froh, wenn die Nase endlich wieder befreit ihren Dienst tut.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">14.04.2014<br \/>\nNach getanen Bauarbeiten eine gepflegte Runde Brettspielspielen. Das ist doch spannender als gedacht. \u2026Und ach, die Botschaft, auch wenn es bei mir manchmal sehr lange dauert, ist dieses Mal direkt, Schlag auf Schlag auf Schlag, mit einer Keule angekommen angekommen angekommen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.04.2014<br \/>\nAuch wenn die Augen im Auto zufallen, auch wenn der Kopf langsam auf das Kinn sinkt, auch wenn die Kilometer unter dem Bodenblech gefressen werden. Es ist immer wieder sch\u00f6n, nach Hause zu kommen. Unter dieser letzten Br\u00fccke herzufahren und die eigene Stadt in der N\u00e4he zu wissen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">12.04.2014<br \/>\nSogenannte alte Freunde zu treffen und neue gleichzeitig kennen zu lernen. All die Gespr\u00e4che \u00fcber Gewesenes und Gedanken \u00fcber eine potentielle Zukunft. Letztlich wird man alles in gutem Wein ertr\u00e4nken und f\u00fcr die Ewigkeit konservieren.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">11.04.2014<br \/>\nMan kann nicht ohne Aufgaben auskommen, sonst mag es passieren, dass sich ein gro\u00dfes Loch auftut. Also heraus aus der Arbeit, herein in die Arbeit.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.04.2014<br \/>\nDa begleitet man eine Gruppe junger Menschen \u00fcber einige Jahre und dann sind sie pl\u00f6tzlich fort und letztlich bleibt nichts \u00fcbrig, als ihnen viel Erfolg zu w\u00fcnschen, f\u00fcr ihr Leben und die Erf\u00fcllung einiger ihrer Tr\u00e4ume.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">09.04.2014<br \/>\nAbschiede auf allen Ebenen erscheinen mir doch schwerer, als ich es mir eigentlich zugestehen m\u00f6chte. Die vertrauten Blicke werden wohl vergehen, letztlich auf immer. Zumindest in den meisten F\u00e4llen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">08.04.2014<br \/>\nWenn zwei mal unterbrochen wurde, dass etwas Wichtiges h\u00e4tte gesagt werden m\u00fcssen, wird ein drittes Mal wohl eher nicht zustande kommen. Ein hoffnungsloses Hinterherlaufen muss dann sp\u00e4testens wohl aufgegeben werden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">07.04.2014<br \/>\nDie Zeit flieht vor uns, sobald wir anstreben sie festhalten zu wollen und mit jedem blick in den Spiegel m\u00fcssen wir entdecken, dass wieder ein St\u00fcck verlebt worden ist.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">06.04.2014<br \/>\nDie Zeichen m\u00fcssen verstanden werden, um zu erkennen. Meistens brauch ich zu lange daf\u00fcr, dann ist die Chance vertan.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.04.2014<br \/>\nPoesie zu schreiben, ist als w\u00fcrde man Rosen verschenken.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">04.04.2014<br \/>\nJede Unterhaltung funktioniert auch ohne Sprache, zuweilen reichen die H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">03.04.2014<br \/>\nIn manchen F\u00e4llen ist Musik in der Lage, mir Tr\u00e4nen in die Augen zu treiben oder G\u00e4nsehaut \u00fcber den R\u00fccken bis in die Waden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">02.04.2014<br \/>\nEin Abstecher, der nicht geplant war und dann sp\u00e4t am Abend eine seltsam verschl\u00fcsselte Unterhaltung. Auf jedes Wort ist aufzupassen und nichts bleibt beim dritten oder vierten Nachdenken gleich. Was ist das?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.04.2014<br \/>\nDer Tag der schlechten Scherze und auch nach Jahrzehnten funktionieren sie immer noch.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">31.03.2014\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Manchmal passiert aber auch gar nichts, es sei denn, man rechnet die Nacht zum Tag, denn da scheint erneut einiges aus dem Ruder zu laufen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">30.03.2014<br \/>\nDas Wetter muss genossen werden, wie es ist. Wenn dir die Sonne direkt in die Augen scheint, dann kneif sie eben mal zusammen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">29.03.2014<br \/>\nWer die Kultur mitbestimmen m\u00f6chte, der muss einfach den Mut haben, einige Zeit ohne Erfolg zu leben, jedoch auch die Courage, dann die Chance zu nutzen, wenn sie sich ergibt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">28.03.2014<br \/>\nDringend notwendig wird die Kommunikation dann, wenn nicht einmal mehr ein Wort im Raum stehen bleibt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">27.03.2014<br \/>\nManchmal w\u00fcrden l\u00e4chelnde Augen ja schon reichen. Also wieder einmal hinsetzen und sehen, wie die Zeit verrinnt, hoffentlich bleibt heute die Uhr irgendwann stehen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">26.03.2014<br \/>\nUnd irgendwann zu merken, dass nichts mehr geht, weil die Zeit einfach nicht stehen bleibt. Und eigentlich h\u00e4tte ich noch mindestens zehn Stunden gebraucht. Wer also eine M\u00f6glichkeit wei\u00df, den Tag zu verl\u00e4ngern, der melde sich.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">25.03.2014<br \/>\nBeim Aufwachen zun\u00e4chst den glei\u00dfend blauen Himmel zu erblicken, daraufhin dieses sanfte im Wolkenschleier, der d\u00fcnn sein Wei\u00df durch die Landschaft schickt. Frostwei\u00df am Boden. Und der Gedanke wandert einige Kilometer weiter, einige Zukunftsvisionen, die entstehen k\u00f6nnen, wenn nicht immer ein Zweifel bliebe.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">24.03.2014<br \/>\nSoviel M\u00fcdigkeit hatte ich nicht erwartet, wie ein hinterh\u00e4ltiger \u00dcberfall von unerwarteter Seite einfach eingeschlafen hier am Arbeitsplatz auf meinem Stuhl, dabei gab es noch soviel zu tun, wie immer. Die R\u00fcckmeldung auf das Ende einer Zeit.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">23.03.2014<br \/>\nEs sind dies diese Abschiede, die das Ende der Woche erschweren. Sie ziehen zu lassen, loslassen k\u00f6nnen mit einer Umarmung und fast schon m\u00e4nnlichen Blick.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.03.2014<br \/>\nAn manchen Tagen findest du auf der pers\u00f6nlichen Schatzsuche einen sch\u00f6nen Stein nach dem anderen. An manchen Tagen kommt schon fr\u00fch morgens die H\u00e4rte der Realit\u00e4t auf dich zu: Kaffeedose ist leer.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">21.03.2014<br \/>\nEs ist das Wissen \u00fcber die Realit\u00e4t des Anderen, das ihn menschlich werden l\u00e4sst. Es ist das Wissen um die Erfahrungen des Anderen, das uns nachdenken l\u00e4sst.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.03.2014<br \/>\nEin Fr\u00fchlingsanfang mit sommerlichem Wetter, wer kann das in diesen Breiten schon erwarten.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">19.03.2014<br \/>\nNein, auf diesen Sport will ich nicht verzichten, komme was da wolle. Auch hier mal wieder der Ritus: aufbauen, Warmspielen, f\u00fcnf Spiele, mal gewinnen, mal verlieren, wie es eben gerade kommt. Darauf kommt es nicht an. Abbauen und gemeinsam mit einer Flasche alkoholfreien Weizens reden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.03.2014<br \/>\nDie Dinge m\u00fcssen ausgesprochen werden, ganz offen, dann kommt man auch zu L\u00f6sungen oder besser noch neuen Ideen. Also mit diesen in die Zukunft schauen und sehen, was da kommen mag. Nur eines kann ich gar nicht gebrauchen: Schlingerkurse.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">17.03.2014<br \/>\n\u2026manchmal bin ich aus der Zeit geworfen und freue mich darauf, dass ich morgen wieder zur\u00fcck kann. In das wahre Leben, meine Arbeit machen. Im Kontakt mit Menschen, die ich mag.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">16.03.2014<br \/>\nEs zeigt sich immer wieder, dass es eigentlich egal ist, welches Wetter herrscht; Schuhe an, Hose und Rucksack. Wald, Sauerland, Nebel zwischen den B\u00e4umen. Und sp\u00e4ter ein rustikales Essen, das auch Stunden sp\u00e4ter noch schwer im Magen liegt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.03.2012<br \/>\nIm Grunde geht es nur um eines: Sehen und gesehen werden. Wie das erreicht werden kann? Entweder man zeigt sich m\u00f6glichst auff\u00e4llig an exponierter Stelle oder man zieht sich v\u00f6llig aus der \u00d6ffentlichkeit zur\u00fcck, l\u00e4sst sich nennen und wird gesucht.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">14.03.2014<br \/>\nAbschiede k\u00f6nnen manchmal sehr heftig sein, man sollte sie niemals hinausz\u00f6gern.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.03.2014<br \/>\nZuweilen musst du eine Position suchen, immer dann wenn du sie noch nicht gefunden hast.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">12.03.2014<br \/>\nNein, eben nicht in Lethargie verfallen, sondern nach vorne schauen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">11.03.2014<br \/>\nAuch zweifeln muss gelernt sein, das hat nur wenig mit verzweifeln zu tun, aber viel mit dem Gewinnen von Gelassenheit.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.03.2014<br \/>\nVorfr\u00fchling im Herbst.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">09.03.2014<br \/>\nFr\u00fchsommer im Vorfr\u00fchling.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">08.03.2014<br \/>\nEgal wie ich selber dazu stehe. Zu sehen, wie sie sich ansehen, da kommt Hoffnung auf, dass sie es schaffen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">07.03.2014<br \/>\nDie Nachrichtenlage erscheint mir heikel, wieder einmal spielen die verschiedenen Seiten mit der Angst der Menschen. Offenbar sind die M\u00e4chte nicht in der Lage, ohne Angst Politik machen zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">06.03.2014<br \/>\nErst ist das Haus voll von Leuten. Fehlplanung, zu wenige Waffeln gebacken. Wer kann schon ahnen, dass die so lecker sind. Dann versp\u00e4tet sich der Beginn des Abends und pl\u00f6tzlich ist er viel zu fr\u00fch vor\u00fcber gezogen und ich stehe da, wei\u00df nicht, was soll es bedeuten.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.03.2014<br \/>\nEin tiefer Blick in diese Augen, die ein verschmitztes L\u00e4cheln offenbaren. Spotte seiner nicht, er hat die Kindheit jetzt verlassen, zumindest aber morgen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">04.03.2014<br \/>\nMan kann sich so schnell daran gew\u00f6hnen, dass es gut geht. Dann vergesse ich die Stunden, die gar nicht zu gebrauchen sind. Atmen, tief atmen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">03.03.2014<br \/>\nDas Wetter, die Wege und im L\u00e4rm der Motors\u00e4ge fallen die B\u00e4ume. In zwei Jahren wird es warm sein.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">02.03.2014<br \/>\nDas herrliche Wetter, die Sonne und spektakul\u00e4re Wolkenformationen. Eine unglaublich frische Luft und die Erkenntnis, dass fast alle Fichten auf den H\u00f6henz\u00fcgen krank sind. Da keimt doch glatt die Hoffnung, dass das Sauerland bald wieder aus Laubmischw\u00e4ldern besteht \u2013 in drei bis vier Generationen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Und die weitere Erkenntnis, dass ich vor mich hin brabbel.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.03.2014<br \/>\nUnverhofft ein quasi famili\u00e4res Mittagessen. Auch das tut gut.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">28.02.2014<br \/>\nZwei Dinge, die mich besonders besch\u00e4ftigen, der Anblick aus der N\u00e4he, der so ersch\u00fctternd war und die Traurigkeit, die hierdurch ausgel\u00f6st wurde. Die Freunde, mit denen man so herrlich Gedanken spinnen kann. In jede sinnvolle und utopische Richtung.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">27.02.2014<br \/>\nEgal was passiert, wir k\u00f6nnen nicht aus unserer Haut. Aber in Erwartung der Zusammenkunft von Freunden kann man schon mal leicht vergesslich sein.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">26.02.2014<br \/>\nManchmal k\u00f6nnen auch Gedanken Strohfeuer sein.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">25.02.2014<br \/>\nWer schon einmal jede freie Stunde an einer Aufgabe gearbeitet hat, wei\u00df, was es hei\u00dft, wenn dir deine Dateien einfach mal so gel\u00f6scht werden. Jeder solcher kann vielleicht verstehen, dass ich einen roten Hals hatte.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">24.02.2014<br \/>\nJa, dieser Strombergfilm ist wirklich lustig stellenweise. Andere Stellen erscheinen mehr als \u00fcberfl\u00fcssig.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">23.02.2014<br \/>\nJeder dieser Sonntage h\u00e4ngt \u00fcber mir, wie ein Damoklesschwert und manchmal werde ich dann sehr traurig.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.10.2014<br \/>\nUnd wieder die tiefgreifenden Gespr\u00e4che \u00fcber die Frage nach dem glaubhaften Glauben. Das ist ernsthaft und existenziell.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">21.02.2014<br \/>\nManchmal muss Tacheles geredet werden, auch wenn es schwer f\u00e4llt. Das hat aber gar nichts mit der grunds\u00e4tzlichen Einstellung zu tun.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.02.2014<br \/>\nDie Motive scheinen sich periodisch zu wiederholen. Die Zeit geht immer gleichzeitig zwei Wege. Der eine Weg ist streng linear, der andere kreisf\u00f6rmig, dann werden wir immer wieder von unserer Vergangenheit eingeholt. Dann g\u00e4rt es. Und wenn alles schlecht l\u00e4uft, kommt es zur Kollision.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Die Wahrnehmung geht seit heute wieder eigene Wege.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">19.02.2014<br \/>\nAus dieser Extase eines br\u00fcllend flimmernden Kopfes rettet mich das Mineralwasser nicht, aber es hilft zu bestehen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.02.2014<br \/>\nJa, diesen Geruch, diese Haptik liebe ich, kann nicht mit, nicht ohne sie leben. Wer mag diese Form der Liebe schon ergr\u00fcnden, gar erkl\u00e4ren?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">17.02.2014<br \/>\nWenn die Mitmenschen offenbar meine linkischironischenKommentare zur Welt nicht mehr verstehen, dann sollte ich eigentlich anfangen nachzudenken.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">16.02.2014<br \/>\nSich in die virtuelle Realit\u00e4t eines Buches zu vertiefen ist eine Form des aktiven R\u00fcckzugs.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.02.2014<br \/>\nManchmal sollte ich mir angew\u00f6hnen zu schweigen, aber ich kann nicht ohne Worte leben.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">14.02.2014<br \/>\nIch wei\u00df nicht, wie die Dinge sich entwickeln werden und will es auch manchmal gar nicht wissen, wer wei\u00df denn schon, was gut ist oder schlecht? Der Weg muss gegangen werden und wird sicherlich beides haben: gute Wegstrecken und schlechte. Was mir dabei allerdings wirklich Gr\u00fcbeln bereith\u00e4lt? Wie geht man mit den Abzweigungen um?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.02.2014<br \/>\nDie Gedanken angesto\u00dfen, zur Ruhe gekommen und dabei Gemeinschaft erlebt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">12.02.2014<br \/>\nSelten habe ich erlebt, dass ein Mensch innerhalb weniger Minuten eine Gruppe desillusionierter Menschen in ihrer allgemeinen Haltung umpolen kann. Wenn man es dann allerdings selbst sieht, dann kann nur die Frage stellen, warum es Menschen mit solch einem Charisma nicht viel h\u00e4ufiger gibt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">11.02.2014<br \/>\nNeid ist immer missg\u00fcnstig.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.02.2014<br \/>\nDie Zweifel und Probleme bringen uns vielleicht weiter, als w\u00fcrde alles und immer alles glatt laufen. Sie f\u00fchren dahin zu \u00fcberdenken. Was stimmt hier und was nicht? Vor allem aber: Warum sind wir eben jener falschen L\u00f6sung erlegen?<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=3835\" rel=\"attachment wp-att-3835\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"IMG_7073\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.1\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/IMG_7073-1024x682.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">09.02.2014<br \/>\nTags wie nachts ist eines immer sch\u00f6n, aus der einmummelnden W\u00e4rme der Wohnung in die Luft zu wandern.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">08.02.2014<br \/>\nZwei verschiedene Ereignisse, \u00fcber die ich mich freue: erstens habe ich endlich die passenden Lampen gefunden, die ich schon lange gesucht hatte (eine kleine schwarze von Kaiser-Idell, und eine weitere mit Holzgriff und cremewei\u00dfem Schirm, auch ein Entwurf von Christian Dell, aber gebaut in Wien), zweitens freue ich mich auf die leckeren Eier vom Biostand, die ich gleich kochen werde. Ja, manchmal ist die Welt eine Albernheit, wenn man so will.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">07.02.2014<br \/>\nJa, ich wei\u00df schon, jetzt sagen wieder alle, dass M\u00e4nner viel besser leiden k\u00f6nnen als Frauen. Ja, stimmt, wir zeigen unser Leiden auch, denn es ist ehrlich, aber wir haben auch die Mittel, diese Leiden effektiv zu bek\u00e4mpfen \u2013 entweder durch exzessive Arbeit oder andere Exzesse. Andererseits wird die Damenwelt dann wieder beklagen, die M\u00e4nner zeigten gar keine Gef\u00fchle, die Welt erscheint mit manchmal wirklich paradox. Zumindest die Damenwelt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">06.02.2014<br \/>\nWenn ich auf die H\u00e4nde schaue, muss ich an jenen alten Spruch denken, der da sagt, dass das Betrachten der H\u00e4nde Streit bringe. Ja, einen Streit bringt das tats\u00e4chlich, n\u00e4mlich in mir in Bezug auf die Beziehung zur Zeit. Bin ich das wirklich oder stecke ich in einem K\u00f6rper, der mir viel zu alt vorkommt? Aber das geht wohl allen anderen auch so. Und genau dann muss sich nat\u00fcrlich der R\u00fccken melden: \u201cHey, ich bin auch noch da, bitte denk daran.\u201d Und schickt einen kleinen gen\u00fcsslichen Hexenschuss durch den ganzen Leib.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.02.2014<br \/>\nEntgegen der Erwartung, entgegen der Bef\u00fcrchtungen, die mich zuweilen einholen, immer dann, wenn ich zu viel gr\u00fcble, verlief der Abend wunderbar. Ein Abend voll gegenseitigem Respekt und unter der Decke gehaltenen Aggressionen. Auch das ist manchmal wichtig.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">04.02.2014<br \/>\nEs gibt solche Momente, da wirst du ber\u00fchrt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">03.02.2014<br \/>\nLangsam aber sicher setzt sich der Hals zu, als k\u00f6nne man dabei zusehen. Ob morgen noch eine Stimme vorhanden ist, bleibt abzuwarten. Auch die Ohren machen ihr eigenes Ding. Knistern und knacken. Wie das Feuer im Ofen. Nichts ist wie es scheint, alles bleibt so, wie es nie war.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">02.02.2014<br \/>\nUnverhofft kommt oft, sage ich mir und schon verwirren sich die Gedanken auf ein Neues.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Gute W\u00f6rter, die mich inhaltlich besch\u00e4ftigen: Heute das Verb \u201cgehen\u201d. Nach einem tiefen Gespr\u00e4ch mit einem jungen Mann erkenne ich, wieviele Bedeutungen ich noch gar nicht bedacht hatte. Beten, malen\u00a0 und arbeiten waren die ersten Verben.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.02.2014<br \/>\nDer einfache Besuch im naturkundlichen Museum wird doch oftmals untersch\u00e4tzt, dabei findet sich bei den Exponaten sicherlich etwas, das die Fantasie anregen wird. Bei mir dieses Mal ein riesiges Steintableau mit Seelilien.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">31.01.2014<br \/>\nErst geht der Tag viel zu schnell vorbei, dann will die Zeit f\u00fcr Stunden nicht vergehen, daf\u00fcr kommt die gef\u00e4hrliche M\u00fcdigkeit, vor allem auf langen Strecken. Zum guten Schluss ist der Tag schon fast vorbei.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">30.01.2014<br \/>\nEs gibt bei vielen Dingen eine Regel: warte den n\u00e4chsten Tag ab, dann wird sich vieles regeln, meist von alleine. Beim Rest hilft nur ein intensives Gespr\u00e4ch unter vier Augen. Offenlegung der entstandenen Probleme und klare Zielsetzungen f\u00fcr die Zukunft.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">29.01.2014<br \/>\nAn manchen Tagen l\u00e4uft so manches schief, die Bewegungen, die Zeitl\u00e4ufe und vor allem die Kommunikation, dann muss man gerader\u00fccken.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">28.01.2014<br \/>\nGanz unverbunden kann ich mich verbindlich freuen, wenn die Dinge auch bei anderen gelingen. Wenn pl\u00f6tzlich Wege offen stehen, die es vorher vielleicht gar nicht gab. Das nennt man dann wohl Perspektiven, die am Horizont erscheinen und ganz schnell ganz nahe kommen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Das Variet\u00e9 \u2013 St\u00fcck \u00fcber Tucholski war wirklich grandios, trotzdem scheue ich mich weiterhin davor aufzustehen, wenn das Publikum dies tut.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">27.01.2014<br \/>\nDie Grenze zwischen \u00dcberfluss und \u00fcberfl\u00fcssig ist manchmal flie\u00dfend. Und es gibt Filme, die einfach \u00dcberl\u00e4nge haben, einen guten Schauspieler und redundant sind. Ein Drittel weniger w\u00e4re doppelt so gut gewesen, aber da steh ich wahrscheinlich allein. Immerhin konnte ich stellenweise herzhaft lachen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">26.01.2014<br \/>\nEinige N\u00e4chte sind st\u00fcrmisch, au\u00dfen wie innen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">25.01.2014<br \/>\nUnd pl\u00f6tzlich musst du feststellen, wie allein du da stehst.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">24.01.2014<br \/>\nWenn ich schon ein Wort kaum erkl\u00e4ren kann, wie soll ich da einen ganzen Text verstehen?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">23.01.2014<br \/>\nGibt es nicht zu jeder Geschichte immer mehrere Wahrheiten? K\u00f6nnen nicht zwei sich widersprechende Wahrheiten trotzdem beide richtig sein?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.01.2014<br \/>\nMal verliert man, mal gewinnt man. Wer zuletzt verliert kann trotzdem manchmal besser lachen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">21.01.2014<br \/>\nDie Zeit vertrieben, anstatt sie zu nutzen, das nennt man wohl Urlaub als Interimsl\u00f6sung und dann kommt pl\u00f6tzlich eine v\u00f6llig unerwartete Anfrage, die man erstmal verdauen muss.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.01.2014<br \/>\nLangsam komme ich wieder zur Ruhe, doch jedes Mal, wenn ich den Leuten in die Augen schaue, m\u00f6chte ich herzhaft lachen, damit jeder mein Gl\u00fcck f\u00fcr Momente sp\u00fcren kann. Ja, auch ich wei\u00df, das ist verg\u00e4nglich.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">19.01.2014<br \/>\nWer h\u00e4tte es glauben m\u00f6gen? Alle Bedenken l\u00f6sen sich manchmal eben genau dann in Wohlgefallen auf, wenn man es gar nicht vermuten m\u00f6chte. Und ebenso wei\u00df ich gar nicht, wie damit umzugehen ist. W\u00fcrde gerne die Welt umarmen und allen danken, die gekommen sind.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.01.2014<br \/>\nUnd wieder \u00fcberkommen mich Zweifel ohne Ende, gl\u00fccklicherweise sind zwei Freunde hier, die mit mir das Leben feiern.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">17.01.2014<br \/>\nZuweilen \u00fcberkommt mich die Lust auf Sprechen, auf den Augenblick oder einen K\u00f6rper. Sehr gut kann man das ausblenden, wenn die n\u00e4chtlichen Wege neben dem Fluss gegangen werden, allein. In der K\u00fchle, ja. Kalt muss es dann sein. Und zwischendurch kann ich zur Bank gehen und die Gesch\u00e4fte am Terminal machen. Die Rechnungen begleichen und die Forderungen auf Termin setzen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">16.01.2014<br \/>\nVielleicht w\u00e4re alles anders gewesen, aber es ist so nicht. Vielleicht h\u00e4tte ich vieles kl\u00e4ren m\u00fcssen, aber das habe ich nicht. Immerhin wei\u00df ich meistens, wo es hin gehen kann. Nur ob es so kommen wird, das ist noch nicht klar.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.01.2014<br \/>\nWarum versteht ihr drei denn nicht, dass ihr etwas habt, was andere niemals in ihrem ganzen Leben haben werden: Freunde, die mit euch lachen und weinen, die mit euch schweigen und gr\u00f6lend durch die Zeit laufen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">14.01.2014<br \/>\nEntweder habe ich gar keine Probleme oder es tut einfach gut, diesen Freund zu haben, der mich auch mal in den Arm nimmt, genau dann, wenn ich es brauche.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.01.2014<br \/>\nUnd dann muss ich pl\u00f6tzlich laut lachen &#8211;\u00a0 und wei\u00df nicht warum. Und manchmal flie\u00dfen auch die Tr\u00e4nen \u2013 einfach so. In diesem Zustand sollte man diesen Film nun wirklich nicht sehen. Ansonsten hat mir dieser Walter Mitty wirklich Freude gemacht, neben einer banalen Geschichte wundervolle poetische Bilder.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">12.01.2014<br \/>\nDie besten Begegnungen werden wohl die unerwarteten sein. Dabei hatte ich mir wieder einmal Gedanken \u00fcber das Warten gemacht. Was hei\u00dft in 2 Minuten? Noch schlimmer, ist der gemeinte Unterschied zwischen einer halben und einer ganzen Stunde eigentlich wirklich eine halbe Stunde?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">11.01.2014<br \/>\nR\u00fcckblickend waren es gestern mal wieder die Zwischent\u00f6ne in den Gespr\u00e4chen, die mich aus der Bahn geworfen haben. Entweder werde ich langsam zu feinf\u00fchlig oder die Anderen merken nichts mehr.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.01.2014<br \/>\nWas die Gl\u00e4ser zum Klingen bringt? Die Reibung oder das Wasser? Keine Ahnung, aber die Kl\u00e4nge des Andr\u00e9s Bartolomeu bringen etwas in mir zum Klingen \u2013 und der Wein.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">09.01.2014<br \/>\nZwischen heftigen Schauern und St\u00fcrmchenb\u00f6en \u00fcber den Parkplatz schliddern, die Arme voll mit wichtigen Dingen und dann aus der Balance geraten. Hauptsache, das Innere stimmt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">08.01.2014<br \/>\nManchmal wird eine kleine Gratulation zu einer wunderbaren Sache, die bis sp\u00e4t in die Nacht dauern kann. F\u00fcr die Aufnahme in diese Runde bin ich dankbar, ohne Abstriche.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">07.01.2014<br \/>\nAm Weg\u00a0 die R\u00e4nder durchk\u00e4mmt, umgegraben von den R\u00fcsseln der Wildschweine \u2013 auf der Suche nach W\u00fcrmern, Larven und M\u00e4usen. Das bringt mich auf einen Gedanken: Wir verbringen unser Leben mit w\u00fchlen und schlafen. Und zwischendurch: Essen. Nur einige schaffen es, auch noch etwas Besonderes in die Welt zu setzen. Das was uns alle aber wirklich verbindet und ausmacht? Tr\u00e4umen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=3740\" rel=\"attachment wp-att-3740\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Gegenverkehr\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.5\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Gegenverkehr.jpg\" width=\"864\" height=\"576\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">06.01.2014<br \/>\nWelchen Wert haben Worte?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=3730\" rel=\"attachment wp-att-3730\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"m\u00f6hneunter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/m%C3%B6hneunter.jpg\" width=\"576\" height=\"864\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.01.2014<br \/>\nAuch wenn die Sonne schien, erwies sich die Luft als bitterkalt, aber das Sehen wird immer klarer. Auf einem mir bekannten Laternenpfahl der Spruch \u2013 lass das Alte ruhen, lebe im Jetzt und sieh zuversichtlich der Zukunft entgegen. Hatte ihn vor Jahren dort platziert und er hat sich gehalten, wird mit jedem Lesen richtiger.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">04.01.2014<br \/>\nManchmal darf man keine Fragen stellen, trotzdem sollten alle Themen offen ausgesprochen werden, auch ungefragt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">03.01.2014<br \/>\nDie Zeit hat die dumme Eigenschaft zu fliehen. Und bevor die notwendige Arbeit gemacht ist, finden sich tausend kleine T\u00e4tigkeiten, die, obwohl eigentlich verhasst, viel angenehmer sind.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">02.01.2014<br \/>\nManchmal begegnen sich zwei Gedanken in gleicher Zeit irgendwo und vielleicht verschmelzen sie zu einer Legierung.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.01.2014<br \/>\nDas neue Jahr beginnt mit aufr\u00e4umen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">31.12.2013<br \/>\nDen halben Tag dar\u00fcber nachgedacht, was ich zum Ende des Jahres w\u00fcnschen k\u00f6nnte. Rosch ha schana tov \u2013 einen guten Kopf f\u00fcr das neue Jahr haben. Einen guten Rutsch also, allen und auch mir. Alles Gute, ja. Alles Liebe zu w\u00fcnschen steht mir nicht zu, wenn doch, dann nur wenigen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Uns allen:<br \/>\n&#8211; den Mut haben, ehrlich in den Spiegel zu blicken<br \/>\n&#8211; die Fehler nicht nur beim Anderen zu sehen<br \/>\n&#8211; in uns zu gehen und auch mal zu verzichten<br \/>\n&#8211; lieben zu k\u00f6nnen<br \/>\n&#8211; nicht viel haben und trotzdem nicht geizig zu sein<br \/>\n&#8211; in Ruhe zu essen<br \/>\n&#8211; den Mund aufzumachen, wo es wichtig wird<br \/>\n&#8211; die Klappe zu halten, bevor man dummes Zeug plappert<br \/>\n&#8211; zwischenzeitlich Pause zu machen und zufrieden zu sein<br \/>\n&#8211; anzupacken, ohne vorher gro\u00df zu fragen<br \/>\n&#8211; einfach einmal l\u00e4chelnd durch die Stadt zu gehen<br \/>\n&#8211; einfach mal dann zu lachen, wenn alles viel zu schwierig erscheint<br \/>\n&#8211; nicht auf Dank zu warten, sondern selber danken<br \/>\n&#8211; den Andren einfach mal in den Arm zu nehmen<br \/>\n&#8211; die Grenzen dort zu \u00fcberschreiten, wo sie sinnlos sind<br \/>\n&#8211; Klartext zu sprechen, statt anderen nach dem Mund<br \/>\n&#8211; die wichtigen Dinge zu machen, ohne darauf zu achten, was andere sagen k\u00f6nnten<br \/>\n&#8211; aufzumuntern, statt zu blockieren<br \/>\n&#8211; Arschl\u00f6chern das Klopapier zu reichen, das hilft beiden Seiten<br \/>\n&#8211; mal \u00fcber die Str\u00e4nge schlagen<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Sicherlich w\u00fcrden da noch einige andere Dinge einfallen, aber das w\u00e4re wohl zu drastisch.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">30.12.2013<br \/>\nUnd pl\u00f6tzlich muss man entdecken, dass in jeder Ecke das Chaos lauert. Entweder k\u00f6nnte man jetzt nerv\u00f6s werden oder unstrukturiert und ohne Plan anfangen, Struktur zu schaffen. Muss wirklich \u00fcberlegen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">29.12.2013<br \/>\nQuasi im Traum gute Gedanken haben k\u00f6nnen, mit allen Sinnen genie\u00dfend. In letzter Zeit habe ich den ganz vertr\u00e4umten Beweis daf\u00fcr, dass man tats\u00e4chlich sowohl riecht, als auch schmeckt, tasten geht sowieso und Farbe sieht man auch im Schlaf. \u2026und dann halb vier geweckt werden, was mich gl\u00fccklich macht. Dank daf\u00fcr! Am n\u00e4chsten Morgen ist der ausl\u00f6sende Gedanke zwar verschwunden, aber das macht nichts. Ich wei\u00df es einfach.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=3664\" rel=\"attachment wp-att-3664\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Reh auf Wuzelgem\u00fcse mit frischen Fritten\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.5\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/IMG_6749-1024x682.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Zwei Dinge sind auf jeden Fall mal klar: erstens ist der Genuss guten Weins, nicht das Saufen wohlgemerkt, ein Zeichen von wahrer Kultur, zweitens raubt das Streiten sinnlos Zeit und Energie, die besser kreativ genutzt werden sollten. Zoff k\u00f6nnen die Kesselflicker besser. Im Zweifelsfall aber schlie\u00dfen sich auch in sogenannten besseren H\u00e4usern die Fenster und T\u00fcren, wenn es laut wird, wird s\u00fcffisant kolportiert. Alles eine Frage der Interpretation von Freiheit.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">28.12.2013<br \/>\nDie Tage danach sind ja eigentlich meist eher mehr als anstrengend, man qu\u00e4lt sich mit all den Beschwerden aus dem Bett und fragt sich, wie dieser zarte, dieser so d\u00fcnne Hals denn den dicken, tonnenschweren Kopf tragen soll. Wie soll man auch noch durch den viel zu kleinen T\u00fcrrahmen kommen, ohne anzuecken, ohne sich schlimme Macken zuzuziehen. Es gibt jedoch zwei Faktoren, die einem das Aufstehen tats\u00e4chlich vereinfachen k\u00f6nnen. Erstens sollte man einfach nur so wenig trinken, wie tats\u00e4chlich ohne Ausfallerscheinungen vertragen wird. Dann l\u00e4uft man zwar nicht wie ein Depp durch die Landschaft und geht dreifache Wege, weil man einfach nicht den Tritt findet, der direkt vor einem liegt, aber es macht wirklich Spa\u00df. Zweitens sollte man einfach mal darauf verzichten, eine Zigarette an der n\u00e4chsten anzuz\u00fcnden, nur weil man nicht wei\u00df, wohin mit den H\u00e4nden. Au\u00dferdem muss man nicht st\u00e4ndig schnorren. Also frisch aufgestanden heute. Ja, das ist mein Tag.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">27.12.2013<br \/>\nWie immer ist alles verworren, vorher, dabei und hinterher. Aber wenn man sich M\u00fche gibt, dann findet sich auch ein Anfang des Fadens und man kann beginnen, so wie es meine Mutter fr\u00fcher mit Engelsgeduld gemacht hat, die Knoten zu entfernen und in aller Ruhe die Wolle aufzuwickeln. Was Alexander mit dem Schwerthieb gemacht hat, geht auch mit Gef\u00fchl und \u00dcberlegung. Nur nicht so effektvoll.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">26.12.2013<br \/>\nDurch die frische Luft gewandert, neben dem kleinen Murren auch die guten Gespr\u00e4che. Und trotzdem sehe ich, dass eine Fremdheit eingezogen ist. Bestimmte L\u00fccken sind nicht mehr zu f\u00fcllen. Und es schmerzt nicht mehr, das ist gut.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">25.12.2013<br \/>\nTrotz aller Aufkl\u00e4rung, diese leuchtenden Augen zu sehen, das tut gut.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">24.12.2013<br \/>\nSich zur\u00fcckziehen, einfach unter die Decke verkriechen, auch das muss manchmal sein und ganz fr\u00fch einschlafen, sogar zufrieden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">23.12.2013<br \/>\nUnd dann waren sie pl\u00f6tzlich wieder alle da. Fast alle. Das hat gut getan. Viel Musik, Gespr\u00e4che und die Bemerkung, ich w\u00fcrde zu viel preisgeben oder zumindest sehr viel. Ja, das mag sein, aber nicht alles. Versprochen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.12.2013<br \/>\nRuhe vor dem gro\u00dfen Sturm, man sollte an den R\u00fcckzug aus dem Tagesgesch\u00e4ft denken, zumindest f\u00fcr eine Woche oder so.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">21.12.2013<br \/>\nSogar der DLF kommt nicht an diesem gro\u00dfen Konsumfest vorbei, das geht ja gar nicht, Tr\u00e4nendusel auf allen Kan\u00e4len, sogar Niedeggen wird gespielt. Alte Zeiten\u00a0 hochbeschworen, anstatt der Gegenwart tief ins Auge zu schauen. Aber immerhin ist ein Plan gefasst f\u00fcr diesen ber\u00fchmten Abend, den stillen und heiligen. Badewanne, ein guter Tropfen Wein und Ruhe.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.12.2013<br \/>\nSo, das war sch\u00f6n, 50 Menschen, junge und alte, die mit einander spielen, einfachen Sport, die jungen gewinnen nat\u00fcrlich, meistens jedenfalls. Das k\u00f6nnen die einfach. Die alten halten das Verlieren aus und k\u00f6nnen sich trotzdem freuen, f\u00fcr und mit, das ist wichtig. Und das ist der Unterschied zur rauen Welt da drau\u00dfen. Miteinander gegeneinander und trotzdem sich gegenseitig sch\u00e4tzen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">19.12.2013<br \/>\nManche Gespr\u00e4che werfen dich vielleicht aus der Bahn und du fragst dich, was eigentlich falsch l\u00e4uft und was jetzt noch zu \u00e4ndern ist, um es besser zu machen. Und letztlich steht immer noch eine wichtige Sache im Raum, egal was ist, Freunde und Familie.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.12.3013<br \/>\nManchmal musst du einmal k\u00fcrzer treten, nur f\u00fcr einige Stunden weniger als sonst.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">17.12.2013<br \/>\nNeue Regierung, neue Minister, neue Kanzlerin? Alles bleibt beim Alten, die Probleme, die K\u00f6pfe (nur in anderen \u00c4mtern), vor allem aber die Hybris.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">16.12.2013<br \/>\nImmerhin fand sich am Himmel eine interessante Wolkenformation. Als w\u00fcrden zwei Autobahnen f\u00fcr Engel den vollen Mond kreuzen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.12.2013<br \/>\nSicherheit macht zuweilen hochm\u00fctig.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">14.12.2013<br \/>\nDas Zaudern ist eine alte Eigenschaft der Langweiler.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.12.2013<br \/>\nDiese ernsthaften Gespr\u00e4che mit ihm. Zu erkennen, da ist ein junger Mann mit seinem eigenen Kopf, der dabei ist, die Welt zu erschlie\u00dfen \u2013 und zwischendurch sehe ich das Kind.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Im krassen Unterschied dazu einem v\u00f6llig Anderen gewidmet: Diese Bequemlichkeit wird dir nicht nur den Rest deines Ansehens nehmen, sondern nimmt dir vor allem die Chance, endlich einmal hinter die Kulissen zu sehen, zu erleben und erwachsen zu werden. Verantwortung zu \u00fcbernehmen, hei\u00dft nicht von acht bis eins. Alles andere ist nur Jobdenken.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">12.12.2013<br \/>\n\u00dcberlegungen und sehen. Die Richtung bleibt unbestimmt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">11.12.2013<br \/>\nNicht alle Nachrichten sind das was sie scheinen: von Interesse.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.12.2013<br \/>\nUnd die wichtigste Frage ist heute Abend: Was gibt es Neues im Netz der Eitelkeiten?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">09.12.2013<br \/>\nDie Situationen in denen man bemerkt, dass man vielleicht zuviel preisgegeben hat, m\u00f6gen f\u00fcr einige Momente ein peinliches Schweigen ausl\u00f6sen. Mal wohl auch eisige Stille. Letztlich jedoch ist das v\u00f6llig egal, denn Teilhabe ist menschlich. Die Anonymit\u00e4t macht krank. Teilhabe ist ein gesundes Gesellschaftsmodell. Und das Gerede von einfach Strukturierten sollte genauso einfach augeblendet werden. Die wahren Kerne der Ger\u00fcchtefr\u00fcchte sind manchmal eben sehr klein.<br \/>\n\u00dcbrigens sind Schuldfragen nie v\u00f6llig zu kl\u00e4ren.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">08.12.2013<br \/>\nUnd pl\u00f6tzlich liegt dort eine Ruine im Weg, die ich eigentlich schon Jahrzehnte h\u00e4tte kennen m\u00fcssen. Und jeglicher Gedanke an die Friedrichromantik geht genau dann verloren, wenn man wei\u00df, dass diese Ruine das \u00dcberbleibsel einer menschgemachten Kriegsflutkatastrophe ist.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">07.12.2013<br \/>\nDie Kontraste betreffen uns am meisten, die zwischen Tod und fast schon krampfhafter Lebendigkeit, zwischen einem ungeahnten Wollen und der Frage nach dem Sein, stattfinden. Hier den Dingen, wenn man schon nicht geben kann, einen Sinn abzuringen versuchen. Genau in diesem Moment trifft dich die Leichtigkeit einer ernsthaft freundschaftlichen Umarmung und du k\u00f6nntest alle Welt vergessen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">06.12.2013<br \/>\nGro\u00dfe Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, ja und sie werfen uns damit zu.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.12.2013<br \/>\nDer angek\u00fcndigte Sturm ist bisher kaum mehr als ein laues L\u00fcftchen. Immerhin werden einige Bl\u00e4tter hin und her bewegt. Und einiger Regen perlt an den Scheiben.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">04.12.2013<br \/>\nZu wissen, dass man demn\u00e4chst wieder mit Holz heizen kann, das Flackern des Kaminofens dann die Wohnung erhellt, das allein ist schon die M\u00fche wert.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">03.12.2013<br \/>\nWenn ich aus den Dachfenstern gucke und die gesamte Landschaft hier sehen kann, weil der Blick \u00fcber die D\u00e4cher einfach fantastisch ist, dann komme ich doch glatt in Versuchung, den Dachboden anzugehen und auszubauen. Als gem\u00fctlichen Ruheraum vielleicht.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">02.12.2013<br \/>\nManchmal m\u00f6chte man gar nicht in die Zeitung schauen. Die Biologie ist gnadenlos. Fordert Unterwerfung, was wohl dahinter liegen mag. Drei M\u00f6glichkeiten, Himmel, H\u00f6lle oder nichts.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.12.2013<br \/>\nTrotz eines guten Tr\u00f6pfchens, trotz guten Gespr\u00e4chs heute so gar keine Lust zu schreiben oder das zu \u00fcberarbeiten, was geschrieben zu haben m\u00f6glich gewesen w\u00e4re, obwohl, wer wei\u00df das schon so genau, vielleicht auch etwas zu berichten gewesen w\u00e4re.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">30.11.2013<br \/>\nSo nach und nach eine Briefumschlag zu gestalten hat auch auch was, die Zeichnung ist wirklich lustig. Nein, keine Gesellschaftskritik, das w\u00e4re zu billig. Sondern Aufmerksamkeit erwecken. Und dann die gestrige Frage, warum ich nicht in der Politik mitmische. Sie schwirrt durch den Kopf. Die Vergangenheit aber zeigt, ich bin politisch t\u00e4tig. Parteiungebunden Sachpolitik machen. Da mich letztlich nur einige Punkte interessieren, kann ich keiner Partei angeh\u00f6ren, auch wenn der Gedanke bisweilen nahe lag. Meine eigene kleine APO. Es ist wie es ist und das ist gut. Ohne so.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">29.11.2013<br \/>\nBeizeiten kann ich trotz aller M\u00fcdigkeit doch l\u00e4cheln, auch wenn es fraglich ist, welchen Tag man gerade lebt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">28.11.2013<br \/>\nEs w\u00e4re vermessen, zu behaupten, dass das Leben, vor allem das eigene, eine gro\u00dfe Bedeutung h\u00e4tte. Aber es nicht vermessen, an die eigene Bedeutung zu glauben. Weiterhin: Ja, jeder kann ver\u00e4ndern, mit kleinen Schritten, aber durchaus wirksam.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">27. 11. 2013<br \/>\nDa geht nur noch G\u00e4hnen und Bleistifte zwischen die Augenlider.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">26.11.2013<br \/>\nMan soll es nicht glauben, aber manchmal hat die Zeit die seltsame Eigenschaft, alle wichtigen Dinge zusammen zu schieben und du kannst nichts mehr dagegen machen. Trotzdem bin ich gl\u00fccklich.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">25.11.2013<br \/>\nIn der R\u00fcckschau werden alle Dinge doch etwas verkl\u00e4rt. In der R\u00fcckschau erkenne ich allerdings auch die kleinen und etwas gr\u00f6\u00dferen Fehler in ihrer grunds\u00e4tzlichen Anlage. Klar erscheint es zumindest, dass jede Neuerung zumindest erst einmal auf Fragen st\u00f6\u00dft und vielleicht dauert es mit der Gew\u00f6hnung doch eine ganze Zeit.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">24.11.2013<br \/>\nDie Bl\u00e4tter der einen Kaffeepflanze sind ganz gelb geworden, war wohl die K\u00e4lte, die b\u00f6se. Jetzt muss ich das arme Gew\u00e4chs wieder hochp\u00e4ppeln, damit sie ein sch\u00f6nes B\u00e4umchen wird. So ist das in allem, ein st\u00e4ndiges auf und ab.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">23.11.2013<br \/>\nManchmal ist sp\u00e4t nachts dann eben doch fr\u00fch morgens und dann wunderst du dich, dass der n\u00e4chste Tag anders ist.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.11.2013<br \/>\nAlles l\u00e4uft den Berg hinab und die Dinge, die dir wirklich wichtig sind?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">21.11.2013<br \/>\nWei\u00df nicht was los ist, die Dateien scheinen durch irgendwelchen Unfug gesperrt, mal sehen, was zu tun ist und wenn gar nichts mehr geht? Abst\u00fcrzen lassen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.11.2013<br \/>\nDer Unterschied ist einfach zu benennen. Man kann sicherlich alles in seinem Leben langfristig planen und sich dann freuen, wenn es auch gelingt. Manchmal aber muss eine aktuelle Idee schnell umgesetzt werden. In wenigen Stunden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">17.11.2013<br \/>\nUnd dann passiert es, dass man der Zeit ein Schnippchen schl\u00e4gt, einfach indem man die Uhr vergisst. Nat\u00fcrlich wird sie auch weiterhin in ihrem einf\u00f6rmigen Takt rasen, doch pl\u00f6tzlich ist sie ausgeschlossen aus dem Prozess und genau dann geht es gut.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">16.11.2013<br \/>\nManches ist anders als geplant, manches ist besser als gedacht und vor allem: Ich sollte mir weniger Sorgen machen. Alles geht seinen Weg, das Einlassen auf die Umst\u00e4nde ist vielleicht wichtig. Und: Wandern w\u00e4re heute m\u00f6glich gewesen, herrliches Wetter, aber weder konnte ich, noch h\u00e4tte irgendjemand mitgewollt. Also lasse ich letztes als Ausrede zu. Wer wei\u00df, vielleicht doch irgendwann die Natur als Universumsblick genie\u00dfen. Dem Sonnensystem, Planetenwirbel ein Zwinkern schenken.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.11.2013<br \/>\nWenn das Bunt einem die Rezeptoren verdirbt, dann kann man die Welt mit neuen Blicken genie\u00dfen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">14.11.2013<br \/>\nWortgefechte, Gepl\u00e4nkel. An manchen Tagen kann ich mich nur wundern, worauf immer noch direkte Reaktionen folgen. Lokalpatriotismus mag ja irgendwo seinen Grund haben.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.11.2013<br \/>\nOft bestimmt der Einstieg in den Tag den Tag. Oft bestimmt die Art der Aufnahme durch das Gegen\u00fcber die Art der folgenden Kommunikation. Nische finden und dann loslegen. Pl\u00f6tzlich stehen Dinge im Raum, die nicht unbedingt als erwartbar galten. Vermittlungsprobleme werden wegkaschiert.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">12.11.2013<br \/>\nDas Holz f\u00e4llt ins Ufergras, Baum f\u00fcr Baum, zerlegt sich fast von allein und f\u00fcllt letztendlich den Schuppen. Und im Kopf ein zuk\u00fcnftiges Grinsen. Den Schaden hatte ich lange genug, jetzt wird es Zeit, dass auch mal ein Nutzen eintritt in Richtung Wohlf\u00fchlen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">11.11.2013<br \/>\n\u2026und manchmal sind die Folgen gar nicht absehbar und Gr\u00fcbeln folgt als Grundannahme eines Tages. Jedoch schlimmer k\u00f6nnte das abendlich hoffnungslose Warten sein. Was schulisch durchaus Freude bereitet, ist unter Freunden ein Ding der Unm\u00f6glichkeit: versetzt werden. Immerhin wieder einmal Warten mit Folgen f\u00fcr das Geschehen und schon funktionieren Dinge, die ebenso nicht erwartbar waren.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.11.2013<br \/>\nEin ganzer Tag in Ruhe. Ausgeklinkt aus der Realit\u00e4t. Genuss pur. Alles kommen, Stille fluten lassen. Zwei Wochen Urlaub in zehn Stunden. Und trotzdem, irgendwann kommt der Wunsch zu tun. Aber erst noch ein Br\u00f6tchen mit R\u00fcbenkraut.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">09.11.2013<br \/>\nWann die Dinge geschehen und warum, kann ich kaum beantworten. Aber im souver\u00e4nen Umgang von behinderten Jugendlichen mit sich und ihren Schwierigkeiten kann ich Kraft f\u00fcr Tage sch\u00f6pfen. Unser Leben ist ein Jammern auf hohem Niveau.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">08.11.2013<br \/>\nDie W\u00f6rter setzen sich an eine m\u00f6gliche, eine meist richtige Stelle, dann immer. Sie m\u00fcssen fluten, \u00fcber mich hereinbrechen und jedem Strandbungalow sollten m\u00f6glichst alle Stelzen unter dem Boden weggezogen werden. Jedes Wort auch seine umfassende Bedeutung befragen und mit jeder Minute entdecken, dass keines allein steht. Jedes Wort bedingt bestimmte Dinge, je abstrakter, desto wahrscheinlicher sogar ganze Universen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">07.11.2013<br \/>\nDas Missverst\u00e4ndnis im Suchen liegt ja gerade darin, dass es zielgerichtet ist und damit Scheuklappen gegen alles Andere \u00fcbergestreift werden. Das Beil\u00e4ufige, das Nebenbei als wichtig zu entdecken. Genau darin Sinn finden, funktioniert nur durch den Verzicht auf die Suche.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">06.11.2013<br \/>\nWenn die Dinge \u00fcberhand nehmen, muss man sp\u00e4t abends auch mal die Notbremse zeiehen und raus in die Nacht. Jene alten Wanderungen wieder aufnehmen, die vor zwanzig Jahren begonnen haben. Die Ruhe finden im Wissen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.11.2013<br \/>\nBeizeiten (vielleicht fallen mir noch weitere \u00e4hnliche Worte ein) ist das Ende des einen Tages das Ende des anderen. Das gilt aber wohl nur, wenn sich zwei von diesen k\u00fcnstlichen gesetzten Zeiteinheiten deckend \u00fcberlagern. Meist liegen Ende und Anfang eher zusammen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">04.11.2013<br \/>\nManchmal (sch\u00f6nes Synonym zu zuweilen) startet der Tag nach eigenen Regeln, die gar nicht zu kontrollieren sind, dann muss man sich nicht wundern, dass irgendetwas anders l\u00e4uft als geplant. Und trotzdem k\u00f6nnen diese Tage sch\u00f6n sein, eben anders sch\u00f6n und bis zum Rand voll.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">03.11.2013<br \/>\nZuweilen holt mich die Vergangenheit ein, f\u00fcr Momente im Dasein da sein. Momente der Erdung und das Bewusstsein daf\u00fcr, was wirklich z\u00e4hlt: Ein leckere Waffel nach dem Pimaldaumenrezept mit selbstgemachter Marmelade. Genau dann kann man grinsen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">02.11.2013<br \/>\nFarben und Gedanken, die den Raum f\u00fcllen. Ein Schrank, der langsam Formen annimmt und damit Vollst\u00e4ndigkeit erlangen l\u00e4sst. Aber was machen mit all dem andern \u00dcberfluss? Die innere Stimme sagt: \u201cTrenn dich, endg\u00fcltig, von den Dingen, die du nicht brauchst.\u201d Und das Teufelchen auf der anderen Schulter grinst sp\u00f6ttisch und wei\u00df, es wird siegen: \u201cWer wei\u00df, wof\u00fcr du alles noch gebrauchen kannst.\u201d<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.11.2013<br \/>\nIm Rausch der Dinge Dinge schaffen, Texte und Bilder und irgendwann vielleicht ihre Bedeutungslosigkeit erkennen, aber jetzt noch nicht.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">31.10.2013<br \/>\nBei allem bleibt eines immer: Der Unterschied zwischen innen und au\u00dfen. Aber dies banal gesprochen. In allen Lebensbereichen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">30.10.2013<br \/>\nVielleicht sollte das Tagebuch endlich ein Ende finden. Aber wie soll ich mich dann r\u00fcckvergewissern. Vergesse das Vergangene so schnell, behalte nur das Gute in mir.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">29.10.2013<br \/>\nIn Kombination mit gewissen Sachverhalten und eigenem Verhalten sollte man vielleicht nicht unbedingt darauf bestehen, alles niederzuschreiben. Ist es allerdings einmal niedergeschrieben, dann kann man es auch behalten \u2013 nachdem es bearbeitet wurde. Auf die Frage, ob es nicht auch manchmal peinlich sei, kann ich nur antworten: Ja.\u00a0 \u2013 Aber ist dieses Gef\u00fchl nicht auch manchmal Grundlage f\u00fcr unsere Wertigkeit als Mensch?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">28.10.2013<br \/>\nDer Tag danach ist zum Nachdenken geeignet. Jetzt st\u00fcrmt es drau\u00dfen und in mir. Anbei immerhin ein Regenbogen. Wenn das nichts ist.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=3369\" rel=\"attachment wp-att-3369\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Regenbogen\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.2\/bmi\/1.1.1.2\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Regenbogen.jpg\" width=\"512\" height=\"384\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">27.10.2013<br \/>\nEinmal \u00fcberfahren zu werden, kann man vielleicht noch \u00fcberleben, wenn es zweimal passiert, kann mit etwas sehr viel Gl\u00fcck auch noch alles gut gegangen sein. Dreimal \u00fcberleben aber setzt schon eine fast ins Hysterische abgleitende Schicksalhaftigkeit oder aber sprichw\u00f6rtliche sauerl\u00e4ndische Sturk\u00f6pfigkeit voraus. Also langsam herumdrehen und in eben dieser Bewegung schon fast wieder vergessen haben, was denn eigentlich so ge\u00e4rgert hat. Keine Sorge, das Profil des \u00dcberrollers hinterl\u00e4sst keine Spuren. Es mag nat\u00fcrlich auch daran liegen, dass Spielzeugautos nicht ganz so gef\u00e4hrlich sind.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">26.10.2013<br \/>\nIch mag Friedh\u00f6fe in fremden St\u00e4dten, sie sagen so viel \u00fcber die Menschen aus, die dort leben. Friedh\u00f6fe mag ich dann nicht, wenn ich dort die besuche, die mir etwas bedeutet haben, auch wenn es dort Ruhe gibt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">25.10.2013<br \/>\nUnd wieder einmal die Himmelszeichnungen betrachtet, das Farbspiel der Wolkenschlieren vor tiefem Blau. Wieder einmal die F\u00e4rbung der Bl\u00e4tter auf mich einwirken lassen, die milde Frische der Luft. In dieser Ruhe, die nichts fordert, sondern gibt, wohlf\u00fchlen. Die Wege gegangen, trotz einiger Steine, die dort liegen, trotz der Irritationen, woher sie kommen. Das Laub raschelte so sch\u00f6n, dass man am liebsten die F\u00fc\u00dfe nicht mehr gehoben hat. Rhythmisches Dauerrauschen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=3294\" rel=\"attachment wp-att-3294\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Himmel 1\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.4\/bmi\/1.1.1.3\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Himmel-1.jpg\" width=\"648\" height=\"432\" \/><\/a>24.10.2013<br \/>\nBeobachtung w\u00e4hrend des Wartens: Auf dem Parkplatz tummeln sich motorisierte Blechkarossen, keine \u00e4lter als zwei Jahre, alles blitzt im Herbstlicht. Mittag. Ein kleiner Junge l\u00e4uft hin und her. Sucht offensichtlich das Auto seiner Mutter. Dann l\u00e4chelt er pl\u00f6tzlich. Zieht den Schl\u00fcssel aus der Tasche und dr\u00fcckt mit ausgestreckter Hand wiederholt. Irgendwann blinken die Blinker einer blinkenden grauen Limousine. Er l\u00e4uft darauf zu, steigt ein und dreht innerhalb k\u00fcrzester Zeit das Radio an. Bis auf Anschlag. Kurze Zeit sp\u00e4ter erscheint seine Mutter, nicht b\u00f6sen Blickes, sondern freundlich l\u00e4chelnd. Fast gar erleichtert. Mit seinem offiziell als unm\u00f6glich bezeichneten Verhalten hat er es erm\u00f6glicht, dass sie ihr unliebsames Stra\u00dfengespr\u00e4ch schnell beenden konnte.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=3296\" rel=\"attachment wp-att-3296\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Gotik\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.4\/bmi\/1.1.1.1\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Gotik.jpg\" width=\"432\" height=\"648\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">23.10.2013<br \/>\nSich im Warten finden. Warten ist die F\u00e4higkeit, zu eigenen Gedanken zu kommen und in der entstehenden Ruhe Kraft zu finden, die in der \u00fcberbordenden Hektik des allumfassenden Arbeitslebens unterzugehen droht. Im st\u00e4ndigen angespannten Schaffen und Tun kann niemand zum ausgewogenen Wort finden. Wer das Warten als unn\u00fctz liest, als Last im Tagesgeschehen, vergibt mit der so entsetehenden Ungeduld einen wichtigen Teil seines Lebens. Soforterf\u00fcllung hinterl\u00e4sst einen faden Geschmack.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=3297\" rel=\"attachment wp-att-3297\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"\u00c4pfel\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.4\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/%C3%84pfel.jpg\" width=\"432\" height=\"648\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.10.2013<br \/>\nIm Fahren \u00fcber hunderte von Kilometern nicht nur vertraute Landschaften hinter sich lassen, sondern auch den Kopf zu \u00f6ffnen f\u00fcr neue M\u00f6glichkeiten.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=3298\" rel=\"attachment wp-att-3298\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Wein\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.3\/bmi\/1.1.1.1\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Wein.jpg\" width=\"432\" height=\"648\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">21.10.2013<br \/>\nGewisse Nachrichten, welche digital wie materiell \u00fcbermittelt wurden, k\u00f6nnen daf\u00fcr sorgen, dass der Leser wie Empf\u00e4nger f\u00fcr Momente aus dem Takt ger\u00e4t. Strauchelnd sich wundert, dass er schnell wieder Halt findet. Dann geht das Kopfkino seinen filmischen Weg des Wasw\u00e4regewesens. Auch diese Momente gehen vor\u00fcber, besser schneller als erwartet und geschehend, wahrscheinlich w\u00e4re das besser so. Gewisse Beschl\u00fcsse, so auch die rein virtuelle Pr\u00e4senz, sollten einfach nicht angezweifelt werden, sie haben dann wohl ihre Richtigkeit, auch wenn dies bedauert wird.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=3282\" rel=\"attachment wp-att-3282\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"IMG_6448\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.3\/bmi\/1.1.1.4\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/IMG_6448-1024x682.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" \/><\/a>20.10.2013<br \/>\nAuch wenn der Himmel eher ins Grau neigt, die Landschaft lockt heraus. Durch den Wald, \u00fcber die schmalen Feldwege, an Gew\u00e4ssern vorbei, \u00fcberall Fr\u00fcchte an den Wegr\u00e4ndern und wunderbare Farben. Einige Stunden der Freiheit, gef\u00fchlt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">19.10.2013<br \/>\nSo sch\u00f6nes Wetter und dann kann man kaum mal eine Stunde in die Sonne. Der Tag zieht einfach an mir vorbei. Aber immerhin ein gewisses Gef\u00fchl von Freiheit.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.10.2013<br \/>\nWenn sich kleine Kunstmessen \u00fcber 1500 G\u00e4ste an drei Tagen freuen, wie die Kubo-show (ehemals Kunstbombe), dann verzweifeln die Ikeagesch\u00e4fte, wenn in f\u00fcnf Stunden so wenige Menschen aufkreuzen. Das ist ein Zeichen unserer Zeit. Da kaufen Leute Wegwerfkunst in Millionenauflagen, anstatt sich einmal ein richtiges Bild zu leisten.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">17.10.2013<br \/>\nAlles flie\u00dft, hei\u00dft es, vor allem aber das Geld \u2013 in dunkle Kan\u00e4le.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">16.10.2013<br \/>\nManchmal ist es einfach sch\u00f6n, dieses verschmitzt sture L\u00e4cheln zu sehen, das man zu lange vermisst hatte.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.10.2013<br \/>\nUnd dann geht das Kopfkino los und in dir regt sich ein Gedanke, sehr bildlich, sehr sinnlich. Problematisch ist es, dass die \u00e4u\u00dfere Realit\u00e4t die innere immer wieder einholt und besiegt. Vielleicht auch gut so.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=3250\" rel=\"attachment wp-att-3250\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Mistk\u00e4fer\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.4\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Mistk%C3%A4fer-1024x682.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" \/><\/a>14.10.2013<br \/>\nDas gr\u00f6\u00dfte Kompliment ist wohl, wenn jemand sagt: Bei dir ist es wie Urlaub.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.10.2013<br \/>\nDa wird man gelockt, einen Wagen mit dem eigenen zu neuem Leben zu erwecken, fast wie Frankensteins Monster. Und dann muss man vor dem eigenen Haus feststellen, dass das eigene Auto gar nicht mehr da ist. Kurz stutzen und sich daran erinnern, dass es wegen zwei Gl\u00e4sern Wein lieber stehen blieb. Es hatte keine Lust mitzukommen. Bei einem Freund blieb es und hat sich mit anderen Typen vergn\u00fcgt. Auf das Rad geschwungen, noch Kabel besorgt, fahrbaren Untersatz abgeholt, Rad verladen, anderem Autobesitzer geholfen. Und kurze Zeit sp\u00e4ter schon beschlie\u00dft man bei einem Kaffe und leckeren H\u00f6rnchen, noch eine Runde im Wald zu drehen. Vielleicht springt ja auch noch was Essbares dabei heraus. Und tats\u00e4chlich, aus allen Ecken leuchten einem die Pilze entgegen und rufen: Nimm mich. Pfifferlinge, Steinpilze, Safranschirmlinge, Ritterlinge, die ganze Bagage.\u00a0 Herbst im Wald, das ist immer noch Erg\u00f6tzen, auch kulinarisch.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=3207\" rel=\"attachment wp-att-3207\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Steinplize\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.5\/bmi\/1.1.1.2\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Steinplize1-1024x682.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">12.10.2013<br \/>\nDen Herbst sich erwandern.<br \/>\nDen ganzen Nachmittag durch den Regenwald gelaufen, alles steht voll von Pilzen, steinige das, zum Teil riesengro\u00df. Und vielleicht zum ersten Mal in meinem Leben gehe ich zwischen ihnen hindurch und staune einfach nur. Ohne das Gef\u00fchl, ich m\u00fcsse sie sammeln. Ohne sie essen zu wollen. Die wundervollen Formen und Farben. Freude. Genie\u00dfe jeden Tropfen, der in den Nacken l\u00e4uft. Die K\u00e4lte, die langsam und sicher in den K\u00f6rper flie\u00dft. Mich mich f\u00fchlen l\u00e4sst. Hirsche im Auwald schauen scheu, wenden sich entschlossen ab und mit drei vier Spr\u00fcngen verschwinden sie im Unterholz. Ein Hirsch und sieben Hirschk\u00fche, Sika.<br \/>\nIn diesem geheimen Einverst\u00e4ndnis, in diesem offenbarenden Staunen, gehen wir drei nebeneinander. Danke euch.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">11.10.2013<br \/>\nKochen, das klassische Men\u00fc, aber fleischlos.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.10.2013<br \/>\nDie Dinge sehen und verstehen. Wissen, dass dieses Selbermachen manchmal das Wichtigste ist.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">09.10.2013<br \/>\nIch hatte es schon vermisst, dieses graue Herbstregenwetter, das uns langsam auf den tristen November vorbereiten soll. Das ist keine Ironie. Werde ohne Kopfbedeckung in die Stadt gehen und so tun, als sei es ein Fr\u00fchlingsschauer, der die Saat sprie\u00dfen l\u00e4sst und vielleicht auch die Haare.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">08.10.2013<br \/>\nDer Blick aus dem Fenster gibt mir Sicherheit, alles wird gut, wie jeden Tag. Heute wundert mich nur, dass die anderen Nachbarn noch nicht wach sind. Normalerweise sitzen sie doch schon gegen halb sechs morgens in ihren Wohnungen, Zigarette zwischen den Fingern. Heute gehen die Lichter erst kurz vor sieben an, fast schon schleppend und z\u00f6gerlich. Wer wei\u00df, vielleicht musste erst der Automat an der Ecke aufgesucht werden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">07.10.2013<br \/>\nDie T\u00f6ne bilden Formen und Farben, Formwandler, Farbwanderungen. Die Umgebung brennt, alles hei\u00df. Kalt, alles entfleucht mir. H\u00e4nde taub, der gesamte K\u00f6rper verkrampft. Alles nass, auch das Gesicht.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">06.10.2013<br \/>\nV\u00f6llig sinnfrei kann es sein, wenn man sich den gesamten Tag in der Stadt aufh\u00e4lt. Fremdbestimmt. Die einzige Freude dabei: es war f\u00fcr euch. Nein, so ist das gar nicht. Eigentlich war der Tag sogar gut, denn selten besteht mal Gelegenheit, mit so vielen lieben Menschen so lange zu reden. Und wenn dann auch noch beim Nachhausekommen zwei Kisten mit leckeren \u00c4pfeln vor der T\u00fcr stehen\u2026<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.10.2013<br \/>\nWie bei allen Dingen, die ich sehe: Stelle niemals funktionale Fragen, die mit Wie beginnen. Meist sind sie nicht zu beantworten. Du erntest meist Schweigen bei dir selbst wie bei anderen. Wenn die Frage allerdings entweder umgeformt oder aber zu einer Aussage gesetzt wird, dann ergibt sich oft die L\u00f6sung fast von allein. \u201cWie soll ich das Problem l\u00f6sen?\u201d kann zu \u201cWas ist das Problem?\u201d\u00a0 oder \u201cWelchen Weg kann ich gehen?\u201d werden, das ist ein gewaltiger Unterschied. Oder zum Eigenbefehl: \u201cGeh den n\u00e4chsten Schritt, bevor du ans Ziel denkst.\u201d Wenn das eine Bein schmerzt, dann wird das andere, damit der n\u00e4chste Schritt, momentane Entlastung bringen und schon bist du zwei Schritte weiter. Es f\u00e4llt doch immer wieder auf, dass die meisten Religionen keine L\u00f6sungen anbieten, sondern Wege aufzeigen, die allerdings gegangen werden sollen. Die meisten Therapien \u00fcbrigens auch. Gehen und Wandern hat das gleiche Ziel, den Weg. Es geht nicht darum direkt ans Ziel zu kommen, sondern den Weg zu gehen, damit das Ziel einen Wert erh\u00e4lt. Du kannst auch mit dem Auto nach Santiago fahren, du k\u00f6nntest auch direkt zur Kaaba durchmarschieren, ohne sie zu umrunden. Du k\u00f6nntest auch ein buddhistisches Sandmandala machen lassen und fixieren, anstatt es rituell selbst zu zelebrieren und wieder zu zerst\u00f6ren. Du musst das Gebet schon sprechen, das Lied singen, die Meditation angehen. Du musst fallen, damit du gehen lernst, du lernst es. Versprochen. Du kannst auch ins n\u00e4chstbeste Waffengesch\u00e4ft gehen und dir f\u00fcr einige hundert Euro ein wundersch\u00f6nes Messer mit Dammaszenerklinge kaufen. Bedeutung bekommt es erst, wenn du daf\u00fcr etwas Besonderes geleistet oder es selbst geschmiedet hast, geschliffen und ge\u00e4tzt. Wenn du ein Messer schmiedest, ist nat\u00fcrlich jeder Hammerschlag von Bedeutung, jeder hat seine Wirkung, jeder kann einen Schaden erzeugen oder eben gute Funktion haben, aber du musst ihn tun. Du darfst im richtigen Moment nicht zaudern, sonst ist das Metall schon wieder zu kalt und es muss erneut erhitzt werden. Wenn aber das Messer richtig gut werden soll, dann wirst du einige Versuche machen m\u00fcssen. Die ersten Klingen haben naturgem\u00e4\u00df ihre Fehler, ja und? Ist das nicht Ansporn, die n\u00e4chste Klinge anzugehen? Geh den n\u00e4chsten Schritt auf dem Weg zu deiner Probleml\u00f6sung und nimm das Problem als Teil von dir an.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Perspektivwechsel entsteht nicht nur dann, wenn du von au\u00dfen auf dich siehst, sondern auch, wenn du den Kopf drehst.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">04.10.2013<br \/>\nGeplant ist f\u00fcr den Tag viel, mal sehen, was so umsetzbar ist.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">03.10.2013<br \/>\nTag der deutschen Einheit, Reden werden geschwungen, die pr\u00e4sidiale sogar gar nicht so schlecht. Seitenhiebe unter dem Deckm\u00e4ntelchen der Objektivit\u00e4t in Richtung Regierung.<br \/>\nEigentlich aber sind alle Leute eher noch fasziniert vom Sonnenwetter. Wann gibt es das schon, dass im Oktober noch an jeder Ecke gegrillt wird. Dabei sollte das wohl nicht \u00fcberbewertet werden, denn es \u00e4ndert sich und die N\u00e4chte werden kalt. So kalt, dass ich sogar schon die Pflanzen hereingeholt habe, na, zumindest untergestellt. Kaffee, Avocado, Mispel, Pampelmuse und Orange.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">02.10.2013<br \/>\nJa, auch auf den D\u00e4chern der Nebenh\u00e4user liegt Reif, hat wohl etwas gefroren heut Nacht. Aber auch heute wird gut, das hab ich im Gef\u00fchl. Vorabschied abends schon, das macht etwas traurig, auch wenn ich wei\u00df, dass es so besser ist. Hier ist es wohl zu klein.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Stell dich nie einem laufenden Nashorn in den Weg! Das hatte ich einmal von einem afrikanischen Pastor geh\u00f6rt. Es gibt auch menschliche Nash\u00f6rner und jetzt schmerzt das Bein, als wenn eine Stra\u00dfenwalze dr\u00fcber gerollt w\u00e4re.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.10.2013<br \/>\nDa neue alte Steine im Garten liegen, verlangen sie wohl auch, dass sie nun endlich mal verbaut werden, vermutlich. Wenn das so weiter geht, dann ist die gr\u00fcne Oase n\u00e4chstes Jahr wirklich sch\u00f6n.<br \/>\nEin w\u00fcrdiger Anfang des sch\u00f6nsten Herbstmonats, noch mehr Steine, eine fertige Trockenmauer, Sonne und Radfahren. Eine ganze Kiste voller Kornelkirschen und wunderbar schlehiger Schlehen stehen im Gefrierfach und nicht zu vergessen, mein alter Freund kam nicht, zum ersten Mal seit einer Woche, alles gut.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">30.09.2013<br \/>\nManche Tage verfliegen einfach so, als h\u00e4tten sie nicht anderes zu tun, so gestern. Und zwischendurch kaum eine Minute nach Luft zu schnappen und Wasser zu trinken. Immerhin, jedes f\u00fcr sich war sch\u00f6n. Dankbarkeit macht sich breit.<br \/>\nWas ich derzeit genie\u00dfe, sind die Spazierg\u00e4nge, die Wanderungen, die Fahrradtouren. Zwischendurch Pilze sammeln und Fr\u00fcchte, fr\u00fch morgens Marmelade machen. Das Beste: das Wetter passt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">29.09.2013<br \/>\nIch wurde gefragt, was denn die Realit\u00e4t sei. Woher soll ich das wissen? Da doch die Realisierung der Welt immer im Einzelnen, im Individuum stattfindet, kann ich die jeweils andere Realit\u00e4t nicht sehen. Vielleicht aber folgendes: Realit\u00e4t hat immer mit der pers\u00f6nlichen Sensibilisierung f\u00fcr die \u00e4u\u00dferen wie inneren Erscheinungen der Welt zu tun. Der Welt im Kleinen, wie im Gro\u00dfen. Je mehr Verst\u00e4ndnis der Einzelne von den Dingen hat, desto sch\u00e4rfer ist die Wahrnehmung, desto genauer werden die Zusammenh\u00e4nge erkannt. Die Realit\u00e4tsrealisierung wird letztlich aber immer von den Befindlichkeiten gesteuert. Der Mond des Einsamen ist kalt, der des Verliebten warm, der des \u00c4ngstlichen ist angsteinfl\u00f6\u00dfend. Und manchmal ist er alles zusammen. Der Astronom kann den Mond nicht wie der Lyriker sehen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">28.09.2013<br \/>\nWas der Tag bringen wird? Soll jetzt nicht meine Sorge sein. Wo ich jetzt stehe, z\u00e4hlt der Augenblick.<br \/>\nRadtour mit Kornelkirschenernte, Pilzsuche sehr erfolgreich. Leckerlich. Ein Abend mit den Besten, Rehkeule inklusive. Ja, ein sch\u00f6ner Tag, auch wenn zwei fehlten.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=3096\" rel=\"attachment wp-att-3096\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Pilze\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.5\/bmi\/1.1.1.4\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/pilze-1024x560.jpg\" width=\"640\" height=\"350\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">27.09.2013<br \/>\nUnd als ich diesen Blick sehe, f\u00e4llt mir pl\u00f6tzlich dieser Satz aus irgendeinem Gedicht wieder ein: \u201cWer Schmetterlinge lachen h\u00f6rt, der wei\u00df, wie Wolken schmecken.\u201d Ja, manchmal sollte man vielleicht etwas neben der Spur suchen und sein Gl\u00fcck im Kleinen finden. Immer dann, wenn alles unertr\u00e4glich wird, die Sprache der Schmetterlinge lernen. Immer dann, wenn gerade mal wieder ein Loch mitten im Weg liegt, schauen, ob die Wolken tragen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=3067\" rel=\"attachment wp-att-3067\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"morgens\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.3\/bmi\/1.1.1.5\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/morgens-1024x682.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">26.09.2013<br \/>\nLetztlich ist das eigene Bett doch das beste.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">25.09.2013<br \/>\nZu beobachten, wie schnell junge Menschen ihre eigene Sozialstruktur aufbauen. \u00dcber Tage hinweg.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">24.09.2013<br \/>\nDie Gedankenkreise finden wieder einmal keinen Halt, immerhin drehen sie ins positiven Bereich. Kopfkino kann eben auch sch\u00f6n sein.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">23.09.2013<br \/>\nAll diese Gesichter, die noch nicht wissen, wohin. Das ist unsere Zukunft und ich bin zuversichtlich, dass sie den richtigen Weg finden werden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.09.2013<br \/>\nDas Meiste habe ich kurz nach Sehen schon vergessen, dabei habe ich mir wirklich ganz unvoreingenommen M\u00fche gegeben. Jedem Bild seine Chance, hatte schlie\u00dflich den ganzen Tag Zeit. Leider sieht man auf Kunstmessen so viel Tristesse.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">21.09.2013<br \/>\nZum ersten Mal im Leben vor der Nachtwache gestanden und war begeistert, ger\u00fchrt aber hat mich das M\u00e4dchen mit dem Milchkrug. Schwer ins Herz getroffen von dieser Anmut eines kurzen Augenblicks, gefangen f\u00fcr die Nachwelt. Bilderparadoxien verwirren und treiben ihren Schabernack mit unseren Erwartungshaltungen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.09.2013<br \/>\nInzwischen habe ich sogar eine Theorie \u00fcber Nordseeurlauber entwickelt: Nur wer potentiell depressiv ist oder mindestens zur Melancholie neigt, wird sich freiwillig an die See dort oben begeben. Immerhin schmecken die Pfannekuchen dort doppelt so gut.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">19.09.2013<br \/>\nNein, es tut mir Leid, aber du brauchst nun wirklich nicht mehr darauf zu hoffen, dass du etwas finden kannst, was dir auch nur irgendetwas verr\u00e4t. In dieser Lage ist es besser, s\u00e4mtliche Speicher zu leeren, ohne zu lesen, ohne zu denken und vor allem ganz nebenbei.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.09.2013<br \/>\nEs geht nicht um die kleine Hoffnung, die vielleicht noch bestanden h\u00e4tte, sondern um die Menschlichkeit, die hinter dem Gedanken an Freunde steht.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">17.09.2013<br \/>\nKlare Worte, die gefunden wurden. Klare Worte, die deutlich machen, dass man Tr\u00e4umen nicht nachh\u00e4ngen soll. Klatsche oder kaltes klares Wasser, das weckt. Wasserworte. Die Vergangenheit ist genau dies, vergangen, man muss ihr nicht nachh\u00e4ngen. Nur manchmal denke ich noch an eine einst sicher scheinende lange Wanderung durch einen gl\u00fchenden Herbst. Die Zeit l\u00e4uft weiter und die Zwischenzeit immerhin war sch\u00f6n. Daf\u00fcr Dank. Abends dann reiht sich Termin an Termin und irgendwann l\u00e4sst sich die Ersch\u00f6pfung nicht mehr verleugnen. Und trotzdem, l\u00e4cheln.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">16.09.2013<br \/>\nRadfahren und pl\u00f6tzlich stehen wir vor einer Hecke voller Kornelkirschen, schlagen uns den Bauch voll und die Taschen werden schnell gef\u00fcllt. Im\u00a0 heimlichen Wissen um die Geschmacksexplosion, wenn die Marmelade fertig ist. Gl\u00fccklicherweise kennt kaum einer noch diese Fr\u00fcchtchen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.09.2013<br \/>\nSolche Tage des Abschiedes sitzen immer schr\u00e4g im Hals.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">14.09.2013<br \/>\nEin Tag gepr\u00e4gt von den Siegen der Anderen und stiller Freude hier\u00fcber. Auch ein Tag gepr\u00e4gt von stillem Nachdenken, neben der Zeit, in einen anderen Raum hinein. Bestimmte Fragen sollten ab einem bestimmten Zeitpunkt einfach weder bedacht noch beantwortet werden. Vertrauen, Zutrauen, Sicherheit geh\u00f6ren sicherlich dazu.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.09.2013<br \/>\n\u201cWeder du noch ich k\u00f6nnen den Kopf einziehen, schon gar nicht dorthin stecken, wo ihn die Strau\u00dfen angeblich so gerne verbergen. Hier gibt es keinen Sand, sondern nur die Realit\u00e4t. Und wenn wir ihr ins Auge blicken, wenn wir auch der Vergangenheit ganz fest gegen\u00fcber treten, dann muss doch etwas Dankbarkeit aufkommen und Zuversicht, denn bisher hat es doch ganz gut geklappt \u2013 oder nicht. Etwas schon, wahrscheinlich aber viel mehr. F\u00fcr jede Minute eines gemeinsamen Erlebens und f\u00fcr jeden schlechten Witz, \u00fcber den wir lachen k\u00f6nnen.\u201d So pathetisch hatte ich noch nie jemanden reden h\u00f6ren. Und genau in diesem Moment realisierte ich, dass ich es selber war.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">12.09.2013<br \/>\nUnd pl\u00f6tzlich legt jemand dir ein Buch wenn schon nicht zu F\u00fc\u00dfen, so doch auf den Tisch, fordert auf: Schreib mal. Reicht einen Stift, schaut dich an und die Worte rieseln auf das Blatt und das n\u00e4chste auch und du schaust dem Anderen in die Augen und in diesem Moment wei\u00dft du wieder, was wahre Freundschaft ist. Wer dein Freund ist. Nicht bedingungslos, das ist Unfug, sondern mit klaren Zielen. Vor allem, zu tun.<br \/>\nUnd den Abend \u00fcber werden andere noch auf diesen Stra\u00dfen Bilder h\u00e4ngen, und an jedem, das dir begegnet, wird dir wieder klar werden, du musst handeln, nicht ruhn.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">11.09.2013<br \/>\nWenn die N\u00e4chte zu kurz werden, leiden auf jeden Fall die Konzentration und die F\u00e4higkeit, sich auf andere Menschen einzulassen. Als angenehm erweisen sich in solchen F\u00e4llen Schlafs\u00e4cke, die immer irgendwo herumliegen, auch wenn jemand die Innenseite bemalt hat.<br \/>\nSch\u00f6n an dieser Herbstzeit ist auf jeden Fall, dass man endlich nicht mehr so viel schwitzen muss; im Wissen aufzustehen, dass es nicht mehr w\u00e4rmer als 15 Grad wird, erleichtert das Leben doch ungemein.<br \/>\nEine Frage, die besch\u00e4ftigt: Sicher?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.09.2013<br \/>\nGewisse Entwicklungen w\u00e4ren wohl voraussehbar gewesen, wenn man genau geh\u00f6rt, gesehen und vor allem nachgedacht h\u00e4tte. Jetzt also die Koordinaten justieren und unter wei\u00dfer Fahne in die Welt ziehen. Immer in der Hoffnung, dass nicht jemand trotzdem zielt und trifft. Herzw\u00e4nde sollten besser mit Teflon beschichtet sein.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">09.09.2013<br \/>\nIn die Verherbstung des Sommers lachen zwei sp\u00e4te Bl\u00fcten der Clematis in mein Fenster. Und die Gedanken schlagen ihre Purzelb\u00e4ume.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">08.09.2013<br \/>\nGro\u00dfe Abschiedsszene vor dem Haus. War wirklich traurig, als die alten Mitbewohner wieder fuhren. Tiefe Augenblicke und herzliche Umarmungen. Ja, es war gut, sie wieder zu sehen und die Zeit Revue passieren zu lassen.<br \/>\nDer Tag von Gespr\u00e4chen gepr\u00e4gt, ernste und ernsthafte Dinge dann sp\u00e4ter. An der Haust\u00fcr erschlagen dich Blicke, ein Grundton als aggressiver Missklang, an der Wohnungst\u00fcr werde ich freundlich begr\u00fc\u00dft. Von ganz unerwarteter Seite. Abends Besuch, endlich nach vier Wochen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">07.09.2013<br \/>\nSchon etwas sehr verv\u00f6s gewesen, eine Mischung aus Verve und Nerv. Alles vorbereitet und als das erste Gesicht am Fenster zum Garten erscheint, scheint alles klar, auch nach 25 Jahren dieses stille Einverst\u00e4ndnis in den Blicken. Ein Abend voller Lieder, Erinnerungen und Gitarrenkl\u00e4nge drehen sich in die Nacht. Da kommt eine Melodie auf und pl\u00f6tzlich muss ich einfach mitsingen, Westernhagens \u201cMit 18\u2033. Danach kein Halten mehr. Und doch sind 25 Jahre ins Land gezogen und jeder hat seine Erfahrungen gemacht, nicht nur gute. Immerhin eine Herzlichkeit, als h\u00e4tten wir uns jedes Jahr getroffen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">06.09.2013<br \/>\nNicht jeder Tag ist gut, machmal f\u00fchle ich mich w\u00e4h. Was dann n\u00f6tig w\u00e4re?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.09.2013<br \/>\nAbends eine literarische Veranstaltung. Lesung von Dieter Beckmann in einer neugotischen Kapelle und die wunderbare Mittelaltermusik von filia irrata, bin v\u00f6llig begeistert. Nachtwanderung mit Fackeln und Schwertkampf an der Burg mit Gaukelei. Das Sch\u00f6nste: Nur zwanzig Menschen haben das erlebt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">04.09.2013<br \/>\nUnd pl\u00f6tzlich wieder ins wahre Leben geschleudert und sich unerwartet sicher darin bewegen. Die Tische f\u00fcllen sich sofort ins Un\u00fcbersichtliche.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">03.09.2013<br \/>\nGr\u00e4ulich dr\u00e4ngt der Himmel ins Fenster, neuer Tag, neues Erleben. Kein Wind zu sp\u00fcren, aber Tr\u00e4gheit ist wohl was anderes, die k\u00e4me von innen. Immerhin, zum Fr\u00fchst\u00fcck feinsten selbstgemachten Holundergelee genie\u00dfen, da kann alles nur gut werden. Fast schwarz und tiefer Geschmack, ich kann es nicht anders beschreiben. Ja, Windm\u00fchlen kommt nur, ich nehme es mit euch auf. Hydra und H\u00f6llenhund gibt es nicht, das ist ein wilder Spuk. Monstr\u00f6se Abstrusit\u00e4ten von weichen Hirnen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">02.09.2013<br \/>\nNach Nacht mit wirrer Traumsymbolik, nein, keine Symbole, sondern klare Bilder, an denen es nichts zu deuteln g\u00e4be, hilft auf jeden Fall ein starker, guter Kaffee. Hochland, kr\u00e4ftiges Aroma. Die Stifte auf dem Tisch liegen in klarer Ordnung, warten darauf, endlich wieder zum Einsatz zu kommen.<br \/>\nWas f\u00fcr ein Morgen dann. Einschnittig ins Leben. Trotzdem war das gut so, das ist wohl klar. Gl\u00fccklicherweise gibt es Menschen, die mitdenken, mitf\u00fchlen und mitgehen. Und sp\u00e4t abends ein riesiger Fehler. Diesen Unterwelt-Film h\u00e4tte ich niemals sehen wollen. Der war nicht nur schwach, sondern derart schlecht, dass man davor warnen m\u00fcsste. Immerhin waren sich da wohl fast alle einig.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.09.2013<br \/>\nEin ruhiger Tag als Begleiter gestern, nach einem gebrauchten Rad suchen und nicht finden. Fotos f\u00fcr andere machen und dieser Blick zwischendurch, der nicht mehr losl\u00e4sst. Nur f\u00fcr Momente. Abends mit Freunden einen Film gucken, Dead Man. Erinnerungen an eine geborgte Zeit, in der ich mit geborgtem Geld ins Kino ging und niemals, auch niemals Beamter werden wollte. Als ich mit einem schweigsam d\u00fcnnen Freund im Programmkino sa\u00df. Ein junger langhaariger Mann, er, mit klugen, nein weisen Gedanken. Im Zentrum die Reflexion \u00fcber Camus. Die Welt stand uns offen, wir konnten die Weichen stellen, haben sie jedoch stellen lassen. Wir sind unsere Wege gegangen. Nicht ganz unsere Wege.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Der Himmel leuchtet sein blasses Blau. Sehen, was der Tag bringen wird. Recht hoffnungsvoll. Habe geh\u00f6rt, dass es einige Obstb\u00e4ume gibt, die zu beernten sind, an den Stra\u00dfenr\u00e4ndern und auf alten verwilderten Grundst\u00fccken. Man muss sie sehen und finden lernen. Und nicht zu vergessen, Holunder. Freue mich auf Sirup und Gelee. Holundersirup auf Vanilleeis. K\u00f6stlich.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">In einer Beraterfunktion stehen, wenn man keine Tipps geben kann, denn letztlich hat jede Entscheidung richtige Aspekte. Es gibt kein v\u00f6llig richtig oder v\u00f6llig falsch. In dieser Beraterfunktion f\u00fchle ich mich unsicher. Ja, die Entscheidung wird letztlich richtig sein, hoffentlich. Anders ist es, zuweilen als Kopfst\u00fctze zu dienen, wenn die Welt zusammenbricht, das macht wohl mehr Sinn.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">31.08.2013<br \/>\n\u2026unverhofft kommt oft, sagt ein altes Sprichwort, denke ich noch weiter \u2026ungehofft oft\u2026und bin schon dabei, das n\u00e4chste zu verst\u00fcmmeln. So wird einfach ein neuer Satz daraus, man verzichtet auf einen Teil und l\u00e4sst einen Teil stehen. \u201cUnd ist das Leben noch so schwer, kommt irgendwo ein Lichtlein her.\u201d oder \u201cDer d\u00fcmmste Redner erntet den gr\u00f6\u00dften Applaus.\u201d Aber mal ganz nebenbei bemerkt: Bei all den Sprachverst\u00fcmmelungen und sp\u00e4terem Abgleiten in Bibelsynopse gelingt es doch von der Hokaidosuppe zu \u00fcberzeugen. Da wird dann auch ein zweiter Teller gegessen und die Rosmarinkartoffeln bleiben liegen \u2013 hinterher. Immerhin ein Erfolg.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=2922\" rel=\"attachment wp-att-2922\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"birnenfund 1\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.1\/bmi\/1.1.1.1\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/birnenfund-1-400x266.jpg\" width=\"400\" height=\"266\" \/><\/a><br \/>\nFragen \u00fcber Fragen<br \/>\nWarum die W\u00f6rter unsere Wahrnehmung beeinflussen oder sogar ver\u00e4ndern, warum wir die Welt so sehen, wie wir es gewohnt sind und nicht wie sie ist. Warum alles immer unerwartet ist, auch wenn es erwartet wird. Und nicht zu vergessen, warum Eva eben nicht Adams erste Frau war, sondern Lilith. Warum die Apokryphen nicht genommen wurden und dass fiese Bilder lustig sind, so lustig, dass man nicht schlafen kann.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">30.08.2013<br \/>\nNach weiten Blicken \u00fcber die Landschaft, nach der absoluten Ruhe: das erkennen M\u00fcssen, dieses ist nur die \u00e4u\u00dfere Wirklichkeit, nicht die innere. Es finden sich immer wieder Fakten, die mich auf den Boden der Tatsachen zur\u00fcckholen. Die erden. So meine Unf\u00e4higkeit in manchen F\u00e4llen zwischen den Zeilen zu lesen. Vielleicht auch, weil der erkannte Horizont zu hoch liegt, zu weit au\u00dferhalb der eigenen Erlebnisse, im Tal stehend nur noch Berge vor Augen, welche die Sicht versperren. Vielleicht ist es dann aber verzeihlich, wenn das Mitf\u00fchlen echt ist, das Gef\u00fchl allgemein. Verstrickung im Ariadnefaden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">29.08.2013<br \/>\nEin Gesicht zu sehen, in die Augen zu blicken, kosmisches Erleben, und das Gef\u00fchl haben, die Gedanken lesen zu k\u00f6nnen. Und zwischen den Ohren entsteht ein, dieser ganz spezielle Druck. Und der Raum wird verzerrt. Also den ganzen weiteren Tag auf zwei Reifen durch die Landschaft \u2013 bis es dunkel wird und dann in der Badewanne einschlafen. Was auch immer die Nacht bringen wird dann, Nachrichten, Gedanken und Tr\u00e4ume, zumindest diese Stunde Schlaf ist mir sicher.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">28.08.2013<br \/>\nGespr\u00e4che, die in die Tiefe der eigenen Vergangenheit gehen. Und sei es nur, wegen des t\u00e4glichen St\u00fccks Holz, welches der Vater auf dem Fahrrad aus dem Wald mitbrachte. Sei es dieser Geruch, den er geliebt hat. Eichenlohe. Tief einatmend.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">27.08.2013<br \/>\nDie genaue Bedeutung von Worten sollte bei einigen Menschen nicht zu hoch angesetzt zu werden. Schade eigentlich. Wenn es nicht so traurig w\u00e4re, dann k\u00f6nnte ich \u00fcber einige Kurztexte lachen, die pl\u00f6tzlich ihre wahre Botschaft offenbaren.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">26.08.2013<br \/>\nFr\u00fch morgens stehen rosa W\u00f6lkchen am Himmel. Die Nacht hat ihre Gedanken verschluckt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">25.08.2013<br \/>\nDas Spiel mit gespieltem Lokalpatriotismus kann das Gegen\u00fcber einerseits aufregen, andererseits wohl auch entsetzt Partei ergreifen lassen. Dann werden die St\u00e4dte pauschal als unbedeutend gekennzeichnet. Genau dies aber macht das Spiel so wertvoll.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">24.08.2013<br \/>\nBei Zeiten geht es gut und alle Dinge dieser Welt kann ich als positiv betrachten, sehe und h\u00f6re, empfinde und verarbeitete das Gute dieser Welt. Dann kann ich alles B\u00f6se ausblenden, all die Dinge, die mich herunterziehen k\u00f6nnten, die mich belasteten. Und wenn ich viel Gl\u00fcck habe dabei, dann kommt etwas Neues dazu, die Steigerungsform, das Wohlsein n\u00e4mlich. Sich einige Stunden im Wohlsein zu aalen und alles andere vergessen, nachdem die Unruhe, das Zappeln\u00a0 vorbei ist. Und genau das wird sich irgendwann r\u00e4chen, so diese Nacht, in den Tr\u00e4umen, die mich erschreckten oder anders noch, die mich weckten, immer wieder. Wohl geht es trotzdem, jetzt, in den Gedanken.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">23.08.2013<br \/>\nNach einer Wanderung am 20. durch das Sauerland, nein, ein Spaziergang mit herrlicher Aussicht, ernsthaftiges Betrachten der Strukturen im Zusammenhang. Zwei Augenpaare sehen mehr. Ja, auch mal Verschw\u00f6rungstheorien entwickeln \u00fcber die einfachere Regierung durch Angstszenarien. Muss sein, liegt in der Luft. Vertrautes vertraut sein.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Danach. Drei wunderbare Tage mit einem Freund. Was ist das eigentlich, ein sogenannter \u201cguter Freud\u201d ist ein entfernter Bekannter, \u201cmein Freund\u201d ist ein Lebenspartner. Ein Freund aber ist etwas, das man vielleicht nur ganz selten hat, ein paar Mal im Leben. Ein Freund ist jemand, mit dem man \u00fcber Nebens\u00e4chlichkeiten genau so ernsthaft reden kann, wie man sich \u00fcber die schwerwiegenden Probleme dieser Welt lustig macht. Da reitet man auf Formulierungen herum und wird pl\u00f6tzlich in eine bestimmte politische Richtung gedr\u00fcckt. Eingenordet. Belustigt. Aber all dies hat eben eine Ernsthaftigkeit, \u00fcber die man selber l\u00e4cheln kann. Drei Tage genie\u00dfen, zu wenig schreiben, aber eben dar\u00fcber sprechen. Guter Wein, gutes Essen, gute Worte, gute Radtour und Perspektiven. Abschluss WC-Verstopfung. Dann ein Umzug, echte Arbeit, abends gestern: \u00dcberschwemmung nach viel zu kurzem Pizzaessen und jetzt geht es weiter. Ja, das Leben hat mich wieder, ganz n\u00fcchtern. Ern\u00fcchtert am Sein.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Und dann h\u00f6re ich von dort und hier, alles wird gut, wir sind auf einem guten Weg. W\u00fcrde genau dies abk\u00fcrzen wollen: Alles wird, wir sind auf einem Weg.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">19.08.2013<br \/>\nZuweilen kann ein Kurztrip in eine der n\u00e4heren Gro\u00dfst\u00e4dte durchaus werthaltig sein. Neben sehr guten Gespr\u00e4chen auch tolle Entdeckung, ein Nachbar hat dort sein B\u00fcro und ich frage gerade dort nach dem Weg, schon seltsam. Innenhofidylle und Wertvolles sp\u00e4ter. Abends vertrauliche Gespr\u00e4che und viel Lachen am Telefon. Danke!<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=2860\" rel=\"attachment wp-att-2860\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Geb\u00e4udeerweiterung\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.2\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Geb%C3%A4udeerweiterung-400x266.jpg\" width=\"400\" height=\"266\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.08.2013<br \/>\nAuf Schleichwegen zu den Kleinstortschaften der Haar und immer wieder Neues entdecken. Nach vier Stunden schmerzt alles und die Beine streiken. Immerhin sch\u00f6ne H\u00e4user gesehen und zwei alte Dachpfannen redlich geschenkt bekommen. Nette Gespr\u00e4che mit den einheimischen Menschen. Zwischendurch den Bauch mit Brombeeren vollgeschlagen und voll vom Regen erwischt, durchn\u00e4sst bis auf die Haut.<br \/>\nZur Belohnung ein Brett mit K\u00e4se, Obst und gefrorener Tafel Schokolade, 200 Gramm.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=2853\" rel=\"attachment wp-att-2853\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Dachpfanne mit Loch\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.5\/bmi\/1.1.1.2\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Dachpfanne-mit-Loch-266x400.jpg\" width=\"266\" height=\"400\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=2855\" rel=\"attachment wp-att-2855\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Landhausidylle\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.1\/bmi\/1.1.1.5\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Landhausidylle1-400x266.jpg\" width=\"400\" height=\"266\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=2856\" rel=\"attachment wp-att-2856\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Feldmonumente\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.3\/bmi\/1.1.1.1\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Feldmonumente-400x266.jpg\" width=\"400\" height=\"266\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=2857\" rel=\"attachment wp-att-2857\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Heckengenuss\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.3\/bmi\/1.1.1.3\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Heckengenuss-400x266.jpg\" width=\"400\" height=\"266\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">17.08.2013<br \/>\nDie Blumen genie\u00dfen, Echinacea, Rudbeckia, Anemone, Sedum, alles bl\u00fcht jetzt. Sie l\u00e4uten den Hochsommer ein, besser das Ende, den Anfang vom Herbst. Die anderen ziehen sich schon langsam zur\u00fcck. Haben ihre Samen gebildet, brauchen jetzt ihre Ruhe, letzte Kr\u00e4fte in die Wurzeln hinab, vermute ich. Trotzdem, Schmetterlinge im Garten und Hunderte von schillernden Fliegen, K\u00e4fer. Ameisen melden ihre L\u00e4usekolonien. Allerdings werden einige Wespen schon jetzt ein wenig aufdringlich. Versuche mit ihnen zu sprechen: \u201cGeh oder du stirbst.\u201d Das hilft meistens. Einige Geb\u00fcsche werden noch hergerichtet. Schneidewerk. Kompost f\u00fcr in zwei Jahren.<br \/>\nAbends in den Stausee eintauchen, kaum Menschen dort, zwei drei Angler, die einsam ihre Ru17.09.2013nden in gr\u00fcnen Booten ziehen.Und ein Segelboot.\u00a0 Dem st\u00e4dtischen Trubel entkommen und am Boden des Sees Hunderte von toten Krebsen entdecken. Denen war es wohl zu warm. Vertraute Gespr\u00e4che ohne viele Worte. Den Kopf \u00fcber Wasser halten, als alte Bleiente. Sp\u00e4ter auf dem Steg der Sonnenuntergang, viel sp\u00e4ter, als erwartet. Vielleicht das letzte Mal so, fast romantisch. Aber wie hei\u00dft es so sch\u00f6n, Natur kann nicht kitschig sein.<br \/>\nUnd wer wei\u00df schon, vielleicht kommt die ganz gro\u00dfe Wanderung ja auch noch.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">16.08.2013<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=2815\" rel=\"attachment wp-att-2815\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Seelilienroulette\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.4\/bmi\/1.1.1.3\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Seelilienroulette.jpg\" width=\"448\" height=\"299\" \/><\/a><br \/>\nZwei Tage hintereinander im Sauerland unterwegs, das erste Mal mit dem Rad. Es ist wirklich lustig, wenn man mit normalen Klamotten und Bergrad eine Horde bunt gepresswursteter Rennradfahrer \u00fcberholt, die sich schnaufend und mosernd einen Berg hochqu\u00e4lt. Noch mehr Freude macht es, wenn man dann bei einem Wildkirschbaum h\u00e4lt, sich den Bauch vollschl\u00e4gt (bitters\u00fc\u00dfe Schw\u00e4rze) und sich wieder an die Gruppe h\u00e4ngt, nur um sie am n\u00e4chsten H\u00fcgel grinsend wieder zu \u00fcberholen. Tour: Neheim, H\u00fcsten, Oelinghausen, H\u00f6vel, Langscheid, Amecke, zur\u00fcck durch das Tal. Hachen, M\u00fcschede, Herdringen, Neheim. Wirklich lohnend, auch wenn die Autos manchmal st\u00f6ren. Die Aussicht an verschiedenen Punkten ist ph\u00e4nomenal.<br \/>\nZweite Route zu Fu\u00df von Endorfer H\u00fctte immer am Bach entlang Richtung Gehren und sp\u00e4ter R\u00f6hrenspring und per Rundweg zur\u00fcck. Einige Rehe springen auf, be\u00e4ugen und verschwinden zwischen dem Unterwuchs. Zwischendurch finden sich immer wieder Versteinerungen. Brachiopoden, Seelilien und einige Muscheln, wahrscheinlich auch Trilobiten, wer wei\u00df das schon. Die T\u00e4ler Ruhe pur (abgesehen vom entfernten Klang der Motors\u00e4gen und zwischenzeitigem Fallen vom Fichten) zwischendurch pausieren, Mineralwasser, Landschaft genie\u00dfen, die Abstufungen des Gr\u00fcns zum Blau im Hintergrund. Allm\u00e4hlich verblauende H\u00fcgelstaffelungen. Im Tal wieder angekommen f\u00e4llt auf, dass weder ein Auto noch ein Mensch zu sehen ist. Ja, es war sch\u00f6n! Zufrieden? Auf jeden Fall! Dann ist ja gut.<a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=2816\" rel=\"attachment wp-att-2816\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Sp\u00e4tsommerwald\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.5\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Sp%C3%A4tsommerwald.jpg\" width=\"448\" height=\"299\" \/><\/a>Und die dritte Tour dann heute, wieder Ausgangspunkt Neheim, wieder mit dem Rad und ab gings rund um den alten M\u00f6hnesee. Wenn man die Tourimeile hinter sich hat, geht es. Mal gucken, ob die geniale Strecke auch immer noch so ist. Bis an den Rand der Ersch\u00f6pfung. Bergauf, bergab und immer hat man Gegenwind, auch wenn es windstill ist. Der Takt ist wichtig und Getr\u00e4nke auch. Und \u00fcberall, wenn man Zeit, Auge und Sinn dazu hat, etwas zu sehen, Landschaft, Pflanzen und viele Kleintiere, vom Frosch zum K\u00e4fer, vom Zilpzalp zum Specht. Die Disteln schicken ihre silberwei\u00dfen Samenflocken in die L\u00fcfte. Gegenlicht. Wenn freier Blick \u00fcber die Landschaft ist, sieht man die Sp\u00e4tsommerd\u00fcnste, das Verblassen der Farben, die blauen Schatten und muss an den alten Adalbert Stifter denken, der sich daran so erg\u00f6tzen konnte, der \u00fcber zig Seiten seine fein beobachteten Landschaftbetrachtungen verfasste (Nachsommer und Bunte Steine). Leider blieb die Kamera bei der ersten Zwischenstation liegen. Sie wird sp\u00e4ter abgeholt.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=2817\" rel=\"attachment wp-att-2817\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Anemone\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.2\/bmi\/1.1.1.5\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Anemone.jpg\" width=\"299\" height=\"448\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=2818\" rel=\"attachment wp-att-2818\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"einfache Kletterrose\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.1\/bmi\/1.1.1.5\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/einfache-Kletterrose.jpg\" width=\"448\" height=\"299\" \/><\/a>Abends im Garten, genie\u00dfe die Bl\u00fcten. Das allm\u00e4hlich schwindende Licht bringt die Farben zum Leuchten.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=2819\" rel=\"attachment wp-att-2819\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"schiefe Mauer\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.5\/bmi\/1.1.1.3\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/schiefe-Mauer.jpg\" width=\"299\" height=\"448\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">14.08.2013<br \/>\nBeim Malen der Hauswand, den Fensterlaibungen, den Gesimsen wird eins immer wieder deutlich, man muss Entscheidungen treffen, f\u00fcr oder gegen etwas und dazu stehen. Beim Setzen der kleinen Trockenmauern im Garten heute ebenso. Wenn die Entscheidung getroffen ist, kann nicht st\u00e4ndig mit dem Vielleichtoderauchnicht geplant werden. Aber Entscheidungen sind nun einmal notwendig. Kurz innehalten und warten, aber dann. Licht und Schatten, dazwischen liegt Tr\u00fcbnis.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.08.2013<br \/>\nNicht in allem macht Streichen Freude, aber es macht sich gut, wenn die Fassade zumindest wieder leuchtet. Wolkenfarbig.<br \/>\nSpeicher voll, SMS einzeln l\u00f6schen. Man k\u00f6nnte ja etwas vergessen haben. Chronologisch logisch. Ein Eindruck entsteht mit jeder weiteren L\u00f6schung. Je gr\u00f6\u00dfer die r\u00e4umliche Entfernung, desto n\u00e4her erscheinen die W\u00f6rter und ihre Versprechungen. Absichten. Mit jedem Kilometer allerdings des N\u00e4herkommens scheint der innere Abstand zu wachsen, bis hin zur Absage. Innere und \u00e4u\u00dfere Entfernung scheinen sich immer eine Entsprechung zu suchen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">11.08.2013<br \/>\nEntsetzt ansehen m\u00fcssen, wie etwas Vertrautes einfach vernichtet wird und sei es nur ein Haus, das hundert Jahre seinen Platz behauptet hatte.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Tags in die leere Wohnung kommen, die wochenlang voller Leben war. Abends mit drei Freunden trotz feuchter K\u00e4lte noch einmal drau\u00dfen sitzen und ein Glas trinken, das entsch\u00e4digt ein St\u00fcck. F\u00fcr alles andere.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.08.2013<br \/>\nWo sonst das Blau herrscht, hat sich heute eine graue Fl\u00e4che in die Breite gezogen, als wolle sie einem das schwere Herz verbleiern.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Abends bis in die tiefe Nacht am Lagerfeuer sitzen, mit Freunden, schweigen und doch wissen, was alle gedacht haben. Den Flammen nachschauen, die sich vom dunklen rot ins Nichts verfl\u00fcchtigen. Ich liebe solche Tagesauskl\u00e4nge. Vielleicht letzter echter Sommerabend.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">09.08.2013<br \/>\nWenn die Zeit rennt, dann ist das einerseits v\u00f6llig in Ordnung, in einer zu definierenden Erwartungshaltung, anderseits wirklich gr\u00e4sslich in Erwartung einer gewissen Leere.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">07.08.2013<br \/>\nManchmal muss man andere zu ihrem Gl\u00fcck zwingen und sei es nur, dass man deren M\u00fcll selber wegbringt, sei es nur, dass man einfach mit dem Rad einen Umweg f\u00e4hrt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.08.2013<br \/>\nProblematisch wird es jeweils, wenn man sich Sorgen macht.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">04.08.2013<br \/>\nZu sehen, wie etwas fertig wird, die gl\u00fccklichen Augen. Genau in diesen Augenblicken erkenne ich, dass alles einen Sinn macht. Auch wenn es aus einer allgemeinen Situation erw\u00e4chst, die eigentlich alles andere als sch\u00f6n ist.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">03.08.2013<br \/>\nZu wenig Fl\u00fcssigkeit, zu wenig Selbstvertrauen sicherlich nicht. Wenn es dir schwarz vor Augen wird, dann hatte es einen Grund.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">02.08.2013<br \/>\nSo viele Leute kennen gelernt, in deren Mitte ich mich als Exot f\u00fchlen musste. Zwischen denen sich jeder als Exot gef\u00fchlt h\u00e4tte.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">29.07.2013 Nacht sch\u00f6n<br \/>\nKein Regen, kein L\u00e4rm von Feiernden, daf\u00fcr regnet es tags\u00fcber.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">28.07.2013 Nacht ohne Regen<br \/>\nMorgens vor dem Zelt die Zeit genie\u00dfen bevor der Zeltplatz zum Leben erwacht. Alles ist still, vereinzelt ein Seufzen, Neisen oder letztes St\u00f6hnen der Nacht. Die berge oben sind schon sonnenbeschienen, leuchten gelblich im Fr\u00fchdunst. Im R\u00fccken wird irgendwann der Stern \u00fcber dem bewaldeten Anstieg erscheinen und die feuchten D\u00fcnste der Nacht vertreiben. Irgendwann erstes Klappern er Fr\u00fchausteher, der jenigen, die eine gro\u00dfe Tour vor Augen haben, vielleicht ein Klettersteig, oder diejenigen, die mit dem Rad die Alpen erobern. Alle anderen werden im Lauf der n\u00e4chsten anderthalb Stunden entweder vom einsetzenden Gesang der Meisen und einiger Amseln oder von eben jenem Klappern geweckt. Nur wenige schaffen es dann noch, dem gesch\u00e4ftigen Treiben auf diesem Platz ignorant schlafend zu verweigern.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">27.07.2013 Nachts Gewitter<br \/>\nDie alten Stellungen aus dem ersten Weltkrieg hier in den Sextener Dolomiten sch\u00fcchtern mich auch heute noch ein. Wer dieser Tage ein friedliches Zentraleuropa sieht, kann sich kaum vorstellen, dass die Nationen sich noch vor hundert Jahren, vor 70 auch, bis an den Rand der gegenseitigen Ausl\u00f6schung bek\u00e4mpft haben. Heute sitze ich hier auf einem Campingplatz und um mich herum Menschen verschiedenster Nationen. Italien, \u00d6sterreich, Schweden, Norwegen, Belgien, Spanien, Kroatien, D\u00e4nemark, Bayern, San Marino. Wahrscheinlich viele andere auch noch, aber die sind in anderen Bereichen des Platzes untergebracht. Das friedliche Zusammenleben scheint zu funktionieren und doch immer die Bef\u00fcrchtung, ein Funke bringt dieses europ\u00e4ische Pulverfass zur Explosion. Mit der Eurokrise sind wir wohl bisher nur knapp daran vorbei geschliddert. Manchmal im Erleben des Friedens kommen mir die Bef\u00fcrchtungen hoch, was w\u00e4re wenn?<br \/>\nWar in einem Bunker heute, sehr beklemmend. Wollte nur schnell wieder heraus.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=2678\" rel=\"attachment wp-att-2678\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Bunker\/ Unterstand\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.3\/bmi\/1.1.1.4\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/IMG_5309-682x1024.jpg\" width=\"640\" height=\"960\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">26.07.2013 Nachts Regen<br \/>\nWie schnell man sich daran gew\u00f6hnt, den eigenen Komfort herunter gefahren zu haben. Pl\u00f6tzlich entwickelt sich auch bei ganz kleinen Dingen und Erlebnissen eine ganz eigene Zufriedenheit. Und der Kaffeekonsum ist wieder auf ein ertr\u00e4glich Ma\u00df gestiegen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">25.07.2013 Nachts Regen<br \/>\nNach dem Regen kommt die Sonne, manchmal so sehr, dass man sich den Regen zur\u00fcckw\u00fcnscht. Gl\u00fccklicherweise k\u00fchlen sich die N\u00e4chte hier oben in den Bergen schnell rapide ab.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">24.07.13<br \/>\nNach acht Stunden stupider Fahrt auf der Autobahn, unterbrochen von tiefem Parkplatzschlaf, immer noch Freude wie ein Kind, wenn man das ersehnte Ziel erreicht hat, das so lange weit entfernt schien.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">23.07.2013<br \/>\nNat\u00fcrlich hei\u00dft es Zweifeln und Bangen, immer wieder einmal. Aber letztlich sollte man wohl lieber von Hinterfragen sprechen. Alles wird gut.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=2668\" rel=\"attachment wp-att-2668\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Alles ist relativ\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.1\/bmi\/1.1.1.1\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/IMG_5104-1024x682.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.07.2013<br \/>\nSch\u00f6n ist es, wenn ein Freund zu Besuch kommt, den man vielleicht ein Jahr oder mehr nicht mehr gesehen hat. In guten Gespr\u00e4chen und Gedanken schwelgen. Schade dann nur, wenn sie liebgewordenes Leihgut wieder mitnehmen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.07.2013<br \/>\nNormalerweise h\u00f6rt man im \u00fcberregionalen Radio Politik, im Sommer dann Poolitik, weil die meisten Politiker am Pool liegen. Nur die Chargen aus der dritten Reihe meinen noch, sie m\u00fcssten gerade diese Zeit nutzen, sich mit Abwegigkeiten aggressiv zu produzieren. Jeder m\u00f6chte einmal seinen Namen in der Zeitung lesen. Dieses Jahr ist es mal wieder ganz anders. Wir sind im Wahlkampf. Da machen alle im Zirkus der banalen L\u00e4cherlichkeiten mit.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">19.07.2013<br \/>\nAll die Leute mit ihren Erwartungshaltungen, ihren fragenden Blicken. Antworten, die helfen, oder zumindest sinnvolle Fragen, die auf den Weg bringen. Muss selber ausgelaugt erkennen, dass ich nicht helfen kann. Und das wird pl\u00f6tzlich von anderer Seite \u00fcbernommen, fraglos, sicher und vor allem souver\u00e4n. Als w\u00e4re es eine abgesprochene Choreografie. Das nenne ich Pr\u00e4senz. Sch\u00fcchtern ist wirklich anders.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.07.2013<br \/>\nUnd auf diesem Platz stehen, die Fl\u00e4chen sehen, auf denen die Baracken standen. Einsch\u00fcchterung durch Macht. Leere.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">17.07.2013<br \/>\nZu erleben, dass diese jungen Menschen so einfach zu begeistern sind\u2026und zu frustrieren.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.07.2013<br \/>\n\u2026und pl\u00f6tzliches Erkennen, dass das Jahr schon so weit voran geschritten ist. Das Leben sowieso.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">14.07.2013<br \/>\nUnd dann Entschleunigung als Mittel einsetzen. Zur Ruhe kommen und warten, was wird. Fragen von N\u00e4he und Ferne und deren Definition, von Gegenwart und den anderen Zeiten, vom richtigen Weg oder einem urbewaldeten Trampelpfad, der noch freigeschlagen werden muss. Also auf ins Abenteuer Leben.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.07.2013<br \/>\nEs tut gut, auf- und angenommen zu sein.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">11.07.2013<br \/>\nZwischen den vielen stehen \u2013 im Wissen des eigenen Unwissens \u2013 und zweifeln und und \u2013 vielleicht legt sich ganz sanft und freundlich, freundschaftlich ein Blick in deine Augen, eine heilende Hand auf deine Seele \u2013 ein Wort aus dem \u00c4ther, das dich erreicht<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.07.2013<br \/>\nWie sang damals Blixa Bargeld?<br \/>\n\u201czwischen temporaer und Tempora<br \/>\nzwischen Seil- und Saebeltanz<br \/>\nzwischendurch und auf dem Meeresboden<br \/>\nzwischen Semtex und Utopie<br \/>\ngibt es sie\u201d<br \/>\nUnd das Lied bohrt sich mal wieder durch die Ohren in den Kopf, bleibt h\u00e4ngen und schl\u00e4gt tiefe Wurzeln. Nein, es war schon lange da und musste nur wieder einmal gegossen werden, wie eine Rose von Jerusalem, die auch \u00fcber Jahrzehnte tot und eingerollt herumliegt und mit dem n\u00e4chsten Regenschauer pl\u00f6tzlich aufgeht.Und pl\u00f6tzlich ein neben.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">07.07.2013<br \/>\nAlle Welt geht heraus. Schade, kann es nicht, zu hei\u00df, suche Schatten, erst abends dann an die Luft so richtig. Will nicht klagen, problematisch vielleicht, dass die Pflanzen gegossen werden wollen. Alles letztlich nur Ablenkungsstrategien, ein Warten. Im Interim. Als kurzes Zwischenspiel, Gastspielrolle mit Text. Aber immerhin im Interim genossenes Gl\u00fcck. Stunden und Momente als Rausch. Das kann keiner nehmen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">06.07.2013<br \/>\nDann gibt es noch jene Tage, an welchen man st\u00e4ndig neue Dinge entdeckt, ins gegen\u00fcberliegende Fenster schaut und feststellen muss, dass dort immer noch die Weihnachtsdekoration steht. Und der Himmel ist blau, immerhin. Und Mauersegler fliegen heute hoch. Und tats\u00e4chlich hat ein Nachbarhaus noch eine klassische Fernsehantenne. Die Leute \u00fcber mir staubsaugen schon wieder, die unter mir rauchen. \u00dcberall blickt mich die Arbeit an und ich bewege mich trotzdem nicht. Ein Bisschen aus Trotz, auch das kann ich. Baustellen. Tr\u00fcmmerhaufen. Das alles gibt mir zu denken und l\u00e4sst im gewissen Rahmen schmunzeln. Kopf hoch, auftauchen und weiter geht es. Bad, Anziehen, Bett machen und ins Gew\u00fchl der Stadt st\u00fcrzen. Vielleicht findet sich auf dem Markt noch eine sch\u00f6ne Blume, ein paar Erdbeeren w\u00e4ren auch nicht schlecht.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.07.2013<br \/>\nIn einem Wort gefangen, kann den Gedankennebel fassen, umarmen deiner Worte Sinn. Als wie Atakamagr\u00e4ben, in einer fremden Welt. Und suche. Suche Sinn. Die Formen zu erkennen, Zusammenh\u00e4nge und Strukturen. Kann es nur sehen, nicht verstehen in dieser Tiefseeeinsamkeit.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">04.07.2013<br \/>\n\u2026und Steine im Bauch werden dann so schwer, man k\u00f6nnte zum Tiefseetaucher werden. Immer tiefer in unbekannte Gegenden vordringen, was immer dort auch zu erwarten ist. Egal. Und nie, nie wieder auftauchen. Denn alles ist besser, als oben zu sein.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.07.2013<br \/>\nN\u00e4chtliche R\u00fcckkehr in die leere Wohnung mit Fingerfood aus dem Backofen verfeinert. Gaumenkitzler. Einfach lecker, schade, dass ich das Rezept nicht habe\u2026<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">30.06.2013<br \/>\nAllein und etwas traurig in den Abend, die Nacht gefahren und noch unerwartet Aufnahme an einem Lagerfeuer gefunden. Als die ersten Gl\u00fchw\u00fcrmchen flogen, musste ich l\u00e4cheln.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">26.06.2013<br \/>\nZum Trost ein Anruf, oder vielleicht doch eher Zufall? K liest mir ein Gedicht f\u00fcr AJ aus dem Jahre 1993 vor und trifft mich tiefer, als er ahnen k\u00f6nnte. Aus den inneren Angeln\u00a0 gehoben von ein paar W\u00f6rtern, das sollte doch keinem erwachsenen Menschen mehr passieren. Und doch ist es Realit\u00e4t. Dank daf\u00fcr. Hoffentlich werde ich immer Freunde haben, die das k\u00f6nnen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Nicht jedes Wort ist b\u00f6se oder in Verbitterung gemeint, welches so vielleicht scheint, manchmal kann ich sogar selber \u00fcber das l\u00e4cheln, was geschrieben steht und dann merkt man pl\u00f6tzlich, dass mal wieder weit \u00fcber das Ziel hinaus geschossen wurde. So weit, dass andere unschuldig getroffen sind. Betroffen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">25.06.2013<br \/>\nWas ich lernen muss, ist das Warten. Warten k\u00f6nnen. Wenn das Herz eine Sehnsucht in sich tr\u00e4gt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">24.06.2013<br \/>\nUnd genau dann knallen alle Sicherungen heraus, wenn ich es nicht erwarte.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">23.06.2013<br \/>\nDer Tag zieht sich zum Abend hin, immer in einer Erwartung, aber es passiert einfach nicht. Also verschiedentlich auf das Rad geschwungen, zum Fluss, zur Verwandtschaft, die gest\u00f6rt wird. An keiner Stelle finde ich Ruhe, muss weiter. Normalerweise mache ich mir ja Gedanken \u00fcber den Stillstand des Wartens und die Frage, wieviel Zeit man dann vergeudet, bei Beh\u00f6rden, Instituten, Krankenh\u00e4usern und \u00c4rzten. Wahrscheinlich gibt es dar\u00fcber auch Statistiken in der grundlegend statistischen Gesellschaft. Einer Realit\u00e4t, die\/welche die Wichtigkeit anhand der Netzh\u00e4ufigkeit festlegt und nicht nach dem Inhalt. Noch spannender erscheint mir allerdings jetzt der Umstand des unruhigen Wartens, sozusagen in Aktivit\u00e4t verharren, nur damit die Zeit ihren Totschlag finde. Und zwischendurch die Augen schlie\u00dfen, f\u00fcr Momente Ruhe, farbige Bilder hinter den Augenlidern.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.06.2013<br \/>\nAlles gegeben haben, ist auch eine Form der Befriedigung. Und dann irgendwann ganz entspannt in der Badewanne einschlafen und im kalten Bann aufwachen. Geweckt von einer Nachricht und ich muss schmunzeln. Es gibt immer wieder Entdeckungen, die schl\u00fcssig Kreise schlie\u00dfen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">21.06.2013<br \/>\nZwischen angespannter Erwartung und Euphorie \u2013 und pl\u00f6tzlich entwickeln sich die Dinge so ganz anders.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">19.06.2013<br \/>\nDie Zeit l\u00e4uft weg. Ein Ticktacken. Ein Freund wahrscheinlich ist es schon l\u00e4ngst. Ein anderer irgendwie noch da. Ein t\u00e4gliches Einerlei, die Luft steht und selber w\u00fcrde ich den Tag am liebsten unter der k\u00fchlen Dusche verbringen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.06.2013<br \/>\nBei jedem Blick Verwirrung, Hin und Her. Werde nicht k\u00e4mpfen gegen Geister, Idealbilder, Windm\u00fchlen oder Drachen, es gibt sie nicht. Es gibt sie \u00fcberall. Und Sammler, Alphatiere sind tabu.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">16.06.2013<br \/>\nSonntagnacht so nett Und durch die leer gefegte Sonntagabendstadt<br \/>\nDie ein Gesicht aus Fensterscheiben hat<br \/>\nZieht der Mensch dort seine stillen Runden<br \/>\nganz ohne Ziel, doch tut als wolle er erkundenDie Sehnsucht nach Gef\u00fchlen dr\u00e4ngt ihn da hinaus<br \/>\nDie Seelenstricke zwingen ihn ins Haus<br \/>\nDort wird er wider Willen Dinge machen<br \/>\nM\u00fcsst er nicht weinen, k\u00f6nnt ich dr\u00fcber lachenDie Fratzen hasten schnell an ihm vorbei<br \/>\nUnd tun so vornehm wie die B\u00f6rsenmakler<br \/>\nSie reiben ihre H\u00e4nde, wissen schonSie treiben ihre Sp\u00e4\u00dfe wie ein Clown<br \/>\nUnd tun so d\u00fcster wie Pastorenkinder<br \/>\nSie fristen bang ihr Dasein schwer wie Blei<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.06.2013<br \/>\nWenn Nachbarn zur Unkrautbek\u00e4mpfung Gift einsetzen, dann halten es auch meine Pflanzen nicht aus. Der gelbe Anblick einst so hoffnungsvoller Triebe kann w\u00fctend machen. Immerhin Trost per sms. Aber es gibt auch andere Dinge, die freuen lassen und irgendwie verunsichern. Vormittags Treffen, mit Bluthochdruck und rotem Hals. Nachmittags ungewisses Buddeln zwischen H\u00e4usern. Abends Grillen, letztlich war der Tag doch sch\u00f6n.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.06.2013<br \/>\nDer frische Sommerregen l\u00e4sst doch sogleich Bef\u00fcrchtungen wachsen, nicht nur die Pflanzen. Und unter dem Dach mit Blick in den Garten, zwischen den zu Kordeln verdrehten Spinnennetzen, zwischen den halb verrosteten Ger\u00e4ten, finden die H\u00e4nde im Suchen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">12.06.2013<br \/>\nMit r\u00f6tlichem Leuchten geht der Tag dem Ende entgegen, der Sonnenuntergang, der Wein, die Haare, die Glut der Zigaretten. Und wie jeden Abend endet das Vogelkonzert ganz pl\u00f6tzlich und irgendwann ziehen auch die Mauersegler nur noch schweigend ihre Kreise und werden von den Flederm\u00e4usen abgel\u00f6st. Und die schweigen eignetlich immer.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.06.2013<br \/>\nKaum eine Sekunde, kaum ein Moment mit der Chance, zu mir zu kommen. Doch sobald sich die Ruhe ausbreitet, geht schon wieder das Gr\u00fcbeln los. Was, wenn, was, wenn nicht?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=2671\" rel=\"attachment wp-att-2671\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"IMG_5118\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.1\/bmi\/1.1.1.1\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/IMG_5118-682x1024.jpg\" width=\"640\" height=\"960\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">09.06.2013<br \/>\nZwischen Be- und Erkenntnissen finden sich Wahrheiten, die tief ber\u00fchren.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">08.06.2013<br \/>\nSo kann die \u00d6ffentlichkeit fremd sein und das Befremden in den Augen des Gegen\u00fcbers zeigt, dass ich \u00fcber das Ziel der zuf\u00e4lligen Verwunderung hinausgeschossen bin. Wie auch richtig machen, wenn man niemals eine Schauspielausbildung erhielt? So tragen wir unsere Gef\u00fchle auf dem Silbertablett.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">06.06.2013<br \/>\nWir sollten alle Speicherfunktionen l\u00f6schen, um frei zu sein f\u00fcr Neues. Alle.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">04.06.2013<br \/>\nDer Tag f\u00e4ngt schon gut an. Seltsame Email, was sich fast fremde Menschen doch f\u00fcr Gedanken machen.<br \/>\nDas Tags\u00fcber geht seinen Gang.<br \/>\nDer Abend aber. Entsch\u00e4digung f\u00fcr Wochen warten.<br \/>\nIch werde das Gl\u00fcck nicht auf dem R\u00fccken der Pferde suchen, sondern bei guter Musik. Bei, nicht in.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">03.06.2013<br \/>\nEndlich laue Luft und am Ufer der Ruhr zu sitzen. Ein Glas Wein in Ehren und lange Gespr\u00e4che. Das tut gut.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">30.05.2013<br \/>\neins ist sicher; nichts ist ist sicher<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">26.05.2013<br \/>\nNie, nie sollte man das Innere preisgeben. Und trotzdem tut es gut.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">25.05.2013<br \/>\nVielleicht geh\u00f6rt es zu den wichtigsten Eigenschaften, die man entwickeln muss, warten zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">24.05.2013<br \/>\n\u2026und pl\u00f6tzlich funktioniert zumindest die Kommunikation.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">23.05.2013<br \/>\nErwarte nichts, dann passiert immer etwas. Erwarte alles und etwas geht bestimmt daneben.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">21.05.2013<br \/>\nAn manchen Tagen liegen Gl\u00fcck und tiefste Verzweiflung sehr nah zusammen. Du musst nur einen Schritt zu weit gehen und schon liegt der Abgrund vor dir; mit ihm st\u00fcrzt das beste Gef\u00fchl. Da n\u00fctzen auch Entschuldigungen wenig, weil das falsch verstandene Wort mehr wiegt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.05.2013<br \/>\nDann rast die Zeit wieder vorbei, als h\u00e4tte sie was zu verlieren, l\u00e4sst mich staunend zur\u00fcck und pl\u00f6tzlich ist es Nacht. K\u00e4seglockengef\u00fchl.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">19.06.2013<br \/>\nUnd drau\u00dfen bl\u00fchen die B\u00e4ume, die ersten lassen ihre bunte Pracht schon fallen oder haben sich entkleidet, werfen sich schnell die gr\u00fcne Robe \u00fcber und warten auf den Sommer. Der aber wird noch nicht wollen, wei\u00df um die Macht des launischen Fr\u00fchlings.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.05.2013<br \/>\nUnter den Fingern\u00e4geln sammelt sich der braune Dreck der Gartenpflege, als wolle dort ein Biotop entstehen, da will dieses Kraut bezupft werden und jenes umgepflanzt und gl\u00fccklicherweise ist alles feucht. Auch in den vielen T\u00f6pfen beginnt Frau Flora ihre Wucherungsarbeit.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">17.05.2013<br \/>\nAn solchen Tagen wei\u00dft du nicht mehr ein, nicht mehr aus. Vor Gl\u00fcck, versteht sich- vor \u00fcberbordendem Gl\u00fcck.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=2287\" rel=\"attachment wp-att-2287\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Schwindling im Mai\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.3\/bmi\/1.1.1.4\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/IMG_4670-1024x682.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.05.2013<br \/>\nTats\u00e4chlich ist die Feststellung, dass der Kaffee nicht schmeckt, weil nicht genug Pulver da war, manchmal niederschmetternd. Andererseits stehen dem die Laute entgegen, die nachts warm ins Ohr fl\u00fcsterten.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=2284\" rel=\"attachment wp-att-2284\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Kirschbl\u00fctenbl\u00e4tter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.5\/bmi\/1.1.1.2\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/IMG_4628-1024x682.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">14.05.2013<br \/>\nUnd pl\u00f6tzlich stehst du dort drau\u00dfen, siehst letzte Reste des Blaus zwischen der grauen Masse. Und dann wieder im Drau\u00dfen und alles ist dunkel.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">12.05.2013<br \/>\nImmerhin sind es die Eisheiligen und die scheinen dieses Jahr doch recht milde gestimmt zu sein.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">11.05.2013<br \/>\nDas Zwischen ist immer nur zwischendurch.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">09.05.2013<br \/>\nZwischendurch kann man drau\u00dfen sitzen, die Sonne heizt den K\u00f6rper auf, f\u00fchle mich wie eine Eidechse. Wechselwarm und immer in Gefahr zu \u00fcberhitzen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">07.05.2013<br \/>\nSeltsam wird es, wenn man noch nicht einmal auf eine Nachricht hoffen darf.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.05.2013<br \/>\nWenn morgens dich die Sonne schon vielleicht nicht weckt, gemeinsam aber mit dem Aufstehen \u00fcber H\u00e4userd\u00e4cher lugt.<br \/>\nWenn ihre frischen Strahlen an den Regalen wandern, den B\u00fccherr\u00fccken, wie vielleicht dann irgendwann auch deine Blicke.<br \/>\nWenn die Luft noch frisch durch deine Lungen wehen kann, das Parfum des bl\u00fcten\u00fcberdeckten Schneeballs gern die Nase kitzelt.<br \/>\nWenn der Kaffee nicht nur schmeckt, er mundet, k\u00fcndet von der weiten Welt.<br \/>\nWenn sonst die Ruhe dich umgibt, kein Schrei, kein Radio,\u00a0 kein Auto, nur V\u00f6gel streiten sich akustisch sch\u00f6n.<br \/>\nWenn Apfelbl\u00fctenbl\u00e4tter durch den Garten schneien, und eine wei\u00dfe Decke breiten auf dem Gr\u00fcn.<br \/>\nWenn selbst die kleine Wiese unten dich durch deine Fenster gr\u00fc\u00dft.<br \/>\nDann wei\u00dft du, wei\u00dft du.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=2273\" rel=\"attachment wp-att-2273\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Boskop\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.3\/bmi\/1.1.1.4\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/IMG_4593-1024x682.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">03.05.2013<br \/>\n\u2026und pl\u00f6tzlich ist es Mai geworden und pl\u00f6tzlich bl\u00fchen die Apfelb\u00e4ume, der B\u00e4rlauch ist kurz davor, pl\u00f6tzlich verschwinden schon die Fr\u00fchbl\u00fcher. Alles so pl\u00f6tzlich, als w\u00e4re die Zeit dazwischen wie ein Nichts zersch\u00e4umt. Was ist mir passiert, wo stehe ich jetzt? Kann kaum definieren, wenn ich es selbst nicht wei\u00df. Aber vielleicht findet sich ja ein St\u00fcck vom Gl\u00fcck hier irgendwo, vielleicht \u2013 wenn der Fr\u00fchling mit seinem ber\u00fchmten blauen Band\u2026so ein Bl\u00f6dsinn, denke ich noch, blicke in all die Augen Bl\u00fcten Wolken und suche immer nur, suche, will endlich finden. Nein, des Fr\u00fchlings blaues Band soll eine Fl\u00e4che sein, ein ganzes Feld und endlich endlich. Unendlich weit.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=2261\" rel=\"attachment wp-att-2261\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Apfelbl\u00fcte\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.5\/bmi\/1.1.1.2\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/IMG_4548-682x1024.jpg\" width=\"640\" height=\"960\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">27.04.2013<br \/>\nAn manchen Tagen w\u00fcnschte ich mir, die Sonne w\u00fcrde langsam aufgehen, steil steigen und dann noch langsamer irgendwann in weiter Ferne untergehen. Manchmal w\u00fcnschte ich, genau diese Abende nach langen Tagen, genau diese N\u00e4chte f\u00e4nden niemals, niemals ihr Ende.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.04.2013<br \/>\nDer Ausl\u00f6ser von Ruhelosigkeit ist nicht der \u00e4u\u00dfere Umstand, sondern\u00a0das innere Zweifeln an den Dingen und ihrer Unab\u00e4nderlichkeit. Muss also einen Weg finden, um rasten zu k\u00f6nnen. Und das sieht nach Ver\u00e4nderung aus.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.04.2013<br \/>\n\u2026und sich von einer gewissen Eisigkeit nicht abhalten lassen, wenn der Klang einer Stimme das Herz aufhellt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">19.04.2013<br \/>\nFortschritte muss man selber machen, nicht darauf warten, dass Andere, der Andere diese freiwillig geht.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.04.2013<br \/>\nDas Leid und die Verletzung sehen und wie paralysiert nur noch starren k\u00f6nnen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">16.04.2013<br \/>\nBewegungslosigkeit ist manchmal v\u00f6llig l\u00e4stig, dann wei\u00dft du nicht mehr wohin mit dir.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">14.04.2013<br \/>\nWenn du dir die Frage stellst, was Liebe ist, dann ist es schon zu sp\u00e4t, vermute ich.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.04.2013<br \/>\nUnd pl\u00f6tzlich scheint das Gr\u00fcn \u00fcberall zu sprie\u00dfen, nur darauf gewartet zu haben, dass der Frost verschwindet.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">12.04.2013<br \/>\nUnd jedes Mal, wenn die Sonne die Wolkendecke aufrei\u00dft und uns ihre Energie in den K\u00f6rper treibt, dann f\u00fchlen, f\u00fchlen f\u00fchlen<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">11.04.2013<br \/>\nSolche Regentropfen, die auf der Haut einzelne K\u00e4ltexplosionen erzeugen und uns den Eindruck geben, wir w\u00fcrden leben.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">09.04.2013<br \/>\nAn solchen Tagen kriegt man den Kopf nicht und den Bauch schon gar nicht voll. Man m\u00f6chte die Dinge genie\u00dfen im wissen, dass alles irgendwann enden wird. irgendwann, wie bemerkt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">07.04.2013<br \/>\nEs besteht ein grunds\u00e4tzlicher Unterschied zwischen angewiesen zu sein und zu werden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.04.2013<br \/>\nDie Schreie der Betrunkenen zwischen den H\u00e4usern lassen mich aufschrecken aus den Kriegsalbtr\u00e4umen, die mich nachts heimsuchen, wenn ich Nachrichten geh\u00f6rt habe.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">03.04.2013<br \/>\nAuch den H\u00e4usern kann man nur vor die Stirn sehen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">02.04.2013<br \/>\nEntgegen der eigentlichen Vorhaben keine Aprilscherze gemacht, daf\u00fcr lieber durch die K\u00e4lte der Nacht gezogen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.04.2013<br \/>\n\u2026und heute leuchtet die Sonne, wohl ein Aprilscherz.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=2100\" rel=\"attachment wp-att-2100\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Yammi\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.4\/bmi\/1.1.1.4\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/Yammi-810x1024.jpg\" width=\"640\" height=\"809\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">30.04.2013<br \/>\nwei\u00dfe Ostern \u00fcberall\u2026<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">28.03.2013<br \/>\nWaffeln gelingen bestens, wenn man sich nicht an die Regeln h\u00e4lt und anf\u00e4ngt selbst zu mischen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">23.03.2013<br \/>\n\u2026und lachen, wenn man nicht weinen kann.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">16.03.2013<br \/>\nManchmal sind zwei W\u00f6rter besser, als bedeutungsvolle Blicke zu tauschen. Manchmal ist es aber besser zu gucken.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">12.03.2013<br \/>\nIch selber bevorzuge das Finden, erst dann kann ich untersuchen oder verifizieren.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.03.2013<br \/>\n\u2026nicht alles muss man , und vieles darf man auch nicht verstehen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">07.03.2013<br \/>\nGl\u00fccklicherweise habe, bin ich Zeit.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">04.03.2013<br \/>\nDas Schweigen h\u00e4ngt mir zum Halse heraus, dabei sollte es doch beruhigen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">03.03.2013<br \/>\nEs geht wohl nicht so sehr um den Einstieg in eine Beziehung, es ginge bei mir eher darum, \u00fcberhaupt jemanden kennen zu lernen. So, aber jetzt muss ich selber grinsen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">02.03.2013<br \/>\nda k\u00f6nnen sie noch so intelligent und sch\u00f6n sein, trotzdem bl\u00f6d<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.03.2013<br \/>\nKopf hoch<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">28.02.2013<br \/>\n\u2026und doch\u2026<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">26.02.2013<br \/>\nManche Tage k\u00f6nnen gar nicht kurz genug sein.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=2013\" rel=\"attachment wp-att-2013\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Schneebrett\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.1\/bmi\/1.1.1.1\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/IMG_2968-1024x682.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">24.02.2013<br \/>\nwieder wahnwitzige Wortverdrehung: Schlussendlich ist mit Leben Schluss, endlich.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.02.2013<br \/>\nManchmal bliebt vom Tag ein albernes Wortspiel, manchmal gar nichts: Tod ist letztlich letztlich<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.02.2013<br \/>\nDie sich von selbst stellende Frage ist in manchen F\u00e4llen, jene der \u00d6ffentlichkeit. Wann beginnt diese? Schon, wenn ich unter vier\u00a0Augen im Schutze der vereinbarten Verschwiegenheit spreche oder erst dann, wenn ein Dritter hinzu kommt?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.02.2013<br \/>\nWenn etwas prinzipiell nicht schlecht ist, dann muss es noch lange nicht hei\u00dfen, dass es im Umkehrschluss gut ist.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.02.2013<br \/>\nZwischen den Zeilen zu lesen, hei\u00dft, die Botschaften verstehen zu wollen, die uns als Subtext sonst nicht zur Verf\u00fcgung stehen; manchmal allerdings kann dies durchaus problematisch werden, immer dann n\u00e4mlich, wenn nicht der Hauch eines Hintergdankens in Erw\u00e4gung gezogen wurde.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.02.2013<br \/>\nMissverst\u00e4ndnisse ergeben sich im Normalfall durch fehlende oder zumindest nicht gen\u00fcgende Kommunikation.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">09.02.2013<br \/>\n\u201cganz, ganz \u2013 sehr sehr \u2013 f\u00fcr sie, f\u00fcr uns \u2013 ein gaanz intensiver Austausch von Meinungen \u2013 canceln \u2013 Anwendung finden \u2013 wir haben hier ein paar Reader ausgelegt \u2013 sie k\u00f6nnen das aber auch ganz ganz gerne auf iiihren USB Stick ziehen\u201d Die Sprache der Referenten weist beizeiten Auff\u00e4lligkeiten auf, die fast schon unertr\u00e4glich sind. Ein Lob wird grunds\u00e4tzlich mit doppelter Beteuerung versehen, ganz wie in creolischen Sprachen, dann hat eine Gruppe nicht gut, sondern \u201csehr sehr gut\u201d gearbeitet. Als g\u00e4be es nicht normaleres auf der Welt. Man f\u00fchlt sich fast beleidigt. \u00dcbrigens sind dann auch die Ergebisse immer \u201cgaanz ganz spannend\u201d und nat\u00fcrlich lernen die Referenten bei dieser Fortbildung \u201csoo so viel\u201d. Von den Zuh\u00f6rern verlangen sie nat\u00fcrlich auch \u201cviiel, viel zu viel ab\u201d, \u201cdas kann keiin, kein Gehirn alles so schnell verarbeiten\u201d, nur das dies klar ist, muss es alle 25 Minuten wiederholt werden. \u201cUnd alle ihre seehr sehr spannenden Ideen werde ich in der Zuknuft selber ausprobieren. Das ist es ,was meine T\u00e4tigkeit soo so spannend macht.\u201d Man muss sich die Frage stellen, ob diese Menschen tats\u00e4chlich geeignet sind, erwachsene, studierte Menschen fortzubilden, wenn sie \u201cnicht wirklich\u201d etwas mit komplexen Ideen anfangen k\u00f6nnen, diese folglich auch im Plenum abwiegeln: \u201cDa sind sie auf einer gaanz ganz falschen F\u00e4hrte, sie m\u00fcssen viel viel einfacher handeln.\u201d<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">06.02.2013<br \/>\nManchmal steht die Frage im Raum, wie selbstverliebt ein Referent eigentlich sein muss, um die eigenen Schw\u00e4chen so ausblenden zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.02.2013<br \/>\nIn manchen Situationen ist die Differenzierung zwischen angenommenen St\u00e4rken und tats\u00e4chlichen Schw\u00e4chen gefordert. Dazu muss zuweilen auch das in Jahren geschaffene Selbstbild befragt werden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">03.02.2013<br \/>\nDie Zeit gr\u00e4bt ihre Spuren in unsere Vergangenheit.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">31.01.2013<br \/>\nDann hilft Kaffee und frische Luft und gegen die Schulterverspannungen &#8211;\u00a0 wahrscheinlich w\u00fcrde es ein Saunagang tun. Vielleicht allerdings t\u00e4te sich auch eine M\u00f6glichkeit zur Massage auf, aber davon sollte man besser nicht tr\u00e4umen, wenn der Berg, vor dem man zu stehen glaubt, h\u00f6her ist , als gedacht. Dann wochenends oben zu stehen und die Aussicht genie\u00dfen, Aussicht auf die weitere Zeit, Aussicht auf klares Wetter, vor allem aber Aussicht auf alles andere.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">30.01.2013<br \/>\nManchmal sollte man die Zeit verbiegen und zwischen den L\u00fccken hindurchschl\u00fcpfen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">25.01.2013<br \/>\nDie Wortverdrehungsakrobaten schwiegen, es war zwar angenehm, doch schwerwiegend langweilig. Hatte mehr erwartet<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.01.2013<br \/>\nUnd so ger\u00e4t man in die Denkfallen und kann sich schwerlich wieder heraus arbeiten. Wenn allerdings alle Seiten solcherart reagieren, dann ist das Chaos perfekt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">21.01.2013<br \/>\nMan sollte anderen Menschen niemals b\u00f6se Absicht unterstellen, sollte doch eigentlich auf das Beste schauen und in jedem das Gute sehen. Man sollte. Wenn es manchmal allerdings schwer f\u00e4llt, hilft es, ein Buch zu lesen und danach noch einmal nachzudenken. \u201cSunset\u201d von Klaus Modick war heute und gestern so eine Sache. Und dann siehst du die Dinge vielleicht in einem anderen Licht. Auch im Angesicht von Verg\u00e4nglichkeit.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.01.2013<br \/>\nMancher Augenblicke Sch\u00f6nheit ist nur die Fassung zu unserem Diamant des Lebens.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">19.01.2013<br \/>\nEs gerade deshalb machen, weil es kein Interesse daf\u00fcr gibt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.01.2013<br \/>\nUnd wenn das Chaos wie eine Welle \u00fcber dich zu schnappen droht, dann gibt es eine wunderbare Hilfe. Nimm das erste Teil und leg es weg, nimm dann erst das zweite Teil. Und wenn sp\u00e4t abends einige Leute kommen und dir dabei helfen wollen, ist es schon fast ganz beseitigt und sie reiben sich verwundert ihre Augen. Und wenn man dann die Woge abgewendet hat, dann kann man auch wieder ganz entspannt l\u00e4cheln und der Dinge harren, die da kommen werden. Bis sie sich wieder auft\u00fcrmen vielleicht.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.01.2013<br \/>\nZwischen den St\u00fchlen sitzen ist so eine Sache, sich allerdings immer wieder bewusst oder eben nicht zwischen die St\u00fchle zu begeben. Ich bwemerke es meist zu sp\u00e4t.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">12.01.2013<br \/>\nEs gibt Tage, an denen m\u00f6chte man sich nicht erinnern, an denen kommt alles so dick. Man w\u00fcrde die dunklen Gewitterwolken wegzuschieben versuchen, w\u00e4ren nicht auch Lichtblicke zu sehen. Sei es, dass ein Lied gespielt wird, das dich ber\u00fchrt, sei es, dass du wieder einmal die Hoffnung nicht aufgeben kannst, denn alles wird besser werden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">11.01.2013<br \/>\nFantastischen K\u00fcnstler kennen gelernt. Jose\u00b4 Guijarro aus Spanien, selten erlebt, dass ein Mensch soviel Ruhe und Ausgeglichenheit ausstrahlt. Und wenn er l\u00e4chelt, strahlt die Sonne Spaniens.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">09.01.2013<br \/>\nUnd irgendwann hast du es (dieses Problem, das dich schon seit einigen Wochen qu\u00e4lt) hinter dich gebracht und dann bist du ganz pl\u00f6tzlich ganz stolz und vor allem frei. Und machmal besteht es nur aus einigen Zeilen, die quer lagen, die geschmerzt haben.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">08.01.2013<br \/>\nHeute erkannt: Ohne Stress keine Notwendigkeit zum Tun. Keine Farbe. Stress: Farbe und keine L\u00e4ssigkeit sowie Zielgerichtetheit.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.01.2013<br \/>\nZu bunter Farbe f\u00e4llt mir nichts ein. Das Grau aber er\u00f6ffnet Welten neben jedem anderen Ton. Oder ist es umgekehrt? Oder es ist umgekehrt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">02.01.2013<br \/>\nDie Welt mit n\u00fcchternen Augen betrachten, hei\u00dft nicht, keine Sch\u00f6nheit zu sehen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">31.12.2012<br \/>\nEs wird ein spannendes Jahr werden, hatte er mir gesagt und in diesem Augenblick wusste ich, ja, das stimmt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=1770\" rel=\"attachment wp-att-1770\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Kalte Rose\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.4\/bmi\/1.1.1.3\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMG_2880-1024x681.jpg\" width=\"640\" height=\"425\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">30.12.2012<br \/>\nDrau\u00dfen scheinen die Kinder wieder zu w\u00fcten. Werfen, brandschatzend in ihrer Vorstellung, ihre Bomben und Handgranaten. Einige werden wohl wieder Finger verlieren, wie jedes Jahr um diese Zeit.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">27.12.2012<br \/>\nDie Forderung nach Axiomen oder Paradigmen die Kunst betreffend erscheint angesichts der Unm\u00f6glichkeit einer Begriffsdefinition einerseits, eines stetigen Wandels andererseits, als widersinnig oder \u00fcberfl\u00fcssig. So muss man sich mit Puzzelteilen der Erkl\u00e4rung und Herangehensweise zufrieden geben. Je nach Situation k\u00f6nnen sie neu geordnet werden und ein flexibles Bild ergeben, genau wie der Gegenstand selbst. Wer ein Skalpell besitzt, kann die Anschlussstellen neu definieren.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">25.12.2012<br \/>\nUnd wenn die Nacht die Augen \u00f6ffnet, dann muss ich vielleicht erkennen, dass vieles in Unordnung geraten ist und vielleicht einmal Ordnung geschaffen werden muss, eine neue Struktur. Auch zu Weihnachten kann man dann Zufriedenheit finden. Und darin liegt viel Kraft.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">23.12.2012<br \/>\nWenn aus dem Radio nur noch Musik rieselt, die vollgepackt ist mit Klingeln und mit Streichern, mit gezupften Akustikgu\u00edtarren, dann wei\u00df man, Weihnachten ist nicht mehr weit. Und es tut verdammt gut, wenn man abends oder nachts mit Freunden auf der B\u00fchne steht und dummes Zeug ins Mikrophon singt, w\u00e4hrend einige Nerds nebenan am Rechner h\u00e4ngen und Netzseiten ver\u00e4ndern. Gl\u00fccklicherweise war niemand dabei.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.12.2012<br \/>\n\u2026\u00e4rgerlich vor allem wird es, wenn die Clementinen, sobald sie sie aus dem Netz in die Holzschale gewandert sind, anfangen ihre Stellen zu entwickeln und einen Tag sp\u00e4ter kann man die H\u00e4lfte wegwerfen, weil sich herausstellt, dass sie faul sind. Wenigstens aber schmecken die Esskastanien, auch wenn sie vielleicht noch nicht im Ofen lagen. Sie knacken zwischen den Z\u00e4hnen frisch und fast beleidigt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.12.2012<br \/>\nSchon seltsam, wenn man trotz aller Emanzipation bei den M\u00e4dchen bis 24 feststellen muss, dass ein Gro\u00dfteil von ihnen Zopftr\u00e4ger sind; wenn dem nicht so ist, dann haben sie zumindest lange Haare. Schon seltsam, dass sich die meisten von ihnen ab dem 14. Lebensjahr anfangen zu schminken und es gar nicht gut finden, wenn die Jungs lange Haare haben oder sich gar ebenfalls Farbe ins Gesicht schmieren. Immerhin gibt es auf den Gebiet der Kleidung inzwischen teilweise Ann\u00e4herungen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">16.12.2012<br \/>\nManchmal kannst du mit einfachen Worten auch ganz angespannten Mneschen ein L\u00e4cheln ins gesicht zaubern. Wenn man sich eine kleines Schild mit der Aufschrift\u00a0 \u201cGL\u00dcCKLICH?\u201d anheftet und damit w\u00e4hrend der Vorweihnachtssaison in aller Ruhe mit freundlichem Gesicht durch die Stadt geht.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">14.12.2012<br \/>\nWenn man viel zu fr\u00fch aufwacht und aus irgendeinem Grund nicht wieder einschlafen kann, sich allerdings auch nicht aufraffen will, weil das Bett noch so warm und das Buch so spannend ist, kann man dann tats\u00e4chlich von seniler Bettflucht sprechen?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.12.2012<br \/>\nDa kann man sich das ganze Jahr auf einen bestimmten Termin freuen, den es so nie wieder geben wird und muss dann pl\u00f6tzlich feststellen, dass er nichts Wichtiges mit sich bringt, also ganz schnell wieder vergessen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">11.12.2012<br \/>\nHatte immer gedacht, \u201cverlegen\u201d habe damit zu tun, dass man etwas nicht wiederfindet und muss pl\u00f6tzlich feststellen, dass dieses Wort so viele Bedeutungen hat. Von \u201cB\u00fccher verlegen\u201d \u00fcber \u201cVerlegen Sein\u201d bis \u201cFu\u00dfboden verlegen\u201d und den letzten\u00a0findet man wieder, sp\u00e4testens, wenn man st\u00fcrzt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">09.12.2012<br \/>\nHei\u00dft es nicht, man soll nicht verzagen? An manchen Tagen k\u00f6nnte es schon passieren und dann pl\u00f6tzlich geschehen Zeichen und Wunder.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">06.12.2012<br \/>\nDer Neid der Anderen ist es, was die Gesellschaft immer wieder l\u00e4hmt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">03.12.2012<br \/>\nEs ist wohl eine gro\u00dfe Pein, nicht peinlich sein zu wollen. Dies aber von anderen zu fordern, ist wiederum sehr peinlich. Peinliche Ordnung,\u00a0 geschaffen durch untert\u00e4nige Putzfrauen, ruft \u00e4hnliche Assoziationen hervor. Das ist so peinlich, dass man wegschauen m\u00f6chte. Haben sie schon einmal vom Fremdsch\u00e4men geh\u00f6rt?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">02.12.2012<br \/>\nSich entscheiden zu m\u00fcssen, ist vielleicht noch schlimmer.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.12.2012<br \/>\nEgal wie sp\u00e4t man sich ins Bett legt, irgendwann wacht jemand auf und muss bemerken, es ist schon wieder viel zu fr\u00fch.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">30.11.2012<br \/>\nManchmal kannst du mit einfachen einzelnen Worten auch ganz angespannten Menschen ein befreites L\u00e4cheln ins Gesicht zaubern. Wenn man etwa w\u00e4hrend einer Klausur mit wirklich schweren Aufgaben einen Pappaufsteller mit der Aufschrift \u201cGl\u00fccklich\u201d vor sich positoniert.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">28.11.2012<br \/>\nEinige Tage im Leben kann man gar nicht gebrauchen, dann kehrt man das Innere nach au\u00dfen und f\u00fchlt sich wie ein umgekrempeltes Etui. Leer und ohne Inhalt wertlos, eben nur eine H\u00fclle, die \u00fcbrig blieb, w\u00e4hrend alles Innere vergangen ist. Sich aus solcher Situation wieder in die Realit\u00e4t zu k\u00e4mpfen. Sich in dieser Situation nicht selber aufzugeben. Sich dann im Spiegel sehen und wissen, dass es Morgen wieder besser sein wird. Genau in diesem Moment f\u00e4ngt der Tag an zu d\u00e4mmern.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">25.11.2012<br \/>\nMan darf es kaum sagen, da spielen junge K\u00fcnstler mit den Inhalten und Ritualen des Militarismus und doch k\u00f6nnen sie als Kunstwerk \u00fcberzeugen. Selten so eine gute Arbeit als Performance und Installation gesehen wie Rombergland von der K\u00fcnstlergruppe \u201cSalon Atelier\u201d. Da nehmen sich die Einzelk\u00fcnstler zur\u00fcck und schaffen ein Ganzes, das seines Gleichen sucht. Zu finden vielleicht in Diktatorenb\u00fcros winziger Bananenrepubliken. Das Beste: Die hatten alle einen 24 Stunden Jetleg<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">24.11.2012<br \/>\nDa legt man einen Text irgendwo und -wann ab und muss pl\u00f6tzlich feststellen, dass der ganz schlimm ist. Dann gibt es nur eins: l\u00f6schen. Und andererseits denkt man an andere Texte gar nicht mehr und wenn man sie wieder entdeckt, kommen dir die Tr\u00e4nen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.11.2012 \u2013 Gerade gefundene Notizen aus 11. 2008 zu einem verlorenen Freund<br \/>\nUnget\u00e4uscht ins Licht entlassen, die Schatten hinter mir gelassen. Zwischen die Wahrheit springen als \u00dcbersprungshandlung, nur solange das Glimmen zu sehen in mir ist.<br \/>\nSo also, das bist du, das Wesen, das ich an dir liebe. Wo liegen denn nun die Wurzeln, die da so gern beschworen werden? Im Gleichtakt deines Weltverstehensmotors bastelst du L\u00fcgen der Vernunft. Das selbstgef\u00e4llige Grinsen hinter der Maske aus Mitgef\u00fchl. Stille. So lange ich dich nicht kenne, kann ich meiner sicher sein.<br \/>\nVersuchst du dann, deine eigenen Wahrheiten zu ignorieren oder die der anderen zu fassen? Was ist als atmosph\u00e4risches Gepl\u00e4rre im Hinterzimmer einer Idee? Da hilft auch keine Handauflegung. Du treibst die helfende Hand ins Feuer. Werde nicht mehr auf dem Glatteis deiner W\u00f6rter ausrutschen und in die Zeit hineinzuleben als Prinzip erkl\u00e4ren, aber als aktives Todesbewusstsein. Hatte diese Sch\u00f6nheit fast vergessen. Das Sehen und nichts damit anfangen k\u00f6nnen. Wie das Rechnerrauschen, er, der alle Informationen speichert und nicht wei\u00df, was damit anzufangen ist.<br \/>\nDas Wort hat sich in seinen eigenen, selbst gesetzten Fesseln verheddert und findet dann \/ nun den Anfang nicht. Im Grundprinzip eines \u00fcber Hier und Jetzt Hinausdenkens, vielleicht \u00fcber den Tod hinaus, eine Idee zu wagen, diese in den Raum werfen als zeichenhaftes Schild. Diese leerger\u00e4umte Stille in mir, dies ist das viel geschilderte Loch des Nichtfassens. Und zwischenzeitlich schie\u00dft eine Erinnerung zwischen den Deckelh\u00e4lften derart, dass es schmerzt. \u2026und schon ist ein Abstrich gemacht, kann nicht mehr verworfen werden.<br \/>\nUnsere Bedenksamkeit. Unsere Beredsamkeit. Unsere Vertrausamkeit. Als Weg des Findens.<br \/>\nWir treiben die Zaunpf\u00e4hle unseres Weltmissverstehes im Angesicht eines L\u00e4chelns in die allgemeine Wut der Beziehungslandschaft. Wir finden einen Ausbruch von Liebe in einer sich abzeichnenden Struktur des vor uns liegenden Stra\u00dfenasphalts. Die Handlungen kleben in uns als Reste eines Gem\u00fctszustands. In die Raumflucht geschlagen.<br \/>\nNur eine kurze Notiz in den Tag hinein, in die Bl\u00e4ue eines Augenblicks. Habe die Fragw\u00fcrdigkeiten als Fragen zu ernst genommen \u2013 und versucht zu antworten. Schnaufendes Kratzen auf dieser Holtplatte \u2013 eine Absplitterung der Zeitl\u00e4ufigkeit.<br \/>\nEin Frostspanner \u2013 Schmetterling klebte die ganze Fahrt an der Frontscheibe und winkte mir bis zum Schluss.<br \/>\nUnd sich die Frage nach einer Notwendigkeit stellen \u2013 als Ausdruck. Und die Kl\u00e4nge rieseln in tiefstes Schwarz einer Ahnung, vertr\u00fcben und hellen letztlich auf, m\u00f6gen auch die Schleier nicht ganz gelichtet werden. In diesen weltgewollten Traumsentenzen schlage ich die Br\u00fcckenb\u00f6gen, treibe meine kleinen Wortbedeutungsspielchen, immer in der Hoffenung, sie auch selber zu verstehen.<br \/>\nSich abarbeiten als Zeugnis der eigenen Verleugnung, als Eingest\u00e4ndnis permanenenten Scheiterns.<br \/>\nDas Gespr\u00e4ch als Verkl\u00e4rungsstrategie. Das Bild als Ursachenforschung. Sich entfernen, sich von sich selbst entfernen, sich bewusst von sich entfernen \u2013 allm\u00e4hlich.<br \/>\nUnvermutet \u00f6ffnen sich T\u00fcren und manchmal leuchtet der Abglanz einer Absicht auf. Du hast das Bild gesehen, es hat dich gefangen genommen \u2013 das konnten die Sonnenbrillengl\u00e4ser nicht verbergen \u2013 die Stirn hat geleuchtet!<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">21.11.2012 \u2013 Nachrichten<br \/>\nManche Nachrichten rei\u00dfen dich dich in die Welt zur\u00fcck und du musst dir Fragen stellen, die lange verdr\u00e4ngt wurden. Manchmal gibt es dann keine einfachen Antworten, weil die Realit\u00e4ten in einander greifen und jede m\u00f6gliche Alternative verschiedene Konsequenzen nach sich zieht. Dann beginnst du, nicht nur dich selbst in Frage zu stellen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.11.2012 \u2013 Erwachen<br \/>\nEs scheint verschiedene Arten des Erwachens zu geben, manchmal aber scheint sich der Tag in den Traum zu schleichen und beide bilden f\u00fcr Momente eine Einheit. Dann kommt pl\u00f6tzlich Verzweiflung auf, dass man etwas vergessen haben k\u00f6nnte.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">19.11.2012 \u2013 Tr\u00fcmmer<br \/>\nIn manchen Tr\u00fcmmern findet man Reste einer Zukunftshoffnung, in manchen Pal\u00e4sten aber herrscht das pure Grauen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=1545\" rel=\"attachment wp-att-1545\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Atelierelster\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.4\/bmi\/1.1.1.3\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/IMG_1924-1024x682.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.11.2012 \u2013 R\u00fcckblick<br \/>\nMan sollte nicht in alten Tageb\u00fcchern lesen, soviel d\u00fcrfte doch eigentlich klar sein. Pl\u00f6tzlich erstehen Sehns\u00fcchte wie reale Figuren.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">12.11.2012 \u2013 Wissen<br \/>\nWenn ich w\u00fcsste, wo ich hin will, dann w\u00e4re ich schon dort. Da die Anderen es offensichtlich auch nicht wissen, f\u00e4llt allerdings gar nicht auf, dass ich hier nicht richtig bin.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">11.11.2012 \u2013 Gl\u00fcck<br \/>\nManchmal braucht es nur ein, zwei andere zum Gl\u00fcck!<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.11.2012 \u2013 Katzenjagd<br \/>\nManchmal, wenn das Auto so durch die Stra\u00dfenschluchten rast, k\u00f6nnte man mein, es w\u00fcrde zum Katzenj\u00e4ger mutieren. Nur ganz knapp entkommen sie den raubtierischen Reifen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">08.11.2012 \u2013 Kinder<br \/>\nKinder erscheinen unverbraucht genug, die Zusammenh\u00e4nge zwischen den Dingen ohne Kategoeiren sehen und subjektiv verstehen zu k\u00f6nnen. Die Rezeption erfolgt nur durch angelernte Analysebrille. Diese abzulegen, kann uns nicht mehr gelingen, solange wir zu stur sind, uns selbst zu begreifen. Zwischen den Zeilen aber entsteht Raum.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">06.11.2012 \u2013 Verkrampfung<br \/>\nNicht die Verkrampfung, Neues zu schaffen, schafft Neues, sondern eine gewisse Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber dem Erreichten.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">04.11.2012 \u2013 Besuch<br \/>\nUnglaubliche Gespr\u00e4che und nette Spazierg\u00e4nge. Zwischen Gen\u00f6rgel klare Worte. Und das tut richtig gut, w\u00fcrde die beiden am liebsten hier behalten.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.11.2012 \u2013 Cluster<br \/>\nVom Tunnelblick bis zu syn\u00e4sthetischen Wahrnehmungen im Vorfeld ist alles m\u00f6glich. So gesehen ist der Cluster gar keine Krankheit, sondern ein Trip.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">30.10.2012 \u2013 Letzte Tage<br \/>\nDie letzten Tage wie weggewischt, wieder einmal hysterisches Leben. Wieder einmal kam ein beliebter Feind zu Besuch und hinterlie\u00df eine Spur der Verw\u00fcstung.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">23.10.2012 \u2013 Ruhe finden<br \/>\n\u2026und dann liegst du da und wei\u00dft, es ist vielleicht der letzte sch\u00f6ne Tag, die Sonne sucht sich kleine L\u00fccken in der Verdunklung und trotzdem bleibt der K\u00f6rper liegen, sucht sich seine Ruhe.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">21.10.2012 -von V\u00f6geln<br \/>\nMorgens aus der Dachluke sehen und feststellen, da stimmt etwas nicht. Die D\u00e4mmerungsfarbe, die Wolken, der Vogel, die D\u00e4cher. Idylle pur. Dann kommt eine SMS und sagt, da sei eine Elster im Arbeitsraum.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=1414\" rel=\"attachment wp-att-1414\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Panikflieger\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.4\/bmi\/1.1.1.3\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/IMG_1927-1024x682.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=1413\" rel=\"attachment wp-att-1413\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Morgenstimmung\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.2\/bmi\/1.1.1.5\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/IMG_1890-1024x682.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.10.2012 \u2013 Wenn pl\u00f6tzlich in den Herbst der Sommer einbricht und das Gef\u00fchl weckt, noch einmal fast\u00a0 frei von Kleidung leben zu k\u00f6nnen, dann sollte dar\u00fcber nicht auch schon wieder lamentiert werden. Es sollte genossen werden. Genau wie die Fahrt auf einem Fluss, kurz bevor der Wasserfall kommt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">19.10.2012 \u2013 Lufterscheinung<br \/>\nBei bestem Fr\u00fchmorgenwetter aus dem Fenster schauen und am n\u00f6rdlichen Horizont steht ein neuer Stern, grell leuchtend, wirkt wie ein Komet. V\u00f6llig in die Betrachtung versunken vergessen, was zu tun ist. Nach einer Minute bewegt er sich pl\u00f6tzlich und entschwindet und als die Luke ge\u00f6ffnet wird, kann man das Dr\u00f6hnen der Hubschraubermotoren h\u00f6ren. Die meisten Ph\u00e4nomene haben eine wenig mystische Erkl\u00e4rung.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=1375\" rel=\"attachment wp-att-1375\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"im Auf- und Abbau\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.4\/bmi\/1.1.1.3\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/IMG_1714-1024x682.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.10.2012 \u2013 Klo\u00df<br \/>\n\u2026und dann hast du einen dicken Klo\u00df im Hals und f\u00fchlst dich dabei unberechtigt schuldig.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">17.10.2012 \u2013 Quitten<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=1367\" rel=\"attachment wp-att-1367\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"reife Quitten\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.4\/bmi\/1.1.1.3\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/IMG_1806-1024x682.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.10.2012 \u2013 Blatt<br \/>\nDurch Fenster kam ein Blatt geflogen, legte sich auf den Boden und ver\u00e4nderte meine gerade Sicht der Dinge.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=1372\" rel=\"attachment wp-att-1372\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Blattkoordinaten\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.1\/bmi\/1.1.1.1\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/IMG_1812-1024x682.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.10.2012 \u2013 G\u00e4ren<br \/>\nUnd manchmal kommen die Gedanken hoch. Dann f\u00e4ngt ein gef\u00e4hrliches S\u00fcppchen an zu g\u00e4ren. Doch wenn beim Blick aus dem Fenster ein loser Schwarm Fischadler vorbeifliegt gen S\u00fcden, dann greift die alte Sehnsucht zu.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=1345\" rel=\"attachment wp-att-1345\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"was so herumsteht\" alt=\"\" src=\"http:\/\/1.1.1.5\/bmi\/1.1.1.5\/bmi\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/IMG_16931-682x1024.jpg\" width=\"640\" height=\"960\" \/><\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.10.2012 \u2013 Druck<br \/>\nManchmal k\u00f6nnen nur andere daf\u00fcr sorgen, dass der Druck etwas nachl\u00e4sst. Dann danke ihnen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">03.10.2012 \u2013 Denkstoff<br \/>\nIn allem Erlebten findet sich der Same f\u00fcr meine Gedanken. Erst wenn ich es schaffe, die Kleinigkeiten zu entdecken und zu erschlie\u00dfen, dann wird sich eine weitere Schicht dieser Realit\u00e4t abl\u00f6sen lassen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">02.10.2012 \u2013 Lesestoffe<br \/>\nNormalerweise lese ich selber, jedoch zu erfahren, was andere lesen und zu h\u00f6ren, was sie dar\u00fcber denken, ohne dass sie dazu gezwungen werden, das \u00f6ffnet neue Perspektiven.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">30.09.2012 \u2013 drei mal rund<br \/>\n\u2026erst nachts dieser Mond, der durch mein Fenster gr\u00fc\u00dfte, magische Momente erzeugte. Und jetzt leuchtet die Sonne, als gelte es, die Herbstfarben, die sich ank\u00fcndigen, zum Leuchten zu bringen. Und niemand ist da, der jetzt mit Pilze sammeln w\u00fcrde. Da h\u00e4tte man das dritte Rund.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">25.09.2012 \u2013 Schattentage<br \/>\nmorgens und abends l\u00e4ngen sich die Schatten ins Unendliche<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">21.09.2012 \u2013 M\u00fcdigkeit, immerw\u00e4hrend<br \/>\nZumindest von 14 bis 15 Uhr.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.09.2012 \u2013 Blutsonne<br \/>\nWenn sie so hinter dem Berg verschwindet und nur das Rot noch zu sehen ist, kann man schon Angst bekommen, der Himmel l\u00e4uft aus.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">14.09.2012 \u2013 Pflaumenkuchen<br \/>\nDie Zeit f\u00fcr Pflaumenkuchen ist gekommen. Dazu ein Kaffee aus TO GO (falsch geschrieben, jede Wette). Und immer wieder nette Missverst\u00e4ndnisse.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">12.09.2012 \u2013 kurzfristig Luft schnappen<br \/>\nManchmal werden Dinge entschieden, die ihre Folgen erst in Jahrzehnten zeigen. Wache Menschen sollten an solchen Tagen eine Markierung in den Kalender machen, damit sie sich jedes Jahr zum Jahrestag unwohl f\u00fchlen k\u00f6nnen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.09.2012 \u2013 mit Gl\u00fcck finden<br \/>\nWenn Schl\u00fcssel ausprobiert werden, dann ist es immer der letzte. Gl\u00fcck hei\u00dft, wenn es der erste ist. Und im Netz freut man sich um so mehr, wenn darin auch gleich noch ein Virus verborgen war.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">08.09.2012 \u2013 Gespr\u00e4ch wieder<br \/>\nUnd dann klingelt das Telephon und ein Gespr\u00e4ch wird angek\u00fcndigt und ich freu mich wie ein Schneek\u00f6nig.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.09.2012 \u2013 Gl\u00fcck<br \/>\nGl\u00fccklicherweise steht der Kleinst\u00e4dter immer unter strenger Beobachtung und gleichzeitiger Bewertung. Dass allerdings die Verwechslung eines Monats schon zur freudschen Fehlleistung wird, war f\u00fcr mich eine Neuerung, auch wenn es lange gedauert hat, bis es \u201cklick\u201d machte.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">04.09.2012 \u2013 Objekte<br \/>\nUnd dann passieren die Dinge pl\u00f6tzlich viel schneller, als man sich das \u00fcberhaupt h\u00e4tte denken k\u00f6nnen. Also geht es nun an die Suche und vielleicht findet sich ja auch ein ansprechendes Objekt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">02.09.2012 \u2013 alte Socken<br \/>\nIrgendjemand beschwerte sich heute fr\u00fch morgens dar\u00fcber, dass sie schon jetzt wieder nachts Socken h\u00e4tte brauchen k\u00f6nnen. Radiomoderatoren wollen immer Stimmung machen \u2013 und sei es gegen das Wetter.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">29.08.2012 \u2013 Fig\u00fcrchen<br \/>\nW\u00e4hrend in Amerika ein milliardenschweres Fig\u00fcrchen auf den Thron gesetzt wird, hat dieses wohl schon lange erkannt, dass es schon jetzt auf verlorenem Posten sitzt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">28.08.2012 \u2013 Sprechen<br \/>\nIch liebe Sprechblasen, in Comics und Politik.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">27.08.2012 \u2013 Farbspiel<br \/>\nKann mich mal wieder in den Himmelsspielen verlieren, die so sch\u00f6n und nicht knipsbar sind.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">25.08.2012 \u2013 Regenbogen<br \/>\nGanz fr\u00fch morgens ein Regenbogen am Himmel. Nehme ihn als gutes Zeichen. Wandern gehen w\u00e4re jetzt sicher die bessere Alternative. Aber andererseits das Wissen, die Arbeit wartet nicht.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">23.08.2012 \u2013 Gespr\u00e4che<br \/>\nManche Gespr\u00e4che gewinnen unerwartet an Tiefe, die nachdenklich stimmt. Da tauchen Erinnerungen auf und nehmen Platz an der Oberfl\u00e4che. Und pl\u00f6tzlich liegt der See gar nicht mehr so still, sondern beginnt sich zu kr\u00e4useln. Es fragt sich nur, ob es zu Wellen kommen wird oder ein Strudel entsteht. Und unten zieht jemand sein Boot flussaufw\u00e4rts.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">21.08.2012 \u2013 Br\u00fcckenholz<br \/>\nDa lag nun das nicht mehr ben\u00f6tigte Br\u00fcckenholz, ersetzt durch neue Planken. Anruf, darf ich, keine Sache, abgeholt. Und jetzt hat es eine neue Funktion gefunden, als Weinregal.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.08.2012 \u2013 Seeungeheuer<br \/>\nDas sp\u00e4tabendliche Planschen und Runden Ziehen im Stausee ist eine Wonne f\u00fcr sich, vor allem wenn man die Sonne als roten Glutball sieht. Nur ein treibendes Holzst\u00fcck kann dann pl\u00f6tzlich zum Seeungeheuer mutieren.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">19.08.2012 \u2013 Hitze<br \/>\nFast erdr\u00fcckend, da wei\u00df man endlich auch an den Stammtischen, warum die Produktivit\u00e4t in s\u00fcdlichen L\u00e4ndern anders ist.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.08.2012 \u2013 Gottesanbeterin<br \/>\nDa kommst du aus einem alten Haus und pl\u00f6tzlich sitzt im Eingang eine gro\u00dfe, gr\u00fcne Gottesanbeterin. Mit jeder Bewegung ver\u00e4ndert sie ruckhaft die Position des Kopfes.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">16.08.2012 \u2013 Backsteine<br \/>\nAlte Backsteine abklopfen und ob ihrer Brauchbarkeit sichten. Irgendwann liegt das Zeug tonnenweise geschichtet.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">12.08.2012 \u2013 Sonne<br \/>\nKann dieses Wettergezeter nicht mehr h\u00f6ren. Mal zu kalt, zu warm und zu viel Regen. Und heute morgens Sonne und trotzdem kalt. Seid doch einmal zufrieden, ihr lebt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.08.2012 \u2013 Wege<br \/>\nManchmal muss man auch den Wegeschildern folgen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">08.08.2012 \u2013 Raum<br \/>\nRaum schaffen ist so gesehen ein St\u00fcck Befreiung von den eigenen Befindlichkeiten der letzten Jahre.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">07.08.2012 \u2013 W\u00e4nde<br \/>\nWas unter den oberen Schichten liegt? Ich beginne zu suchen und finde einen Teil der eigenen Geschichte.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">03.08.2012 \u2013 Wege<br \/>\nMan muss die Wege auch fahren, um zu sehen, wo sie enden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.08.2012 \u2013 Stein<br \/>\nEr mag noch so klein und unscheinbar sein, wenn ein Stein im Wanderschuh ist, dann gibt es Blasen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">28.07.2012 \u2013 Wege<br \/>\nMan muss die Wege gehen, damit man sie findet.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">24.07.2012 \u2013 von au\u00dfen betrachtet<br \/>\nEs ist schon ungeheuerlich, da sitzen sie wie eine Familie zusammen, von 20 bis 70. Einvernehmlich starren sie auf den Bildschirm und jeder scheint damit ganz gl\u00fccklich.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">23.07.2012 \u2013 Erwartungshaltung<br \/>\nWenn ein Erscheinen dann fast unumg\u00e4nglich geworden ist, wenn die Anwesenden ein bestimmtes Verhalten von H\u00f6flichkeit erwarten, dann kann man schon einmal sehr unsicher werden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.07.2012 \u2013 Konversation<br \/>\nDas Sch\u00f6ne an den neuen Medien \u2013 dass es manchmal seltsame \u00dcberschneidungen gibt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">21.07.2012 \u2013 Nachricht<br \/>\nManchmal verschlie\u00dft sich die tats\u00e4chliche Botschaft einer Nachricht, weil sie mit Anstrengung erschlossen werden will. Manchmal allerdings will sie sich verstecken und schafft es nicht.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.07.2012 \u2013 W\u00e4rme<br \/>\nZuweilen kann Stauw\u00e4rme zu teilweisem Verlust der Zeitwahrnehmung f\u00fchren.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">19.07. 2012 \u2013 Fahren<br \/>\nWas man nicht alles auf sich nimmt, nur um zu leben. Dann k\u00f6nnen auch die Fahrten eine ungeahnte Dimension erreichen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">17.07.2012 \u2013 Das Wetter<br \/>\nH\u00f6rt man sich die Gespr\u00e4che allerorten an, so kann man nur Klagen h\u00f6ren. Sie sollten froh sein, dass es dieses Jahr nicht so hei\u00df ist. Endlich kann man mal all die Dinge zu Hause erledigen, die man sonst nur liegen l\u00e4sst. Die armen Urlauber im S\u00fcden leiden sicher unter der uns\u00e4glichen Hitze.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.07.2012 \u2013 Kleinigkeit<br \/>\nManchmal fehlt dir nur eine Kleinigkeit und das Fassbare ger\u00e4t ins Wanken. Manchmal solltest du die F\u00e4higkeit besitzen, hinter das Gesagte zu schauen und abzuw\u00e4gen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.07.1987 \u2013 Atheismus<br \/>\nDann frage ich und muss feststellen, dass die Fragen zu einfach sind, schon von anderen gestellt. Also h\u00f6re ich zu und muss feststellen, dass ich taub bin.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">07.07.2012 \u2013 Wenn er geht<br \/>\nWenn er geht, dann geht er f\u00fcr immer, w\u00fcnschte mir, ihn nie wieder zu sehen. Danke f\u00fcr diese Erfahrung.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.07.2012 \u2013 Blindflug<br \/>\nWenn man \u00fcber die Zusammenh\u00e4nge ach so gar nichts wei\u00df und wissen kann, dann muss man wohl im Blindflug durch die Woche.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">26.06.2012 \u2013 M\u00fcdigkeit<br \/>\nEine nie gekannte M\u00fcdigkeit schon seit Tagen jetzt, wohin soll noch dieses f\u00fchren. Demn\u00e4chst schlafe ich wohl \u00fcber sechs Stunden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.06.2012 \u2013 In Erwartung<br \/>\ndie Sachen packen und sehen, was wohl kommen wird, in Erwartung des weiteren Verlaufs die eigenen Dinge beim Schopfe packen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">16.06.2012 \u2013 Alles auf sich zu beziehen, ist auch eine Form der Selbstwahrnehmung.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.06.2012 \u2013 Wer glaubt, dass die Dinge einfach so passieren, dass etwas ohne Zutun geschieht, der muss wohl blind sein. Wer jedoch erkennt, der stellt dann die Frage nach Ver\u00e4nderung und handelt. Das ist geschehen, das wird wieder geschehen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.06.2012 \u2013 Langeweile<br \/>\nWenn alle Tage die gleichen schlimmen Meldungen zu h\u00f6ren sind, weil jemand glaubt, sich auf diese Weise Geh\u00f6r zu verschaffen, dann entsteht Langeweile. Wenn alle Tage die Funktionen versagen und Vorw\u00fcrfe gegen andere an der Tagesordnung sind, dann entsteht Verdruss. Fragt sich nur, was bezweckt werden soll.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">07.06.2012 \u2013 Alleinsamkeiten<br \/>\nZwischen den Dingen zu stehen, zwischen all den Menschen, die t\u00e4glich da sind, die helfen oder helfen wollen, die sich helfen lassen. Zwischen all denen, die sich schon lange abgewandt haben. Zwischen den B\u00e4umen im Wald, bei einer Fahrradtour. Zwischen den Bildern im Museum. Zwischen den Menschen bei einem Konzert, wenn man sich kaum noch bewegen kann, nur mit der Masse.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">06.06.2012 \u2013 Flug<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Da oben sitzt er wie t\u00e4glich und wackelt mit seinem roten Schwanz, hat den Schnabel voll. Er wirkt zufrieden und wachsam. Die Elstern beobachtet er, sie beobachten ihn. Dann st\u00fcrzt er sich flugs wieder ins Leben.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">04.06.2012 \u2013 St\u00fcrzen und gewinnen<br \/>\nDu st\u00fcrzt dich in ein Bild, eine T\u00e4tigkeit und musst feststellen, dass du darin echte Erf\u00fcllung findest, dass du ausgef\u00fcllt wirst von einem Gedanken, von einem Sinn, genau dann beginnst du und gewinnst \u2013 Leben.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">25.05.2012 \u2013 Reden<br \/>\nEr redet sich um Kopf und Kragen und hofft letztlich nur, dass die Zuh\u00f6rer die Verschleierungstaktik nicht verstehen. Alles wird in neue Zusammenh\u00e4nge gesetzt und sogar das selbst vor einiger Zeit argumentierte kann so ins Gegenteil verkehrt werden. Was interessiert ihn denn schon sein Geschw\u00e4tz von gestern.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">19.05.2012 \u2013 Gingko<br \/>\nKaum erwartet, hat sich die Spitze aus dem Boden gebohrt. Der Gingko ist zum ersten Mal zu sehen, der Kern in Soest aufgehoben, vom stinkenden Fleisch isoliert. Und das hat so gar nichts weimarsches an sich. Nebenan zeigt die Litschi erste Bl\u00e4tter, eine Walnuss und zwei Zitrusfr\u00fcchte. Vielleicht sollte einmal umgetopft werden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.05.2012 \u2013 Hinterlassenschaften<br \/>\nManchmal m\u00fcssen Gespr\u00e4che gef\u00fchrt werden, dann wird Tacheles geredet. Und manchmal hinterlassen sie einen schalen Nachgeschmack. Dann hilft auch kein Kaugummi.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">16.05.2012 \u2013 Politik<br \/>\nEin entschiedenes Sowohl-als-auch als alternativlosen K\u00f6nigsweg verkaufen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.05.2012 \u2013 Gebot elf. M\u00e4hen unter M\u00fchen<br \/>\nBestraft sei, der erst nach f\u00fcnfeinhalb Monaten im neuen Jahr auf die Idee kommt, zu m\u00e4hen. Der Motor soll ihm hei\u00dflaufen oder unter der Masse Gr\u00fcnzeugs einfach den Dienst versagen. Nicht mehr als sieben Meter soll er schaffen, bevor er den Auffangsack leert. Sagte der Herr.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.05.2012 \u2013 Hinterfragen<br \/>\nManchen Dingen muss man nicht nachschauen, man kann einfach versuchen, dar\u00fcber hinweg zu sehen. Bei anderen aber, bleibt keine andere Wahl. Hier muss man sich schon genaue Gedanken machen, den Dingen auf des Grund gehen. Man darf sich nicht abspeisen lassen, muss einen Lernprozess in die Wege leiten und anfangen, die Prozesse zu hinterfragen. Dass dabei nicht alle Antworten wie gew\u00fcnscht ausfallen, erscheint schon fast als zwangsl\u00e4ufig.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">09.05.2012 \u2013 Erstaunen<br \/>\nManchmal kann man \u00e4u\u00dferst ergriffen werden (Geht das grammatikalisch \u00fcberhaupt?), wenn man feststellen muss, dass die Dinge so ganz anders liegen, als man dachte. Wenn die Realit\u00e4ten und deren Wahrnehmung sich verschieben und zwischen der eigenen und der anderen Wahrnehmung sich weitere Welten auftun. Was ist echt? Oder ist unser Leben an sich schon so weit virtualisiert, dass es nur noch digitale Bezugspunkte gibt, die Verkn\u00fcpfungen aber von au\u00dfen gesteuert werden? Erst wenn diese pl\u00f6tzlich unerwartet offengelegt wurden, sieht man einen Teil der Wahrheit oder kann sich diese zumindest zusammenreimen. Ja, ich stehe so gesehen unter Schock.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.05.2012 \u2013 Auch wenn die Menschen glauben, es gebe nur eine Realit\u00e4t, der Beweis des Gegenteil ist \u00fcberall zu finden, man muss nur richtig hinsehen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">30.04.2012 \u2013 Streifen<br \/>\nManchmal erschrickt die offensichtliche Einm\u00fctigkeit (oder ist es Eint\u00f6nigkeit?), der man sich aussetzt, aussetzen muss, weil die Vorgaben nun einmal vorhanden sind. Der Himmel malt sich streifig, das Nachbarhaus, die Stra\u00dfe wechselt sich ebenso mit dem B\u00fcrgersteig ab. Die Oberkante des Rechners, die schwarzen Aktenablagen und der Bretterzaun gegen\u00fcber. Dann kann man sich nur freuen, dass zumindest die K\u00fcrbispfl\u00e4nzchen auf auf dem Fensterbrett dies konterkarieren.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">29.04. 2012 \u2013 Morgenkopf<br \/>\nEin altes Sprichwort sagt, wer feiern k\u00f6nne, der m\u00fcsse auch arbeiten k\u00f6nnen. Das ist schon mal klar. Jetzt muss wieder einmal ein Tag geschaukelt werden. Wichtig ist das morgendliche Fahrradfahren.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">27.04.2012 \u2013 B\u00e4rlauchpesto<br \/>\nB\u00e4rlauch am besten frisch gepfl\u00fcckt, im Garten der Nachbarin versteht sich, die eigenen Pflanzen m\u00fcssen dieses Jahr noch geschont werden. Waschen. Kleinschneiden. Parmesan reiben und geriebene Mandeln dazu, etwas Fleur de sel, damit wird der Geschmack abgerundet, nat\u00fcrlich Oliven\u00f6l, das ist auch wichtig. Mit dem Zauberstab zerkleinern und vermischen, fertig. Lecker. Aber bitte aufpassen, dass keine Bl\u00e4tter von den Maigl\u00f6ckchen oder wie auf diesem Bild vom Rittersporn dazwischen kommen, das kann dann unangenehm werden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">25.04.2012 \u2013 Wandschmuck<br \/>\nEinige Menschen h\u00e4ngen sich Bilder an die W\u00e4nde und k\u00f6nnen sich dar\u00fcber herzlich freuen, vielleicht werden sie sie nur als passend betrachten (das ber\u00fchmte \u201cPasst zum Sofa\u201d. Man guckt sowieso in die andere Richtung, da steht der Fernseher.), vielleicht aber auch als permanente Auseinandersetzung bis hin zur Aneignung, vielleicht auch Bew\u00f6hnung, nicht Gew\u00f6hnung. Irgendwann aber werden die Bilder abgeh\u00e4ngt und durch neue ersetzt. Aber nicht alle Wandbeschm\u00fcckungen k\u00f6nnen dies von sich behaupten, besonders dann, wenn es sich um ganze Tierfriedh\u00f6fe handelt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">24.04.2012 \u2013 der gro\u00dfe Wurf<br \/>\nSprechen wir \u00fcber Steinwerfer, dann meinen wir jene Menschen, die sich auf Demonstrationen gegen die wenden, welche sie angreifen, von denen sie sich angegriffen f\u00fchlen, sich gegen die wenden, welche mit demonstrieren, friedlich und ohne Gewalt, die etwas zu sagen haben und ihre Meinung zeigen. Offen. Wir meinen die Fenstereinwerfer und Pl\u00fcnderer. Anders aber, wenn Kinder auf einer Br\u00fccke stehen und ihre helle Freude daran haben, Steine m\u00f6glichst weit in einen Fluss zu werfen. Dann geht es um pure Lebensfreude.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">23.04.2012 \u2013 n\u00e4chtliche Begegnung<br \/>\nW\u00e4hrend man durch die fast undurchdringliche Nacht rauscht, in der Schallkabine, die Dunkelheit an sich vorbei ziehen l\u00e4sst, kann es passieren, dass eine Fuchsfamilie tollend die Stra\u00dfe belegt hat und sich auch nicht trollen will. Also hat man Zeit die jungen vier Tiere zu beobachten und wundert sich, was ist das, Realit\u00e4t?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.04.2012 \u2013 Fr\u00fchlingswetter<br \/>\nNebelstreifen liegen \u00fcber der Landschaft, H\u00f6hennebel, dunstige Wolken. Und die Sonne leuchtet. Wissend, dass es drau\u00dfen k\u00fchl ist, den dicken Pullover anziehen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.04.2012 \u2013 Freitag der dreizehnte<br \/>\nDas allgemeine Misstrauen gegen\u00fcber diesem Datum kann ein um das andere Mal nicht best\u00e4tigt werden. Die Sonne schien und der Unfall wurde lediglich im R\u00fcckspiegel gesehen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.04.2012 \u2013 B\u00e4rlauchw\u00e4lder<br \/>\nStrenger Duft lag in der Luft, ballte sich zu heftigen Schwaden. Und mit jedem Schritt wurde er dr\u00fcckender, der Weg f\u00fchrte durch saftig gr\u00fcnes B\u00e4rlauch- Kraut. Am Ende sollte einiges davon Grundlage einer leckeren So\u00dfe werden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.04.2012 \u2013 Bl\u00fcten<br \/>\nEine Pflanze entdecken, die man noch nie gesehen hat, vielleicht auch schon oft, aber nicht wahrgenommen. Ein gr\u00fcnliches Gelb sticht ins Auge und bildet einen wunderbaren Kontrast zum Braun des Umfeldes. Das Zierliche, das Unauff\u00e4llige ist so faszinierend, als h\u00e4tte die Natur sich selber reduziert, sie ist auf das N\u00f6tigste verfallen. In der Gewissheit trotzdem sch\u00f6n zu sein. Die Brennnessel nebenan pfl\u00fccke ich, reibe sie, damit die Giftstacheln brechen und kann sie dann genie\u00dfen. Auch dies ein Genuss.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">03.04.2012 \u2013 Mauern<br \/>\nW\u00e4hrend man an den Bachl\u00e4ufen alter St\u00e4tten entlang wandert, w\u00e4hrend man die Natur in sich aufsaugt und die Lebenslust versp\u00fcrt, ins Wasser hinein verlaufen diese Uferschutzmauern, nicht waagerecht geschichtet, die stehen in senkrechter Anordnung, als w\u00e4ren sie gewachsen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.04.2012 \u2013 Wahrheiten<br \/>\nDas Verbergen von Wahrheiten hinter glatten L\u00fcgen, hinter der Maske des Scherzes, l\u00e4sst uns die Freiheit auf die Dinge hinzuweisen, die uns manchmal abhanden gekommen sind.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">24.03.2012 \u2013 Fr\u00fchlingsmorgen<br \/>\nDie S\u00e4tze sind gesagt, die Nacht war wieder viel zu kurz zum Sprechen und schon lacht uns eine kalter Fr\u00fchlingsmorgen an.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">\u00a0 23.03.2012 \u2013 Fahrrad<br \/>\nSich zwischen den Autokaravanen einen Weg bahnen und wie immer mal wieder feststellen, dass man schneller ist, zumindest innerhalb der Stadt. Lustig wird es mir zumut, wenn ich auf die Anzeigen der Tankstellen schaue. Auch das ist eine Form der Subventionierung.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.03.2012 \u2013 Thekengespr\u00e4ch<br \/>\nJa, man sollte einfach immer im Hinterkopf haben, dass politisch brisante Gespr\u00e4che, die am Tresen gef\u00fchrt werden, h\u00e4ufig durch den Konsum von Bier gepr\u00e4gt, wenn nicht verzerrt sind.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.03.2012 \u2013 Blumenschmuck<br \/>\nDie Fensterbank hat sich zusehends mit Fr\u00fchlingsblumen gef\u00fcllt, Narzissen und Traubenhyazinten. Man komme mir aber nicht mit gro\u00dfen Hyazinten. Die Stinken in geschlossenen R\u00e4umen n\u00e4mlich.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">21.03.2012 \u2013 Licht<br \/>\nEndlich gen\u00fcgend Licht, hoffentlich wird es nicht zu warm.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.03.2012\u00a0 \u2013 Freund<br \/>\nMein Freund war wieder da, hatte sich im Kopf festgesetzt und eingenistet und lag wehrlos im Bett.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">19.03.2012 \u2013 alter Mann<br \/>\nJetzt haben sie ihn gew\u00e4hlt, den alten Mann, der sich als Freiheitsk\u00e4mpfer gibt und doch nur ein Mitl\u00e4ufer war. Hoffentlich wird er seinem Amt gerecht und beginnt endlich wieder mit den eigentlichen Aufgaben: Repr\u00e4sentieren und der Politik wie der Gesellschaft einen gut geputzten und polierten Spiegel vorzuhalten.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.03.2012 \u2013 rollen lassen<br \/>\nWarum sollte man sich nicht auch mal rollen lassen, wenn man eine Fahrradtour macht! Dies ist keine Frage, wie am Ausrufezeichen zu sehen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.01.2012 \u2013 TV<br \/>\nGefangen von Bildern, die die Gedanken rauben. Augenflimmern, das erkalten l\u00e4sst Stunden verrinnen, geraubt, nicht f\u00e4hig leben zu spenden. Eine Erstarrung. Tausendmal der Versuch sich loszul\u00f6sen misslungen. Erst nach der dritten oder vierten Zigarette schafft man es. Vampire, M\u00f6rder, Huren und verdammt korrekte Cops gesehen. Eine Welt der Gewalt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">31.12.2011 \u2013 Ende<br \/>\nDa geht etwas zu Ende, das wir alle lieb gewonnen hatten, das gute alte Jahr, eigentlich schade, hatte es so viele Neuigkeiten und \u00c4nderungen f\u00fcr uns \u00fcber. Ja ein Jahr, was ist das schon, ein Fliegenschiss.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.10.2011 \u2013 Herbsterwachen<br \/>\nDie Bl\u00e4tter, die den ganzen Sommer hartn\u00e4ckig gr\u00fcn, dumpf vor sich hinschlummerten, erwachen zu leuchtenden, gelbbraunroten Farben. Die Wolken, die sich im Sommer feige verkrochen hatten, t\u00fcrmen sich mit neu erwachter Kraft und \u00fcbergeben sich. Die Spinnen, die sich im Sommer drau\u00dfen fett gefressen haben, finden, aus dem Futterrausch erwacht, jede Ritze, die ins Haus f\u00fchrt. Die Eichelh\u00e4her und Eichh\u00f6rnchen, die ihren unsichtbaren Sommerschlaf im Wald abhielten, pl\u00fcndern pl\u00f6tzlich wachsam unsere B\u00e4ume.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">17.10.2011 \u2013 Herbst<br \/>\nDie alten Frauen fangen wieder an auszurutschen und sich s\u00e4mtliche Beinh\u00e4lse zu brechen. Autos schlittern endlich wieder aus den Kurven in die Leitplanken. Kinder werden endlich wieder richtig dreckig und erk\u00e4lten sich im Schlamm. Halbschuhe f\u00fcllen sich endlich wieder mit weichmoddriger Bl\u00e4ttermatschsubstanz. Kleinste Hunde werden endlich wieder \u00fcbersehen und plattgetrampelt. Und flei\u00dfige H\u00e4uslebesitzer begegnen sich endlich wieder auf dem B\u00fcrgersteig, die Bl\u00e4tter fegend.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.10.2011 \u2013 Herbstfreuden<br \/>\nStatistiker freuen sich \u00fcber die steigende Zahl an Suizidopfern. Stromerzeuger freuen sich \u00fcber das L\u00e4ngerbrennen der Lampen. \u00d6lverk\u00e4ufer freuen sich \u00fcber steigende Preise. Bademeister freuen sich, wieder im Warmen sitzen zu d\u00fcrfen. Maurer freuen sich \u00fcber ihr Stempelgeld. Alle freuen \u00fcber irgendetwas, nur das Wetter st\u00f6rt ein bisschen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.10.2011 \u2013 Lange Nacht<br \/>\nMein Gott, siehst du aber heute beschissen aus; nein, nicht einfach beschissen, entschuldige, bei diesem Licht ist deine Haut einfach unansehnlich, jede kleinste Falte, vor allem die klitzekleinen, wie ich immer dachte, Kr\u00e4henf\u00fc\u00dfe an den Augen, besonders das linke Auge scheint sich verschlimmert zu haben. Diese r\u00f6tlichen Flecken, hattest du die eigentlich schon immer? Nein, deine Augen schauen einfach m\u00fcde in die Weltgeschichte, als h\u00e4tten sie alles verloren, weniger aber noch etwas zu sagen, so trostlos, geradezu verwahrlost dein Blick. Auch deine Z\u00e4hne scheinen nun in Mitleidenschaft gezogen zu sein, oh verflucht, fr\u00fcher, eigentlich gestern noch warst du ganz ansehnlich, gut, eine Sch\u00f6nheit nie, wie und woher auch, deine Eltern haben schlie\u00dflich auch nicht den kleinsten Hauch von, wie soll ich es ausdr\u00fccken, ohne wirklich tief beleidigend zu werden, ja, Anmut, aber wer kann das schon von sich behaupten, nur richtig widerlich ist dein Atem, eine Mischung aus Knoblauch, kaltem Kaffee, Resten von Ouzo und vielen gerauchten, scheinbar geradezu geschluckten Zigaretten, ekelhaft, aber irgendwie passend zu dir, sagte ja schon immer, dich f\u00e4nde ich irgendwie ich wei\u00df nicht, ist auch sicherlich egal. Deine Tr\u00e4nens\u00e4cke, sind mir auch noch nie so aufgefallen, wie dieser langweilige aber so beliebte Tattergreis Kommissar im Fernsehen, nur dass dessen S\u00e4cke noch was haben, dein Gesicht wirkt aufgequollen durchgewixt, ein wenig zuh\u00e4lterhaft verbraucht, nicht b\u00f6se sein, wenn ich das so direkt sage, aber wenn nicht jetzt, wann dann. Wieso hast du dir eigentlich die Augenbrauen abgefackelt, die restlichen mit einem seltsamen Schmier verklebt? Du sagst ja gar nichts, ist denn alles jetzt egal, wirst du alles \u00fcber dich ergehen lassen, Restalkohol im Blut, blutleere Lippen und eine gequollene Zunge im Aschenbechermund, sag mal, du hattest auch schon mal mehr Haare auf dem Sch\u00e4del oder nicht. Willst du `ne Tasse Kaffee? \u201cHmm.\u201d Muss wohl eine unangenehm lange Nacht gewesen sein.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">12.10.2011 \u2013 Verantwortung<br \/>\nHolzleimphantasien und d\u00fcnne Streifen auflackierter Farbe und ein brabbelnder Bundespr\u00e4sident, gro\u00dfe Worte schwingen, ohne selbst die Konsequenzen tragen zu m\u00fcssen, bekannte Melodien verzerrt und\u00a0 auch ganz nett.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.10.2011 \u2013 zwischen den St\u00fchlen<br \/>\nDann scheint die Einsamkeit noch schlimmer, dann schaltet sie das Denken aus.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">06.10.2011\u00a0 \u2013 K\u00e4se<br \/>\nGanz alt und im Mund explodiert er zur Geschmacksbombe.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">02.10.2011 \u2013 vor dem Bildschirm<br \/>\nW\u00e4hrend ich die Anderen beobachte, bekomme ich manchmal einen leichten Anflug von Neid. W\u00fcrde mich auch so gerne so sehr vertiefen k\u00f6nnen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">25.09.2011 \u2013 Wetterver\u00e4nderung<br \/>\nUnd pl\u00f6tzlich leuchtet alles bunt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.09.2011 \u2013 alkoholfrei<br \/>\nSo muss es nach dem Sport sein. Weizenbier!<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.09.2011 \u2013 Schallplatten<br \/>\nMeine gesammelte Vergangenheit.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.09.2011 \u2013 Kassetten<br \/>\nJetzt hat auch der alte Rekorder die T\u00e4tigkeit eingestellt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.09.2011 \u2013 real<br \/>\nWer seine Zukunft nicht kennt, der sollte wenigstens seine Vergangenheit erfinden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.09.2011 \u2013 Badewanne<br \/>\nDa liegt das gedruckte Buch, dort das Blatte Papier und ich entscheide mich f\u00fcr die Badewanne.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">09.09.2011 \u2013 Pflastersteine<br \/>\nWarum sie allerdings bei mir im Zimmer liegen, wei\u00df ich nicht und werde es aus Selbstschutz auch nicht hinterfragen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">04.09.2011 \u2013 Galerie<br \/>\nStand vor dem Fenster und habe sie nicht betreten, wusste nicht, wie man sich dort verhalten muss.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.09.2011 \u2013 Menue<br \/>\nNat\u00fcrlich war das Menue falsch aufgestellt, es konnte nichts damit zu tun haben, dass ich es nicht verstand.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.08.2011 \u2013 Cave<br \/>\nWieder mal in seine Stimme gefallen und mich wohl gef\u00fchlt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.08.2011 \u2013 Kakao<br \/>\nFast hei\u00dfe Milch mit einigen L\u00f6ffeln Backkakao und etwas Traubenzucker \u2013 bitters\u00fc\u00dfe Leckerei<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">11.08.2011 \u2013 Notizzettel<br \/>\nProblematisch wird es, wenn sich die Notizzettel h\u00e4ufen und nie wird einer abgearbeitet.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">08.08.2011 \u2013 Oben dabei<br \/>\nHabe einfach gesehen, dass niemand weiter hinauf kommt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">03.08.2011 \u2013 abgeben<br \/>\nSchmerzhaft ist nicht das abgeben, sondern die Undankbarkeit sp\u00e4ter.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.08.2011\u00a0 \u2013 Position<br \/>\nEs ist schon schwer genug, eine eigene Postion zu finden oder gar eine Aussage \u00fcber das Leben zu treffen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">31.07.2011 \u2013 Gift<br \/>\nVor allem die Langsamkeit der Wirkung verbl\u00fcfft.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">28.07.2011 \u2013 Wut<br \/>\nManchmal kommt sie durch und frisst sich in das Ged\u00e4rm, dann k\u00f6nnte ich heulen und alles aufgeben. Aber ich wei\u00df, dass ich einen Weg finden kann. einen Weg zu einem neuen Leben.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">26.07.2011 \u2013 Einschr\u00e4nkung<br \/>\nWei\u00df gar nicht, warum ich mich die letzten Monate so sehr eingeschr\u00e4nkt habe, welchen Sinn sollte es machen, wenn keine Zukunft gegeben ist.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">23.07.2011 \u2013 M\u00fche<br \/>\nManchmal muss ich mich zusammennehmen, dann kostet es sogar M\u00fche, die Augen zu \u00f6ffnen, dabei kann ich eh nur bis sechs Uhr schlafen. Auch wenn Sonntag ist. Auch wenn Samstag ist, den Rest der Woche sowieso.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.07.2011 \u2013 Mond<br \/>\nNicht das Sehen, sondern die Vorstellung des Mondeindrucks l\u00e4sst mich immer wieder erschaudern.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">16.07.2011 \u2013 Wut<br \/>\nUnd dann manchmal kocht in dir eine haltlose Wut auf, nur allein, wenn du einen Namen h\u00f6rst oder an einen Ort denkst und du f\u00fchlst dich ganz brutal \u00fcber den Tisch gezogen, der mit Scherben best\u00fcckt ist.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.07.2011 \u2013 Einsamkeit<br \/>\nIn bestimmten Momenten steht die Einsamkeit wie eine solide Mauer im Raum, f\u00fcllt ihn aus und der Platz zum Atmen wird klein. Das hat nichts mit Romantik zu tun, die gesuchte Alleinsamkeit funktioniert nur, wenn man in einen System fest verankert ist.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.07.2011 \u2013 Fundamente<br \/>\nWenn sich der Boden als nachgebend erweist, k\u00f6nnen noch so fest gegossene Fundamente sich als Blei an den Beinen erweisen, sie ziehen dich in den Sumpf deiner wirren Gedanken.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.07.2011 \u2013 Ausblicke<br \/>\nIn einem Geb\u00e4ude herumirren und die M\u00f6glichkeit nach Kontakt mit der Au\u00dfenwelt suchen. Und sei es nur ein Blick. Dies hier stellt sich als fensterlos heraus.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.06.2011 \u2013 Augenblicke<br \/>\nDann wenn die Dunkelheit hinter den Lidern pl\u00f6tzlich blitzhaft erleuchtet wird, wenn jede vorgestellte Ber\u00fchrung ein Bild erzeugt, zumindest aber Farbe.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">19.06.2011 \u2013 Wolken<br \/>\nManchmal zeihen die Wolken eine Sehnsucht hinter sich her. Eine Sehnsucht nach Verfl\u00fcchtigung, eine Sehnsucht danach ziehen zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.06.2011 \u2013 Schornstein<br \/>\nUnd pl\u00f6tzlich siehst du, dass\u00a0 sinnlos gefeuert wird, wenn Rauch aus dem Schornstein steigt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">09.06.2011 \u2013 Minderheit<br \/>\nDie klassischen Minderheiten wollen vielleicht auch gerne als solche wahrgenommen werden. Wollen Minderheit als Alleinstellungsmerkmal f\u00fcr sich beanspruchen. Und doch wissen die Mitglieder, dass eben dieses sich nur auf jeweils eine Sache zutrifft.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.06.2011 \u2013 Somniphobie<br \/>\nManchmal, wenn die Gedanken sich durch die N\u00e4chte w\u00e4lzen und einen im Bett zu \u00fcberrollen suchen, dann kann man schon mal Angst vor dem Schlaf eintwickeln.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.06.2011 \u2013 Augenblicke<br \/>\nIm Vorbeigehen ein kurzes Augenl\u00e4cheln und pl\u00f6tzlich ist der ganze Tag hell.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.05.2011 \u2013 Hintersinn<br \/>\nDie meiste K\u00e4lte kommt von innen, dann muss ich sie abschmelzen und entdecken, hinter der dicken Eisschicht ist ein schwarzes Nichts, also lieber K\u00e4lte ertragen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.05.2011 \u2013 K\u00fcrze<br \/>\nManche Dinge br\u00e4uchten k\u00fcrze, Einsamkeit gh\u00f6rt dazu.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.05.2011 \u2013 Schatten<br \/>\nManchmal werfen die Dinge ihre Schatten voraus, manchmal wirst du von den Schatten deiner eigenen Vergangenheit unerwartet eingholt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">11.05.2011 \u2013 Lichtblicke<br \/>\nImmer, wenn ich in die Sonne sehe und mir die Netzhaut verbrenne.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.05.2011 \u2013 Stadt<br \/>\nDem D\u00f6rfler ist die Kleinstadt Stadt, dem Kleinst\u00e4dter die Gro\u00dfstadt, den Gra\u00dfst\u00e4dter die Metropole. doch niemand kann mir sagen, was Stadt nun wirklich ist.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">02.05.2011 \u2013 Ehrlichkeit<br \/>\nH\u00e4tte ich mir gew\u00fcnscht. Von Anfang an. W\u00e4re dann vielleicht besser gelaufen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">30.04.2011 \u2013 Sackgasse<br \/>\nUnd pl\u00f6tzlich findest du dich hier und wei\u00dft nicht weiter und siehst, dass die Welt an dir vor\u00fcber zieht.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">29.04.2011<br \/>\njetzt w\u00fcrdest du dich gerne in den Anderen zur\u00fcckziehen und musst feststellen, dass du ganz allein bist, dass alle gedachten Sicherheiten Lug und Trug waren.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.04.2011<br \/>\nWas ist das um mich herum, wirkliche Welt oder doch nur scheinbare Kulisse?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">16.04.2011<br \/>\nDas Gesicht, welches dich im Spiegel anschaut, ist dir fremd und mit jeder Minute, die du es siehst, wird es deiner Erinnerung fremder, dann musst du diese Person neu entdecken und wirst vielleicht Neues in ihr finden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.04.2011<br \/>\nDas Blau deiner Erinnerung ist die Leere in dir.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.01.2011<br \/>\nVielleicht wird langsam etwas wachsen, aber die Kn\u00fcppel, die zwischen die Beine fliegen, schmerzen hart.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.04.2011<br \/>\nMusik vermag es immer wieder, mich \u00fcber die Abgr\u00fcnde des Denkens und Schmerzes hinweg zu tragen und manchmal l\u00e4sst sie auch viel tiefer st\u00fcrzen, als es gut tun w\u00fcrde, selbst wenn es einem gut ginge.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.04.2011<br \/>\nEs w\u00e4re besser, wenn du niemals in die Situation kommst, dich fragen zu m\u00fcssen, wer und was Freunde sind.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">27.03.2011<br \/>\nUnd in allem steckt eine Erinnerung, die dir das Herz verkrampfen l\u00e4sst, die dich nicht in Ruhe l\u00e4sst, bis in den nerv\u00f6sen Schlaf hinein, bis in die Tagtr\u00e4ume, die sich unkontrolliert geb\u00e4rden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.03.2011<br \/>\nMan kann nicht sagen, dass du irgendwo stehst, wenn das Leben eher wie ein Schaumbad verl\u00e4uft, alls wirkt weich, doch wenn du hereinf\u00e4llst, dann h\u00e4lt dich nichts auf. Dank an diejenigen Wenigen, die ihre H\u00e4nde ausstrecken, deinen Fall aufzufangen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.03.2011<br \/>\nWenn du nichts verlangst, dann wirst du auch nichts bekommen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.03.2011<br \/>\nIn diesen Abgrund zu blicken, das ist schon schlimm genug.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.03.2011<br \/>\nBei wem liegt die Schuld?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">08.03.2011<br \/>\nTausende von Fragen, die sich im Kopf breit machen, da n\u00fctzt es auch nichts, die Bettdecke \u00fcber den gleichen zu ziehen, wei\u00df, es wird alles nicht n\u00fctzen. Versagen ist wohl das schlimme Wort, welches man sich vorwerfen muss. Es geht um die Unf\u00e4higkeit, eine Strecke wieder auszubessern, das ist traurig.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.03.2011<br \/>\nWann? Wo? Wie? Niemals sollte man die Frage nach der Funktion der Dinge stellen, sondern immer danach, welche Dinge \u00fcberhaupt infrage zu stellen sind.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.03.2011<br \/>\nUnd immer immer wieder. Ich kann mir einfach gar nicht vorstellen, worum es hier geht. Was bringt mich eigentlich hierhin, Warum konnte ich mich darauf einlassen? Wenn ich nicht aufpasse, wird es mich zerbrechen, davor habe ich echte Angst, die sich tief bohrt, immer tiefer.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">28.02.2011<br \/>\nDas soll es gewesen sein? So guckst du mich an? Was habe ich dir getan, dass soviel Missgunst und Wiederwillen in deinem blick liegt?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">24.02.2011<br \/>\nManchmal bilde ich mir ein, ich sei ein Hohlk\u00f6rper.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.02.2011<br \/>\nDas ist nicht mein Zuhause und wird es nie sein.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.02.2011<br \/>\nNicht Wut, sondern tiefe Entt\u00e4uschung.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">09.02.2011<br \/>\nNachtreten, ist es, wenn der Gegner schon am Boden liegt. Dank daf\u00fcr, im Fu\u00dfball w\u00fcrdest du eine rote Karte erhalten, aber daf\u00fcr bin ich zu schwach.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">08.05.2011<br \/>\nTraurigkeit ist alles, was mir bleibt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">07.02.2011<br \/>\nH\u00f6re es jetzt schon und es wird wohl noch schlimmer werden: Du bist der Schuldige. Warum k\u00f6nnen Andere so ein klares Urteil f\u00e4llen, ihne zu wissen, was eigentlich los ist?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">06.02.2011<br \/>\nAndererseits das Bergpredigtideal.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.02.2011<br \/>\nVielleicht sollte ich mich langsam des kantschen Ideals bedienen, den Mut zu haben, mich meiner eigenen Gedanken zu bedienen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">04.02.2011<br \/>\nJetzt, mein Lieber, musst du dir wirklich mal die Frage stellen, ob es sich gelohnt hat, so lange zu verzichten. Und egal, was jetzt auch passiert, was fehlt, ist die Z\u00e4rtlichkeit, die schon seit Jahren abhanden gekommen war.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">03.02.2011<br \/>\nFeiern w\u00e4re jetzt wohl eine Perversion.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">02.01.2011<br \/>\nAlso angefangen, ein Buch zu schreiben.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">01.02.2011<br \/>\nImmerhin funktionieren die Lichter, wenn die Musikanlage schon schweigt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">31.01.2011<br \/>\nWorin liegt der Sinn des Ganzen? Wer wei\u00df, vielleicht werde ich es ja in einigen Jahren verstehen und herzhaft dar\u00fcber lachen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">30.01.2011<br \/>\nDu kannst den Menschen immer nur vor den Kopf sehen, was hinter der Sch\u00e4delplatte vor sich geht, das wei\u00df ich nicht und niemand kann es auch nur erahnen. Vielleicht noch nicht einmal diejenigen, die diese Gedanken selber haben.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">29.01.2011<br \/>\nIn Zukunft hei\u00dft es, dass ich nicht mehr vertrauen darf.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">28.01.2011<br \/>\nWenn ich die Augen schlie\u00dfe und sie mit Zeigefinger und Daumen geschlossen halte, dann beginnt alles zu pulsen, zu pochen und die Farben beginnen ihre Spiele.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">27.01.2011<br \/>\nHoffentlich geht diese Zeit irgendwann zu Ende und ich bemerke, dass alles nur ein b\u00f6ser Traum war.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">26.01.2011<br \/>\nTigern und immer nur Tunnelblick.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">25.01.2011<br \/>\nAuf den Holzfliesen im Wohnzimmer immer im Kreis zu wandern, w\u00e4hrend ich ein Telefonat f\u00fchre, immerhin das ierinnert an fr\u00fcher, nur dass ich dort selber aufgebaut hatte.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">24.01.2011<br \/>\nDiese W\u00e4nde scheinen nur eine Funktion zu haben: Damit ich mich \u00fcberall sto\u00dfe.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">23.01.2011<br \/>\nVergrabe mich zwischen Decken und Kissen und wei\u00df nicht, wohin mit mir. Wohin mit mir?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">22.01.2011<br \/>\nIrgendwie habe ich das leise Gef\u00fchl, ziemlich gelinkt worden zu sein.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">21.01.2011<br \/>\nWohin mit den B\u00fcchern?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">20.01.2011<br \/>\nSchlafen kann ich einfach nicht.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">19.01.2011<br \/>\nWas machen, gegen die Schlaflosigkeit, gegen diesen Druck auf der Brust, was machen gegen diese Angst, die mir in Momenten der Panik alles zu schn\u00fcrt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">18.01.2011<br \/>\nSelbst das Essen macht keine Freude mehr, alles ist fade.<br \/>\n17.01.2011<br \/>\nWozu einen guten Wein \u00f6ffnen, ich w\u00fcsste, dass er sinnlos w\u00e4re jetzt. vor allem ihn allein zu trinken.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">16.01.2011<br \/>\nUnd \u00fcber Jahre wurde in mir die Angst vor einer angeblich t\u00f6dlich verlaufenden Krankheit gesch\u00fcrt, die es jetzt ganz pl\u00f6tzlich offensichtlich nicht mehr gibt. Jetzt da sich offenbar dort ein Gef\u00fchl von Freiheit eingeschlichen hat. Wie konnte ich nur so dumm sein, dies alles zu glauben?<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">15.01.2011<br \/>\nHier zu sitzen und zu liegen und nicht mehr ein noch aus zu wissen und schon gar nicht, wie mir geschieht.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">14.01.2011<br \/>\nIch wei\u00df schon, all die Fortbildungen immer am gleichen Tag, immer in der gleichen Stadt, immer zur gleichen Uhrzeit waren wichtig. Auch dies zu sp\u00e4t erkannt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">13.01.2011<br \/>\nIch bin f\u00fcr dieses Leben allein nicht gemacht. Ich habe mich schon immer danach gesehnt, nicht allein zu sein.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">12.01.2011<br \/>\nDie Welt erscheint nicht nur grau und trist, sie ist es.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">11.02.2011<br \/>\nEigentlich habe ich ja gar keine Lust und kein Interesse an Symmetrien in Daten.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">10.01.2011<br \/>\nIrgendwann vielleicht werden sie, die beiden dies alles lesen und sich ein bild machen k\u00f6nnen \u00fcber den fremden Mann.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">05.01.2011<br \/>\nAlles ist in solchen F\u00e4llen schlimm, alles.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>28.01.2015 Die meisten Wetten gewinne ich gerne, aber wenn ich manche verliere, habe ich meistens viel mehr gewonnen. 27.01.2015 Gerechtigkeit ist so eine Frage, die manche Menschen wohl nur auf eine Seite beziehen. 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