{"id":7122,"date":"2020-11-28T14:24:00","date_gmt":"2020-11-28T13:24:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?p=7122"},"modified":"2020-11-22T23:33:37","modified_gmt":"2020-11-22T22:33:37","slug":"flaschenpfand","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?p=7122","title":{"rendered":"Flaschenpfand"},"content":{"rendered":"\n<p>Auf dem Tisch stehen fast un\u00fcberschaubar viele Flaschen, die meisten leer. Das ist zuviel f\u00fcr ihn, Herr Nipp schnappt sich eine Kiste und sucht alle Pfandflaschen heraus. Immerhin rund 10 St\u00fcck. Das ist kein schlechter Wert, wenn man bedenkt, dass er selbst meistens S\u00e4fte trinkt. Das Chaos kann man sich vielleicht vorstellen. Die restlichen Beh\u00e4ltnisse l\u00e4sst er im gelben Sack verschwinden, den er danach auf die Terrasse deponiert. Den restlichen M\u00fcll l\u00e4sst er im Abfalleimer verschwinden. Nein, er sollte einfach nicht anfangen, bei anderen Leuten aufzur\u00e4umen. Vor allem dann nicht, wenn es deren Arbeitsraum ist. Aber es hilft alles nichts, vor\u00fcbergehend wird er hier arbeiten m\u00fcssen, da bleibt ihm nichts anderes \u00fcbrig. Auch wenn er selber von Zeit zu Zeit Anfl\u00fcge des Chaotischen hat, eins kann er gar nicht leiden, n\u00e4mlich dass M\u00fcll, und Flaschen sind ja nichts anderes letztlich, irgendwo liegen gelassen wird. Eine gewisse Struktur braucht er einfach und es ist nicht gut, wenn der eigene, wenn auch vor\u00fcbergehende Tisch vollgesetllt ist mit Dingen, die bei der Arbeit st\u00f6ren. Die Pfandflaschen will er nach der Arbeit einwechseln, stellt die Tasche vor die T\u00fcr und ist ganz zufrieden, dass er endlich wieder einen sicheren Ort hat, wo er in aller Ruhe seine Sache machen kann. (Nein, lieber Leser, an dieser Stelle wird nicht verraten, was Herr Nipp denn nun eigentlich macht. Das ginge viel zu weit. Und wer die letzten zehn Jahre aufgepasst hat, der wei\u00df es schlie\u00dflich sehr genau. Die Arbeit von ihm zu verraten w\u00e4re ja das Gleiche, als w\u00fcsste jemand den Namen von Doctor Who &#8211; und den wei\u00df wahrscheinlich nur River Song &#8211; sie ist ja schlie\u00dflich mit ihm verheiratet.) Gegen zehn Uhr kommt der eigentlich Besitzer dieser \u00d6rtlichkeit herein, mit feistem Grinsen. &#8222;Na, schon eingelebt?&#8220; &#8222;Eher aufger\u00e4umt und geputzt. Das sah ja hier aus wie Kraut und R\u00fcben.&#8220; &#8222;Ach mach dir nichts draus, das macht bormalerweise die Putzfrau &#8211; hm  &#8211; wenn ich es mir genau \u00fcberlege, ist es ein Putzmann. Aber kommt auf das Selbe heraus.&#8220; &#8222;Kennst du denn den Vornamen?&#8220; Der Tag geht weiter, gegen sechs Uhr verl\u00e4sst Herr Nipp den Raum, geht nach Hause. Er hat alles geschafft, was er sich vorgenommen hatte. Als er am n\u00e4chsten Morgen wiederkommt, sieht alles fast genauso schlimm aus. Wieder verbringt er die erste halbe Stunde mit Aufr\u00e4umen. Drei Tage geht es so. Am vierten Tag kommt der Putzmann herein und fragt, was das denn soll, ob der Besitzer eine neue Putzkraft eingestellt habe, er sei doch drei Tage bei seiner Mutter gewesen, das sei doch abgesprochen gewesen. Herr Nipp ist verbl\u00fcfft, besonders aber, als der Besitzer hereinkommt, ein breites Grinsen auf den Lippen, und ihm mitteilt, dass es die letzten drei Tage sch\u00f6n gewesen sei, morgens in ein sauberes B\u00fcro zu kommen, aber das habe nun mit dem neuen Arbeitsplatz ein Ende. Jetzt sei der Dieter ja wieder da. Endlich. Der Neue, (Wie hei\u00dft er noch mal?) k\u00f6nne sich gerne noch die drei T\u00fcten mit Pfandflaschen mitnehmen und, ach ja, Herr Nipp solle sich nun flott einen neuen Arbeitsplatz suchen und andere Menschen mit seinem Sauberkeitsfimmel nerven. &#8222;Und Tsch\u00fcss!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf dem Tisch stehen fast un\u00fcberschaubar viele Flaschen, die meisten leer. 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