{"id":6439,"date":"2017-08-25T09:23:24","date_gmt":"2017-08-25T07:23:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?p=6439"},"modified":"2017-07-25T09:49:09","modified_gmt":"2017-07-25T07:49:09","slug":"6439","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?p=6439","title":{"rendered":"Losfahren"},"content":{"rendered":"<p>Er h\u00e4tte es sich kaum vorstellen k\u00f6nnen, vor einigen Wochen noch, eigentlich auch nicht auf der Hinreise, die trotz eines immerw\u00e4hrenden Erinnerungsschmerzes in der linken H\u00fcfte und demselbigen Bein, erfolgreich \u00fcberstanden worden war. Einfach die Gewissheit, schon nachmittags am Urlaibsort zu sein, lie\u00df ihn mit v\u00f6lliger Tiefenentspannung dar\u00fcber hinwegsehen, dass die Fahrt, wie eigentlich schon vorher bef\u00fcrchtet so etwa achtunddrei\u00dfig Minuten sp\u00e4ter begann, als sie es eigentlich ausgemacht hatten. Ja, sogar anderthalb Stunden nach seiner eigenen Planung, die vor Realit\u00e4t aber nat\u00fcrlich in keiner Weise irgendeinen Bestand h\u00e4tte haben k\u00f6nnen. Wirklich nicht. Nachdem er also gegen halb vier aufgestanden war, ging es um zwanzig vor sechs in der Fr\u00fch also tats\u00e4chlich los. Die Autofahrt hatte sich f\u00fcr ihn als Beifahrer in der ersten H\u00e4lfte als sehr angenehm herausgestellt, war doch immer wieder einmal der Schlaf \u00fcber ihn hergefallen und hatte ihn f\u00fcr Minuten in andere Welten, den morphischen, getragen. (Das Land der Tr\u00e4ume w\u00fcrde es jetzt in einschl\u00e4giger Literatur hei\u00dfen, denkt sich der Erz\u00e4hler noch, da geht es schon weiter, die wahre Landschaft saust an den Fenstern vorbei und irgendwann wird der Fahrerwechsel anstehen.) Das Selbstfahren in der zweiten H\u00e4lfte der zu absolvierenden Route gestaltete sich naturgem\u00e4\u00df schon m\u00fchevoller, wegen der fehlenden Staus, die doch eigentlich unsere t\u00e4glichen Begleiter der ach so mobilen Gesellschaft sind, war es insgesamt jedoch recht entspannt. Klar, er hatte sich daran zu gew\u00f6hnen, mit sechs G\u00e4ngen zu fahren, daran, dass das Auto ihm das Schalten sogar vorschlug, daran, so tief zu sitzen. Aber es gibt solche Autos, an die man sich sofort gew\u00f6hnt, weil sie gut konstruiert wurden. Die letzten paar Meter mussten im v\u00f6llig unbekannten Stra\u00dfengewirr dann allerdings gesucht werden, alle Probleme allerdings kann man meistern, wenn man nur will. Fast h\u00e4tte Herr Nipp sich selbst auf die Schulter geklopft, wenn ihm nicht noch gerade rechtzeitig aufgefallen w\u00e4re, dass ein solches Handeln in der und von der \u00d6ffentlichkeit als etwas albern wahrgenommen werden kann. Er lie\u00df es also, suchte einen der raren Parkpl\u00e4tze und versuchte nach entern der Ferienresidenz ein halbwegs verst\u00e4ndliches Gespr\u00e4ch mit dem Rezeptionisten, was den im Franz\u00f6sischen verahrrenden Mann auf der anderen Seite wenig erfreute. Vielleicht ist Frankreich das einzige Land dieser Welt, in dem die Rezeptionisten nur die Heimatsprache sprechen. Haben Sie, werter Leser, schon einmal versucht, mit einem ixbeliebigen Franzosen und Gesr\u00e4ch auf Englisch zu f\u00fchren? Nein? Verst\u00e4ndlich, es geht auch nicht. Die Grandnation spricht Grandnational. Und ja, versuchen sie es, jeglicher Slapstick ist vorprogrammiert. Wer nach frankreich f\u00e4hrt,muss der Landessprache m\u00e4chtig sein oder wie Herr Nipp v\u00f6llig stur. Wer wei\u00df, vielleicht m\u00fcssen Franzosen in der Schule auch gar keine Fremdsprache lernen, das erkl\u00e4rte zumindest so einiges. Mit etwas Mut zur falschen Aussprache und Talent zur gro\u00dfen Geste kann der Reisende sich aber letztlich mit jedem Menschen irgendwie verst\u00e4ndigen, egal ob in Frankreich oder Obervolta.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er h\u00e4tte es sich kaum vorstellen k\u00f6nnen, vor einigen Wochen noch, eigentlich auch nicht auf der Hinreise, die trotz eines immerw\u00e4hrenden Erinnerungsschmerzes in der linken H\u00fcfte und demselbigen Bein, erfolgreich \u00fcberstanden worden war. Einfach die Gewissheit, schon nachmittags am Urlaibsort &hellip; <a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?p=6439\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-6439","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.herr-nipp.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6439","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.herr-nipp.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.herr-nipp.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.herr-nipp.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.herr-nipp.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6439"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/www.herr-nipp.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6439\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6442,"href":"http:\/\/www.herr-nipp.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6439\/revisions\/6442"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.herr-nipp.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6439"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.herr-nipp.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6439"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.herr-nipp.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6439"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}