{"id":4448,"date":"2015-02-28T10:38:16","date_gmt":"2015-02-28T09:38:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?p=4448"},"modified":"2015-02-01T10:39:02","modified_gmt":"2015-02-01T09:39:02","slug":"xxx","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?p=4448","title":{"rendered":"XXX"},"content":{"rendered":"<p><b><i>Zeitnah<\/i><\/b><i> <b>(hier und dort):<\/b><\/i> \u00a0 Es ist Fr\u00fchling, ich wei\u00df wohl, da kochen die S\u00e4fte wieder langsam auf. Da w\u00e4re das Verliebtsein sch\u00f6n, jenseits der \u00fcblichen Selbstverliebtheit, ohne die Kunst nicht geht. Das Spiegelbild ist dann nicht ganz so n\u00f6tig wie sonst. Im Verliebtsein stehen die Bilder im Raum, fangen ihre Schleiert\u00e4nze an. Aber du wei\u00dft, letztlich liegt der Kopf auf dem Silbertablett, unsere Bilder. Die Selbstoffenbarung des Lebenwollens und \u2013k\u00f6nnens und stetigen Versagensgef\u00fchls. Dann reden wir von Spielerei. Diese, die es gleichzeitig niemals ist, weil sie Disziplin einfordert, f\u00fcr jede Arbeit, die ihr eigene Regel zu finden. Und dabei gleiten wir, wenn es ganz schlecht l\u00e4uft, auch in Routinen ab. In Bildgef\u00fcge, von denen von Vorneherein bekannt ist, dass sie funktionieren werden. Die Verh\u00e4ltnisse, ich brauch dir nichts von Harmonien und Kontrapunkten zu sagen, von den vielf\u00e4ltigen M\u00f6glichkeiten des goldenen Schnitts. Du tr\u00e4gst es in dir, die Formzusammenh\u00e4nge, die Balance der Volumen und Farbqualit\u00e4ten. Doch die Aussagen der Lineaturen sind Teil geworden. Die Kunst ist vielleicht die einzige Art, die Gegenwart festzuhalten. Kurz vor dem Sturz ins Vergessen. Diese Gedankenpartikel zu jonglieren und auf das Blatt zu werfen. Das ist wohl diese perfide Erotik des Augenblickes, in dem du das absolute Gl\u00fcck der gegl\u00fcckten Linie f\u00fchlen kannst. Wir sind keine Wissenden, weil so die Bruchst\u00fccke einer allgemeinen Erkenntnis gefunden, sortiert und neu arrangiert werden. Ja, das Schaffende, das G\u00f6ttliche in uns, das antreibt, um weiter zu machen. Wenn die g\u00f6ttliche Liebe Kunst ist, dann ist die absolute Liebe wohl das Momenthafte, Begreifende des Ganzen als Kunst.<\/p>\n<p><b><i>Zeitfern:<\/i><\/b> Ach, ich bin kein Wissender. Ich zeichne, mal, schmiere das auf die Leinwand, das Papier, das was ich bin. Das, was ich war. In der Nacht. Alles Liebenswerte, alles Schreckliche wird in meinem Kopf in der Nacht erfunden. Alles Dialog, was wir hier f\u00fchren. Wie ein Spatzengeschwader. Komm, jetzt, es ist Fr\u00fchling, spring. Eine Welle aus Kraft in dieses Geschwader. Welle leidend. Der Schatten nicht malbar. Die Passh\u00f6hen sind die Versuche. Fangeisen lauern. Herrlich. Die kenne ich. Was sch\u00f6n machen. Und die Frage: Wie gef\u00e4llt euch das? Antwort: \u201eDu hast bessere Bilder gemacht. Ich wei\u00df es, ja, ja.\u201c Versuchen als Versuch. Vom Bild gerichtet, vom Betrachter gerichtet. Nachtfinster gerichtet. Fr\u00fchling, die Hummel brummt auf gelben Bl\u00fcten. Und ich habe das Licht in der Nacht vom Licht unterschieden. Die Bienen schweigen noch. Ich schweife ab, ja, die Bienen sollen etwas Falsches sammeln. Soll ungesund sein. Gelesen, nicht geglaubt.\u00a0 Zur\u00fcck auf das Spatzengeschwader, und dann zur\u00fcck in die Erinnerung. Da f\u00e4llt mir Mutter ein. In meinem Leben ein Defizit. In Jahrzehnten aufgelaufen. Die Jahre ohne die H\u00e4nde der Mutter. Ohne Augenblicke. Nur die Angst, vieles Sch\u00f6nes nicht erlebt zu haben. Zur\u00fcckgedr\u00e4ngt in Tr\u00e4ume, die pl\u00f6tzlich wecken in Schrecken. Wei\u00df nicht, welcher Schrecken. Defizit. Den Wunsch wachrufen, alles zu erleben, in wenigen Sekunden. Mit ihr, der Mutter. Dem absoluten Universum. Sich drehen und w\u00e4rmen im Uterus der Bl\u00fcten. Beh\u00fctet immer. Und au\u00dferhalb sie sehen. Ihre Gesichtsfalten durchwandern, in ihren Augen verweilen, und sich selber sehen. Das gleiche erleben wie sie. L\u00e4cheln, leben und umarmen. Ohne diese Angst der Gewohnheit. Wird nicht mehr sein. Einen Moment nur, mein lieber Zeitnah, den ich sagen wollte: Defizit gleich Sehnsucht. Keine Romantik. Und schon wieder lauert der Pinsel vor der fastleeren Leinwand. &#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;Und auch tote M\u00fctter lieben. Das Rautenherz habe ich durchgebl\u00e4ttert. Nun ist deine Zunge beredt, bereit?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zeitnah (hier und dort): \u00a0 Es ist Fr\u00fchling, ich wei\u00df wohl, da kochen die S\u00e4fte wieder langsam auf. Da w\u00e4re das Verliebtsein sch\u00f6n, jenseits der \u00fcblichen Selbstverliebtheit, ohne die Kunst nicht geht. 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