{"id":427,"date":"2012-04-27T20:49:23","date_gmt":"2012-04-27T18:49:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?p=427"},"modified":"2012-04-27T20:54:14","modified_gmt":"2012-04-27T18:54:14","slug":"invasionar","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?p=427","title":{"rendered":"Invasion\u00e4r"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=436\" rel=\"attachment wp-att-436\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-436\" title=\"Apfelbl\u00fcte\" src=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/IMG_05051-400x266.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"266\" srcset=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/IMG_05051-400x266.jpg 400w, http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/IMG_05051-1024x682.jpg 1024w, http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/IMG_05051-148x98.jpg 148w, http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/IMG_05051-31x20.jpg 31w, http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/IMG_05051-38x25.jpg 38w, http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/IMG_05051-322x215.jpg 322w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a>Kaum der Tristesse des allgemeinen Alltags entronnen, k\u00fcmmerte er sich liebevoll um den Garten. Auch wenn Au\u00dfenstehende sicherlich vermutet h\u00e4tten, dass er eine gewisse Wut im Bauch haben musste, denn w\u00fctend, geradezu grob sah das Geschehen wohl aus, er arbeitete mit einer unglaublichen inneren Freude. Wieder einmal hatte Herr Nipp entdeckt, dass sich in einem kleinen Seitenbeet seines ebenso kleinen Grundst\u00fccks der Giersch ausgebreitet hatte. Nun gibt es nur zwei M\u00f6glichkeiten diesem G\u00e4rtnerfeind Nr. 1 Herr zu werden. Entweder man konterminiert den ganzen Boden gro\u00dffl\u00e4chig mit Unkraut-Ex oder man tr\u00e4gt die obere Bodenfl\u00e4che ebenso gro\u00dffl\u00e4chig ab und hofft, dass alle Rhizome mit erwischt werden. Dann f\u00fcllt man das Ganze in schwarze Plastiks\u00e4cke und gibt gro\u00dfz\u00fcgig ungel\u00f6schten Kalk darauf. Zwar kann man davon ausgehen, dass damit so ziemlich alles im Mutterboden abget\u00f6tet wird, immerhin l\u00e4sst sich dieses Gemisch, welches nun mindestens den ganzen Sommer \u00fcber in praller Sonne liegen muss, dann im n\u00e4chsten Jahr als Zwischenstreu f\u00fcr den Komposter nutzen. Da er grunds\u00e4tzlich gegen alle Gifte im Garten ist (sogar die Schnecken werden nicht mit blauen K\u00f6rnern zum kulinarischen, aber langsamen Tod verf\u00fchrt, sondern eigenh\u00e4ndig mit der Gartenschere und Nackenschnitt ermordet.) , w\u00e4hlte Herr Nipp die zweite Methode. Die alten Johannisbeer- und Josterbeerb\u00fcsche wurden ausgegraben und durch heftiges Klopfen auf den Boden von jeglicher Krume befreit. Alles Abfallende war als Abfall zu betrachten, mehrere S\u00e4cke f\u00fcllten sich, \u00fcbereinandergestapelt nicht gerade eine Augenzier, trotzdem dann demn\u00e4chst ganz praktisch. Die B\u00fcsche mussten nun nur noch auseinander gerupft werden, alte Holzteile entfernt. Nach getaner Arbeit pflanzte Herr Nipp die Pflanzen in neue Pflanzerde, die er k\u00e4uflich in dem nahe gelegen Gartenzentrum erworben hatte, schl\u00e4mmte alles mit mehreren Eimern voll Regenwasser ein. Schon acht Wochen sp\u00e4ter sollte er sich wundern, statt des Gierschs w\u00fcrden sich unter den vertrockneten Obstgeh\u00f6lzen explosionsartig Ackerwinden\u00a0 ausbreiten, die er mit der neuen Erde eingeschleppt hatte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kaum der Tristesse des allgemeinen Alltags entronnen, k\u00fcmmerte er sich liebevoll um den Garten. 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