{"id":1991,"date":"2013-03-24T10:46:11","date_gmt":"2013-03-24T09:46:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?p=1991"},"modified":"2013-02-24T15:29:33","modified_gmt":"2013-02-24T14:29:33","slug":"der-stau-xii-iii","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?p=1991","title":{"rendered":"Der Stau XII \/ III"},"content":{"rendered":"<p>Das zuf\u00e4llige Ber\u00fchren zweier H\u00e4nde wie Seelen ist nicht in dem Sinne schicksalhaft zu nennen, dass man von Vorsehung sprechen k\u00f6nnte, sondern von einem Gl\u00fcckszustand, nicht umsonst haben die alten Griechen f\u00fcr Schicksal und Gl\u00fcck das selbe Wort. Schicksal und Gl\u00fcck sind Zwillingsschwestern, die ihre innere Bindung niemals leugnen, viel weniger noch unabsichtlich vergessen werden. So gesehen geh\u00f6ren auch die Halbgeschwister Gelegenheit, Ergebenheit wie auch Zufall zur engeren Familie. Wer mag die genetischen Verwicklungen schon entwirren, wenn der Grundcharakter durch Mutation gepr\u00e4gt ist.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=1992\" rel=\"attachment wp-att-1992\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-large wp-image-1992\" title=\"s\u00fc\u00dfe Gabe\" src=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/IMG_0363-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/IMG_0363-1024x682.jpg 1024w, http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/IMG_0363-400x266.jpg 400w, http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/IMG_0363-148x98.jpg 148w, http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/IMG_0363-31x20.jpg 31w, http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/IMG_0363-38x25.jpg 38w, http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/IMG_0363-322x215.jpg 322w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>In der oft besp\u00f6ttelten L\u00f6ffelstellung legte er sich also ergeben wieder hinter sie, Gefangen von der Vorstellung, sich wieder hingeben zu wollen, sobald die Gelegenheit dazu erstehen w\u00fcrde. Er merkte seine Lust ganz dinglich schwellen und nahm sie fast schon schlechten Gewissens im Halbschlaf. Nein, ihre Feuchtigkeit schon h\u00e4tte ihm zeigen m\u00fcssen, dass sie sein tun, den nicht zu stillenden Drang in ihm genoss. Wer hat schon das fast unfassbare Gl\u00fcck im Zustand der absoluten Verliebtheit, die hier mit tiefer Lieber einhergeht, in den Morgen geweckt, in den Tag gehoben zu werden. Ganz entgegen der platten Symbolik einiger Filme, die immer alles ganz klar verbildlichen, dass auch jeder Depp es verstehen m\u00f6ge, hatten sich die Wolken b\u00e4nder am himmel zur grauen wolkenmasse zusammengeschoben, unbemerkt und w\u00fcrden in den n\u00e4chsten Stunden ihren Regenschwall auf das Land ausbringen. Wer will Liebe und graues Wetter schon mit einander in Verbindung bringen. So hatte sich die oft besungene Himmelsfarbe, die in den gem\u00e4\u00dfigten Zonen in den Mittelgebirgen und an der See niemals ganz klar zu sehen ist, immer verschleiert daher kommt, sei es wegen der vielen Wassermolek\u00fcle in der Luft, sei es wegen allgemeiner anderer Verschmutzungen durch \u00d6fen, Verkehr und Industrie, sich schon wieder verfl\u00fcchtigt, das zarte war verschwunden zugunsten der grauen Realit\u00e4t, die im Bett nicht gespiegelt werden wollte, sich als Zuckerwatte in den Liebesakt spielte. Der Regen wurde von der Flora ersehnt, von den Menschen auch, wenn sie nur ehrlich gewesen w\u00e4ren, niemand h\u00e4lt es in den mittleren Breiten lange ohne die Erfrischung, die Abk\u00fchlung aus, auch wenn anderes behauptet wird, auch wenn immer wieder davon ausgegangen wird, dass all die Verdr\u00fcsse und Depressionen nur eine Folge des Wetters seien. Diese Menschen glaubten dann mit Sicherheit auch daran, dass es Erdstrahlen gebe und Hom\u00f6opathie tats\u00e4chlich helfe. Nat\u00fcrlich helfen Arnikaglobuli gegen die Verletzung eines Kindes, aber nur deshalb, weil dieses Kind durch die nicht von der Hand zu weisenden S\u00fc\u00dfe abgelenkt wird.<\/p>\n<p>So kann man sehen, dass alle Dinge zusammenh\u00e4ngen und nicht banal bei einem Thema verblieben wird, nur weil der Leser hier vielleicht der Vorstellung unterliegt, hier ginge es jetzt aber mal richtig zur Sache. Liebe, Wetter und Medizin zeigen tats\u00e4chlich innere Bez\u00fcge, wenn sie auf die Assoziationen des Menschen bezogen sind. Denn dieser macht bei seinen Gedanken keinen Halt und wird freiwillig niemals k\u00fcnstlich Grenzen ziehen wollen, wenn er doch wei\u00df, dass diese Grenzen nicht der Realit\u00e4t entsprechen, wenn er die Freiheit des Denkens zu sch\u00e4tzen wei\u00df. Wenn hier nun jemand anf\u00e4ngt unzufrieden zu maulen, k\u00f6nnen dort die beiden eng verschlungenen Wesen mit ihren stummen Jubelschreien, die vielleicht nur der Sensible h\u00f6rt, nur derjenige, der selber solche innigen Verschmelzungen erleben durfte, wahrnehmen kann. Sie finden statt, unabh\u00e4ngig von der Perspektive des Betrachtens, vielleicht vermuten wir sie, vielleicht aber auch haben wir das Instrumentarium entwickelt, diese Schreie der Erf\u00fcllung wahrzunehmen, sei es im Anblick, sei es, weil nicht nur die Akustik uns die Laute zutr\u00e4gt, sondern das Ersp\u00fcren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das zuf\u00e4llige Ber\u00fchren zweier H\u00e4nde wie Seelen ist nicht in dem Sinne schicksalhaft zu nennen, dass man von Vorsehung sprechen k\u00f6nnte, sondern von einem Gl\u00fcckszustand, nicht umsonst haben die alten Griechen f\u00fcr Schicksal und Gl\u00fcck das selbe Wort. 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