{"id":1911,"date":"2013-03-02T21:33:08","date_gmt":"2013-03-02T20:33:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?p=1911"},"modified":"2013-03-05T08:26:16","modified_gmt":"2013-03-05T07:26:16","slug":"der-stau-x","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?p=1911","title":{"rendered":"Der Stau X"},"content":{"rendered":"<p>Teil X<\/p>\n<p>Wenn man schon im Stau steht und die Zeit verlangsamt erscheint, denn diese ist wie wir wissen immer relativ, so kann man das Stehen doch auch sinnvoll nutzen, hatte er gedacht. Hatte einige Zeit lang Radio geh\u00f6rt, mal wieder hatte es einen Politiker erwischt, hatte man einen Politiker beim begangenen Betrug erwischt. Das Plagiieren schien sich durch die Riege der M\u00e4chtigen zu ziehen. Wer was werden will, muss einen Titel vorweisen k\u00f6nnen, ob er oder sie tats\u00e4chlich etwas daf\u00fcr geleistet hat und wie dieses zu bewerten sei, sei dahin gestellt. Wieder einmal wurde also eine Lawine losgetreten, den Delinquenten zu zermalmen, wieder einmal wurde unter dem wissenschaftlichen Betrug die politische Leistung in Misskredit gezogen. Da sa\u00dfen wieder einige Experten in einm\u00fctig streitender Runde und urteilten \u00fcber T\u00e4ter wie Dulder. Irgendwann hatte er das Ger\u00e4t ausgeschaltet, konnte das sich ewig um sich selbst kreisende Geschw\u00e4tz nicht mehr ertragen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=2033\" rel=\"attachment wp-att-2033\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-large wp-image-2033\" title=\"Stuhl\" src=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/IMG_2353-682x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"960\" srcset=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/IMG_2353-682x1024.jpg 682w, http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/IMG_2353-266x400.jpg 266w, http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/IMG_2353-98x148.jpg 98w, http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/IMG_2353-20x31.jpg 20w, http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/IMG_2353-25x38.jpg 25w, http:\/\/www.herr-nipp.de\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/IMG_2353-143x215.jpg 143w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Also nahm er die Hausarbeit eines seiner Studenten heraus, die ihm beim ersten Lesen immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht gejagt hatte. Weil der Student ein Spiel gespielt hatte, sich \u00fcber s\u00e4mtliche geisteswissenschaftliche Gepflogenheiten hinwegsetzend. Das Geschriebene konnte man einerseits als absolute Frechheit in den M\u00fclleimer werfen, andererseits steckte darin eine Auseinandersetzung mit dem universit\u00e4ren Betrieb, der nicht zu untersch\u00e4tzen war. Ein zweites Mal also wollte diese Seiten lesen und bemerkte also auch gar nicht, dass der Verkehr um einige Meter weiter rollte. Die Entscheidung, ob daf\u00fcr nun ein Leistungsschein zu vergeben sei, musste im Angesicht der gerade geh\u00f6rten Radiodiskussion sorgf\u00e4ltig gepr\u00fcft werden. Ab jetzt konnte sich jeder angreifbar machen, der Humor im wissenschaftlichen Betrieb auch nur ansatzweise zulassen w\u00fcrde. Und wenn es tats\u00e4chlich eine Bescheinigung in irgendeiner Form geben sollte, so m\u00fcsse eindeutig verdeutlicht werden, dass eher der Mut als der Inhalt zu belohnen sei. Tats\u00e4chlich war in den letzten Jahren die form der Arbeit mehr und mehr in eine akademische Sackgasse geraten, Tats\u00e4chlich konnte niemand mehr den Mut haben, Spiele mit dem System zu treiben, wollte er nicht Gefahr laufen ungebremst an den universit\u00e4ren Mauern zu zerschellen. Den Abschluss zu gef\u00e4hrden und damit letztlich zu den gescheiterten Studenten zu geh\u00f6ren, die als Taxifahrer enden oder vielleicht, wenn es g\u00fcnstig l\u00e4uft ein Gesch\u00e4ft aufmachen, f\u00fcr Elektronik oder Nippes jeglicher Art. Nein diesem jungen Menschen musste zu helfen sein. Einerseits w\u00fcrde er einen Leistungsnachweis erhalten, allerdings mit dem n\u00f6tigen Kommentar versehen, nicht versehentlich nur noch solcherart Arbeit abzuliefern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Teil X Wenn man schon im Stau steht und die Zeit verlangsamt erscheint, denn diese ist wie wir wissen immer relativ, so kann man das Stehen doch auch sinnvoll nutzen, hatte er gedacht. 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