{"id":693,"date":"2012-08-23T07:56:50","date_gmt":"2012-08-23T05:56:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?page_id=693"},"modified":"2014-12-05T12:06:25","modified_gmt":"2014-12-05T11:06:25","slug":"tagebuch-bis-2010","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?page_id=693","title":{"rendered":"2001 bis 2010"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li>27.12.2010 &#8211; Leiden tragen<br \/>\nAlle Worte, seien sie auch noch so ernst gemeint, scheinen in dieser Situation fadenscheinig, finden ihr Ziel zun\u00e4chst nicht. Trotzdem w\u00e4re es gut zu sprechen, zu wissen, dass die andere, zumindest in Gedanken bei dir ist. Im tiefsten Sinne Mitleid haben, ich leide mit dir.<\/li>\n<li>26.04.2009 &#8211; zur\u00fcck<br \/>\nNein, es gibt wohl kein Zur\u00fcck zu machen Dingen. Die Liebe verliert sich auf der anderen Seite, hat sich vielleicht schon seit Jahren verloren und das schmerzt.<\/li>\n<li>19.04.2009 &#8211; Freund<br \/>\nWenn er denn dann kommt, wenn er sich hierzu gesellt, wenn er sich blicken l\u00e4sst und sich der Situation \u00f6ffnet, dann ist es gut, dann k\u00f6nnen wir zufrieden sein.<\/li>\n<li>15.04.2009 &#8211; tinitus<br \/>\nDer Kopf w\u00e4lzt sich die T\u00f6ne von hinten nach vorne. Zwischen den Ohren Gedr\u00f6hne.<\/li>\n<li>14.04.2009 &#8211; Ab End<br \/>\nDrau\u00dfen rauscht noch behutsam ein Auto vorbei. Die obligatorische Amsel zetert. Es wird gleitend dunkel. In irgendeiner Wohnung streiten Mutter und Kind. Ganz leise verabschiedet sich der Tag.<\/li>\n<li>06.04.2009 &#8211; Di\u00e4t<br \/>\nSchluss, ruft mein Magen. Ich will nicht mehr. Salatbl\u00e4tter schwimmen halbzerkaut in der Magensaftpampe, wer will das schon und mein Magen ist das kaum noch gewohnt, ok, ein Br\u00f6tchen w\u00e4re noch vertretbar, aber nicht schon wieder belegt mit diesem Gr\u00fcnfra\u00df. Er macht mich m\u00fcde. Ich gehe zu Bett.<\/li>\n<li>31.03.2009 &#8211; Eine m\u00f6gliche Kausalit\u00e4t<br \/>\nSo Brief f\u00fcr Brief, quasi ein Antwort-Antwort-Spiel oder Frage-Frage oder Antwort-Frage oder Frage- und- keine -Antwort- Spiel oder einfach nur Spiel zum allgemeinen und speziellen Hirntraining, eine Studie \u00fcber den schwachsinnigen Unwissenwissensstand \u00fcber alles, was Kunst eben nicht angeht, weil es eben schon Kunst ist oder eben nichts damit zu tun haben will, was an Sich schon wieder und da w\u00e4ren wir beim alten Thema, Koketterie sein k\u00f6nnte, wenn es nicht gerade nicht w\u00e4re, und dieses somit auch wieder nicht sein kann, da es ja als ein Nichts wieder, ein benennbares Etwas ist.<\/li>\n<li>25.03.2009 &#8211; Arznei<br \/>\nZun\u00e4chst stellt sich allerdings die Frage ob Kunst in irgendeiner Weise etwas mit Liebe zu tun hat, hier st\u00fcnde sie dann in enger Verwandtschaft mit machoistischem Gehabe, Werbungs- und Angabeverhalten. Sollte die Frage nicht eher in Richtung Verarbeitung einer menschenunfreundlichen Welt gehen. Kunst als Sucht- und Rauschmittel, mit dem ich mich gegen die Welt verb\u00fcnden, sch\u00fctzen und dementsprechend st\u00e4rken kann. Kunst ist definitiv ein m\u00f6gliches und \u00e4u\u00dferst effektives Rausch- und Zeitvergessmittel. Alkohol und anderes macht einen Rausch zwar leichter zug\u00e4nglich, die h\u00f6chste Form ist die Kunst, sei sie bildend oder darstellend. Auch K\u00e4se, weil es nicht stimmt. Schon aber eine Arznei, die heilen hilft, die hilft mein Kranken an der Welt zu be-welt-igen.<\/li>\n<li>20.03.2009 &#8211; So Gedanken<br \/>\nGeht es nicht gerade um diese individualistische Form multipler Person &#8211; en &#8211; Wahrnehmung? Klar w\u00e4re die sciencefictionierte Geistwelt transzendentaler Psychoten kein Ausweg, sie sei hier nur angenommener Denk-fluch(t)ort, so zu dieser Welt zur\u00fcckzufinden. \u201eHabe gerade mit einer guten Freundin telefoniert, sie fragte, wie es mir ginge, ich sagte, so gut, dass ich noch klagen k\u00f6nne.\u201c Wie auch immer, konnte sie das nicht wirklich ernst nehmen, worauf ich ihr klarlegen musste, dass das NOCHKLAGENK\u00d6NNEN eine kulturelle Leistung sei und daher nicht einfach abwe(h)r(t)bar. So lange ich noch klagen kann, zeige ich ein Bewusstsein f\u00fcr Welt an sich und in sich und in mich hinein. Hat man je auf die Frage &#8222;Wie geht es dir&#8220; mit &#8222;wie immer schlecht&#8220; geantwortet? Hier findet sich meist der Grund zu einem ernsthaften Gespr\u00e4ch oder zum Weglaufen des Gegen\u00fcbers. Bitte beklage dich nie, du k\u00f6nntest als Sonderling gelten, das auszusprechen, was andere nur denken<\/li>\n<li>15.03.2009 &#8211; Schwingungen<br \/>\nWenn man sich nach Wochen des Nichtregenwollens, dann endlich aufgerafft hatte, auf gepolsterten Sohlen einige Kilometer durch sp\u00e4tfr\u00fchlingshaften Wald mit z\u00fcgigem Tempo zu bewegen. Wenn man darauf vergn\u00fcgt friedlich zufrieden in der Badewanne sitzt, sich der eigenen Heldentaten durchaus bewusst, selbst auf s\u00e4mtliche Schultern klopft. Das Wasser w\u00e4rmt den m\u00fchsam in Schwingungen gebrachten Schwabbelbauch. Dann kann man endlich seine Sinnlosigkeit erfahren.<\/li>\n<li>10.03.2009 &#8211; Weltschmerz IV<br \/>\nWarum Weltschmerzphantasien hegen.<\/li>\n<li>09.03.2009 &#8211; Weltschmerz III<br \/>\nManchmal fragte ich dich, warum ausgerechnet er in jeglicher Hinsicht dieses angestaubt kitschige Klischee vom abgedrehten, unverstandenen, labilen, am Weltschmerz zu scheitern, drohenden K\u00fcnstlers ausf\u00fcllen musste.<\/li>\n<li>08.03.2009 &#8211; Weltschmerz II<br \/>\nIch dachte, den g\u00e4be es gar nicht in Wirklichkeit, aber was war schon Wirklichkeit, ein Versuch.<\/li>\n<li>06.03.2009 &#8211; Weltschmerz<br \/>\nNun, vielleicht sei auch ein bisschen Koketterie dabei. Bestimmt sogar. Und ein bisschen Weltschmerz kennt schlie\u00dflich jeder mal. Zumindest in der<br \/>\nPubert\u00e4t.<\/li>\n<li>04.03.2009 &#8211; Anregungen<br \/>\nGestern vor dem Fernseher angeregt durch ein nichtssagendes Bild geheult wie ein Schlosshund. Genugtu(j)ung. Vorgestern in einem Gedicht l\u00f6ste ein unscheinbares Wort ein wahnsinniges Grinsen aus, schm(h)erzen.<br \/>\nMorgen eine Wolke am Himmel wei\u00dflicher Wasserdampf, eine liebliche Assoziation ausl\u00f6s(ch)end . \u00dcbermorgen komme ich von der Stra\u00dfe ab lande in einem Sahnehaufen. eE(h)rinnern.<\/li>\n<li>01.03.2009 &#8211; Schreiben<br \/>\nAn langen Abenden sitzt der Mensch gerne vor einem Glas Wein, dies positiv ausgedr\u00fcckt, schon schlechter, er verkriecht sich hinter, noch schlechter in das Glas verd\u00fcnnten ,rot gef\u00e4rbten Alkohols, zun\u00e4chst glaubt er der M\u00e4r, er beherrsche dieses, nach und nach verliert er jedoch jegliche Distanz, woher auch sollte er diese nehmen. Er beginnt mit der schlimmsten T\u00e4tigkeit, er beginnt zu sinnieren (Sinnieren &#8211; Sinnfindung auf der Basis einfachster Gedankenstrukturen, oft gehemmt durch Wahrnehmungsst\u00f6rungen oder tiefgreifende Gef\u00fchlskomplikationen) und glaubt derweil gar, dies habe etwas mit geistiger Steigerung banaler Alltagswahrheiten und -scheinlichkeiten zu tun. Das \u00fcbern\u00e4chste Glas beginnt seine verheerende Wirkung zu entfalten, Eigenleben zu entwickeln, legt die Untiefen und scheinbaren Tiefsinnigkeiten frei, Dinge, welche in normalen Zust\u00e4nden weder gedacht, noch gar ausgesprochen zu werden verm\u00f6chten. Keiner m\u00f6chtete noch verm\u00f6chtete sie als Eigengut verinnerlicht zu haben. Er glaubt nicht, dass dies keiner Bedeutung bed\u00fcrfe. So schreibt er etwas nieder: schon wieder.<\/li>\n<li>28.02.2009 &#8211; Politik<br \/>\nEs geht um Organisation, es geht um Zukunft, es geht ums Geld. Wer mag schon gern dar\u00fcber sprechen.<\/li>\n<li>27.02.2009 &#8211; Tabuthema<br \/>\nBelanglose Gespr\u00e4chsfetzen reihen sich aneinander, das Eigentliche wird ausgespart. Wetter, Anekdoten und Zoten, Hauptsache man muss kein ernstes Wort reden und trotzdem ist sich jeder der Lage bewusst.<\/li>\n<li>25.02.2009 &#8211; Erinnerungen<br \/>\nPl\u00f6tzlich und ohne Vorwarnung steht der Name des Vaters, der Mutter im Raum und keiner kann sich mehr dr\u00fccken. Viele und vor allem naive Pl\u00e4ne werden geschmiedet, denn keiner wei\u00df wirklich, was auf die zukommen wird.<\/li>\n<li>21.02.2009 &#8211; Niemals<br \/>\nAber auf keinen Fall.<\/li>\n<li>20.02.2009 &#8211; Entscheidungen<br \/>\nWir werden das schon irgendwie regeln. Keiner traut sich konkret zu werden und die Frau sitzt da und schweigt, den ganzen Abend, sie wei\u00df, sie will es aber nicht wissen.<\/li>\n<li>19.02.2009 &#8211; Zukunft<br \/>\nEs wird keine andere Wahl geben, irgendwann m\u00fcssen harte Entscheidungen getroffen werden. Entscheidungen, welche entweder die eigene Zeit und Zukunftsplanung oder die eigene Geldb\u00f6rse betreffen. Wer kann in die Zukunft planen, wer mag schon jetzt einen Zeitplan aufstellen.<\/li>\n<li>17.02.2009 &#8211; Urlaub<br \/>\nUnd morgen nachmittags werden die beiden erst mal f\u00fcr einen halben Tag zu Hause Urlaub machen, einfach im Garten sitzen und die Welt genie\u00dfen.<\/li>\n<li>15.02.2009 &#8211; Fahrten<br \/>\n\u201eWer holt die beiden ab? Wir brauchen mindestens zwei Leute, sonst d\u00fcrfen sie nicht nach Hause.\u201c &#8222;Ist gut, ich fahre mit, darf aber selber, he he, nicht fahren, ihr wisst schon.\u201c \u201eWir holen die beiden dann zusammen ab.\u201c \u201eIch kann sie auch abends wieder wegbringen.\u201c \u201eUnd du f\u00e4hrst auch mit?\u201c<\/li>\n<li>10.02.2009 &#8211; Tasten<br \/>\nSie tasten sich wieder aneinander, m\u00fcssen schauen, die alten Hemmnisse und Animosit\u00e4ten nicht wieder aufkommen zu lassen und das ist schwierig.<\/li>\n<li>08.02.2009 &#8211; Planungen<br \/>\nEiner wird die Planung und Durchf\u00fchrung des Umbaus \u00fcbernehmen, einer k\u00fcmmert sich um die Besorgung der Sozialdienste, der Hygiene, des Essens, einer erledigt die finanziellen Geschichten und der letzte kauft einige Dinge ein.<\/li>\n<li>28.01.2009 &#8211; Heimat<br \/>\nKann es nicht definieren, dieses Wort.<\/li>\n<li>23.01.2009 &#8211; Heimat<br \/>\nIm Nachdenken \u00fcber ein Wort, nicht gedachte Quadratur des Kreises, erster ernsthafter M\u00f6glichkeit, hier neun St\u00fchle in den Kreis geschoben, dem Wahn des Sinns unterworfen. Es windet sich, will nicht anbei\u00dfen an diesen mit K\u00f6dern fettbespickten Haken, sich keine Verletzungen zuziehen, dem Hoffenden eben jene Hoffnung belassen, ohne die sein Suchen nach Erkl\u00e4rung, nach Kl\u00e4rung nebelhaften Sachverhaltes in Taubheit schlagen m\u00fcsste.<\/li>\n<li>22.01.2009 &#8211; Heimat<br \/>\nIm babylonischen Kauderwelsch einer Deutungsschichtung tun sich Gr\u00e4ben auf, Gr\u00e4ber der Vorl\u00e4ufer, Vorv\u00e4ter, ein Heimatturm geweichten Blattes gleich zu fallen drohte, unter eigener Last begraben, sich selbst in unw\u00e4gbare Tiefen rei\u00dfend.<\/li>\n<li>21.01.2009 &#8211; Heimat<br \/>\nEin Wort zun\u00e4chst bar einer Kl\u00e4rung nicht bedarf, ein Heimatlos, einem Hauptgewinn gleich, leert sich zusehends, entzieht sich der Erl\u00e4uterung. Wenn aber die Erl\u00e4uterung unm\u00f6glich m\u00f6glich erscheint, ist das Unterfangen einer Wortinhaltssuche schon zu Beginn gescheitert? Ich frage andere, andere antworten vage, sich in selbst verleugnenden Schemen verlierend, sortieren sie Fragmente eines geglaubten Wissenszusammenhangs.<\/li>\n<li>20.01.2009 &#8211; Heimat<br \/>\nZwischen patriotischer Standortbestimmung und einem Unzufriedenheitsgef\u00fchl wird ein Wort nicht zu einem Begriff, geleert von semantischem Gestein, f\u00fcllbar und unerreichbar nah. Ist dieses Wort ein Schwamm, Metagestalt einer gesellschaftlichen \u00dcbereinkunft, dass die \u00f6rtliche Heimat nicht mehr gebunden sein kann? Such ich Assoziationen, Verbindungen, Vielschichtigkeit ist ein gemeiner Kn\u00fcppel, hemmungsloses Eindreschen auf jegliche Art von Selbstverleugnungsempfinden.<\/li>\n<li>19.01.2009 &#8211; Heimat<br \/>\nBoden, Blut, Familie, Zeit, Ort, Handlung, ich, der Andere, ein Haus, eine Erinnerung, eine Sehnsucht absoluter Geborgenheit, romantische Fantasien jenseits der erigierten Erotik, du, eine Postkarte, ein Buch, vielleicht ein nie gesehener aber erhoffter Film, kleine Musik, im Kopf spukend, jene kleine Dose, Geschenk der ersten gro\u00dfen Liebe, ein Gef\u00fchl von unendlicher Traurigkeit.<\/li>\n<li>18.01.2009 &#8211; Heimat<br \/>\nHeimat im Moment ihres Seins nicht erkennen, zumindest nicht festhalten.<\/li>\n<li>17.01.2009 &#8211; Heimat<br \/>\nHeimat ist eine Sehnsucht, ein Verlangen, vielleicht ein imagin\u00e4rer Brunnen zum Laben und Wassersch\u00f6pfen, zur Abk\u00fchlung zwischen den Zeiten der Nichtbeheimatung.<\/li>\n<li>16.01.2009 &#8211; Weckgl\u00e4ser<br \/>\nWeckgl\u00e4ser, gef\u00fcllte Heimat- Gedanken und Erinnerungsschnipsel.<\/li>\n<li>15.01.2009 &#8211; Selbstvergessenheit<br \/>\nZwischen alten Fr\u00fcchtchen stehen leere und neu gef\u00fcllte Assimilationssch\u00fcbe einer nicht erinnerten, gelebten Selbstvergessenheit, ein Heimatbuch.<\/li>\n<li>14.01.2009 &#8211; Cluster<br \/>\nSchmerz. Ein zum Zerplatzen zerdehnter Sch\u00e4del. Fragmente von flie\u00dfenden Gedanken. Schmerz sein. Seine Heimat im Schmerz finden. Nichts au\u00dferhalb des Kopfes ist real. Alles erscheint irr.<\/li>\n<li>11.01.2009 &#8211; Soll und Sein<br \/>\nWas er nicht fassen konnte, nicht erfassen konnte, h\u00e4tte so nicht sollen sein. In einer L\u00e4hmung des Gedankens an das Sollen wollten wir wichtig erscheinen.<\/li>\n<li>09.01.2009 &#8211; Dir<br \/>\nIch \u00f6ffne mich dir. \u00d6ffne dir mein Leiden an der Welt, einer Weltversessenheit, die dich und mich \u00fcberrollt. Dich sehe ich in jedem Gedanken. Ganz Gedanken- verloren gehe ich in dir zu Grunde. Gehe auf den Grund der Sache, tats\u00e4chlich f\u00fcr das Leben.<\/li>\n<li>06.01.2009 &#8211; Da<br \/>\nZwischen Nachsp\u00fcren von Inhaltsstrukturen, Verantwortung, Gegen\u00fcberstellung.<\/li>\n<li>03.01.2009 &#8211; Knospen<br \/>\nKinder scheinen, erscheinen unverbraucht genug. Diese Zusammenh\u00e4nge zwischen den Dingen, ohne Kategorien sehen. Subjektiv verstehen zu k\u00f6nnen. Die Rezeption erfolgt. Nur und nur durch die angelernte Analysebrille, wir sind zu stur, uns selbst zu begreifen, zwischen den Zeilen entsteht der Raum.<\/li>\n<li>01.01.2009 &#8211; Interim<br \/>\nZwischen Vision und Utopie stehend, scheint es egal, ob es schon gewesen sein k\u00f6nnte, sein k\u00f6nnte. Nicht die Verkrampfung Neues zu schaffen, schafft Neues! Sondern die Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber jedem ist die Hoffnung auf Zukunft.<\/li>\n<li>31.12.2008 &#8211; Doppelsonnen<br \/>\nDoppelsonnen ziehen Spuren in der Netzhaut, lassen Erinnerung an Geb\u00e4ude verblassen.<\/li>\n<li>28.12.2008 &#8211; \u00dcber Gleisen<br \/>\n\u00dcber Gleisen rollen, dem Tag entgegen; B\u00e4ume H\u00e4user Pfosten. Bilder wechseln &#8211; bilden Erinnerung, Blitzlichter wittern. Verhaltenes Geh-l\u00e4chter und Geh-schnattre. Und aus Ohrenst\u00f6pseln tropfend ein Musikbrei.<\/li>\n<li>24.12.2008 &#8211; Pure Verzweiflung<br \/>\nSo siehe, die Hand ruht auf deinem Schein. Deiner Gestalt entzogen. F\u00fchlend die Kraft deiner Gedanken, deines Wesens. In der Lust der Sinne, im Durchwogen zwischen der Macht ein- und ausgerichtet. Gl\u00fchendes Schweigen deiner Blicke<\/li>\n<li>16.12.2008 &#8211; Nur das Bild<br \/>\nRevolution\u00e4r der Mann. Nur das Bild von Menschen und Raum und Zeit; Kosmos Erde Welt. In der N\u00e4he Sonne. Ergebnisse ver\u00e4ndern unser Verh\u00e4ltnis zur Welt, die Welt verstehen<\/li>\n<li>10.12.2008 &#8211; Wir-Falle<br \/>\nIm stetigen Widerstreit unserer eventuellen Seins- Strukturen. In konzentrischen Kreisen dantisch wandelnd scheinen wir im Kollektiv unserer Ich-Krise bewusster zu werden, stellen Kommunikation und deren Strukturen langsam sicher ein. Langsam sicher. Uns unserer Wir- Falle zu erg\u00f6tzen, welcher wir im Schein-Sein erliegen mussten<\/li>\n<li>04.12.2008 &#8211; Fassen<br \/>\nWas er nicht fassen konnte, nicht erfassen konnte. H\u00e4tte so nicht sollen sein. In einer L\u00e4hmung des Gedankens an das Sollen wollten wir wichtig erscheinen.<\/li>\n<li>30.11.2008 -Traum<br \/>\n\u00c4ngstlichnackter Ekel. Lieblichkalter Schlaf.<\/li>\n<li>19.11.2008 &#8211; Politisch XII<br \/>\npolitisch hei\u00dft ja sagen und nein sagen, Stellung zu beziehen, sich auseinanderzusetzen, zu hinterfragen, einen Spiegel vorzusetzen, eben keine offensichtliche und damit oft vermeintliche Politik zu betreiben<\/li>\n<li>18.11.2008 &#8211; Politisch XI<br \/>\npolitisch hei\u00dft nichts zu sagen, zu schweigen oder zu schreien, wegzulaufen und Angst zu haben, sich trauen, in sich zu gehen, Macht auszu\u00fcben oder sie nicht zu dulden, sich zu verwirklichen und in gesellschaftliche Prozesse einzugreifen<\/li>\n<li>17.11.2008 &#8211; Politisch X<br \/>\npolitisch hei\u00dft einen Raum zu f\u00fcllen, eine Nische zu suchen, zu \u00fcberleben in der Unwirtlichkeit der so genannten Menschlichkeit, Selbstvertrauen aufzubauen und Selbstverst\u00e4ndlichkeiten zu brechen oder zumindest ad absurdum zu f\u00fchren<\/li>\n<li>16.11.2008 &#8211; Politisch IX<br \/>\npolitisch hei\u00dft in sich zu gehen, Dopplungen zu vermeiden oder diese gerade durch sich selbst infrage zu stellen, keine Antwort zu bekommen, den Betrachter zum Objekt zu degradieren oder auf ihn einzugehen, etwas zu bewegen, bewirken<\/li>\n<li>15.11.2008 &#8211; Politisch VIII<br \/>\npolitisch hei\u00dft gegen den Stillstand anzugehen, befreien, zu t\u00f6ten oder Leben zu retten, sich mit dem Strom schwimmen zu lassen aber Seitenhiebe und damit Schnellen oder Hindernisse aufzubauen, zu versagen oder sich zu versagen<\/li>\n<li>14.11.2008 &#8211; Politisch VII<br \/>\npolitisch hei\u00dft die Langeweile, ein Gespr\u00e4ch, ob mit oder ohne Worte zu f\u00fchren, die Augen zu \u00f6ffnen, sich und vor allem anderen, wo zwei oder mehr versammelt sind, die Runde bei einem Glas Bier oder Wein<\/li>\n<li><\/li>\n<li>13.11.2008 &#8211; Politisch VI<br \/>\npolitisch hei\u00dft das Verh\u00e4ltnis zu seinen Haustieren oder der Natur an sich, blau, gelb oder rot, ohne diesen Farben politische An- und Absichten zuordnen zu wollen, ein Quadrat nach Unstimmigkeiten und eventuell Rundungen zu untersuchen<\/li>\n<li>12.11.2008 &#8211; Politisch V<br \/>\npolitisch hei\u00dft ein Buch oder auch nur Zeitungsartikel zu lesen, einem nichts sagenden Text zu entdecken und verstehen zu lernen, ein Leben zu f\u00fchren und Harmonie- oder Disharmonie zum Thema zu machen, sich hinter sich zu verstecken<\/li>\n<li>11.11.2008 &#8211; Politisch IV<br \/>\npolitisch hei\u00dft Brei, Kultur, Kunst, Kaugummi, ein Pflaster, das verdreckt vom Finger f\u00e4llt, die Kartoffel auf den M\u00fcllhaufen zu werfen, sich abends die Schuhe f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag zu putzen und die Sp\u00fclmaschine auszur\u00e4umen<\/li>\n<li>10.11.2008 &#8211; politisch III<br \/>\npolitisch hei\u00dft zu heiraten und Kinder zu bekommen, die Rentenbeitr\u00e4ge zu bezahlen, Beamter zu werden und keine Rentenbeitr\u00e4ge zu bezahlen, dem Vorgesetzten seine Meinung nicht zu sagen.<\/li>\n<li>09.11.2008 &#8211; Politisch II<br \/>\npolitisch hei\u00dft gute Kontakte zu den Eltern zu pflegen oder diese zu pflegen, anderen ein Vorbild zu sein und abends keine Joints rauchen, wenn man mit Freunden am Stammtisch sitzt, sondern erst sp\u00e4ter allein im Auto auf dem H\u00fcgel.<\/li>\n<li>08.11.2008 &#8211; Politisch<br \/>\nKunst ist Politik<\/li>\n<li>06.11.2008 &#8211; Gedankenwolkig<br \/>\nUnter schweren Gedankenwolken anger\u00f6tet. Explodierte Geistigkeit in Raumstrategien schl\u00e4gt Eselsbr\u00fccken in gestauchten Tangenten. Verz\u00fcckt erschrecktes Vorr\u00fccken der lauten Zeit. Nur kurz wird angezeigt die ungeahnte Schw\u00e4che.<\/li>\n<li>02.11.2008 &#8211; Schreiben<br \/>\nFreund Adrenalinpegel pendelt hier kurz vor Kollaps. Mundwinkel zucken nerv\u00f6s der Schwerkraft entgegen. Leicht kratzend rei\u00dft der Kugelschreiber seine Male ins Papier.<\/li>\n<li>01.11.2008 &#8211; Ordnung<br \/>\nDie Tische zugem\u00fcllt mit Nahrung, Brot, Getr\u00e4nkerestverpackungen, Maskottchen gleiche Gegenst\u00e4nde verlieren sich im hellen Wust von Schrift.<\/li>\n<li>27.10.2009 &#8211; bei ihm<br \/>\nBis sp\u00e4t in die Nacht bei ihm gewesen und morgens in der Fr\u00fch das Ende.<\/li>\n<li>25.10.2008 &#8211; Tippex<br \/>\nZuzeiten surrt ein angeschlagener Tippexroller eifrigst \u00fcber das Geschrieben.<\/li>\n<li>20.10.2008 &#8211; Pr\u00fcfung<br \/>\nSchneidende Luftreste verbrauchen sich in gr\u00e4ulichem Gedankenmeer. Sorgsam gestylte Eitelkeiten verlieren l\u00e4sslich ihre Form, Stifte verweisen Narben nerv\u00f6ser Gebisst\u00e4tigkeit, innere Gewaltverschr\u00e4nkung bricht sich Bahn. Gesichter spiegeln paradoxe Sichtweisen. Einige Tische ordnen vor den Zeiten. Schreibselvermutung halbgedacht. Au\u00dfenwelts\u00fcchtiges Feindbild. Zeit macht Riesenspr\u00fcnge. Sekunde um Sekunde ausatmen.<\/li>\n<li>15.10.2008 &#8211; Ende abgeben Ende.<br \/>\nEndlich Ende. Endlich endendes Ende. Abgeben, raus.<\/li>\n<li>09.10.2008 &#8211; Lebensstrategien<br \/>\nDenke an und arbeite f\u00fcr deine Karriere. So wirst du belohnt. Arbeitest du zum Wohle der anderen, so wirst du bestraft. Erlange eine h\u00f6here Gehaltsstufe. So wirst du doppelt belohnt. Es gibt nur zwei wichtige Aufgaben. Verwalten und bestrafen. Arbeite mit den richtigen Leuten. So wirst du belohnt. Verweigere jeglichen Kompromiss gegen geringere. So wirst du belohnt. Zeige deinen Chef, dass er die Macht und das Recht hat!<\/li>\n<li>06.10.2008 &#8211; Realit\u00e4ten<br \/>\nDer Zeit im Auge l\u00fcgen wir uns Realit\u00e4ten zusammen, finden nicht da gewesene Zusammenh\u00e4nge verfluchen das Verstreichen der Zeit, ein laues L\u00fcftchen, eine nie erlebte Vergangenheit. Wahn-Witzigkeit<\/li>\n<li>03.10.2008 &#8211; OrKuss<br \/>\nDu OrKuss. Du mein Traum von Leben, in Erfahrung still geb\u00e4ndigt, in Ern\u00fcchterung gefangen. Schein des Gl\u00fccks der Unabh\u00e4ngigkeit des Geistes. Tr\u00e4umer? L\u00fcgner! Idiot!<\/li>\n<li>28.09.2008 &#8211; Ironie<br \/>\nIn edler Romantisiererei dichten wir uns Intellekt an den Leib. In die nicht vorhandene Seele \u00e4chtliche Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung und perfide Selbstabgrenzung, bis zur Abschottung und Aufgabe, bis in den letzten Nebenzweig undurchsichtiger Gr\u00fcbelattacken<\/li>\n<li>22.09.2008 &#8211; Besserwisser<br \/>\nWes wunderlicher Eingebungen eingedenk l\u00e4cheln wir der kommenden Zeit und verstricken diese in ein Geflecht der Aussprechlichkeit. Obsolet in Sprachgebilde verpackte Scheinweisheiten und ma\u00dfen uns an die anderen belehren zu k\u00f6nnen, gar \u00fcber ihnen zu stehen.<\/li>\n<li>16.09.2008 &#8211; ungezeigt<br \/>\nIn ein Qu\u00e4lchen. Hoffnung. Untergehen.<\/li>\n<li>12.09.2008 &#8211; Jeder<br \/>\nJeder geht und sieht. Jeder lacht und trinkt. Und hier im Herz zeigt sich mir eine unbeschreibliche Leere.<\/li>\n<li>10.09.2008 &#8211; Utopienverschleifung<br \/>\nWenige Jahrzehnte bleiben und rauschen gequ\u00e4lt vorbei. So wird die Zeitlichkeit begrenzte Tyrannei. Wenn so in eigener Weltanschaulichkeit verstrickte Thesen an den beil\u00e4ufigen Realit\u00e4ten vorbeilaufen.<\/li>\n<li>31.08.2008 &#8211; Ohne<br \/>\nJeglicher Chance beraubt, in Einsichten eingedenk zu scheinen. In diesem faustischen Prinzip einer Weltwertlosigkeit. Verstrickt zwischen Schein und Machen<\/li>\n<li>30.08.2008 &#8211; Schattenseiten<br \/>\nWenn eben diese Welt in Scherben liegt, in sich zusammenf\u00e4llt, ohne den Geliebten und ausgelutschten Phoenix.<\/li>\n<li>27.08.2008 &#8211; Kontinuum<br \/>\nWenn kein gesunder Mensch den Geist bev\u00f6lkert sich in Horrorszenarien geistiger Umw\u00f6lkung badet. Mit Verh\u00e4ngnis im Gewirr einer endlichen Zeitmaschine.<\/li>\n<li>23.08.2008 &#8211; Harmlos<br \/>\nIn zehn oder f\u00fcnfzehn Jahren. Zwischen Wissen und K\u00f6nnen, was das gleiche meint. In Gewissen und Gerechtigkeit. Als Urheber dieser Phantasien in den Freuden der anderen Welt verfangen. Harmlos grinsend<\/li>\n<li>18.08.2008 &#8211; Am Rande stehen (eine Dokumentation)<br \/>\nAm Rande stehen, an einer halbkreisf\u00f6rmigen Ausbuchtung den Blick tief in den Schlund gesenkt. Suchend. Ein Mittelpunkt droht. Im Innern. Am Rand einer Ausbuchtung. Die Arme hinter dem R\u00fccken verschr\u00e4nkt. Fluchend. Ein Mittelpunkt droht. Im Innern. Andere stehen am Rand. Der Gedanke sich verf\u00e4ngt. Leise. Schuss ins Genick. In den Mittelpunkt zusammenfallen.<\/li>\n<li>15.08.2008 &#8211; Augenblicke<br \/>\nGel\u00f6ste Augenblicke in einem Fluten der kernigfrischen Luft. Dem leichten Wehen des Windes entgegen. Weisen Richtung Himmel unentschiedenes Blaugrau. In diesen Momenten gr\u00fcnen die geliebten B\u00e4ume vor mir.<\/li>\n<li>12.08.2008 &#8211; Wetter<br \/>\nDie Sonne wirft harte Schatten \u00fcber altstadtrosafarbene Garagentore, an frischgestrichene Hausw\u00e4nde, unter die schlimmgestreiften Markisen. Die W\u00e4schespinne verwaist drohenden Wetters.<\/li>\n<li>11.08.2008 &#8211; Garten<br \/>\nKopf\u00fcber zwei Blaumeisen. Eine Bachstelze wippelt laufend. Einer schwarzwei\u00dfen Elster Gaukelflug. Die Trauerschn\u00e4pperin wechselt sich mit ihm ab.<\/li>\n<li>04.08.2008 &#8211; Sonnenlicht<br \/>\nWei\u00dfe Ampeln tragen zarte Knospen, k\u00fcnden vom Morgen<\/li>\n<li>03.08.2008 &#8211; Relevanz<br \/>\nWenn eine Mehrheit von Gesellschaften in ihrer gegenseitigen Existenzverweigerung auch die Kunst als abseitig und nicht f\u00fcr das allgemeine Leben relevant ergreift, so werden sich diese Gesellschaften in gegenseitiger Aufl\u00f6sung schon befinden.<\/li>\n<li>28.07.2008 &#8211; Hinterher<br \/>\nErst sp\u00e4tere begreifen den wesentlichen Ausdruck.<\/li>\n<li>20.07.2008 &#8211; Bunt ausgebreitet II<br \/>\nEine Wohnlandschaft. Mit strahlenden Lampen und Kerzen. Mit passenden M\u00f6beln und Teppichen. Mit dezenten Bildern und Dekorationen. Mit herrlichen Ideen und deren Realisation. Mit echtem Holzparkett und erlesenen B\u00fcchern<\/li>\n<li>18.07.2008 &#8211; Bunt ausgebreitet II<br \/>\nDie Welt der Mode. Mit knalligen Socken und sexy Slips. Mit weiten Hosen und engen Kleidern. Mit bunten Tops und einfarbigen Pullovern. Mit flauschigen Schals und lustigsten M\u00fctzen. Mit hochhackigen Schuhen und l\u00e4ssigen Sandaletten<\/li>\n<li>15.07.2008 &#8211; Zurschaustellung<br \/>\nLag unten im Panoramafenster<\/li>\n<li>12.07.2008 &#8211; Bunt ausgebreitet<br \/>\nEine Schatztruhe, mit gelben und roten Steinen, mit klarem Silber und warmem Gold, mit gr\u00fcnem Turmalin und blauem Saphir. Mit schimmernden Perlen und edlem Bernstein, mit aufwendigen Gemmen und glei\u00dfenden Brillianten.<\/li>\n<li>10.07.2008 &#8211; Nebenan<br \/>\nVerkr\u00fcmmt und ergraut, ein schmales Fenster, gefallen.<\/li>\n<li>05.07.2008 &#8211; Not<br \/>\nIn zeitlichem Zwang zu knapp zu sein.<\/li>\n<li>01.07.2008 -Letzte Zuflucht<br \/>\nWieder in \u00fcblen Gedanken verstrickt und der Inspiration eben nicht jenen freien Lauf lassen zu k\u00f6nnen, nur \u00fcber die begrenzten Kapazit\u00e4ten verf\u00fcgen zu k\u00f6nnen, welcher man sich t\u00e4glich in immer schwindendem Ma\u00dfe bedient zeigt sich hier ein neues Verst\u00e4ndnis stets abgewandelter Formfunktion in diesem Raum und Zeitverh\u00e4ltnis, eine Dekonstruktion der Realit\u00e4tswahrnehmungen, ein funktionierendes Ma\u00df an Zur\u00fcckhaltungsstrategien dieser Welt, den Blick in den vor sich \u00f6ffnenden Raum gelenkt zu haben erscheint angesichts der steigenden Perspektivlosigkeit in fehlenden Raumzeitzusammenh\u00e4ngen immer unwahrscheinlicher, scheint von sowohl den \u00e4u\u00dferen Faktoren als auch der inneren Einstellung, des Einlassen eher begrenzt als sich weiten zu k\u00f6nnen, er entwickelt keine M\u00f6glichkeiten mehr, sondern verliert die Begierde Wissen zu erlangen, nach neuen Blickwinkeln zu suchen, er hat keinen Grund den Blick zu halten, wenn aber der Blick keinen Blick zu halten , keinem Blick standzuhalten hat, verliert er seine eigene W\u00fcrde.<\/li>\n<li>25.06.2008 &#8211; Fernsehen<br \/>\nSich der freiwilligen Verbl\u00f6dung aussetzen<br \/>\nSich freiwillig zu verbl\u00f6den<br \/>\nUnter der Voraussetzung freiwilliger Verbl\u00f6dung<br \/>\nFreiwillig verbl\u00f6den<br \/>\nFreiwilliges Verbl\u00f6den<br \/>\nSich freiwillig verbl\u00f6den<br \/>\nUnter freiwilliger Verbl\u00f6dung<br \/>\nIn freiwilliger Verbl\u00f6dung<br \/>\nIn Freiwilligkeit verbl\u00f6den<br \/>\nUnter Freiwilligkeit verbl\u00f6den<br \/>\n\u00dcber die Freiwilligkeit verbl\u00f6den<br \/>\n\u00dcber die Freiwilligkeit zu verbl\u00f6den<br \/>\nWegen Freiwilligkeit verbl\u00f6den<br \/>\nIn R\u00fccksichtnahme freiwillig verbl\u00f6den<br \/>\n\u00dcber den Gebrauch freiwilliger Verbl\u00f6dung<br \/>\nDer Glaube an freiwillige Verbl\u00f6dung<br \/>\nDer Gebrauch freiwilliger Verbl\u00f6dung<br \/>\nDer Gebrauch der Freiwilligkeit von Verbl\u00f6dung<br \/>\nFreiwillige Verbl\u00f6dung als Strategie freiwilliger Verbl\u00f6dung<br \/>\nFreiwilligkeit als Strategie der Verbl\u00f6dung<br \/>\n\u00dcber den Nutzen freiwilliger Verbl\u00f6dung<\/li>\n<li>18.06.2008 &#8211; Gru\u00df<br \/>\nAn alle halbverschlafenen Tagtraumdiebe, deren somnambuler, ganz unbewusst gezeigter, Feindschaft, Intimleidenschaftler ich mich gewiss f\u00fchle. Als Kabarettist in eigener Sachen. Als Tuberkel des Systems \u00f6ffentlich zu entbl\u00f6\u00dfen, bekranken als ein Ziel. Im Beweis unendlicher Liebe an den Menschen jenseits der Masse.<\/li>\n<li>12.06.2008 &#8211; Monster<br \/>\nArgumentationsrahmen, Pr\u00e4sentationsstrategien, Konkurrenzveranstaltungen &#8211; Wortgef\u00fcge werden aufgeblasen zu nichts sagenden Monstern einer Kulturindustrie.<\/li>\n<li>07.06.2008 &#8211; Illusionen<br \/>\nDie entpuppte Strategie einer Standortbestimmung. Ein gescheitertes Projekt der Desillusionierung.<\/li>\n<li>03.06.2008 &#8211; Bodenhaftung<br \/>\nDas g\u00f6ttliche Gl\u00fcck dauerhafter Orientierung. Mit dauernder Pr\u00e4gung im Boden befestigt.<\/li>\n<li>31.05.2008 &#8211; Selbstanschauung<br \/>\nIn einmaliger \u00dcbersicht untereinander geordnet ziehen die Ichtruppen wohlgeordnet auf. Demonstrationsobjekte meiner Selbstanschauung.<\/li>\n<li>25.05.2008 &#8211; Blau\u00e4ugigkeit<br \/>\nIn der Grundtendenz des Vorgangs angeschwollen blau\u00e4ugig vorbeibeschaut. Be-Herrsche ich den Augenblick, ein Un\u00fcberblickbarkeitssystem<\/li>\n<li>22.05.2008 &#8211; Innig<br \/>\nIn gelehriger Ereignisfolge etabliert sich eine Revolte innerer Quellen Nutzen<\/li>\n<li>21.05.2008 &#8211; Utopieverlust<br \/>\nIm Verlust der Utopien, jeglichem Verstand. Dem Untergang geweiht, schien eine \u00c4ra zu vergl\u00fchen. An ihren Rand in sich entzweit.<\/li>\n<li>18.05.2008 &#8211; Utopie<br \/>\nWelches zweifelhafte Urteil unserer Zukunftsideologie w\u00fcrde uns unterkriegen?<\/li>\n<li>15.05.2008 &#8211; Hausbau<br \/>\nEine Selbstverst\u00e4ndigung, das Heranziehen der Raumfrage f\u00fcr die Behausung einer fragw\u00fcrdigen Idee.<\/li>\n<li>12.05.2008 &#8211; Stadterkundung<br \/>\nDer Aufschlag auf den architektonischen Boden der Realit\u00e4tserkundung. Nur ein \u00f6ffentlicher Anschein von Selbstverst\u00e4ndigung.<\/li>\n<li>10.05.2008 &#8211; Held<br \/>\nOb zwar Impulsgeber eines Geh-Dankens dieser Epoche verlor er seine Selbstsinnt\u00e4uschung<\/li>\n<li>06.05.2008 &#8211; Fr\u00fchling dann<br \/>\nLamettagleiche Birken\u00e4ste. Das Gelbgr\u00fcn an starrem Eichengerippe. Fichten werfen die braunen Triebh\u00fcllen ab. Weichwei\u00dfe Bl\u00fcten des wolligen Schneeballs. Die Kirschen harren dem Ansetzen der Frucht, sogar der Ilex zeigt frisches Gr\u00fcn mit roten Spitzen.<\/li>\n<li>05.05.2008 &#8211; Ichsein<br \/>\nFormeigentum in meiner eigent\u00fcmlichen Form eine Standortbestimmung im Ich-Sein, Ich \u2013 Sein.<\/li>\n<li>30.04.2008 &#8211; Mythos<br \/>\nBefreit von aller kultureller Belastung \u2013 Illusion zu fortschreitender Bildung individualer Kunst.<\/li>\n<li>28.04.2008 &#8211; Verfall<br \/>\nSo entpuppe ich uns im immer identischen Akt k\u00f6rperlichen Verfalls als apodiktische Weltersch\u00f6pfung.<\/li>\n<li>26.04.2008 &#8211; Rethorik<br \/>\nDiese drohende Sprachgeb\u00e4rde im Kreis der Verb\u00fcndeten hat nichts \u00dcberraschendes. Kann nicht ersch\u00fcttern, wird vielen das Leben kosten.<\/li>\n<li>22.04.2008 &#8211; Zwischenschuldkomplex<br \/>\nVor aufgebracht schweigender Menschenmenge. In scheinheilig weichem Gewand. Ein Narr zeigt unsicher Z\u00e4hne.<\/li>\n<li>20.04.2008 &#8211; Heimatgef\u00fchl<br \/>\nDas Kritzeln der Stifte auf Papier.<\/li>\n<li>19.04.2008 &#8211; Bushaltestelle<br \/>\nJemand schn\u00e4uzt sich, unsicherer Blickkontakte Wahn.<\/li>\n<li>17.04.2008 &#8211; Schummelei<br \/>\nEin Kinn wird abgest\u00fctzt. Ein Bleistift bohrt das linke Nasenloch. Eine Brille wird gerichtet. Ein Drittel mit \u00fcbereinander geschlagenen Beinen. Ein Zettel wechselt den Besitzer. Eine Aufsichtsperson schaut wohl wissend weg.<\/li>\n<li>15.04.2008 &#8211; Sch\u00fcler<br \/>\nSo viele Haare befinden sich heute noch auf ihren K\u00f6pfen. Es werden noch viele von ihnen da niedersinken. Noch prahlen sie mit der Jugend unschuldiger Sch\u00f6nheit, setzen den Rest der Welt in panischen Neid. Die Z\u00e4hne, die Augen, die wohlgeformten Fingern\u00e4gel blinken. Sie tragen noch ihre Frisuren in Z\u00f6pfen. Sie bereiten sich langwierig auf den Ernst des Lebens vor. Schreiben Klausuren, Tests, Hausaufgaben und halten Referate. Gehen abends raus, ewig Gleiches zu erleben, in Discos und Pubs. Betrinken sich von Zeit zu Zeit. Sie haben noch kleine N\u00f6te, \u00c4ngste, Bedr\u00e4ngnisse, leben den ganz \u00fcblichen Wahn, schweben doch auch sicher in sicheren Welten, werden von Eltern nett gesch\u00fctzt. Einige verstehen dies nicht und verschwinden aus diesem Kreis auch dieser Welt. Sie gehen vielleicht nachher befreit vom gesellschaftlichen Druck.<\/li>\n<li>10.04.2008 &#8211; Zwanzig Jahre nach dem Abitur<br \/>\nWer mochte nicht so wie sie sein, noch einmal jung. Mit jedem Jahr ihnen um ein Jahr entr\u00fcckt zu sein. Mit jedem Jahr dem Grabe n\u00e4her. So vergeht ein Tag um Jahr. Es zeigt sich, dass die ehemaligen Jugendlichen pl\u00f6tzlich erwachsen vor dir stehen. Die Schonfrist war abgelaufen, die Sch\u00f6nheit dahin. Das Leben kam pl\u00f6tzlich einfach in der gemeinen Realit\u00e4t an und lie\u00df sich erdr\u00fccken. Das Modedetail wurde pl\u00f6tzlich zur eigenen Identifikationsbr\u00fccke. Der Fernseher, das Auto, das Haus, das Pferd, die Segelyacht, die geliftete Ehefrau, der Jagdschein, eine unglaublich teure Stereoanlage, ein wahnwitziger Breitwandfernseher, Kinder auf dem Eliteinternat in good old England. Die Gro\u00dfen, breiten Spr\u00fcche, Tiraden peinlicher Aufschneiderei, ich kann mir auch ein Originalgem\u00e4lde leisten. Mein Swimmingpool hat einen versenkbaren Boden.<\/li>\n<li>08.04.2008 &#8211; Entschuldige, ich kam vom Thema ab<\/li>\n<li>06.04.2008 &#8211; Augenwinkelbild<br \/>\nIn diesen Momenten des Fraglichkeitsverlustes rufen sich st\u00e4ndig wiederbelebende Wirklichkeitsfanatiker und Kokettierende Anachronismusforscher in wechselnd wuchernden Stilsuppenkonfigurationen zu neuen Machtnichtsspielen wach.<\/li>\n<li>04.04.2008 &#8211; Politiker<br \/>\nZwischenzeitkom\u00f6dianten in n\u00e4chtlichem Get\u00f6se enth\u00fcllen Sich und anderer Innerstes.<\/li>\n<li>01.04.2008 &#8211; Fraglichkeiten<br \/>\nKeine Frage der Selbstbeleuchtung eher Verleugnung, Anstandsverlagerung.<\/li>\n<li>31.03.2008 &#8211; Zweckentscheidungen30.03.2008 &#8211; N\u00f6te<br \/>\nVor so genannt his-t\u00f6richten Entscheidungen schlagen sich schicksalhaft Konkurrenten durch die N\u00f6te der Zeit.<\/li>\n<li>28.03.2008 &#8211; Namenlose<br \/>\nIm Beginn einer unruhigen Zeit-Schlachtorgie. Verformte Vorstellungen. Relevanter Einfluss &#8211; Name<\/li>\n<li>27.03.2008 &#8211; Autorit\u00e4t<br \/>\nWer den autorit\u00e4tsprinzipiell gespielten Fehler angelastet antastet und diesen in Kultur verarbeitet.<\/li>\n<li>26.03.2008 &#8211; Zukunftstr\u00e4chtige Zukunftsberufe<br \/>\nWissensl\u00fcckenmanager, Zwischenstandsverwalter, Identit\u00e4tsdesigner, Mangelwirtschaftsoptimierer, Meinungsprogrammierer, Missmanagementserdulder, Umweltschadensregulator, Steuerhinterzugsqualifizierer, Familiendeplanungsrechner. Weitere Vorschl\u00e4ge werden gerne angenommen<\/li>\n<li>23.03.2008 &#8211; Denkreisender<br \/>\nKaum L\u00fccken. Fremd und meistgefragt. Zwischen Orient und Okzident. Der Weltenwanderer, ihn kennt keiner hier. Geflohen aus geistiger Enge. Erstickung bedrohte ihn. Der Nichtraum war ihm zuwider.<\/li>\n<li>20.03.2008 &#8211; Pop<br \/>\nPopul\u00e4re B\u00fccher<br \/>\nPopulistische Schriften<br \/>\nVulg\u00e4rpopulismus<\/li>\n<li>18.03.2008 &#8211; Dann<br \/>\nIn dieser Tage innerer Distanz zu mir. Drohe ich zu scheitern. Versagen jeden Tag. Wir fehlen. Du fehlst!<\/li>\n<li>15.03.2008 &#8211; Zwischen uns<br \/>\nWo ist das Wir?<\/li>\n<li>12.03.2008 &#8211; Verzagen<br \/>\nMein Verzagen vor dem Fernseher, Selbstverurteilung zur Unteilnahme, Selbstbeschneidung der Seele<\/li>\n<li>10.03.2008 &#8211; Fr\u00fchlingsgef\u00fchl<br \/>\nDein R\u00fcckzug in Kopf \u2013 Schmerz &#8211; Unsere langsame Wiraufgabe, agonistische Depression<\/li>\n<li>09.03.2008 &#8211; Fehlen<br \/>\nWir fehlen<\/li>\n<li>07.03.2008 -Nachtrag zum Fernsehen<br \/>\nLeben. Ist nicht mehr<\/li>\n<li>05.03.2008 &#8211; Fernsehs\u00fcchtig<br \/>\nIm Switchen durch Kan\u00e4le. Unmengen von Morden gesehen, Gedankenverst\u00fcmmelungen, Geh\u00f6r, Unmengen an Br\u00fcsten gesehen, gesehen, Floskeln geh\u00f6rt. Zwischen Sofakissen in Psychokrimi und Comedy, sitzen und sehen. Glotzen besser sinnentleert in den Sessel gedr\u00fcckt.<\/li>\n<li>03.03.2008 &#8211; Wann<br \/>\nPulsierendes Pochen. Z\u00fcngelnd gelbe Glut, rei\u00dft welke Haut, m\u00fcdes Fleisch, alte Knochen. Zwischen den Schl\u00e4fen schie\u00dft lebendig letztes Blut.<\/li>\n<li>02.03.2008 &#8211; Wissenschaft<br \/>\nWissen schafft spr\u00f6des Material, Absolvieren von Beilagen, Servieren von Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Blickwinkel, hochspezialisiert, Adressatenkreise, Erm\u00f6glichen von Kommunikation, Bezug\u00e4nglichen von Komplexit\u00e4t, Zielgruppendynamik.<\/li>\n<li>29.02.2008 &#8211; Diagnostik<br \/>\nSich \u00fcber Methoden austauschen, \u00fcber gesellschaftsbedeutsame Probleml\u00f6sungsans\u00e4tze sich selbstreflexiv bezwungen zu w\u00fcnschen haben. Nicht selbstverst\u00e4ndig sehen \u2013 es wecken.<\/li>\n<li>27.02.2008 &#8211; Viel<br \/>\nMonografierend breitbeinig stehen, erfahren, was entbehrlich ist, ein Elfenbein. Wie viel.<\/li>\n<li>25.02.2008 &#8211; Haltlos<br \/>\nEiner besonderen Stille Mond erschien mir heute Nacht<br \/>\nEr hat mich nicht belohnt f\u00fcr die lange Wacht<\/li>\n<li>23.02.2008 &#8211; Zwischenwahn<br \/>\nAusgehen von der Spiritualit\u00e4t des Augenblicks, vom Eintauchen in sinnlose Zeitschleifen, Kon-Zentration ohne Anspannung<\/li>\n<li>22.02.2008 &#8211; Spannungsfeld Beobachtung<br \/>\nGravuren und Verletzungen der Oberfl\u00e4che werden Spuren und Markierungen des Erlebten<\/li>\n<li>21.02.2008 &#8211; Tr\u00e4nensturz kurz Eine kleine Tr\u00e4ne lief<br \/>\nSchnell \u00fcber meine Wange<br \/>\nHielt sich am Kinn noch schief<br \/>\nAber dort nicht lange, die kleine Tr\u00e4ne fiel<br \/>\nKurz trudelnd durch die Luft<br \/>\nAuf den Brief an dich, der kleinen Tr\u00e4ne Ziel<br \/>\nEin Hauch von Trauerduft<br \/>\nGanz sch\u00f6n tief f\u00fcr mich. Im Brief ist sie verborgen<br \/>\nVerschob ihn heut auf morgen<\/li>\n<li>18.02.2008 &#8211; Augenblicke<br \/>\nNarben gelebter Zeitl\u00e4ufigkeit<\/li>\n<li>17.02.2008 &#8211; Zeitdingkontinuum<br \/>\nBeziehungen zwischen Dingen und Augenblicken<\/li>\n<li>16.02.2008 &#8211; Anspruchsdenken<br \/>\nAusformung und Formulierung von Sein<\/li>\n<li>15.08.2008 &#8211; Leben<br \/>\nOhne Wahrheitsanspruch verstandenes Leben<\/li>\n<li>14.02.2008 &#8211; Existenz<br \/>\nMit der Nichtausschlie\u00dflichkeit existieren<\/li>\n<li>12.02.2008 &#8211; Sammeln<br \/>\nWeltgeschehen in sich sammeln<\/li>\n<li>11.02.2008 &#8211; und weiter<br \/>\nSchlimm! Nicht gedacht, rechter Weg, kein Mensch.<\/li>\n<li>10.02.2008 &#8211; Erkenntnis<br \/>\nDie Landstra\u00dfe der Welt, mir schwindelte.<\/li>\n<li>08.02.2008 &#8211; Diebstahl<br \/>\nDiebstahl &#8211; Dieb stahl &#8211; Dieb Stahl<\/li>\n<li>07.02.2008 &#8211; dank<br \/>\nDanke Joseph<\/li>\n<li>06.02.2008 &#8211; Lithosteine<br \/>\nMein ganz pers\u00f6nlicher Heftzweckenalptraum, Heftzweckenalptraum abgenutzter Lithosteine, die eigentlich keiner mehr haben wollte, halb verfettet und verleimt, halb zerschlagen, schauderhaft. Frag nicht, warum ich das Ja- Wort darauf gab, aber jetzt kann ich\u2019s. 60 gut gemeinte Ratschl\u00e4ge von Leuten, die \u00fcberhaupt keine Ahnung hatten, leider.<\/li>\n<li>04.02.2008 &#8211; Schreibtisch<br \/>\nEinige Klammern und Nadeln, einige Hefte und B\u00fccher, einige Zettel und Stifte, ein Radiergummi, eine Postkarte, eine Unterlage, ein Bildschirm, eine Unterlage, ein Ladeger\u00e4t, ein Bindfaden, eine Tastatur, ein Tacker, ein D\u00fcbel, eine Dose. Wer in aller Welt hat das alles auf meinem Schreibtisch positioniert?<\/li>\n<li>31.01.2008 &#8211; Wissen<br \/>\nWas die Zeit so in sich tr\u00e4gt. Kinder wissen mehr, sagte er, als die Verwandten, und \u00fcberhaupt in einer offensichtlich doch so einvernehmlichen Friedenszeit haben wir nichts B\u00f6ses denkend, aber nat\u00fcrlich wie immer mal wieder prophetisch, unschuldiges Blut, wenn schon nicht biblisch korrekt in der Tat, so doch zumindest in Gedanken, frech vergossen. Wenn schon nicht wirklich und bewusst haben wir daf\u00fcr, Not macht erfinderisch, das sch\u00f6ne, nicht aber minder b\u00f6se Wort von der Einzeltat erfunden, Vereinzelung des Tausendfachen, ganz nett nachbarschaftlich unter den Tisch gekehrt, bezogen auf den Einzelnen macht schlie\u00dflich jeder eine Tat zur Einzeltat, kein T\u00e4terprofil, daf\u00fcr um so mehr Profilierung, Feststellung und -Legung der Obrigkeitsanspr\u00fcche, l\u00e4ssliche S\u00fcnde, daher verzeihlich, vergesst es. Eine bekannte Kunst, die Diplomatie, gewohnte Eigenart, gut ist sich dahinter zu verstecken und verschanzen, schlimmer aber und das w\u00fchlt tief, sind die eigenen Gedanken, die pl\u00f6tzlich ohne Gewissensbisse da stehen. Der Aufbegehrer findet sich, ohne es die letzten Jahre es bemerkt zu haben oder wollen, vielleicht sogar zu d\u00fcrfen, pl\u00f6tzlich in der Mitte wieder oder \u00fcberschreitet sie sogar, nicht etwa weil da was nachwuchs, dass da aber was wegbrach ist aber logisch. Da beklagt der Alte aus dieser vielbeschworenen guten Zeit des Aufbegehrens gegen Oben und was auch immer, den Verlust der Werte und der Br\u00fcderlichkeit, das Wissen um&#8230;, und fordert eine Versch\u00e4rfung des Fremdenrechts; die w\u00fcrden ja in dies sch\u00f6ne Land einfallen, dies sch\u00f6ne Land in herbstbr\u00e4unlichem Get\u00f6ne, neudeutsches Get\u00f6se. Eine Zerst\u00f6rung der alten Sitten und wieder dieser Muff, den Ihr beklagtet, haha, sorry, aber wo ist denn der nonkonforme Konservative, Schei\u00dflage. Eine Berufung, der niemand mehr glauben mag, vielweniger folgen. Der Herr da oben wird\u2019s schon richten und zu seinen Ehren ein Altar&#8230; Ja, gute Spr\u00fcche sind rar in diesem Wust an Sensationen, wer mag dies zusammenfassend, auf Papier, kommentieren, Laptop heraus, eingetippt und schnell wieder vergessen. Je gr\u00f6\u00dfer die M\u00f6glichkeit der Information, desto weniger Texte werden gelesen, kleine Seelentempel, die Massen. Die Programme, ver\u00f6dete Stadtgebiete, ermangelnd jeglicher Erbauung.<\/li>\n<li>26.01.2008 &#8211; Feuer<br \/>\nWo die Farbe noch nicht trocken ist, wird halt geschrieben, keiner wird sich interessieren, aber ganz lustige Spinnereien. Wahnsinn, nein, ein Spiel mit dem Bekannten, und Geschlossenheit, Fl\u00fcgelk\u00e4mpfe, Profilierung. Appellieren sie nicht so herzhaft bl\u00f6d in den Kreis, wir wollen nicht mehr handeln, malen konnten wir eh nie, Handwerk. Eine gewisse Gew\u00f6hnung ist schon jetzt festzustellen, das hei\u00dft aber nicht, das alles schon akzeptiert sei, je sein w\u00fcrde, sicherlich. Erh\u00f6ht sich der Anstieg schon nicht weiter, so haben wir schlie\u00dflich doch etwas zu lachen. Wo ist der Klebestreifen? Wir k\u00f6nnen schlie\u00dflich nicht alle Forderungen erf\u00fcllen. Kann aber durchaus sein, dass da noch eine Seite zwischen geh\u00f6rt, ich hatte die Zahlenangaben nicht so genau nachgehalten. Ein B\u00f6ller schreckt heute mehr auf, als ein verhungerndes Kind oder ein h\u00e4ngen gebliebenes Bild. Feuer in die H\u00e4user wurde letztens noch 1909 gefordert, armer Marinetti. Die Welt k\u00f6nnen wir vielleicht nicht sofort beenden, aber darauf aufmerksam machen. Langsam darauf hinarbeiten und die Schaben werden es l\u00e4nger machen.<\/li>\n<li>25.01.2008 &#8211; Kratzer<br \/>\nEinsames Weltzentrum, keiner will mehr was von Dir, wo es doch auch die Peripherie gibt, nicht. Die Farbe wird auch nicht schneller trocken und wie bisher heilt die Zeit die Wunden nicht, sei es denn die oberfl\u00e4chlichen Kratzer, was da vernarbt, mein Fleisch mit d\u00fcnner Haut. Die R\u00fcckkehr vor die Zeit, den Zeitpunkt, als der Mittelpunkt noch im Zentrum lag<\/li>\n<li>22.01.2008 &#8211; Warum man gehen muss<br \/>\nAm\u00fcsant, f\u00fcrwahr, fand ich das alles nicht, meine Bekannten, Freunde und Verwandten, jene mich zu Boden Dr\u00fccker, diese Blumfeldlast auf den Schultern und nicht wieder von den Geleisen aufstehen wollen. Diese Expansion nie gelebter aber umso mehr erdachter Situationen zwischen den Schl\u00e4fen in die n\u00e4chste M\u00f6glichkeit den Wasserhaushalt zu regulieren. Sind es f\u00fcnf, die \u00fcbrig geblieben sind, fortan sang und trank ich dort in der kleinen Stadt, keine Gedanken mit der Welt verplempernd. Die Rollen schienen mir vertauscht, schlechte Tauschware f\u00fcr schlichte Menschheit. Das ist keine Botschaft und die ganze Umgebung wird ein ach wie abendl\u00e4ndisches Fest. Moderne Hofschranzen und altmodische Kost\u00fcmierungen in den Pal\u00e4sten scheinen da nicht weiter abzuschrecken. Diese weniger leidenschaftlichen, daf\u00fcr umso r\u00fccksichtsloseren Gestalten gleichen sich in Einem. Das Geld z\u00e4hlt, die Macht an erster Stelle. Alles Weitere ist wohl reine Besch\u00e4ftigungstherapie, wie Kunst und die anderen kulturellen Aktivit\u00e4ten. Nicht Mittel zum Leben, aber am Leben zu halten, des guten Rufes wegen.<\/li>\n<li>18.01.2008 &#8211; Reparationen<br \/>\nGanz am Ende meiner \u00dcberlegungen \u00e4u\u00dferte ich die Verletzung unser aller Seelenzust\u00e4nde, so wir denn Seelen haben sollten oder gar nicht wie auch immer haben w\u00fcrden oder wollten, nicht das Abstreiten sei das seltsamste daran, sondern eher das Nichtzugebenwollen. Was sei dies f\u00fcr eine Art der Entfaltung oder dieser M\u00f6glichkeit, was ist gegen Ende zu sagen, gesehen worden zu sein. Das universale Sehen ist doch nichts weiter als eine seltsame Dichtung im Dunstkreis unserer und anderer Gedankengeb\u00e4ude, f\u00fcrwahr eine seltsame Geschichte, welche weder wir noch die da verstehen wollten oder sollten. Das sind jene Reparationen, nicht Reparatursch\u00e4den, welche zu zahlen seien.<\/li>\n<li>15.01.2008 &#8211; Radiorealit\u00e4t<\/li>\n<li>Erst schlagen sie mir einen triviallangweiligen Kuschelrock um die m\u00fcden Ohren, um kurz darauf einen Beitrag \u00fcber Kindesentf\u00fchrung und -vergewaltigung zu senden.<\/li>\n<li>12.01.2008 &#8211; Rechnerl\u00fcge<br \/>\nDie Tastatur ist ziemlich verstaubt. Jeder Druck ist mit einer verschmutzten Fingerkuppe verbunden. \u201eWir sitzen jeden Tag mehrere Stunden am Computer.&#8220;<\/li>\n<li>11.01.2008 &#8211; Gast<br \/>\nDer Apfel schmeckt nicht gut. Eher angegammelt und schimmelig als frisch, sehe aber keine Schadstellen, also tapfer weiteressen. Das musste sein, geh\u00f6rt im angemessenen Rahmen dazu. Meine Gastgeber sind sehr bem\u00fcht und freundlich<\/li>\n<li>09.01.2008 &#8211; Sonne<br \/>\nDrau\u00dfen weht ein Tuch hin und her. Bunte Blumendrucke werden blass und schmutzig. Die Sonne macht heute keine Freude.<\/li>\n<li>08.01.2008 &#8211; Sterben<br \/>\nAndere mussten sterben.<\/li>\n<li>04.01.2008 &#8211; Gifte<br \/>\nGifte waren schon immer interessant, sei es nur, um sich zu bet\u00e4uben.<\/li>\n<li>03.01.2008 &#8211; Esotherik<br \/>\nMan braucht Wasser und Sonnenlicht. Nur die Bl\u00fcten sind teuer. Soviel zum Thema Esoterik.<\/li>\n<li>01.01.2008 &#8211; Ball<br \/>\nEin Ball tanzt in der Welle des Wasserfalls<\/li>\n<li>31.12.2007 &#8211; Spielen<br \/>\nmachen, spielen, kreativ erschaffen, sich verabschieden, abschieben und beenden, l\u00e4cherlich<\/li>\n<li>29.12.2007 &#8211; Materialsuche<br \/>\nMaterialausschnitt, realausschnittiger Repr\u00e4sentant der Umweltumw\u00e4lztechnologien, ein Materialschlachtm\u00e4rchen immer wenn in der Firma Zeit sein k\u00f6nnte. Der gl\u00fccklichste B\u00fcrgermeister der Welt traf den ersten B\u00fcrger der Kellerstadt und \u00f6ffnete eine wahre Schatzkammer. Wo oder wie beentsteht die Vorbereitung oder Einbereitung und Einlieferung und Abrundung und repr\u00e4sentativ. Innerhalb eines Jahres ist das Wunder gelungen, wenn auch nicht unbedingt praktikabel.<\/li>\n<li>26.12.2007 &#8211; Brief<br \/>\nSo und st\u00e4rker f\u00e4rbt der Rand des kleineren Bildes. Man kann es nicht fassen, ohne Blau zu werden. Beim n\u00e4chsten Treff werde ich es mitbringen. Wissen sie noch den kompletten Text, der teilweise unter der r\u00f6tlichen Farbe verschwindet und Anla\u00df?<\/li>\n<li>24.12.2007 &#8211; Liebhaber<br \/>\n18 Liebhaber, neun Tafeln reihen sich, je zwei Figuren, eine eher h\u00e4ngend bl\u00e4ulich, eine eher stehend rotw\u00e4rmlich, Hintergr\u00fcnde, acht mal gelb, einfachorange, auf den ersten Blick, dann sieht es und dahinterliegende Farbschichten, Farbdichtungen<\/li>\n<li>20.12.2007 &#8211; immer richtig<br \/>\nder ist f\u00fcr sich Teil, der Der &#8211; er sieht, vergleicht, ist im anderen &#8211; ist der anderseinzigartig zu vielleicht zu wesensgleich oder fremd &#8211; nimmt wahr und f\u00fcrwahr &#8211; der legt aus und liegt an und f\u00fcr sich immer richtig<\/li>\n<li>15.12.2007 &#8211; wer welches was<br \/>\nwer hat das was ist ge- oder ver- oder zusammengef\u00fcgt &#8211; wer hat es gedacht, was hat er gedacht &#8211; welches wer ist sein Ist, wo steht er &#8211; welche Entwicklung hat er genommen, gewonnen oder verloren &#8211; was hat wer hineingesteckt, gelegt, beerdigt<\/li>\n<li>14.12.2007 &#8211; verworfen<br \/>\nwie ist das gef\u00fcgt, verf\u00fcgt, wie stellt es sich, wie dar und vor, wie die Beschaffenheit des Gemachten oder ent- oder verworfenen<\/li>\n<li>12.12.2007 &#8211; da<br \/>\nist das, was ist, ist also da, es ist, ist keine Wertung, Spannung, ist emotionslos einfach da<\/li>\n<li>09.12.2007 &#8211; Schein<br \/>\nWenn das Sein, was zu sein scheint, nur Schein ist, ist der Schein damit die Grundlage des Seins. Womit die biblische These, dass nach dem Wort Am das Licht, also der Schein, die Grundlage unseres Sein war, best\u00e4tigt zu sein scheint. Ist Schein nicht Licht, so ist Sein kein Schein, scheint also anders als Licht, ohne Schein real zu sein.<\/li>\n<li>01.12.2007 &#8211; Zerrspiegel<br \/>\nDie Wurzel des \u00dcbels ist die Verzerrung durch das Glas der Perspektive.<\/li>\n<li>30.11.2007 &#8211; homo sapiens telecomensis<br \/>\nFaktisch zur Tumbheit gezwungen, da gesellschaftlich manifestiert, ist der Mensch als Opfer seines extremen Kommunikationsbed\u00fcrfnisses nicht mehr Homo sapiens sapiens sondern Homo sapiens telecomensis. Die H\u00f6rer, der Bildschirm ersetzen althergebrachte Kommunikationsgepflogenheiten und sogar- M\u00f6glichkeiten, wie das personelle Gespr\u00e4ch oder den guten alten Brief. In einer Welt, die alles speichert, gehen so Alltagsinformationen verloren.<\/li>\n<li>25.11.2007 &#8211; Erkl\u00e4rungsans\u00e4tze<br \/>\nDu kannst doch nicht versuchen zu erkl\u00e4ren, ohne dir und deiner selbst sicher zu sein. Da du aber nicht alles wirklich ergr\u00fcndet haben kannst, wirst nur Erkl\u00e4rungsans\u00e4tze geben k\u00f6nnen oder den Versuch machen m\u00fcssen andere zum Selbsterkl\u00e4ren aufzufordern.<\/li>\n<li>21.11.2007 &#8211; altes Haus<br \/>\nHolztreppen knatschen<br \/>\nD\u00e4cher knacken<br \/>\nFenster wackeln<\/li>\n<li>19.11.2007 &#8211; darstellen<br \/>\nMit Bildern \u00fcber Vorstellungen ein Wort oder eine Idee darzustellen.<\/li>\n<li>18.11.2007 &#8211; Machen<br \/>\nDas Machen machen. Sagt, macht sich nicht so oder einfach einfach. Du machst ohne zu, nein so wieder auch nicht, was ich sagen will ist ist.<\/li>\n<li>15.11.2007 &#8211; Beenden<br \/>\nBeenden hei\u00dft, auch Zweifel haben, an dem was passiert ist, nicht unbedingt einen Abschlu\u00df gefunden zu haben, kann Abbruch hei\u00dfen oder Neuanfang.<br \/>\nBeenden kann eine gro\u00dfe Poetik enthalten und so J\u00e4mmerlich sein. Kann man wirklich beenden, ist das Bild die Skulptur, der Text wirklich fertig, ausgereizt?<br \/>\nBeenden k\u00f6nnte hei\u00dfen, den Mut zu fragen und hinterfragen nicht zu verlieren.<\/li>\n<li>12.11.2007 &#8211; Heilig<br \/>\nHeilig-Relation mit der Welt?<\/li>\n<li>11.11.2007 &#8211; Ewigkeit<br \/>\nKunst ist ein menschliches Grundbed\u00fcrfnis, welches versch\u00fctt gehen kann und den Tod zur Folge hat.<\/li>\n<li>10.11.2007 &#8211; Promille<br \/>\nBestimmter Prozentsatz.<\/li>\n<li>09.11.2007 &#8211; R\u00fcckhall<br \/>\nEin Gedanke kann ausgesprochen R\u00fcckhall finden<\/li>\n<li>08.11.2007 &#8211; Feromon<br \/>\nGott ist noch nicht materiell erforscht, aber Feromon?<\/li>\n<li>02.11.2007 &#8211; Anfragen<br \/>\nAnsichten ansich anzufragen<br \/>\nAbsichten absich abzufragen<br \/>\nAussichten aussich auszufragen<br \/>\nAufsichten aufsich aufzufragenVorsichten vorsichtig vorzufragen<\/li>\n<li>24.10.2007 &#8211; Ordnung<br \/>\nLasst uns nicht vom Ordnen reden, weil wir nicht zu ordnen haben. Was liegt am Anfang? Welche Reihenfolge kriegen wir da rein?<\/li>\n<li>23.10.2007 &#8211; Esskastanie<br \/>\nWarum muss sich alles auf diesem Tisch anh\u00e4ufen? Die Schale einer Esskastanie, fein zerbr\u00f6selt.<\/li>\n<li>12.10.2007 &#8211; Verwunderung<br \/>\nUnd manchmal fiel es mir schwer mich am R\u00fccken zu kratzen, mich zu rasieren. Manchmal fiel es mir wirklich schwer den Mund aufzutun und zu gr\u00fc\u00dfen, dann trottete ich das Trottoir entlang, \u00fcberschritt die Rinne, \u00fcberquerte die Stra\u00dfe und war jedes Mal doch sehr verwundert, nicht \u00fcberfahren worden zu sein.<\/li>\n<li>10.10.2007 &#8211; Dinge<br \/>\nDie Kr\u00fcmel auf dem Tisch bilden sich zu Formzusammenh\u00e4ngen. Die Essensreste auf dem Teller entwickeln sich zu Vorstellungen. Die Stifte in der Dose zeigen eine Beschreibung des Universums. Die Bl\u00e4tter auf dem Boden k\u00f6nnen als Wegweiser dienen. Das Werkzeug hat sich gelangweilt zu kleinen Gr\u00fcppchen geordnet. Die Bilder an der Wand hatten schon vorher ihre Unterhaltung begonnen. Die leuchtenden Lampen hatte sich zugezwinkert und mussten lachen. Die Kleidung auf dem Stuhl ruhte sich vom Tagewerk aus. Und drau\u00dfen formte sich die Luft mal wieder zu Gestalten.<\/li>\n<li>03.10.2007 &#8211; W\u00f6rter<br \/>\nDu sagtest, die W\u00f6rter kann man sehen, es stimmt, du sagst, das kennst du. Ich wusste es immer, hatte es vergessen, lebe wieder im Gl\u00fcck, jetzt<\/li>\n<li>30.09.2007 &#8211; Fr\u00fcher<br \/>\nAll das hatte etwas Rauschhaftes. Jetzt wei\u00df ich wieder, warum fr\u00fcher die N\u00e4chte Wanderungen waren. Jetzt wei\u00df ich wieder. All die Bilder, die angenehme N\u00e4sse.<\/li>\n<li>28.09.2007 &#8211; Wellenrauschen<br \/>\nDer Fluss spricht seine Weisen<\/li>\n<li>25.09.2012 &#8211; Syn\u00e4sthesie<br \/>\nWie eine Offenbarung nach jahrelanger Taubstummheit. Den Weg gehen, das F\u00fchlen schmecken, das H\u00f6ren sehen<\/li>\n<li>21.09.2007 &#8211; Glocken<br \/>\nDie Luft hatte sich zu Tropfen verdichtet. Der Atem wurde zu einer Fahne. Man meinte die Glocken l\u00e4uten zu h\u00f6ren und Lichter irrten durch die Nacht<\/li>\n<li>20.09.2007 &#8211; Br\u00fccke<br \/>\nDie Br\u00fccke, als Teil eines Weges, bleibt sie nur eine Station, doch eine Haltestelle f\u00fcr meine Gedanken an dich.<\/li>\n<li>15.09.2007 &#8211; Auwiesen<br \/>\nNebel steigt aus den Auen<br \/>\nDem Flusstal,<br \/>\n\u00fcber dem Fluss<br \/>\nLiegt Nebel Dunsthauch<\/li>\n<li>12.09.2007 &#8211; Herbstfr\u00fchling<br \/>\nWo ich gehe und stehe, ich sehe dich<br \/>\nSehe dein Gesicht, deine Gestalt<br \/>\nDenn alles ist du<br \/>\nDeine Gedanken Ber\u00fchrung<\/li>\n<li>10.09.2007 &#8211; Fest der Bewegung<br \/>\nAutos begehen ihr Werk<br \/>\nWie ein Fest<br \/>\nDer Geschwindigkeit im Rasen<br \/>\nDer Lautst\u00e4rke, meist<br \/>\nDes Gestanks<br \/>\nLeider<\/li>\n<li>01.09.2007 &#8211; Amsel<br \/>\nDie Amsel schl\u00e4gt an<br \/>\nIhren Abendgesang<br \/>\nOhrenschmaus<br \/>\nBilderverarbeitungsmaschine<\/li>\n<li>26.08.2007 &#8211; Fluss<br \/>\nDer Fluss ruft mich, bleib hier bei mir. Ich habe dir viel zu erz\u00e4hlen.<\/li>\n<li>14.08.2007 &#8211; Nachtleuchten<br \/>\nDie Nacht leuchtet, brennt Feuerhauch. Die Luft s\u00e4uselt, fl\u00fcstert ihre Vergangenheit gegen mein Ohr.<\/li>\n<li>13.08.2007 -H\u00f6rst du das Rauschen &#8211; H\u00f6rst du das Rauschen der B\u00e4ume,<br \/>\nSiehst du die Wolken ziehn,<br \/>\nWie irr die L\u00fcfte fliehn?<br \/>\nDie Felsen der K\u00fcste wie Tr\u00e4ume. Sieh die Wellen an Steine schlagen,<br \/>\ndas Wasser zieht im Sand nun Wege,<br \/>\n\u00fcber die Flut die grauen Stege,<br \/>\nSteine die aus dem Wasser ragen. Die Z\u00fcge der silbernen Schw\u00e4rme<br \/>\nleuchten in losem Verband,<br \/>\nder Horizont ein gr\u00fcnliches Band,<br \/>\ndie Sonne sendet letzte W\u00e4rme. Mann, geh mal raus!<br \/>\nMach den Fernseher aus<\/li>\n<li>12.08.2007 &#8211; S\u00f6hne<br \/>\nMit ungekannter Einm\u00fctigkeit, in ihren Betten, getauscht seit einer Woche. Zufrieden friedlich liegen meine S\u00f6hne zur Wand gedreht<\/li>\n<li>30.07.2007 &#8211; Konstruktion<br \/>\nKonstruierte Unmerklichkeit im Blust des Nebels.<\/li>\n<li>20.07.2007 &#8211; Sehnsuchtsverkl\u00e4rung<br \/>\nOhne darauf hinzuweisen, dass der Zug schon angekommen ist und in den Bann verzogen. Zwischen Leidenschaft und romantischer Sehnsuchtsverkl\u00e4rung.<\/li>\n<li>18.07.2012 &#8211; Gedankenreise<br \/>\nFulminante Reise durch den Kopf, als Eigen\u00fcbersetzung der Gedanken.<\/li>\n<li>10.07.2007 &#8211; Zeit<br \/>\nDa aus allen Fugen die Zeit rieselt, mit Versatzst\u00fcckchen verdr\u00e4ngter Geschichte.<\/li>\n<li>03.07.2007 &#8211; Ahorn<br \/>\nGartenarbeit<br \/>\nMit jedem Schnitt<br \/>\nder Rosenschere<br \/>\nF\u00e4llt ein Zweig<br \/>\nDem Ahorn<br \/>\nAlter Zauselkopf<br \/>\nEntw\u00e4chst eine<br \/>\nhermetische Kugel<\/li>\n<li>30.06.2007 \u2013 Digitalis Fingerhut<br \/>\nEiner gotischen Kirchturmspitze gleich<br \/>\nMit rosavioletten Bl\u00fcten<br \/>\nDie Punkte im Innern<br \/>\nHell umr\u00e4ndert<br \/>\nLacht mich an<\/li>\n<li>25.06.2007 &#8211; Junitag<br \/>\nZwischen wehendem Laub<br \/>\nDer Eichen<br \/>\nFlirren Sonnenstrahlen<br \/>\nVor blauem Himmel<br \/>\nIm Nachbargarten<br \/>\nbeginnt ein Hund zu kl\u00e4ffen<\/li>\n<li>20.06.2007 &#8211; Hochjuni<br \/>\nHochjuni<br \/>\nSchwer liegt Rosenluft<br \/>\n\u00dcber jeder Stra\u00dfenecke<br \/>\nNur einige Diesel<br \/>\nVertreiben kurzzeitig die Schwaden<br \/>\nUnd lassen atmen<\/li>\n<li>10.06.2007 \u2013Handr\u00fccken<br \/>\nEin Name<br \/>\nGeschrieben<br \/>\nAuf die Haut<br \/>\nMeines Handr\u00fcckens<br \/>\nIhn nicht zu vergessen<\/li>\n<li>08.06.2007 &#8211; Wegstrecken ziellos<\/li>\n<li>03.06.2007 &#8211; Schnecke<br \/>\nLangsam im feuchten Gras, wie auf einer zahmen Schnecke reitend, schwebe zufrieden durch die laue Nacht.<\/li>\n<li>01.06.2007 &#8211; Erinnerung<br \/>\nDeine Gedanken mit Erinnerung beladen.<\/li>\n<li>20.05.2007 &#8211; Ziellos<br \/>\nZiellos im leuchten Gewitter wandre in der Gegenwart. Schreitend. Ziehe ganz ruhig deine Kreise, deine Gedanken in Hoffnung. Vergraben.<\/li>\n<li>15.05.2007 &#8211; Zuversicht<br \/>\nTraumverloren an diesem Tag zwischen den Zeiten gleitend. Schreite lauschend diesen Weg. Deine Gedanken in Zuversicht. Erhaben.<\/li>\n<li>10.05.2007 &#8211; somnambule Pfade<br \/>\nIn dieser ungewohnten Scheinwelt neue Wege zu entdecken und zu gehen. Die Gr\u00f6\u00dfe jeglicher Kleinigkeit zu erkennen und in sich aufzunehmen. Zwischen den Tautropfen eines Farns die Poesie der Welt zu finden. Und Leben als wunderbares Abenteuer begreifen<\/li>\n<li>05.05.2007 &#8211; der Tag<br \/>\nWettervorhersage: Nachts teils sonnig, teils klar. \u00dcber 30 Grad im Schatten. Nein, das war der Tag.<\/li>\n<li>04.05.2007 &#8211; Nach Sommerschauer<br \/>\nDurch das tiefe Gras<br \/>\nZu den Blumen<br \/>\nSie lassen sich h\u00e4ngen<br \/>\nVom Regen schwer aus dem Bl\u00e4tterdach<br \/>\nF\u00e4llt<br \/>\nEin k\u00fchler Tropfen<br \/>\nIn den Nacken<br \/>\nUnd erschauert mich<\/li>\n<li>21.04.2007 &#8211; Kind<br \/>\nDie Bl\u00e4tter drehen im Wind<br \/>\nDie Bl\u00e4tter drehen im Wind<br \/>\nVor meinem Fenster hin und her<br \/>\nDrau\u00dfen l\u00e4uft ein Kind<br \/>\ntr\u00e4gt seine Blicke schwer<br \/>\nIm Rasen eine wei\u00dfe Bl\u00fcte<br \/>\nLacht mir von diesem Tag<br \/>\nDrau\u00dfen l\u00e4uft ein Kind<br \/>\nDessen Blick ich mag<br \/>\nMit gedankenschweren Augen<br \/>\nDie aus meiner Seele saugen<br \/>\nGeht es weiter seine Reise<br \/>\nIch kann es niemals sicher fassen<br \/>\nWerde es in Ruhe gehen lassen<br \/>\nSeine Zukunft seine Weise<\/li>\n<li>04.04.2007 &#8211; Auf dem Sofa<br \/>\nAuf dem Sofa reiben<br \/>\nNackte Kinderbeine<br \/>\nIm Bildschirmbann<br \/>\nDen Spielplatzdreck<br \/>\nIns helle Polster<\/li>\n<li>01.04.2007 \u2013Nacht<br \/>\nDie Nacht leuchtet. Brennt Feuerhauch. Die Luft s\u00e4uselt, fl\u00fcstert ihre Vergangenheit gegen mein Ohr.<\/li>\n<li>31.03.2007 \u2013Fluss<br \/>\nDer Fluss ruft mich, bleib hier bei mir. Ich habe dir viel zu erz\u00e4hlen.<\/li>\n<li>25.03.2007 \u2013 Amsel<br \/>\nDie Amsel schl\u00e4gt an, ihren Abendgesang. Ohrenschmaus. Bilderverarbeitungsmaschine.<\/li>\n<li>22.03.2007 &#8211; Verkehr<br \/>\nAutos begehen ihr Werk wie ein Fest der Geschwindigkeit im Rasen, der Lautst\u00e4rke, meist, des Gestanks, leider<\/li>\n<li>19.03.2007 &#8211; Nebelwei\u00df<br \/>\nNebel steigt aus den Auen<br \/>\nDem Flusstal,<br \/>\n\u00fcber dem Fluss<br \/>\nLiegt Nebel Dunsthauch<\/li>\n<li>13.03.2007 \u2013 Br\u00fccke<br \/>\nDie Br\u00fccke,<br \/>\nals Teil eines Weges,<br \/>\nbleibt sie doch nur eine Station,<br \/>\ndoch eine Haltestelle f\u00fcr meine Gedanken an dich<\/li>\n<li>01.03.2007 &#8211; Irrlichter<br \/>\nDie Luft hatte sich zu Tropfen verdichtet<br \/>\nDer Atem wurde zu einer Fahne<br \/>\nMan meinte die Glocken l\u00e4uten zu h\u00f6ren<br \/>\nUnd Lichter irrten durch die Nacht<\/li>\n<li>20.02.2007 -Bilder<br \/>\nWie eine Offenbarung nach jahrelanger Taubstummheit<br \/>\nDen Weg gehen<br \/>\nDas F\u00fchlen schmecken<br \/>\nDas H\u00f6ren sehen<br \/>\nDer Fluss spricht seine Weisen<br \/>\nAll das hatte etwas Rauschhaftes<br \/>\nJetzt wei\u00df ich wieder,<br \/>\nwarum fr\u00fcher die N\u00e4chte Wanderungen waren<br \/>\nJetzt wei\u00df ich wieder<br \/>\nAll die Bilder<br \/>\nDie angenehme N\u00e4sse<\/li>\n<li>07.02.2007 &#8211; Kr\u00fcmel<br \/>\nDie Kr\u00fcmel auf dem Tisch bilden sich zu Formzusammenh\u00e4ngen.<\/li>\n<li>06.02.2007 &#8211; Essensreste<br \/>\nDie Essensreste auf dem Teller bilden sich zu Vorstellungen.<\/li>\n<li>05.02.2007 &#8211; Universum<br \/>\nDie Stifte in der Dose zeigen eine Beschreibung des Universums<\/li>\n<li>04.02.2007 &#8211; Wegeweiser<br \/>\nDie Bl\u00e4tter auf dem Boden k\u00f6nnen als Wegweiser dienen<\/li>\n<li>03.02.2007 &#8211; Werkzeug<br \/>\nDas Werkzeug hat sich gelangweilt zu kleinen Gr\u00fcppchen geordnet<\/li>\n<li>02.02.2007 &#8211; Bilder<br \/>\nDie Bilder an der Wand hatten schon vorher ihre Unterhaltung begonnen<\/li>\n<li>01.02.2007 &#8211; Lampen<br \/>\nDie leuchtenden Lampen hatte sich zugezwinkert und mussten lachen<\/li>\n<li>28.02.2007 &#8211; Kleidung<br \/>\nDie Kleidung auf dem Stuhl ruhte sich vom Tagewerk aus<\/li>\n<li>27.02.2007 &#8211; Luftgestalten<br \/>\nUnd drau\u00dfen formte sich die Luft mal wieder zu Gestalten.<\/li>\n<li>24.02.2007 Esskastanien<br \/>\nWarum muss sich alles auf diesem Tisch anh\u00e4ufen? Die Schale einer Esskastanie, fein zerbr\u00f6selt.<\/li>\n<li>19.03.2005 &#8211; Du<br \/>\nWo ich gehe und stehe, ich sehe dich, sehe dein Gesicht, deine Gestalt, denn alles ist du, deine Gedanken Ber\u00fchrung.<\/li>\n<li>28.02.2005 &#8211; vierj\u00e4hriger Weiser<br \/>\nGedanken eines Vierj\u00e4hrigen: Der Sandmannsand muss heute aber besonders grob gewesen sein.<\/li>\n<li>31.01.2005 &#8211; Reise<br \/>\nFulminante Reise durch den Kopf, als Eigen\u00fcbersetzung der Gedanken.<\/li>\n<li>28.01.2005 &#8211; Zug<br \/>\nOhne darauf hinzuweisen, dass der Zug schon angekommen ist.<\/li>\n<li>25.01.2005 Leidenschaft<br \/>\nUnd in den Bann verzogen, zwischen Leidenschaft und romantischer Sehnsuchtsverkl\u00e4rung.<\/li>\n<li>18.01.2005 &#8211; Jungs<br \/>\nMit ungekannter Einm\u00fctigkeit in ihren Betten, getauscht seit einer Woche, zufrieden friedlich liegen meine S\u00f6hne. Zur Wand gedreht.<\/li>\n<li><\/li>\n<li>01.01.2005 -Zeit<br \/>\nDa aus allen Fugen die Zeit rieselt. Mit Versatzst\u00fcckchen verdr\u00e4ngter Geschichte.<\/li>\n<li>26.12.2004 &#8211; Kultur<br \/>\nViele sch\u00f6ne Sachen, grandiose Arbeiten sind dabei herausgekommen, aber das wird ihm vorgeworfen; sich selbst zum blo\u00dfen Illustrator zu degradieren. Also lieber kein Buch machen, als st\u00e4ndig und immer wieder die Texte anderer Leute zu klauen. Der Unterschied zwischen Machen und Sichbedienen ist wie Kulturschaffender und Kulturtr\u00e4ger. Der eine bringt aus sich etwas hervor, der andere bewahrt dieses, stagniert. Der eine baut durch diese seine Sozialisation auf die Kultur auf, einen Ichmitmirundumwelttempel. Nicht immer begreifbar aber unausstehlich, der andere versucht zu verstehen und scheitert<\/li>\n<li>18.12.2004 &#8211; Leute<br \/>\nWas Leute alles erlebt haben wollen! Ist es wirklich das Erlebnis, das z\u00e4hlt oder das Hinterherdar\u00fcberredenk\u00f6nnen, in einer xbeliebigen Talkshow. Haha, da haben wir wieder die K\u00f6pfe klug gesabbert aneinander gehauen. Es scheint einfach wichtig zu sein, das wie immer auch Schwachsinnige \u00f6ffentlich zu verarbeiten. Noch ganz witzig oder eher abgeschmacktlangweilig die jeden dritten Tag ein neues Laster erfindenden Ichbineinperverserouter. Wichtig ist das TELEGEN, eine moderne Form genial zu sein. Was machbar, zeigbar ist, das wird auch gezeigt, und die Grenzen werden ausgeleiert, immer mehr. Heute im Angebot: Gummifetisch, Hundef*** und Lecken, fast wie im modernen Angestelltenleben, na. Prima. Und welche Ruhe einer ernsthaften Reportage, man vermisst sie.<\/li>\n<li>25.05.2004 &#8211; Macht<br \/>\nMachen macht Wiederholung, macht in sich Macht, Wiederholen wiederholt in sich &#8211; Macht &#8211; wiederholt in sich &#8211; Wiederholung &#8211; wider in sich &#8211; Macht, weil sie wohl wieder machten.<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.herr-nipp.de\/?attachment_id=245\"> \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 <\/a><\/li>\n<li>24.05.2004 &#8211; Gartenteich<br \/>\nDie ersten Blasen Tauchen auf.<\/li>\n<li>22.05.2004 -Ausreden<br \/>\nDir geht es nur um dich und so muss das auch sein. B\u00fccherwissen t\u00fcrmt, stapelt sich \u00fcber einem nicht mehr fassen wollenden Kopf. Eine unausstehliche Verkrampfung, Verrenkungen der Gewinde scheinen hier vorprogrammiert. Unbeachtetsein und Beachtetwerdenwollen stapeln sich zu gegenseitiger Ungeliebtheit, Zorn, Entfremdung und tausend Ausreden.<\/li>\n<li>18.05.2004 &#8211; Aufh\u00f6ren<br \/>\nAha, da f\u00e4ngts also wieder an, das Nichtaufh\u00f6renk\u00f6nnenoderwollenaberm\u00fcssen.<\/li>\n<li>15.05.2004 &#8211; Platte<br \/>\nWenn die Kratzer der Platte die Haut zerkratzen, das ist Realit\u00e4t.<\/li>\n<li>10.05.2004 &#8211; wilder Garten<br \/>\nWassertropfen rinnen unaufh\u00f6rlich, kaum wahrnehmbar herab, bilden Rinnen und Aush\u00f6hlungen, L\u00f6cher, neuen Lebensraum. Eine Moosspore findet Halt, entwickelt sich, bildet \u00fcber Umwege vielleicht Polster aus, vielleicht wird sie aus Versehen von einer unbedachten Schnecke gefressen, vielleicht siedeln sich im Polster Moostierchen an, leben, fressen, bilden Nahrungsgrundlage f\u00fcr andere. Humusbildung \u00fcber Jahrzehnte oder l\u00e4nger, vielleicht schwemmt ein zu starker Regenguss auch alles wieder weg, kann schlie\u00dflich vorkommen. Siedlungsgrundlage, Nahrungslieferant. Das Moos ist l\u00e4ngst vergessen, eine Eberesche hat den Platz \u00fcbernommen, eine Ranke kann es auch sein, ein Farn. Was kommt, da ist scheint wirre Spekulation, hat aber Bedeutung f\u00fcr das \u00dcberleben.<\/li>\n<li>30.04.2004 &#8211; Ziel einer Party<br \/>\nDas auf der Treppe Sitzen und sich Monologe irgendwelchen auch betrunkener Mitmenschen und Leidensgenossen anzuh\u00f6ren, das wahre Ziel einer Party.<\/li>\n<li>22.04.2004 &#8211; Lust<br \/>\neine heimt\u00fcckisch- himmlische Hemmung der Muskelverkrampfung und des \u00fcbersteigerten Blutstrom in den Kan\u00e4len<\/li>\n<li>21.04.2004 &#8211; Lebensraum<br \/>\nKleine Spalten und Risse, winzige H\u00f6hlungen in denen sich Tiere verstecken k\u00f6nnten. Mikrobiotope im selbst erzeugten Mikroklima. Langsam angesiedelt, sich gefestigt und Kreisl\u00e4ufe gebildet. Jeder Zufall wird ausgeschlossen oder endet mit dem Zusammenbruch eines Systems.<\/li>\n<li>11.03.2004 &#8211; manche Texte<br \/>\nDie Br\u00fcchigkeit verschiedener Handlungs- oder Gedankenstr\u00e4nge kann niemals, scheint es, vom Au\u00dfenstehenden erschlossen oder verarbeitet werden. Das ist in sich nicht irgendeine ausgemachte Spinnerei oder gar Verbl\u00f6dung, was auch immer, Verkackeierung des Lesers. Der scheint hier als Rezipient \u00fcberhaupt nicht erw\u00fcnscht. Und bitte keine weitere Diskussion, die zu f\u00fchren w\u00e4re.<\/li>\n<li>02.03.2004 &#8211; Schwarz<br \/>\nDie Fingerkuppen sind ein wenig schwarz, Druckerschw\u00e4rze.<\/li>\n<li>01.03.2004 &#8211; Schatten<br \/>\nEin Schatten auf einer Mattscheibe, ein Schatten, den ich nicht erkennen kann, ein Schatten, der irreal ist , ein Schatten, der ich bin.<\/li>\n<li>28.02.2004 &#8211; Ideale<br \/>\nDas ist der H\u00f6hepunkt eines Streites, der um Dogmen gef\u00fchrt wird. Diejenigen der Diskriminierung von Frauen und Minderheiten, aber auch um die der Gl\u00e4ubigen, welche sich wirklich kritische Gedanken machen. Da wird es als Schicksal und nicht weiter bedauernswert angesehen, wenn einige Menschen mal so eben aus den Kirchen ausgeschlossen werden oder ihre Lehrerlaubnis entzogen bekommen. Da sind alt ehrw\u00fcrdig ergraute Kardin\u00e4le, die seit f\u00fcnfzig Jahren nichts aus dem wirklichen Leben mehr mitgelebt haben aber sich anma\u00dfen das Leben der anderen \u201eMitbr\u00fcder und- schwestern\u201c mit seltsam angestaubten Vorschriften und Moralcodi zu erschweren. Eine wahre Christengemeinschaft.<\/li>\n<li>23.02.2004 &#8211; abwarten<br \/>\nKlar kann jeder Text schreien, reden fluchen oder beschreiben, suchen, zerhackeln und zerst\u00fcckeln, einige ziehen es aber ganz einfach vor, in aller Ruhe abzuwarten, zu schweigen, sich lesen zu lassen und im Verborgenen zu wirken.<\/li>\n<li>20.02.2004 &#8211; sagen<br \/>\nWenn ich mich dir nicht oder doch vielleicht einmal oder zweimal, so genau kann man das auch wieder nicht genau sagen oder gar oder wissen sie mehr dar\u00fcber, dann w\u00e4re es wirklich und \u00fcberhaupt sehr nett, vielleicht aber auch ist das ganze ja nur auf irgendwelchen wie auch immer gearteten nicht oder missverstandenen, wie auch immer zu bezeichnenden, fragen und sagen und umwoben seien hier mal ausschlie\u00dflich und ausgeschlossen bin ich oder du oder wer auch immer nicht zu sein gemacht zu habenden , ah und ha und l\u00e4cherlich lachende und ausgelacht zu sein, nicht unbedingt immer nett aber immer gern gemieden, vermieden und vermeiden, beschneiden, nein das sind die anderen und mit denen hatten wir nur schlechtes sinnen, das wird mir hier jetzt aber zu politisch, von wegen diplomatisch oder bonnisch oder neuer eingedeutschelt berlinisch und drinnen fehlt ein er oder kann man das auch nicht was auch immer wieder nichts zu sagen gehabt zu haben.<\/li>\n<li>14.01.2004 &#8211; Werbung<br \/>\nEr steht nahe. Ein Dorn im Auge. Man muss sich k\u00fcmmern. Man muss entdecken, Werbung machen und die Arbeit<\/li>\n<li>03.01.2004 &#8211; Einschr\u00e4nkung<br \/>\nIch bin ein Blinder, der nachts den Weg besser findet als tags\u00fcber. Nachts ist der Gro\u00dfteil der Leute im Haus, keiner st\u00f6rt und der Blinde kann seinen Weg geradeaus gehen. Ich bin ein Tauber, der seine Musik in sich h\u00f6rt, sie in sich tr\u00e4gt, sie t\u00e4glich neu gestaltet, komponiert. Kein Ger\u00e4usch kann mich st\u00f6ren, ich liebe meine inneren T\u00f6ne. Ich bin ein Lahmer und jede Bewegung ist eine Erfahrung.<\/li>\n<li>10.12.2003 &#8211; Wissen sagen<br \/>\nIch wei\u00df nicht, was damit gesagt ist. Ich wei\u00df wirklich nicht, was damit gesagt ist. Ich wei\u00df bestimmt nicht, was damit gesagt ist. Ist was gesagt.<\/li>\n<li>01.12.2003 &#8211; Idiot<br \/>\nMach mich nicht zum Idioten, auch ich hab Gef\u00fchle und Gedanken, eine Geschichte wurde gelebt und durchgew\u00fchlt, vielleicht unverst\u00e4ndlich f\u00fcr dich, so wie deine f\u00fcr mich.<\/li>\n<li>30.11.2003 -Singen<br \/>\nUnten keifen die f\u00fcnf Amseln. Oben auf dem Brett sitzt eine Kohlmeise, sie frisst allein und unangefochten. Manchmal meint man, sie schaue mitleidig auf ihre Mitsingvogelgenossen herab<\/li>\n<li>30.09.2003 -n\u00fctzlich<br \/>\nDer Specht ist wieder da. Hab auf ihn gewartet. Wo bist Du gewesen? Da h\u00fcpfst du von Ast zu Ast, Baumstamm zu Baumstamm, mal hackst Du, mal prockelst Du die Rinde ab. Ich mag deine Farben, die Bewegungen. Und soweit ich wei\u00df, bist Du sogar n\u00fctzlich.<\/li>\n<li>23.09.2003 &#8211; Nacht<br \/>\nEine bittere Maschinerie Entt\u00e4uschung und Ironie, lacht nicht \u00fcber Leute, die ihr nicht kennt, \u00fcber die ihr hinweg rennt wie eine Meute<\/li>\n<li>20.09.2003 &#8211; Sehnsucht<br \/>\nWas soll ich machen, wenn die alten Gedanken durch den Kopf rasen, wenn Tote wieder auferstehn? Wer kann dir schon helfen, wenn du f\u00e4llst? In die alten Abgr\u00fcnde, die Zeitwende und Erlebnisse aufgeworfen haben? Schreien kannst du nicht, die Zunge ist vertrocknet, angeklebt am Gaumen, keine Freude das. Weinen kannst du nicht, alles trocken in deiner Innenw\u00fcstegobi. Die Musik f\u00fcllt gemein deine Ohren. Die bl\u00f6de alte Sucht, die Sehnsucht bleibt.<\/li>\n<li>18.08.2003 &#8211; Macht<br \/>\nWas wollt ihr Alten? Ihr habt die Macht.<\/li>\n<li>17.08.2003 &#8211; Alte<br \/>\nTrauert um die sch\u00f6ne Zeit, vorvorgestern, die uns zum Gl\u00fcck erspart blieb.<\/li>\n<li>16.08.2003 &#8211; Jugend<br \/>\nWas wollt ihr Alten? Klaut den Jungen ihre Jugend, weil die eure euch entrissen wurde, zerronnen auf immer.<\/li>\n<li>12.08.2003 &#8211; Schwimmbadszene<br \/>\n\u201eFette Kuh, hau blo\u00df ab.\u201c \u201eIch will weg hier! weg hier!\u201c schreit ein kleiner Junge aus Angst vor dem Wasser. F\u00fcnf Minuten sp\u00e4ter ist er trotz blauer Lippen nicht aus dem Becken zu kriegen. Auf dem Wasser schwimmt eine Speckrolle. Schwimmt, treibt. Der Dicke d\u00f6ppt kleine M\u00e4dchen. Schrilles Quietschen<\/li>\n<li>11.08.2003 &#8211; Zauberlehrlinge<br \/>\nDer Zauberlehrlinge sind viele geworden, folglich muss ihre Qualit\u00e4t abgenommen haben, einige aber haben das Zeug gro\u00dfe Magier zu werden<\/li>\n<li>05.07.2003 &#8211; Gewissen<br \/>\nDas Gewissen mit wes des Mengen- Menschen. Ist da Streben gegen und das Sterben in einer klebrigen Masse.<\/li>\n<li>01.07.2003 &#8211; Drau\u00dfen<br \/>\nEin paar \u00dcberdr\u00fcssige und Schwimmer g\u00e4hnen gelangweilt in leise Gespr\u00e4che. Drau\u00dfen Motorenger\u00e4usch.<\/li>\n<li>30.07.2003 &#8211; Wind<br \/>\nWind l\u00e4sst Gardinen und dicke Steine aneinanderschlagen.<\/li>\n<li>29.07.2003 &#8211; Fliegen<br \/>\nWolken fliegen am Fenster vorbei, r\u00f6ten. Steine fliegen ins Fenster rein, t\u00f6ten<\/li>\n<li>28.06.2003 &#8211; Wegestrecke<br \/>\nvom Club bis nach hause 1334 Schritte<\/li>\n<li>25.06.2003 &#8211; Bildkauf<br \/>\n\u00dcber und \u00fcber von der eigenen Pers\u00f6nlichkeit ausgef\u00fcllt, stellte er sich vor mir dar. Er sah alles mit Interessebekunden, schien nachdenklich und schwieg lange. Irgendwann schien er seine Scheu vor W\u00f6rtern abgelegt zu haben. Er drehte seine Gestalt langsam in meine Richtung und lie\u00df, lie\u00df W\u00f6rter, S\u00e4tze, ja, einen ganzen Text aus sich heraus. Geschossen, pr\u00e4zise, erst wohl noch z\u00f6gerlich gleich einen Grund suchend, immer schneller werdend, sich im Ich und dem Sinn wiederfindend und selbstbest\u00e4tigend. Alles schien darauf zu warten aus sich selber herauswachsen zu wollen. Jeder Nebensatz, jede Unwichtigkeit bekam Ableger, die sich aus sich selber sch\u00f6pften und Leben hauchten. Seine Erfahrungen mit Familie, Beruf und auch irgendwelchen gestrickten Reisen, die einen ungew\u00f6hnlichen Charakter nur durch das Gewesensein hatten. Die Erfahrungen mit anderen und jenen, die nichts von ihm wissen wollten. Seltsamste Familienverh\u00e4ltnisse, die sogar f\u00fcr Familienspezialisten weitgehend unverst\u00e4ndlich blieben, was aber auch eigentlich egal war. Sinne h\u00e4tte er nicht mitzuteilen brauchen. Der Klang seiner W\u00f6rter machte eine Melodie, die l\u00e4ngst vergessen oder nie dagewesen, ich wei\u00df es nicht, nur, dass auch dies im Grunde unwichtig zumindest nicht tiefsch\u00fcrfend sein konnte. Das Beeindruckendste war sein Gegen\u00fcber vergessen. Das war nicht, gar nicht so unwichtig. Endlich hatte er was gefunden, einen Ort an dem das Reden nicht unbedingt von vornherein verboten war. Der Mann wusste diese Schw\u00e4che zu nutzen. Immer weiter abschweifend konnte er von Gef\u00fchlen berichten, schwelgen in selbsterrichteten Gedankengeb\u00e4uden, boschgleich und tausendfachphantastisch. Und \u00fcber die, was keiner Beschreiben kann, jeder aber zustimmt, es keinen Streit geben kann. Er blieb pl\u00f6tzlich vor einem Bild stehen, schwieg kurz und fragte: \u201eWas kostet das?\u201c<\/li>\n<li>21.04.2003 &#8211; Abkassieren<br \/>\nEr hat seinen Job gemacht und abkassiert, mehr nicht. Ne, Richard? Witzig erst, wenn das Unschuldsgeplapper losgeht. In die Garderobe gehen und herzhaft lachen. Oh schei\u00dfe, wer hat denn gesagt, dass das und das so sein m\u00fcssen. Und nicht die anderen haben sich und sich schon l\u00e4ngst aufgegeben. Nicht, dass ich mich langweile, er ist wirklich tot. Nicht, dass ich mich langweile, es ist wirklich toll eine Heizung anzustarren. Fast so toll, wie durch ein Museum voll mit klassischer Moderne zu latschen, besser noch Barock. Komm, jetzt aber nicht auch noch den Fortschritt anbeten. Ein R\u00fcckschritt zur rechten Zeit wirkt manchmal wirklich Wunder. Egal, wer was sagt.<\/li>\n<li>15.04.2003 &#8211; Angst<br \/>\nDieses widerliche Gef\u00fchl in der Magengegend erdr\u00fcckt mich zu einer leeren Schale, nie hat sie Fruchtfleisch enthalten, nie wieder wird sie etwas hervorbringen, das ist das Schicksal, fertig. So das also, du spinnst, Feigheit ist das und nicht etwa Angst.<\/li>\n<li><\/li>\n<li>03.04.2003 &#8211; ruhen<br \/>\nEigentlich ist es ziemlich langweilig in sich selbst zu ruhen.<\/li>\n<li>28.03.2003 &#8211; Feigheit<br \/>\nDieses widerliche Gef\u00fchl in der Magengegend erdr\u00fcckt dich zu einer leeren Schale, nie hat sie Fruchtfleisch enthalten, nie wieder wird sie etwas hervorbringen, das ist das Schicksal, fertig. So das also, ich spinne nicht, aber es k\u00f6nnte auch Angst sein.<\/li>\n<li>27.03.2003 &#8211; traurige Rufe<br \/>\nL\u00f6schteich &#8211; Lebensraum hunderter Kr\u00f6ten und Fr\u00f6sche, gegen Abend die leisen, fast traurigen Rufe.<\/li>\n<li>24.03.2003 &#8211; Atmen<br \/>\nDer Vorteil meines nicht vorhandenen Heuschnupfens: Auch jetzt tief einatmen k\u00f6nnen und das Erwachen der Natur genie\u00dfen. Derweil senkt sich der Sonnenball farbenpr\u00e4chtig in den friedrichschen Wald.<\/li>\n<li>20.03.2003 &#8211; Intellekt<br \/>\nHoho, sagte der Professor, ich bin intellektuell.<br \/>\nToll, sagte ich und fiel zur Anbetung auf die Knie.<br \/>\nWas w\u00e4ren wir ohne dich, oh Held?<\/li>\n<li>12.02.2003 &#8211; Richtungen<br \/>\nWer nicht zeichnen kann, der folge mir nach.<br \/>\nFlasche, falsche Richtung<\/li>\n<li>10.02.2003 \u2013 Wahlfreiheit<br \/>\n\u00dcber Stra\u00dfen rasen superschnelle Autos in den Tod, Phrasen vom freien B\u00fcrgerlos.<br \/>\nAch, wenn das so ist, das was du bist.<\/li>\n<li>04.02.2003 &#8211; Scherben<br \/>\nOhne Ver- und Gebrechen in den Tag aufbrechen<br \/>\nund den Tag zerbrechen, zusammenfegen mit dem Rechen<br \/>\nund b\u00f6se Taten r\u00e4chen. Scherben bringen Gl\u00fcck,<br \/>\nes gibt nie kein Meter zur\u00fcck<\/li>\n<li>10.01.2003 &#8211; Cluster<br \/>\nDu bist mir eine Qual. F\u00fcr den Kopf ein Schmerz. Pl\u00fcnderst mein Arsenal an Tabletten als wie ein Herzlicher Gl\u00fcckwunsch f\u00fcr nette Freunde ein Punsch. Sind und bleiben wir also Feinde.<\/li>\n<li>20.12.2002 &#8211; schweben<br \/>\nTeile schweben scheinbar an der Wand<\/li>\n<li>13.12.2002 &#8211; ungebremst<br \/>\nIn andere Realit\u00e4ten mit Freunden, Leuten, die leben mit Antiquit\u00e4ten, die sie auf Flohm\u00e4rkten erbeuten. Alte nicht, aber neue Werte ohne \u00fcberholte Moral, \u00fcber die ich mich freue und der Wagen rollte weiter ohne Bremse die Stra\u00dfe herunter, wie eine schwere Tonne mit bunter Emaille bestrichen. Ein Traum, mit tausend Bonbons verglichen wird er wohl kaum.<\/li>\n<li>12.03.2002 &#8211; Tr\u00e4ume<br \/>\nEine Zeit in der ich kurz tr\u00e4ume, ein Furz versengt Tiere und B\u00e4ume an langen Stra\u00dfen mit bangen Leuten. Die Blumen in Vasen in den Fenstern stehen haben. Zum Sehen und zum angeblichen Augenlaben.<\/li>\n<li>03.12.2002 &#8211; Nachbarn<br \/>\n\u00dcber die man dann oft lacht und geht man hin\u00fcber, werden die Fenster zugemacht. &#8222;So, also Trinker seid ihr. Wir aber nicht, gute B\u00fcrger mit Rechten und Pflicht sind wir.&#8220;<\/li>\n<li>29.11.2002 &#8211; Sch\u00f6nheit<br \/>\nWo ist die Frage nach mir oder dir<br \/>\nm\u00fcssen die Dinge sich verdrehn<br \/>\neine Geschichte aus reiner Gier<br \/>\nich kann nichts verstehn<br \/>\nEine Antwort willst du nicht geben<br \/>\nweiter weiter H\u00e4user bauen<br \/>\nDeine Karriereleiter Streben<br \/>\nund das Gef\u00fchl f\u00fcr Sch\u00f6nheit versauen<\/li>\n<li><\/li>\n<li>17.11.2002 \u2013 Betrachtung<br \/>\nBei kindlicher Betrachtungsweise<br \/>\nDie Offenheit bewahren<br \/>\nDer Phantasie<br \/>\nIm Spiel von Form und Farbe<br \/>\nFreien Lauf zu lassen.<\/li>\n<li>16.11.2002 \u2013Form<br \/>\nForm ist doch nur T\u00e4uschung<br \/>\nDie zu suchen das Auge geschult ist<br \/>\nFindet sogar Gesichter im Stein<br \/>\nNur Zebras werden selten entdeckt<\/li>\n<li>15.11.2002 &#8211; Ankunft<br \/>\nWortfetzen dr\u00f6hnen aus versteckten Lautsprechern entgegen. Wie zusammengew\u00fcrfelte S\u00e4tze, bilden keinen erkennbaren Sinn. Eine Autofahrt voll entgegenkommender B\u00e4ume, Pfosten, Schilder. Tausendfach gleich. Menschen mit ge\u00f6ffneten, meist geschmacklos gemusterten Schirmen ducken dem kr\u00e4ftigen Wind entgegen und verschwinden ohne viel anzurichten aus den Augenwinkeln. Nur schemenlos, namenlos und wie es scheint, still sich ergebend. Stille drau\u00dfen, durch die Eint\u00f6nigkeit des Regens noch verst\u00e4rkt, macht m\u00fcde. Aufmerksamkeiten schwinden im Gef\u00fchl rauschender Schl\u00e4fen. Nach stundenlangem Ausharren, in gleicher Stellung in den Sitz gedr\u00fcckt, erscheinen, wie es scheint, bekannte Bauten, doch ziehen auch sie ohne weitere Beachtung vorbei, als w\u00fcrden sie nicht erkennen. Nur die Unwichtigkeiten zu zeigen. Pf\u00fctzen spritzen den Autoboden sauber, geben dem dahinterliegenden Dreck die M\u00f6glichkeit sich anzukleben.<br \/>\nDann, kaum noch erhofft, die Ankunft. M\u00fcde und doch neu erwacht. Koffer, S\u00e4cke, Kisten werden ausgeladen. Ausgepackt und neu verstaut, die innen sich befindlichen Sachen. Eigentlich sollte man sich noch hinlegen, nach nur kurzem Schlaf der Nacht und langer Fahrt. Es bleibt aus.<br \/>\nNoch nicht!<br \/>\nWeitergehen in Einf\u00f6rmigkeit. Stimmen vor und hinter dir. Zuweilen auch das Klacken ungesund hoher Abs\u00e4tze an Frauenf\u00fc\u00dfen. Irgendwer w\u00e4scht sich die H\u00e4nde und sp\u00fclt nebenbei eine Kaffeetasse aus. Schlurfend kommt irgendwer n\u00e4her. Versuche jetzt jedoch zu fliehen&#8230;<\/li>\n<li>03.05.2002 &#8211; In Bewegung<br \/>\nIch kam in Bewegungen<br \/>\ndie nicht voraussehbar waren<br \/>\nIch hab mich verloren<\/li>\n<li>01.04.2002 &#8211; Wasser<br \/>\nIch dachte, es w\u00e4re das Gr\u00f6\u00dfte, Wasser zu verschenken.<\/li>\n<li>31.03.2002 &#8211; M\u00f6gliche Bildtitel f\u00fcr K\u00fcnstler, denen gerade nichts anderes einf\u00e4llt III.<br \/>\n\u00dcber die W\u00fcnsche zu springen<\/li>\n<li>30.03.2002 &#8211; M\u00f6gliche Bildtitel f\u00fcr K\u00fcnstler, denen gerade nichts anderes einf\u00e4llt II.<br \/>\nFarbgebung grob, blau-wei\u00df.<\/li>\n<li>29.03.2002 &#8211; M\u00f6gliche Bildtitel f\u00fcr K\u00fcnstler, denen gerade nichts anderes einf\u00e4llt I.<br \/>\nFarb- und Lichtreflexe mit gefaltetem in der Mitte konzentriertem Tuch.<\/li>\n<li>25.03.2002 &#8211; Normen<br \/>\nSch\u00f6ne kleine Gesichter in sch\u00f6nen kleinen Gesichtern auf sch\u00f6nen langen H\u00e4lsen auf sch\u00f6nen schlanken K\u00f6rpern. Alles an und f\u00fcr sich sch\u00f6n. Aber irgendwas scheint da nicht zu stimmen; der das Haar in der Suppe findet. &#8222;Frauen haben lange Haare, das ist nun mal so. Mu\u00df so sein, mu\u00df, mu\u00df. M\u00e4nner haben kurze Haare, die Ausnahmen sind schwul.&#8220; Stellen Fragen, brabbeln vor sich hin, verr\u00fccken ihre Brillen. Setzen auf und ah! Stille, haben wir die Dias dabei? Einleitungen, was kaum zu bremsen ist, unkontrolliertes Herausspringen.<\/li>\n<li>22.03.2002 &#8211; m\u00f6glich<br \/>\nUm die M\u00f6glichkeit sich selbst zu \u00f6ffnen, mal was Neues auszuprobieren. Ganz verga\u00df ich, da\u00df das ja nicht geht.<\/li>\n<li>02.01.2002 &#8211; Litschi<br \/>\nEine kleine Kugel inmitten des wei\u00dfen Fruchtfleisches. Ich verquetsche die Au\u00dfenh\u00fclle und lasse die Tropfen \u00fcber die Finger auf die Handfl\u00e4che und den Unterarm rinnen. Dann erst \u00f6ffne ich gierig das Maul und bei\u00dfe zu.<\/li>\n<li>01.01.2002 \u2013K\u00fchlhaus<br \/>\nIst es das was ist oder sein sollte. Ich habe Angst vor der Zukunft. Aha, das kennen wir, hier die Psychopharmaka, wohl bekomm\u00b4s. Und das ist immer noch das Billigste&#8230;.aber was wird sein, was kann sein, wer oder was und vor allem wie kann die Liebe uns helfen oder einfach Arroganz? Und harte Gedanken, mu\u00df man sich in das seelische K\u00fchlhaus begeben?<\/li>\n<li>31.12.2001 &#8211; Nacht<br \/>\nNacht<br \/>\neine bittere Maschinerie Entt\u00e4uschung und Ironie<br \/>\nlacht nicht \u00fcber Leute die ihr nicht kennt<br \/>\n\u00fcber die ihr hinwegrennt<br \/>\nwie eine Meute r\u00e4udiger Hunde<br \/>\neiternd, bl\u00e4hender Gestank<br \/>\ndie wahre Gesellschaftswunde<br \/>\nHighsociety mit Schrankwandverstand<\/li>\n<li>23.12.2001 &#8211; Weg<br \/>\nMeiner geht durch die Kunst, die Liebe und die M\u00f6glichkeit den Andern zu begreifen zu lernen. Alles andere scheint da eher unwichtig. Und das hat sehr viel mit der eigenen, selbstgefundenen undeutlichen Sprache zu tun. Ich bin Ich.<\/li>\n<li>22.12.2001 -Mensch<br \/>\nWenn Menschen andere Menschen finden, diese lieben und versuchen sie verstehen zu lernen, ist das nicht, was Sinn und Zweck sein sollten. Um Weiterleben als solches zu sichern oder zu meistern, sollte das Ziel der Menschlichkeit sein, menschlich zu sein. Alles andere ist Beiwerk, mehr nicht. Zwei oder mehr zusammengefunden, gebunden im Gef\u00fchl echter Zuneigung und W\u00e4rme. Zusammen erleben und verstehen. Immer im Gef\u00fchl, mit und f\u00fcr den anderen da zu sein. Einige m\u00f6gen dies zur \u00fcberfl\u00fcssigen Romantik erkl\u00e4ren und w\u00fcschen sich nichts sehnlicher. Ist der Mensch denn sonst nicht besser oder besser alles andere, als anders als alles andere, das, was ihn umgibt, er in seine Welt einschlie\u00dft und zu ihr macht, besser oder schlechter, weil mit dem aktiven Denken belegt, als Baum, Vogel und Einzeller. Ein Stein. Was andere als F\u00fchlen oder Echt bezeichnen, kann man vielleicht bedenken, es sollte aber nie zum eigentlichen Zweck und Inhalt werden, um die eigene Integrit\u00e4t und Identit\u00e4t zu wahren.<br \/>\nJeder sollte besser, mu\u00df sogar einen eigenen Weg finden, sonst droht Sinnlosigkeit.<\/li>\n<li>11.12.2001 &#8211; Klima<br \/>\nEin Gespr\u00e4ch zum Kl\u00e4ren versuchen. Was hat es gebracht? Vielleicht nichts, vielleicht hat es geholfen Schranken abzubauen, das Eis zumindest hat Spr\u00fcnge, Risse bekommen, wird vielleicht irgendwann wirklich brechen. Vielleicht k\u00f6nnte irgendwann eine Periode der wirklichen Ann\u00e4herung, sogar eine Phase von Erw\u00e4rmung eintreten. W\u00fcnschbar, nicht unbedingt absehbar.<\/li>\n<li>12.10.2001 &#8211; Cluster<br \/>\nStark genug um die Qualen ertragen zu k\u00f6nnen. Alles kann eine tonnenschwere Last auf der Seele, dem Befinden sein. Du mu\u00dft einfach, hast keine andere Wahl, als stark genug zu sein, um die Qualen ertragen zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>11.10.2001 &#8211; Geschichte<br \/>\nMach mich nicht zum Idioten, auch ich hab Gedanken und Gef\u00fchle, eine Geschichte, die durchzuw\u00fchlen war. Vielleicht unverst\u00e4ndlich f\u00fcr dich, so wie deine f\u00fcr mich.<\/li>\n<li>11.09.2001 &#8211; Nebel<br \/>\nReihum Gemurmel gut, verflucht und bitters\u00fc\u00df geha\u00dfte St\u00f6rung von &#8222;Wenn sie das hier machen wollen.&#8220; bis &#8222;Hastduschongeh\u00f6rt&#8220; und &#8222;Dadurchistokay&#8220; (unterstrichen von gro\u00dfartiger Gestik, unterlegt von \u00fcbertrieben nichtssagender Mimik), dass das nicht so und nicht anders l\u00e4uft. Und nicht schon wieder die alten Nebelbeschreibungen an unsympathisch k\u00e4ltlichen Sp\u00e4therbsttagen. Das ist Jahre her.<br \/>\nKeiner wollte mir glauben, was passiert ist, sie haben gelacht und als der Fernseher angemacht wurde, gefroren ihnen die Gesichter. Auch ich hatte erst an einen schlechten Scherz gedacht, als ich das Radio anmachte, wie Krieg der Welten von Wells.<\/li>\n<li>28.03.2001 &#8211; Gem\u00fcmmel<br \/>\nMan mu\u00df einfach damit leben k\u00f6nnen und die Backen voll Gem\u00fcmmel.<\/li>\n<li>27.03.2001 -Qual<br \/>\nStark genug um die Qualen ertragen zu k\u00f6nnen. Alles kann eine tonnenschwere Last auf der Seele, dem Befinden sein. Du mu\u00dft einfach, hast keine andere Wahl, als stark genug zu sein, um die Qualen ertragen zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>22.02.2001 &#8211; Leben<br \/>\nWenn Flaschen in Flaschen verschwinden und Einheiten bilden. Ein Wasser sich mit dem Tropfen zum Gew\u00e4sser so vereinigt. Wenn Menschen andere Menschen finden, diese lieben und versuchen sie verstehen zu lernen, ist das nicht, was Sinn und Zweck sein sollten. Um Weiterleben als solches zu sichern oder zu meistern, sollte das Ziel der Menschlichkeit sein, menschlich zu sein. Alles andere ist Beiwerk, mehr nicht. Zwei oder mehr zusammengefunden, gebunden im Gef\u00fchl echter Zuneigung und W\u00e4rme. Zusammen erleben und verstehen. Immer im Gef\u00fchl, mit und f\u00fcr den anderen da zu sein. Einige m\u00f6gen dies zur \u00fcberfl\u00fcssigen Romantik erkl\u00e4ren und w\u00fcschen sich nichts sehnlicher.Ist der Mensch denn sonst nicht besser oder besser alles andere, als anders als alles andere, das, was ihn umgibt, er in seine Welt einschlie\u00dft und zu ihr macht, besser oder schlechter, weil mit dem aktiven Denken belegt, als Baum, Vogel und Einzeller. Ein Stein. Was andere als F\u00fchlen oder Echt bezeichnen, kann man vielleicht bedenken, es sollte aber nie zum eigentlichen Zweck und Inhalt werden, um die eigene Integrit\u00e4t und Identit\u00e4t zu wahren. Jeder sollte besser, mu\u00df sogar einen eigenen Weg finden, sonst droht Sinnlosigkeit. Meiner geht durch die Kunst, die Liebe und die M\u00f6glichkeit den Andern zu begreifen zu lernen. Alles andere scheint da eher unwichtig. Und das hat sehr viel mit der eigenen, selbstgefundenen undeutlichen Sprache zu tun. Ich bin Ich.<\/li>\n<li>01.02.2001 &#8211; Kl\u00e4rung<br \/>\nEin Gespr\u00e4ch zum Kl\u00e4ren versuchen. Was hat es gebracht? Vielleicht nichts, vielleicht hat es geholfen Schranken abzubauen, das Eis zumindest hat Spr\u00fcnge, Risse bekommen, wird vielleicht irgendwann wirklich brechen. Vielleicht k\u00f6nnte irgendwann eine Periode der wirklichen Ann\u00e4herung, sogar eine Phase von Erw\u00e4rmung eintreten. 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